Freitag, 18. Mai 2012 (03:12 Uhr)

7 Fragen zum Internet: Darüber sollten sich Händler und Betriebe im Tal Gedanken machen – Teil 6

Der sechste und vorletzte Teil der Internetserie “7 Fragen, die sich lokale Betriebe und Dienstleister im Tegernseer Tal stellen sollten” beschäftigt sich mit mit der Notwendigkeit die eigenen BemĂĽhungen und Ziele auf sinnvolle Art und Weise effektiv zu messen und so dauerhaft zu verbessern. Das soll nicht dazu fĂĽhren, dass man Experte in der Analyse von Online-Tools werden muss. Sondern nur helfen wirklich sinnige Kennzahlen zu finden, die meinen Betrieb weiterbringen und mir somit helfen den Aufwand mit “Social Media” dauerhaft zu senken.

Hier die genaue Frage, der sich unser Gastautor Sebastian Socha heute widmet:

Konzentriere ich mich auf relevante Eckdaten & Kennzahlen fĂĽr meinen Betrieb?

Liest man sich quer durch das Web, so stößt man allerortens auf zahllose Kennzahlen und Eckdaten, die man beim Online-Marketing im Auge behalten soll. Egal ob es sich um die Besucherzahlen auf der Website handelt, um die Anzahl der Newsletter-Abonnenten, um die Anzahl derjenigen, die einen RSS-Feed abonniert haben, um die Ranking-Positionen der Firmenwebsite für bestimmte Suchbegriffe bei Google, oder um die Menge der “Follower” bei Twitter oder “Freunde” bei Facebook.

Um die “Betriebsgeheimnisse” einer Branche zu wahren wird dabei außerdem gerne zu “denglishen” Akronymen gegriffen, so dass “Normalsterbliche” am Schluss mit CTR, CPC, PIs, SMO, SEO, LBS & Co. bestens versorgt sind, ohne dass auch nur im Ansatz verstanden wird, was das alles bedeuten soll – wie soll auch ein Friseur, Schreiner oder Cafébetrieber sich damit auskennen? Ich kann ja auch keine Haare schneiden, oder einen Tisch aus ein Baumstamm anfertigen… das mit dem Café vielleicht noch am ehesten…

All diese o.g. Daten sind für Verantwortliche im Online-Marketing sicher interessante Informationen und können von diesen bei umfassender Analyse auch zu einem gewissen Grad auf deren Effizienz und Erfolgsquote hin ausgewertet werden. Lokale Dienstleister und Betriebe hingegen sind mit diesen Informationen normalerweise vollkommen überfordert und im Grunde sagen diese auch nur wenig über den Erfolg oder Mißerfolg eines Betriebs im Internet aus.

Die Kennzahlen, die lokale Betriebe jedoch in jedem Fall interessieren sind folgende:

- Anzahl neuer Kontakte
- Anteil davon, welcher zu Neukunden geworden ist
- Summe des darüber getätigten Umsatz und Gewinns
- Anzahl der Stammkunden
- Summe des darüber getätigen Umsatz und Gewinns
… das war’s!

Bei KennstDuEinen haben wir diesen Umstand klar und deutlich erkannt, weshalb Kunden unseres Bewertungsportals auch ein umfassender Reporting-Bereich zur VerfĂĽgung steht, aus dem u.a. folgende Informationen hervorgehen:

- Anzahl der täglichen Kontakte per Klick auf die Website (Besucher Kontakte)
- Anzahl der täglichen Kontakte via Kontaktformular beim Firmeneintrag (E-Mail Kontakte)
- Anzahl der täglichen Kontakte per trackbarer Rufnummer (Telefonanrufe)

Diese Daten werden für Kunden von uns noch durch ein paar SEO-relevante Informationen (Google Suchergebnis-Ranking des Firmeneintrags & der Kategorie-Seiten bei uns, Google Maps-Position des Google Places Eintrag, etc.) ergänzt, die ich an dieser Stelle jetzt gar nicht weiter ausführen möchte – wer sich ausführlich informieren möchte, kann dies hier mit Hilfe einer anschaulichen Erklärung tun.

Eine sinnvolle und dazu noch recht simple Vorangehensweise um die Effektivität der jeweiligen Online-Kampagne oder des jeweiligen Firmeneintrags zu messen, ist folgende:

Wenn einem Betrieb idealerweise relevante Daten wie die Anzahl der Klicks zur Firmenwebsite, Anrufe oder E-Mails per Kontaktformular auf der jeweiligen Anbieterseite zur Verfügung stehen, so sollte man diese in einem ersten Schritt in der Tabelle “Neukunden” ablegen. Anschließend hält man fest, welchen Umsatz und am Ende Gewinn diese einem beschert haben. Kommen diese “Neukunden” erneut vorbei, so kann man diese getrost zur Tabelle “Stammkunden” übertragen und dort den durch sie generierten Umsatz und Gewinn festhalten.

Auf diese Weise läßt sich gut ausrechnen, ob eine Kampagne auch die anvisierten Ziele (mehr Kontakte, mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Gewinn) erreicht und ob sich letztendlich der Firmeneintrag für den Betrieb “lohnt”. Übersteigt die Summe des Gewinns die getätigte Investition im Rahmen einer Kampagne oder eines Firmeneintrags, dann hat man alles richtig gemacht und sollte für das nächste Jahr eine Verlängerung buchen…

——————————Ende Teil 6——————————–
Der siebte und letzte Teil wird nächsten Montag die Frage “Tragen sämtliche Online-Marketing Aktivitäten dazu bei, dass das VERTRAUEN in die Qualität meiner Produkte oder Dienstleistungen nachhaltig wächst?” beantworten.

Zum Gastautor:
Sebastian Socha ist Leiter der Produktentwicklung beim Bewertungsportal für Dienstleister KennstDuEinen. Neben seinen Tätigkeiten im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung für die Plattform hat Sebastian Socha ein besonderes Interesse an der lokale Suche. In diesem Zusammenhang entwickelt er Kriterien und Taktiken die dazu beitragen, dass die Websites der bei KennstDuEinen eingetragenen lokalen Anbieter bei den Branchenergebnissen auf Google optimal gefunden werden.

7 Fragen zum Internet: Darüber sollten sich Händler und Betriebe im Tal Gedanken machen – Teil 5

Der fünfte Teil der Internetserie beschäftigt sich mit den vielfältigen Möglichkeiten um über Soziale Netzwerken mit bestehenden Kunden zu kommunizieren oder über diese Mittel neue Kunden zu erreichen. Wie in den vier vorangegangenen Teilen der Serie wollen wir aufzeigen, wie sich die Händler im Tal optimal mit den neuen Möglichkeiten, die Ihnen das Internet bietet, auseinandersetzen sollten und so auch für Gäste, die sich hauptsächlich online informieren, optimal auffindbar sind.

Nun also der fünfte Teil der Reihe “7 Fragen, die sich lokale Betriebe und Dienstleister im Tegernseer Tal stellen sollten”. Die Frage, der sich unser Gastautor Sebastian Socha heute widmet lautet:

Nutze ich kostenlose Social Media Aktivitäten, um mit Kunden zu kommunizieren oder um meine Sichtbarkeit im Internet auf neue, relevante Kanäle auszuweiten?

Social Media ist schon seit einer Weile in aller Munde. Im Internet häufen sich daher zunehmend die Tipps zur Entwicklung der “richtigen” Social Media Strategie für Unternehmen. Ich bin der Überzeugung, dass es hier keine “richtige” Strategie, sondern lediglich eine angemessene Strategie im Umgang mit Problemen, Hilfegesuchen, Reklamationen sowie Bewertungen geben kann. In den allermeisten Fällen heißt bei der Verwendung von Social Media Portalen und Social Networks das Zauberwort “Gesunder Menschenverstand”, wobei selbstverständlich immens wichtig ist, dass man sämtliche Nutzer mitsamt deren Meinungsäußerungen respektiert und ernst nimmt.

1.) Soziale Netzwerke

Die zwei Social Media Plattformen mit der größten Reichweite heißen Twitter und Facebook.

Twitter, der zuerst genannte Service, ist ein “Social News” Netzwerk bei dem sich Nutzergruppen zusammenschließen um Neuigkeiten, Linktipps und Informationen auszutauschen. Twitter ist als offenes Netzwerk konzipiert, bei dem man gewönlich jedem Nutzer “folgen” kann, um dessen Statusmeldungen mitzuverfolgen, es sei denn er hat seinen Status als “nicht-öffentlich” gekennzeichnet, aber das macht kaum ein Nutzer auf Twitter.

Facebook hingegen ist das mit Abstand weltweit größte Social Network und ist mit seinen über 500 Millionen Mitgliedern grundsätzlich als geschlossenes Netzwerk für reale Freundeskreise, virtuelle Business-Netzwerke sowie “Fan-Pages” für Unternehmen konzipiert. Seit neuestem bietet Facebook übrigens “Place Pages” für lokale Betriebe und Dienstleister an, die über den “Location based service” Facebook Places aufgerufen werden können.

Es gibt nicht nur Twitter & Facebook…
Darüber hinaus existieren noch etliche weitere vergleichbare Portale, Foren und Communites, die zahllose Themenbereiche abdecken. Welche davon für den jeweiligen lokalen Anbieter von Interesse sind, kann bspw. herausgefunden werden, indem man einfach seine Kunden fragt, wo man diese im Internet z.B. mit regelmäßigen Sonderangeboten versorgen kann. Stellt sich heraus, dass nicht ein einziger Kunde auf irgendeiner Social Media Plattform aktiv ist, macht es auch keinen Sinn, hier größere zeitliche Investitionen zu tätigen. Teilen einem die Kunden bspw. mit, dass ein Newsletter per E-Mail das beliebteste Medium ist, dann konzentriert man selbstverständlch seine Aktivitäten darauf, um ggf. erst später auf Social Media Plattformen aktiv zu werden und hierüber Stammkundenpflege zu betreiben.

Zusätzliche Sichtbarkeit in den Suchergebnissen:
Nicht unterschätzt werden darf außerdem der Wert der Social Media Plattformen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Pflegt man seine Accounts regelmäßig mit neuen Inhalten, so können diese zusammen mit der eigenen Firmenhomepage recht schnell auf Seite 1 bei Google ranken, wenn man nach dem Firmennamen “googelt”. Auf diese Weise kann man bereits recht gut für die eigene Online-Reputation sorgen, denn ein guter Ruf im Internet ist wichtig für einen nachhaltige und erfolgreiche Online-Marketingstrategie.

2.) Ein Blog fĂĽr den Betrieb

Um jedoch eine Grundlage im Umgang mit Social Media Plattformen zu schaffen macht es absolut Sinn, einfach mal mit einem Blog (z.B. kostenlos bei WordPress.com, Blog.de, Blogspot.com, etc.) loszulegen, in dem man über den eigenen Betrieb regelmäßig berichtet. Ein Beispiel hierfür wäre der Hypnose-Blog von meplus hannover.

Ausgehend von grundlegenden Informationen über die einzelnen Services oder Produkte, die man anbietet, können folgende inhaltliche Aufhänger prima für weitere Beiträge in einem Blog verwendet werden:

- Branchen-News
- AnkĂĽndigungen zu Veranstaltungen, Events und Messen
- Erstellung von Anleitungen & Tutorials – idealerweise sinnvoll bebildert!
- Antworten auf häufig auftretende Fragen von Kunden (FAQ)
- Unkonventionelle Tipps liefern, die anderswo so nicht zu finden sind
- Sonderangebote und Preisnachlässe kommunizieren
- Gewinnspiele, Verlosungen oder Wettbewerbe starten
- AusfĂĽhrliche Produktbeschreibungen inkl. detaillierter Abbildungen
…
Um nun den Schritt in die Social Media Welt zu wagen, ist es vor allem sinnvoll, das Blog “verlinkungsfreundlich” zu gestalten. Niemand möchte auf penetrante Selbstbeweihräucherung verlinken, ebenso interessiert keinen dauerhafte Eigenwerbung. Idealerweise gestaltet man die Inhalte im Blog so attraktiv, dass diese für eine thematisch passende Zielgruppe auch wirklich hilfreich sind.

Faustregel:
Einfach mal überprüfen was man selbst für relevant und verlinkungswürdig hält – daran sollte man sich inhaltlich orientieren!

Darüber hinaus sollte man auf dem Blog Icons (siehe hier im Blog rechts oben) einbinden, die dem Nutzer signalisieren auf welchen Social Media Plattformen der Betrieb noch aktiv ist, damit interessierte Leser ggf. dem Twitteraccount des Betriebs künftig “folgen” können, bzw. sich der Facebook Fanpage “anschließen” können.

3.) Social Media – “Location based services”

Eine weitere Möglichkeit, die in Deutschland jedoch noch vollkommen in den Kinderschuhen steckt, ist die Stammkundenpflege mit Hilfe von sog. “Location based services“. Der Hintergedanke dieser Dienste sieht folgendermaßen aus: Besucht ein Kunde bspw. regelmäßig das Café “Morgenstund” und “checkt” dort mit seinem Smartphone über einen “Location based service” ein, dann könnte der Betreiber dieses Cafés eine kleine Kampagne auf einem Service wie Foursquare oder Friendticker buchen.

Die Kampagne könnte so aussehen, dass derjenige, der gerade der aktuelle “Bürgermeister, Kaiser, König oder was auch immer” im Café “Morgenstund” ist, bei jedem Besuch den ersten Café auf’s Haus bekommt. Bei der Gestaltung derartiger Kampagnen hängt der Erfolg selbstverständlich von der Branche ab und wie orginell oder ganz einfach wertvoll die Geschenke für die Stammkunden sind, die man anbietet.

Auch Twitter bietet übrigens mit Twitter Places genau wie nun auch Facebook mit Facebook Places vergleichbare ortsbasierte Dienste an, mit denen Nutzern automatisch in bestimmte Locations über ihr Handy “einchecken”. Auf diese Weise entstehen so nach und nach auf den beiden Plattformen umfassende Verzeichnisse lokaler Anbieter inlusive der Kommentare von Nutzern, die dieses Restaurant besucht haben, oder jenen Friseur prima fanden.

Sollte sich abzeichnen, dass die mobile Internetnutzung weiter so wächst wie bisher und die Nutzer hierzulande ebenso gerne und fleißig “einchecken” wie in den US, macht es in jedem Fall künftig Sinn, einfach mal probehalber eine derartige Kampagne bei dem einen oder anderen Service auszuprobieren…

——————————Ende Teil 5——————————–
Im sechsten Teil werden wir uns am Donnerstag mit der Frage “Konzentriere ich mich auf relevante Eckdaten & Kennzahlen bzgl. meines Betriebs?” beschäftigen.

Zum Gastautor:
Sebastian Socha ist Leiter der Produktentwicklung beim Bewertungsportal für Dienstleister KennstDuEinen. Neben seinen Tätigkeiten im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung für die Plattform hat Sebastian Socha ein besonderes Interesse an der lokale Suche. In diesem Zusammenhang entwickelt er Kriterien und Taktiken die dazu beitragen, dass die Websites der bei KennstDuEinen eingetragenen lokalen Anbieter bei den Branchenergebnissen auf Google optimal gefunden werden.

7 Fragen zum Internet: Darüber sollten sich Händler und Betriebe im Tal Gedanken machen – Teil 4

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Wie angekĂĽndigt kommt heute der 4. Teil unserer Internetserie. Die Links zu den ersten drei Teilen sind ganz unten, unter dem Kommentarfeld. Heute wollen wir uns mit Kundenbewertungen auf Bewertungsportalen auseinandersetzen: Wie reagiere ich auf negative Kommentare? Wie halte ich den Kontakt zu meinen Kunden? Wie lerne ich aus den Kommentaren?

Nun also der vierte Teil der Reihe “7 Fragen, die sich lokale Betriebe und Dienstleister im Tegernseer Tal stellen sollten”. Die Frage, der sich unser Gastautor Sebastian Socha heute widmet lautet:

4.) Wie ist es um meine Bewertungen auf Bewertungsportalen, Google Places & Co. bestellt?

Bewertungen und Nutzermeinungen stellen einen zunehmend wichtigeren Faktor dar, mit dem sich lokale Dienstleister und Betriebe auseinandersetzen müssen – denn ob man will, oder nicht: Man wird auch ungefragt bewertet!

Es ist daher ratsam es sich zur Gewohnheit zu machen sich regelmäßig ein Bild von dem Tonfall und dem Inhalt der Bewertungen zu verschaffen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was den Nutzern Probleme bereitet, was die Nutzer gut finden, wo ggf. Nachbesserungsbedarf besteht oder welcher Nutzer einfach nur Hilfe benötigt.

Sind die Bewertungen ĂĽberwiegend positiv, dann kann man stolz sein, die bisherigen Kunden zufriedengestellt zu haben, denn das ist einer der wesentlichen Aspekte bei der Kundengewinnung im Internet, auf den ich unter dem letzten Punkt 7.) noch mal zurĂĽckkommen werde.

Fallen einige Bewertungen negativ aus dem Rahmen, so sollte man genau hinsehen, was kritisiert wurde und sich das zu Herzen nehmen, denn eigentlich kann man immer was verbessern und selten gelangte man an so viel kostenloses Kundenfeedback wie heuzutage – eine echte Chance für lokale Anbieter!

Stellen sich die Bewertungen überwiegend negativ dar, so sollte man sich in jedem Fall fragen, ob da nicht vielleicht was dran ist. Auch wenn es schmerzhaft sein kann, muss man sich darüber im klaren sein, dass das gestörte Vertrauen von Internetnutzern in den eigenen Betrieb nur dann langfristig wiederhergestellt werden kann, indem man sich konstruktiv mit den geschilderten Mißständen und negativen Aspekten öffentlich auseinandersetzt – andernfalls wird man auf dieser Basis kaum erfolgreich Online-Marketing Aktivitäten betreiben können.

Google Maps bietet beispielsweise seit wenigen Tagen die Möglichkeit an, direkt auf Bewertungen von Nutzern zu reagieren. Idealerweise fasst man sich dabei kurz, bedankt sich höflich für besonders gute Bewertungen und fragt bei negativen Bewertungen nach, wie man den Kunden im Nachhinein nicht vielleicht doch noch zufriedenstellen könnte.

Es lesen mehr Nutzer im Internet einfach nur mit, als sich aktiv einzubringen:
Wie oben bereits angemerkt, werden derartige Vorgänge mit Bezug auf einen individuelle Kundenbeziehung von passiven Internetnutzern als Exempel dafür herangezogen, wie ein Betrieb oder Dienstleister mit seinen Kunden umspringt. Kundennähe, Weitsicht, Kulanz und Flexibilität sind hierbei die Zauberworte denen eher kontraproduktive Handlungsweisen wie bspw. beleidigte/ beleidigende Antworten, offensichtliche Wut, mangelndes Bedauern bzgl. der Unzufriedenheit der Kunden, oder eine fehlende Bereitschaft zur Großzügigkeit gegenüberstehen.

——————————Ende Teil 4——————————–
Im fünften Teil werden wir uns am Montag mit der Frage “Nutze ich kostenlose Social Media Aktivitäten, um mit Kunden zu kommunizieren oder um meine Sichtbarkeit im Internet auf neue, relevante Kanäle auszuweiten?” beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um Twitter und Facebook, sondern auch um den eigenen Blog für den eigenen Betrieb und um einige unbekanntere aber nicht weniger hilfreiche Soial-Media-Dienste im Internet. Wir werden auch einige Tipps vorstellen, mit welchen Aktionen Händler im Internet am besten auf sich aufmerksam machen können.

Zum Gastautor:
Sebastian Socha ist Leiter der Produktentwicklung beim Bewertungsportal für Dienstleister KennstDuEinen. Neben seinen Tätigkeiten im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung für die Plattform hat Sebastian Socha ein besonderes Interesse an der lokale Suche. In diesem Zusammenhang entwickelt er Kriterien und Taktiken die dazu beitragen, dass die Websites der bei KennstDuEinen eingetragenen lokalen Anbieter bei den Branchenergebnissen auf Google optimal gefunden werden.

Die Artikel-Reihe ist ein Gastbeitrag von Herrn Socha, der auch eventuelle Fragen im Kommentarbereich beantworten wird.

BĂĽttenpapierfabrik Gmund: sehr sympathischer Youtube-Kanal

BĂĽttenpapierfabrik

Wir sind ja immer dafür, dass sich Händler aus dem Tal mehr mit dem Internet als Marketinginstrument auseinandersetzen. Deshalb freut es uns natürlich, wenn sich in der Richtung was tut: Ganz aktuell haben wir den neuen Youtube-Kanal der Büttenpapierfabrik gefunden. Seit Mitte August präsentiert sich das Gmunder Unternehmen also auch per Video.

Bisher stehen zwei Beiträge online. Was uns besonders gut gefällt, ist die Einsicht, dass ein Video nicht viel Geld kosten muss. Anja Wackerhage von der BĂĽttenpapierfabrik: “Die Videos werden komplett bei uns im Haus produziert. Kosten fallen dafĂĽr so gut wie keine an.” Die ersten beiden Videos wurden zum Beispiel von der momentanen Praktikantin produziert. Mit einfachsten Mitteln zeigt die BĂĽttenpapierfabrik, was sie tut, wie sie das tut und was sie zu bieten hat. Einfach mal anfangen, sich eine Kamera schnappen und loslegen, ist oft der besste Weg. Oft besser, als viel Geld fĂĽr Produktionsfimen auszugeben:

1.) machen solche Videos sympathisch und sind authentisch. (in diesem Fall unterstreicht es sogar den “Kleine-Manufaktur-Gedanken”).

2.) lernt man auf dem Wege Videos selbst herzustellen und kann in Zukunft schnell reagieren. Für weitere Anlässe, z.B. Events, Messen oder Kollektionsdarstellungen werden künftig einfach kurze Videos gedreht und online gestellt. So bleiben die Kunden auf dem Laufenden und wissen, was sich in der Büttenpapierfabrik tut.

3.) schrecken keine hohen Kosten ab. Man ĂĽberlegt sich nicht zehnmal, was man als Video produzieren will, sondern zeigt einfach, was gerade los ist. So läuft man auch nicht Gefahr ein völlig veraltetes Video auf der Seite zu haben – nur weil man zu knauserig ist, der Produktionsfirma viel Geld fĂĽr ein Update zu bezahlen.

Dass sich die Qualität der Videos mit der Zeit von ganz alleine verbessern wird, ist sowieso klar. Immer nach dem Motto: Learning by doing! Uns gefällt’s auf jeden Fall und wir sind schon gespannt auf mehr…

Das sind also die zwei Videos, die bisher abrufbar sind.

Ein Beitrag über das Handschöpfen von Papier:

Hier wird gezeigt, wie Papier in Gmund hergestellt wird:

7 Fragen zum Internet: Darüber sollten sich Händler und Betriebe im Tal Gedanken machen – Teil 3

GoogleStatistik

Unser heutiger Teil der Internetserie beschäftigt sich mit den kostenlos nutzbaren Einträgen in Online-Branchenbüchern, wie Google Places und anderen Diensten im Internet. Wie im 1. Teil und im 2. Teil der Serie wollen wir aufzeigen, wie sich die Händler im Tal optimal mit den neuen Möglichkeiten, die Ihnen das Internet bietet, auseinandersetzen sollten und so auch für Gäste, die sich hauptsächlich online informieren, optimal auffindbar sind.

Nun also der dritte Teil der Reihe “7 Fragen, die sich lokale Betriebe und Dienstleister im Tegernseer Tal stellen sollten”. Die Frage, der sich unser Gastautor Sebastian Socha heute widmet lautet:

Sind meine kostenlosen Firmeneinträge bei relevanten Online-Branchenbüchern auf dem neuesten Stand & ist mein Eintrag bei Google Places bestätigt?

Eine kostenlose und dazu noch reichweitenstarke Option steht für lokale Betriebe mit den o.g. lokalen Verzeichnissen der drei großen Suchmaschinen zur Verfügung. Idealerweise trägt man sich daher in jedem Fall unter folgenden Links bei diesen Branchenlistings ein:

Da Google jedoch einen Marktanteil von knapp 92% in Deutschland besitzt (T-Online verwendet ebenfalls Google), kann man Yahoo und BING in jedem Fall zunächst etwas vernachlässigen.

Es ist daher ratsam, sich vorrangig mit Google Places zu befassen – In meinem eigenen Blog habe ich bereits etliche Beiträge veröffentlicht, die allesamt um die Optimierung für die lokalen Branchenergebnisse von Google kreisen:

Grundlegend für ein gutes Ranking ist neben der Einhaltung der Qualitätsrichtlinien auf Google Places vor allem die Bestätigung der Eigentümerschaft an dem jeweiligen Google Maps Eintrag sowie die Optimierung dieses Eintrags nach den in den Artikeln genannten Gesichtspunkten.

Optimierung für Google Places – Kurz & Knapp:

  • Möglichst zahlreiche, aktuelle und korrekte Firmeneinträge in kostenlosen Online-Brachenverzeichnissen (MeineStadt.de, Pointoo.com, Stadtbranchenbuch.com, Klicktel.de, GelbeSeiten.de, etc.)
  • Möglichst viele Bewertungen auf passenden Bewertungsportalen, die wie KennstDuEinen.de mit Google Maps kooperieren
  • Möglichst sinnvolle Verwendung von Branchenkategorien auf allen Portalen und Branchenverzeichnissen

Man muss also aktiv werden:

  • Habe ich meine kostenlosen Einträge angelegt und als EigentĂĽmer bestätigt?
  • Habe ich den Zustand meiner Firmeneinträge im Internet auf den aktuellsten Stand gebracht?
  • KĂĽmmere ich mich aktiv um Bewertungen meiner bisherigen Kunden auf Bewertungsportalen und direkt auf Google Maps?

Kurz Zusammengefasst: Einträge über den eigenen Betrieb in den oben aufgeführten Branchenportalen bieten Händlern eine kostenlose Möglichkeit auf sich und den Betrieb aufmerksam zu machen. Wichtig ist aber, dass man die Einträge pflegt und aktuell hält. Das ist, wenn man sich einmal damit auseinandergesetzt hat, kein riesiger Aufwand und bringt auf jeden Fall großen Nutzen.

——————————Ende Teil 3——————————–
Im vierten Teil werden wir uns am Donnerstag mit der Frage “Wie ist es um meine Bewertungen auf Bewertungsportalen, Google Places & Co. bestellt?” beschäftigen. Dann gibt es Tipps und Tricks, wie man sich ĂĽber das eigene Bild im Internet auf dem laufenden hält und auf eventuelle Kritik reagiert. Alles natĂĽrlich mit dem Ziel ein möglichst positives Bild von sich und seinem Gewerbe im Internet abzugeben.

Zum Gastautor:
Sebastian Socha ist Leiter der Produktentwicklung beim Bewertungsportal für Dienstleister KennstDuEinen. Neben seinen Tätigkeiten im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung für die Plattform hat Sebastian Socha ein besonderes Interesse an der lokale Suche. In diesem Zusammenhang entwickelt er Kriterien und Taktiken die dazu beitragen, dass die Websites der bei KennstDuEinen eingetragenen lokalen Anbieter bei den Branchenergebnissen auf Google optimal gefunden werden.

Die Artikel-Reihe ist ein Gastbeitrag von Herrn Socha, der auch eventuelle Fragen im Kommentarbereich beantworten wird.

7 Fragen zum Internet: DarĂĽber sollten sich Händler und Betriebe im Tal Gedanken machen – Teil 2

Im ersten Teil (Artikel vom Dienstag) sind wir auf die Frage “Was sehe ich fĂĽr Ergebnisse, wenn ich nach meinen Firmennamen im Internet suche? eingegangen. Um eine Frage zu beantworten, die uns per mail erreicht hat: Das lässt sich auch auf Privatpersonen anwenden. Genau wie einige der Hinweise und Tipps, die wir im Umgang mit dem Internet noch geben werden.

Nun also der zweite Teil der Reihe “7 Fragen, die sich lokale Betriebe und Dienstleister im Tegernseer Tal stellen sollten”. Die Frage, der sich unser Gastautor Sebastian Socha heute widmet lautet:

“Setze ich alles auf ein Pferd, oder besteht die Chance, dass ich ĂĽber viele unterschiedliche Kanäle neue Kunden gewinne?”.

Um über das Internet möglichst viele Kontakte zu erhalten, die allesam potenzielle Kunden darstellen, ist es ratsam auf unterschiedliche Marketing-Kanäle zu setzen, um nicht von einer Traffic-Quelle abhängig zu sein.

Neben der Bewerbung der Firmenwebsite über lokal ausgerichtete Google AdWords Kampagnen (schneller Effekt, aber nicht nachhaltig) sowie mit Hilfe der lokalen Suchmaschinenoptimierung (SEO) für die Firmenwebsite (langsamer Effekt, dafür nachhaltig), sollte in jedem Fall darüber nachgedacht werden, auf welchen anderen Websites, Portalen und Plattformen man seinen Betrieb ebenfalls einer relevanten Nutzerschaft präsentieren kann.

Folgende Websites bieten sich fĂĽr die lokale Kundengewinnung ĂĽber das Internet an:

  • Lokal ausgerichtete Bewertungsportale (z.B. KennstDuEinen.de, Golocal.de)
  • Branchencenter der drei groĂźen Suchmaschinen (Google Places/ Maps, BING Maps, Yahoo local)
  • Branchenverzeichnis im lokalen Stadtportal (z.B. Muenster.de, Ingolstadt.de)
  • Verzeichnis der regionalen Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer (z.B. Ihk-Koeln.de, Hannover.ihk.de)
  • Vertikal fokussierte Bewertungsportale (z.B. DocInsider.de, Autoaid.de, Holidaycheck.de)
  • Lokale oder regionale Online-Medien (z.B. Maerkischeallgemeine.de, Detmolder-Zeitung.de)
  • “Location based services” (z.B. Foursquare.com, Friendticker.com)
  • Lokale oder bundesweite Branchenportale (z.B. Bonnbranchen.de, Stadtbranchenbuch.com)
  • Lokale Foren und thematisch eng gefasste Nischen-Communities, die inhaltlich gut zum eigenen Betrieb passen (z.B. Haarforum.net, Hausgarten.net)
  • Social Networks (z.B. Twitter.com, Facebook.com)

Hat man bei allen oben genannten Beispielen meistens die Möglichkeit einen umfassenden Firmeneintrag anzulegen, mit dem man sich der Öffentlichkeit möglichst attraktiv und auf dem aktuellsten Stand präsentiert, so sollte man bei den letzten beiden Beispielen (Social Networks & Foren) mit Fingerspitzengefühl vorgehen und zunächst ein mal den Ton der Community kennenlernen und sich hilfreich als Nutzer einbringen, bevor man dazu übergeht dezent (!) auf den eigenen Betrieb aufmerksam zu machen.

______________________ Ende des zweiten Teils _______________________

Im nächsten Artikel der Reihe geht es am kommenden Montag weiter mit der dritten Frage “Sind meine kostenlosen Firmeneinträge bei relevanten Online-BranchenbĂĽchern auf dem neuesten Stand & ist mein Eintrag bei Google Places bestätigt?”

Hier schon mal ein kurzer Ăśberblick zu den ĂĽbrigen Fragen, die wir noch behandeln werden.

4.) Wie ist es um meine Bewertungen auf Bewertungsportalen, Google Places & Co. bestellt?

5.) Nutze ich kostenlose Social Media Aktivitäten, um mit Kunden zu kommunizieren oder um meine Sichtbarkeit im Internet auf neue, relevante Kanäle auszuweiten?

6.) Konzentriere ich mich auf relevante Eckdaten & Kennzahlen bzgl. meines Betriebs?

7.) Tragen sämtliche Online-Marketing Aktivitäten dazu bei, dass das VERTRAUEN in die Qualität meiner Produkte oder Dienstleistungen nachhaltig wächst?

Zum Gastautor:
Sebastian Socha ist Leiter der Produktentwicklung beim Bewertungsportal für Dienstleister KennstDuEinen. Neben seinen Tätigkeiten im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung für die Plattform hat Sebastian Socha ein besonderes Interesse an der lokale Suche. In diesem Zusammenhang entwickelt er Kriterien und Taktiken die dazu beitragen, dass die Websites der bei KennstDuEinen eingetragenen lokalen Anbieter bei den Branchenergebnissen auf Google optimal gefunden werden.

Die Artikel-Reihe ist ein Gastbeitrag von Herrn Socha, der auch eventuelle Fragen im Kommentarbereich beantworten wird.

7 Fragen zum Internet: DarĂĽber sollten sich Händler und Betriebe im Tal Gedanken machen – Teil 1

Heute starten wir eine kleine Serie zum Thema “Was muss ich als lokaler Händler und Dienstleister beachten um im Internet von meinen Kunden richtig wahrgenommen zu werden”.
Auch wenn einige Händler im Tegernseer Tal das schon sehr gut machen, hat der ein ein oder andere bestimmt noch offene Fragen. Für viele wird das ganze jedoch ziemlich neu sein. Aus dem Grund unterstützt uns bei dem Thema ein Experte im Bereich der lokalen Suche.
Sebastian Socha ist Leiter der Produktentwicklung beim Bewertungsportal für Dienstleister KennstDuEinen. Neben seinen Tätigkeiten im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung für die Plattform hat Sebastian Socha ein besonderes Interesse an der lokale Suche. In diesem Zusammenhang entwickelt er Kriterien und Taktiken die dazu beitragen, dass die Websites der bei KennstDuEinen eingetragenen lokalen Anbieter bei den Branchenergebnissen auf Google optimal gefunden werden.

Die Artikel-Reihe ist ein Gastbeitrag von Herrn Socha, der ab und zu auch Fragen im Kommentarbereich beantworten wird.

Hier also der erste Teil der Reihe “7 Fragen, die sich lokale Betriebe und Dienstleister im Tegernseer Tal stellen sollten”:

Auf dem lokalen Suchmarkt ist zur Zeit einiges in Bewegung. Dies lässt sich sehr schön an zahlreichen neuen Entwicklungen rund um die erst kürzlich ins Leben gerufene Marke

lokale Google-Ergebnisse

Weitere Beispiele für eine nachhaltige Revolutionierung des lokalen Webs zeichnen sich außerdem in dem Erfolg einiger Dienste wie Foursquare oder Friendticker ab. Ebenso gilt dies für das letzte Woche mit globalem Medienecho begleitete Facebook Places oder dessen “kleinen Bruder” Twitter Places.

Einige lokal fokussierte Bewertungsportale wie das bekannte Qype setzen außerdem auf die derzeit bei Smartphone-Besitzern absolut angesagte “Check-In” Funktion für mobile Endgeräte. Darüber hinaus feiert das sog. “Group Buying” – je mehr Leute einen Deal kaufen, desto günstiger werden die angebotenen Gutscheine – auf Plattformen wie DailyDeal und Groupon enorme Zuwachsraten. Damit hatte ja auch das Bräustüberl bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.
Daneben bieten außerdem Vermarktungsplattformen wie DealHamster im Hinblick auf eher “klassische” Gutscheine für Online-Shops und Ladengeschäfte ebenfalls einen Vermarktungskanal für lokale Anbieter…

Vor diesem Hintergrund stehen lokale Dienstleister und Unternehmen nun vor einer unĂĽberschaubaren Vielzahl an Optionen, die allesamt um den folgenden Grundgedanken kreisen:

Ausgehend von dieser Zielsetzung will ich daher in der kommenden Artikel-Reihe sieben grundlegende Fragen formulieren, die man sich als lokaler Anbieter stellen sollte, wenn man plant, das Internet als Kanal zur Neukundengewinnung effektiv zu nutzen.


1.) Was sehe ich fĂĽr Ergebnisse, wenn ich nach meinen Firmennamen im Internet suche?

Lokale Anbieter sollten sich es zur Gewohnheit machen, in regelmäßigen Zeitabständen zu überüfen, wie sich die Suchergebnisse bei den drei großen Suchmaschinen Google, Yahoo und BING darstellen, wenn man nach folgenden Begriffen sucht:

> Bezeichnung des Betriebs oder der Filiale in unterschiedlichen Schreibweisen

> Namen von Geschäftsführern, Filialmanagern sowie einzelner in der Öffentlichkeit stehender Mitarbeiter

> Bezeichnungen von speziellen Produkten oder Dienstleistungen die exklusiv angeboten werden

Recht bequem kann man das einrichten, indem man folgende Benachrichtigungsdienste auf die entsprechenden Keywords (Schlüsselwörter) einrichtet und sich anschließend ein Mal in der Woche per E-Mail automatisiert informieren lässt:

Google Alerts

Yahoo Alerts

BING Alerts

Bei BING Alerts klickt man oberhalb der Schlagzeilen auf “News Benachrichtigungen” und kann anschließend Stichworte hinterlegen, für die man künftig benachrichtigt werden möchte.

Dabei überträgt man idealerweise alle neuen Websites, auf denen über einen berichtet wird, in eine Tabelle und legt die gefundenen Suchtreffer, die über den eigenen Betrieb berichten zunächst ein mal chronologisch ab. Zeitlich weiter zurückliegende Suchtreffer sollten als erstes unter die Lupe genommen werden, um möglichst zeitnah auf entsprechende Kommentare oder Meldungen reagieren zu können.

AnschlieĂźend sortiert man diese zur weiteren Verarbeitung nach Relevanz:

Bekannte News-Portale weisen eine größere Reichweite auf und sollten in jedem Fall entsprechend Ernst genommen werden, aber auch Blogbeiträge und Kommentare von Nutzern können sich recht schnell im Internet verbreiten, falls des sich um eine fokussierte Zielgruppe handelt, weshalb hier keine klare Regel abzuleiten ist, es gilt vielmehr: Jeder Artikel und jeder Kommentar ist für eine bestimmte Nutzergruppe von größtmöglicher Relevanz!

Daraus läßt sich ableiten, dass man als Betrieb grundsätzlich auf jeden negativen Beitrag reagieren sollte, wenn man das Gefühl hat, dass der Tonfall auf der jeweiligen Website angemessen dazu beitragen kann, Mißverständnisse und negative Stimmungen öffentlich zu klären.

Hierbei bietet es sich an, direkt auf Kommentare zu reagieren, ohne dabei die Schuld bei den Nutzern zu suchen, sondern in allererster Linie bei sich selbst. Da im Internet sehr viel mehr Nutzer einfach nur passiv mitlesen, als sich aktiv einzubringen, kann man sich gut vorstellen, wie unglaublich positiv es sich auf den Ruf eines Betriebs auswirkt, wenn dieser öffentlich die Bereitschaft zur Hilfestellung, Kundennähe und Kulanz signalisiert, oder gar einräumt einen Fehler gemacht zu haben, denn Fehler können passieren…
… die Frage ist nur, wie man als Unternehmen mit Fehlern in der Öffentlichkeit umgeht.

______________________ Ende des ersten Teils _______________________

Im nächsten Artikel der Reihe geht es am Donnerstag weiter mit der zweiten Frage “Setze ich alles auf ein Pferd, oder besteht die Chance, dass ich ĂĽber viele unterschiedliche Kanäle neue Kunden gewinne?”

Hier schon mal ein kurzer Ăśberblick zu den ĂĽbrigen Fragen, die wir noch behandeln werden.

3.) Sind meine kostenlosen Firmeneinträge bei relevanten Online-Branchenbüchern auf dem neuesten Stand & ist mein Eintrag bei Google Places bestätigt?

4.) Wie ist es um meine Bewertungen auf Bewertungsportalen, Google Places & Co. bestellt?

5.) Nutze ich kostenlose Social Media Aktivitäten, um mit Kunden zu kommunizieren oder um meine Sichtbarkeit im Internet auf neue, relevante Kanäle auszuweiten?

6.) Konzentriere ich mich auf relevante Eckdaten & Kennzahlen bzgl. meines Betriebs?

7.) Tragen sämtliche Online-Marketing Aktivitäten dazu bei, dass das VERTRAUEN in die Qualität meiner Produkte oder Dienstleistungen nachhaltig wächst?

Breitbandstudie des Landkreises – Antwort aus der SMG

Präsentation Breitbandstudie #1

Zweite Anmerkung vom 18. August / 14:03 Uhr
Wie in den Kommentaren versprochen haben wir auf den Beitrag von Sepp nochmal bei der SMG nachgefragt. Hier auch nochmal der Kommentar:

“Die Studie ist leider nicht verwertbar, da sie einfachste statistische Kriterien nicht erfĂĽllt: Sie stellt nicht das Ergebnis einer Stichprobe dar, sondern gibt nur die Meinung der freiwilligen RĂĽcksender wieder.”

Und hier die Antwort von Stephanie Stiller, von der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach, den Initiatoren der Breitbandstudie:

Die Zielsetzung der Ist- und Bedarfsanalyse im Rahmen der Breitband-Machbarkeitsstudie war es von Anfang an den erhöhten Bedarf an Breitband-Internet zu ermitteln. Es war niemals die Intention hierzu eine Stichprobe oder gar die Grundgesamtheit zu befragen.

Um den Förderrichtlinien der Breitbandinitiative Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zu entsprechen muss der erhöhte Bedarf gegeben sein. Bei der Befragung der Unternehmer wurden alle Gewerbetreibenden der 15 teilnehmenden Landkreisgemeinden befragt, die bei der Handwerkskammer oder bei der Industrie- und Handelskammer gemeldet sind. Bei der Befragung der privaten Haushalte wurden, je nach Ausbau der technischen Infrastruktur des Internets, teilweise nur bestimmte Ortsteile oder Straßenzüge einer Gemeinde befragt.

Vielen Dank nochmal an Frau Stiller fĂĽr Ihre schnelle Antwort.

Anmerkung vom 15. August / 09:24 Uhr
Der Link zur Studie hat im gestrigen Artikel leider nicht funktioniert. Deswegen hier nochmal der Auszug der Breitbandstudie, zur VerfĂĽgung gestellt von der SMG.

Abschlusspräsentation_LK_Miesbach_Presse_1

Die Datei öffnet als PDF. Insgesamt 22 Seiten auf 1,6 Mb.

UrsprĂĽnglicher Artikel vom 14. August:
Anfang der Woche hatte die SMG (Standort Marketing Miesbach) zusammen mit der dafĂĽr beauftragten Firma eine landkreisweite Studie ĂĽber “Schnelles Internet” oder Breitband vorgestellt. Daran hatten sich 15 der 17 Kommunen beteiligt.

Das wie oder wer der Präsentation ist in diesem Zusammenhang aber nicht das wichtigste. Entscheidend ist was kam dabei raus und was bedeutet das für die Zukunft. Für uns natürlich am interessantesten was bedeutet das für das Tegernseer Tal und die 5 Gemeinden.

Der IST-Zustand im Tal zeigt:
Der Wunsch in Haushalten und Unternehmen an schnellem Internet ist in beiden Gruppen vorhanden. Aber vor allem für die Unternehmen ist ein schneller Internet-Zugang oft ein wichtiger Standort-Faktor. Und das wird in den nächsten Jahren auch noch mehr zu DEM entscheidenden Standort-Faktor werden. Ohne schnelle Leitung wird sich kaum ein Firma niederlassen.

Zwei Drittel aller befragten Betrieb sehen den Breitbandausbau als wichtig bis sehr wichtig fĂĽr ihr Unternehmen an

Dass schnelle Leitungen in Zukunft immer wichtiger werden, dürfte allen Beteiligten klar sein: Immer mehr Angebote, wie Fernsehen oder Musikhören über das Netz werden immer mehr Datenkapazität brauchen.

Kommt der Zweckverband?

Der Frage nach dem Wie werden sich die Gemeinden bis zum Jahresende stellen mĂĽssen. FĂĽr Ende Oktober ist eine Dienstbesprechung der BĂĽrgermeister vorgesehen, bei der das Thema zur Sprache kommt. Dann wird sich auch entscheiden, ob wirklich alle Gemeinden an einem Zweckverband mitmachen wollen. Ziel des Verbandes soll sein, dass sich alle an allen Kosten beteiligen; also nicht nur an den Kosten fĂĽr den eigenen Ausbau. Im Klartext ist das quasi sowas wie der Länderfinanzausgleich auf Bundesebene – die Gemeinde, die gerade Geld fĂĽr den Ausbau braucht, bekommt das Geld aus dem Einheitstopf. Wer gerade nichts braucht zahlt trotzdem und bekommt vielleicht später etwas.

Da im Tal die Leitungen zur Zeit eigentlich erstmal OK sind, wĂĽrden wir also die ersten Jahre erstmal “Einzahler” sein und den Vorteil des Zweckverbandes erst in einigen Jahren spĂĽren, wenn es heiĂźt, z.B. Glasfaserkabel im Tal zu verlegen – oder was man in ein paar Jahren eben nutzt. Die Entwicklung schreitet gerade in dieser Branche wahnsinnig schnell voran und der momentan gute DatendurchfluĂź im Tal kann in ein paar Jahren schon eine lahme Gurke sein.

Das Tegernseer Tal ist gut versorgt mit DSL

Die Kosten für jede einzelne Gemeinde sind also nur schwer abschätzbar. Ein Zweckverband würde auf jeden Fall helfen mit der Entwicklung standhalten zu können und den kompletten Landkreis permanent mit der besten Technik zu versorgen. Langfristig kommt das auch dem Tegernseer Tal zugute. Welche Kosten damit auf die einzelnen Gemeinden oder sogar auf den einzelnen Bürger zukommen weiß derzeit natürlich noch niemand.

Auf den folgenden Folien sieht man den Ist-Zustand im Tal: (einen Auszug aus der Präsentation gibt es hier zum Runterladen)

Die Momentane Abdeckung zeigt, dass es rings um den Tegernsee zur Zeit recht gut mit zeitgemäßen DSL-Leitungen (grüne Punkte) abgedeckt ist

Knapp die Hälfte der befragten Haushalte im Landkreis wünscht sich eine schnellere Internetleitung

mmerhin ein gutes Drittel der Befragten hat ein beruflich genutztes BĂĽro im eigenen Haushalt und ist auf schnelle Leitungen angewiesen

Immerhin ein gutes Drittel der Befragten hat ein beruflich genutztes BĂĽro im eigenen Haushalt und ist auf schnelle Leitungen angewiesen

Die starke Hälfte aller Betrieb ist momentan mit einer guten DSL-Leitung zufrieden. 14% wünschen sich aber heute schon extrem schnelle Leitungen mit 16 Mbit/s und mehr

Google startet jetzt doch Street View in Deutschland: Derzeit (noch) keine Aufnahmen im Tegernseer Tal

Derzeit werden keine Aufnahmen von den Street View Autos im Tegernseer Tal durchgefĂĽhrt.

Derzeit werden noch keine Aufnahmen von den Street View Autos im Tegernseer Tal durchgefĂĽhrt.

Anmerkung vom 10. August / 12:06 Uhr
Vor ĂĽber 2 Monaten hatten wir darĂĽber geschrieben, dass google sein Street-View-Programm in Deutschland aufgrund der vielen Proteste erst einmal stoppt und somit auch keine Fahrzeug durch das Tal fahren und die Strassen abfotografieren werden.

Doch allen Diskussionen zum Trotz führt google Street View jetzt doch in Deutschland ein. Und so wie es derzeit aussieht noch in diesem Jahr. Ein genaueres Datum gibt es noch nicht. Und zuerst werden auch nur die 20 größten Städte des Landes online in dreidimensionalen Fotoansichten begehbar sein.

Einige werden sich jetzt fragen warum Google das ganze trotz der großen Widerstände durchzieht. Der Grund ist sehr simpel: Die Nachfrage ist riesig.
Die Deutschen sind nämlich bereits jetzt sehr aktive Nutzer von Street View, obwohl der Dienst hier noch gar nicht angeboten wird. Aus keinem anderen Land, in dem das der Fall ist, kommen so viele Street-View-Aufrufe wie aus Deutschland. Google schätzt, dass viele Anwender die bebilderte Karte für ihre Urlaubsplanung nutzen. Und das etwa eine Million Mal pro Tag.

Urlaubsplanung ist aber auch etwas was viele Touristen tun, bevor Sie ins Tegernseer Tal fahren. Derzeit natĂĽrlich noch ohne Street View. Nur ist das wirklich gewollt?

Wir haben diese und andere offene Fragen bereits in zwei frĂĽheren Artikel behandelt. Wer sich jetzt fragt: “Wie sieht es um den Datenschutz aus? Wie kann ich mein Recht auf Privatsphäre geltend machen? Was bedeutet google Street View fĂĽr das Tal – fĂĽr die Einwohner und die Vermieter?” Dem empfehlen wir:
1. Googles Fotografierautos im Tal – Chance oder Bedrohung?
2. Das Internet und das Tegernseer Tal: Teil 1 – Google StreetView

Ansonsten noch hier ein Video, dass die Funktionalität von Street View sehr anschaulich zeigt:

Wann jetzt das Tegernseer Tal abfotografiert wird bzw. wann unsere Strassen ĂĽberhaupt virtuell bewandert werden können, das steht aber – trotz der AnkĂĽndigung von google – noch in den Sternen.

UrsprĂĽnglicher Artikel vom 27. Mai:
Google stoppt vorläufig das in letzter Zeit immer umstrittenere und viel-diskutierte Projekt Street View. Wie google bereits vor einer Woche auf dem eigenen Unternehmens-Blog ankündigte, gilt das nicht nur für Deutschland sondern auch weltweit. Google hatte im April noch mitgeteilt Aufnahmen auch in Oberbayern, und für uns speziell interessant auch dem Tegernseer Tal, durchführen zu lassen. Wir hatten in diesen drei Artikeln über das Thema berichtet. Die Ankündigungen von google hatten, unter anderem in den Gemeinderatssitzungen der Talgemeinden, zu diversen Diskussionen über den Sinn und die Rechtmäßigkeit dieser Aufnahmen geführt.

Die Entscheidung fĂĽr den Stopp fiel laut Google-Pressesprecher Kay Oberbeck “nachdem wir bemerkt haben, dass unbeabsichtigt Nutzerdaten ĂĽber den WLAN-Scan gespeichert werden. Da haben wir die Fahrten weltweit gestoppt”. Die massiven Proteste, gerade aus Deutschland, sollen kein Grund fĂĽr den vorläufigen RĂĽckzug sein.

Kurz zu dem Projekt: Mit “Street View” können Internet-Nutzer bereits heute virtuelle Spaziergänge durch GroĂźstädte unternehmen. Google nimmt dazu die StraĂźenzĂĽge mit einer speziellen Rundum-Kamera auf. Diese Vorgehensweise sorgt bereits seit geraumer Zeit fĂĽr Proteste bei DatenschĂĽtzern und HauseigentĂĽmern.

Schnelles Internet: Breitbandausbau im Tal geht voran – Tegernsee laut Janssen gut versorgt

BreitbandanschlĂĽsse sind auch am Tegernsee wichtig

Anmerkung vom 04. August / 11:28 Uhr
Auf der gestrigen Stadtratssitzung in Tegernsee hat Peter Janssen unter anderem über den Stand des Breitbandausbaus im Tegernseer Tal informiert. Wobei er eigentlich nur auf den Stand der Stadt Tegernsee eingegangen ist. Dieser ist laut Analyse des verantwortlichen Amtes sehr gut. Somit muss die Tegernsee, im Gegensatz zu Gmund, keine Förderung beantragen. Bürgermeister Janssen verwies aber darauf, dass das in 3 Jahren ganz anders sein kann. Bei diesem schnelllebigen Medium kann man sich nie sicher sein.

UrsprĂĽnglicher Artikel vom 26. Mai:

BreitbandanschlĂĽsse sind auch am Tegernsee wichtig.

Der Breitbandausbau im Tegernseer Tal schreitet langsam aber sicher voran. Wie die Regierung von Oberbayern meldet, erhält Gmund im Rahmen des Breitbandförderprogramms für den Ausbau von Kabelverzweigern durch die Deutsche Telekom einen Zuschuss in Höhe von 49.700 Euro. Die zuwendungsfähigen Kosten betragen 71.000 Euro.
Gerade Gmund kämpft schon länger für den Ausbau des schnellen Internetzugangs in Moosrain und Ostin. Für den Ausbau des DSL-Netzes sind dieses Jahr im Gmunder Haushaltsplan 75 000 Euro veranschlagt.

Wem das alles zu abstrakt ist, hier mal die offensichtlichsten Vorteile fĂĽr schnelles Internet:

- Videos lassen sich schneller runterladen

- Ich kann das Radioprogramm über den Rechner hören

- die Tegernseer Stimme wird schneller aufgerufen

- oder etwas ernsthafter formuliert: Schnelles Internet ist eine Grundvoraussetzung für den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Firmen wie Agenturen, Architekten, Baufirmen, Hotels usw. brauchen für Ihre tägliche Arbeit einen schnellen Internetanschluss. Wenn der nicht vorhanden ist wandern sie ab oder siedeln sich erst gar nicht in der Gegend an.

- Studien belegen, dass die flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen entscheidend ist für die Steigerung der Arbeitsproduktivität. Oder um es ganz genau zu sagen: Erhöht ein Land die Rate der schnellen Internetzugänge um 10%, so steigt in den nächsten fünf Jahren die Arbeitsproduktivität um 1,5%.

- und nicht zuletzt ist schnelles Internet mittlerweile ein großer Faktor für die Lebensqualität in Haushalten (siehe Videos, Musik, Nachrichten weiter oben)

50.000 Euro fĂĽr eine Gemeinde wie Gmund hört sich erstmal nach viel an. Runtergebrochen sind das knapp 9 Euro pro Einwohner. Man muss aber bedenken, im internationalen Vergleich ist das eher wenig. Dort liegen die Investitionen, auch in den höherentwickelten Ländern, bei 50 – 150 Euro pro Einwohner.

Hier noch die üblichen Aussagen der verantwortlichen Beamten aus der Pressemitteilung. Zuerst darf Regierungspräsident Christoph Hillenbrand: „Damit ist ein weiterer Schritt getan, um die Kommunen schnell und flächendeckend beim Zugang zum schnellen Internet im ländlichen Raum zu unterstützen und ihnen so beim Standortwettbewerb neue Chancen zu eröffnen“.

Dann Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel: „Mittlerweile haben 380 bayerische Gemeinden einen Förderbescheid für Investitionen in schnelles Internet erhalten. 30 Förderprojekte sind bereits umgesetzt und bieten Bürgern und Unternehmen den dringend benötigten Internetzugang, gerade in den ländlichen Regionen. Zudem konnten 834 Gemeinden einen Zuschuss für Machbarkeitsstudien und Planungen erhalten. Mit jedem neuen Förderbescheid kommen wir unserem Ziel einer lückenlosen Breitbandversorgung in der Fläche ein Stück näher.“

Insgsamt fördert das Land Bayern schnelles Internet auf dem Land mit rund 8 Mio. Euro. Gestartet ist die Initiative im Juli 2008. Und mit dem aktuellen Bescheid für Gmund sind es nun 54 Kommunen, die eine Förderung für die Breitbanderschließung erhalten.

Die Ferienregion Tegernsee – aber wen interessiert das?

TTT Video

Anmerkung vom 07. Juni / 17:02 Uhr:
Wir haben noch ein Video gefunden, wie die TTT den Tegernsee vor zwei Jahren präsentiert hat: Damals war es noch deutlich gelungener. Man verlernt dort scheinbar mit der Zeit. Das Video ist ganz unten im Beitrag.

Anmerkung vom 03. Juni:
Einige haben uns auf den Beitrag ziemlich gute Videos geschickt, die zeigen, wie man es besser machen kann als die TTT. Wir haben die Videos direkt in den Beitrag ĂĽbernommen.  Wenn sonst noch jemand gute Vorschläge hat – einfach den Link in die Kommentare posten. Oder einfach nur die eigene Meinung zu den Vorschlägen sagen.

UrsprĂĽnglicher Artikel vom 02. Juni:
Die TTT (Tegernseer Tal Tourismus GmbH) hat ein neues Video veröffentlicht. Ich hab’s mir angeschaut. Und jetzt stelle ich mir ein paar Fragen: Wer soll sich ein NEUN Minuten langes Video anschauen? Warum soll sich jemand neun Minuten ein Video anschauen, das NULL Informationsgehalt hat? Wer kommt ĂĽberhaupt auf die Idee neun Minuten lang irgendwelche Bildsequenzen aus dem Tegernseer Tal zusammen zu schneiden, OHNE dabei eine einziges Wort zu reden? Und die allerwichtigste Frage: WER bezahlt das?

Die TTT ist ja inzwischen auf einigen Online-Kanälen unterwegs: Twitter, Facebook, Blog und eben auch auf Youtube. Ich schätze ja mal, dass damit versucht werden soll eine jüngere Zielgruppe für das Tegernseer Tal anzusprechen und zu begeistern. Meine Oma schaut sich zumindest weder Videos auf Youtube an, noch ist sie Mitglied bei Facebook oder twittert News vom Kaffeekränzchen.

Die Frage ist nur: Begeistere ich junge Menschen mit Videos von Trachtenvereinen, Seeschifffahrten und gähnend langweiligen Kameraschwenks durchs Tegernseer Tal? Videos, die selbst bei “Kein schöner Land” wenigstens alle drei Minuten vom Moderator unterbrochen werden – weil selbst der älteste Zuschauer Musik und schöne Bildchen auf Dauer einfach einschläfernd findet.

Die TTT ist aber anscheinend der Meinung, dass genau diese gezielte Langeweile, die Trägheit des Kameraschnittes, der fehlende Informationsgehalt und die teils rustikale, teils einfach schlechte Musik, den klassischen Youtube-User zum neun Minuten verweilen einlädt. Und im Anschluss natürlich das dringende Bedürfnis bei ihm weckt, sofort ins Auto zu steigen und an den Tegernsee zu kommen.

Aber so will man bei der TTT anscheinend das Tal präsentiert sehen: Langweilig, träge und altmodisch. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man dort wahrscheinlich viel Geld in die Hand nimmt, eine Mainzer Produktionsfirma beauftragt und das Ergebnis anschlieĂźend als Werbung fĂĽr’s Tal online stellt.

Auf dass wir in Zukunft von jungen Horden ĂĽberrannt werden!

Wenn jemand ganz viel Geduld und etwas Langeweile hat, kann er sich das Video gerne persönlich anschauen:

Hier noch ein Video aus dem Chiemgau. So kann man es auch richtig machen:
(vielen Dank an Edeltraud von
mein-tegernsee.de, die uns den Link zum Video geschickt hat)

So präsentiert sich Südtirol. Sehr gelungen, wie ich finde. (Danke an Bertram für den Vorschlag und den Link)

In diesem Video präsentiert sich das Bräustüberl. Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall um einiges höher, wie beim TTT-Video: (Vielen Dank an Tobias für Vorschlag und Link)

Wir haben noch ein Video bekommen, das vor ca. 2 Jahren von der TTT produziert wurde. In Zusammenarbeit mit der in Gmund ansässigen Medienproduktion Eduard von Overheidt war damals geplant, etwa zehn kurze Videos pro Jahr zu produzieren. Die Kosten hätten sich damals auf rund 10.000 Euro/Jahr belaufen. Das ist in etwa die Summe, die in der Größenordnung auch fĂĽr das aktuelle Video ausgegeben wurde. Wahrscheinlich war das aktuelle sogar noch etwas teurer. Was wir nicht ganz verstehen: Vor zwei Jahren war die Präsentation des Tegernsees unserer Meinung nach deutlich gelungener. Die Produktion wurde damals nach drei Videos eingestellt – GrĂĽnde unbekannt.

Bertram hat auch noch einen Link von einem sehr guten ZDF-Beitrag geschickt. Leider können wir das Video nicht direkt bei uns abspielen. Den Beitrag gibt es aber direkt beim ZDF: Einfach hier klicken.

Interview mit dem Bergzeit-Chef: Die Kurzfassung

In den letzten Tagen haben zwei groĂźe Blogs, excitingcommerce und deutsche-startups, unser Interview mit Klaus Lehner in Ihre Berichterstattung mit aufgenommen. Das und die vielen Zugriffe der Stammleser zeigen uns, dass das Thema scheinbar einige interessiert. Eventuell fragen sich ein paar warum Bergzeit als “kleines” Sportgeschäft aus GroĂźhartpenning so erfolgreich geworden ist. Oder das Interesse an dem Neubau in Moosrain ist sehr groĂź. Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, dass das Interview von vielen als zu lang empfunden wird. Deswegen hier fĂĽr die Kurzleser und die es noch nicht kennen, eine Zusammenfassung:

Im Gespräch mit der Tegernseer Stimme spricht Klaus Lehner über den Start seiner Firma vor 10 Jahren.  Die turbulente Anfangszeit bis zum heutigen Staus Quo mit 50 Mitarbeitern, 2 großen Geschäften und einen Umsatz von 7,8 Mio. Euro pro Jahr. Laut Lehner ist und war folgendes mitentscheidend für den Erfolg von Bergzeit.

“Wir haben nicht die klassische Sportladenstruktur und Denkweise. Sondern spielen unsere Stärke im Internet aus, sorgen damit fĂĽr einen schnellen Umschlag der Waren und ĂĽbertragen das auf unsere stationären Geschäfte.”

Lehner betont zugleich, dass Bergzeit trotz der 2 Geschäfte immer noch 60% seines Umsatzes über das Internet macht. Nichtsdestotrotz freut er sich auf den dritten Laden in Gmund-Moosrain, der gleichzeitig auch eine große Investition für die Firma darstellt. Denn das Gebäude im Stil eines finnischen Blockhaus kostet 2 Mio. Euro und beherbergt 2.000 qm Verkäufsfläche. Gebraucht werden 15 Mitarbeiter. Davon sind aber erst 5 gefunden. Chancen für Bewerber sind also da. Interessierte finden in diesem Beitrag mehr Infos.

Die zukünftig im Gebäude integrierte Tourist Info sieht er, auch für das Tegernseer Tal, sehr positiv. Betont aber, dass durch die Marketingaktionen von Bergzeit auch die TI von der Anzahl der Bergzeit-Kunden profitieren wird.

Die Tourist Info in der neuen Bergzeit-Filiale in Moosrain

Die Frage ob die anderen Sportgeschäfte im Tal von seinem Expansionsdrang begeistert sind, beantwortet Lehner erwartungsgemäß mit nein. Wobei er sich in der Folge eher besorgt zeigt um die Internet-Strategie der meisten lokalen Händler:

“Ich denke, dass viele stationäre Händler, unabhängig von der Branche, mit einer falschen
Strategie ins Internet gehen. Ein Vollsortiment mag im stationären Geschäft ausreichen.
Aber wenn ich das einfach ins Internet ĂĽbertrage, bin ich vergleichbar.”

so Lehner. Sein abschließendes Fazit und gleichzeitiger Tipp für die Internet-Bemühungen der lokalen Geschäfte lautet dann auch:

“Ein Händler muss zuerst ĂĽberlegen worin seine Stärken liegen, worin er “Weltmeister” ist.
Dieses Segment, diese Nische muss er dann im Internet bedienen. Wenn er das gut macht,
wird er viele Kunden davon ĂĽberzeugen, bei Ihm zu kaufen.”

Und auch wenn Klaus Lehner im Nachsatz darauf hinweist, dass das eigentlich zwei unterschiedliche Geschäfte braucht, ist es seiner Meinung nach diese Ambivalenz, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

FĂĽr die, die sich trotzdem noch fĂĽr das lange Interview interessieren. Einfach auf diesen Link klicken.

Interview mit dem Bergzeit-Chef: 2.000 qm, 2 Mio. Baukosten und noch Mitarbeiter gesucht

Klaus Lehner, Geschäftsführer von Bergzeit

Klaus Lehner (50), Geschäftsführer von Bergzeit

Der Bergzeit-Neubau in Moosrain nimmt langsam Gestalt an. Und das ist auch gut so, denn in 4 Monaten soll es ja schon losgehen. Dann wird es auch zum ersten Mal eine Tourist Info für das komplette Tegernseer Tal geben. Wir haben uns vor einer Woche mit dem Geschäftsführer von Bergzeit, Klaus Lehner, im Cafes des Atrion getroffen und mit ihm ein ausführliches Interview geführt. Wer also wissen will, was genau Bergzeit in Gmund vorhat, wie der Laden am Ende aussieht und warum die Sporthändler im Tal nicht so begeistert davon sind, sollte sich das Interview durchlesen. Es ist zwar etwas länger geworden. Aber wir denken es lohnt sich.

Tegernseer Stimme (TS): Hallo Herr Lehner, können Sie bitte ein paar Worte zu Bergzeit sagen. Wie ist die Firma entstanden, wo haben Sie Ihre Standorte und wie lange gibt es sie schon?

Klaus Lehner: Die Firma Bergzeit gibt es seit 10 Jahren. Entstanden ist sie aus meiner Leidenschaft, dem Outdoorsport und der Ausstattung. Am Anfang hab ich mir die Produkte selbst gekauft und von was ich überzeugt war, hab ich auf meine Webseite gestellt. Der Versand lief sehr lange über meinen Dachboden. Das ging dann einige Jahre gut, und ich hab das alles nebenher in ganz kleinem Stil betrieben. Das erste stationäre Geschäft habe ich dann 2005 in Großhartpenning aufgemacht. Aber eigentlich auch nur weil die ersten Kunden Ihre Ware bei uns abholen wollten und das Lager in der Form einfach nicht repräsentativ war. Ja, und so ist es nach und nach immer größer geworden. Und mittlerweile haben wir 2 Geschäfte, knapp 50 Mitarbeiter und einen Umsatz von 7,8 Mio. Euro pro Jahr. Davon einen Hauptteil über die Webseite www.bergzeit.de.

TS: Das heiĂźt die Firma Bergzeit kommt ursprĂĽnglich aus dem Internetversand?

Lehner: Absolut. Das war zu Beginn unser Fokus. Und ich denke das ist auch heute noch der Grund weshalb Bergzeit so erfolgreich ist. Wir haben nicht die klassische Sportladenstruktur und Denkweise. Sondern spielen unsere Stärke im Internet aus, sorgen damit für einen schnellen Umschlag der Waren und übertragen das auf unsere stationären Geschäfte. Aber man darf nicht vergessen, wir machen immer noch 60% unseres Umsatzes über das Internet. Jedoch für mich persönlich ist der Verkauf im stationären Geschäft mit den Läden in Großhartpenning und Otterfing, und ab Oktober dann hier in Moosrain, eine viel schönere Form des verkaufens. Wir haben mit schönen Produkten zu tun. Und diese gehören schön präsentiert.

Die Verkaufsfläche beträgt insgesamt 2.000 Quadratmeter

TS: Welche Produkte bieten Sie an?

Lehner: Unser Hauptproduktangebot liegt in den Bereichen Wandern, Bergsteigen, Klettern und Trekking. Im Winter ist der Schwerpunkt eher auf Schneeschuhwandern, Skitouren und Freeriden. Dabei sind uns drei Dinge wichtig: ein breites Angebot an Markenprodukten, dann natĂĽrlich ausfĂĽhrliche und kompetente Beratung und schlieĂźlich die Weitergabe von Kostenvorteilen an treue Kunden.

TS: Sie eröffnen im Oktober Ihren dritten Laden, hier in Moosrain. Wie groß wird das Geschäft und welche Produkte verkaufen Sie dort?

Lehner: Das gesamte Verkaufsareal wird 2000 qm groĂź sein. Und die Produkte gehen ganz grob in Richtung Wandern und leichte BergsteigerausrĂĽstung.

TS: 2000 qm! Das ist ne ganze Menge. Darf ich fragen was der Bau kostet?

Lehner: 2 Millionen Euro.

TS: Und welche Kunden erwarten Sie in dem neuen Geschäft? Eher die durchfahrenden Touristen oder Einheimische?

Lehner: Beide. Wobei natĂĽrlich die Urlauber fĂĽr uns sehr interessant sind. Unsere Philosophie fĂĽr den neuen Laden orientiert sich auch an der Art des Tegernseer Tals – in meinen Augen eher ein liebliches Tal – und somit auch an den Sportarten, die hier ausgeĂĽbt werden. Damit werden sich auch die Produkte von den anderen Standorten unterscheiden. Kurz gesagt entsteht in Moosrain Bergzeit Outdoor. Dagegen sind in GroĂźhartpenning eher bergsteigerorientierte Ausstattungen im Sortiment, da die Kunden dann oft ins Karwendel oder auch nur zur Kletterhalle nach Tölz weiterfahren. Deswegen definieren wir den Laden dort als Bergzeit Alpin. Einen Ăśberlapp wird es zwar geben. Aber 60% des Sortiments gibt es nur an einem Standort.

Bergzeit als Outdoor-Kette? Das wird es nicht geben!

TS: Muss man sich Bergzeit dann zukĂĽnftig als Kette vorstellen? Jedes Jahr mehrere neuer Filiallen mit den gleichen Produkten und der gleichen Ausstattung? Ein McDonalds fĂĽr Outdoor?

Lehner: Nein, das ist nicht mein Ziel. Wie konzentrieren uns auch weiterhin auf das Internet. Das stationäre Geschäft nimmt aber einen immer größeren Teil ein. Und es macht Spass. Das ist auch das wichtigste bei all unseren Anstregungen: Bergzeit ist nicht rein auf wirtschaftliche Ergebnisse optimiert. Bergzeit hat was zu tun mit Sachen umsetzen, die Spass machen. Dazu gehört auch das Internet. Aber dazu gehören vor allem die schönen Sachen, die wir verkaufen. Und schöne Sachen mĂĽssen auch schön präsentiert werden. Am besten in einem Laden, der passend zum Outdoorgedanken das Thema Oudoor transportiert. Das ist auch die Philosophie hinter dem neuen Laden in Gmund. Heimelig, atmösphärisch soll er werden – keine Schicki-Micki-Bude. Viele natĂĽrliche Materialien, mit viel Licht, Natur und auch Moderne. Allerdings ist so etwas immer abhängig von der Umgebung und von der Art der Produkte, die man verkauft. Und damit ist es nicht unendlich reproduzierbar. Deswegen ganz sicher keine Kette. Das wĂĽrde dem Bergzeit-Gedanken widersprechen.

TS: Wie kamen Sie eigentlich auf das Gebäude in Gmund?

Lehner: Da gibt es eine große und lange Vorgeschichte. Ich halte es aber mal kurz: Angefangen hat das mit der Firma KPC, die sich schon vor 3 Jahren zusammen mit der Gemeinde Gmund Konzepte für den dortigen Standort überlegt hat. Die Ideen variierten von einem Oulet-Center bis hin zu einem Event-Center. Damals ist auch dieses Gebäudekonzept, die Art des Gebäudes wie es heute gebaut wird, entstanden. Nach einiger Zeit war ich dann als Mieter im Gespräch. Allerdings ist uns allen dann mit der Zeit klar geworden, dass ich das selbst bauen und finanzieren muss, damit wir das so umsetzen können, wie es am besten zu Bergzeit passt. Parallel dazu hab ich durch Zufall Herrn Overs kennengelernt. Und daraus ist dann die Idee entstanden, dass das ebenfalls ein guter Standort für die Tourist Info sein könnte.

TS: Wie schätzen Sie das ein? Wird Bergzeit eher von der TI profitieren oder die TI von Bergzeit?

Lehner: Wir werden sehen. Aber ich schätze beide werden voneinander profitieren. Bei Bergzeit geben wir sehr viel für Werbung und Veranstaltungen aus und haben durch das Internet auch mittlerweile eine Menge Kunden aus der ganzen Republik. Die wollen alle mal Bergzeit sehen wenn Sie in den Süden fahren oder fahren teilweise deswegen extra hierher und stehen dann morgens auf dem Parkplatz. Das ist uns in Großhartpenning immer wieder passiert. Und das wird auch hier passieren. Das bedeutet wir werden in den Parkplatzbereich Leute reinbringen, die nicht zur TTT fahren würden. Und auf der anderen Seite werden wir davon profitieren, dass Urlauber, die nie zu Bergzeit kommen würden, bereits auf dem Parkplatz sind und dann auch einen Blick in unseren Laden wagen. Also meiner Meinung nach für beide Seiten eine win-win-Situation. Und für das Tegernseer Tal einfach eine schöne, verkehrsgünstig erreichbare Tourist Info, die die Besucher auf die einzelnen Gemeinden verteilt.

Die lokalen Händler stehen im Internet
vor groĂźen Herausforderungen

TS: Wie haben die anderen Sportgeschäfte im Tegernseer Tal auf Ihre Pläne reagiert?

Lehner: Sie sind erwartungsgemäß nicht sehr begeistert und haben das den Lieferanten, mit denen wir teilweise ebenfalls zusammenarbeiten, auch so gesagt.

TS: Erwarten Sie eigentlich eine zunehmende Konkurrenzsituation durch die lokalen Händler im Internet? Also in Ihrem Stamgeschäft?

Lehner: Ich denke eher weniger, da wir mit unserem Sortiment und unserer Herangehenweise relativ gut positioniert sind. DarĂĽberhinaus denke ich, dass viele stationäre Händler, unabhängig von der Branche, mit einer falschen Strategie ins Internet gehen. Ein Vollsortiment mag im stationären Geschäft ausreichen. Aber wenn ich das einfach ins Internet ĂĽbertrage, bin ich vergleichbar. Und spätestens wenn meine Konkurrenz im Internet mehr Produkte hat und diese gĂĽnstiger anbieten kann, auch nicht mehr konkurrenzfähig. Aus dem Grund muss sich ein Händler zuerst ĂĽberlegen worin seine Stärken liegen, worin er “Weltmeister” ist. Dieses Segment, diese Nische muss er dann im Internet bedienen. Wenn er das gut macht, wird er viele Kunden davon ĂĽberzeugen, bei Ihm zu kaufen.

TS: Was genau könnte diese Nische sein?

Lehner: Das muss jeder für sich entscheiden. Das könnten indianische Buschtrommeln sein oder auch hochwertige Bergschuhe. Irgendetwas worin ich wirklich gut bin und meinen Kunden einen größeren Mehrwert bieten kann, als einer der großen Anbieter, die das ganze Sortiment abdecken müssen und sich deswegen auf den kleinen Bereich nicht so konzentrieren können.

TS: Das erfordert dann aber auch zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Eine für den stationären Handel und eine für das Internet.

Lehner: Das ist richtig. Im stationären Handel brauche ich ein flächendeckendes Produktsortiment. Das kann auch ruhig schwach sein. Im Internet funktioniert dieser Ansatz aber nicht. Und deswegen müssen Sie dafür eigentlich ein zweites Geschäft starten. Eines, dass die Nische bedient und sie darin als Experte positioniert. Diese Ambivalenz ist schwierig. Für den Erfolg im Internet aber unerlässlich.

TS: Herr Lehner, Vielen Dank für das Gespräch.

Anmerkung: Im einem Beitrag, den wir vor ein paar Tagen online gestellt hatten, haben wir bereits kurz ĂĽber die Stellensuche fĂĽr den neuen Laden in Mossrain berichtet. Einfach auf diesen Link klicken. Dort steht auch wo man sich bewerben kann und welche Art von Mitarbeiter Bergzeit sucht. Viel Erfolg fĂĽr die Bewerber.