Freitag, 18. Mai 2012 (03:11 Uhr)

Grillen bei Güllegestank – Die Antwort vom Landwirtschaftsamt

Anmerkung vom 08. Juli 2010 / 10:15 Uhr:
Die Diskussion zum Thema “Grillen bei Güllegestank” entwickelt sich langsam. Inzwischen sind wir auf ziemlich gutem und sachlichem Niveau angekommen. Damit die Diskussion nicht auf irgendwelchen Unterseiten verloren geht, holen wir den Beitrag und den letzten Kommentar einfach nochmal nach oben (mehr Kommentare zum Thema sind am Ende des Artikels oder auch im ersten Artikel):

Zunächst mal vielen Dank an Herrn Obermaier für die detailierte Stellungnahme.

Während ich Ihnen in manchen, v.a. technischen Punkten nicht zustimmen kann, weil die technologische Entwicklung mittlerweile deutlich fortfeschritten ist, stimme ich Ihnen in einem Punkt ganz deutlich überein: eine bäuerlich geprägte und gepflegte Kulturlandschaft ist ein ungemein positiver Beitrag für alle Bewohner des Tegernseer Tals.

Genau diese Aufgabe (das Pflegen der Kulturlandschaft) kann aber nur dann erfüllt werden, wenn die Existenz der Bauern langfristig gesichert ist. Eine wie derzeit betriebene Mono-Wirtschaft mit Milchvieh wird angesichts der Liberalisierung des Milchmarkts mit einhergehendem massivem Preisdruck nicht mehr das Überleben der Bauern im Tal sichern können. Das müssen alle Beteiligten einsehen. Auch regionale oder nationale Lösungen (z.B. Mindestpreis) helfen nicht: Wenn die “Chiemgauer Bauernmilch” in “Frische Alpenmilch” umbenannt wird, liegt das daran, dass die Molkerein so auch billige Milch aus den billigeren Alpenländern Österreich, Italien und Frankreich verwenden können.

Der Druck auf den Milchpreis wird auch weiter steigen. Die einzige strategische Chance, die die lokalen Bauern haben ist Diversifizierung und Differenzierung. Das heißt, zusätzliche Standbeine aufbauen und Nichenmärkte besetzen. Ein sehr guter Schritt in diese Richtung ist z.B. das Projekt “Tegernseer Landkäserei”. Weitere Diversifizierungsfelder sind Tourismus (Ferienwohnung, Hüttenvermietung, etc.) und eben ganz besonders die Energiegewinnung. Mit einem Solardach und einem genossenschaftlich betriebenem Biogaskraftwerk können die Bauern eine zusätzliche und stabile Einkommensquelle für sich erschließen. Der verminderte Geruchsbelastung ist hier quasi nur ein positiver Nebeneffekt.

Meiner Meinung nach ist es hier sehr gefährlich, sich der neuen Technologie zu verwehren und die nunmal reale Entwicklung in der Landwirtschaft zu ignorieren – am Ende führt das vom Bauernpräsidenten Sonnleitner schon immer prognostizierte Bauernsterben auch im Tegernseer Tal dazu, dass die bäuerliche Kulturlandschaft mit all ihren Vorzügen für Einwohner und Touristen gänzlich verschwindet.

Ein genossenschaftlich betriebenes Biogaskraftwerk kann dazu beitragen, dieses Szenario zu verhindern.

Ursprünglicher Artikel vom 02. Juli 2010 / 14:23 Uhr:
Das Thema Grillen bei Güllegestank haben wir gestern als Leserstimme online gestellt. Daraufhin haben sich einige Personen in die Diskussion eingeschaltet. Heute nun kommt die Reaktion von Rüdiger Obermaier. Er ist Leiter der ländlichen Strukturentwicklung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Miesbach. Und somit ein ausgewiesener Experte in diesem Bereich.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sicherlich kann es zu unangenehmen Situationen kommen, wenn im Rahmen einer Grillparty sich der Essensduft mit Gülle-Gerüchen vermengt.
Allerdings halten wir es übertrieben, dass davon jeder zweite Tag im Sommerhalbjahr betroffen ist. Denn die Felder werden immer nach einer Nutzung gedüngt, um dem Folgeaufwuchs die notwendige Nahrung zu geben, wie den Menschen die Grillmahlzeit. Die Bauern versuchen vor einem Regen, um die Nährstoffe in den Boden einzuwaschen und effizienter zu verwerten, vor jedem Aufwuchs kleine Gaben, aber dafür möglichst zu jedem Aufwuchs die Gülle bzw. Jauche auszubringen.

Die angeblich erheblich eingeschränkte Lebensqualität durch landwirtschaftliche Emmissionen (Lärm und Gerüche) wird doch gerade im Tegernseer Tal durch eine bäuerlich geprägte und gepflegte Kulturlandschaft mehr als kompensiert. Wie würde sich die Landschaft verändern, wenn es keine oder noch weniger Bauern gäbe, die die Wiesen über den Wiederkäuermagen verwerten? Der Duft frisch gemähten Grases oder das Bild weidender Kühe wird doch Unannehmlichkeiten weniger Tage im Jahr vergessen lassen.

Der Vorschlag der Verwertung der Gülle über Biogasanlagen, um die Geruchsemmission zu reduzieren, ist leider nicht möglich. Einem solchen Vorhaben steht, gerade für kleinere Betriebe, eine mangelnde Wirtschaftlichkeit solcher Investitionen entgegen. Gras allein, ohne zusätzliche Beigaben, wie Mais oder sonstige energiereiche Pflanzen, vermindert die Gasausbeute. Eine solche Anlage kann zwar die Gerüche etwas reduzieren, dafür riecht sie etwas anders. Außerdem sollte man wissen, dass bei der anaeroben Vergärung zu Biogas die organische Substanz von den Mikroorganismen weitgehend abgebaut wird, die wir ansonsten dem Boden wieder zurückführen und zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit beiträgt.

Aus unserer Sicht eignen sich in solchen Fällen bestens freundlich gehaltene Gespräche zwischen Nachbarn, in diesem Fall zwischen städtisch orientierten Anwohnern und Bauern. Ein gegenseitiges, tolerantes Informationsgespräch mit gegenseitiger Rückmeldung, rückt die Angelegenheit sicherlich wieder in ein anderes Licht.

Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Obermaier
AELF Miesbach

Hier noch der ursprüngliche Beitrag mit der Leserstimme. Wer auch die Kommentare dazu lesen möchte, sollte direkt auf den Artikel gehen:

Grillen bei Güllegestank? Nicht jedermanns Sache! So auch für einen “Anonymen Informanten”, der uns gestern eine Mail geschrieben hat. Für ihn ist es ein ziemliches Ärgernis, dass die Bauern im Tal die Felder mit Mist düngen – als Alternative wird eine Biogasanlage vorgeschlagen. Wir geben die Email einfach unkommentiert weiter und verweisen hiermit auf die Möglichkeit, dass jeder seine eigene Meinung entweder in den Kommentaren hinterlassen darf oder uns auch eine Mail schreibt an: info@tegernseerstimme.de

Das ist die Email, wie sie uns erreicht hat:

Hallo,

bei dem schönen Wetter in den letzten Tagen tritt folgendes Szenario bei einigen Talbewohner immer wieder auf. Die Sonne scheint, es ist warm und die Metzger-Theken sind prall gefüllt mit Grillfleisch und anderen Leckerein – was liegt näher als einen schönen Grillabend mit Freunden zu verleben?

Problem dabei: die örtlichen Bauern verteilen wieder einmal fleißig Gülle über die Wiesen und Felder, was zu einer massiven Geruchsbelästigung führt. Das gemütliche Grillen und draußen auf Terasse oder Balkon sitzen kann man vergessen. Und da jeder Bauer einen individuellen Zeitplan verfolgt, um seine Felder zu düngen, kann man durchaus von April bis Oktober damit rechnen, dass an 4 von 7 Tagen mindestens einer der zahlreichen angrenzenden Bauern Gülle verteilt und es gehörig stinkt.

Für mich eine mittlerweile massive Beeinträchtigung der Lebensqualität im Tegernseer Tal!

Umwelt-technisch ist das Düngen mit Gülle ebenfalls eine Katastrophe, weil die Wiesen einseitig mit Amoniak und anderen sauren Verbindungen angereichert werden – alle Gräser und Wiesenblumen sterben ab – über bleibt nur das Sauergras und Löwenzahn.

Zugegeben, die Gülle muss ja irgendwohin – im Stall kann sie nicht bleiben. Aber im 21. Jahrhundert gibt es eine Möglichkeiten die Gülle sinnvoll, umweltschonend und wirtschaftlich attraktiv zu nutzen: Biogas-Anlagen. Diese wandeln von örtlichen Bauern herbeigebrachte Gülle in Biogas um, das entweder ins lokale Gasnetz eingespeist werden kann oder mit einem Mini-Kraftwerk direkt elektrische Energie erzeugt. Eine Biogasanlage, die Strom ins Netz einspeist, rentiert sich langfristig durch die garantierten Preise, die der Gesetzgeber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den alternativen Stromerzeugern garantiert. Von den Einnahmen können die Landwirte hochwertigen Dünger kaufen, der die Erträge der Wiesen erhöht und gleichzeit die natürliche Beschaffenheit des Bodens wiederherstellt.

Meiner Meinung nach wäre bringt eine derartige Anlage für das Tegernseer Tal eine deutliche Steigerung der Lebensqualität mit sich, sie ist umweltfreundlich und innovativ, und sie berücksichtigt dabei die Bedürfnisse der örtlichen Landwirte.

Weiterführende Informationen finden sich u.a. hier: http://www.goethe.de/ges/umw/dos/ene/bio/de1593254.htm

Vielleicht ist das Thema ja einen Eintrag unter “Tal21″ wert? Über eine entstehende sachliche und interessante Diskussion auf tegernseerstimme.de würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.

Viele Grüße

Fotobericht zur Eröffnung des Gmunder Dorfladens – 80% der Produkte sind da, den Rest bestimmen die Kunden

Der Geschäftsführer begrüßt die ersten Kunden.

Gestern Mittag, 10. Juni, wurde in Gmund der neue Dorfladen mit einer Feier eröffnet. Dabei waren viele Offizielle, Geistliche, Wichtige und auch einfach nur eine Menge neugieriger Besucher. Aber auch hier denken wir, dass Bilder mehr als tausend Worte sagen. Aus dem Grund haben wir eine relativ ausführliche Bilderstrecke vorbereitet. Wer trotzdem mehr Infos braucht. Bei den einzelnen Bildern sind die wichtigen Informationen als Bildunterschrift mit aufgenommen. Dazu werden wir in den nächsten Tagen ein Video von der Eröffnung online stellen.

Aber jetzt erstmal viel Spass mit den Bildern.

Der Geschäftsführer Andreas Vogt (2. v. rechts) begrüßt die ersten Kunden. Ganz Rechts steht der Kopf hinter dem "Wir machen das selber" Dorfladen-Konzept Gunnar Matysiak. Gerade ältere Kunden, so Vogt, sind überglücklich, dass es im Gmunder Zentrum wieder eine Einkaufsmöglichkeit gibt.

Johann Schmid, Aufsichtsrat der Gesellschaft des Dorfladens, eröffnet die Feier mit einer sehr langen Rede. Im Hintergrund der Bürgermeister Georg von Preysing, der sich daraufhin als zweiter Redner erstaunlich kurz fasst. Ist man gar nicht gewohnt.

Schätzungsweise 70 Personen sahen, hörten und schmeckten die Eröffnung des Gmunder Dorfladens.

Die Presse war auch da: Hier versperrt uns der Hausfotograf der Tegernseer Zeitung (Plettenberg, Vorname kennen wir nicht) die Sicht.

Etwa 40 Minuten dauerten die Ansprachen und Danksagungen. Da war manch einer froh, dass es daraufhin die eine oder andere kühle Halbe gab.

In einer Reihe von links nach rechts: Die beiden christlichen Vertreter Andreas Kopp-von Freymann (Evangelisch) und Wieland Steinmetz (Katholisch). Dann als 5. von links Bürgermeister von Preysing (in Lederhose und Mikro), Andreas Vogt (Geschäftsführer) und Johann Schmid (Aufsichtsrat).

Knapp 50.000 Euro sind von den Anteilseignern bereits eingezahlt worden. Dabei wohnen laut Johann Schmid etwa 15% der Gesellschafter nicht dauerhaft im Tegernseer Tal.

Georg von Preysing nach den Reden beim gemütlichen Teil. Bier und Semmeln gab`s frei auf die Hand.

Ohne Worte

Zu sagen, Freibier floss in Strömen wäre übertrieben. War ja erst kurz nach Mittag.

Einige Eindrücke vom Innenbereich hatten wir bereits in diesem Artikel veröffentlicht.

Die Ferienregion Tegernsee – aber wen interessiert das?

TTT Video

Anmerkung vom 07. Juni / 17:02 Uhr:
Wir haben noch ein Video gefunden, wie die TTT den Tegernsee vor zwei Jahren präsentiert hat: Damals war es noch deutlich gelungener. Man verlernt dort scheinbar mit der Zeit. Das Video ist ganz unten im Beitrag.

Anmerkung vom 03. Juni:
Einige haben uns auf den Beitrag ziemlich gute Videos geschickt, die zeigen, wie man es besser machen kann als die TTT. Wir haben die Videos direkt in den Beitrag übernommen.  Wenn sonst noch jemand gute Vorschläge hat – einfach den Link in die Kommentare posten. Oder einfach nur die eigene Meinung zu den Vorschlägen sagen.

Ursprünglicher Artikel vom 02. Juni:
Die TTT (Tegernseer Tal Tourismus GmbH) hat ein neues Video veröffentlicht. Ich hab’s mir angeschaut. Und jetzt stelle ich mir ein paar Fragen: Wer soll sich ein NEUN Minuten langes Video anschauen? Warum soll sich jemand neun Minuten ein Video anschauen, das NULL Informationsgehalt hat? Wer kommt überhaupt auf die Idee neun Minuten lang irgendwelche Bildsequenzen aus dem Tegernseer Tal zusammen zu schneiden, OHNE dabei eine einziges Wort zu reden? Und die allerwichtigste Frage: WER bezahlt das?

Die TTT ist ja inzwischen auf einigen Online-Kanälen unterwegs: Twitter, Facebook, Blog und eben auch auf Youtube. Ich schätze ja mal, dass damit versucht werden soll eine jüngere Zielgruppe für das Tegernseer Tal anzusprechen und zu begeistern. Meine Oma schaut sich zumindest weder Videos auf Youtube an, noch ist sie Mitglied bei Facebook oder twittert News vom Kaffeekränzchen.

Die Frage ist nur: Begeistere ich junge Menschen mit Videos von Trachtenvereinen, Seeschifffahrten und gähnend langweiligen Kameraschwenks durchs Tegernseer Tal? Videos, die selbst bei “Kein schöner Land” wenigstens alle drei Minuten vom Moderator unterbrochen werden – weil selbst der älteste Zuschauer Musik und schöne Bildchen auf Dauer einfach einschläfernd findet.

Die TTT ist aber anscheinend der Meinung, dass genau diese gezielte Langeweile, die Trägheit des Kameraschnittes, der fehlende Informationsgehalt und die teils rustikale, teils einfach schlechte Musik, den klassischen Youtube-User zum neun Minuten verweilen einlädt. Und im Anschluss natürlich das dringende Bedürfnis bei ihm weckt, sofort ins Auto zu steigen und an den Tegernsee zu kommen.

Aber so will man bei der TTT anscheinend das Tal präsentiert sehen: Langweilig, träge und altmodisch. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man dort wahrscheinlich viel Geld in die Hand nimmt, eine Mainzer Produktionsfirma beauftragt und das Ergebnis anschließend als Werbung für’s Tal online stellt.

Auf dass wir in Zukunft von jungen Horden überrannt werden!

Wenn jemand ganz viel Geduld und etwas Langeweile hat, kann er sich das Video gerne persönlich anschauen:

Hier noch ein Video aus dem Chiemgau. So kann man es auch richtig machen:
(vielen Dank an Edeltraud von
mein-tegernsee.de, die uns den Link zum Video geschickt hat)

So präsentiert sich Südtirol. Sehr gelungen, wie ich finde. (Danke an Bertram für den Vorschlag und den Link)

In diesem Video präsentiert sich das Bräustüberl. Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall um einiges höher, wie beim TTT-Video: (Vielen Dank an Tobias für Vorschlag und Link)

Wir haben noch ein Video bekommen, das vor ca. 2 Jahren von der TTT produziert wurde. In Zusammenarbeit mit der in Gmund ansässigen Medienproduktion Eduard von Overheidt war damals geplant, etwa zehn kurze Videos pro Jahr zu produzieren. Die Kosten hätten sich damals auf rund 10.000 Euro/Jahr belaufen. Das ist in etwa die Summe, die in der Größenordnung auch für das aktuelle Video ausgegeben wurde. Wahrscheinlich war das aktuelle sogar noch etwas teurer. Was wir nicht ganz verstehen: Vor zwei Jahren war die Präsentation des Tegernsees unserer Meinung nach deutlich gelungener. Die Produktion wurde damals nach drei Videos eingestellt – Gründe unbekannt.

Bertram hat auch noch einen Link von einem sehr guten ZDF-Beitrag geschickt. Leider können wir das Video nicht direkt bei uns abspielen. Den Beitrag gibt es aber direkt beim ZDF: Einfach hier klicken.

Expertenrunde in Tegernsee: Wieviel Hotels braucht das Tal

Eine Expertenrunde zum Thema "Große Hotels im Tegernseer Tal" im Gasthof Schandl am 08. Juni.

Eine Expertenrunde zum Thema "Große Hotels im Tegernseer Tal" im Gasthof Schandl am 08. Juni.

Gasthofs Guggemos in Tegernsee. Hotel Lederer in Bad Wiessee. Gut Kaltenbrunn in Gmund. Das sind die Namen viele offener Hotel-Baustellen. Aber grundsätzlich sollte erstmal die Frage beantwortet werden: “Wie viele Hotels braucht das Tegernseer Tal?
Die CSU Tegernsee stellt diese Frage in den Mittelpunkt einer öffentlichen Expertenrunde am Dienstag den 8. Juni. Los geht`s um 19:30 Uhr im Gasthof Schandl in Tegernsee.

Als Experten sind da:
Andreas Greither (Inhaber Hotel Westerhof)
Peter Kahl (Direktor Hotel Bayern)
Georg Overs (GF Tegernseer Tal Tourismus GmbH)
Alexander Sego (Inhaber Hotel Luitpold)
Professor Dieter Weiler

Die Moderation übernimmt Peter Friedrich Sieben, Vorsitzender des CSU Tegernsee.

Objektiv berichtet: Zukunftsplanung für Gmund in vollem Gange

Auch ohne das Thema Maximilian hat Gmund einige offene Baustellen. Dass die Gmunder Bürger aber viele Ideen für die Zukunft Ihrer Gemeinde haben, zeigen Sie bei den diversen Bürgerwerkstätten und Zukunftsforen. Immer wieder beteiligen Sie sich mit viel Engagement und zeitlichem Einsatz. Die Ideen aus einer dieser Veranstaltungen, der Zukunftskonferenz vom 06./07. November letzten Jahres, sind nun in einer übergeordneten Experten-Runde diskutiert und ausgewertet worden.

Kompetente Experten diskutieren im Gmunder Rathaus

Die Agentur “Identität & Image” hatte zusammen mit dem Bürgermeister zu einer 1 1/2 Tage dauernden Aktion im Gmunder Rathaus eingeladen. Dieses mal aber unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Das Ziel war es für die insgesamt 6 Themenfelder machbare Vorschläge für die Zukunft Gmunds herauszuarbeiten. Dazu nahmen sich die Paten aus der Zukunftkonferenz und weitere hinzugenommene Experten aus den jeweiligen Bereichen zwischen 2 und 4 Stunden Zeit pro Thema.
Die einzelnen Themen sowie die beteiligten Personen waren:

Tourismus und Gastronomie
Werner Seitz vom Gasthof Kreuzstraße, Heide Müller von der Tourist-Info und Stefan Göttlicher von der Standort-Marketing-Gesellschaft Miesbach (SMG)

Zusammenleben und Generationen
Elternbeirätin Andrea Haberle, Ingo Eberle vom planetX in Tegernsee, Sylvia Rauscher vom Diakonieverein, Peter Huber vom Schulamt und Beate Haslinger-Naß von der Caritas

Gewerbliche Wirtschaft
Stefan Göttlicher von der SMG und der Kreisbaumeister Werner Pawlovsky

Einkaufen
Gabriele Schaftari vom Geschenke- und Blumenladen in der Tölzerstrasse, Michael Ziegler von der betreuenden Agentur Identität & Image und Klaus Bornemann

Umwelt und Energie
Helmut Jaki vom Energiebüro in der Tölzerstrasse, Peter Haberzettl von der Stiftung Energiewende Oberland sowie der Landschaftsarchitekt Melchior Sappl

Städtebau und Verkehr
Werner Pawlovsky, Signaltechniker Anton Grafwallner, Städteplanner Klaus Immich, Gunnar Bernstein von der BOB und Herbert Lausecker von der RVO

Zusätzlich bei allen Experten-Runden anwesend waren:
Bürgermeister Georg von Preysing, Kämmerer Georg Glas, Bauamtsleiterin Beate Lang sowie Alfons Besel

Man merkt der Zusammensetzung an, dass sich die Verantwortlichen einige Gedanken gemacht haben. Das Thema Maximilian wurde übrigens bewusst ausgespart. Dafür wird es eine gesonderte Experten-Runde geben, die im Juli tagen soll.

Erste Entscheidungen werden noch Zeit brauchen

Doch welche Ergebnisse resultieren aus den 1 1/2 Tagen? Was sind die machbaren Vorschläge für die Zukunft Gmunds?
Diese Fragen können verständlicherweise erst nach der Auswertung der aktuellsten Ergebnisse beantwortet werden. Der Gmunder Geschäftsführer Alfons Besel wies jedoch vorsorglich darauf hin, dass nur die Vorschläge, die für die Zukunft des Ortes wirklich wirksam sind, eine Chance haben.

Und wie lange dauert es bis man erste Auswirkungen sehen wird?
Laut Bessel müssten nun Zuschussmöglichkeiten überprüft und ein Zeitrahmen festgelegt werden. “Ein bis zwei Jahre sind realistisch.“

Ganz konkret bedeutet das für die nächsten Schritte, dass sich voraussichtlich Ende Juli eine Lenkungsgruppe im Gmunder Rathaus einfinden wird. Diese wird sich mit den Ergebnissen der Expertenrunde beschäftigen. Im Herbst kann dann der Gemeinderat zum ersten Mal Entscheidungen treffen.

Interview mit dem Bergzeit-Chef: Die Kurzfassung

In den letzten Tagen haben zwei große Blogs, excitingcommerce und deutsche-startups, unser Interview mit Klaus Lehner in Ihre Berichterstattung mit aufgenommen. Das und die vielen Zugriffe der Stammleser zeigen uns, dass das Thema scheinbar einige interessiert. Eventuell fragen sich ein paar warum Bergzeit als “kleines” Sportgeschäft aus Großhartpenning so erfolgreich geworden ist. Oder das Interesse an dem Neubau in Moosrain ist sehr groß. Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, dass das Interview von vielen als zu lang empfunden wird. Deswegen hier für die Kurzleser und die es noch nicht kennen, eine Zusammenfassung:

Im Gespräch mit der Tegernseer Stimme spricht Klaus Lehner über den Start seiner Firma vor 10 Jahren.  Die turbulente Anfangszeit bis zum heutigen Staus Quo mit 50 Mitarbeitern, 2 großen Geschäften und einen Umsatz von 7,8 Mio. Euro pro Jahr. Laut Lehner ist und war folgendes mitentscheidend für den Erfolg von Bergzeit.

“Wir haben nicht die klassische Sportladenstruktur und Denkweise. Sondern spielen unsere Stärke im Internet aus, sorgen damit für einen schnellen Umschlag der Waren und übertragen das auf unsere stationären Geschäfte.”

Lehner betont zugleich, dass Bergzeit trotz der 2 Geschäfte immer noch 60% seines Umsatzes über das Internet macht. Nichtsdestotrotz freut er sich auf den dritten Laden in Gmund-Moosrain, der gleichzeitig auch eine große Investition für die Firma darstellt. Denn das Gebäude im Stil eines finnischen Blockhaus kostet 2 Mio. Euro und beherbergt 2.000 qm Verkäufsfläche. Gebraucht werden 15 Mitarbeiter. Davon sind aber erst 5 gefunden. Chancen für Bewerber sind also da. Interessierte finden in diesem Beitrag mehr Infos.

Die zukünftig im Gebäude integrierte Tourist Info sieht er, auch für das Tegernseer Tal, sehr positiv. Betont aber, dass durch die Marketingaktionen von Bergzeit auch die TI von der Anzahl der Bergzeit-Kunden profitieren wird.

Die Tourist Info in der neuen Bergzeit-Filiale in Moosrain

Die Frage ob die anderen Sportgeschäfte im Tal von seinem Expansionsdrang begeistert sind, beantwortet Lehner erwartungsgemäß mit nein. Wobei er sich in der Folge eher besorgt zeigt um die Internet-Strategie der meisten lokalen Händler:

“Ich denke, dass viele stationäre Händler, unabhängig von der Branche, mit einer falschen
Strategie ins Internet gehen. Ein Vollsortiment mag im stationären Geschäft ausreichen.
Aber wenn ich das einfach ins Internet übertrage, bin ich vergleichbar.”

so Lehner. Sein abschließendes Fazit und gleichzeitiger Tipp für die Internet-Bemühungen der lokalen Geschäfte lautet dann auch:

“Ein Händler muss zuerst überlegen worin seine Stärken liegen, worin er “Weltmeister” ist.
Dieses Segment, diese Nische muss er dann im Internet bedienen. Wenn er das gut macht,
wird er viele Kunden davon überzeugen, bei Ihm zu kaufen.”

Und auch wenn Klaus Lehner im Nachsatz darauf hinweist, dass das eigentlich zwei unterschiedliche Geschäfte braucht, ist es seiner Meinung nach diese Ambivalenz, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

Für die, die sich trotzdem noch für das lange Interview interessieren. Einfach auf diesen Link klicken.

Interview mit dem Bergzeit-Chef: 2.000 qm, 2 Mio. Baukosten und noch Mitarbeiter gesucht

Klaus Lehner, Geschäftsführer von Bergzeit

Klaus Lehner (50), Geschäftsführer von Bergzeit

Der Bergzeit-Neubau in Moosrain nimmt langsam Gestalt an. Und das ist auch gut so, denn in 4 Monaten soll es ja schon losgehen. Dann wird es auch zum ersten Mal eine Tourist Info für das komplette Tegernseer Tal geben. Wir haben uns vor einer Woche mit dem Geschäftsführer von Bergzeit, Klaus Lehner, im Cafes des Atrion getroffen und mit ihm ein ausführliches Interview geführt. Wer also wissen will, was genau Bergzeit in Gmund vorhat, wie der Laden am Ende aussieht und warum die Sporthändler im Tal nicht so begeistert davon sind, sollte sich das Interview durchlesen. Es ist zwar etwas länger geworden. Aber wir denken es lohnt sich.

Tegernseer Stimme (TS): Hallo Herr Lehner, können Sie bitte ein paar Worte zu Bergzeit sagen. Wie ist die Firma entstanden, wo haben Sie Ihre Standorte und wie lange gibt es sie schon?

Klaus Lehner: Die Firma Bergzeit gibt es seit 10 Jahren. Entstanden ist sie aus meiner Leidenschaft, dem Outdoorsport und der Ausstattung. Am Anfang hab ich mir die Produkte selbst gekauft und von was ich überzeugt war, hab ich auf meine Webseite gestellt. Der Versand lief sehr lange über meinen Dachboden. Das ging dann einige Jahre gut, und ich hab das alles nebenher in ganz kleinem Stil betrieben. Das erste stationäre Geschäft habe ich dann 2005 in Großhartpenning aufgemacht. Aber eigentlich auch nur weil die ersten Kunden Ihre Ware bei uns abholen wollten und das Lager in der Form einfach nicht repräsentativ war. Ja, und so ist es nach und nach immer größer geworden. Und mittlerweile haben wir 2 Geschäfte, knapp 50 Mitarbeiter und einen Umsatz von 7,8 Mio. Euro pro Jahr. Davon einen Hauptteil über die Webseite www.bergzeit.de.

TS: Das heißt die Firma Bergzeit kommt ursprünglich aus dem Internetversand?

Lehner: Absolut. Das war zu Beginn unser Fokus. Und ich denke das ist auch heute noch der Grund weshalb Bergzeit so erfolgreich ist. Wir haben nicht die klassische Sportladenstruktur und Denkweise. Sondern spielen unsere Stärke im Internet aus, sorgen damit für einen schnellen Umschlag der Waren und übertragen das auf unsere stationären Geschäfte. Aber man darf nicht vergessen, wir machen immer noch 60% unseres Umsatzes über das Internet. Jedoch für mich persönlich ist der Verkauf im stationären Geschäft mit den Läden in Großhartpenning und Otterfing, und ab Oktober dann hier in Moosrain, eine viel schönere Form des verkaufens. Wir haben mit schönen Produkten zu tun. Und diese gehören schön präsentiert.

Die Verkaufsfläche beträgt insgesamt 2.000 Quadratmeter

TS: Welche Produkte bieten Sie an?

Lehner: Unser Hauptproduktangebot liegt in den Bereichen Wandern, Bergsteigen, Klettern und Trekking. Im Winter ist der Schwerpunkt eher auf Schneeschuhwandern, Skitouren und Freeriden. Dabei sind uns drei Dinge wichtig: ein breites Angebot an Markenprodukten, dann natürlich ausführliche und kompetente Beratung und schließlich die Weitergabe von Kostenvorteilen an treue Kunden.

TS: Sie eröffnen im Oktober Ihren dritten Laden, hier in Moosrain. Wie groß wird das Geschäft und welche Produkte verkaufen Sie dort?

Lehner: Das gesamte Verkaufsareal wird 2000 qm groß sein. Und die Produkte gehen ganz grob in Richtung Wandern und leichte Bergsteigerausrüstung.

TS: 2000 qm! Das ist ne ganze Menge. Darf ich fragen was der Bau kostet?

Lehner: 2 Millionen Euro.

TS: Und welche Kunden erwarten Sie in dem neuen Geschäft? Eher die durchfahrenden Touristen oder Einheimische?

Lehner: Beide. Wobei natürlich die Urlauber für uns sehr interessant sind. Unsere Philosophie für den neuen Laden orientiert sich auch an der Art des Tegernseer Tals – in meinen Augen eher ein liebliches Tal – und somit auch an den Sportarten, die hier ausgeübt werden. Damit werden sich auch die Produkte von den anderen Standorten unterscheiden. Kurz gesagt entsteht in Moosrain Bergzeit Outdoor. Dagegen sind in Großhartpenning eher bergsteigerorientierte Ausstattungen im Sortiment, da die Kunden dann oft ins Karwendel oder auch nur zur Kletterhalle nach Tölz weiterfahren. Deswegen definieren wir den Laden dort als Bergzeit Alpin. Einen Überlapp wird es zwar geben. Aber 60% des Sortiments gibt es nur an einem Standort.

Bergzeit als Outdoor-Kette? Das wird es nicht geben!

TS: Muss man sich Bergzeit dann zukünftig als Kette vorstellen? Jedes Jahr mehrere neuer Filiallen mit den gleichen Produkten und der gleichen Ausstattung? Ein McDonalds für Outdoor?

Lehner: Nein, das ist nicht mein Ziel. Wie konzentrieren uns auch weiterhin auf das Internet. Das stationäre Geschäft nimmt aber einen immer größeren Teil ein. Und es macht Spass. Das ist auch das wichtigste bei all unseren Anstregungen: Bergzeit ist nicht rein auf wirtschaftliche Ergebnisse optimiert. Bergzeit hat was zu tun mit Sachen umsetzen, die Spass machen. Dazu gehört auch das Internet. Aber dazu gehören vor allem die schönen Sachen, die wir verkaufen. Und schöne Sachen müssen auch schön präsentiert werden. Am besten in einem Laden, der passend zum Outdoorgedanken das Thema Oudoor transportiert. Das ist auch die Philosophie hinter dem neuen Laden in Gmund. Heimelig, atmösphärisch soll er werden – keine Schicki-Micki-Bude. Viele natürliche Materialien, mit viel Licht, Natur und auch Moderne. Allerdings ist so etwas immer abhängig von der Umgebung und von der Art der Produkte, die man verkauft. Und damit ist es nicht unendlich reproduzierbar. Deswegen ganz sicher keine Kette. Das würde dem Bergzeit-Gedanken widersprechen.

TS: Wie kamen Sie eigentlich auf das Gebäude in Gmund?

Lehner: Da gibt es eine große und lange Vorgeschichte. Ich halte es aber mal kurz: Angefangen hat das mit der Firma KPC, die sich schon vor 3 Jahren zusammen mit der Gemeinde Gmund Konzepte für den dortigen Standort überlegt hat. Die Ideen variierten von einem Oulet-Center bis hin zu einem Event-Center. Damals ist auch dieses Gebäudekonzept, die Art des Gebäudes wie es heute gebaut wird, entstanden. Nach einiger Zeit war ich dann als Mieter im Gespräch. Allerdings ist uns allen dann mit der Zeit klar geworden, dass ich das selbst bauen und finanzieren muss, damit wir das so umsetzen können, wie es am besten zu Bergzeit passt. Parallel dazu hab ich durch Zufall Herrn Overs kennengelernt. Und daraus ist dann die Idee entstanden, dass das ebenfalls ein guter Standort für die Tourist Info sein könnte.

TS: Wie schätzen Sie das ein? Wird Bergzeit eher von der TI profitieren oder die TI von Bergzeit?

Lehner: Wir werden sehen. Aber ich schätze beide werden voneinander profitieren. Bei Bergzeit geben wir sehr viel für Werbung und Veranstaltungen aus und haben durch das Internet auch mittlerweile eine Menge Kunden aus der ganzen Republik. Die wollen alle mal Bergzeit sehen wenn Sie in den Süden fahren oder fahren teilweise deswegen extra hierher und stehen dann morgens auf dem Parkplatz. Das ist uns in Großhartpenning immer wieder passiert. Und das wird auch hier passieren. Das bedeutet wir werden in den Parkplatzbereich Leute reinbringen, die nicht zur TTT fahren würden. Und auf der anderen Seite werden wir davon profitieren, dass Urlauber, die nie zu Bergzeit kommen würden, bereits auf dem Parkplatz sind und dann auch einen Blick in unseren Laden wagen. Also meiner Meinung nach für beide Seiten eine win-win-Situation. Und für das Tegernseer Tal einfach eine schöne, verkehrsgünstig erreichbare Tourist Info, die die Besucher auf die einzelnen Gemeinden verteilt.

Die lokalen Händler stehen im Internet
vor großen Herausforderungen

TS: Wie haben die anderen Sportgeschäfte im Tegernseer Tal auf Ihre Pläne reagiert?

Lehner: Sie sind erwartungsgemäß nicht sehr begeistert und haben das den Lieferanten, mit denen wir teilweise ebenfalls zusammenarbeiten, auch so gesagt.

TS: Erwarten Sie eigentlich eine zunehmende Konkurrenzsituation durch die lokalen Händler im Internet? Also in Ihrem Stamgeschäft?

Lehner: Ich denke eher weniger, da wir mit unserem Sortiment und unserer Herangehenweise relativ gut positioniert sind. Darüberhinaus denke ich, dass viele stationäre Händler, unabhängig von der Branche, mit einer falschen Strategie ins Internet gehen. Ein Vollsortiment mag im stationären Geschäft ausreichen. Aber wenn ich das einfach ins Internet übertrage, bin ich vergleichbar. Und spätestens wenn meine Konkurrenz im Internet mehr Produkte hat und diese günstiger anbieten kann, auch nicht mehr konkurrenzfähig. Aus dem Grund muss sich ein Händler zuerst überlegen worin seine Stärken liegen, worin er “Weltmeister” ist. Dieses Segment, diese Nische muss er dann im Internet bedienen. Wenn er das gut macht, wird er viele Kunden davon überzeugen, bei Ihm zu kaufen.

TS: Was genau könnte diese Nische sein?

Lehner: Das muss jeder für sich entscheiden. Das könnten indianische Buschtrommeln sein oder auch hochwertige Bergschuhe. Irgendetwas worin ich wirklich gut bin und meinen Kunden einen größeren Mehrwert bieten kann, als einer der großen Anbieter, die das ganze Sortiment abdecken müssen und sich deswegen auf den kleinen Bereich nicht so konzentrieren können.

TS: Das erfordert dann aber auch zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Eine für den stationären Handel und eine für das Internet.

Lehner: Das ist richtig. Im stationären Handel brauche ich ein flächendeckendes Produktsortiment. Das kann auch ruhig schwach sein. Im Internet funktioniert dieser Ansatz aber nicht. Und deswegen müssen Sie dafür eigentlich ein zweites Geschäft starten. Eines, dass die Nische bedient und sie darin als Experte positioniert. Diese Ambivalenz ist schwierig. Für den Erfolg im Internet aber unerlässlich.

TS: Herr Lehner, Vielen Dank für das Gespräch.

Anmerkung: Im einem Beitrag, den wir vor ein paar Tagen online gestellt hatten, haben wir bereits kurz über die Stellensuche für den neuen Laden in Mossrain berichtet. Einfach auf diesen Link klicken. Dort steht auch wo man sich bewerben kann und welche Art von Mitarbeiter Bergzeit sucht. Viel Erfolg für die Bewerber.

Anmerkung zum Artikel: Gemeinderat in Rottach entscheidet sich gegen die Hauptschule in Gmund

Anmerkung vom 11.05.2010
Wie bereits angekündigt, hat heute Nachmittag auch der Tal-Schulverband die Entscheidung aus Rottach umgesetzt: Es wird keine Hauptschule in Gmund geben. Mit 2/3 Mehrheit hat der Tal-Schulverband die Neubaupläne gestrichen. Neben Rottach waren auch die Gemeinden Kreuth und Bad Wiessee gegen den Neubau und die Zusammenlegung.

Bürgermeister Franz Hafner konnte seinen Gemeinderat gestern nicht vom Umzug nach Gmund überzeugen

Ursprünglicher Artikel vom 28.04.2010 / 12:41 Uhr
Das Ergebnis war deutlich: 15:6 entschieden sich die Rottacher Gemeinderäte gegen den Umzug der Hauptschule nach Gmund. Rund 30 Zuschauer füllten die Besucherplätze im Sitzungssaal bis auf den letzten Platz. Die Freude unter den Zuhörern war deutlich spürbar, als das Ergebnis endlich feststand. Gemurmel und Raunen quitierten das Ende der Abstimmung. Sowohl im Zuschauerbereich, wie auch unter den Gemeinderäten. Daumen als Siegeszeichen wurden ausgestreckt. Erst jetzt wurde richtig spürbar, welche Anspannung kurz zuvor noch im Raum gelegen hat. Jetzt ist es raus: Die Schule bleibt in Rottach.

Bis zum Fuballspiel sind wir durch

Den Anfang der Sitzung machte Bürgermeister Franz Hafner. Und stellte auch gleich zu Beginn klar, dass bis zum Championsleague-Spiel der Bayern gegen Lyon alles geklärt sein müsse: “Ich möcht Euch bitten, dass Wortmeldung nicht nach dem Motto laufen: Das wurd zwar schon gesagt aber ich sag es nochmal mit meinen Worten”. In seinem Eröffnungsplädoyer war Haffner ganz klar auf der Seite der Umzugsbefürworter, zeigte aber auch Verständnis dafür, dass das Thema inzwischen sehr emotional diskutiert werde. Er sagte aber auch deutlich: “Emotionen bringen uns hier nicht weiter” und warnte “bitte keinen Bürgerkrieg anzufangen. Egal wie es heute ausgeht.”

Hafner stellte nochmal klar, dass der Umzug und der Neubau in Gmund eine einmalige Chance sei, die sich in fünf oder 10 Jahren nicht mehr bietet. Gleicher Meinung war sein Fraktionskollege und zweiter Bürgermeister Hermann Ulbricht. Ulbricht: “Es tut mir leid, dass man in Zukunft jetzt nach Gmund rausfahren muss”, er warnte aber gleichzeitig davor, dass die Rottacher Schule “in 10 oder 15 Jahren vielleicht ganz weg ist.” Dann heißt es für die Eltern bis Holzkirchen oder Miesbach zu fahren. Als Grund führten beide die weiter sinkenden Schülerzahlen an. Die immer weiter sinkenden Geburtenraten sprechen für sich. Auch die Rektoren der Rottacher Schule seinen für den Umzug, führten beide Bürgermeister als Argument an.

In Gmund schaffen wir schlagkräftige Einheit

In der anschließenden Diskussion war die Meinung noch zweigeteilt. Josef Lang (CSU) sprach sich klar für den Umzug aus: “in Gmund schaffen wir eine schlagkräftige neue Einheit.” Er sehe es als Verpflichtung gegenüber der Kinder, jetzt für eine zukunftsfähige Lösung zu stimmen. Ähnlicher Meinung war auch Gabriele Schultes-Jaskolla (FWG), die vor allem Chancen im Neubau sah. “Die nötigen Partner haben wir jetzt aber nicht mehr in Zukunft” und weiter “nur so können wir unseren Schülern ein dauerhaft gutes Angebot bieten”.

Ganz anders sah das Dr. Hubert Hörterer (FWG). Hörterer fühlte sich “verunsichert durch die wechselnden Entscheidungen von oben” und spielte damit auf die ständige wechselnde Schulpolitik aus München an. Er fragte anschließend in die Runde, wie er als Unternehmer oder Privatperson jemals “in ein Projekt ohne Planungssicherheit investieren kann”. Christian Köck (CSU) bemängelte vor allem den Ablauf und die, seiner Meinung nach, schlechten Informationen für die Gemeinderäte. “Eine zweite Lösung wurde nie diskutiert” sagt er. Und gibt deshalb “die Stimme für Rottach. Einfach weil ich Zweifel habe.”

Kurz vor Schluss: Ergebnis völlig offen

Bis zu diesem Punkt, war weder für die Zuschauer, noch für Bürgermeister Franz Hafner abschätzbar, wie die Abstimmung ausgehen würde. Hafner selbst konnte sich darum auch nicht entscheiden, ob er seinen Entwurf “Schule wird verlegt” oder den Entwurf “Schule bleibt” zur Abstimmung vorlegen soll. Sichtlich verunsichert, wurde zum Schluss über “Schule bleibt in Rottach” abgestimmt. Das Ergebnis haben wir ja schon ganz am Anfang vorweg genommen: 15:6 stimmte der Rottacher Gemeinderat dafür.

Die Schule bleibt in Rottach. Bis es so weit ist, muss jetzt aber noch die endgültige Abstimmung im Schulverband am 11. Mai abgewartet werden. Das Rottacher Ergebnis sagt bisher nämlich lediglich folgendes aus:

“Die Vertreter der Gemeinde Rottach werden mit diesem Beschluss angewiesen im Schulverband für einen Erhalt der Hauptschule in Rottach zu stimmen.”

Aktuell steht es im Schulverband 3:2 für den Erhalt der Schule in Rottach. Den bisherigen Kritikern Kreuth und Bad Wiessee, hat sich seit Gestern Abend auch noch Rottach angeschlossen. Allerdings stimmen auch Kreuth und Bad Wiesse nochmal über den Neubau ab. Es ist aber nicht zu erwarten, dass sich hier noch was tut. Beide Gemeinden waren von Anfang an gegen den Umzug. Auf den Neubau der Realschule in Gmund hat die Entscheidung aber keine Auswirkungen. Von Anfang war klar, dass die Realschule auf jeden Fall gebaut wird. Die Frage war nur: Mit oder ohne Hauptschule. Diese Entscheidung ist jetzt wohl gefallen.

Google Street View im Tal – 100 Euro für das erste Bild!

Wir bieten 100,- für das erste Bild eines Fahrzeugs im Tegernseer Tal - hier eine Aufnahme eines Autos in Rosenheim

Wir bieten € 100,- für das erste Bild eines Fahrzeugs im Tegernseer Tal - hier eine Aufnahme aus Rosenheim.

Das Bundesverbraucherministerium hat sich mit Google auf eine deutschlandweite Regelung für die Verwendung der Bilder aus dem Street View Projekt geeinigt. Somit ist der monatelang andauernde Streit zwischen Ilse Aigner und den Google-Verantwortlichen beigelegt. Wie Welt Online heute früh meldet soll der neue Dienst in Deutschland erst starten, wenn alle Einsprüche von Bürgern gegen die Panoramabilder von Straßen und Häusern berücksichtigt sind. Der Suchmaschinenkonzern sagte ein umfassendes Widerspruchsrecht zu und akzeptierte auch Sammelwidersprüche.

Dazu die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner von der CSU:

“Bevor der Dienst im Internet freigeschaltet wird, müssen die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten vollständig unkenntlich gemacht werden. Wer nicht auf dem Präsentierteller der digitalen Welt landen will, kann jederzeit Widerspruch einlegen und seine Daten löschen lassen.”

Nicht möglich ist ein pauschaler Widerspruch aller Bürger oder ganzer Gemeinden. “Wir brauchen eine Rückmeldung von jedem Einzelnen”, sagte Sprecher Kay Oberbeck. Jeder dürfe individuell entscheiden, ob er die Aufnahmen seines Hauses löschen oder in der Datenbank lassen will. Die genaue Vorgehensweise beim Widerspruch haben wir am Ende des Artikel nochmal ausführlich dargestellt.

Auch wenn wir in der Sache anderer Meinung sind wie Frau Aigner, so haben wir dennoch ein ureigenes Interesse herauszufinden was in der Gegend passiert, in der wir wohnen. Aus dem Grund drehen wir den Spieß um:

Wir wollen das/die Autos sehen, die unsere Strassen fotografieren. Und wir bieten € 100,- für das erste Bild eines Google Street View Fahrzeugs.

Voraussetzung ist: Es muss eindeutig erkennbar sein, dass das Auto im Tegernseer Tal fotografiert wurde. Und natürlich gewinnt das zuerst bei uns eingegangene Bild! Einfach das Foto an die Email info@tegernseerstimme.de schicken.

Und hier der Vollständigkeit halber, noch die zwei Möglichkeiten, die sich jedem aus dem Tal bieten.

1. Widerspruch gegen die Aufnahmen bei Google einlegen
Wer sich gegen die Aufnahme seines Hauses, seiner Wohnung oder seines Autos wehren möchte, hat folgende Möglichkeiten. Haus oder Wohnung kann er vorsorglich von den Aufnahmen ausschließen. Einfach eine Email an streetview-deutschland@google.com schicken. Mit Angabe der eigenen Adresse und Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Alternativ geht das Ganze auch per Post:

Google Germany GmbH
betr.: Street View
ABC-Straße 19
20354 Hamburg
(Ja, die Straße heißt wirklich ABC-Straße)

Bevor die Bilder in StreetView veröffentlicht werden, wird sich Google dann nochmals bei den Betroffenen melden und genau erklären, wie sie die exakt zu löschenden Bilder melden können. Ein generelles Ausschließen von Aufnahmen im Vorfeld ist aus technischen Gründen nicht möglich. Darum werden die Bilder erst ausgewertet und anschließend, auf Antrag, gelöscht. Mehr Informationen dazu gibt’s auch direkt bei Google.

2. Das eigene Fremdenzimmer, die eigene Firma o.ä. gezielt sichtbar machen
Wer sich jetzt dazu entscheidet, sich nicht gegen die Aufnahmen zu wehren, sondern die eigene Firma o.ä. in Google StreetView und die Google Landkarten einzutragen, kann das relativ leicht machen.

Einfach im Google Branchencenter das erforderliche Formular ausfüllen. Nachdem die Informationen abgeschickt wurden, bekommt man einen Anruf von Google. Jetzt muss man die eingetragenen Angaben per Tasentdruck bestätigen (dazu braucht man allerdings ein relativ neues Telefon, dass „Tastentöne“ unterstützt. Wer sich z.B. bei der Telekom oder der Bahn durchs Menü „tippen“ kann, hat so ein Telefon).

Falls man wirklich noch ein sehr altes Telefon hat, geht das Ganze natürlich auch wieder auf dem Postweg. Google schickt dafür eine PIN-Nummer an die Geschäftsadresse, die man anschließend wieder zurück schicken muss.

Wenn das alles erledigt ist, wird der Eintrag nach ein paar Tagen in Google Maps auftauchen. Sobald Google StreetView in Deutschland verfügbar ist, wird der Eintrag dort auch erscheinen.

Falls irgendwer Probleme mit der Anmeldung oder auch dem Widerspruch haben sollte, kann er sich gerne an uns wenden. Wir helfen gerne weiter.

Email an: info@tegernseerstimme.de
Telefon: 08022/ 85 89 302

Das Internet und das Tegernseer Tal: Teil 1 – Google StreetView

Diese Autos sind auch im Tal unterwegs

Letzte Woche war in der Tegernseer Zeitung ein Artikel zum Thema „Wiederspruch gegen Google-Späher möglich“. Auf der Gemeinderatssitzung in Rottach wurde Gestern auf die Möglichkeit des Widerspruchs gegen Google hingewiesen. Irgendwie haben wir den Eindruck, dass wohl relativ viele im Tal das Internet als Bedrohung oder Einbruch in ihre Privatsphäre sehen.

Wir werden in nächster Zeit also immer mal wieder Artikel veröffentlichen und versuchen das Internet auf seine Bedeutung für das Tal runter zu brechen. Wir wollen damit zeigen, dass das Netz für uns alle viel mehr Chancen als Risiken bringt. Los geht’s mit dem 1. Teil:

Internet als wichtigste Informationsquelle zur Urlaubsplanung

Viele schreiben scheinbar lieber, wie man sich gegen Google wehrt, anstatt zu erklären, wie man Google und das Internet – gerade in Tourismusgebieten – für sich nutzt. Laut einer Studie von Infratest aus dem Jahr 2008, ist das Internet inzwischen für die Hälfte der Deutschen die wichtigste Informationsquelle bei der Urlaubsplanung. Bei Menschen mit Internetzugang zu Hause oder im Büro sogar für 67%. Heute, zwei Jahre später wird dieser Anteil nochmals deutlich gestiegen sein.

Was ist eigentlich Google StreetView?

Das, was da zur Zeit diskutiert wird, ist ein kostenloser Dienst von Google: „Google StreetView“. Google versucht, die komplette Welt zu fotografieren und die Bilder zusammen mit Landkarten anzubieten. Ziel ist es, dass jeder die ganze Welt sehen kann und z.B. schon am eigenen Schreibtisch weiß, wie sein Urlaubshotel aussieht und vor allem, was die Gegend in der Nähe zu bieten hat.

Die Aufnahmen, bzw. Fotos in Google StreetView stellen aber ausschließlich Momentaufnahmen dar. Das heißt, dass es natürlich nicht möglich ist „Live Bilder“ aus der Nachbarschaft zu sehen. Die Satellitenbilder der normalen Google Landkarten für das Tegernseer Tal sind z.B. inzwischen einige Jahre alt. So ist auf den Aufnahmen weder der Aldi in Kreuth, noch die Seesauna in Tegernsee zu sehen. Vor aktuellen Spionagemöglichkeiten braucht sich also niemand zu fürchten.


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Keine privaten Adressen und Informationen

In StreetView sind keine privaten Adressen, sondern Cafés, Restaurants und Tankstellen, Einzelhändler und Bushaltestellen verzeichnet. Alles direkt mit Bild, Erklärung, Telefonnummer oder Adresse. Aber nur von den Händlern, die sich kostenlos und freiwillig auf Google angemeldet haben.

Welche Vorteile kann Google StreetView bieten?

Wie schon gesagt, bietet StreetView die Möglichkeit, sich vom Schreibtisch aus, andere Gegenden, Städte oder Orte anzuschauen. Im Idealfall natürlich mit dem Gedanken, sich die Gegend auch mal persönlich anzuschauen. Genau diese Möglichkeit sollte eine Tourismus-Region wie das Tegernseer Tal für sich nutzen. Der Rottacher Bürgermeister Franz Hafner meinte auf der letzten Gemeinderatssitzung zum Thema StreetView: „und dann widersprechen die Pensionsbesitzer dem Foto auf Google StreetView und laufen danach zur Touristinformation um neue Prospekte auszulegen.“

Prospekte verteilt auch jeder

Prospekte mit Bild natürlich. Mit Fotos vom Haus von außen und Bildern von den Gästezimmern, dem Badezimmer, dem Garten, dem Frühstücksraum und natürlich noch mit Aufnahmen aus der Umgebung – schließlich will man ja zeigen, wie schön es da ist. Die Vermieter, Hund und Enkel sind natürlich auch mit Foto gezeigt. Frei ausgelegt in der Touristinformation. Sichtbar für jeden. Schließlich braucht man ja Kunden und ohne Werbung ist das nur schwer möglich.

Google hilft bei der Werbung

Was anderes will Google mit StreetView aber eigentlich auch nicht bieten. Wer Interesse daran hat, kann sein Gästehaus oder Gewerbe dort kostenlos eintragen und für sich werben. Wenn er will direkt mit Telefonnummer, Anfahrtsskizze und Verlinkung zur eigenen Homepage.

Die Gemeinden selbst haben die Möglichkeit sich, ebenfalls kostenlos, im Internet zu präsentieren. Schön ist’s im Tal sowieso. Da brauchen wir uns auch im Internet nicht dafür schämen. Und Touristen aus der ganzen Welt haben so die Chance, das schon am eigenen Computer zu erkennen und Lust zu bekommen uns zu besuchen.

Menschen und Autos erkennt keiner

Menschen und Autokennzeichen werden in Google StreetView übrigens automatisch unkenntlich gemacht. Das sieht dann ähnlich aus, wie unkenntlich gemachte Fotos in der Zeitung. Über Kennzeichen oder Gesicht wird eine Art „Schleier“ gelegt. Zu erkennen ist danach nichts mehr.

Und wenn irgendwer zufällig gerade zum Einkaufen unterwegs war, als das Google-Auto an ihm vorbei fuhr, ist er eben auf einem der Fotos zu sehen. Unkenntlich. Wahrscheinlich weiß sogar nur er selbst, dass er es ist.

Und jetzt? Ist das schlimm? Und interessiert sich derjenige, der sich Bilder aus dem Tal anschauen möchte überhaupt für die Passanten auf dem Gehweg?

Wir glauben nicht.

Der Vollständigkeit halber, hier noch die zwei Möglichkeiten, die sich jedem aus dem Tal bieten.

1. Widerspruch gegen die Aufnahmen bei Google einlegen
Wer sich gegen die Aufnahme seines Hauses, seiner Wohnung oder seines Autos wehren möchte, hat folgende Möglichkeiten. Haus oder Wohnung kann er vorsorglich von den Aufnahmen ausschließen. Einfach eine Email an streetview-deutschland@google.com schicken. Mit Angabe der eigenen Adresse und Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Alternativ geht das Ganze auch per Post:

Google Germany GmbH
betr.: Street View
ABC-Straße 19
20354 Hamburg
(Ja, die Straße heißt wirklich ABC-Straße)

Bevor die Bilder in StreetView veröffentlicht werden, wird sich Google dann nochmals bei den Betroffenen melden und genau erklären, wie sie die exakt zu löschenden Bilder melden können. Ein generelles Ausschließen von Aufnahmen im Vorfeld ist aus technischen Gründen nicht möglich. Darum werden die Bilder erst ausgewertet und anschließend, auf Antrag, gelöscht. Mehr Informationen dazu gibt’s auch direkt bei Google.

2. Das eigene Fremdenzimmer, die eigene Firma o.ä. gezielt sichtbar machen
Wer sich jetzt dazu entscheidet, sich nicht gegen die Aufnahmen zu wehren, sondern die eigene Firma o.ä. in Google StreetView und die Google Landkarten einzutragen, kann das relativ leicht machen.

Einfach im Google Branchencenter das erforderliche Formular ausfüllen. Nachdem die Informationen abgeschickt wurden, bekommt man einen Anruf von Google. Jetzt muss man die eingetragenen Angaben per Tasentdruck bestätigen (dazu braucht man allerdings ein relativ neues Telefon, dass „Tastentöne“ unterstützt. Wer sich z.B. bei der Telekom oder der Bahn durchs Menü „tippen“ kann, hat so ein Telefon).

Falls man wirklich noch ein sehr altes Telefon hat, geht das Ganze natürlich auch wieder auf dem Postweg. Google schickt dafür eine PIN-Nummer an die Geschäftsadresse, die man anschließend wieder zurück schicken muss.

Wenn das alles erledigt ist, wird der Eintrag nach ein paar Tagen in Google Maps auftauchen. Sobald Google StreetView in Deutschland verfügbar ist, wird der Eintrag dort auch erscheinen.

Falls irgendwer Probleme mit der Anmeldung oder auch dem Widerspruch haben sollte, kann er sich gerne an uns wenden. Wir helfen gerne weiter.

Email an: info@tegernseerstimme.de
Telefon: 08022/ 85 89 302

Erinnerung: Morgen ist Abstimmung im Gemeinderat Rottach zur Zukunft der Hauptschule

Erinnerung:

Morgen, am Dienstag 27.04.2010,  ist die entscheidende Sitzung im Rottacher Gemeinderat. Um 19:00 Uhr im Rathaus geht’s los. Gäste sind herzlich willkommen – die Sitzung ist öffentlich. Das Ergebnis der Abstimmung ist bisher noch völlig Offen.

Ursprünglicher Artikel vom 21.04., um 15:15 Uhr:

In die Schule geht es für viele Rottacher vielleicht bald nur noch mit dem Bus. Ziel Finsterwald

Der Schulneubau in Gmund ist inzwischen beschlossene Sache. Zumindest was den Neubau der Realschule angeht. Eine Schule für alles sollte dort aber eigentlich gebaut werden: Realschule und Hauptschule unter einem Dach. Die Hauptschule in Rottach würde also aufgelöst und nach Finsterwald verlegt. Das aber passt vielen Eltern aus Rottach, Bad Wiessee und Kreuth wieder nicht.

Die Endgültige Entscheidung wird nächsten Dienstag in der Rottacher Gemeinderatssitzung fallen – die Rottacher sind inzwischen nämlich das Zünglein an der Waage. Ein Nein aus Rottach bedeutet ein Nein für die Hauptschule in Finsterwald. Dann bleibt alles beim Alten und die Hauptschule in Rottach.

Eigentlich wollte Gabriele Schultes-Jaskolla von den Freien Wählern nur ganz sachlich über den Stand der Dinge in Sachen Schulneubau informieren. Das wollten die anwesenden Eltern so aber nicht dulden: Zu groß die Angst, dass die Rottacher Volksschule zur reinen Grundschule schrumpft. Zu groß auch die Ängste vor längeren Schulwegen und der Überforderung der, von Haus aus schwächeren Hauptschüler. Neben den Realschülern würden die Hauptschüler mehr und mehr an Selbstvertrauen verlieren. Das sei schon bei der jetzigen Kooperation in Bad Wiessee der Fall, so die Argumente.

Ganz andere Töne waren dagegen von Hauptschulrektor Karl Müller und dessen Vertreter Michael Käsbauer zu hören: Beide rieten den Anwesenden zum Neubau in Gmund. Angesichts sinkender Schülerzahlen sei das Angebot in Rottach nicht mehr lange zu halten. Gerade Fördermöglichkeiten für schwache Schüler, seine nur in einer gemeinsamen, größeren Schule realiserbar.

Gmund – Rottach / Rottach – Gmund

Lange müssen wir auf eine endgültige Entscheidung nicht mehr warten: Bei der nächsten Gemeinderatssitzung, am 27. April im Rathaus Rottach, wird entschieden. Für oder gegen die Hauptschule in Gmund. Zuschauer sind herzlich eingeladen. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Maximilian geht in die nächste Runde: Förderverein gegründet

Das komplette Areal des Maximilian soll neu gestaltet werden

Das komplette Areal des Maximilian soll neu gestaltet werden

Die ersten hitzigen Diskussionen zum Maximilian sind inzwischen bei vielen vielleicht schon wieder vergessen. Im Februar, bei der Bürgerwerkstatt im Neureuthsaal, wurden alle möglichen und unmöglichen Vorschläge vorgetragen und diskutiert: Von der Pizzeria mit Steinofen, über ein Ärztehaus bis zur günstigen Herberge für Radler und Räumen für die Volkshochschule reichten die Ideen. Wichtig war aber allen Beteiligten, dass das Maximilian für die Gmunder sein soll. Wellnesshotel oder Luxuswohnungen für Auswärtige wurden kategorisch abgelehnt.

Der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing, lies bei der Gelegenheit im Februar auch keine Zweifel aufkommen, dass er das Maximilian wohl am liebsten abreißen und so Platz für neues schaffen würde. Was inzwischen aber vom Tisch zu sein scheint. Gegenüber der Tegernseer Zeitung sagte Preysing jetzt: “Der Druck der Denkmalschützer sei inzwischen so groß, dass die Zukunft wohl auf Basis eines Erhalts zu planen sei.”

Auch bereits im Februar und ebenfalls bei der Bürgerwerkstatt kam die Idee eines Förderverein Maximilian auf. Siegrfried Thalmeier regte damals an, dass man das Maximilian auch mit der Hilfe der Bürger erhalten und nutzbar machen könne. Heute, zwei Monate später, verfolgen Thalmeier und einige Mitstreiter die Idee Förderverein Maximilian offenbar mit Nachdruck. Darunter auch Helga Wagner, Gemeinderätin für die Grünen.

In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde, als momentaner Eigentümer des Maximilian, wünschen sich die Förderverein-Gründer Mitspracherecht bei der Neugestaltung des Areals. Bevor es so weit ist, werden aber erstmal die Ideen aus der Bürgerwerkstatt von einer Expertenrunde begutachtet und auf Machbarkeit geprüft. Start dafür ist der 11. Mai.

Kein schöner Anblick: Bretterverschläge direkt am Abzweig zu Friedhof, Kirche und Rathaus

Neben den Bürgern und dem Förderverein haben inzwischen scheinbar aber auch schon mehrere Investoren ihr Interesse am Maximilian angemeldet. Bisher plant die Gemeinde allerdings keinen schnellen Verkauf, sondern will die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt ernst nehmen und deren Realisierung prüfen.

Man darf allerdings gespannt sein, wie das Thema Verkauf aussieht, wenn die ersten Kosten- schätzungen auf dem Tisch liegen. Immerhin hat die Gemeinde Gmund in den nächsten Jahren mit dem Bau der neuen Realschule schon einen großen Kostenberg zu stemmen. Da kann das Geld im Gemeindehaushalt schnell mal knapp werden und ein Verkauf des Maximilian käme vielleicht wie gerufen.

Die komplette Dokumentation der Bürgerwerkstatt können Sie hier runterladen

Bergzeit und neue Tourist Info zusammen in Moosrain

Letzter Film - 37_kleiner

Laut Gerüchten aus dem Mikrokosmos Tegernseer Tal soll der Neubau des Bergzeit-Geschaeftes in Moosrain voraussichtlich Anfang Oktober fertiggestellt sein. Zeitgleich zur Fertigstellung wird in dem Gebäude eine neue Tourist-Info eröffnet. Allerdings zusätzlich zu der bisherigen Gmunder TI im Rathaus. Der Umzug nach Moosrain wurde ja im Januar vom Gemeinderat mit großer Mehrheit abgewiesen. Man wollte den Ortskern nicht weiter schwächen.

Bergzeit und Tourist Info vereint - Start Oktober 2010

Nun wird also eine weitere TI in Moosrain entstehen. Für die Touristen ist das aufgrund der verkehrsgünstigen und offensichtlichen Lage sehr angenehm. Vor allem fällt dadurch für einige die Fahrerei durch Gmund weg. Und für die Firma Bergzeit bietet sich eine große Chance an weitere Kunden zu kommen, die auf der Suche sind nach dem neuen Wanderschuh oder passenden Stöcken.

Unser heutiger Mittagsausflug führte uns auch gleich mal nach Moosrain. Hier einige ganz aktuelle Bilder von der Baustelle.

Die Baustelle ist relativ frisch

Der Kran ist schon schwer in Betrieb

Das Fundament wird von den Bauarbeitern "gelegt"

Der Blick Richtung Kreuzstrasse