Bürgerbeteiligung erwünscht: Gmunder bringen Flächennutzungsplan auf den Weg

Bereits auf der letzten Bürgerversammlung hatte Gmunds Bürgermeister von Preysing angekündigt, dass es eine vorgezogene Bürgerbeteiligung geben wird.

Dieses Mal jedoch nicht beim Maximilian sondern beim neuen Flächennutzungsplan. Nach 17 Änderungen und 17 Jahren wird der in den nächsten Jahren neu aufgestellt. Eine knifflige Aufgabe für die Gemeinde.

Georg von Preysing spricht auf der Gmunder Bürgerversammlung im März diesen Jahres.

Ähnlich zu der Zukunftskonferenz werden die Bürger auch hier im Vorfeld der Neuaufstellung eingebunden. Bei der Zukunfskonferenz hatten bereits Verwaltung, Gemeinderat und interessierte Bürger sowie Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Tourismus, Verkehr oder Wirtschaft konstruktiv zusammengearbeitet. Die Erfahrungen möchte man nun auf die neue Aufgabe übertragen.

Dich die Herausforderungen für den Plan sind groß. Gmund muss sich “behutsam weiterentwickeln”. Aus dem Grund muss der Flächenbedarf für die langfristige Entwicklung der Wirtschaft, Wohnfläche für die Bürger und des Tourismus eingeplant werden.

Auf der letzten Gemeinderatssitzung vor der Weihnachtspause erläuterte Georg von Preysing den Ablauf: “Die Firma Lars Consult ist gerade mittendrin in den vorbereitenden Arbeiten. Der alte Plan wird digitalisiert. Dazu ein Landschaftsplan entworfen. Der gesamte Prozess für die Aufstellung des Flächennutzungsplans dürfte etwa drei Jahre dauern. Und als nächstes beteiligen wir die Bürger.”

Für Anfang 2012 steht die Gründung einer Projektgruppe auf dem Plan. Diese wird aus 25-30 Personen bestehen. Involviert sind neben Mitarbeitern der Verwaltung und einige Gemeinderäte auch Teilnehmer der Zukunftskonferenz. Diese Gruppe trifft sich zu moderierten Gesprächen und erstellt einen groben Vorentwurf, der dann in einer gemeindesamen Gemeinderatssitzung verabschiedet wird. So der Plan.

Das Ziel des ganzen Aufwandes, so von Preysing, sei ein transparentes Ergebnis mit einer hohen Akzeptanz bei den Bürgern. Und bereits auf der letzten Bürgerversammlung war für den Bürgermeister klar:

Der Aufwand ist immens. Aber unsere Erfahrungen aus der Zukunftskonferenz sind so positiv. Diese werden wir nun auf den neuen Flächennutzungsplan übertragen.

Es gibt zwar Gemeinden, die die Bürgerbeteiligung erst ganz am Schluss einbauen. Aber wir wollen das nicht.

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