Mittwoch, 23. April 2014

Wechsel im Tegernseer Stadtrat

Stühler scheidet aus und spart nicht mit Kritik

Ergänzung vom 11. Juni / 09:21 Uhr
Wie erwartet, wurde am vergangenen Dienstag Michael Bourjau vom Tegernseer Bürgermeister Peter Janssen als neuer Stadtrat der Freien Wähler vereidigt. Sein Vorgänger, Max Stühler, der aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet, sparte bei seiner Verabschiedung nicht mit direkten Worten in Richtung der seiner Meinung nach schwierigen Arbeitsatmosphäre im Tegernseer Stadtrat.

Es ist doch einiges passiert in den vier Jahren. Und ich gebe ganz ehrlich zu, es ist nicht alles so gelaufen, wie ich es mir persönlich vorgestellt hab. Dabei gab es den einen oder anderen Stadtratabend, wo ich ganz schön Frust nach Hause geschoben hab.

Im Großen und Ganzen bedankte sich Stühler allerdings bei allen Stadträten. Besonders einer Exkollegin zollte er seinen Respekt. “Eine besondere Anerkennung an Christel. Ich weiß, dass du dafür, dass du hier oft deine persönliche Meinung vertreten hast, es an anderer Stelle wieder rübergekriegt hast.”

Stühler spricht auf die CSU-Stadträtin Christel Laprell an, die sich, im Gegensatz zu den meisten anderen Stadträten ihrer Fraktion, immer wieder das Recht herausnimmt, Themen kritisch zu hinterfragen und auch gegen den in Tegernsee vorherrschenden Fraktionszwang zu stimmen.

Ursprünglicher Artikel vom 10. Mai:
Erst vor vier Jahren war Max Stühler von der Vereinigung der Freien Wähler in den Tegernseer Stadtrat eingezogen. Auf Listenplatz 14 liegend, fand sich Stühler laut eigener Aussage “plötzlich im Gremium” wieder. Als aufreibend bezeichnet der 74-Jährige die Arbeit als gewählter Vertreter. Eine Arbeit, die trotzdem nicht ohne Reiz gewesen sei.

Doch nun muss Max Stühler seinen Posten vorzeitig aufgeben. “Der Arzt hat mir das geraten.” Das Attest liege laut Bürgermeister Peter Janssen vor. Und somit gäbe es auch keinen Grund, dem Wunsch Stühlers nicht zu entsprechen.

Als Nachfolger wurde Michael Bourjau von der FWG benannt. Der 58-jährige Diplom-Kaufmann ist Vorstand der Management-Team AG und wird ab der nächsten Stadtratssitzung den Platz Stühlers einnehmen.

Zu seiner Ernennung äußert sich Bourjau sehr positiv. “Ich habe mich aufstellen lassen und stehe selbstverständlich auch zur Verfügung. Darüber hinaus freue ich mich auch die Aufgabe und werde mir erst mal ein eigenes Bild machen, bevor ich mich zu aktuellen Themen äußere.”

Den Vorgänger Max Stühler und seinen Nachfolger Michael Bourjau eint die Lust am Kämpfen. Beide hatten 2005 gemeinsam das Bürgerbegehren um den Lidl in Tegernsee Süd initiiert.

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  • Schelm

    Gut das der M.S. weiter ist …

    • Andreas Obermüller

      Rechtschreibung ist wohl wie klares Denken nicht gerade Ihre Stärke …

      Aber Sie wollen ja ein Schelm sein!

      • LIDL-Fan

        Wo ist denn Ihre Souveränität geblieben, Herr Obermüller? Haben Sie so niveaulos geantwortet, weil es sich um einen Parteifreund handelt?

        Was hat Herr Stühler in seiner kurzen Amtszeit bewirkt? Vor der Wahl hat man viel von ihm gehört und gelesen. Aber danach?

  • Schelm

    Oh Aua, jetzt werden Sie auch noch persönlich ……
    Im übrigen scheint Politik nicht gerade IHRE Stärke zu sein …

    • Andreas Obermueller

      Sie sind nicht nur ein wahrer Schelm, sondern auch Meister feiner Ironie und wohlueberlegter Argumente! Mit diesen Gaben sollten Sie unbedingt bei der naechsten Wahl wieder kandidieren, vielleicht klappt es ja dann?!

  • Ja ja

    Tegernsee ist kein einfaches Pflaster wenn es um Stadtrat oder Bürgermeister geht. Die Alteingesessenen sind einfach nur stur und taub. Da muß man sich schon freuen, wenn ein Bürgermeister überhaupt etwas verändern kann geschweige denn ein Rat.
    Wobei dies natürlich auch nur ein Schmarrn ist. Denn ein Schelm ist nichts, aber jemand der versucht mitzuarbeiten und in dieser Zeit sich ein Amt aufzutun, der ist etwas.
    Und mit Sicherheit gibt es niemanden und schon gar nicht in Tegernsee, der mit seiner Meinung und seinem Tun in Tegernsee eine Art Zufriedenheit oder Zuspruch erfahren darf.
    Fahr Schifferl und hoit´s Mei.

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