Der Bayerische Hof an der MĂŒnchner StraĂe 10 ist ein altes Haus. Zirka 1935 ist der Bau damals genehmigt worden. Eine angedachte NutzungsĂ€nderung des EigentĂŒmers sieht nun im dritten Obergeschoss drei Ferienwohnungen, einen Lift und die Umgestaltung des Eingangsbereichs vor.
Auch sollen fĂŒnf ParkplĂ€tze auf Höhe der StraĂe entstehen. Die eingereichten PlĂ€ne stieĂen jedoch auf einige Vorbehalte im Bauausschuss.
Einklang mit dem Ortsbild als zwingende Voraussetzung
FĂŒr die drei Wohnungen hat der Antragsteller zwei Zwerggiebel vorgesehen, die dem Bauausschuss deutlich zu groĂ sind. Laut eingereichten PlĂ€nen wĂ€ren diese 3,5 Meter hoch und 4,5 Meter breit. Eine Genehmigung werde man nur erteilen, wenn die Umgestaltung des 1935 errichteten Hauses auch im Einklang mit dem Ortsbild erfolgt, lautete die einhellige Meinung des Gremiums.
Der Bauherr hat jedoch die Möglichkeit neue PlĂ€ne einzureichen und somit die Bedenken des Ausschusses zu berĂŒcksichtigen.
Lift, Dachgiebel und Parkplatzsituation umstritten
Auch dem Bau eines Liftes wollte die Gemeinde nicht vorbehaltlos zustimmen. Der Lift soll GĂ€ste, Kunden und Bewohner des Hauses bis in den obersten Stock befördern. Der LiftĂŒberbau ragt den GemeinderĂ€ten jedoch mit 1,5 Metern zu weit aus dem Dach heraus. âGibt es hier nicht mittlerweile technische Möglichkeiten Lifte ohne Ăberstand zu bauenâ, frage Karl Sauer (CSU). Dies gilt es noch zu klaren. In jedem Fall soll der Ăberstand so weit wie möglich reduziert werden.
AnschlieĂend ging es noch um die ParkplĂ€tze. Hier gab es erneut Diskussionsbedarf um die Frage wie viele StellplĂ€tze der Bayerische Hof ohnehin haben beziehungsweise nachweisen mĂŒsste. “PlĂ€ne dazu gibt es im Wiesseer Bauamt nichtâ, sagt Baumtsleiter Helmut Köckeis. âWenn im Obergeschoss drei Ferienwohnungen angedacht sind, mĂŒssen von den fĂŒnf geplanten ParkplĂ€tzen auch drei fĂŒr Anwohner frei gehalten werdenâ, so Klaudia Martini. Josef Brenner meint: âDie dienen sicher alle dem MöbelgeschĂ€ft als KundenparkplĂ€tze.â
Nur wenn die Parkplatzsituation genauer geregelt ist, will man der NutzungsĂ€nderung zustimmen. DafĂŒr hat der Bauausschuss mit sechs zu null Stimmen votiert. Die Entscheidung liegt aber letztlich in den HĂ€nden des Landratsamtes Miesbach. Dort will man denn Fall innerhalb der nĂ€chsten drei Monate klĂ€ren, sagt Köckeis und zeigt sich durchaus optimistisch: “Da sich im obersten Stockwerk des alten Hotels frĂŒher Personalwohnungen befunden haben, ist ein Votum zu Gunsten der NutzungsĂ€nderung durchaus vorstellbar.” Zumindest dem Bau der angedachten fĂŒnf ParkplĂ€tze stĂŒnde dann nichts mehr im Wege.
Umgestaltung des Eingangsbereichs problemlos
BezĂŒglich der geplanten Umgestaltung des Eingangsbereichs sah die Gemeinde keinerlei Bedenken. Dieser soll zu Gunsten eines komplett neuen, behindertengerechten Eingangsbereichs ersetzt werden. Auch eine komplette Verglasung und ein integrierter Wintergarten sind vorgesehen.
Ob es den Planern letztlich gelingt, die Bedenken der Gemeinde Bad Wiessee auszurÀumen, bleibt abzuwarten. Erst dann steht der Umgestaltung des Bayerischen Hofes in Bad Wiessee nichts mehr entgegen.























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