Dienstag, 21. Mai 2013

Nach Veröffentlichung des Fahndungsbildes

BOB-Schubser am Tegernsee festgenommen

Am 10. Oktober war es an der Donnersbergerbrücke zu einem Streit zwischen einem BOB-Kontrolleur und einem damals unbekannten Mann gekommen. Der Täter schubste den Schaffner ins Gleis, der sich dabei schwer verletzte.

Bereits nach einigen Tagen meldeten sich die ersten Zeugen, die Kontakt zu einem Mann gehabt hatten, der aus Frankreich stammend, auf dem Weg nach Tegernsee war. Heute wurde dieser nun verhaftet.

Quelle: Bundespolizei

Auslöser der Attacke war ein Streit zwischem dem Schwarzfahrer und dem 47-jährigen BOB-Angestellten. Nach der Hinausbeförderung hatte der 23-jährige Täter dem Schaffner ins Gesicht gespuckt und Bier über den Kopf gegossen.

Der Zugbegleiter schubste den jungen Mann daraufhin weg, wobei ihm das Handy aus der Tasche fiel. Beim Bücken wurde er dann vom Täter in das Gleis gestoßen und brach sich den Knöchel.

Fahndungsbild veröffentlicht

Nach dem die Bundespolizei gestern Abend das Bild des mutmaßlichen Täters über verschiedene Münchner Medien veröffentlicht hatte, kam es bereits heute Vormittag zu der Festnahme. Der junge Franzose, der laut Polizei in der Nähe des Tegernsees arbeitet, wurde an seinem Arbeitsplatz festgenommen und hat ein Geständnis abgelegt.

Genaue Angaben zum Tativmotiv wollten die Behörden zum “gegenwärtig frühen Ermittlungsstadium” keine machen. Der Mann soll am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Auch die Bayerische Oberlandbahn zeigt sich erleichtert, dass der “Schubser” so schnell festgenommen werden konnte:

Angriff auf einen unserer Fahrgastbetreuer: Die Fahndung war erfolgreich! Wir sagen Danke an die Bundespolizei, den Medien und Zeugen, die zur Aufklärung beigetragen haben!

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  • gmunder

    Ich weiß ja nicht was in solche Leute fährt. Aber das ist schon sehr asozial. Nur mal die Vorstellung gerade da wenn der Schafner im Gleis liegt, kommt ein Zug. Solche Menschen gehören weggesperrt und da ist auch Alkohol keine Entschuldigung.

  • sigi

    Ein Zugschaffner macht seine Arbeit, für die er wahrlich nicht fürstlich bezahlt wird und muss dafür sein Leben aufs Spiel setzen? Mangelnder Respekt vor körperlicher Unversehrtheit ist die eine Seite. Aber dass dieser Kriminelle unbehelligt flüchten konnte ist die andere. So ein Muskelprotz ist dieses Würstchen nun auch wieder nicht als dass ihn zwei, drei gestandene Mannsbilder nicht hätten festhalten und der Polizei übergeben können. Jemanden vom höher gelegenen Bahnsteig aufs Gleis zu stossen, egal ob ein Zug kommen kann oder nicht setzt schon eine Menge kriminelle Energie voraus, die die schwere Verletzung oder gar Tötung eines Menschen in Kauf nimt.

  • Albert

    Ich bin absolut gegen Gewalt und sehr froh in einem Rechtsstaat leben zu dürfen.

    Für solch eine Tat würde ich mir jedoch wünschen, dass die Justiz die Möglichkeit einer
    Endlösung für solch ein Element hätte.

    Mist bauen tut jeder mal, aber hier hätte ein Mensch sterben können, ohne das es zuvor einen Anlass gegeben hätte wurde der Schaffner einfach in das Gleis geschubst.

    Solche krimenellen Elemente sind nicht zu resozialisieren und leisten in unserer Gellschaft keinen Beitrag.

    • Thomas

      Aua, “Endlösung”, was ist das denn für eine Wortwahl?

      Ja das hier sieht schwer nach Tötungsabsicht aus und es gibt empfindliche Strafen dafür. Endlösungen hingegen haben mit dem von Ihnen geschätzten Rechtsstaat nichts zu tun. Ob Resozialisierung möglich ist überlassen sie daher bitte dem Richter und den Gutachtern.

  • Sacklzement

    Gutachter !!!!!!! Do griagst oba scho an Lachkrampf ? Oda ?

  • Sportler

    Und auch hier bin ich froh, ja diesmal sogar sehr froh, dass wir gute und unabhängige Richter haben, die nicht auf Stammtischparolen hören.