Freitag, 18. Mai 2012 (03:09 Uhr)

Leiden oder Leidenschaft in der Seestraße: Die Diva ist in die Jahre gekommen

Luxus ist Programm in der Seestraße

Luxus ist Programm in der Seestraße

Wie eine eigenwillige Diva kommt die Rottacher Seestraße daher. Elegant wie eine bella macchina aus Turino oder anderswo vom Stiefel. Ihre Kurven und Buchten lassen manchen Autofahrer staunend stehen bleiben. Deshalb darf man dort auch nur ganz langsam fahren. Am liebsten hat sie es offenbar, wenn man sich auf ewig an sie erinnert. Deshalb soll man sich doch bitteschön ein Souvenir mitnehmen.

Maßanzug, exklusives Keramik oder einen Ring vielleicht. Bescheidenere kaufen ein paar Strümpfe oder ein kleines Tütchen belgische Pralinen. Und für die, die gar nicht mehr von der Diva lassen können, gibt’s auch reichlich Wohnungen im Angebot.

Die Diva ist in die Jahre gekommen

Aber wehe, wenn sie gerade ihre Launen hat. Dann ist es vorbei mit der Amore. Da kann es Ärger geben. Vielleicht ist sie inzwischen ein bisschen in die Jahre gekommen, die gute? Warum kommen die Bewunderer nicht mehr so zahlreich wie sonst? Ist der Lack matt geworden über die Jahre? Das macht zur Zeit so manchem Händler Kopfzerbrechen, denn das Geschäft lief schleppend in den vergangenen Wochen.

Max Schultes fordert mehr Unterstützung durch die Behörden

Während einige ihren Geschäftserfolg als zufriedenstellend angeben, wie Villeroy & Boch Pralinen Leysieffer oder Juwelier Rill, klagt man beispielsweise im Atelier Scherer darüber, dass die Passanten schlecht gekleidet seien und zu wenig Wert legen auf geschmackvolle Kleidung. Für Max Schultes aus der Strumpfboutique ist die Flaute ein strukturelles Problem. Er appelliert an die Behörden, sich stärker für Gewerbetreibende einzusetzen.

“Die Seestraße hat noch nie besser ausgesehen”

Vielleicht braucht sie einfach ein bisschen mehr Pflege – die Seestraße? „Einen sympathischen Eindruck erwecken“ nennt das Bürgermeister Franz Hafner. „Ich glaube, ich kann guten Gewissens behaupten, dass die Seestraße noch nie besser ausgesehen hat als zur Zeit.“ Das würden auch Rückmeldungen von Kurgästen bestätigen.

Die öffentlichen Anlagen seien vorbildlich angelegt und es gäbe ausreichend Parkplätze, sagt Hafner. Außerdem wolle der Gemeinderat in der kommenden Gemeinderatssitzung über eine kostenlose Kurzparkzeit abstimmen. „Mehr können wir nicht tun“. Dass die Händler Unterstützung bräuchten, sei ihm nicht bekannt. Hafner kann sich nicht erinnern, dass Gewerbetreibende jemals Verbesserungsvorschläge eingereicht hätten. „Wenn sie meinen, dass die Gemeinde ihnen die Leute rein trägt, dann täuschen sie sich.“ Für ihren Geschäftserfolg müssten die Händler schon selbst sorgen.

Sprich: Angebot und Werbung überdenken. Stimmt das Sortiment noch? Sollte man es verändern, verschlanken, verbreitern, vertiefen? Gute Angebote brauchen auch gute Werbung. Wenn niemand davon erfährt, helfen die besten Produkte nichts. Wenn das geschehen ist, könnte man endlich wieder richtig Gas geben.

Unternehmer sein ist nicht immer leicht

Die Diva braucht Pflege und will umworben werden. Das Beste, was man für sein Business machen kann, ist Kontakte und Beziehungen knüpfen. Ein Netzwerk macht vieles einfacher. Ein Netz aus Partnern und Kunden. Am besten solche, die einen über Jahre weg begleiten und auch bereit sind, mal zu schieben, wenn der Motor streikt. Solche, die lieber die lokalen Händler unterstützen, als in großen Handelsketten oder im Internet zu shoppen.

Pflege und Zuneigung braucht die Seestraße

Unternehmer sein ist nicht immer einfach. Das Problem ist meist nicht der eine Kunde, der gerade im Laden steht. Die Probleme entstehen schon weit vor dem Kampf um den neuen Kunden: Sei es eine kränkelnde Wirtschaftslage, mangelnde Akquise oder andere Faktoren wie Infrastruktur, Konkurrenz, aber auch vorübergehende Flauten. Bei allem Kampf ist Selbständigsein das große Privileg, seinen Arbeitsalltag selbst zu bestimmen. Eines Tages wird wieder ein neuer Auftrag kommen und ein neuer Kunde. Gerade in eine solch priviligierte Lage wie die Rottacher Seestraße. Wenn man mit voller Leidenschaft daran arbeitet.

Und das zeichnet sie schließlich aus, die Diven dieser Welt: Sie erwarten umgarnt zu werden, brauchen immer die vollste Aufmerksamkeit. Ein Nörgler wird sie nicht lange halten können. Sonst ziehen sie einfach weiter – dahin, wo sie bekommen, was sie verdienen: Bewunderung und ein stilvolles Leben.

Nichtraucher zocken nicht – Wiesseer Casino in Schwierigkeiten

Das Risiko für die Gemeinde ist groß

Die Spielbank Bad Wiessee verzeichnet einen nachhaltigen Umsatzrückgang.

Ergänzung vom 20. April / 10:00 Uhr
Rund 17 Millionen Euro Schulden belasten nach wie vor die Bad Wiesseer Gemeindekasse durch den Neubau der Spielbank. Wie man damit umgehen soll, hat in der Vergangenheit immer wieder für Streit im Gemeinderat gesorgt. Sind das richtige Schulden? Oder etwa doch nicht? Soll man die Schulden als Schulden kommunizieren oder lieber den Deckel draufhalten, um Investoren nicht abzuschrecken?

Rein faktisch sieht es so aus: Im Sinne des Gemeindehaushalts handelt es sich bei dem Sonderdarlehen für den Spielbankneubau um eine Schuld. Aus der Sichtweise von Banken sieht das aber wieder anders aus: Diese bewerten sogenannte Sonderdarlehen anders, und Bad Wiessee bleibt, trotz der theoretischen Überschuldung, weiterhin voll kreditwürdig. Die Gemeinde würde also jederzeit ein neues Millionendarlehen erhalten, falls sich die Einnahmesituation bei der Spielbank weiter verschlechtert. Bei einer reellen Überschuldung wäre das nicht der Fall.

Die offene Kommunikation von Schulden ist kritisch – vor allem gegenüber Investoren

Wie man solche „Schulden“ kommuniziert, ist mithin nicht ganz einfach: Der Risikofreudige sieht kein Problem und die Chance auf neue Kredite und Investitionen. Der Risikoscheue sieht die Gefahr der bestehenden Schulden. Bürgermeister Peter Höß gehört zur zweiten Gruppe. Er wählt den sicheren Weg und ist eher gegen neue Kredite und für Sparsamkeit.

Gegenüber Investoren für Bad Wiessee ist die offene Kommunikation einer Überschuldung allerdings wenig zielführend. Keiner investiert in ein Gebiet, das sich selbst als pleite bezeichnet.

Bei der ganzen Diskussion geht ein Aspekt auch gerne unter: Trotz der Rückgänge ist die Spielbank bisher für Bad Wiessee immer noch ein gutes Geschäft. Selbst in schlechten Jahren ist bisher nach Zahlung der Kreditraten durch die Spielbankeinnahmen immer noch ein Plus in der Gemeindekasse geblieben. Zwar keine Millionen mehr, aber draufzahlen musste man bisher auch nicht.

Ursprünglicher Artikel vom 18. April:
Mit dem Rauchverbot fing alles an. Knapp 30 Prozent Rückgang beim Bruttospielertrag verzeichnete die Wiesseer Spielbank im Jahr 2008. Das Jahr, in dem in Bayern das Rauchen verboten wurde. Seither geht es auch nicht wieder bergauf: In den vergangenen vier Jahren sank der Umsatz von 32,9 Millionen Euro im Jahr 2006 auf nicht mal mehr 20 Millionen Euro im Jahr 2010. Das sind 40 Prozent weniger. Oder direkt gesagt: 1,5 Millionen Euro weniger in der Wiesseer Gemeindekasse.

Nichtraucher zocken nicht – wenn`s nur so einfach wäre….

Die Gründe für den Rückgang an Besuchern und Spieleinsätzen einfach nur auf das noch relativ neue Nichtrauchergesetz zurückzuführen, wäre vereinfacht.

Immer noch 17,4 Mio. Euro Schulden - das Risiko für die Gemeinde ist groß

Die Konkurrenz durch private Spielhallen und Casinos ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden: Gab es 2005 noch knappe 10.000 private Spielhallen in Deutschland, waren es 2009 schon über 15.000 – der Grund ist eine Lockerung der Konzessionsvergaben im Bundesrecht. In den privaten Daddelbuden ist aber auch der Umgang mit dem Rauchen eher lax und irgendwie „geduldet“. Das lockt Kunden.

Auch die Wirtschaftskrise ist noch nicht vergessen und verdaut – da sitzt das Geld bei vielen einfach nicht mehr so locker. Glaubt man den Taxifahrern in München und im Tegernseer Tal, hat auch der Flair des Tegernseer und des Wiesseer Casinos in den vergangenen Jahren bei der Münchner Schickeria etwas eingebüßt. Das behaupten zumindest die Fahrer – und eigentlich sollten sie in dieser Hinsicht wohl den besten Überblick über den nächtlichen Spielbetrieb haben.

Was auch immer die Gründe sind, die Auswirkungen für Bad Wiessee sind dramatisch. Schon im November letzten Jahres vermeldet Bürgermeister Peter Höß auf einer Sitzung im Kurausschuss die Hiobsbotschaft: „Wir können die Seepromenade nicht so verschönern, wie vor einigen Jahren geplant. Geschweige denn das Seeforum in der Form hinstellen, wie noch vor drei Jahren vom Gemeinderat verabschiedet. Denn die Realität ist die: Durch den Rückgang in der Spielbank haben wir ganz einfach pro Jahr 1,5 Millionen Euro weniger in der Kasse. Und das müssen wir akzeptieren.“

Für die Gemeinden waren die Einnahmen fest verplant – Bäder kosten nun mal Geld

In einem Video-Interview hat Bürgermeister Höß gegenüber der Tegernseer Stimme auch darauf hingewiesen, dass seit 2008 rund drei Millionen Euro Einnahmen gegenüber den ursprünglichen Planungen in der Gemeindekasse fehlen. Das bedeutet knallhartes Sparen beim Straßenbau und im Wohnungsbau. Dringende Renovierungen und Sanierungen im Straßenbau sind direkte Opfer der rückläufigen Spielbankabgaben und liegen nach wie vor auf der langen Bank.

In der Wiesseer Spielbank hat man sich jetzt erst mal auf das Dilemma mit den nicht zockenden Nichtrauchern eingeschossen. Im vergangenen Jahr wurde für gute 200.000 Euro ein „Außenbereich“ für Raucher gebaut, der den Namen „Außenbereich“ eigentlich nicht wirklich verdient hat: ein fester Raum, in dem lediglich an drei Stellen die Fenster weggelassen wurden. Dafür ausgestattet mit Teppichboden, Flachbildschirmen und kräftigen Heizstrahlern, damit den Rauchern auch im kältesten Winter nicht kalt wird. Ökologisch mehr als fraglich und für die restlichen Gastronomen im Tal ein Schlag ins Gesicht – die bekommen oft nicht einmal die Genehmigung für einen Pavillon mit Heizstrahlern.

Man muss kein böser Mensch sein, um dem Landratsamt in Miesbach bei der Genehmigung des „Wintergartens“ zwei zugedrückte Augen zu unterstellen: Immerhin ist der Freistaat Eigentümer der Spielbanken und der eigentliche Gewinner, wenn wieder mehr Raucher zum Zocken kommen. Wenn es dem Staate nützt, findet sich schon eine Lücke im eigenen Gesetz.

Die Gastronomen im Tal finden den „Raucheraußeninnenbereich“ nicht so prickelnd

Die Direktorin der Spielbank in Bad Wiessee wollte sich gegenüber der Tegernseer Stimme zu dem Fall damals übrigens nicht äußern. Lediglich Frank Skodzinski, der Sprecher des Landratsamts in Miesbach, hat sich zu diesem Thema geäußert. Auf die Ankündigung einiger Gastronomen im Tal, gegen die Genehmigung zu klagen, erklärte er gegenüber der Tegernseer Stimme, dass „derzeit noch keine Beschwerden von irgendeiner Seite im Landratsamt eingegangen sind“.

Inzwischen ist der „Raucheraußeninnenbereich“ in Betrieb, und die Wogen haben sich etwas geglättet. Ob das Entgegenkommen den rauchenden Zockern wirklich wieder zurück in die Wiesseer Spielbank zieht? Auch ob es wirklich dem Umsatz hilft, muss erst mal abgewartet werden. Der Gemeindekasse wäre es zu wünschen. Dem ein oder anderen Autofahrer, Mieter und Seepromenadenbesucher auch.

Leserstimme zur Radl-Diskussion: “Militante Fahrradgegner in Bad Wiessee”

In diesem Bereich der Seepromenade wird radeln testweise möglich sein. Weiter vorne ist es verboten.

Uns hat heute eine Leserstimme zum Thema Radeln am Tegernsee erreicht. Kein Tourist sondern ein Einheimischer beschreibt darin sehr anschaulich seine jüngsten Erfahrungen im Einzugsgebiet der Wiesseer Seepromenade. Übrigens nicht das erste Mal, dass uns solche Meldungen erreichen. So lange jedoch ein kleiner Teil des Gemeinderates sich damit brüstet seit 15 Jahren Fahrradfahren an bestimmten Stellen in Bad Wiessee erfolgreich zu verhindern. So lange wird es diese Erfahrungen auch weiterhin geben:

Von Stefan Niedermaier
Dass unser Tal ein Ort wird an dem sich Radler zu Hause fühlen, daran arbeiten viele. Nicht erst seit dies auf dem Masterplan für unseren Tourismus im Landkreis steht helfe auch ich mit viel Engagement und Ehrenamt seit Jahren mit, meine Leidenschaft, das Radfahren unserem Tal näher zubringen. Doch was mir am Samstag in Bad Wiessee wiederfahren ist, stellt jegliche Arbeit für unser Tal aus touristischer Sicht in Frage.

Wie bekannt, haben es unsere Talgemeinden ja nicht geschafft einen Radweg um den See anzulegen. Es gibt zwar etliche Meter, doch diese werden spätestens bei den Nadelöhren in Tegernsee-Süd nach Rottach, Gmund, Bad Wiessee und Tegernsee gekappt – und selbst wenn sich die Stadt Tegernsee ins Zeug legt um sich zu verschönern, vergisst man dieses Klientel sang und klanglos: Sportler, Familien, Schulkinder, Senioren …

Als ich mit Frau und Kindern am Wochenende von Rottach nach Bad Wiessee fuhr. Also zwei Erwachsene, ein Baby im Anhänger, unsere beiden Burschen mit vier und acht Jahren jeweils selbst auf dem Rad, ahnten wir nichts böses.

Am Ringsee rechts ab Richtung Abwinkel, von dort aus nach Alt Wiessee (alles Radweg) – unsere letzten Meter verliefen Richtung Terrassenhof. Mit einer Geschwindigkeit von knapp 8km/h und gebrieften defensiv und gesittet in Reihe fahrenden Kindern beschloss ich die für Radfahrer verbotenen rund 300 Meter durch die fast menschenleere Kurpromenade der Bundesstraße und Adrian-Stoop-Straße vorzuziehen. Langsam, freundlich und stets bremsbereit fuhr unsere Familie durch die Anlage. Alle Passanten und Urlauber grüßten uns freundlich und hatten keinerlei Probleme mit der Radtruppe – aber ich hatte nicht mit militanten Einheimischen hinter den Büschen am See gerechnet.

Schon aus 20 Meter gab mir ein älterer Herr vehement kopfschüttelnd seine Grundhaltung gegenüber uns Gesetzesbrechern kund. Aus näherer Distanz gab er in gepflegter Wortwahl zum Besten, was ich keinem Urlauber wünsche. Als er mir zu verstehen gab, die Polizei per Notfallhandy zu alarmieren, pflichtete ich ihm bei, falls dies seine Lebensaufgabe ist und fuhr meiner Familie zu Liebe weiter. Ich lachte noch, als ich mir den eingehenden Anruf bei der Polizei bildlich vorstellte, und mit einer Straßensperre rechnete, doch was ich heute erfuhr, war letztendlich der Anlass für meinen Leserbrief.

Kurz vor unserem Ziel, kamen uns zwei befreundete Hoteliers aus Bad Wiessee, kommunal sehr aktiv, mit ihrem vierjährigen Sohn/Enkel und dessen kleinem Bruder im Nachläufer entgegen. Da sich auch diese in verbotenem Gebiet bewegten, erschien mir unser Gesetzesübertritt marginal. Doch weit gefehlt, der Notruf wurde tatsächlich ernstgenommen, und die herbeigeeilte Politesse nahm sich unsere Wiesseer Freunde zur Brust, was einen lautstarken Ausgang gehabt haben muss.

Solange wir noch solche weltfremden Gastgeber und Hüter des Rechts unter uns haben, sollten wir jegliches touristische Engagement, Farbprospekte, Gütesiegel, Schulungen, Messen und sonstige Ausgaben gegen einen Rückläufigen Tourismus in Frage stellen.

Bürokratismus scheint immer noch stärker zu sein als gesunder Menschenverstand und der Schutz unserer Kinder.

Erweiterung des Margarethenhofs – großes Gesundheitszentrum wahrscheinlich

Links gehts weiter nach oben in Richtung Hotel Margarethenhof. Rechts ist der Gemeindebereich Steinberg. Mittendurch läuft der öffentliche Weg in Richtung Marienstein.

Ergänzung vom 10. April / 19:58 Uhr
Nachdem im letzten Juli (siehe ursprünglicher Artikel vom 25. Juli) die Pläne für die Margarethenhof-Erweiterung noch am Veto des Gmunder Gemeinderates gescheitert waren, startet nun der neue Besitzer einen erneuten Anlauf.

Christian Harisch hatte den Golfplatz und das Golfhotel kurz nach der Absage im August letzten Jahres vom Vorbesitzer erworben. Und auch damals gab es Gerüchte, dass er das Anwesen nicht in der bestehenden Form belassen möchte. Eine Vergrößerung, ein Neubau oder eine Erweiterung des Golfplatzes stand im Raum. Und jetzt wird langsam klarer, was Harrisch mit dem Margarethenhof vor hat.

Auf der nächsten Gemeinderatssitzung in Waakirchen am 12. April um 19 Uhr wird der neue Eigentümer die Pläne präsentieren. Voraussichtlich persönlich. Und es darf spekuliert werden, was die geplante Änderung des Gebietes von “Sondergebiet Golf” zu “Sondergebiet Golf/Gesundheit” konkret bedeutet. Wahrscheinlich ist eine ähnliche Positionierung wie der Innsbrucker Lanserhof, der unter anderem Harrisch gehört. Und damit ein Gesundheitszentrum mit angeschlossenem Golfplatz. So eine große Investition wäre auch für Waakirchen eine interessante Sache. Denn daran hängen nicht nur eine Menge potentieller Arbeitsplätze.

Wie es damit weitergeht werden wir dann am 12. April im Waakirchener Rathaus hören und sehen.

Ursprünglicher Artikel vom 25. Juli:
Der Gmunder Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung einstimmig gegen eine Erweiterung des Golfplatzes in Richtung Steinberg ausgesprochen. Warum die Art der Entscheidungsfindung, trotz anschließender Einstimmigkeit, unserer Meinung nach nicht 100% in Ordnung war, beleuchten wir in diesem Artikel.

Ausgangspunkt:
Der Betreiber, die GAT Golf am Tegernsee Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, hatte einen Erweiterungsantrag für vier Golfbahnen von Loch 12 bis 15 gestellt. Zu den vier Bahnen hätte ein drei Meter tiefer Teich als spieltechnisches Element sowie als ökologischer Ausgleich für Gelände-Modellierungen, Drainagen, Abgrabungen und Aufschüttungen gebaut werden sollen. Dies hätte eine Erweiterung auf Gmunder Gemeindegebiet und somit in Richtung Steinberg bedeutet. Insgesamt 12,5 Hektar Land. Umzuwandeln von einer landwirtschaftlichen Fläche in ein sogenanntes Sondergebiet Golf.

Der Plan zeigt die neuen Plätze. Links oben sind bestehende Golfbahnen. Links gehts auch weiter in Richtung Hotel Margarethenhof. Rechts ist der Gemeindebereich Steinberg. Mittendurch läuft der öffentliche Weg in Richtung Marienstein.

Die landwirtschaftlichen Flächen gehören übrigens Gmunder und Bad Wiesseer Landwirten. Mit diesen hatten die Verantwortlichen aber laut eigener Aussage bereits gesprochen und ein grundsätzliches Einverständnis erzielt.

Die Gründe des Betreibers:

Der Betreiber hatte vor einem Jahr gewechselt. Nach dem neuen Konzept sollte der Platz damit einfacher werden. Das Gelände ist nämlich für einige Golfspieler zu anspruchsvoll, da die Steigungen relativ ausgeprägt sind. Scheinbar gab es aus dem Grund auch Kündigungen von einigen Mitgliedern. Das Ziel der Erweiterung wäre also gewesen bestehende Mitglieder zu binden und neue Gastspieler anzulocken.

Gründe für die Ablehnung des Gemeinderates:
Der Hauptgrund lag darin, dass der Bürgermeister relativ schnell deutlich machte, dass die betreffenden Landwirte, entgegen der Aussage des Betreibers, nicht mitmachen möchten. Und diesen Ärger will man sich ersparen. Hier mal beispielhaft die entscheidenden Aussagen in der anschließenden Diskussion

Es bringt uns als Gemeinde nichts, außer Ärger mit den Bauern.
(Georg von Preysing, CSU)

Die Landwirte haben bisher nicht zugestimmt und sind mit den Plänen auch nicht einverstanden.
(Georg von Preysing, CSU)

Keiner will die Erweiterung!
(Herbert Kotzemko, CSU)

Die Landschaftsveränderung wäre gravierend, das passt nicht.
(Johann Huber, CSU)


Unsere Meinung:

Es ist ein Golfplatz. Insofern ist die Entscheidung politisch nachvollziehbar. Der möglichen Erweiterung wird, bis auf den neuen Betreiber, erstmal keiner nachweinen.

Aber auch ein Golfplatz ist ein Teil der touristischen Infrastruktur. Und da man vor 25 Jahren den Platz bereits genehmigt hat, hätte man bei der jetzigen Entscheidungsfindung etwas gründlicher vorgehen können.

Denn so mir nichts, dir nichts auf Basis einer knappen Aussage vom Bürgermeister eine mögliche Zukunftsfähigkeit des Golfplatzes in Frage zu stellen, ist nicht professionell. Hat einer von den Gemeinderäten mit den Landwirten gesprochen? Wieviele Landwirte, mit denen von Preysing gesprochen hat, waren wirklich dagegen? Und was bedeutet dagegen? Das sind alles Fragen, die nicht gestellt wurden. Es erschien dem Gremium in dem Moment opportun und das einfachste gegen eine Erweiterung zu stimmen.

Schade, dass die Verantwortlichen mit Firmen – auch wenn Sie noch nicht Gewerbesteuer in Gmund zahlen – in dieser Form umgehen. Aber das hat uns ja schon beim Gut Kaltenbrunn dahin gebracht, wo wir heute stehen: Ein verwaister Biergarten, ein unbewirtschaftetes Strandbad und ein Gut, dass langsam zerfällt.

ATS und TTT vereint im Haus des Gastes

Ins Dachgeschoss des Haus des Gastes zieht die ATS / Quelle: Rolf Kaul

Die Alpenregion Schliersee zieht endgültig zur Tegernseer Tal Tourismus GmbH ins Tegernseer Haus des Gastes. Kein Aprilscherz, sondern Fakt. Heute am 01. April war es soweit. Die Touristiker sind damit vereint und können nun geballt die Leitprojekte des Masterplans für den Landkreis Miesbach verwirklichen.

Leider ist der Umbau im Dachgeschoss des Haus des Gastes noch nicht fertig. Insofern wird es zeitweise ein wenig Eng bei der TTT. Die Mannschaft um Sabine Floßmann, Geschäftsführerin der ATS wird sich für den Zeitraum von 4-6 Wochen sozusagen auf dem Schoss von Georg Overs` Truppe platzieren müssen. Eine gute Möglichkeit sich untereinander noch besser kennenzulernen.

Doch auch danach dürfte es eher Eng bleiben. Alleine für die Umsetzung des Masterplans Tourismus wurden vier bis Ende 2014 befristete Stellen ausgeschrieben. Zwei Produktmanager, einen Entwicklungsbetreuer sowie einen Vertriebsmanager wollen die Touristiker einstellen. Deren Hauptaufgabe soll es dann sein, die Leitprojekte des Masterplans professionell und vor allem schnell anzugehen.

Spätestens 2015 soll es dann mit dem Probelauf unter einem Dach vorbei sein. Dann werden die TTT und die ATS, so der Plan tatsächlich umgesetzt werden kann, zu einer Organisation verschmelzen.

Sabine Floßmann mit zwei Mitarbeitern von der ATS beim Auszug aus den alten Büroräumen

Bildernachweis:
Rolf Kaul
ATS

Seesteg Tegernsee: Entscheidendes Gerichtsurteil rückt näher

LRA Genehmigung

Der beliebte Seeuferweg zum Cafe Seehaus in Tegernsee / Aufnahme: mein-tegernsee.de

Sechste Ergänzung vom 24. März / 21:59 Uhr
Langsam wird`s etwas unübersichtlich in diesem Beitrag. Aber so passt`s wenigstens mittlerweile zum gesamten Thema Seesteg: Wer klagt? Was hat Bürgermeister Janssen vor? Wann wird verhandelt und worüber überhaupt? Kommt es eventuell sogar zu einem Bürgerbegehren?

Wir versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Wer trotzdem einen gesamten Überblick über das Thema bekommen möchte, sollte sich die Zeit nehmen und den Artikel bis August letzten Jahres komplett lesen. Viel Erfolg!

Worum geht`s? Um den Steg zwischen Länd und Macke-Anlage. Etwa 200 Meter lang. Und umstritten.

Was spricht dagegen? Einerseits soll er an den Grundstücken der Anlieger vorbeiführen und andererseits den Uferbereich “verschandeln”. Prominentester Gegner ist Finanzminister Fahrenschon, dem auch die Bayrische Seenverwaltung untergeordnet ist, der wiederrum der Tegernsee “gehört”.

Was spricht dafür? Die Mehrheit des Stadtrates sieht darin eine Verbesserung der Situation vor Ort. Die Gäste können am Wasser flanieren und müssen nicht wie bisher an der vielbefahrenen Hauptstraße laufen.

Wer klagt? Drei Seeanlieger und das Herzogliche Brauhaus, dem der Gasthof Guggemoos gehört. Vor dem Münchner Verwaltungsgericht. Die Verhandlung darüber findet am 12. April statt.

Was sagt Bürgermeister Janssen? Gegenüber dem Merkur zeigt sich Janssen betont zuversichtlich. Sein Argument: Auch der mittlerweile sehr beliebte und voll integrierte Seesteg zwischen Länd und Rathaus wurde erst vor Gericht freigegeben. Zugunsten der Stadt.

Was sagen die Kläger bzw. ihr Anwalt? “Es bestehen unzumutbare Lärmeinwirkungen sowie gleichermaßen unzumutbare Einblickmöglichkeiten in die Gebäude unserer Mandanten”. Kläger-Anwalt Fabian Gerster zeigt sich ebenfalls sehr zuversichtlich, dass das Gericht der Argumentation folgt.

Und was sagt die Seenverwaltung bzw. Georg Fahrenschon? Nichts. Abwarten und je nach Ausgang des Gerichtsverfahrens entscheiden.

Und da es vor Gericht bekanntlich wie auf hoher See ist, entscheidet Gottes Hand. Sprich: Nichts genaues weiß man jetzt. Und das gilt auch für ein mögliches Bürgerbegehren.

Peter Janssen ist zuversichtlich für den Ausgang des Rechtsstreits

Fünfte Ergänzung vom 01. Dezember / 13:09 Uhr
Das Verwaltungsgericht München hat eine Stellungnahme der Stadt Tegernsee für den Bau des Seestegs gefordert. Dabei geht es um die möglichen Argumente für den Steg – aus Sicht der Stadt.

Der Schriftsatz wird gerade im Rathaus erstellt und soll “noch im Dezember oder spätestens im Januar das Rathaus verlassen” so Bürgermeister Peter Janssen in einem kurzen Statement.

Janssen rechnet dabei mit einem Verhandlungsbeginn vor dem Verwaltungsgericht München im ersten Quartal des nächsten Jahres.

Ob auch die Gegenseite, zu der auch das Herzogliche Brauhaus Tegernsee gehört, eine solche Stellungnahme abgegeben hat oder noch abgeben wird, haben wir noch nicht ermitteln können. Aber wir bleiben dran.

Vierte Ergänzung vom 03. November / 06:19 Uhr mit der Überschrift “Seesteg Tegernsee: Bürgermeister Janssen mit Rückzieher – Anwohner feiern ersten Teilerfolg”:
Tegernsees Bürgermeister Peter Janssen verliert die erste Schlacht um einen schnellen Baubeginn des Seestegs gegen die klagenden Steg-Anlieger. Dabei kommt er einer drohenden negativen Entscheidung des Münchner Verwaltungsgerichts zuvor, vor dem die Anwohner inklusive Tegernseer Brauhaus zuletzt eine Klage auf sofortigen Stopp des Baubeginns eingereicht hatten.

Falls das Gericht diesem Antrag nachgekommen wäre, hätte es eventuell der Seenverwaltung ein Argument an die Hand gegeben, sich in der Sache Seesteg gegen die Stadt Tegernsee stellen zu können. Es ist ja bekannt, dass die Seenverwaltung an sich eher gegen den Bau ist. Dabei haben auch die wiederholten Beschuldigungen des 2. Bürgermeisters Anton Staudacher gegen die Verwaltung und vor allem gegen deren obersten Leiter Georg Fahrenschon nicht gerade für Entspannung gesorgt.

Der jetzige Zug von Bürgermeister Janssen ist somit weitsichtig und nicht unintelligent. Seine Bitte, die Erlaubnis des Landratsamtes Miesbach (siehe Schreiben des Landratsamtes vom 27. Juli) zurückzunehmen ist zwar als klares Eingeständnis einer ersten Niederlage zu werten. In der Hauptsache (der Klage gegen den Seesteg) ist er jedoch erstmal einer ernsthaften Bedrohung durch eine eventuelle finale Entscheidung der Seenverwaltung entgangen.

Daraus eine erste Tendenz für die endgültige Entscheidung des Verwaltungsgericht im eigentlichen Hauptverfahren, welches in einigen Monaten erwartet wird, abzuleiten, wäre jedoch verfrüht. Denn im Endeffekt ändert sich an der Ausgangslage nichts. Aus Sicht von Peter Janssen muss es also heißen:

Die Schlacht verloren, den Krieg noch lange nicht!

Dritte Ergänzung vom 28. August / 07:18 Uhr:
Nicht nur die Seenverwaltung ist unglücklich über den geplanten Seesteg und möchte eventuell gegen den Bau klagen. Auch die Anwohner haben jetzt gegen den Bescheid des Landratsamtes Miesbach (hier als PDF zum runterladen / Erklärungen siehe weiter unten im ursprünglichen Artikel) Klage eingereicht. Darunter sind nicht nur Anlieger sondern auch das Tegernseer Brauhaus, dem das Hotel Guggemoos gehört und welches von Anfang an gegen den Bau war, da der Steg Ihrer Meinung nach die Suche nach einem Investor für das leerstehende Haus erschwert.

Allerdings wurde die Baugenehmigung vom Landratsamt Miesbach als “sofort vollziehbar” gezeichnet. Das bedeutet, dass etwaige Klagen gegen den Steg nicht automatisch eine aufschiebende Wirkung haben. Der Antrag auf sofortigen Vollzug wurde von der Stadt Tegernsee am 22. Juni 2010 beantragt:

Mit Schreiben vom 22.6.2010 hat die Stadt Tegernsee Antrag auf sofortige Vollziehung gestellt und diesen folgendermaßen begründet: Das Vorhaben verletze keine subjektiv-öffentlichen Rechte der Anlieger; ihre angekündigten Klagen haben keine erkennbaren Erfolgsaussichten, würden aber das Vorhaben verzögern und unangemessene Nachteile für die Stadt Tegernsee und die Allgemeinheit auslösen. Bei der seinerzeitigen wasserrechtlichen Genehmigung des Steges Rathaus-Länd mit weitgehend gleicher Sachlage habe das Landratsamt Miesbach dem Antrag auf Sofortvollzug bereits entsprochen.

Das wurde so vom Landratsamt übernommen und dem Antrag mit folgender Begründung stattgegeben:

Der Antrag auf Sofortvollzug ist nach Ansicht des Landratsamtes Miesbach hinreichend und schlüssig begründet. Die sofortige Vollziehung des Genehmigungsbescheides ist nach Auffassung des Landratsamts geboten, da bei der im Rahmen einer Entscheidung nach § 80 Abs. 2 Nr. 4 VwGO anzustellenden Abwägung aller im konkreten Fall betroffenen öffentlichen und privaten Interessen das Interesse der Antragstellerin an der Durchführung der Bauarbeiten das Aufschubinteresse möglicher Kläger überwiegt.

Diese Bestimmung möchten die Kläger jetzt für ungültig erklären lassen und haben deshalb beim Münchner Landgericht beantragt, dass der Bau so lange ausgesetzt wird, bis über Ihre Klagen entschieden wurde. Wie realistisch das ist, kann derzeit jedoch niemand sagen.

Zweite Ergänzung vom 16. August / 16:52 Uhr:
Die Stimmung zwischen der Stadt Tegernsee und der staatlichen Schlösser und Seenverwaltung ist weiterhin aufgeheizt. Zwar wollte man uns gegenüber die Ausschweifungen von Vize-Bürgermeister Staudacher nicht direkt Kommentieren. Der Sprecher Dr. Jan Björn Potthast machte aber klar, dass man mit dem Vorgehen der Stadt Tegernsee bei der kompletten Stegplanung nicht einverstanden ist: “Wir wurden von Anfang an zu wenig einbezogen. Darüber sind wir überhaupt nicht glücklich”, sagt er.

Potthast machte nochmal deutlich, dass sich die Position in der Seenverwaltung nicht geändert hat. “Wir warten jetzt die Widerspruchsfrist auf den Bescheid aus dem Landratsamt ab und werden dann uns weiteres Vorgehen besprechen. Das letzte Wort in der Sache ist mit Sicherheit noch nicht gesprochen.”

Die rechtliche Situation beim Seesteg ist dagegen nicht ganz einfach: Drei Stellen sprechen hier gegeneinander. Das Landratsamt Miesbach als Genehmigungsbehörde, die Stadt Tegernsee mit der Planungshoheit und die Seenverwaltung als Grundeigentümer. In der Seenverwaltung geht man davon aus, dass ohne ihre Zustimmung als Grundeigentümer eine Realisierung des Stegs nicht möglich ist – Baugenehmigung hin oder her. Die endgültige Prüfung der Rechtslage will man allerdings in den nächsten Wochen vornehmen – und so wie es sich momentan anhört, ist man dann auch zu weiteren Schritten, bis hin zur Klage gegen den Stegbau, durchaus bereit.

Fortsetzung folgt…

Ergänzung vom 09. August / 15:15 Uhr:
Die Genehmigung vom Landratsamt Miesbach für den Bau des Seesteges ist zwar inzwischen da, aber gebaut werden darf deshalb noch lange nicht. Ein Anruf bei der staatlichen Schlösser und Seenverwaltung hat es nochmal unmissverständlich klar gemacht:
“Wir haben unsere Position nicht geändert” sagt Pressesprecher Dr. Jan Björn Potthast und betont weiter: “Wir sind grundsätzlich gegen den Steg, wegen der Eingriffe in das Landschaftsbild”.

Wie die Sache rechtlich weiterlaufen wird, konnte man uns zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen. Man ist sich in der Seenverwaltung allerdings in einem sicher: Ohne ihre Zustimmung passiert in Tegernsee erst einmal gar nichts. Die Seenverwaltung ist defakto Eigentümer des Tegernsees und hat beim Thema Seesteg das absolute Vetorecht.

Warum Bürgermeister Janssen die klare und unmissverständliche Meinung aus der Seenverwaltung aber immer wieder runterspielt und ignoriert ist uns allerdings ein Rätsel. Janssen sagte uns gegenüber noch vor wenigen Tagen:
“Ich bin sehr zuversichtlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach den Prüfungen noch Einwände bestehen” und weiter “Ich glaube nicht daran, dass die Seenverwaltung nicht zustimmt.”

Dass der Bürgermeister nicht an etwas glaubt, das uns einen Fünf-Minuten-Anruf gekostet hat um absolute Gewissheit zu haben, ist gelinde gesagt verwunderlich.

Fazit: Genehmigung aus Miesbach ist da. Aber die Realisierung steht nach wie vor in den Sternen…

Ursprünglicher Artikel vom 06. August / 00:14 Uhr:
Das Landratsamt Miesbach hat mit Datum vom 27. Juli 2010 die Wasser- und Bodenschutzrechtliche Genehmigung für den Bau des Seesteges in Tegernsee erteilt. Einfacher ausgedrückt, ist das die Baugenehmigung für den Seesteg. In dem 27-seitigen Dokument sind alle Einwände und Begründungen des Landratsamtes aufgeführt. Außerdem wurde die Baugenehmigung vom Landratsamt Miesbach als “sofort vollziehbar” gezeichnet. Das bedeutet, dass etwaige Klagen gegen den Steg nicht automatisch eine aufschiebende Wirkung haben. Der Antrag auf sofortigen Vollzug wurde von der Stadt Tegernsee am 22. Juni 2010 beantragt:

Mit Schreiben vom 22.6.2010 hat die Stadt Tegernsee Antrag auf sofortige Vollziehung gestellt und diesen folgendermaßen begründet: Das Vorhaben verletze keine subjektiv-öffentlichen Rechte der Anlieger; ihre angekündigten Klagen haben keine erkennbaren Erfolgsaussichten, würden aber das Vorhaben verzögern und unangemessene Nachteile für die Stadt Tegernsee und die Allgemeinheit auslösen. Bei der seinerzeitigen wasserrechtlichen Genehmigung des Steges Rathaus-Länd mit weitgehend gleicher Sachlage habe das Landratsamt Miesbach dem Antrag auf Sofortvollzug bereits entsprochen.

Das wurde so vom Landratsamt übernommen und dem Antrag mit folgender Begründung stattgegeben:

Der Antrag auf Sofortvollzug ist nach Ansicht des Landratsamtes Miesbach hinreichend und schlüssig begründet. Die sofortige Vollziehung des Genehmigungsbescheides ist nach Auffassung des Landratsamts geboten, da bei der im Rahmen einer Entscheidung nach § 80 Abs. 2 Nr. 4 VwGO anzustellenden Abwägung aller im konkreten Fall betroffenen öffentlichen und privaten Interessen das Interesse der Antragstellerin an der Durchführung der Bauarbeiten das Aufschubinteresse möglicher Kläger überwiegt.

Das bedeutet, dass versucht wird, dem Klageweg von vornherein einen Riegel vorzuschieben. Man möchte vermeiden, dass der Bau zum Seesteg in einem jahrelangen Prozesswirrwar endet, dessen Ausgang ungewiss wäre und die Kosten enorm in die Höhe schnellen lassen würde. Der Staat sitzt da einfach am längeren Hebel und kann das für sich so durchsetzen.

Interessant sind aber auch noch einige andere Punkte in dem Dokument. So ist zum Beispiel die Stellungnahme der Staatlichen Schlösser und Seenverwaltung (SSV) sehr aufschlussreich. Immerhin ist es genau diese Behörde, die jetzt noch als letzte ihr OK geben muss, damit der Bau auch wirklich anfangen kann. (Dazu ist vielleicht noch zu sagen, dass Bürgermeister Janssen bei einem Telefonat vor einigen Tagen noch den Eindruck erweckt hat, dass ein Widerspruch der Seenverwaltung unwahrscheinlich bis ausgeschlossen ist). Im Wortlaut liest sich die Stellungnahme dagegen etwas anders:

Die Bayer. Schlösser- und Seenverwaltung nahm zu dem geplanten Vorhaben ausführlich Stellung. Es wurde auf betroffene Seenutzungen durch Einbauten (Stege, Bootsverleih) verwiesen. Außerdem wurden Bedenken geäußert, dass der geplante Steg (BA III) vor der landschaftlichen Kulisse eine ausgeprägte optische Barriere-Wirkung entfalten wird. Diese harte „Kante“ im Landschaftsbild würde besonders dort störend ins Auge fallen, wo der Steg frei in der Seefläche verlaufen soll und somit beidseitig mit einem Geländer versehen werden muss. Das Abrücken der Stegtrasse von der Uferkante hätte zudem die Folge, dass zwischen Steg und Ufer unschöne „Restwasserflächen“ entstehen. Ein weiterer negativer Aspekt ergibt sich im Zusammenhang mit den zwei bereits ausgeführten je 70 m langen Steganlagen, die sich in additiver Wirkung mit dem geplanten 195 m langen Stegabschnitt, zu einem beinahe durchgehenden, 335 m langen optischen Riegel zusammenschließen würden. Es wurde festgehalten, dass das natürliche Landschaftsbild durch das Vorhaben im Zusammenwirken mit den bereits bestehenden Steganlagen dauerhaft und einschneidend verändert würde. An die Stelle des typischen lockeren Wechsels von natürlichen Uferabschnitten, Uferbefestigungen, Bootshäusern und ans Wasser gebauten Wohnhäusern würde eine technoide einheitliche Horizontale treten, die das Landschaftsbild aufs Schwerste beeinträchtigen würde. Nach Auffassung der SSV lassen sich nach der Rechtsprechung künstliche Veränderungen der natürlichen Eigenart des Landschaftsbildes nicht pauschal mit Art. 141 BV rechtfertigen.

Es gibt aber von vielen Behörden auch wirklich keine Einwände gegen den Seesteg. So hat der Denkmalschutz inzwischen nur wenige Bedenken und stimmt der Baumaßnahme weitestgehend zu. Die Schiffahrt hat keine Befürchtungen und die Fischerei sieht sogar Vorteile im Steg:

Dem Vorhaben wurde unter Auflagen grundsätzlich zugestimmt. Es wurde festgestellt, dass das den Tegernsee umgebende Ufer bereits soweit denaturiert ist, dass die Errichtung eines Steges der vorliegenden Art keine wesentliche Verschlechterung der bestehenden, bereits als dürftig zu bezeichnenden Situation ist. Vielmehr wurde konstatiert, dass der Überbau eines Litoralabschnittes Fischeinstand- und -unterstandsmöglichkeiten schafft, die früher durch Baum- und Buschbestand gegeben waren, aber nun zur Gänze fehlen.

Viel mehr Informationen gibt es natürlich noch auf den 27 Seiten des Dokuments. Da stehen noch die Stellungnahmen der Grundstückseigentümer und natürlich die exakte Auflistung unter welchen Auflagen der Steg jetzt genehmigt wurde. Wie sich die Staatliche Schlösser und Seenverwaltung, bzw. Minister Fahrenschon als faktischer Eigentümer des Tegernseer endgültig entscheiden werden, weiß einfach noch niemand.

Und die Meinung von Minister Georg Fahrenschon und Ministerpräsident Horst Seehofer zu dem ganzen Thema, haben wir bereits in älteren Artikeln und Dokumenten dargelegt.

ATS zieht zur TTT nach Tegernsee – Komplette Fusion für 2015 geplant

Das Haus des Gastes in Tegernsee / Quelle: Rolf Kaul

Das Haus des Gastes in Tegernsee / Quelle: Rolf Kaul

Ergänzung vom 01. März / 19:28 Uhr
Wie die ATS (Alpenregion Tegernsee Schliersee) heute meldet, ist der gemeinsame Standort zusammen mit der TTT (Tegernseer Tal Tourismus) unter einem Dach in greifbarer Nähe. Wie geplant wird die räumliche Fusion zum 01. April durchgeführt und die ATS bezieht die Räume im Dachgeschoss des Tegernseer Haus des Gastes.

Aber auch die rechtliche Fusion in eine einzige Tourismusorganisation ist weiterhin geplant und soll zum 1. Januar 2015 vollzogen werden. Das bedeutet spätestens in 4 Jahren geht die TTT als rechtliche Einheit in eine neue Organisation auf, die sich dann um touristische Vermarktung der kompletten Alpenregion kümmern wird. Und in dieser soll die dann die Marke „Der Tegernsee“ als Premium-Segment mit den Schwerpunkten Genuss, Gesundheit & Lebensart am Markt auftreten.

Ziel ist es, bis Ende 2014 für alle 17 Städte und Gemeinden im Landkreis Miesbach eine zentrale Leitungsorganisation mit spezialisierten Fachabteilungen und dezentralen Tourist-Informationen sowie eine langfristige Entwicklungsplanung mit Erfolgskontrolle zu schaffen um den nationalen und internationalen Markt wirkungsvoller bearbeiten zu können. Mit gebündelten Kräften und Budgets werden Gemeinsamkeiten der Region betont und Unterschiede zur Profilbildung der einzelnen Städte und Gemeinden herausgestellt.

Ursprünglicher Artikel vom 09. Dezember mit der Überschrift: “Kirchturmpolitik “weiter gedacht” – gehört die TTT nach Tegernsee oder Bad Wiessee?”
“Ist doch vollkommen wurscht, wo die blöde TTT sitzt” so die Meinung von Josef Brenner (CSU), mit der er in der heutigen Wiesseer Gemeinderatssitzung einerseits viel Beifall und Gelächter erntete, andererseits aber in seiner Fraktion ziemlich alleine stand.

Denn die Meinung seiner Fraktionskollegen, angeführt vom CSU-Sprecher Hartwig Bayerschmidt und Kurt Sareiter war eine andere: Die TTT – oder zumindest ein Teil davon – muss nach Bad Wiessee. Das würde die Bedeutung der Gemeinde als touristischen Pol im Tegernseer Tal wiederspiegeln.

Oder um es mit den Worten von Gemeinderat Bayerschmidt zu sagen:

Die TTT in Tegernsee platzt aus allen Nähten. Mein Wunsch wäre, dass bei einer Erweiterung ein Teil der TTT nach Bad Wiessee kommt. Wir haben hier die meisten Übernachtungen und sind der blühende Pol im Tegernseer Tal. Und das sollte man schon berücksichtigen bei einer Gemeinde die bisher zu kurz gekommen ist.

TTT-Chef Georg Overs erteilte den Plänen nicht nur eine klare Abfuhr (“wir planen keine Erweiterung der Büroräumlichkeiten und werden auch kein neues Personal einstellen”) sondern wies auch auf den geplanten Zuzug der ATS (Alpenregion Tegernsee Schliersee) nach Tegernsee hin.

Erst auf der letzten Tegernseer Stadtratsitzung war das Thema behandelt worden. Ganz konkret zieht die ATS im nächsten Jahr in das Dachgeschoss des Haus des Gastes und damit zur TTT. Langfristig ist ja auch eine Zusammenführung der beiden Organisationen geplant. Das kommt zwar erst 2014. Aber die umfangreichen Diskussionen zu Masterplan Tourismus (werden wir noch ausführlich und kritisch darstellen) und der Zuzug der ATS sind natürlich als erste Vorboten der Zusammenlegung zu werten. Das Ziel dabei: Ein landkreisweiter Tourismus-Ansatz, der nicht in den jeweiligen Tälern und schon gar nicht an den Gemeindegrenzen halt macht.

Das hinderte aber Kurt Sareiter nicht auch nochmal seine Sicht der Dinge klarzumachen:

Die TTT könnte ins Wiesseer Kuramt. Da ist genügend Platz und wir haben ausreichend Parkplätze. Also ich plädiere für die Lösung Wiessee. Nicht nur weil es für uns besser wär.

Woraufhin Josef Brenner mit seiner eingangs erwähnten Wortmeldung vehement betonte, dass man sich nicht wieder zurück entwickeln darf. “Wir müssen uns als Tal sehen. Und wenn wir schon bei einem Kampf um diese blöde TTT so daher argumentieren, dann weiß ich nicht wie wir das gemeinsam schaffen wollen.”

Quelle der Abbildung: Rolf Kaul

Bauen in Tegernsee: Lidl-Wohnungen vergeben – Bezug zum 01. März steht

Lidl-Wohnungen in Tegernsee-Süd / Aufnahme: Archiv

Dritte Ergänzung vom 10. Januar / 11:07 Uhr
Wie uns das Tegernseer Rathaus gerade telefonisch mitgeteilt hat werden die Lidl-Wohnungen, die in Tegernsee die dringend benötigte Lücke zwischen Sozialwohnungen und dem immens teuren freien Wohnungsmarkt schließen sollen, zum 01. März von den neuen Mietern bezogen.

Damit sind alle Wohnungen vergeben. Die Mietverträge unterschrieben. Und die Stadt konnte ihr Vorschlagsrecht bei der Vergabe der Wohnungen komplett durchbringen.

Und bei einem Preis von 6,50 Euro abzüglich 10% pro Kind im Haushalt sind die Wohnungen preislich gesehen mehr als familienfreundlich.
Die Ziele gerecht und familienfreundlich hatte der Stadtrat übrigens auch bei der Definition der Kriterien für das Punktesystem (siehe Artikel weiter unten) zur Vergabe der Wohnungen ausgegeben.

Zweite Ergänzung vom 28. Oktober / 09:24 Uhr
Die Lidl-Wohnungen sind bald bezugsfertig. Und somit geht es auch in den “Endspurt” bei der Wohnungsvergabe. Vorgestern wurden deshalb im Tegernseer Stadtrat die Ergebnisse aus der letzten nicht-öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses vom 19. September vorgestellt.

Dabei ging es hauptsächlich um die Vergabepraxis. Der Stadtrat hatte das Ziel vorgegeben die Wohnungen so gerecht wie nur möglich zu vergeben.
Die Lösung: Ein Punktesystem auf Basis diverser Kriterien. Daraufhin hat der Verwaltungsausschuss das folgende, von Peter Janssen vorgetragene, Auswahlverfahren abgesegnet:

1. Die eingegangenen Bewerbungen werden nach den gewünschten Wohnungsgrößen
(3-, 4-, 5-Zimmer, gegebenenfalls alternativ) unterteilt.

2. Vom weiteren Verfahren werden folgende Bewerbungen ausgeschlossen:
- keine Familie (sprich ohne Kind)
- Unterbelegung (wenn bspw. für 5 Zimmer-Wohnungen nur 1 oder 2 Kinder da sind)

3. Die verbliebenen Bewerber werden von der Stadt mit Angabe von Name, Anschrift, Zahl und Alter der Kinder der Firma Lidl mitgeteilt und in Abstimmung mit Lidl zur Wohnungsbesichtigung eingeladen.

4. Nach der Besichtigung erstellt die Verwaltung für jede Wohnungsgröße den Entwurf einer Vorschlagsliste anhand des folgenden Punktesystems:

Kinder im Haushalt (Stichtag 1. Januar 2011)

bis 5 Jahre > 10 Punkte
bis 10 Jahre > 7 Punkte
bis 14 Jahre > 4 Punkte
bis 18 Jahre > 1 Punkt

Schwerbehinderung mit Schwerbehindertenausweis > 2 Punkte

Aktueller Wohnsitz im Landkreis Miesbach > 1 Punkt

Abweichungen sind aus besonderen Gründen möglich.
Unter den Gründen ist auch das Ziel der Stadt Tegernsee Familien mit Kindern für dieses Wohnungsprogramm zu berücksichtigen, die einerseits die ortsüblichen Mieten nicht oder nur schwer aufbringen können und andererseits für eine Sozialwohnung ein zu hohes Einkommen haben. Damit möchte man diesen Familien das Wohnen in Tegernsee ermöglichen.

5. Der Verwaltungsausschuss berät und beschließt über die Vorschläge an die Fa. Lidl.

6. Alles Weitere bis hin zum Abschluss der Mietverträge ist Angelegenheit von Lidl.

Nach diesem Beschluss Mitte September wurden alle in betracht kommenden Mieter zur Wohnungsbesichtigung eingeladen. Danach wurden dann anhand der Punkte die Vorschlagslisten erstellt und der Firma Lidl mitgeteilt. Und jetzt laufen die Vertragsabschlüsse zwischen den Mietern und der Firma Lidl.

Abschließend noch der Hinweis zu den Preisen: Laut Vertrag liegt die Wohnungsmiete bei 6,50 Euro pro Quadratmeter zzgl. einer Indexierung, da die Verträge 2 Jahre alt sind. Abzüglich einem Familienrabatt in Höhe von 10% pro Kind.

Ergänzung vom 14. Juli / 08:24 Uhr
Wie die Tegernseer Zeitung heute schreibt, werden die Lidl-Wohnungen Ende des Jahres fertig. Diese Info aus dem Tegernseer Stadtrat ist ja bereits 10 Tage alt (siehe Projektberichte weiter unten). Allerdings hat die Zeitung noch ein paar weitere Details herausgefunden, die wir nicht vorenthalten möchten:

- Eigentlich hätten die Wohnungen im dreistöckigen Mehrfamilienhaus bereits im Sommer fertig werden sollen. Aber der lange Winter und der viele Regen sorgten für die Verzögerung. Fertigstellung ist jetzt für Ende November geplant.

-  Insgesamt entstehen 19 Wohnungen mit jeweils rund 90 Quadratmetern.

- 6,50 Euro kostet der Quadratmeter Miete.

- Für jedes Kind im Haushalt oder Senioren über 80 oder mit Pflegestufe reduziert sich die Miete um zehn Prozent.

- Die Einschreibungsfrist endet am 15. Juli. Bis dahin ist die Liste offen. Verantwortlich ist das Rathaus Tegernsee. Bei Interesse am besten schnell dort melden.

Ursprünglicher Artikel vom 5. Juli:
Der Punkt Projektberichte – siehe Tagesordnungspunkt 2 auf der Agenda – ist immer eine Zusammenfassung des Bürgermeisters aus allen offenen Projekten. Meistens handelt es sich dabei um kleinere Bauvorhaben über die Peter Janssen informiert. Hier also in aller Kürze alle Punkte:

Wohnungsprogramm der Firma Lidl: Nach Auskunft des Architekten sind die Wohnungen Ende des Jahres bezugsfertig. Die bisher 50 Interessenten wurden zur Rückbestätigung nochmal angeschrieben. Außerdem wurde ein Inserat geschaltet.

Parkplätze und Gebühren am Haus des Gastes: Alle Parkplätze sind öffentlich. Die erste halbe Stunde ist frei. Danach kostet das Parken 1 Euro pro angefangene Stunde. Die maximale Parkdauer beträgt 2 Stunden.

Neue Nutzung des Hornanwesens: Wird ebenfalls in einem gesonderten Artikel, und zwar beim Thema “Umbau der Hauptstrasse”, erläutert. Hier der Link zu dem Artikel.

Ehemaliges Postareal, alter Bahnübergang, Krankenhausgrundstück und Schwesternschule: Für die vier Grundstücke wird die Stadt Tegernsee ein Entwicklungskonzept in Auftrag geben. Das hat der Stadtrat bereits in einem früheren Beschluss festgelegt.

Verlängerung des Geh- und Radweges nach Rottach-Egern: Hier geht es derzeit um den Bauabschnitt 3 – also zwischen Fischerstüberl und Hoffischerei. Das funktioniert glücklicherweise ohne Ampel. Deswegen ein großes Lob vom Bürgermeister an die Baufirmen.

Wegenetz Untere Neureuth soll überarbeitet werden: Bisher gab es 2 Ortsbegehungen von 3 Mitgliedern des Stadtrates und Bürgermeister Janssen.

Seesauna und Strandbad: Unmittelbar vor der 4-tägigen Revision vom 21. bis 24. Juni wurde ein Rekordtag mit über 300 Besuchern erzielt. Zur gleichen Zeit konnte auch, nach insgesamt 22 Monaten, der 100.000 Besucher begrüßt werden. Die damalige Planung wurde somit deutlich übertroffen.

Seeuferweg im Bereich Fischerstüberl: Der Vertrag zwischen der Stadt und dem Brauhaus als Eigentümer wurde unterschrieben. Baubeginn ist für Ende September vorgesehen.

Namensänderung des Hotels Bayern in Das Tegernsee: “Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler” so die Meinung des Bürgermeisters zu der etwas kontrovers diskutierten Namensänderung. Denn bei Auswärtigen kommt der Name scheinbar hervorragend an. Zumindest bei den dreien mit denen sich Peter Janssen unterhalten hat. Einem der Befragten war der Name Hotel Bayern viel zu allgemein. “Darunter könne man sich nichts vorstellen.” Die Namensänderung ist somit laut Janssen konsequent und richtig.

Wir sehen das zwar etwas anders. Aber wir sind ja auch nicht der Fisch.

Auslastung Hotel Bayern und Seehotel Luitpold: Beide Hotels haben trotz des verregneten Junis eine sehr gute Auslastung. Es zeigt sich laut Bürgermeister, dass es sich in Tegernsee lohnt in Hotels zu investieren. Das wird von den Gästen mit einem guten Besuch und einer wirtschaftlichen Auslastung belohnt.

Fassaden- und Dachsanierung der Volksschule: In den Sommerferien werden die Heizungen ausgetauscht.

Ganztagesbetreuung der Schulkinder: Die genauen Kosten für die Eltern und alle weiteren Infos gibt es in diesem Artikel.

Realschule Bad Wiessee / Kommentar zur Hauptschule in Gmund: Mehr Infos in diesem Artikel.

Erweiterung des Heimatmuseums: Der Rohbau steht. Das Richtfest hat stattgefunden. Und die Stadt hat sich auch erheblich engagiert bei der Erweiterung: 1. Es wurde ein neues Grundstück hinzuerworben, 2. Hat sich die Stadt an der Zufahrt anteilig beteiligt. 3. Ist die Stadt jedes Jahr mit dabei wenn es um die Unterhaltskosten bei der Zufahrt und dem Parkplatzbereich geht.

Städtischer Haushalt: Der Haushalt verläuft Planmäßig.


Geheimsitzungen und sonstige Übel: CSU-Vorsitzender formuliert Kritik an Wiesseer Bürgermeister

Florian_Sareiter-1

Dritte Ergänzung vom 09. Januar / 22:17
In Bad Wiessee findet gerade eine bemerkenswerte politische Debatte statt. Die CSU geht dabei sehr offensiv gegen den politischen Kurs von Bürgermeister Peter Höß von den Freien Wählern vor, der seit seiner Wahl von vor knapp 3 Jahren versucht mit “harter Hand” den Haushalt der Gemeinde auf Vordermann zu bringen.

Dabei geht es weniger um politische Sachthemen, sondern eher um die Art wie Peter Höß die Themen durch den Gemeinderat bringt. Im Kern sind die Vorwürfe die gleichen, wie sie bereits bei der Diskussion des Vermarktungskonzeptes für das Jodschwefelbad aufgekommen sind: Mangelnde Transparenz, fehlendes Demokratieverständnis und eine rückwärtsgewandte Informationspolitik.

In einer aktuellen Pressemitteilung formuliert das Florian Sareiter, Vorsitzender der CSU Bad Wiessee folgendermaßen:

Die Zustände in Bad Wiessee sind sowohl für die Öffentlichkeit als auch für Gemeinderäte meines Erachtens nicht mehr länger tragbar. Bürgermeister Höß, dessen Wahlversprechen es 2008 war, den Bürgern Transparenz entgegenzubringen, versucht seit seinem Amtsantritt wichtige Informationen zurückzuhalten und entsprechende Entscheidungen am Bürger vorbei in geschlossenen Gremien zu treffen. Noch im Mai 2010 räumte er diese Tatsache beispielsweise im Zuge des drohenden Bürgerentscheids in Sachen TI-Umzug selbst öffentlich als Fehler ein.

Leider wurde aus den vergangenen Fehlern bisher nichts gelernt. Der Plan, dass die von den Bürgern gewählten Gemeinderäte in Sitzungen nur noch Anfragen stellen dürfen nachdem die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde, spricht dabei wohl eine deutliche Sprache. Und zwar die mangelnden Demokratieverständnisses, fragwürdiger Informationspolitik und ohne Zweifel auch Unsicherheit.

Zwar waren und sind öffentliche, nicht angekündigte Anfragen von Zeit zu Zeit sicher unbequem und kontrovers – zeichnen sie aber eine demokratische und bürgernahe Politik aus und sprechen dem Bürger wie auch den Ratsmitglieder einen unbedingt nötigen Respekt aus. Ich appelliere daher dringend an die Ratsmitglieder, den Auftrag der Öffentlichkeit wahrzunehmen und am 13.01. dem CSU- Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung zu entsprechen.

Dem mutigen und visionären Handeln einiger Investoren in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie z.B. Herrn Siebach (Wandelhalle), Herrn Niedermayer (Sport-und Spielarena) oder dem Förderverein Schneesport im Tegernseer Tal (Sonnenbichl) ist es zu verdanken, dass es in Bad Wiessee echte Lichtblicke gibt, obwohl Hr. Bürgermeister Höß noch im Frühjahr 2009 beispielsweise den Sonnenbichl-Skihang mangels Wirtschaftlichkeit schließen lassen wollte.

Andererseits wird leider immer deutlicher, dass die Kaufkraft in Bad Wiessee wohl angesichts des Ladensterbens nicht mehr ausreicht um selbst etablierte Einzelhändler vor Ort fest zu positionieren. Der diesen Trend abfedernde Bau eines Leithotels der Premiumklasse und der damit verbundene Gewinn kaufkräftiger Kunden muss daher mehr denn je im absoluten Fokus der Verantwortlichen Bad Wiessee’s stehen. Ich fordere dabei ein entschlossenes und bürgernahes Handeln im Sinne des Ortes.

Wir haben den Text bewusst nicht gekürzt. Ermöglicht er doch einen interessanten Einblick in die immer wieder neu aufflammenden politischen Diskussionen im Wiesseer Gemeinderat. Man könnte auch sagen: “Harmonie ist nicht die Stärke des Gremiums”.

Bei aller Kritik, die da von der CSU vorgebracht wird. Auch und gerade diese Partei war in der Vergangenheit – zumindest wenn lokal an der Macht – relativ unverdächtig den Status eines Vorkämpfers für Tranparenz und aktive, bürgernahe Kommunikationspolitik innezuhaben.

Aktuell ist das recht anschaulich an der Allianz CSU / CSU-nahe Bürgerliste in Tegernsee zu beobachten.

Das Jodschwefelbad wird zukünftig von der TTT vermarktet

Zweite Ergänzung vom 03. Januar / 12:10 mit der Überschrift “Vermarktungskonzept für Jodschwefelbad in Geheimsitzung beschlossen”
Langsam können wir eine Strichliste führen über die Gemeinden, die sich mit der Diskussion von potentiell kritischen Themen in öffentlichen Sitzungen schwer tun. Man könnte auch sagen, die Gemeinden, die versuchen über teilweise fragwürdige Argumente alles was auch nur annährend schwierig werden könnte auf Geheimsitzungen zu verlagern und dort zu beschließen.

Nach dem Motto “wir sperren die Öffentlichkeit aus, weil ungute Diskussionen aufkommen könnten”. Sie denken wir übertreiben? Dann hören wir doch einfach was der Wiesseer Bürgermeister Peter Höß zu dem Thema meint. Der Merkur hatte ihn darauf angesprochen, warum er denn über das Konzept zur Vermarktung des Jodschwefelbades nicht wie im Kurausschuss angekündigt in öffentlicher Sitzung hat beraten lassen. Die Antwort: “Ich habe mich zur Beratung in geheimer Sitzung entschlossen, weil ansonsten ungute Diskussionen aufkommen könnten.”

Interessantes Argument. Wir wussten gar nicht, dass diese Begründung in der Bayerischen Gemeindeordnung verankert ist. Dort steht eigentlich in Artikel 52, Absatz 2: “Die Sitzungen sind öffentlich, soweit nicht Rücksichten auf das Wohl der Allgemeinheit oder auf berechtigte Ansprüche einzelner entgegenstehen.”

Die CSU hatte einige unbequeme Fragen – Grund für die Verlegung?

Zum Verständnis: Es geht hier um ein öffentliches Konzept für das öffentliche Jodschwefelbad, welches von der öffentlichen TTT vorgestellt werden soll. Sie merken ein sehr öffentliches Thema. Und eigentlich auch ein sehr positives, nachdem das Jodschwefelbad im Winterbetrieb immer besser angenommen wird.

Zugegeben die Diskussionen auf der letzten Kurausschuss-Sitzung waren tatsächlich etwas intensiver. Man könnte auch sagen, die CSU hat dem Chef der TTT ziemlich Druck gemacht. Aber eine Fortführung der Diskussion vom 11. November wäre im Sinne der Öffentlichkeit gewesen. Denn eigentlich gehören genau solche intensiven Auseinandersetzungen zu einer Demokratie. In dem man aber “keine unguten Diskussionen aufkommen lassen möchte”, und so ein Thema nur deshalb in geheimer Sitzung ohne Öffentlichkeit und damit ohne das Wissen der Bürger bespricht, hebelt man ein Stück weit die Demokratie aus.

Aber – und das ist kurzfristig schwerwiegender – man nimmt sich vor allem die Möglichkeit, dass die Bürger verstehen, wie Entscheidungsprozesse zu Stande kommen. Warum die TTT das Konzept umsetzt. Und dass die TTT jetzt zusätzlich zu ihren anderen Aufgaben auch noch die Vermarktung des Jodschwefelbades übernimmt. Eine große Aufgabe, die eng verwoben ist mit dem Thema “Gesundheitstourismus” und mit der zukünftig Brigitta Ammer betraut wird. Die aber wegen des fragwürdigen Umgangs der Gemeinde Bad Wiessee mit Geheim(rats)sitzungen nicht in dem Maß gewürdigt werden kann, wie die TTT und das Jodschwefelbad es verdient hätten.

Schade um die vertane Chance.

Ergänzung vom 07. Dezember mit der Überschrift: “Konzept zur Vermarktung des Jodschwefelbades auf Januar verschoben”
Die intensive Diskussion über die Vermarktung des Jodschwefelbades ist auf dem letzten Kurausschuss bis zur nächsten Wiesseer Gemeinderatssitzung am 09. Dezember ausgesetzt worden. Da wollte Georg Overs dann das zukünftige Konzept der TTT vorstellen, wie man im nächsten Jahr wieder verstärkt zielgerichtete Werbung für das Bad machen kann.

Leider wird daraus nichts. Auf der Tagesordnung der am 09. Dezember stattfindenden Gemeinderatssitzung findet sich das Thema nicht. Und auf Nachfrage hat man uns im Wiesseer Rathaus mitgeteilt, dass sich die Präsentation und damit auch die Entscheidung über das Konzept verschiebt. Und zwar auf die übernächste Sitzung im Januar. Dann sind auch die letzten offenen Punkte geklärt.

Die aktuelle Tagesordnung der am Donnerstag stattfindenden Wiesseer Gemeinderatssitzung werden wir zeitnah in einem extra Beitrag einbinden.

Wer vermarktet das Bad zukünftig? Und vor allem Wie?

Ursprünglicher Artikel vom 11. November mit der Überschrift “Tourismus kann keine Operation am offenen Herzen sein”:
So sieht das zumindest Georg Overs, der diese Aussage in einer emtional geführten Diskussion um die zukünftige Vermarktung des Jodschwefelbades fallen lies.

Dabei hatte die CSU etwas schwereres Geschütz aufgefahren, um “endlich Bewegung in die Sache zu bekommen”. Und dabei auch nicht an einigen konkreten Forderungen gegenüber der TTT und deren Chef Georg Overs gespart:

Ich kann mich erinneren, dass die TTT und da speziell der Herr Overs, gesagt hat, dass er die Vermarktung des Jodschwefelbades übernehmen wird.

Ich meine, dass die Vermarktung unzureichend ist, haben wir alle gemeinsam schon festgestellt. Zuerst der Kämmerer, der war der Erste. Ich hab das aber auch schön öfters gesagt. Aber wenn die TTT das nicht machen kann, dann soll Herr Overs das sagen. Dann müssen wir uns Gedanken übers Budget machen oder ein klares Konzept aufsetzen. Nur so kann es doch nicht weitergehen.

So Kurt Sareiter auf die Aussage von Bürgermeister Höß, dass man das “Marketing unbedingt an jemanden kompetentes übertragen muss.” Laut Höß kann die TTT die Aufgabe allerdings nicht alleine und schon gar nicht ohne Budget stemmen.

Das bekräftige auch Georg Overs nochmal und räumte mit dem “Mißverständnis” auf, dass die TTT sich um die komplette Vermarktung des Jodschwefelbades kümmern muss.

Im Moment haben wir nicht den Auftrag für das Marketing zuständig zu sein. Wir haben uns zwar zu Beginn aus dem Fenster gelehnt und einige Aufgaben übernommen. Aber im Moment fehlt es an jemanden, der sich dem Thema annimmt und das Jodschwefelbad anhand eines Konzeptes und nicht anhand von einzelnen Ideen nach vorne bringt.

Das sahen nach kontroversem Beginn auch alle Mitglieder des Kurausschusses ähnlich. Denn das gemeinsame Ziel kann nicht sein, darüber zu diskutieren, warum das Jodschwefelbad “nicht rentabler und besser läuft” wie Birgit Trinkl meint, sondern dass man ein zukunftsfähiges Konzept auf die Beine stellt und jemanden benennt, der das Konzept auch umsetzt.

Demzufolge lautete die endgültige und einstimmige Entscheidung:
- Das Jodschwefelbad ist für Bad Wiessee ein Alleinstellungsmerkmal und das gilt es herauszuarbeiten
- Die Verantwortlichkeit übernimmt die TTT
- Desweiteren legt die TTT in der Gemeinderatssitzung am 09.12. ein Grobkonzept vor, in dem auch die aktuelle Entwicklung der Besucherzahlen dargestellt ist
- Die Vorteile des Bades bei Herz- und Kreislauferkrangungen müssen besser berücksichtigt werden im zukünftigen Marketingkonzept (Anregung aus dem Publikum)

Neue Zufahrtsstraße zum Oedberg-Gebiet fertiggestellt – Und das Geld ist auch schon da

Links im Waldstück soll der Kletterwald verlaufen. Ende ist an der oberen Lichtung etwa auf Höhe der Hälfte der Skipiste.

Zufahrtsstraße zum Oedberg-Gebiet

Fünfte Ergänzung vom 22. Dezember / 08:43 Uhr
Wie angekündigt ist der Ostiner Oedberg in den aktuellen Winterfahrplan der RVO aufgenommen worden. Damit hält der Bus aus Gmund kommend dreimal täglich an der neuen Haltestelle. Und zwar um 10:16 Uhr, 13:19 Uhr sowie 17:16 Uhr. Samstags, sonntags und feiertags kommt der Bus um jeweils 9:16 Uhr und 15:16 Uhr.

Die Abfahrtszeiten am Gmunder Bahnhof sind immer 9 Minuten früher.

Vierte Ergänzung vom 20. November / 14:27 Uhr
Die 1,1 Millionen Euro teure Zufahrtstraße zum Gmunder Freizeitgebiet Oedberg ist fertiggestellt. Zwar ist die Zufahrt bereits seit August für den Verkehr freigegeben. Aber erst Mitte Oktober konnte die letzte Teerschicht aufgetragen werden. Und jetzt laufen noch die Abschlußarbeiten zum notwendigen ökologischen Ausgleich für die Versiegelung des Bodens durch den Straßenbau. Dafür muss die Gemeinde den Bachlauf im Reithgraben aus seiner Betonrinne befreien und in einen natürlichen Zustand versetzen. Das war noch eine Auflage des Naturschutz und die möchte man unbedingt bis zum Wintereinbruch umgesetzt haben.

Darüberhinaus fließt auch das Geld von der Regierung Oberbayern. 150.000 Euro war die letzte Rate, die aus den Einnahmen der Kfz-Steuer bezahlt wurde. Insgesamt hat Gmund Aussicht auf Zuwendungen in Höhe von 610.000 Euro. Und damit auf etwas mehr als die Hälfte der Gesamtkosten für den Bau der Straße.

Und auch der neue Winterfahrplan für die Busse wird bald in Kraft treten: Ab der nächsten Wintersaison, die ja am 03. Dezember mit dem großen Winteropening beginnt, sollen laut letzter Information RVO-Busse die Skifahrer von der BOB im Stundentakt direkt bis zum Lift nach Ostin bringen.

Dritte Ergänzung vom 13. August / 09:09 Uhr
Gestern sind wir in Ostin vorbeigefahren und wollten Bilder von der gesperrten Zufahrtsstrasse machen. Das einzige “Problem” war, die Strasse war nicht gesperrt.
Auf Nachfrage im Gmunder Bauamt hat man uns heute morgen bestätigt, dass die Strasse jetzt doch dauerhaft offen bleibt. Eine 3-monatige Sperrung, wie noch vor 3 Wochen kommuniziert, ist laut der ausführenden Baufirma nicht mehr nötig.
Eventuell könnte es Ende Oktober nochmal heißen “Strassse für ein paar Tage dicht”. Aber das für die Anwohner sicher nicht sehr schöne Szenario von Ende Juli ist damit vom Tisch.

Hier noch die aktuellen Bilder der offenen Zufahrtsstrasse:

Zufahrt Ostin #1

Zufahrt Ostin #2

Zweite Ergänzung vom 28. Juli / 16:49 Uhr
Heute ist der Tag der unerwarteten Absagen von Absagen. In diesem Fall wurde Mitte Juli die Fertigstellung der neuen Oedberg-Zufahrtsstrasse zum Beginn des Ostiner Waldfest final abgesagt. Schlechtes Wetter war der Hauptgrund für die Verzögerung. Heute kommt die Meldung, dass die Zufahrt jetzt doch für die 4 Tage des Waldfestes zur Verfügung stehen wird. Gegenüber der Tegernseer Zeitung erklärt Ludwig Bergmann vom Bauamt der Gemeinde Gmund, dass die zuständige Firma dies “Mit aller Kraftanstrengung” möglich gemacht hat.

Einen Knackpunkt hat das ganze: Nach dem Waldfest muss die Zufahrt wieder gesperrt werden. Wegen dem notwendigen ökologischen Ausgleich für die Versiegelung des Bodens durch den Straßenbau muss die Gemeinde den Bachlauf im Reithgraben aus seiner Betonrinne befreien und in einen natürlichen Zustand versetzen. Und “Das kann nur von der Straße aus gemacht werden”, so Bergmann weiter.

Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Wintereinbruch abgeschlossen sein. Und damit wieder 2-3 Monate später als noch vor zwei Wochen kommuniziert. Die Bewohner in Ostin wird die neuerliche Verzögerung nicht wirklich freuen. Und wir kommen bei der ganzen Verzögerungs/Nicht-Verzögerungs-Salamitaktik irgendwie nicht mehr mit.

Ergänzung vom 16. Juli / 00:49 Uhr
Wie wir am 04. Juni geschrieben haben sollte der neue Zufahrtsweg von der Strasse nach Hausham zum Gelände am Oedberg bis zum Waldfest Anfang August fertig werden. Zumindest war das vor etwas mehr als einem Monat noch der Plan. Jetzt wird den Beteiligten aber klar, dass es leider nichts wird mit dem angepeilten Termin. Ende August ist jetzt das neue Datum, an dem die Strasse eingeweiht werden soll. Somit werden die Waldfestbesucher vom 05. – 08. August noch über die alte und verengte Strasse fahren dürfen.

Links im Waldstück soll der Kletterwald verlaufen. Ende ist an der oberen Lichtung etwa auf Höhe der Hälfte der Skipiste.

Ursprünglicher Artikel vom 04. Juni:
Manchmal ist es einfach ein bisschen Schade: Da will jemand was für die Zukunft im Tal machen, nimmt viel Geld in die Hand und läuft dann leider in die Bürokratiefalle. So geht es gerade dem Betreiber der “Aktiv” Skischule, Alfred Huber. Sein Projekt “Kletterwald am Oedberg” sollte eigentlich demnächst fertig sein. Eigentlich. Bisher konnte Huber aber noch nicht mal anfangen.

Huber ist mit seinem Plan einen rund zwei Hektar großen Kletterwald mit etwa 50 unterschiedlichen Stationen zu errichten, jetzt erstmal in den Mühlen der Bürokratie gelandet. Der Gmunder Gemeinderat hatte dem Projekt zwar bereits im Januar zugestimmt, sich jetzt aber einen Rüffel vom Landratsamt eingefangen: So wie gedacht, ist das Projekt “Kletterwald” nicht umsetzbar. Das Landratsamt fordert stattdessen jetzt für das komplette Gebiet einen neuen Flächennutzungsplan “Sondergebiet für Freizeit und Erholungsnutzung”.

Das bedeutet: Es dauert und es kostet. Der neue Flächennutzungsplan tritt frühestens in vier Monaten in Kraft und die Kosten für Huber als Investor sind beträchtlich. Rund 55.000 Euro kostet alleine der Bebauungsplan. Kosten für Gutachten, Architektenpläne und so weiter. Die Kosten für die Zeitverzögerung nicht eingerechnet.

Und das Damoklesschwert “Naturschutz” ist damit auch noch nicht abschätzbar. Vorerst genügt dem Landratsamt zwar ein “Vogelschutz Gutachten” und das deutlich aufwändigere “Spezielle Artenschutz Programm” ist vorerst vom Tisch. Aber zu welchen Verzögerungen Naturschützer führen können, hat man auch an anderen Stellen schon zur Genüge gesehen. Ein Wort genügt manchmal: Kriechsellerie.

Der neue Flächennutzungsplan für das Gebiet Oedberg hat aber auch gute Seiten: Bisher wurde dort vom Spielplatz bis zur Sommerrodelbahn alles in Einzelgenehmigungen durchgeführt. Also mehr oder weniger Ausnahmegenehmigungen für jedes einzelne Bauvorhaben. Für die Zukunft ist mit dem angepassten Flächennutzungsplan dann wenigstens eine gewisse Planungssicherheit vorhanden. Und die wird der Betreiber auch brauchen. Immerhin will er in den nächsten Jahren die Beschneiungsanlage optimieren, einen neuen Tellerlift und mehr Parkplätze bauen und die Skischule braucht über kurz oder lang auch ein neues Gebäude.

Nur auf den Kletterwald werden wir wohl mindestens bis nächstes Jahr warten müssen. Denn laut Alfred Huber ist der Beschluß noch nicht mal gefasst. Die entscheidende Sitzung ist am Dienstag der Ortsplanungsausschuß im Gmunder Rathaus. Ob dieses Jahr überhaupt mit dem Bau des Kletterwaldes begonnen werden kann, dazu wollte und konnte Alfred Huber uns gegenüber nichts konkretes sagen: “Das werden wir dann entscheiden, wenn wir den Beschluß der Gemeinde kennen”.

Die Zufahrtsstraße soll bis zum Waldfest im August fertig sein.

Auf den Bau der Straße von der Staatsstraße in Richtung Hausham zum Skilift hat das aber vorerst keine Auswirkungen. Der Bau liegt bisher im Zeitplan und soll bis zum Ostiner Waldfest Anfang August fertig sein. Etwa 1,1 Millionen Euro wird die Zufahrt kosten. Damit liege man aber, laut dem 2. Gmunder Bürgermeister Georg Rabl, im Kostenrahmen. Die Betreiber in Ostin werden sich daran ebenfalls beteiligen. Und auch der neue Winterfahrplan für die Busse ist unter Dach und Fach: Ab der nächsten Wintersaison werden die RVO-Busse die Skifahrer von der BOB im Stundentakt direkt bis zum Lift nach Ostin bringen.

Irgendwas tut sich eben immer.

Tegernsee investiert 2011 in Tourismus: Komplette Investitionsliste der Stadt bis 2014

Der Seeuferweg zum Cafe Seehaus in Tegernsee / Aufnahme: mein-tegernsee.de

Ergänzung vom 16. Dezember / 08:42 Uhr
Im Tegernseer Stadtrat wurden letzte Woche nicht nur die Investitionen für das nächste Jahr diskutiert und entschieden. Sondern auch die Investitionen für den weiteren Verlauf der derzeitigen Amtsperiode des Stadtrates bis zum Jahr 2014.

Darin sind beispielsweise weitere 200.000 Euro für den Seeuferweg in Richtung Rottach-Egern enthalten. Womit das Gesamtvorhaben “Seesteg” die 1 Million Euro deutlich übersteigt.

Auch die angesprochene Drehleiter für die Feuerwehr mit Anschaffungskosten in Höhe von 700.000 Euro ist ein richtiger “Brummer” aber notwendig so die Aussage von Bürgermeister Peter Janssen. Neben dem staatlichen Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro wird die Feuerwehr alleine über 10% der Kosten (insgesamt 80.000 Euro) aus eigenen Mitteln tragen. Was auch nicht selbstverständlich ist, wie Janssen betonte.

Die komplette Investitionsliste der Stadt Tegernsee der Jahre 2011 – 2014 haben wir hier für alle, die es interessiert mit angehängt. Die Qualität ist leider nicht optimal.

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Investitionsplan Tegernsee 2011 - 2014 / Quelle: Rathaus Tegernsee

Ursprünglicher Artikel vom 14. Dezember mit der Überschrift: “Tegernsee investiert 2011 in Tourismus: Sanierung Seeuferweg und Haus des Gastes”:
Die Stadt gibt im neuen Jahr hauptsächlich Geld für Tourismus aus. Eine knappe Million Euro fließen in die Bauarbeiten am Haus des Gastes und die Sanierung des umstrittenen Seeuferweges.

700.000 Euro soll es kosten, das Projekt das Bürgermeister Peter Janssen am liebsten schon „gestern“ selbst in Angriff genommen hätte: Die Anlage des 250 Meter langen Seeufer-Teilstücks zwischen Länd und August-Macke-Anlage. Touristen können dann durchgehend von Fischerstüberl bis Seesauna flanieren.

Die Pläne um den Bau des Steges hatten im Vorfeld zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen – Stadträte sowie Gewerbetreibende. Sie bangen um Umsatzeinbußen, da Spaziergänger die vielen kleinen Läden am See dann regelrecht umgehen. Allen Widerrufen zum Trotz: Der Uferweg kommt wenn die letzte Hürde – die Entscheidung des Münchner Verwaltungsgerichtes im nächsten Jahr – genommen wird. Die Stadt kalkuliert mit Zuschüssen in Höhe von 250.000 Euro, die allerdings noch nicht sicher sind.

Umstritten ist der Seeuferweg aber nicht nur bei den Gewerbetreibenden und einem Teil der Tegernseer Bevölkerung. Auch 1/3 der Stadträte sprachen sich gegen die massive Investition aus, die ihnen als konzeptlos und viel zu teuer erscheint. 11:5 hieß es in der anschließenden “Kampfabstimmung” – für die Investitionen zum Seeuferweg.

Gegen die Kosten des Uferweges kommt einem die Sanierung des Haus des Gastes mit 200.000 Euro geradezu wie ein Schnäppchen vor. 2010 waren die Außenarbeiten am Gebäude dran. Im kommenden Jahr geht es mit Umbau und Sanierung des dritten Stocks weiter. Hauptsächlich damit die ATS Mitte nächsten Jahres in den neuen Räumlichkeiten unterkommen kann. Dann sind die Wege zur TTT auch nicht mehr so weit und die Abstimmung problemloser.

Genauso viel wie der Seeuferweg – 700.000 Euro – schlägt die Ersatzbeschaffung einer Drehleiter für die Feuerwehr zu Buche. Allerdings müssen die Floriansjünger noch bis 2012 auf ihre Anschaffung warten. Im kommenden Jahr ist dafür kein Geld da. 320.000 davon werden ohnehin durch Zuschüsse finanziert.

Die weiteren größeren Investitionen für 2011:

Anschaffungen fürs Rathaus:
105.000 Euro (Hard- und Software, Sanierung)

Anschaffungen für Sportheim:
50.000 Euro (Sportgeräte und dritter Beachvolleyplatz)

Straßenbau:
310.000 Euro für die fußgängerfreundliche Umgestaltung der B 307 am nördlichen Alpbach (Thema: Sanierung der Hauptstraße)
250.000 Euro Anteil an Geh- und Radweg und Stützmauer am Leeberg
70.000 Euro für die Sanierung der Bahnhofstraße

Wasserleitungen:
180.000 Euro an der Klosterwachtstraße, Otkarstraße und Hotel Das Tegernsee

Weiterführende Informationen:
Seesteg Tegernsee: Peter Janssen lässt Stellungnahme “Pro-Steg” erarbeiten
Sanierung der Hauptstraße wird mindestens 6 Wochen dauern
Merkur Online: ATS zieht in das Haus des Gastes

Umbau Hauptstrasse Tegernsee: Baubeginn Frühjahr 2011 – Dauer mindestens 6 Wochen

Insgesamt fünf Parkplätze werden den Umbaumaßnahmen zum Opfer fallen

Der nördliche Bereich der Haupstraße wir im Frühjahr nächsten Jahres umgebaut

Zweite Ergänzung vom 08. Dezember / 10:57 Uhr
Die Tegernseer Hauptstraße wird im kommenden Frühjahr umgestaltet (Planung siehe ursprünglicher Artikel). Geplant ist der Start für Ende März. Dauer mindestens 6, maximal aber 8 Wochen – so Bürgermeister Peter Janssen.

In dieser Zeit wird es logischerweise große Beeinträchtigungen geben. Wobei sich die Situation an der Hauptstraße etwas einfacher darstellt als an anderen Baustellen in Tegernsee. Der Grund ist die Umfahrungsmöglichkeit über die Hochfeldstraße, die zu der Zeit auch genutzt werden soll. Bedeutet, dass der Verkehr durch Tegernsee, wenn zwar nur einspurig dafür aber ungehindert, fließen kann.

Warum das gerade im nächsten Frühjahr passieren muss, darüber entbrannte auf der gestrigen Stadtratssitzung eine kurze Diskussion.

Christine Laprell (CSU) erinnerte an die extrem lang-andauernde Baustelle vor dem Haus des Gastes und vor allem an die schlechte Informationslage. “Keiner der Betroffenen war darüber informiert wann sie stattfindet und wann sie endet.”

Darüberhinaus war Christine Laprell aber so oder so gegen die Baumaßnahme:

Alleine der Neubau von Gehwegen bringt den Geschäften keine deutliche Verbesserung. Die umfassenden Störungen im nächsten Jahr werden sich insgesamt sehr negativ auf die Stadt und die Geschäftswelt auswirken. Deswegen kann ich nicht dafür stimmen, da der Zeitpunkt einfach falsch ist.

Die Gegenmeinung vertrat Stadtrat von Hammerstein (Bürger Liste) mit den Worten: “Nichtstun wäre das allerschlechteste. Beschwerden wird es natürlich geben. Bloß das ist ein Negativpunkt, den wir hinnehmen müssen.”

Und Peter Janssen ergänzte: “Es ist im Moment einfach peinlich durch die Hauptstraße zu gehen. Und es ist einem Ort wie Tegernsee einfach nicht angemessen.”

Wichtig war den meisten Stadträten, dass die Baumaßnahmen noch vor Pfingsten fertiggestellt sind. Bis dahin ist laut Aussage des Bürgermeisters touristisch wie geschäftlich wenig los und damit auch nicht viel verloren.

Das Gremium beschloß am Ende – mit einer Gegenstimme – die Hauptstraße im Frühjahr 2011 umzugestalten. Die durch den Abbruch des Hornanwesens freigewordene Fläche wird als Materiallager benutzt. Die eingeplanten Kosten im Haushalt 2011 belaufen sich auf 310.000 Euro.

Ergänzung vom 01. September / 12:10 Uhr mit der Überschrift: “Umbau der Hauptstraße Tegernsee: So sehen die groben (Zeit-)Pläne aus”
Einigen ist wahrscheinlich aufgefallen, dass auf der Strasse und den Gehwegen in Höhe des Horn-Anwesens bereits vor längerer Zeit Markierungen aufgesprüht wurden. Auf Nachfrage hat uns Frau Koch vom Tegernseer Bauamt mitgeteilt, dass dies nur der Vorabinformation für die Anwohner dient. Die Bauarbeiten brauchen noch ein wenig und die grobe Zeitplanung sieht folgendermaßen aus:

- Das ehemalige Horn-Gebäude, Hauptstraße 18, soll im kommenden Winter abgerissen werden. Die Abbruchgenehmigung wurde beim Landratsamt Miesbach beantragt. Die vorbereitenden Arbeiten (Ausschreibung, Auftragsvergabe) erfolgen im Herbst.

- Nach dem Abbruch des Hauses soll die freigewordene Fläche übergangsweise hergerichtet und als öffentlicher Parkplatz genutzt werden.

- Nach der Schaffung der neuen Stellplätze ist für das nächste Frühjahr die Umgestaltung der Hauptstraße vorgesehen.

- Die Kosten für diese Maßnahmen werden im Vermögenshaushalt 2011 eingeplant.

Vor allem wegen dem letzten Punkt ist ein Baubeginn in diesem Jahr nicht mehr möglich. Ganz genaue Termine kann man uns derzeit aber noch nicht nennen.

Ursprünglicher Artikel vom 06. Juli:
Der Umbau der Hauptstraße in Tegernsee hat ähnliches Streitpotential wie der Steg im See. Beides wird auch gerne als gemeinsames Thema betrachtet, weil jeder Punkt für sich alleine nur wenig Sinn macht. Vor allem der Steg macht ohne eine attraktivere Hauptstraße nur wenig her, weil dann wirklich die Gefahr besteht, dass erstens die Touristen die Hauptstraße (und die ansässigen Geschäfte) einfach meiden würden und zweitens ein Steg nur Sinn macht, wenn die Menschen auch irgendwo Parken können. Und genau das ist bisher in Tegernsee ein wirkliches Problem.

Geplant ist ein Parkhaus

Darum geht der Umbau der Hauptstraße auch einen ganzen Schritt weiter und umschließt auch die Planung eines neuen Parkhauses auf dem Horn-Anwesen. Bis zu 146 Parkplätze sollen dort entstehen. Das Parkhaus wird aber der letzte Schritt der kompletten Umbaumaßnahmen sein. “Bis die Finanzierung für das Parkhaus steht wird sicherlich noch dauern”, sagte auch Bürgermeister Janssen auf der letzten Stadtratssitzung zu dem Punkt. Wir werden uns das Parkhausthema in einem gesonderten Beitrag nochmal etwas genauer anschauen.

Straße wird schmaler

Im Vordergrund steht jetzt erstmal der Umbau der Hauptstraße. Das Projekt hat sowohl zeitlich, wie auch finanziell momentan Priorität im Tegernseer Rathaus. Wie auf dem Plan zu erkennen ist, soll die Hauptstraße mehr oder weniger in Richtung See verschoben und insgesamt verschmälert werden. Die Straßenbreite soll zukünftig nur noch 6,75 Meter betragen. Das ist die vorgeschrieben Mindestbreite für Bundesstraßen aber deutlich weniger als die Hauptstraße bisher hatte. Außerdem soll gegenüber vom Hotel Guggemos eine Querungshilfe für Fußgänger gebaut werden. Die Querungshilfe dient gleichzeitig als Linksabbiegespur für das geplante Parkhaus. Die roten Flächen im Plan sind die neuen Gehwege, die gestrichelten Linien (sehen ein bisschen aus wie Schienen) sind die bisherigen Bordsteinkanten. Hellgelb sind die neuen Parkplätze eingezeichnet. Die Straße selbst soll mit einem gepflasterten Rinnstein eingefasst werden (auf dem Plan als dreireihige schwarze Kästchen zu erkennen) Für eine genauere und Zoombare Ansicht haben wir das PDF-Dokument hier zum Download.

Das ist der Plan für die neue Hauptstraße in Tegernsee (ein Klick auf das Bild bringt eine größere Ansicht)

Die Verschmälerung der Straße und das Verrücken in Richtung See soll zwei Vorteile bringen: Zum einen wird der Gehweg auf der Bergseite so um ca. 50 cm verbreitert und misst in Zukunft an der schmalsten Stelle etwa 2,20 Meter. Außerdem sollen die Parkplätze längs zur Straße an der Bergseite von bisher 1,50 Meter auf 2 Meter verbreitert werden. Im Gegenzug wird der Gehweg auf der Seeseite allerdings an einigen Stellen schmaler, bzw. maximal gleich bleiben. Vor dem Hotel Guggemos soll die Maximalbreite nach dem Umbau nur mehr 1,50 Meter betragen – das wird mit zwei Kinderwägen dann schon eng.

Viele offene Punkte

Und dann ist man auch schon bei den vielen “Wenns und Danns und Abers”, die das Projekt mit sich bringt. So wird im Tegernseer Rathaus zum Beispiel darauf spekuliert, dass das Hotel Guggemos demnächst einen Investor findet, der das Gebäude abreißen und neu bauen wird. Das soll er dann aber bitte etwas weiter weg von der Straße machen – dann hat man wieder einen schönen, breiten Gehweg. So sieht es der Plan vor. Bisher gibt es aber weder einen Investor, noch fertige Pläne für einen in Richtung See versetzten Neubau.

Parkplätze fallen weg

Dann sind da noch die Umbaumaßnahmen und die Parkplatzsituation: Wenn die Hauptstraße erneuert wird, fehlen danach fünf Stellplätze an der Straße – Stellplätze fehlen aber auch jetzt schon massenweise. Aber auch das sieht man im Rathaus nicht als Problem. Wenn man mit dem Bau anfängt, will man gerne sofort das Haus am Hornanwesen abreißen und dort übergangsweise Parkplätze schaffen bis das Parkhaus steht. 16 neue Parkplätze sollen so hinzu kommen. Man beruft sich darauf, dass “ein Abriss die einzig wirtschaftliche Lösung ist”. Das Gebäude ist im Inneren sehr verbaut. Unterschiedliche Stockwerkshöhen, Stockwerke, die keinen Zugang vom Treppenhaus haben und eine schlechte Bausubstanz sind die Argumente. “Ein zweites Maximilian wollen wir hier nicht haben”, sagte Bürgermeister Janssen dazu.

Ein Abriss müsste aber möglichst schnell auch in einen Neubau des Parkhauses übergehen. Die Finanzierung dafür steht bisher allerdings noch nicht endgültig. Die Kosten sind in den ersten Entwürfen mit rund 3,5 Millionen für das Parkhaus geplant. Hinzu kommen nochmal rund 1 Million für den Neubau des Gebäudes an der Straße und ganz zum Start erstmal geschätzte 100.000 Euro für den Abriss und die Errichtung der 16 Übergangsparkplätze.

Baukosten alleine für die Straße: 350.000 Euro

Die Gesamtkosten für den Straßenumbau werden zum jetzigen Zeitpunkt mit rund 350.000 Euro veranschlagt. Plus die erforderlichen 100.000 Euro für den Abriss und die Parkplätze am Horn-Anwesen also grob 450.000 Euro. Wie die Finanzierung genau aussehen soll, werden wir auch in einem gesonderten Beitrag genauer betrachten. Hier wollen wir erstmal nur die Pläne vorstellen.

Noch einige Bilder zur Verdeutlichung:

Auf dem Horn Anwesen soll ein Parkhaus entstehen - so sieht es zumindest der Plan vor

Ähnlich wie jetzt soll die Straße mit einem gepflasterten Rinnstein eingefasst werden

Die neue Engstelle: Vor dem Hotel Guggemos wird die Gehwegbreite nur mehr 1,50 Meter betragen

Bad Wiessee: Flächennutzungsplan im Gemeinderat – jetzt auch in öffentlicher Sitzung

Vierte Ergänzung vom 07. Dezember / 11:14 Uhr
Nun ist es also soweit. Der fertige Flächennutzungsplan wird am Donnerstag um 19 Uhr der Wiesseer Öffentlichkeit vorgestellt. Die Auswirkungen des neuen Nutzungsplans für die zukünftige Bebauung von Bad Wiessee sind noch nicht abzuschätzen. Für den einzelnen kann das, je nach Lages des eigenen Grundstücks, sehr negativ werden.
Aber dafür gibt es ja auch eine Einspruchsfrist. Die startet bei offizieller Auslegung voraussichtlich im Januar. Dann haben Bürger und natürlich auch die Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit Einwände gegen das Vorhaben anzumelden oder Anmerkungen anzubringen.

Die weiteren Themen, die auf der letzten Wiesseer Gemeinderatssitzung vor der Winterpause, diskutiert werden sehen folgendermaßen aus:

Die nächste Gemeinderatssitzung in Bad Wiessee am Donnerstag 09. Dezember ab 19:00 Uhr

Schweres Thema im Rathaus Bad Wiessee

Dritte Anmerkung vom 27. Oktober / 12:18 Uhr

Wir haben mehrere Emails erhalten, warum denn das Thema “Flächennutzungsplan in Bad Wiessee” in nicht-öffentlicher Sitzung besprochen wurde?
Dabei kann man die Aussagen auf die zwei folgenden Zitate runterbrechen:
“das stellt doch einen Verstoß gegen die Gemeindeordnung dar”
“müssen sich die Politiker jetzt schon bei jedem etwas kritischeren Thema verstecken?”

Da wir die Fragen nicht beantworten konnten, haben wir Helmut Köckeis, den Leiter der Wiesseer Bauverwaltung, telefonisch befragt. Hier seine Antwort:

Der Gemeinderat hat die Sitzung genutzt, um sich klar zu werden, was er eigentlich möchte. Das hat er im Rahmen dieser nicht-öffentlichen Vorberatung getan.

Jetzt hat man einen Planentwurf und dieser wird am 09. Dezember in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung bekanntgemacht. Dort wird dann auch der förmliche Aufstellungsbeschluß für das Flächennutzungsplanverfahren getroffen. Und dann liegt so voraussichtlich im Januar/Februar dieser Planentwurf mehrere Wochen öffentlich aus. Das heißt dann kann sich jeder Grundstückseigentümer im Bauamt informieren, welche Einstufung sein Grundstück haben wird. Und natürlich kann auch jeder Eigentümer im Rahmen einer Stellungnahme beispielsweise sagen “mir gefällt das nicht. Ich möchte dass meine Wiese Bauland wird.”
All diese Stellungnahmen werden dann zusammengefasst und müssen im Anschluß vom Gemeinderat öffentlich behandelt werden.

Die zwei nicht-öffentlichen Sitzungen hatten nur das Ziel herauszufinden wohin die Reise eigentlich gehen soll. Diese Verfahrensweise ist allerdings übliche Praxis und in der Form ja auch im Baugesetzbuch verankert und genau festgeschrieben. Darüber kann man sich nicht einfach so hingwegsetzen.

Zweite Anmerkung vom 26. Oktober / 09:03 Uhr mit der Überschrift “Bad Wiessee: Flächennutzungsplan – verlässliche Ergebnisse erst im Dezember”

Wie der Merkur berichtet, hat der Wiesseer Gemeinderat in einer nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung in der vorletzten Woche über das Thema “neuer Flächennutzungsplan” diskutiert. Dabei ging es hauptsächlich um die eingegangenen Stellungnahmen der betroffenen Eigentümer und die Frage wer was wo bauen darf – oder eben nicht mehr.

Entscheidungen, die in den Flächennutzungsplan einfließen, wurden zwar getroffen. Werden jedoch erst voraussichtlich in der übernächsten Gemeinderatssitzung im Dezember veröffentlicht.

Wie Helmut Köckeis, Leiter des Bauamtes, anmerkt, soll demnächst vor allem die Entwicklung des Kurviertels, des alten Spielbankgeländes und des Anwesens Lederer am See in einer Arbeitsgruppe diskutiert werden. Dieser Gruppe werden neben Gemeinderatsmitgliedern auch Vertreter des öffentlichen Lebens angehören um “möglichst viele einzubinden”

Anmerkung vom 29. Juli / 13:22 Uhr
Bad Wiessee steht vor der großen Aufgabe einen neuen Flächennutzungsplan (FNP) für den kompletten Ort zu entwickeln. “Mit dem neuen FNP will der Ort die Weichen für die Zukunft stellen” sagt Helmut Köckeis, Leiter der Bauverwaltung in Bad Wiessee. Für die nächsten 10 – 15 Jahre soll der neue Plan mindestens bestand haben.

Zu schnelle Ergebnisse darf man sich aber nicht erhoffen. Eine erste nichtöffentlich Arbeitssitzung hat vor einigen Wochen stattgefunden. Allerdings bestehen laut Köckeis nach wie vor einige offene Punkte, bis der erste Planentwurf verabschiedet werden kann und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Eine weiter nichtöffentliche Sitzung soll nach der Sommerpause im September oder Oktober stattfinden.

Wirklich große Probleme erwartet der Bauamtsleiter allerdings nicht. Zwar sollen einige Ortsrandgebiete, die bisher als Baugebiet im Flächennutzungsplan stehen in Landwirtschaftliche Fläche zurückgewandelt werde. “Ein automatisches Baurecht ließ sich auf den Flächen aber auch heute nicht ableiten” so Köckeis. Soll heißen: Um auf den ausgewiesenen Flächen tatsächlich bauen zu dürfen, hätte es auch heute in jedem Einzelfall eines detaillierten Bebauungsplanes bedarft.

Ein exakter Zeitplan steht allerdings noch nicht fest. Bis der endgültige Flächennutzungsplan steht werden aber sicherlich noch 1,5 bis 2 Jahre vergehen. Richtig loslegen will man in Wiessee aber noch in diesem Jahr. “Auch unter Beteiligung der Bürger” wie Köckeis betonte.

Auch für dieses Jahr auf dem Programm steht das Gebiet rund um das Kurviertel. Hier muss aber nicht nur ein neuer Flächennutzungsplan her, sondern ein umfassendes Konzept, was sich die Gemeinde und die Bürger für das Gebiet wünschen. Was wird aus der Seepromenade, was aus dem Hotel Lederer, dem Badepark oder dem Jodschwefelbad. Und die größte Frage wird auch hier sein: Für was findet sich ein Investor?

In diesem Jahr wird sich aber wahrscheinlich nichts Grundlegendes mehr ändern. Jetzt muss erst mal Schritt für Schritt überlegt und geplant werden. Wie immer, wenn’s ums Thema Bauen geht: Gut Ding will leider Weile haben…

Ursprünglicher Artikel vom 22. Mai 2010 / 16:27 Uhr:
Der Architekt Eberhard von Angerer hat letzte Woche im Wiesseer Gemeinderat den ersten Entwurf eines Flächennutzungsplanes (FNP) vorgestellt. Ein Entwurf war es so direkt eigentlich noch gar nicht. Eher eine Bestandsaufnahme über den jetzigen FNP und die noch verfügbaren Bau- und Grünflächen im Ort. Angerer erklärte schnell, dass “die Siedlungsstruktur sehr faserig ist.” Er meinte damit den Flickenteppich, der sich bei der Ansicht einer Wiesseer Landkarte ergibt, die die ausgewiesenen Flächen enthält.

Einige Flächen sind Wohnbaugebiet, andere Mischgebiete, Sonderbauflächen oder schlicht Grüngebiete. Nur eines ist aus der Karte schnell ersichtlich: In Bad Wiessee wurde die letzten Jahrzehnte viel Flickschusterei betrieben. Insgesamt 49 Mal wurde der Plan bisher geändert.

Es muss Ordnung geschaffen werden

Das soll im Laufe das Jahres geändert werden. Ziel des neuen FNP ist es, die verschiedenen Gebiete in der Gemeinde neu einzuordnen und so die Entwicklung der nächsten Jahre, bzw. Jahrzehnte für die Gemeinde zu steuern. Es geht eben gerade darum, den entstandenen Flickenteppich aufzulösen und feste Flächen festzulegen: Wo soll künftig gewohnt werden, wo sind die Geschäfte, wo die Hotels und Kurgebiete.

Auch schon lange anderweitig genutzte Flächen müssen neu umgeschrieben werden. “Es gibt zum Beispiel Sondergebiete, die inzwischen als normale Wohngebiete genutzt werden”, erklärt der Architekt. Nur mit der entsprechenden Ausweisung kann in den jeweiligen Gebieten auch die nötige Entwicklung stattfinden. Bisher muss für solche Gebiete jede winzige Kleinigkeit in einen eigenen Beschluss gefasst werden, der die Ausnahme regelt. Immerhin ist das Gebiet offiziell ja überhaupt nicht zum Wohnen gedacht..

Rückwandlung von Baugrund ist immer kritisch

Architekt Angerer war von Bad Wiessee aber auch sichtlich beeindruckt: “Zwischen den einzelnen Gebieten befinden sich sehr wertvolle Flächen” sagte er, “es gibt nach wie vor sehr schöne Seezugänge. Das ist echtes Kapital”. Dieses Kapital will Angerer auf jeden Fall erhalten sehen. Genauso die großzügigen Grünflächen. Was aber auch ersichtlich wird, ist, dass rings um die bisherigen Ortsgrenzen noch einige Flächen als Bebauungsfläche vorgesehen sind. Zumindest laut den momentan gültigen Plänen. Die Flächen sähe Angerer gerne wieder aus der Bebauungsfläche rausgenommen. Im Ort gebe es schließlich noch genügend nutzbaren Raum.

Das sind aber genau die Punkte, die irgendwann zum Streit führen können. Ob die “Wiese am Tegernsee” Baugrund oder Weide ist entscheidet immerhin über sehr viel Geld. Gegenüber der Tegernseer Stimme meinte Angerer dazu: “Solche Themen werden schnell zu Zerreißproben. Da kommt ein Gemeinderat nur geschlossen durch.” Er meint damit den Punkt, dass gerade in solchen Momenten schnell persönliche Beziehungen eine Rolle spielen. Frei nach dem Motto: “Der Sepp ist im Sportverein – die Wiese bleibt Baugrund” / “Der Herr Müller kommt aus Frankfurt – der Baugrund wird Weide” Das darf nicht passieren, sonst ist das Chaos vorprogrammiert und die ganze Arbeit am Ende umsonst.

Seepromenade als erster Schritt

Um Flächen wie hier zwischen Hotel Lederer und Haus des Gastes wird es beim Flächennutzungsplan gehen

Als ersten wichtigen Schritt sieht aber auch Angerer den “zentralen Bereich” rund um die ehemalige Spielbank, das Hotel Lederer und das Jod-Schwefel-Bad. In den Raum stellte er die Frage “wie fangen wir an?” Er meinte damit nicht  nur das Vorgehen innerhalb der einzelnen Fraktionen und des Gemeinderates, sonder vor allem die frühe Einbeziehung der Bürger. “Ein gemeinsam entwickeltes Konzept ist meist tragfähiger” macht er schon im Vorfeld klar und weißt vorsorglich darauf hin, dass “Bürgerentscheide 3 Jahre Planungsstop bedeuten.”

Angerer schließt seinen Vortrag mit den Worten: “Es gibt nur wenige Bereiche in Deutschland mit so einer Premiumlage!” Damit meint er das Gebiet Seepromenade. In Wiessee ist genau dieser Premiumbereich bisher eher Bauruine. Kurz geht Angerer noch auf Fördermöglichkeiten durch Land und Bund ein, ohne jedoch konkreter zu werden.

Viel Arbeit für Gemeinderäte

Nach dem Vortrag herrschte erstmal Stille im Sitzungssaal. Das war einfach sehr viel Info. Verstanden hat die komplette Tragweite vielleicht auch nicht jeder sofort und einige hatten sich innerlich vielleicht auch eher auf eine hitzige Diskussion zu konkreten Plänen eingestellt. Das war es aber nicht. Es ging noch nicht um die Details und darum wird es auch noch lange nicht gehen. Beim neu zu gestaltenden “Flächennutzungsplan Bad Wiessee” geht es um die zukünftige Ausrichtung eines kompletten Ortes und nicht um einzelne Gebäude. Es wurde vielen wohl klar, dass mit dem neuen Flächennutzungsplan sehr, sehr viel Arbeit auf alle Beteiligten zukommt.

Diskutiert wurde im Anschluss natürlich doch noch. Wichtiges gesagt aber eher weniger:

Kurt Sareiter (CSU) machte schon mal klar, dass “wir einem Umbau von Grünflächen nicht zustimmen werden”.

Stefan Hagn (Wiesseer Block) bemängelt, dass viele Straßen im Ort schnurgerade und “wie Start- und Landebahnen sind” – das will er gerne anders haben.

Hartwig Bayerschmidt (CSU) zeigte sich “überrascht, was wir an Freiflächen haben” und hat natürlich auch Wünsche für die Zukunft: “Wir sollten wirklich großen Wert legen auf ein prägendes Hotel”.

Bürgermeister Höß machte klar, dass die Meinung zum Hotel wahrscheinlich einstimmig ist.

Das letzte Wort hat nochmal Stefan Hagn: “Mir reicht’s jetzt!”

Im Juli geht’s weiter

Jetzt bekommen die Gemeinderäte erstmal die genauen Unterlagen zugeschickt. Die werden sie sich anschauen und bearbeiten und ende Juli/ anfang Juli wird dann in einer ersten nichtöffentlichen Arbeitssitzung getagt. Das ist wahrscheinlich auch besser so…