Freitag, 18. Mai 2012 (02:53 Uhr)

Polizeimeldung: Unfallflucht auf McDonalds Parkplatz

Unfallflucht

Parkrempler und Menschen, die nichts davon gemerkt haben wollen gibt es leider zur Genüge. Das ist mit Abstand die häufigste Meldung der Wiesseer Polizei. Ob es immer Absicht ist oder die Fahrer es einfach nicht gemerkt haben, lassen wir mal dahin gestellt. Von einem Rempler mit 1.500 Euro Sachschaden, sollte man aber schon etwas merken: Gestern zwischen 11:30 Uhr und 15:30 Uhr wurde einer 19-Jährigen Arzthelferin aus Gmund ihr Fahrzeug beschädigt. Der Unfallverursacher hat sich aus dem Staub gemacht.

Hier die Polizeimeldung im Original:

Gmunder Dorfladen: 1.000 Kunden pro Woche und 20% Wachstum

Andreas Vogt und eine Mitarbeiterin

Wir haben uns heute mit Andreas Vogt, dem Geschäftsführer vom Gmunder Dorfladen getroffen. Wir wollten einfach wissen, wie es mit dem Laden läuft, wie der erste Monat war und wie das Konzept von den Kunden angenommen wird. Andreas Vogt ist bisher mit den Zahlen sehr zufrieden. Es läuft sogar deutlich besser, als ursprünglich erwartet. “Ich habe mich im Vorfeld natürlich bei anderen Dorfläden über deren Kundenzahlen informiert und wir haben inzwischen gut das Dreifache”, sagt Vogt.

1.ooo Kunden pro Woche

In Zahlen bedeutet das, dass die Kundenzahl in den letzten vier Wochen von rund 600 in der ersten Woche auf inzwischen 1.000 Kunden pro Woche gestiegen ist. Laut Vogt handelt es sich dabei um ein kontinuierliches Wachstum, das heißt, jede Woche steigt die Kundenzahl um rund 20 %. Hauptsächlich Einheimische nutzen den Dorfladen bisher, wobei seit letzter Woche auch einige Touristen ihr Vesper dort kaufen. Vogt verheimlicht aber auch nicht, dass im ersten Monat nicht alle Kunden mit dem Angebot im Gmunder Dorfladen zufrieden waren: “einigen Kunden waren unsere Preise einfach zu hoch”, sagt er, “wir hatten uns anfangs auf eine Beraterfirma verlassen und auf Lieferanten, die uns empfohlen wurden. Die waren leider stellenweise einfach zu teuer.”

Am Sortiment wird gearbeitet

Die Sortimentsplanung hat in den letzten Wochen darum auch die meiste Aufmerksamkeit bekommen. Inzwischen gibt es zwei neue Lieferanten, die mit deutlich besseren Preisen aufwarten können. Die Ersparnis wird natürlich an die Kunden weitergegeben. Außerdem wurde eine “Low-Budget-Linie” mit ins Sortiment aufgenommen. So will der Dorfladen jetzt auch für den kleinen Geldbeutel mehr Angebote schaffen. Außerdem wurde beschlossen auf Putz- und Waschmittel komplett zu verzichten – da ist die Konkurrenz durch den Schlecker um die Ecke einfach zu hoch. Im Sortiment soll nur noch ein kleines Angebot spezieller Bio-Putzmittel bleiben.

Die Käsetheke ist das Zugpferd

Das Zugpferd ist inzwischen aber sicherlich die Käsetheke. Darauf ist Andreas Vogt auch sichtlich stolz: “Erst letzten Samstag war eine Kundin morgens um acht im Laden und hat Käse gekauft. Um zehn stand sie wieder da und hat mehr gekauft – die erste Ladung hatten sie komplett zum Frühstück gegessen.” Der Käse kommt ausschließlich aus der Region, wobei inzwischen auch Käse aus Österreich im Sortiment ist – die machen aber auch einfach den besseren Käse. Vom klassischen Bergkäse, bis zu Sorten wie Ziege-Karotte bekommt man wirklich fast alles.

Info-Freitag und Mittagstisch

Für die nächste Zeit ist dann der bereits angekündigte Mittagstisch und eine Art Info-Freitag geplant. Immer Freitags soll ab Ende Juli vor dem Laden an Ständen gekocht, gebacken und Informiert werden. Zwei Köche haben schon ihre Bereitschaft signalisiert das Projekt zu unterstützen. So sollen die Kunden an die Produkte herangeführt werden, die Ergebnisse probieren und anschließend natürlich kaufen können.

Irgendwann gibt es auch eine Dividende

In den nächsten drei Monaten werden die Zahlen und die Finanzsituation monatlich von einem Steuerberater geprüft. “Nur so können wir wirklich sehen, wie sich die Einnahmen entwickeln”, sagt Vogt. Bisher sieht es zumindest gut aus. Vogt hat sich auch fest vorgenommen, dass alle Anfangsinvestitionen nach dem ersten Jahr getilgt sind und man dann in einen rentablen Betrieb übergehen kann – schließlich wünschen sich die Anteilseigner auch irgendwann eine Dividende. Und das wird schwer ohne Gewinn.

Wenn es so weitergeht wie im ersten Monat steht dem aber eigentlich nicht viel im Wege.

Polizeimeldung: mal wieder Gleitschirmunfall am Wallberg

Gleitschirmunfall

Gestern Nachmittag kam es am Wallberg mal wieder zu einem Gleitschirmunfall. Ein Flieger wurde kurz nach dem Start vom Seitenwind erfasst und in die angrenzende Baumreihe getrieben. Ein Sturz war die Folge. Zum Glück ist nichts sehr ernstes passiert.

Hier die Polizeimeldung im Original:

Nicole’s-Veranstaltungs-Kolumne

Meine Veranstaltungen der nächsten 6 Tage

Ins Finale haben wir es leider nicht geschafft. Aber trotzdem: gut gemacht Jungs! Jetzt das kleine Finale am Samstag. Ihr wisst ja wie’s geht. Und so wie es aussieht, können wir das wieder bei strahlendem Sonnenschein beim Public-Viewing genießen.

Zu den Waldfesten gesellt sich nächste Woche auch das erste Seefest mit Feuerwerk. Also haben wir wieder richtig viele Feste zu feiern. Und der Sport darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Letzte Woche konnte man die Stabhochspringer in Rottach anfeuern und diese Woche sind es die Triathleten in Gmund.

Aber jetzt erstmal alles auf einen Blick.

Freitag+Samstag, den 09.+10. Juli

Keuth

Waldfest des FC Real Kreuth – Die Trachten aus dem Schrank geholt. Und lasst es euch bei Musik, Tanz und Essen, Trinken gut gehen.

Bad Wiessee

Waldfest des TSV Bad Wiessee – Wenn ihr die Gewänder schon mal anhabt, dann könnt ihr auch gleich noch in Abwinkl vorbei schauen und austesten, wo es euch besser gefällt.

Samstag+Sonntag, den 10.+11. Juli

Public Viewing – es geht um’s kleine Finale. Da brauchen unser Elf auch weiterhin Unterstützung. Und Das Finalspiel zwischen Spanien und Holland will ja wohl auch keiner verpassen.

Sonntag, den 11. Juli

14. Tegernseer-Tal-Triathlon – Unsere heimischen und auch alle anderen Sportler freuen sich bestimmt auch über viel Unterstützung und Anfeuerungsrufe. Gestartet wird in Gmund- Seglass.

Dienstag, den 13. Juli

Seefest Rottach-Egern – Für Klein und Groß ein Spass. Für die Kleinen gibt es jede Menge zum Spielen: Hüpfburg, Trampolin, Eisenbahn, etc. Und für die Großen, Buden mit Essen, Trinken, Musik und mit Freunden Spass haben. Sobald die Sonne Untergegangen ist, können wir dann noch das große Feuerwerk über dem See bestaunen.

Grillen bei Güllegestank – Die Antwort vom Landwirtschaftsamt

Anmerkung vom 08. Juli 2010 / 10:15 Uhr:
Die Diskussion zum Thema “Grillen bei Güllegestank” entwickelt sich langsam. Inzwischen sind wir auf ziemlich gutem und sachlichem Niveau angekommen. Damit die Diskussion nicht auf irgendwelchen Unterseiten verloren geht, holen wir den Beitrag und den letzten Kommentar einfach nochmal nach oben (mehr Kommentare zum Thema sind am Ende des Artikels oder auch im ersten Artikel):

Zunächst mal vielen Dank an Herrn Obermaier für die detailierte Stellungnahme.

Während ich Ihnen in manchen, v.a. technischen Punkten nicht zustimmen kann, weil die technologische Entwicklung mittlerweile deutlich fortfeschritten ist, stimme ich Ihnen in einem Punkt ganz deutlich überein: eine bäuerlich geprägte und gepflegte Kulturlandschaft ist ein ungemein positiver Beitrag für alle Bewohner des Tegernseer Tals.

Genau diese Aufgabe (das Pflegen der Kulturlandschaft) kann aber nur dann erfüllt werden, wenn die Existenz der Bauern langfristig gesichert ist. Eine wie derzeit betriebene Mono-Wirtschaft mit Milchvieh wird angesichts der Liberalisierung des Milchmarkts mit einhergehendem massivem Preisdruck nicht mehr das Überleben der Bauern im Tal sichern können. Das müssen alle Beteiligten einsehen. Auch regionale oder nationale Lösungen (z.B. Mindestpreis) helfen nicht: Wenn die “Chiemgauer Bauernmilch” in “Frische Alpenmilch” umbenannt wird, liegt das daran, dass die Molkerein so auch billige Milch aus den billigeren Alpenländern Österreich, Italien und Frankreich verwenden können.

Der Druck auf den Milchpreis wird auch weiter steigen. Die einzige strategische Chance, die die lokalen Bauern haben ist Diversifizierung und Differenzierung. Das heißt, zusätzliche Standbeine aufbauen und Nichenmärkte besetzen. Ein sehr guter Schritt in diese Richtung ist z.B. das Projekt “Tegernseer Landkäserei”. Weitere Diversifizierungsfelder sind Tourismus (Ferienwohnung, Hüttenvermietung, etc.) und eben ganz besonders die Energiegewinnung. Mit einem Solardach und einem genossenschaftlich betriebenem Biogaskraftwerk können die Bauern eine zusätzliche und stabile Einkommensquelle für sich erschließen. Der verminderte Geruchsbelastung ist hier quasi nur ein positiver Nebeneffekt.

Meiner Meinung nach ist es hier sehr gefährlich, sich der neuen Technologie zu verwehren und die nunmal reale Entwicklung in der Landwirtschaft zu ignorieren – am Ende führt das vom Bauernpräsidenten Sonnleitner schon immer prognostizierte Bauernsterben auch im Tegernseer Tal dazu, dass die bäuerliche Kulturlandschaft mit all ihren Vorzügen für Einwohner und Touristen gänzlich verschwindet.

Ein genossenschaftlich betriebenes Biogaskraftwerk kann dazu beitragen, dieses Szenario zu verhindern.

Ursprünglicher Artikel vom 02. Juli 2010 / 14:23 Uhr:
Das Thema Grillen bei Güllegestank haben wir gestern als Leserstimme online gestellt. Daraufhin haben sich einige Personen in die Diskussion eingeschaltet. Heute nun kommt die Reaktion von Rüdiger Obermaier. Er ist Leiter der ländlichen Strukturentwicklung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Miesbach. Und somit ein ausgewiesener Experte in diesem Bereich.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sicherlich kann es zu unangenehmen Situationen kommen, wenn im Rahmen einer Grillparty sich der Essensduft mit Gülle-Gerüchen vermengt.
Allerdings halten wir es übertrieben, dass davon jeder zweite Tag im Sommerhalbjahr betroffen ist. Denn die Felder werden immer nach einer Nutzung gedüngt, um dem Folgeaufwuchs die notwendige Nahrung zu geben, wie den Menschen die Grillmahlzeit. Die Bauern versuchen vor einem Regen, um die Nährstoffe in den Boden einzuwaschen und effizienter zu verwerten, vor jedem Aufwuchs kleine Gaben, aber dafür möglichst zu jedem Aufwuchs die Gülle bzw. Jauche auszubringen.

Die angeblich erheblich eingeschränkte Lebensqualität durch landwirtschaftliche Emmissionen (Lärm und Gerüche) wird doch gerade im Tegernseer Tal durch eine bäuerlich geprägte und gepflegte Kulturlandschaft mehr als kompensiert. Wie würde sich die Landschaft verändern, wenn es keine oder noch weniger Bauern gäbe, die die Wiesen über den Wiederkäuermagen verwerten? Der Duft frisch gemähten Grases oder das Bild weidender Kühe wird doch Unannehmlichkeiten weniger Tage im Jahr vergessen lassen.

Der Vorschlag der Verwertung der Gülle über Biogasanlagen, um die Geruchsemmission zu reduzieren, ist leider nicht möglich. Einem solchen Vorhaben steht, gerade für kleinere Betriebe, eine mangelnde Wirtschaftlichkeit solcher Investitionen entgegen. Gras allein, ohne zusätzliche Beigaben, wie Mais oder sonstige energiereiche Pflanzen, vermindert die Gasausbeute. Eine solche Anlage kann zwar die Gerüche etwas reduzieren, dafür riecht sie etwas anders. Außerdem sollte man wissen, dass bei der anaeroben Vergärung zu Biogas die organische Substanz von den Mikroorganismen weitgehend abgebaut wird, die wir ansonsten dem Boden wieder zurückführen und zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit beiträgt.

Aus unserer Sicht eignen sich in solchen Fällen bestens freundlich gehaltene Gespräche zwischen Nachbarn, in diesem Fall zwischen städtisch orientierten Anwohnern und Bauern. Ein gegenseitiges, tolerantes Informationsgespräch mit gegenseitiger Rückmeldung, rückt die Angelegenheit sicherlich wieder in ein anderes Licht.

Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Obermaier
AELF Miesbach

Hier noch der ursprüngliche Beitrag mit der Leserstimme. Wer auch die Kommentare dazu lesen möchte, sollte direkt auf den Artikel gehen:

Grillen bei Güllegestank? Nicht jedermanns Sache! So auch für einen “Anonymen Informanten”, der uns gestern eine Mail geschrieben hat. Für ihn ist es ein ziemliches Ärgernis, dass die Bauern im Tal die Felder mit Mist düngen – als Alternative wird eine Biogasanlage vorgeschlagen. Wir geben die Email einfach unkommentiert weiter und verweisen hiermit auf die Möglichkeit, dass jeder seine eigene Meinung entweder in den Kommentaren hinterlassen darf oder uns auch eine Mail schreibt an: info@tegernseerstimme.de

Das ist die Email, wie sie uns erreicht hat:

Hallo,

bei dem schönen Wetter in den letzten Tagen tritt folgendes Szenario bei einigen Talbewohner immer wieder auf. Die Sonne scheint, es ist warm und die Metzger-Theken sind prall gefüllt mit Grillfleisch und anderen Leckerein – was liegt näher als einen schönen Grillabend mit Freunden zu verleben?

Problem dabei: die örtlichen Bauern verteilen wieder einmal fleißig Gülle über die Wiesen und Felder, was zu einer massiven Geruchsbelästigung führt. Das gemütliche Grillen und draußen auf Terasse oder Balkon sitzen kann man vergessen. Und da jeder Bauer einen individuellen Zeitplan verfolgt, um seine Felder zu düngen, kann man durchaus von April bis Oktober damit rechnen, dass an 4 von 7 Tagen mindestens einer der zahlreichen angrenzenden Bauern Gülle verteilt und es gehörig stinkt.

Für mich eine mittlerweile massive Beeinträchtigung der Lebensqualität im Tegernseer Tal!

Umwelt-technisch ist das Düngen mit Gülle ebenfalls eine Katastrophe, weil die Wiesen einseitig mit Amoniak und anderen sauren Verbindungen angereichert werden – alle Gräser und Wiesenblumen sterben ab – über bleibt nur das Sauergras und Löwenzahn.

Zugegeben, die Gülle muss ja irgendwohin – im Stall kann sie nicht bleiben. Aber im 21. Jahrhundert gibt es eine Möglichkeiten die Gülle sinnvoll, umweltschonend und wirtschaftlich attraktiv zu nutzen: Biogas-Anlagen. Diese wandeln von örtlichen Bauern herbeigebrachte Gülle in Biogas um, das entweder ins lokale Gasnetz eingespeist werden kann oder mit einem Mini-Kraftwerk direkt elektrische Energie erzeugt. Eine Biogasanlage, die Strom ins Netz einspeist, rentiert sich langfristig durch die garantierten Preise, die der Gesetzgeber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den alternativen Stromerzeugern garantiert. Von den Einnahmen können die Landwirte hochwertigen Dünger kaufen, der die Erträge der Wiesen erhöht und gleichzeit die natürliche Beschaffenheit des Bodens wiederherstellt.

Meiner Meinung nach wäre bringt eine derartige Anlage für das Tegernseer Tal eine deutliche Steigerung der Lebensqualität mit sich, sie ist umweltfreundlich und innovativ, und sie berücksichtigt dabei die Bedürfnisse der örtlichen Landwirte.

Weiterführende Informationen finden sich u.a. hier: http://www.goethe.de/ges/umw/dos/ene/bio/de1593254.htm

Vielleicht ist das Thema ja einen Eintrag unter “Tal21″ wert? Über eine entstehende sachliche und interessante Diskussion auf tegernseerstimme.de würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.

Viele Grüße

Maximilian: Experten-Runde hat getagt – und nicht viel beschlossen

Die Gebüsche sind inzwischen raus. Der Rest stockt dagegen

Anmerkung vom 07. Juli 2010 / 11:10 Uhr:
Inzwischen gab es eine Expertenrunde für das Maximilian. Die Teilnehmer hatten sich im Gmunder Rathaus getroffen, um die Vorschläge aus der Bürgerwerkstatt zu besprechen und etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Teilnehmer der Runde waren:

Bürgermeister Georg von Preysing
Erwin Trageser vom Straßenbauamt
Stefan Göttlicher von der Standort-Marketing-Gesellschaft
Kreisbaumeister  Hans Pawlovsky
Städteplaner Klaus Immich
Christoph Scholter vom Landesamt für Denkmalschutz

Die Experten begutachteten die Vorschläge auf Machbarkeit und Zukunftsfähigkeit. Und man kann sagen, dass Sie mit den Vorschlägen durchaus zufrieden waren. Der Grundplan sieht jetzt auf jeden Fall einen Erhalt des Maximilian vor. Das war aber aufgrund des Denkmalschutzes eigentlich sowieso klar. Außerdem sollen auf der Freifläche hinter und neben dem Hauptgebäude weitere Gebäude entstehen. Auch das war ein Vorschlag, den die Meisten bei der Bürgerwerkstatt befürwortet haben und zu dem es nur wenige Alternativen gibt. Auch eine Tiefgarage wird fest in das Konzept mit aufgenommen – anders wird man die Parksituation auch nicht in den Griff bekommen.

Über den eigentlich Kernpunkt, die vorgesehen Nutzung kann man zum jetzigen Zeitpunkt dagegen noch nicht viel sagen. Das wird zwar der Punkt sein, der den meisten am wichtigsten ist und was sie unter der Frage “Was wird aus dem Maximilian” verstehen. Aber die Vorschläge sind auch nach der Expertenrunde noch immer so weit gefächert, dass man zu diesem Punkt mit gutem Gewissen nichts sagen kann. Gefallen hat in der Runde fast alles vom Radlerhotel bis zu Arztpraxen, Gastronomie, Wohnungen und Büros.

Die Nutzung wird wahrscheinlich auch der Punkt werden, der bei den nächsten Besprechungen der meisten Aufmerksamkeit bedarf: Die Nutzung gibt im Normalfall der Investor vor und dieser muss erstmal gefunden und von einem Konzept überzeugt werden. Für die ersten Vorarbeiten will sich die betreuende Agentur “Identität & Image” jetzt um Förderungen aus dem Programm “Ort schafft Mitte” bewerben. Im jetzigen Zustand wird es schwer werden für Gebäude und Grundstück einen Interessenten zu finden.

Bevor ein genauer Zeitplan oder ähnliches aufgestellt wird, sollen aber erstmal die Gemeinderäte über die Ergebnisse informiert werden. Das wird höchstwahrscheinlich auf der nächsten und letzten Sitzung vor der Sommerpause stattfinden. Danach wird man weitersehen. Die Chance, dass sich am Maximilian jedoch sichtbar etwas in diesem Jahr ändert, ist aber gering. Wie wir schon öfters bemerkt haben – die Mühlen mahlen langsam.

Anmerkung vom 27. Mai 2010 / 13:21 Uhr:
Erst letzte Woche hatten wir in einem Artikel (siehe weiter unten) darauf hingewiesen, dass es beim Thema Maximilian irgendwie nicht voran geht. Auf Nachfrage bei der Gemeinde und der zuständigen Agentur Identität & Image hieß es damals “irgendwann im Juli” werde es die erste Expertenrunde geben. Wer genau in dieser Runde drin sein soll, konnte oder wollte man uns nicht sagen.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit tagte in den letzten Tagen jetzt doch eine Expertenrunde im Gmunder Rathaus. Mit dabei waren der Kreisbaumeister Werner Pawlovsky, Gemeinderat und Signaltechniker Anton Grafwallner, Städteplaner Klaus Immich, Gunnar Bernstein (Bayerische Oberlandbahn), Herbert Lausecker (RVO) sowie die Verwaltung der Gemeinde unter der Führung von Bürgermeister Georg von Preysing. Die Experten besprachen in 1,5 Tagen hauptsächlich die Themen Städtebau und Verkehr. Dabei kamen auch die Ideen der Gmunder Bürger aus der Zukunftskonferenz auf den Tisch.

Aber wie wir lernen, Experten-Runde ist nicht Experten-Runde. Und auch wenn diese sich jetzt unter anderem mit dem Maximilian beschäftigt hat, wird es zu dem speziellen Thema nochmal eine eigene Experten-Runde geben. Voraussichtlich Anfang Juli wird das der Fall sein. Und dann mit Vertretern des Denkmalschutzamtes, dem Kreisbaumeister Pawlovsky, Städteplaner Immich, Vertreter des Staatlichen Bauamts Rosenheim und der Standortmarketing-Gesellschaft Miesbach sowie der Gemeinde. Und die sitzen dann zusammen und wählen die besten Vorschläge aus der Bürgerwerkstatt vom 10. Februar aus.

Die aktuelle Runde hat aber trotzdem schon mal gewisse Sachen entschieden. Wie gesagt es ging um Verkehr und Städtebau und somit um die zukünftige Ortsentwicklung. Die nächsten Schritte bei den besprochenen Themen werden sein:
- Zuschussmöglichkeiten prüfen
- Zeitrahmen für die Umsetzung festlegen
- Lenkungsgruppe, bestehend aus den Experten-Gruppe und Gmunder Verwaltung, koordinieren. Diese trifft sich voraussichtlich Ende Juli und wird erneut die Ergebnisse der aktuellen Expertenrunde diskutieren
- frühestens Im Herbst wird dann der Gemeinderat erste Entscheidungen treffen

Aber wie Wolfgang Grubwinkler, Chef von Identität & Image, gegenüber der Tegernseer Zeitung einräumt: “Wir haben noch keine komplette Übersicht über die konkreten Ergebnisse und können nicht sagen, welche Vorschläge es in die nächste Runde geschafft haben”.


Der vollständigkeit halber der ursprüngliche Artikel vom 18. Mai:

Wir haben uns die letzten Tage mal etwas ums Maximilian gekümmert. Immerhin ist es inzwischen schon wieder ein viertel Jahr her, dass sich die Bürgerwerkstatt im Neureuthsaal getroffen hat. Ursprünglich war eine Expertenauswertung der Vorschläge im Mai geplant. Das hat sich jetzt aber alles nach hinten verschoben.

So sieht der Ablauf bisher aus: Die Bürgerwerkstatt zum Maximilian war am 10. Feburar dieses Jahr. Rund 100 Interessierte haben in kleinen Gruppen Ideen, Wünsche und Zukunftsvisionen gesammelt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wurde am 15. März per Email verschickt (Eine komplette Dokumentation gibt es hier zum Download). Mitte April ist durchgesickert, dass sich eine Gruppe rings um Siegfried Thalmeier und Gemeinderätin Helga Wagner (Grüne) gebildet hat, die die Idee eines Fördervereins Maximilian verfolgen***. Für den 11. Mai war dann ursprünglich der Start für die Expertenauswertung geplant.

Expertenrunde im Juli geplant

Heute am 18. Mai weiß dazu aber noch niemand nichts genaues. Die erste Expertenrunde ist jetzt im Gmunder Rathaus irgendwann im Juli geplant. Geplant wohlgemerkt. Bei der betreuenden Agentur “Identität & Image” sieht man die Termine eher vage. “Es ist Bewegung in der Sache” sagt Wolfgang Grubwinkler, der Zuständige bei Identität & Image. Auf genaue Termine will er sich dagegen nicht festlegen. Auch steht bis jetzt noch nicht fest, wer eigentlich die Experten in der Expertenrunde sein sollen. Feste Namen gibt es noch keine. Lediglich, die Aussage, dass es sich um Architekten, den Denkmalschutz, Behörden und so weiter handelt, konnten wir bekommen.

Der Gmunder Geschäftsleiter Alfons Besel spricht gegenüber der Tegernseer Stimme “von einer Husarenaufgabe, die mir da bevorsteht”. Viele Termine und Experten gilt es für Besel zum Thema Maximilian unter einen Hut zu bekommen. Eine Zeitverzögerung räumt er zwar ein, betont aber auch gleich: “Das Maximilian ist seit 25 Jahren eine Ruine. Da kommt es jetzt auf acht Wochen hin oder her auch nicht drauf an.” Besel ist es wichtiger, dass was Gescheites zustande kommt. Eine Lösung mit der alle zufrieden sind. Wichtig ist Alfons Besel und der Agentur “Identität & Image”, dass die Vorschläge der Bürger auf jeden Fall berücksichtigt werden. Zumindest heißt es das in der jetzigen Situation – noch sind aber keinerlei Investorenwünsche bekannt oder berücksichtigt.

Gemeinde muss klare Vorstellung entwickeln

Das Ziel der Expertenrunde ist es jetzt, gemeinsam mit der Gemeinde, eine konkrete Vorstellung für die Zukunft des Maximilians zu entwickeln. Es sollen dafür Machbarkeitsstudien erstellt werden, um eine realistische Einschätzung über Sinn und Unsinn der Ergebnisse aus der Bürgerwerkstatt zu bekommen. Daraus soll dann ein tragfähiges Konzept entwickelt werden. Nur so kann es der Gemeinde gelingen, sich gegenüber einem Investor mit klaren Wünschen und Vorstellungen zu präsentieren. Was am Ende davon übrig bleibt, wird sich endgültig aber erst zeigen, wenn die ersten Investoren Interesse zeigen und mit den Ideen konfrontiert werden.

Bevor den Investoren aber etwas gezeigt werden kann, muss erstmal etwas erarbeitet werde. Danach wird das Ganze ganz sicher noch lange genug brauchen. Die Zeit spielt gegen die sowieso schon marode Bausubstanz und auch wenn das Maximilian 25 Jahre leer steht, heißt das nicht, dass man sich jetzt alle Zeit der Welt nehmen kann. Gut Ding will Weile haben – OK – aber wer nicht los läuft, kommt auch nie ans Ziel.


***Der geplante Förderverein hat relativ starke Unterstützung der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal. Geplant ist, mit dem Verein der Gemeinde “beratend” zur Seite zu stehen. Ohne die Zusammenarbeit mit der Gemeinde wird der Verein aber auch wenig ausrichten können – eigenes Geld kann er nicht Investieren. Vor allem keine Summen, mit denen dem Maximilian geholfen wäre. Über den exakten Zeitraum der Gründung konnte man uns bisher keine Auskunft geben. Auch ist der Förderverein bisher noch nicht direkt mit der Gemeinde in Verbindung getreten.

Public Viewing am Tegernsee – Große Karte mit allen Orten im Tal

Bild 1

Vierte Anmerkung vom 07. Juli / 07:28 Uhr:
Heute also die vorletzte Aktualisierung. Das letzte Mal hatten wir ja auf das Public-Viewing-Waldfest am Leonhardstoana Hof in Kreuth hingewiesen. Für das heutige Halbfinale empfehlen wir mal wieder das Rottacher Feuerwehrhaus. Trotz der großen Hitze am letzten Samstag war die Stimmung beim Viertelfinale gigantisch. Glücklicherweise sorgte die Feuerwehr mit einer großen Wasserfontäne vor dem Haus für angemessene Abkühlung. Wir hoffen dass es auch gegen Spanien klappt. Und dann im Finale gegen Holland.
Wir holen die Karte mit allen Public-Viewing-Orten von unten nochmal komplett hoch. Nicht dass sie bei all den vielen Anmerkungen untergeht.


Public Viewing am Tegernsee auf einer größeren Karte anzeigen

Dritte Anmerkung vom 27. Juni / 13:28 Uhr:
In 2 1/2 Stunden geht es für die deutsche Mannschaft gegen England im Achtelfinale um weiterkommen oder ausscheiden. Wer noch nicht weiß wo er das Spiel anschauen soll, dem sei die untenstehende Karte mit allen Public Viewing Plätzen rund um den Tegernsee empfohlen. Also 16:00 Uhr geht`s los. Da das Wetter hält, heißt die Devise rausgehen und Daumen drücken.

Zweite Anmerkung vom 23. Juni / 10:08 Uhr:
Heute Abend geht’s also um alles. Unser erstes kleines Finale. Los geht’s um 20:30 Uhr und die meisten Public Viewing Plätze haben spätestens eine Stunde vor Anpfiff Einlass. Auf der Karte im Beitrag sind alle Orte eingetragen, an denen man das Spiel in Gesellschaft gucken kann. Finale – auch wenn nur ein kleines – auf dem Sofa ist langweilig. Viel Glück!

Anmerkung vom 19. Juni / 11:13 Uhr
In etwas mehr als 2 Stunden spielt Deutschland im zweiten Vorrundenspiel gegen Serbien. Anpfiff ist um genau 13:30 Uhr. Wir sind dieses mal im Gmunder Festzelt. Die anderen Orte auf unserer Karte übertragen das Spiel aber ebenfalls. Also anfeuern!

Ursprünglicher Artikel vom 12. Juni:
Wir haben eine neue Karte mit allen uns derzeit bekannten Public Viewing Örtlichkeiten am Tegernsee erstellt. Derzeit sind es 9 Plätze. Wer noch weitere kennt, einfach in die Kommentare schreiben oder uns per email an info@tegernseerstimme.de zuschicken.

Für mehr Infos zu den einzelnen Orten auf die grünen Fußballspieler klicken.
Zur Großansicht einfach auf diesen Link klicken.



Public Viewing am Tegernsee auf einer größeren Karte anzeigen


Hier noch alle Orte als Text. Wie gesagt die gleichen Informationen gibt es auch wenn man auf die Spieler klickt. Die Runde geht wie auf der Karte von Gmund aus einmal um den See herum und endet in Finsterwald:

1. Die erste Örtlichkeit für Public Viewing ist auf dem Gmunder Volksfest. Bei deutschen Spielen auch bis 23 Uhr mit Ton. Weitere Infos gibt es hier.

2. Im Bräustüberl in Tegernsee. Innen zwar. Dafür aber mit interessantem Gewinnspiel. Alles weitere in diesem Artikel.

3. Im Monte Lago in Rottach-Egern. Überdachte Terrasse und leckere Cocktails. Bilder gibt`s hier.

4. Eine zweite Möglichkeit für Public Viewing in Rottach-Egern. Im Feuerwehrhaus. Das nette Poster und alles zu Getränken und Preise gibt es hier.

5. Der dritte Ort in Rottach ist – nur bei schönem Wetter draußen – im Biergarten des Bistro Rosegger an der Südlichen Hauptstrasse. Alles weitere zum Bistro und zur Anfahrt gibt`s hier.

6. In Bad Wiessee im Biergarten-Cafe Hotel Rheinland. Alle Spiele. Egal ob Nachmittags oder noch um 23 Uhr. Infos zum genauen Ort stehen auf der Webseite des Hotels. Übrigens bei jedem Tor der deutschen Mannschaft gibt der Wirt einen aus.

7. In der Wandelhalle in Bad Wiessee. Plakat, Spiele und Verpflegung finden sich hier.

8. Die dritte Örtlichkeit in Bad Wiessee ist in der Spielarena. Ganz in der Nähe der Wandelhalle in der Wilhelminastrasse 9. Mehr Infos zur Spielarena gibt es hier.

9. Wieder in Gmund. Und zwar im Feichtner Hof. Das liegt genauer gesagt in Gmund-Finsterwald, etwa 1 Km vom Gut Kaltenbrunn entfernt. Mehr Infos hier.

Hauptschule im Tal: Schulleiter Karl Müller kontert Janssen’s Position

banner_alle_koepfe_thumb

Anmerkung vom 06. Juli / 16:32 Uhr
Das Thema Anmeldezahlen bei der Hauptschule in Rottach-Egern, deren Interpretation und die sich daraus ableitenden weiteren Schritte will einfach nicht enden. Peter Janssen meinte ja letzte Woche in der Tegernseer Stadtratssitzung, dass die Hauptschule auf eine Dorfschule zusteuert. Es einen Einbruch bei den Schülerzahlen gebe. Und überhaupt sei die Entscheidung gegen eine Hauptschule in Gmund falsch gewesen.

Jetzt reagiert Schulleiter Karl Müller. Gegenüber der Tegernseer Zeitung lässt er klar stellen: „41 Fünfklässler starten im nächsten Schuljahr an der Rottacher Hauptschule, das sind fünf weniger als im vergangenen Jahr. Von einem dramatischen Rückgang kann man nicht sprechen“. Die Nicht-Bewilligung der Mittelschule kann aber auch Müller nicht wegargumentieren. Denn auch fünf weniger als im letzten Jahr bedeutet zwangsläufig, dass die Schülerzahl schrumpft. Jedoch meint Müller, dass die Nicht-Bewilligung den jetzigen Schülern keine Nachteile bringt: „Wir haben das volle Angebot an Fächern.“ Mehr gebe es an der Mittelschule auch nicht.
Dabei wird er unterstützt von Schulamtsleiter Peter Huber, der ergänzt: „Für die Kinder ändert sich nichts“. Jedoch verfolgt Huber den folgenden Plan: Im Herbst will er gemeinsam mit allen Verantwortlichen über die Situation der Hauptschule im Tegernseer Tal diskutieren. Denn langfristig hält er es für wichtig, dass es auch im Tegernseer Tal eine Mittelschule gibt.

Alle Verantwortlichen zum Schulthema haben wir übrigens nochmal in einem gesonderten Artikel aufgeführt.

Ursprünglicher Artikel vom 01.07.2010:
Bei der Stadtratssitzung am Dienstag hat sich Bürgermeister Peter Janssen auch nochmal in die verstärkt aufkommende Diskussion um Sinn oder Unsinn einer Hauptschule in Gmund eingebracht.

Nochmal zur Erinnerung: Die Gemeinden Rottach-Egern, Kreuth und Bad Wiessee hatten eine Hauptschule in Gmund (neben der neuen Realschule) abgelehnt. Wir haben das Thema in diesem Kommentar etwas ausführlicher beschrieben.

Bürgermeister Janssen hat also, wie einige seiner Kollegen aus den anderen Gemeinden, seine Meinung zu dem Thema und zu den Ablehnungen kundgetan und diese auch gleich mit konkreten Zahlen untermauert. Dabei hat er aber erstmal die sich positiv entwickelnde Situation der Realschule in Bad Wiessee hervorgehoben:

Im letzten Jahr war das eine Zitterpartie ob man überhaupt 2 Klassen hinkriegt. Um jeden Schüler wurde gekämpft. Ein Jahr später hat sich die Zahl der Einschreibungen schlicht verdoppelt. Die negativen Prognosen zur Realschule haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Die Realschule hat voll eingeschlagen.

Was dagegen voll zurückgeschlagen hat ist die Belegung der Hauptschule in Rottach-Egern. Sie hat nur noch 42 Anmeldungen – also 2 Klassen. Und die Hälfte sind Gmunder Schüler. Die andere Hälfte verteilt sich auf die anderen 4 Gemeinden.

Meine Meinung: Die Entscheidung, eine kleine aber feine Hauptschule in Rottach zu erhalten, war falsch. Man steuert dort eine Dorfschule an, die nicht in der Lage sein wird wichtige Kurse anzubieten. Das bedeutet aber dass dann ein Großteil der Schüler weite Strecken nach Hausham, Miesbach oder Holzkirchen fahren muss. Ich hoffe dass aufgrund der neuen Sachlage die drei Gemeinden, die nicht zugestimmt haben, nochmal darüber diskutieren  um eventuell die getroffenen Entscheidungen zu überprüfen.

Soweit die Meinung vom Tegernseer Bürgermeister. Da es langsam unübersichtlich wird, wer was zu wem und vor allem wann gesagt hat, haben wir eine Zusammenfassung erstellt. In dieser Übersicht beschreiben wir die entscheidenden Köpfe, die hinter dem Thema Schule im Tal stehen sowie deren Meinung.

Einfach auf diesen Link oder direkt auf das Bild klicken. Dann öffnet sich der Artikel mit den Schlüsselfiguren. Wir werden dieses Bild in kleinerer Ausführung immer in der Seitenleiste mitlaufen lassen und den dazugehörigen Artikel immer wieder anpassen und ergänzen.

Bürgermeisterwahl in Kreuth: Interview mit Josef Bierschneider

Josef Bierschneider stellt sich am Sonntag zur Wahl. Es wäre sein dritte Amtszeit.

Zweite Anmerkung vom 06. Juli / 08:48 Uhr
Wir hatten zwar schon gestern in dem Gesamtwahlbeitrag die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl veröffentlicht. Aber der vollständigkeithalber ergänzen wir diesen Artikel auch nochmal, falls es in dem anderen Beitrag etwas untergegangen sein sollte:
Bei der zweiten Wahl, der Bürgermeisterwahl in Kreuth, ging es eher normal zu, wenn man bei einem DDR-Ergebnis von 97,4% für Josef Bierschneider als alter und neuer Bürgermeister noch von Normalität sprechen kann. Sicherlich nicht unwichtig für das eindeutige Ergebnis war der Umstand dass Bierschneider der einzige Kandidat war. Und der zweite Grund war vielleicht noch die niedrige Wahlbeteiligung von 47%. So oder so, wir gratulieren ehrfürchtig und wünschen für die nächsten 3,5 Jahre viel Erfolg und gutes gelingen.

Warum Bierschneiders Amtsperiode nur 3,5 anstatt 6 Jahre dauert. Und wieso Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing eine Stimme bei der Kreuther Bürgermeisterwahl erhalten hat lesen Sie hier.

Anmerkung vom 02. Juli / 12:48 Uhr
Wir haben das Interview noch um eine interessante Frage / Antwort ergänzt. Zum organisatorischen ist folgendes zu sagen: Die Bürgermeisterwahl findet ja bereits in zwei Tagen statt. Die Wahlbenachrichtigungskarten mit der Angabe des Wahlbezirks müssten Anfang Juni jedem Bürger zugegangen sein. In Kreuth fällt die Bürgermeisterwahl übrigens zusammen mit der Volksabstimmung über den Nichtraucherschutz. Laut Auskunft der Gemeinde gibt es zwei Wahllokale. Stimmbezirk I wählt in der Tourist-Information. Stimmbezirk II im Hotel Parkresidenz. Die Auszählung der Briefwahl findet im Sitzungssaal des Rathauses statt.

Ursprünglicher Artikel vom 30. Juni:
Am nächsten Sonntag (04. Juli) sind die Kreuther aufgerufen ihren Bürgermeister zu wählen. Aufgestellt ist Josef Bierschneider (CSU). Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. Und ohne zu tief in die Kristallkugel schauen zu müssen, wird den meisten das Ergebnis der Wahl schon jetzt ziemlich klar sein. Wir haben Herrn Bierschneider im Vorfeld zur Wahl einige Fragen per Email geschickt und er hat sie uns freundlicherweise auch direkt beantwortet. Das Ergebnis steht hier:

(Ergänzte Frage:) Sie sind seit nunmehr 12 Jahren erster Bürgermeister in Kreuth und bei der anstehenden Wahl werden die beiden anderen Parteien auf einen Gegenkandidaten verzichten. Man könnte bei diesen Vorzeichen darauf schließen, dass die Bürger und Ihre Kollegen im Gemeinderat mit Ihrer Arbeit zufrieden sind. Wie erklären Sie sich diesen Vertrauensbeweis gegenüber Ihrer Person?

Ich habe die vergangenen 12 Jahre stets versucht, durch einen offenen und ehrlichen Umgang im Gemeinderat ein sachorientiertes und freundschaftliches Klima zu schaffen. Auch habe ich mich immer bemüht, Kritik und Anregungen aufzugreifen bzw. umzusetzen. Dies mag wohl ein Grund dafür sein, dass die anderen Gemeinderatsfraktionen auf einen Gegenkandidaten verzichtet haben. Für mich ist dies natürlich ein Ansporn, auch in der kommenden Amtszeit dieses gute Verhältnis weiter zu pflegen und zu fördern.

Ihre erste Amtszeit haben Sie mit 26 Jahren als der jüngste bayerische Bürgermeister angetreten. Davor haben Sie Jura studiert. Andere streben die Karriere als Rechtsanwalt oder Richter an. Was hat Sie vor 12 Jahren dazu gebracht als Bürgermeister zu kandidieren?

Mich hat Politik schon immer interessiert und daher war es naheliegend, dass ich mich in der Kommunalpolitik engagiert habe, zuerst als Gemeinderat und dann eben als Kandidat für das Amt des Ersten Bürgermeisters. Der große Reiz am Amt des Bürgermeisters war damals und ist es aus meiner Sicht auch noch heute, dass man vor Ort in seiner Heimatgemeinde Politik und damit die Zukunft des Ortes mit und für die Bürger gestalten kann.

Inzwischen sind sie gerade einmal 38 und stehen vor Ihrer dritten Amtszeit. Mal angenommen, sie würden immer wieder gewählt werden: Könnten Sie sich vorstellen als Kreuther Bürgermeister in Rente zu gehen und was würden Sie sich bis dahin für Kreuth wünschen?

Das Amt des Ersten Bürgermeisters macht mir sehr viel Spaß und ich werde dieses Amt – wenn die Kreuther Bürgerinnen und Bürger mir das Vertrauen schenken – auch weiterhin mit viel Engagement führen. Für meinen Ort wünsche ich mir, dass das gute Miteinander, das bei uns gepflegt wird, auch in Zukunft erhalten bleibt und wir so gemeinsam die Weichen für die Zukunft richtig stellen können, sei es die Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort, sei es die Bewältigung der Veränderungen in der demographischen Entwicklung oder den Ausbau der touristischen Infrastruktur für mehr Gäste vor Ort.

Die meisten Menschen haben wahrscheinlich keine konkrete Vorstellung, was ein Bürgermeister den ganzen Tag macht. Was sind die Punkte in Ihrem Tagesablauf am meisten Spaß machen, bzw. auf was würden Sie gerne verzichten?

Die Aufgaben des Bürgermeisters sind ziemlich breit gestreut, sie gehen von Verwaltungstätigkeiten wie der Führung von Korrespondenz oder Grundstücksverhandlungen über die Abhaltung und Teilnahme an Sitzungen bis hin zu Repräsentationsaufgaben bei Geburtstagen oder sonstigen Veranstaltungen. Insgesamt ist es eine sehr abwechslungsreiche Aufgabe, bei der es natürlich auch mal unangenehme Pflichten und unerfreuliche Gespräche gibt, aber insgesamt überwiegen die positiven Begegnungen mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Ihre Kollegen im Tal sind und waren vor allem immer deutlich älter als Sie. Wurden Sie eigentlich vom ersten Tag an ernst genommen oder gab es auch Zeiten in denen Sie sich erstmal beweisen mussten?

Als ich vor 12 Jahren mit 26 Jahren zum Bürgermeister gewählt wurde, musste ich natürlich erst einmal beweisen, dass ich dieser Aufgabe gewachsen bin und dass auch ein junger Mensch eine solche Aufgabe gut ausfüllen kann. Meine Bürgermeisterkollegen im Tegernseer Tal haben mich aber von der ersten Stunde an gut in ihre Reihen aufgenommen und das Verhältnis und die Zusammenarbeit der Bürgermeister im Tegernseer Tal ist in den vergangenen 12 Jahren immer enger und meines Erachtens auch immer fruchtbarer geworden.

Herr Bierschneider, wir danken Ihnen für die Beantwortung unserer Fragen.

Wie die Wahl am Sonntag wirklich ausgeht werden wir natürlich hier schreiben und bestimmt auch nochmal einen O-Ton vom Wahlsieger einholen. Bis dahin wünschen wir dem einzigen Kandidaten viel Erfolg und allen Wählern die richtige Wahl. Wobei viel Auswahl weder geboten – noch wahrscheinlich von den meisten gewünscht ist…

Tegernseer Stadtrat: Feuerwehr Tegernsee stellt künftig Einsatz-Rechnungen

ffw-tegernsee

Anmerkung vom 05. Juli / 21:45 Uhr:
Beim Thema Feuerwehren sind wir scheinbar nicht ganz fit: Erst letzte Woche ist uns bei einem Beitrag zur Rottacher Feuerwehr ein falsches Bild reingerutscht. Jetzt schreibt gerade Michael Haller,  Kommandant der Tegernseer Feuerwehr. Im unten stehenden Beitrag hatten wir einige Verständnisfehler, auf die er uns freundlicherweise aufmerksam gemacht hat. Hier sein Kommentar im Original:

Der Bericht zur Gebührensatzung der Feuerwehr Tegernsee ist nicht ganz richtig.
Für Tegernsee besteht schon seit Jahrzehnten eine Gebührensatzung, die neue Satzung wurden nur notwendig um die immer umfangreicher werdende Ausrüstung aufzunehmen, und um die Kosten für nicht Pflichtaufgaben der Kommune(Feuerwehr) wie bisher auch verrechnen zu können. Brandbekämpfung, Menschenrettungen jeglicher Art bleiben Gebührenfrei.
Das hat auch nichts mit Stützpunktfeuerwehren zu tun, sondern mit den Brandlasten (Hotels, Gaststätten) und auch z.B. Gefahrgut in Gewerbebetrieben im Ort, natürlich werden die Ausrüstungsgegenstände so Beschafft dass auch andere Gemeinden davon profitieren können. Für den großteil der Bevölkerung ändert sich nichts.Es wird natürlich jedem der Hilfe Braucht schnellst möglich und weitgehend kostenfrei geholfen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Haller
Kommandant Feuerwehr Tegernsee

Ursprünglicher Artikel vom 05. Juli:
Der Tegernseer Stadtrat hat in der letzten Sitzung die Einführung einer neuen Gebührensatzung für die Freiwillige Feuerwehr Tegernsee beschlossen. Die Gebührensatzungen gehen auf eine Empfehlung des Gemeindetages zurück und regeln die festen Kostensätze, die die Feuerwehr gegenüber Verursachern, bzw. in erster Linie deren Versicherungen, geltend machen kann. Geregelt werden beispielsweise die Kosten pro Mann und Stunde, die Kosten pro Betriebsstunde für Fahrzeuge, den Kommandanten, Kosten für Anfahrtswege und so weiter. Nach Einsätzen kann die Feuerwehr anschließend die Kosten in Rechnung stellen. Darunter fallen kurz gesagt alle Einsätze, bei denen es nicht um “Leib und Leben” geht – die werden auch weiterhin von der Allgemeinheit bezahlt. Das Auspumpen eine Kellers oder die Beseitigung von Öl nach einem Unfall kann jetzt aber in Rechnung gestellt werden.

Bürgermeister Janssen erklärte die speziellen Aufgaben der Tegernseer Wehr: “Tegernsee ist eine Stützpunktfeuerwehr und darum oft im Einsatz”. Neben Tegernseer gibt es noch Holzkirchen und Miesbach als Stützpunktwehren im Landkreis. Das bedeutet auch, dass diese Wehren anders und besser ausgestattet sind, als die normale Freiwillige Feuerwehr. Janssen dazu: “Die Drehleiter hat zum Beispiel eine besondere Ausstattung für Chemieunfälle und ähnliche Sachen – das bedeutet auch, dass die Tegernseer Feuerwehr auch gern bei Autounfällen gerufen wird, sobald ein Tankfahrzeug dabei ist. Eben gerade wegen der besonderen Ausstattungsmerkmale.”

Die anderen Stützpunktwehren Miesbach und Holzkirchen haben die Gebührenordnung bereits in den letzten Jahren übernommen. Bürgermeister Janssen begründete die gewünschte Einführung der Gebührensatzung mit der Aussage: “In der Regel werden die Entschädigungen von Versicherungen bezahlt. Fast alles sind Versicherungsfälle: Autounfälle, Brandfälle. Es wäre wirklich verschenktes Geld für die Kommune und die Feuerwehr, wenn wir das nicht tun würden.”

Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen und die Satzung tritt zum 01. August diesen Jahres in Kraft.

Wir fragen uns nur: Wenn man als Kommune ohne diese Gebührensatzung “Geld verschenkt”? Warum kommt das dann jetzt erst und wurde nicht schon vor langer Zeit eingeführt?

Eine vollständige Mustersatzung kann man sich beim LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V. als PDF runterladen. Wer sich das einmal anschauen möchte findet das Dokument hier

Polizeimeldung: Kleiner Schaden an PKW in Tegernsee

PKW-Schaden-Rosenstraße

Bei manchen Polizeimeldungen sind wir uns selbst nicht ganz sicher, ob das wirklich eine Meldung wert ist. Diese Meldung ist so ein Fall: Eine kleine Macke an einem geparkten Auto in der Rosenstraße – wahrscheinlich durch eine Fremde Autotüre. Der Vollständigkeit halber zeigen wir die Meldung trotzdem. Immerhin ist es für den einen Fahrer sicher ärgerlich und vielleicht hat ja tatsächlich jemand was gesehen.

Die Meldung im Original:

Nichtraucherschutz gestärkt. Bierschneider gewählt. Hier die Ergebnisse der beiden Wahlen

Am Ende sind die Raucher wieder Schuld

Ergänzung / 11:59 Uhr
Hier die genauen Ergebnisse aus dem Tegernseer Tal. Die Zahlen sind final und stammen vom Landratsamt Miesbach.

Rottach-Egerfffn Wahlbeteiligung   –   Für ein Rauchverbot   –   Gegen ein Rauchverbot
Bad Wiessee               24,4%                         47,5%                           52,5%
Gmund                      35,8%                         53,4%                           46,6%
Kreuth                       49,7%                         49,1%                           50,9%
Rottach-Egern            35,5%                          53,9%                          46,1%
Tegernsee                  34,5%                          53,2%                          46,8%

Gestern durften die Wähler im Tal zweimal wählen. Wobei eigentlich durften nur die Kreuther zweimal wählen: Einmal bei der Bürgermeisterwahl und einmal beim Volksentscheid zum Nichtraucherschutz. Die Wähler aus den anderen Talgemeinden durften nur beim Volksentscheid mitmachen. Aber auch das war für die meisten schon schwierig genug. Denn mit einer Wahlbeteiligung von 39,8% war die im Landkreis Miesbach sehr niedrig. Da die Wahlbeteiligung aber bei Volksentscheiden nicht entscheidend ist, waren die 61% für das Rauchverbot ein eindeutiges Zeichen und eine herbe Niederlage für die Gegner des Rauchverbotes. Im Tegernseer Tal stimmten übrigens die Bürger aus Rottach-Egern, Gmund und Tegernsee für die Verschärfung des Rauchverbotes. Die Kreuther und Wiesseer waren dagegen.

Am Ende sind die Raucher wieder Schuld

Auf Stimmen und Argumente der Befürworter oder Gegner des Rauchverbotes gehen wir an dieser Stelle nicht ein. Das ganze ist müßig. Denn “Entscheidend ist auf`m Platz. Und ein Spiel dauert 90 Minuten.”
Bedeutet: Wir werden sehen, wie sich das ganze umsetzen lässt. Welche Schlupfwinkel in den nächsten Wochen diskutiert und eingeführt werden. Und wie das ganze Thema in 2-3 Jahren gesehen wird. Der kolpotierte Untergang unserer Kneipenkultur und der Ruin von 90% der Wirte wird es aber sicherlich nicht werden. Aber ganz so reibungslos wie sich das viele Befürworter des Rauchverbotes vorstellen, wir die Umstellung auch nicht vonstatten gehen.

Bei der zweiten Wahl, der Bürgermeisterwahl in Kreuth, ging es eher normal zu. Wenn man bei einem DDR-Ergebnis von 97,4% für Josef Bierschneider als alter und neuer Bürgermeister noch von Normalität sprechen kann. Sicherlich nicht unwichtig für das eindeutige Ergebnis war der Umstand dass Bierschneider der einzige Kandidat war. Und der zweite Grund war vielleicht noch die niedrige Wahlbeteiligung von 47%. So oder so, wir gratulieren ehrfürchtig und wünschen für die nächsten 3,5 Jahre viel Erfolg und gutes gelingen.

Warum Bierschneiders Amtsperiode nur 3,5 anstatt 6 Jahre dauert. Und wieso Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing eine Stimme bei der Kreuther Bürgermeisterwahl erhalten hat lesen Sie hier.

Hier auch noch der Hinweis auf unser Interview mit Josef Bierschneider von vor wenigen Tagen.

Wochenrückblick: Von Fußballwundern, verlorenen Millionen und Gülle beim Grillen


Das war die Woche vom 28. Juni - 04. Juli

Langsam wird es ruhiger im politischen Leben der 5 Talgemeinden. Zwar wird heute noch in Kreuth ein neuer Bürgermeister gewählt. Sehr spannend dürfte die Wahl aber nicht werden und weniger als 97% der Stimmen wären für Josef Bierschneider sicherlich eine Enttäuschung. Zumal er der einzige Bewerber ist. Was er davon hält und wie er sich die Zukunft in Kreuth vorstellt hat er uns in einem kurzen aber interessanten Interview erzählt.

Der See wird wärmer

Ansonsten ist aber wirklich nicht viel los. Einige Themen werden auf nach der Sommerpause verschoben. Die letzten Gemeinderatssitzungen im Juli vor der 6-wöchigen Pause werden also eher ruhiger und kürzer. Umso besser, dann kann man bei dem guten Wetter auch mehr an den See. Bei knapp 20 Grad Wassertemperatur macht es nämlich auch wieder Spass im Tegernsee zu schwimmen. Wo man das am besten tun kann haben wir auf einer großen Übersichtskarte zusammengeschrieben.

Feuerwehrhaus Rottach mutiert zur Partymeile

Übersichtlich finden einige auch die Karte für das Public Viewing. Danke für das nette Feedback per Email. Und das schönste am ganzen Public Viewing ist ja, dass wir, im Gegensatz zu den Franzosen, Italienern, Brasilianern und Argentiniern, immer noch bei der WM dabei sind und am Mittwoch im Halbfinale gegen die Spanier spielen dürfen. Gestern beim 4:0 gegen Argentinien waren wir übrigens im Rottacher Feuerwehrhaus. Die Stimmung war wieder einmal grandios. Dazu hatte die Feuerwehr eine Wasserfontäne vor dem Haus laufen lassen – zur Abkühlung. Und man kann mittlerweile sagen, so im direkten Vergleich läuft das Feuerwehrhaus der “offiziellen” Public-Viewing-Stätte am Tegernsee, der Wandelhalle, immer mehr den Rang ab. Zumindest was die Stimmung und die Preise betrifft.

9,8 Millionen? Probieren kann man`s ja mal!

Preislich daneben ist laut Insolvenzverwalter auch die Wertvorstellung von Josef Lederer für das alte Hotel Lederer in Bad Wiessee. 9,8 Millionen Euro soll der angeheuerte Immobilienmakler erzielen. Für ein Haus mit der Tradition scheinbar ein Schnäppchen. Eigentlich aber fast doppelt so teuer wie der Gutachter schätzt. Und dreimal so teuer wie ein Kommentator im Merkur vorrechnet.

Grillen und Gülle vertragen sich nicht – oder doch?

Wir hatten die Woche auch eine sehr interessante Leserstimme. Das kontroverse Thema war “Keine Lust auf Grillen bei Güllegestank”. Einige Leser haben sich dazu geäußert. Und das erfreulichste war die argumentativ sehr gut aufbereitete Antwort des Landwirtschaftsamtes. Rüdiger Obermaier, Leiter der ländlichen Strukturentwicklung, schrieb uns seine Sicht der Dinge und ging erfreulicherweise ausführlich auf die vom anonymisierten Leser angesprochenen kritischen Punkte ein.

Und zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache. Seit dieser Woche bieten wir einen einfachen aber übersichtlichen, täglichen Newsletter an. Zu dem kann man sich hier ganz einfach mit der eigenen Emailadresse kostenlos anmelden. Dann bekommt man täglich die aktuellen Artikel der Tegernseer Stimme – automatisch und früh morgens. Gerade richtig zum Kaffee oder Tee.