Freitag, 18. Mai 2012 (02:59 Uhr)

Gemeinderat Wiessee: Sperrmüll bleibt weiter Kostenpflichtig

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Noch eine kurze Meldung aus der Wiesseer Gemeinderatssitzung von letzter Woche. Stefan Hagn (FWG) hatte schon vor einigen Monaten die Anfrage, bzw. den Vorschlag eingebracht, die Abgabe von Sperrmüll im Wertstoffhof kostenlos zu ermöglichen. Er versprach sich davon, dass so das Umweltbewusstsein der Bügrer belohnt werde, anstatt es durch Kosten für eine fachgerechte Entsorgung zu bestrafen.

Auf Nachfrage bekam Hagn in der letzten Sitzung nun eine für ihn negative Antwort. Bürgermeister Höß sagte dazu “Ich hab das abgeklärt mit der vivo. Eine Änderung, z.B. Sperrmüll kostenlos abzunehmen, ist nicht geplant. Wenn wir da was machen, fahren die anderen Landkreise Ihren Sperrmüll hierher. Das geht nicht. Die Gebühren sind wirklich moderat.”

Heißt also, dass der Besuch beim Wertstoffhof auch in Zukunft nicht automatisch kostenlos sein wird. Zwar kann man das meiste, wie bisher auch. kostenlos entsorgen. Für einige Sachen, wie Altholz, Sperrmüll oder Bauschutt, muss aber auch weiterhin bezahlt werden.

Mehr Infos zu Preisen und Öffnungszeiten findet man direkt bei der vivo.

Polizeimeldung: Diebstahl aus Auto in Bad Wiessee

Polizeimeldung Bad Wiessee

Man merkt, die Urlaubssaison hat angefangen. Je mehr Menschen im Tal sind, desto mehr Dinge passieren. Hier eine Polizeimeldung über einen Einbruch / Diebstahl in Bad Wiessee. PKW abgestellt, Scheibe eingeschlagen, Handtasche weg. Hier die Meldung im Original:

Polizeimeldung Bad Wiessee

Josef Bierschneider nach erfolgreicher Bürgermeisterwahl zum Standesbeamten ernannt

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Es handelt sich hierbei, wie im Vorbericht erwähnt, zwar nur um eine Formalität. Aber eine Formalität, die interessanterweise auf einem Gesetz von 1875 basiert. Wir stellen den vierten Abschnitt des Personenstandgesetz gleich vor. Zuerst aber der kurze Bericht aus der Gemeinderatssitzung.

In dieser hatte beim betreffenden Punkt 6 der Tagesordnung der 2. Bürgermeister Bernd Rohnbogner die Sitzungsleitung übernommen. Und dieser ernannte, nach einem einstimmigen Votum des Gemeinderates, den Bürgermeister aufgrund des Personenstandsgesetztes in das Amt des Standesbeamten. Auf Zeit und auf Widerruf. Mit einem Aufgabenbereich, der ausschließlich auf Eheschließungen beschränkt ist. Die neue Amtsperiode startet am 28.10.2010. Die Reaktion von Josef Bierschneider war ein kurzes “Die Trauungen machen übrigens sehr viel Spass”. Diesen Spass wünschen wir ihm auch weiterhin.

Und hier für alle, die es Interessiert, die relevanten Original-Paragraphen des Gesetzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung vom 06. Februar 1875. Wie gesagt bildet dieses Gesetz die Basis für die oben durchgeführte Formalität.

Deutsches Reichsgesetzblatt von 1875

§. 41.
Innerhalb des Gebietes des Deutschen Reichs kann eine Ehe rechtsgültig nur vor dem Standesbeamten geschlossen werden.

§. 42.
Zuständig ist der Standesbeamte, in dessen Bezirk einer der Verlobten seinen Wohnsitz hat oder sich gewöhnlich aufhält. Unter mehreren zuständigen Standesbeamten haben die Verlobten die Wahl.
Eine nach den Vorschriften dieses Gesetzes geschlossene Ehe kann nicht aus dem Grunde angefochten werden, weil der Standesbeamte nicht der zuständige gewesen ist.

§. 43.
Auf schriftliche Ermächtigung des zuständigen Standesbeamten darf die Eheschließung auch vor dem Standesbeamten eines anderen Orts stattfinden.

§. 44.
Der Eheschließung soll ein Aufgebot vorhergehen. Für die Anordnung desselben ist jeder Standesbeamte zuständig, vor welchem nach §. 42 Abs. 1 die Ehe geschlossen werden kann.

§. 45.
Vor Anordnung des Aufgebots sind dem Standesbeamten (§. 44) die zur Eheschließung gesetzlich nothwendigen Erfordernisse als vorhanden nachzuweisen. Insbesondere haben die Verlobten in beglaubigter Form beizubringen:
1. ihre Geburtsurkunden,
2. die zustimmende Erklärung derjenigen, deren Einwilligung nach dem Gesetze erforderlich ist.
Der Beamte kann die Beibringung dieser Urkunden erlassen, wenn ihm die Thatsachen, welche durch dieselben festgestellt werden sollen, persönlich bekannt oder sonst glaubhaft nachgewiesen sind. Auch kann er von unbedeutenden Abweichungen in den Urkunden, beispielsweise von einer verschiedenen Schreibart der Namen oder einer Verschiedenheit der Vornamen absehen, wenn in anderer Weise die Persönlichkeit der Betheiligten festgestellt wird.
Der Beamte ist berechtigt, den Verlobten die eidesstattliche Versicherung über die Richtigkeit der Thatsachen abzunehmen, welche durch die vorliegenden Urkunden oder die sonst beigebrachten Beweismittel ihm nicht als hinreichend festgestellt erscheinen.

§. 48.
Kommen Ehehindernisse zur Kenntniß des Standesbeamten, so hat er die Eheschließung abzulehnen.

§. 52.
Die Eheschließung erfolgt in Gegenwart von zwei Zeugen durch die an die Verlobten einzeln und nach einander gerichtete Frage des Standesbeamten:
ob sie erklären, daß sie die Ehe mit einander eingehen wollen, durch die bejahende Antwort der Verlobten und den hierauf erfolgenden Ausspruch des Standesbeamten, daß er sie nunmehr kraft des Gesetzes für rechtmäßig verbundene Eheleute erkläre.

§. 53.
Als Zeugen sollen nur Großjährige zugezogen werden. Verwandtschaft und Schwägerschaft zwischen den Betheiligten und den Zeugen, oder zwischen den Zeugen unter einander steht deren Zuziehung nicht entgegen.

§. 54.
Die Eintragung in das Heirathsregister soll enthalten:
1. Vor- und Familiennamen, Religion, Alter, Stand oder Gewerbe, Geburts- und Wohnort der Eheschließenden;
2. Vor- und Familiennamen, Stand oder Gewerbe und Wohnort ihrer Eltern;
3. Vor- und Familiennamen, Alter, Stand oder Gewerbe und Wohnort der zugezogenen Zeugen;
4. die Erklärung der Eheschließenden;
5. den Ausspruch des Standesbeamten.
Ueber die erfolgte Eheschließung ist den Eheleuten sofort eine Bescheinigung auszustellen.

Hier noch der Link zum kompletten Gesetz.

Zwei kurze Polizeimeldungen: Leichter PKW-Schaden in Wildbad Kreuth und in Tegernsee

Polizeimeldung #1

Insgesamt 850 Euro Sachschaden entstand am Wochenende bei zwei kleinen Vorfällen an zwei PKW`s. Einmal waren das 500 Euro am Sonntag in Wildbad Kreuth. Und ein andermal 350 Euro in der Nacht von Freitag auf Samstag in Tegernsee. In beiden Fällen bitte die Polizeiinspektion Bad Wiessee um Hinweise unter der Tel.Nr.: 08022/9878-0.

Hier die beiden Polizeimeldungen, so wie sie uns heute früh erreicht haben:

Polizeimeldung #1

Polizeimeldung #2

Wochenrückblick: Das erste Seefest, Video von Bierschneider und kaputte Bäume in Tegernsee

Das war die Woche vom 12. - 18. Juli

Heute kommt der Wochenrückblick mal wieder erst am Montag früh. Wir waren gestern auch etwas unterwegs und sind leider am Abend nicht dazu gekommen. Aber Rückblick ist Rückblick und darum legen wir auch gleich los mit den Berichten der letzten Woche.

Da ging es gleich mal los mit einem Jobaufruf des Gmunder Dorfladens. Es läuft ganz gut einen Monat nach dem Start und darum sucht man jetzt nach neuen und vor allem mehr Mitarbeitern. Eine Mitarbeiterin konnten wir schon vermitteln und vielleicht hat ja noch wer Interesse an einem 400 Euro Nebenjob.

Viel Interesse gab es natürlich auch wieder am ersten Seefest der Saison in Rottach. Gut besucht war’s, gutes Wetter gab es und ein gutes laues Feuerwerk natürlich auch. Die lauten Feuerwerke waren übrigens auch ein Thema im Wiesseer Gemeinderat in der letzten Woche. Schreiben werden wir aber erst diese Woche darüber. Nur soviel vorweg: Manchen ist es schon zu viel mit der Böllerei im Tal.

Zu viel ist es dagegen dem Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider noch lange nicht. Nach seiner Wiederwahl vor zwei Wochen hat er uns letzte Woche ein Videointerview gegeben. Und da hört es sich so an, als ob er nichts dagegen hätte auch in Zukunft noch einige Wiederwahlen zu feiern. Dass er dafür etwas tun muss, ist ihm aber auch bewusst. Auf die nächste Chance muss er ja aber zum Glück nicht so lange warten. Durch eine Angleichung der Wahltermine kommt die nächste Wahl schon in 3,5 Jahren.

Dreieinhalb Jahre wird es hoffentlich nicht brauchen, bis die Arbeiten am Haus des Gastes in Tegernsee abgeschlossen sind. Da sind im Moment die Arbeiter auch ganz schön am Werkeln und bis Ende des Jahres soll alles fertig sein. Nur die Bäume, die bei den Bauarbeiten kaputt gegangen sind, die werden auch in 10 Jahren nicht sein, was sie heute sind. Die drei alten Bäume kommen raus und werden durch einen neuen ersetzt. Ärgerlich. Schade. Blöd. Nur ändern kann man daran nichts – hat uns das Rathaus erklärt.

Erklären können wir uns eine andere Sache dagegen nicht: Warum schneidet jemand Nachts das Zelt der Sportfreunde Gmund kaputt? Warum jemand das macht – wissen wir nicht. Nur dass es jemand gemacht hat, hat letzte Woche die Polizei gemeldet. 1500 Euro Schaden ist das Ergebnis. Wir hoffen einfach mal, dass die SF-Gmund gut versichert waren. Sonst rafft so eine Aktion schnell mal den Gewinn monatelanger Arbeit und eines Taltriathlons dahin. Und das wär wirklich schade.

Wirklich Schade werden einige auch die Verzögerungen am Bau der Straße zum Oedberglift finden. Oder die enormen Kosten für das geplante Parkhaus in Tegernsee. Ein paar werden sich vielleicht auch über die Höß-Wiese, die keine Wiese mehr ist, aufregen können. Da wird gerade gebaut für die Übergangscontainer der Realschule.

Ach ja: Dann war da noch das Wetter. Das ist endlich gut und so langsam fangen die ersten auch schon wieder an über die Hitze zu jammern. Wir hoffen mal, dass das Wetter auch diese Woche so weiter geht und wünschen allen einen guten Start in den Montag.

Dienstag, 20. Juli, Gemeinderat in Gmund: Die Themen

Offizielle Einladung zur Gemeinderatssitzung in Gmund - Seite 1

Morgen, am Dienstag 20. Juli, ist Gemeinderatssitzung im Gmunder Rathaus. Los geht’s um 19:00 Uhr im Sitzungssaal im Erdgeschoß. Dieses Mal ist die Tagesordnung voll mit den unterschiedlichsten Themen. Wahrscheinlich wollen die Gemeinderäte vor der 2-monatigen Pause (die nächste Sitzung ist erst am 21.09.) noch einige Punkte auf den Weg bringen. Vor allem das Schulthema, und da speziell der Schulverbund Gmund-Waakirchen, soll genauer definiert werden.

Insgesamt 15 Themen stehen auf der Tagesordnung. Das dürfte also etwas länger werden. Hier die Punkte in einer kurzen Zusammenfassung:

Punkt 1 und 2 sind, wie immer, eine rein bürokratische Sache: Die Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Genehmigung des letzten Sitzungsprotokolls.

Punkt 3: EU-Städtepartnerschaft; hier: Begegnung im Rahmen des EU-Programms “Europa für Bürgerinnen und Bürger”

Punkt 4: Beitritt zum Verein “Unser Wasser. Verein zur Wahrung von Eigentum und Eigenständigkeit im Landkreis Miesbach”

Punkt 5: Städtebauförderung; hier: Förderantrag für den Bereich zwischen Mangfallbrücke und Anwesen Kniegl

Punkt 6: Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich Steinberg für die Verlegung des Golfplatzes Margarethenhof

Punkt 7: Bauantrag auf Erweiterung des Golfplatzes Margarethenhof durch die Verlegung von 4 Golfbahnen auf das Gemeindegebiet Gmund, Steinberg.
Antragsteller: GAT – Golf am Tegernsee Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG

Punkt 8: Antrag auf Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeuges.
Antragsteller: Freiwillige Feuerwehr Gmund

Punkt 9: Vereinbarung mit Diakonie-Verein wegen Jugendräume

Punkt 10: Antrag auf Zuschuss für die Neubeschaffung verschiedener Einrichtungsgegenstände.
Antragsteller: Kinderkrippe Zwergenburg e. V.

Punkt 11: Photovoltaik-Anlage auf dem neuen Feuerwehrhaus Dürnbach

Punkt 12: Sanierung bzw. Umbau des Grundschulgebäudes

Punkt 13: Schulverband Gmund – Waakirchen

Punkt 14: Planung der Realschule Gmund; hier: Sonderwünsche der Gemeinde Gmund

Punkt 15 ist dann auch schon der Schluss der Sitzung – Informationen des Bürgermeisters.

Wer sich das Ganze gerne persönlich anschauen möchte: Dienstag, 20. Juli, 19:00 Uhr im Gmunder Rathaus im Sitzungssaal.

Hier nochmal die Einladung im Original:

Offizielle Einladung zur Gemeinderatssitzung in Gmund - Seite 1

Offizielle Einladung zur Gemeinderatssitzung in Gmund - Seite 2

Polizeimeldung: Pfefferspray-Attacke in Wiessee und Alkoholfahrt in Tegernsee

Körperverletzung Wiessee

Unter der Überschrift “Wiesseer Koch tickt aus” hat die Polizei gemeldet, dass es gestern in einer Wiesseer Kneipe zu einer wenig freundlichen Pfefferspray-Attacke kam. Ein 30-Jähriger wollte wohl nicht wahrhaben, dass ihn die anwesenden weiblichen Gäste nicht arg toll fanden. Er pöbelte, flog raus und versprühte Pfeffer in der Kneipe. 8 Personen wurden verletzt.

Bei der zweiten Meldung geht es mal wieder um eine betrunkene Autofahrerin. Wahrscheinlich aufgrund ihrer 1,5 Promille kam die junge Frau bei der Leebergkuppe auf die Gegenfahrbahn und rammte ein Taxi. Sachschaden rund 5.000 Euro. Führerschein direkt abgenommen.

Hier die Meldungen im Original:

Die Schulen im Tal: Verunsicherung statt Zukunftsmusik – CSU macht Druck

Zweite Anmerkung vom 18. Juli 2010 / 17:30 Uhr:
Das Thema Schulen im Tal geht in die nächste Runde. Die CSU im Landkreis hat einen Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport gebildet. Wie die Tegernseer Zeitung morgen in der gedruckten und heute in der Online-Ausgabe berichtet, hat sich der Arbeitskreis rings um das Führungsteam Tobias Schreiner, Sibylle von Löwis of Menar, Verena Assum, Ubbo Minks, Friederike Enders, Christine Stahnke und Maximilian Olberding gebildet.

Ziel des Arbeitskreises ist es, das Thema Mittelschule und Bau einer Hauptschule in Gmund weiter voran zu treiben. Die bisherige Entscheidung der Talgemeinden Kreuth, Rottach und Wiessee, die Hauptschule in Rottach zu belassen und auf einen Neubau in Gmund zu verzichten, will man beim Arbeitskreis nicht akzeptieren. Als Nahziel will man aber erstmal den Status Mittelschule fürs Tal vorantreiben. Dafür unterstützt der Arbeitskreis auch die Gmunder Pläne einen neuen Schulverband mit Waakirchen zu schließen und so doch noch eine Mittelschule fürs Tal zu schaffen – auch ohne den favorisierten Neubau der Hauptschule in Gmund.

Das Thema wird auch auf der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag in Gmund nochmal groß thematisiert werden. Wer Interesse hat, kann sich die Sitzung am kommenden Dienstag ab 19:00 Uhr im Gmunder Sitzungssaal persönlich anschauen.

Erste Anmerkung vom 05. Juni 2010 / 08:20 Uhr:
Der angesprochene Plan, die Rottacher Hauptschule zur Mittelschule zu machen, wurde jetzt von der Regierung Oberbayern abgelehnt. Wie zu befürchten war, reicht die Schülerzahl in Rottach nicht aus, um den Bestand mittelfristig zu wahren. Daran geglaubt hatte allerdings sowieso niemand richtig. Eigentlich war schon bei der Abgabe der Anträge klar, dass eine Mittelschule im Tal nur im Zusammenschluss mit Waakirchen realistisch ist. Der Zusammenschluss hätte aber auch den Umzug nach Gmund bedeutet – und das wurde erst von den Eltern und später von einem wenig standhaften Rottacher Gemeinderat abgelehnt. Der Gemeinderat hatte seine ursprüngliche Entscheidung für den Standort Gmund und den Zusammenschluss zur Mittelschule nach großem Druck einiger Eltern ende April zurückgenommen.

Die Zukunft der Schulen im Tal hat sich dadurch nicht wirklich verbessert. Die Verweigerung der Zulassung zur Mittelschule wird vielleicht nur der Anfang sein. Leider nimmt das eine evtl. nachfolgende Entscheidung der nächsten Jahre vorweg. Irgendwann heißt es vielleicht: “Aufgrund der geringen Schülerzahlen, wurde die Zulassung zur Hauptschule in Rottach nicht mehr erteilt.” Davor hatte auch der Rottacher Bürgermeister Hafner Angst. Er war klar für den Umzug nach Gmund – seine Gemeinderäte nicht. In einem Gespräch sagte er uns vor einigen Wochen. “Ich wünsche mir nichts mehr, als dass meine Gemeinderäte recht und ich unrecht hatte.” So recht glauben, kann er es aber nicht.

Nächste Woche will sich der Schulverband erneut zusammen setzen und beratschlagen, wie man nach der Entscheidung weitere zukunftsfähige alternativen finden kann.

Ursprünglicher Artikel vom 29. Mai 2010:
Eigentlich sollte man meinen es tut sich was im Tal: die noch relativ neue Realschule muss kurzfristig erweitert werden – zu viel und unerwarteten positiven Zuspruch hat die Schule. In vier Jahren sollen in Gmund die neuen Gebäude dafür stehen – die dann modernste Schule im kompletten Landkreis. Und selbst der Plan Mittelschule für’s Tal geht in die nächste Runde – die Anträge dafür sind bereits abgegeben. Eine positive Entwicklung sollte man meinen.

Keiner glaubt irgendwas.

Nur eins passt da nicht dazu: Die Stimmung. Wer zur Zeit zum Thema “Schulen im Tal” Fragen stellt erhält meist unsichere Antworten. Man glaubt nicht recht an gar nichts. In Wiessee glaubt man nicht daran, dass die Nachfrage nach der Realschule auch in Zukunft so bleibt und entscheidet sich erst für eine Erweiterung auf kleinem Niveau um dann eine Woche später wieder zurückzurudern – vielleicht. In Gmund glaubt man nicht daran, dass der eingereichte Antrag, aus der Rottacher Hauptschule eine Mittelschule zu machen, erfolgreich sein wird. Und in Rottach glaubt man nicht recht daran, dass mit der Entscheidung die Hauptschule in Rottach zu belassen, ein langfristige Lösung gefunden wurde.

Kommt der Schulbau in Gmund vielleicht überhaupt nicht?

Im Wiesseer Gemeinderat wurde letzten Dienstag sogar von einigen Beteiligten die Befürchtung geäußert, dass der Neubau in Gmund vielleicht nie zustande kommen wird. Klaudia Martini (SPD) äußerte in der Diskussion um die Container die Befürchtung, dass bei der momentanen Haushaltslage in Deutschland die “Schulsituation nicht einschätzbar ist”. Martinis Befürchtung: “Alles, was noch nicht gebaut ist, kommt auf den Prüfstand”. Wenig später unterbricht Kurt Sareiter (CSU) sogar den zweiten Bürgermeister Robert Huber (SPD) bei der Verlesung des Beschlussvorschlages: “es kann viel passieren mit Gmund und Waakirchen” bringt er nochmal seine Ängste ein. Sareiter hatte sich sogar während der Sitzung von der einen auf die andere Seite geschlagen. Erst meinte er: “Wenn hinter der Schule kein Platz ist, sollten wir nicht viel diskutieren.” Am Ende stimmte er doch für den Vorschlag die Container hinter die Schule zu bauen.

Die Meinungen und Entscheidungen ändern sich Monatlich. Teilweise sogar wöchentlich. Der Beschluss die Hauptschule für’s Tal nach Gmund zu verlegen war schon gefasst, bis er im letzten Moment dann doch nochmal geändert wurde.

Offene und unbewusste Gräben in den Gremien und den Köpfen

Die Gründe für diese Stimmung sind nicht einfach auszumachen. Sicherlich sind die wechselnden Ansagen aus der Landesregierung zu den Kriterien der Mittelschule nicht sehr förderlich gewesen. Laut Josef Bierschneider “hatten wir Bürgermeister teilweise komplett unterschiedliche Ansagen aus dem Land, die wir dann an die Gemeinderäte weitergeben mussten”. So lässt sich keine konstante Politik betreiben und schon gar nicht kommunizieren. Aber darüberhinaus brechen bei dem Thema einfach auch einige neue oder alte Gräben auf.
Zum Beispiel die offenen Gräben im Gemeinderat von Bad Wiessee. Dort sind ja einige Kreise per se mal gegen alles was der Bürgermeister so sagt.
Oder die unbwussten Gräben in den Köpfen einiger Eltern. Unter dem Motto “Mein Ort. Meine Hauptschule. Mein Anfahrtsweg” wird da mit allen Mitteln Lagerbildung betrieben. Manche nennen so etwas auch Kirchturmdenken. Eine kurzfristige und wenig förderliche Sichtweise ist es allemal. Vor allem wenn der Gemeinderat sich davon so beeinflussen lässt, wie es im Laufe des Jahres mehrmals passiert ist. Denn eigentlich ist es die Aufgabe der Gemeinderäte, trotz Drucks aus der Bevölkerung, eine langfristige Perspektive für die Gemeinde aufzubauen und zu verteidigen. In diesem Punkt haben einige aber versagt. Und vielleicht damit auch den Grundstein gelegt für die derzeitige Stimmung.

Polizeimeldung: Unfall im Gegenverkehr

gegenverkehr

Gestern Nachmittag hat ein 54-jähriger Kreuther in Rottach einen ernstzunehmenden Unfall verursacht. Nachdem in dem letzten Wochen eher die harmlosen Parkrempler die Polizeimeldungen bestimmten, ist es Gestern leider zu einem etwas schlimmeren Unfall gekommen. Ein in den Gegenverkehr geratener Kreuther verursachte rund 15.000 Euro. Außerdem mussten zwei Leichtverletzte mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht werden.

Hier die Polizeimeldung im Original:

Vereine im Tal: Heute der Skatclub Contra Re Tegernseer Tal aus Bad Wiessee – Ein Steckbrief

Der Skatclub Contra Re aus Bad Wiessee stellt sich vor.

Der Skatclub Contra Re Tegernseer Tal mit Sitz in Bad Wiessee wurde gegründet am 13. September 1985. Derzeit hat der Club 19 Mitglieder. Neue Mitglieder sind natürlich jederzeit herzlich willkommen.

Eine Aufnahmegebühr gibt es nicht. Dafür einen Jahresbeitrag in Höhe von 50 €.

Spielabende: Jeden Dienstag und Freitag ab 19.30 Uhr mit pünktlichem Beginn nach Tisch-Auslosung (ausgenommen am 24. und 31. Dezember jeden Jahres, wenn diese Tage auf Dienstag oder Freitag fallen. An allen anderen Feiertagen findet der Spielabend statt).

Spielwertung: gemäß den Regeln des Deutschen Skatverbandes mit Monats- und Jahreswertung.
Einzeltageswertung mit Geldpreis aus dem 75 %-igen Anteil der täglichen Startgebühr von 4,00 €/Spieler, verteilt auf die Hälfte der teilnehmenden Spieler, auch Gastpieler werden berücksichtigt, die eine zusätzliche Gastgebühr (Kartengeld) von 1,00 € zu zahlen haben.

Spielort: Hotel/Gaststätte Zur Post, in der Poststube, Lindenplatz 7, 83707 Bad Wiessee

Der Skatclub spielt übrigens etwa 5 mal im Jahr Skatturniere mit Einzel- und Mannschaftswertung auf der Verbandsebene. Auf der Landesebene wird etwa 3 mal pro Jahr gespielt.

Beziehungsweise nach vorheriger Qualizifierung auf der Verbandsebene bei:
Einzelwertung Bayerische Meisterschaft = 1 x pro Jahr
Mannschaftswertung Bayerische Meisterschaft= 1 x pro Jahr
Bayernpokal mit Einzel- und Mannschaft = 1 x pro Jahr
und nach Qualifikationen wie vor auch bei den Deutschen Meisterschaften je 1 x pro Jahr.
(Eine Mannschaft besteht aus 4 Skat-Spielern).

Pokalwertung Spieljahr 2009: Manfred Leibner (Clubmeister und Pokalsieger) / Wolfgang Kokartis (2. Clubmeister und 2. Pokalmeister) / Dr. Horst Endisch (3. Pokalsieger) / Toni Stahl (3. Platz der Jahresmeisterschaft) / Peter von Kunhardt (1. Vorsitzender)

Darüberhinaus wird jedes Jahr ein Ganztages- Ausflug sowie eine Weihnachtsfeier mit Jahres – und Pokalsieger- Ehrung veranstaltet.

Vorstand:
1. Vorstand: Peter Seidler
2. Vorstand und Spielleiter: Wolfgang Kokartis
Kassier: Ernst Czech

Bei Fragen zum Skatclub und zur Anmeldung entweder einfach Dienstags oder Freitags um 19:30 Uhr in die Gaststätte zur Post nach Wiessee kommen oder direkt den Vorsitzenden Peter Seidler unter der 0170 – 169 25 69 kontaktieren.

Polizeimeldung: Einbruch im Tegernseer Online-Cafe – 15.000 Euro Schaden

Original Polizeimeldung

Wir leben in einem Sündenpfuhl. Das ist der Eindruck, den man manchmal bekommen kann, wenn man die Polizeimeldungen aus dem Tegernseer Tal so liest. Vor allem Verkehrsdelikte, Vandalismus aber auch eine Menge schwerer Einbrüche bekommen wir von der Polizei immer wieder zugeschickt. Und auch wenn der Sicherheitsbericht des Landkreises einen positiven Trend zeigt. So ist doch das Gefühl, zumindest ab und zu, ein anderes.

Unsicher fühlen wir uns jetzt trotzdem nicht. Aber erstaunlich sind die Taten manchmal schon….

Hier die Original Polizeimeldung vom gestrigen Einbruch in Tegernsee:

Original Polizeimeldung

Tegernseelauf 2010 – Der erste 1000er ist voll!

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Die Resonanz bei den Anmeldungen zum Tegernseelauf ist scheinbar sehr positiv. Laut Christoph Fetzer von der Betreibergesellschaft des Tegernseelaufs sind bereits mehr als 1000 Anmeldungen eingegangen. Das sind mehr als doppelt so viele als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. Wie Fetzer weiter meint ist es auch sinnvoll sich so früh wie möglich anzumelden. Schließlich gebe es in diesem Jahr ein Teilnehmerlimit von 4000 Läufern. Und das dürfte aller Voraussicht nach auch relativ schnell erreicht werden.

Den Tegernseer Halbmarathon, besser bekannt als Tegernseelauf, gibt es übrigens seit genau 9 Jahren. Heuer findet er am 19. September statt. Anmelden kann man sich auf der folgenden Webseite. Man sollte sich vielleicht sogar anmelden: Immerhin zählt der Tegernseelauf zu den landschaftlich schönsten Läufen in Deutschland und begeistert darum jedes Jahr auch zahlreiche Zuschauer. Mit der Teilnehmerzahl wird er dieses Jahr zu den vier größten Halbmarathons Bayerns gehören.

Voraussichtlich 4000 Läufer nehmen am nächsten Tegernseelauf teil.

Neben dem Halbmarathon wird aber auch ein 1,5-Kilometer-Lauf und ein 5-Kilometer-Lauf für Kinder und Jugendliche angeboten.
Darüberhinaus sind aufgrund einer Kooperation mit der DAK am 19. September Mitarbeiter vor Ort und führen Blutdruckmessung sowie Gesundheitsberatung rund um das Laufen durch.

Gemeinderat Bad Wiessee: Ehrengräber von Völkner und Gansler werden um 15 Jahre verlängert

Völkner

Gestern Abend wurde im Gemeinderat Bad Wiessee die Kostenübernahme für eine Verlängerung der Nutzungszeit der Ehrengräber für den ehemaligen Wiesseer Pfarrer Johann Gansler und den ehemaligen Bürgermeister Hans Völkner einstimmig beschlossen. Die Kosten belaufen sich in den nächsten 15 Jahren auf 2.040 Euro pro Grab. Beim Grab von Pfarrer Gansler übernimmt die katholische Gemeinde die Grabpflege kostenlos. Beim Grab von Völkner sind dafür noch einmal fünf Arbeitsstunden des Friedhofsgärtners plus Material eingeplant. Die Gesamtkosten belaufen sich also auf 2 x 2.040 Euro = 4.080 Euro plus ein bisschen was für den Gärtner und das Material. Großzügig gerechnet werden das nochmal um die 200 Euro pro Jahr sein. Auf 15 Jahre gerechnet also rund 3.000 Euro Arbeitszeit plus 4.080 Euro Grabnutzung = 7.080 Euro Gesamt. Auf 15 Jahre wohlgemerkt. Im Jahr sind das rund 470 Euro.

Die Kosten stehen also eher im Hintergrund und sollten einem Ort die verstorbenen Ehrenbürger wohl wert sein. Wir haben uns die beiden Ehrenbürger um deren Gräber es geht einmal angeschaut.

Leider haben wir kein Bild von Johann Gansler finden können. Darum "seine" Kirche

Anfangen wollen wir mit dem Pfarrer Johann Gansler. Gansler wurde 1895 Geboren und war der erste Geistliche in Bad Wiessee. Während seiner Amtszeit wurde die jetzige Mariä Himmelfahrt Kirche gebaut – Gansler hat dafür Geld gesammelt, nachdem die bereits gesammelte Summe von 80.000 Mark durch die Inflation im Jahre 1923 auf 23,37 Mark zusammengeschmolzen war. Gansler gilt aber eher als der Pfarrer, der in Wiessee während des zweiten Weltkrieges im Amt war und mit seinen persönlichen Aufzeichnungen heute, viele Jahre später, in einige der damaligen Geschehnisse etwas Licht bringen konnte. So stammen Aufzeichnungen über die Verhaftung der Wiesseer Freiheitskämpfer Harald Dohrn und Hans Quecke genauso aus Ganslers Nachlass, wie der Bericht über den Todesmarsch von Dachau: “Den Auftakt zum Ende bildete ein Zug von Häftlingen aus dem Konzentrationslager Dachau, ungefähr 140 Mann. Sie kamen am 28. April gegen Abend. … Es waren 50 Franzosen, Belgier, Holländer und Italiener, der Rest Russen und andere. … Die Pächterin des Gasthauses zur Post … holte den ganzen Zug in ihren Speisesaal und bewirtete sie um Gotteslohn … solange sie hier waren (14 Tage). … am Donnerstag abends (3. Mai, d. Verf.) halb 8 Uhr zog die SS ab.” (Pfarrer J. Gansler)

Hans Völkner war in den 50er Jahren Bürgermeister in Bad Wiessee. Als erster Bürgermeister der Freien Wähler wurde während seiner Amtszeit 1957 auch die erste Spielbank in Bad Wiessee gebaut. Völkner hat es in den 50er Jahren sogar bis in die Zeitschrift “der Spiegel” geschafft. Am 06. Juli 1955 erschien dort eine Geschichte mit dem Titel “Zwanzig Betten stehen leer” (Link öffnet ein PDF). Es ging dabei darum, dass Völkner und sein Gemeinderat allen Flüchtlingen, die nach Kriegsende nach Bad Wiessee gekommen sind, die Erlaubnis Fremdenzimmer zu vermieten verwehrte. Seine Begründung von damals klingt irgendwie nicht so viel anders, wie die Begründungen, mit denen heute große Hotelneubauten angegriffen werden: “Wenn die Vermieterklausel fiele, würden mit einem Schlage zusätzlich 500 Betten in Bad Wiessee frei werden. Ganz Bad Wiessee ist aber erledigt, wenn noch einmal 500 Betten hinzukommen würden. Es gäbe dann ein gegenseitiges Unterbieten der Preise und Bad Wiessee ginge dem sicheren Untergang entgegen.”