Freitag, 18. Mai 2012 (03:05 Uhr)

Vorbereitungen für den Realschulbau in Gmund

Mit dem Schulbau kommen viele Kosten auf das Gmunder Rathaus zu

Mit dem Schulbau kommen viele Kosten auf das Gmunder Rathaus zu

Egal was Rottach im Gemeinderat entschieden hat: Die Realschule in Gmund wird auf jeden Fall gebaut. Um den Bau zu realisieren, sind allerdings im Vorfeld noch einige Arbeiten an der grundlegenden Infrastruktur des Gebietes rund um den Sportplatz in Finsterwald zu erledigen. Im Einzelnen geht es um folgendes:

1. Verbreiterung der Staatsstraße zwischen Sportplatz und Abzweig Kaltenbrunn von fünf auf sechs Meter. Grund: Zwei Schulbusse müssen aneinander vorbei fahren können.

2. Linksabbiegerspur. Dafür müssen die kleinen Bäume entlang des Parkplatzes wieder raus.

3. Gehweg Sanierung zwischen Sportplatz und Abzweig Kaltenbrunn

4. Erneuerung der Fahrbahnentwässerung

5. Dazu kommt noch die Sanierung der Tölzer Straße vom Abzweig Kaltenbrunn bis zum Ortsende oder besser gesagt, bis das Geld ausgeht. Saniert werden Fahrbahn und Gehweg.

Die Kosten für die Sanierung der Tölzer Straße trägt zum Teil das Straßenbauamt Rosenheim und zum Teil die Gemeinde Gmund: Rosenheim zahlt die Fahrbahn. Gmund den Gehweg. Fraglich ist allerdings, bis wo die Straße wirklich ausgebaut wird. Das Straßenbauamt stellt nämlich lediglich 350.000 Euro zur Verfügung. Wenn die weg sind, ist aus mit Straßenbau.

Die Kosten, die für den Gehweg auf Gmund zukommen, belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Die Summe wird aus dem Nachtragshaushalt finanziert. Das OK dafür hat der Gemeinderat bereits gegeben.

Bevor das aber alles losgehen kann, muss Bürgermeister Georg von Preysing erstmal mit den betroffenen Grundstückseigentümern verhandeln. Den Auftrag des Gemeinderates hat er dafür ebenfalls.

Fernsehtipp: Lehrermangel an Grundschule in Gmund heute 20:15 Uhr bei BR-quer

Frau Hünerfeld im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk

Anmerkung zum gestrigen Beitrag:
Das Video der gestrigen Sendung kann man sich jetzt in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks anschauen. Einfach auf den Link klicken. Ab 02:20 Minuten startet der Beitrag zur Grundschule und einem ausführlichen Interview mit der Lehrerin Ursula Hünerfeld.

Frau Hünerfeld im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk

Ursprünglicher Artikel vom 29.04.
Das Thema “80-Jährige unterrichtet an Gmunder Grundschule” zieht immer weitere Kreise. Nachdem bereits in der Welt-Online ein Artikel dazu war, kommt das Thema heute Abend sogar im Fernsehen. Um 20:15 Uhr in quer im Bayrischen Rundfunk. In seinem Blog schreibt der querulant (Christoph Süß) dazu: “Zu wenig Lehrer? Komisch nur, dass das zuständige Holzkirchener Arbeitsamt von geeigneten jüngeren Bewerberinnen weiß. Offenbar gibt es in Bayern nicht nur einen Bildungs-, sondern auch einen Organisationsnotstand…”


Heute Abend 20:15 Uhr ist das Thema Gmunder Grundschule auch im Bayrischen Fernsehen zu sehen

Seeperle, Postamt Rottach, Spiel- und Sportarena und weitere Themen im Gemeinderat Rottach

Der Hauptpunkt dreht sich am Dienstag um den Bebauungsplan Seeperle

Die Sitzung war im Sitzungssaal im 1. Stock

Hier noch die restlichen Themen, die Gestern im Rottacher Gemeinderat diskutiert und entschieden wurden. Nicht, dass sie untergehen in der ganzen Aufregung um den Hauptschulumzug, bzw. Nicht-Umzug.

1. Die Seeperle in Rottach
Einstimmig wurde der neue Bebauungsplan für das Anwesen um die Seeperle und die Gebäude Seestraße 19/21 beschlossen. Der bestehende Bebauungsplan sah eine gemeinsame Nutzung als Hotel und Klinik vor. Der aktuell verabschiedete Bebauungsplan sieht jetzt die reine Nutzung als Hotel vor. Die Ageno Holding GmbH aus Rottach Plant ein 4-Sterne-Plus Hotel auf dem Anwesen. Wie schon berichtet, sieht der Plan eine Aufstockung der Gebäude vor, sowie eine Erweiterung der Westseite in Richtung Seestraße. Der jetzige Osttrackt wird um ein Stockwerk aufgemauert und nach Süden hin verlängert. Der Verbindungsteil zwischen Ost- und Westtrackt wird zu beiden Seiten geringfügig erweitert. Im Erdgeschoß soll in Teilen auch die Nutzung als Ladengeschäft erlaubt sein.

2. Zuschuss für die Ludwig Thoma Bühne
Der jährliche Zuschuss für die Ludwig Thoma Bühne wurde auch dieses Jahr wieder einstimmig beschlossen. Insgesamt 4.000 Euro stellt die Gemeinde bereit. In der Absprache ist übrigens auch geregelt, dass jeder Rottacher Bürger einmal im Jahr kostenlosen Eintritt bekommt.

3. Bericht zur Spiel und Sport Arena in Wiessee
Die Gemeinden hatten einen Zuschuss für ermäßigte Eintrittspreise für Jugendliche ab 16 Jahren gewährt (4,50 Euro statt regulär 7,90 Euro. Freitag Abends 3,- und Samstag Abends 2,- Euro). Seit der Einführung der ermäßigten Preise zum Jahreswechsel, wurden insgesamt 1400 Tickets verkauft. Seit dem 12. März werden die Jugendlichen auch den Einzelnen Gemeinden zugeordnet. Spitzenreiter waren Rottacher Jugendliche mit 115 Besuchen. An zweiter Stelle kommen die Wiesseer mit 104 Besuchen. Das zeigt zumindest, dass das Angebot recht gut angenommen wird. “Bis auf pubertär bedingte Sachbeschädigungen, läuft das sehr gut”, kommentierte Franz Hafner mit einem Schmunzeln.
Wir haben Gestern auch noch kurz mit dem Hallenwart gesprochen. Er sagt ziemlich das Gleiche. Alles gut und anständig. Bis auf ein paar Bierflaschen und wild jugendlichem Geknutsche in den Spielgeräten…

4. Renovierung Postamt Rottach
Der Eigentümer des Postamtes, Hermann Elmering, hat sich in einem Brief zu den Vorwürfen aus der letzten Gemeinderatssitzung geäußert. Damals wurde gemutmaßt, dass Herr Elemering evtl. mit finanziellen Problemen kämpft und deswegen das Postamt nicht renovieren könne. Elmering hat diesen Vorwurf als Verunglimpfung seiner Person scharf zurückgewiesen und um eine öffentliche Entschuldigung und eine Rüge für die Gemeinderätin Gabriele Schultes-Jaskolla (FWG) gebeten. Schultes-Jaskolla hatte die Vermutung, gemeinsam mit einem Antrag auf einen kostenlosen Kredit der Gemeinde an den Eigentümer Elmering, auf die Tagesordnung gebracht. Der Antrag auf Kredit wurde abgelehnt. Genauso abgelehnt wurde allerdings sowohl die Rüge durch Bürgermeister Hafner, wie auch die öffentliche Entschuldigung durch Schultes-Jaskolla.

Es wurde zwar noch ein bisschen mehr geredet aber wirklich wichtiges war nicht mehr dabei.

Gemeinderat in Rottach entscheidet sich gegen die Hauptschule in Gmund

Bürgermeister Franz Hafner konnte seinen Gemeinderat gestern nicht vom Umzug nach Gmund überzeugen

Bürgermeister Franz Hafner konnte seinen Gemeinderat gestern nicht vom Umzug nach Gmund überzeugen

Das Ergebnis war deutlich: 15:6 entschieden sich die Rottacher Gemeinderäte gegen den Umzug der Hauptschule nach Gmund. Rund 30 Zuschauer füllten die Besucherplätze im Sitzungssaal bis auf den letzten Platz. Die Freude unter den Zuhörern war deutlich spürbar, als das Ergebnis endlich feststand. Gemurmel und Raunen quitierten das Ende der Abstimmung. Sowohl im Zuschauerbereich, wie auch unter den Gemeinderäten. Daumen als Siegeszeichen wurden ausgestreckt. Erst jetzt wurde richtig spürbar, welche Anspannung kurz zuvor noch im Raum gelegen hat. Jetzt ist es raus: Die Schule bleibt in Rottach.

Bis zum Fuballspiel sind wir durch

Den Anfang der Sitzung machte Bürgermeister Franz Hafner. Und stellte auch gleich zu Beginn klar, dass bis zum Championsleague-Spiel der Bayern gegen Lyon alles geklärt sein müsse: “Ich möcht Euch bitten, dass Wortmeldung nicht nach dem Motto laufen: Das wurd zwar schon gesagt aber ich sag es nochmal mit meinen Worten”. In seinem Eröffnungsplädoyer war Haffner ganz klar auf der Seite der Umzugsbefürworter, zeigte aber auch Verständnis dafür, dass das Thema inzwischen sehr emotional diskutiert werde. Er sagte aber auch deutlich: “Emotionen bringen uns hier nicht weiter” und warnte “bitte keinen Bürgerkrieg anzufangen. Egal wie es heute ausgeht.”

Hafner stellte nochmal klar, dass der Umzug und der Neubau in Gmund eine einmalige Chance sei, die sich in fünf oder 10 Jahren nicht mehr bietet. Gleicher Meinung war sein Fraktionskollege und zweiter Bürgermeister Hermann Ulbricht. Ulbricht: “Es tut mir leid, dass man in Zukunft jetzt nach Gmund rausfahren muss”, er warnte aber gleichzeitig davor, dass die Rottacher Schule “in 10 oder 15 Jahren vielleicht ganz weg ist.” Dann heißt es für die Eltern bis Holzkirchen oder Miesbach zu fahren. Als Grund führten beide die weiter sinkenden Schülerzahlen an. Die immer weiter sinkenden Geburtenraten sprechen für sich. Auch die Rektoren der Rottacher Schule seinen für den Umzug, führten beide Bürgermeister als Argument an.

In Gmund schaffen wir schlagkräftige Einheit

In der anschließenden Diskussion war die Meinung noch zweigeteilt. Josef Lang (CSU) sprach sich klar für den Umzug aus: “in Gmund schaffen wir eine schlagkräftige neue Einheit.” Er sehe es als Verpflichtung gegenüber der Kinder, jetzt für eine zukunftsfähige Lösung zu stimmen. Ähnlicher Meinung war auch Gabriele Schultes-Jaskolla (FWG), die vor allem Chancen im Neubau sah. “Die nötigen Partner haben wir jetzt aber nicht mehr in Zukunft” und weiter “nur so können wir unseren Schülern ein dauerhaft gutes Angebot bieten”.

Ganz anders sah das Dr. Hubert Hörterer (FWG). Hörterer fühlte sich “verunsichert durch die wechselnden Entscheidungen von oben” und spielte damit auf die ständige wechselnde Schulpolitik aus München an. Er fragte anschließend in die Runde, wie er als Unternehmer oder Privatperson jemals “in ein Projekt ohne Planungssicherheit investieren kann”. Christian Köck (CSU) bemängelte vor allem den Ablauf und die, seiner Meinung nach, schlechten Informationen für die Gemeinderäte. “Eine zweite Lösung wurde nie diskutiert” sagt er. Und gibt deshalb “die Stimme für Rottach. Einfach weil ich Zweifel habe.”

Kurz vor Schluss: Ergebnis völlig offen

Bis zu diesem Punkt, war weder für die Zuschauer, noch für Bürgermeister Franz Hafner abschätzbar, wie die Abstimmung ausgehen würde. Hafner selbst konnte sich darum auch nicht entscheiden, ob er seinen Entwurf “Schule wird verlegt” oder den Entwurf “Schule bleibt” zur Abstimmung vorlegen soll. Sichtlich verunsichert, wurde zum Schluss über “Schule bleibt in Rottach” abgestimmt. Das Ergebnis haben wir ja schon ganz am Anfang vorweg genommen: 15:6 stimmte der Rottacher Gemeinderat dafür.

Die Schule bleibt in Rottach. Bis es so weit ist, muss jetzt aber noch die endgültige Abstimmung im Schulverband am 11. Mai abgewartet werden. Das Rottacher Ergebnis sagt bisher nämlich lediglich folgendes aus:

“Die Vertreter der Gemeinde Rottach werden mit diesem Beschluss angewiesen im Schulverband für einen Erhalt der Hauptschule in Rottach zu stimmen.”

Aktuell steht es im Schulverband 3:2 für den Erhalt der Schule in Rottach. Den bisherigen Kritikern Kreuth und Bad Wiessee, hat sich seit Gestern Abend auch noch Rottach angeschlossen. Allerdings stimmen auch Kreuth und Bad Wiesse nochmal über den Neubau ab. Es ist aber nicht zu erwarten, dass sich hier noch was tut. Beide Gemeinden waren von Anfang an gegen den Umzug. Auf den Neubau der Realschule in Gmund hat die Entscheidung aber keine Auswirkungen. Von Anfang war klar, dass die Realschule auf jeden Fall gebaut wird. Die Frage war nur: Mit oder ohne Hauptschule. Diese Entscheidung ist jetzt wohl gefallen.

Erinnerung: Morgen ist Abstimmung im Gemeinderat Rottach zur Zukunft der Hauptschule

Erinnerung:

Morgen, am Dienstag 27.04.2010,  ist die entscheidende Sitzung im Rottacher Gemeinderat. Um 19:00 Uhr im Rathaus geht’s los. Gäste sind herzlich willkommen – die Sitzung ist öffentlich. Das Ergebnis der Abstimmung ist bisher noch völlig Offen.

Ursprünglicher Artikel vom 21.04., um 15:15 Uhr:

In die Schule geht es für viele Rottacher vielleicht bald nur noch mit dem Bus. Ziel Finsterwald

Der Schulneubau in Gmund ist inzwischen beschlossene Sache. Zumindest was den Neubau der Realschule angeht. Eine Schule für alles sollte dort aber eigentlich gebaut werden: Realschule und Hauptschule unter einem Dach. Die Hauptschule in Rottach würde also aufgelöst und nach Finsterwald verlegt. Das aber passt vielen Eltern aus Rottach, Bad Wiessee und Kreuth wieder nicht.

Die Endgültige Entscheidung wird nächsten Dienstag in der Rottacher Gemeinderatssitzung fallen – die Rottacher sind inzwischen nämlich das Zünglein an der Waage. Ein Nein aus Rottach bedeutet ein Nein für die Hauptschule in Finsterwald. Dann bleibt alles beim Alten und die Hauptschule in Rottach.

Eigentlich wollte Gabriele Schultes-Jaskolla von den Freien Wählern nur ganz sachlich über den Stand der Dinge in Sachen Schulneubau informieren. Das wollten die anwesenden Eltern so aber nicht dulden: Zu groß die Angst, dass die Rottacher Volksschule zur reinen Grundschule schrumpft. Zu groß auch die Ängste vor längeren Schulwegen und der Überforderung der, von Haus aus schwächeren Hauptschüler. Neben den Realschülern würden die Hauptschüler mehr und mehr an Selbstvertrauen verlieren. Das sei schon bei der jetzigen Kooperation in Bad Wiessee der Fall, so die Argumente.

Ganz andere Töne waren dagegen von Hauptschulrektor Karl Müller und dessen Vertreter Michael Käsbauer zu hören: Beide rieten den Anwesenden zum Neubau in Gmund. Angesichts sinkender Schülerzahlen sei das Angebot in Rottach nicht mehr lange zu halten. Gerade Fördermöglichkeiten für schwache Schüler, seine nur in einer gemeinsamen, größeren Schule realiserbar.

Gmund – Rottach / Rottach – Gmund

Lange müssen wir auf eine endgültige Entscheidung nicht mehr warten: Bei der nächsten Gemeinderatssitzung, am 27. April im Rathaus Rottach, wird entschieden. Für oder gegen die Hauptschule in Gmund. Zuschauer sind herzlich eingeladen. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Fragwürdige Berühmtheit für Gmunder Grundschule

Welot Online

Nur ganz kurz und am Rande: Die Gmunder Grundschule und der Einsatz der 81-jährigen Ursula Hünerfeld als Aushilfs-Lehrerin, sorgt langsam aber sicher für bundesweites Aufsehen. Nachdem gestern und heute bereits das Garmisch-Partenkirchener Tagblatt, die Augsburger Allgemeine, die Passauer neue Presse und das Weilheimer Tagblatt über den Lehrerengpass in Gmund geschrieben haben, kam heute mit der Welt Online auch die erste überregionale Tageszeitungen dazu.

Das Gmunder Lehrerproblem in der Welt - die nationale Presse berichtet

Lehrermangel an Grundschule Gmund: Pensionierte Lehrer wieder aktiv

Aus der Pension zurück ans Lehrerpult. Gmunder sind zu unkonventionellen Schritten gezwungen

In der Gmunder Grundschule liegt zur Zeit einiges im Argen: Kranke Lehrer weit und breit. Das Dumme ist nur, dass selbst die für diese Fälle eingeplante “Mobile Reserve” des Schulamtes auch noch krank ist. Eine weitere Reserve der Reserve ist nicht mehr verfügbar. Bevor die Schule leer und die Kinder zuhause bleiben, haben die Gmunder jetzt unkonventionell gehandelt und die “alte Garde” reaktiviert.

Aus der Pension zurück ans Lehrerpult. Gmunder sind zu unkonventionellen Schritten gezwungen

Zwei, eigentlich schon pensionierte, Lehrerinnen im Alter von 70 und 80 Jahren sind kurzerhand eingesprungen um den Engpass zu überbrücken.

Der Elternbeirat ist trotzdem nicht sonderlich angetan: In vielen Klassen herrsche absolutes Stückwerk, wird beklagt. Teilweise unterrichten neun unterschiedliche Lehrer eine Klasse. Allerdings hat der Elternbeirat nicht weniger unkonventionell reagiert und kurzerhand selbst bei der Arbeitsagentur nach mehr Lehrern angefragt. Ergebnis offen.

Wir bleiben auf jeden Fall dran und berichten, welche weiteren unkonventionellen Lösungen irgendwann hoffentlich zu einem ganz konventionellen Ergebnis führen: Einer funktionierenden Grundschule!

Umzug der Hauptschule Rottach nach Finsterwald: Stolpern auf der Zielgeraden?

In die Schule geht es für viele Rottacher vielleicht bald nur noch mit dem Bus. Ziel Finsterwald

In die Schule geht es für viele Rottacher vielleicht bald nur noch mit dem Bus. Ziel Finsterwald

Der Schulneubau in Gmund ist inzwischen beschlossene Sache. Zumindest was den Neubau der Realschule angeht. Eine Schule für alles sollte dort aber eigentlich gebaut werden: Realschule und Hauptschule unter einem Dach. Die Hauptschule in Rottach würde also aufgelöst und nach Finsterwald verlegt. Das aber passt vielen Eltern aus Rottach, Bad Wiessee und Kreuth wieder nicht.

Die Endgültige Entscheidung wird nächsten Dienstag in der Rottacher Gemeinderatssitzung fallen – die Rottacher sind inzwischen nämlich das Zünglein an der Waage. Ein Nein aus Rottach bedeutet ein Nein für die Hauptschule in Finsterwald. Dann bleibt alles beim Alten und die Hauptschule in Rottach.

Eigentlich wollte Gabriele Schultes-Jaskolla von den Freien Wählern nur ganz sachlich über den Stand der Dinge in Sachen Schulneubau informieren. Das wollten die anwesenden Eltern so aber nicht dulden: Zu groß die Angst, dass die Rottacher Volksschule zur reinen Grundschule schrumpft. Zu groß auch die Ängste vor längeren Schulwegen und der Überforderung der, von Haus aus schwächeren Hauptschüler. Neben den Realschülern würden die Hauptschüler mehr und mehr an Selbstvertrauen verlieren. Das sei schon bei der jetzigen Kooperation in Bad Wiessee der Fall, so die Argumente.

Ganz andere Töne waren dagegen von Hauptschulrektor Karl Müller und dessen Vertreter Michael Käsbauer zu hören: Beide rieten den Anwesenden zum Neubau in Gmund. Angesichts sinkender Schülerzahlen sei das Angebot in Rottach nicht mehr lange zu halten. Gerade Fördermöglichkeiten für schwache Schüler, seine nur in einer gemeinsamen, größeren Schule realiserbar.

Gmund – Rottach / Rottach – Gmund

Lange müssen wir auf eine endgültige Entscheidung nicht mehr warten: Bei der nächsten Gemeinderatssitzung, am 27. April im Rathaus Rottach, wird entschieden. Für oder gegen die Hauptschule in Gmund. Zuschauer sind herzlich eingeladen. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Kreistag fordert Ganztagesklassen am Gymnasium Tegernsee

IMGP8827

Einstimmig hat der Kreistag in Miesbach die Schulleitung des Gymnasium Tegernsee zum handeln aufgefordert: Die Klassenstufen 5 – 9 sollen möglichst bald schon Ganztagesklassen anbieten. Um die Umsetzung schnell starten zu können, ist der Beschluss “auch ein Signal an die Schulleitung. Sie muss jetzt die Initiatve ergreifen” sagte Landrat Jakob Kreidl von der CSU.

Gemeinsam mit dem Landkreis muss sich die Schule jetzt beim Kultusministerium um die Errichtung der Ganztagesklassen bewerben. Das soll passieren, sobald klar ist, welche Voraussetzungen das Gymnasium dafür erfüllen muss. Weiter verpflichtet sich der Kreis, die entstehenden Kosten von 30.000 Euro pro Jahr zu übernehmen. Diese Gesamtkosten entstehen für jeweils eine Ganztagesklasse in den Stufen 5 – 9. Später soll das Angebot nach und nach ausgebaut werden.