Freitag, 18. Mai 2012 (03:15 Uhr)

Wie geht`s weiter mit Gmund – Das komplette Handbuch zum Runterladen und Nachlesen

Wie angekündigt wurde auf der letzten Gemeinderatssitzung das Handbuch zur innerörtlichen Entwicklung Gmunds vorgestellt.

Insgesamt 11 Monate Arbeit stecken in dem 65-seitigen Werk, welches die Gemeinde bei Ihrer Entwicklung unterstützen soll. Dabei geht es einerseits um Visionen und Strategien. Andererseits auch um konkrete Projekte, mit denen die beschriebenen Visionen Realität werden sollen.

Das Handbuch als PDF zum runterladen (Größe: 2,7 Mb)

Ganz konkret hat die eingesetzte Beratungsfirma Image & Identität fünf Entwicklungsleitlinien (Handbuch 4.3.4) definiert, auf die sich Gmund konzentrieren muss:
1. Städtebau und Verkehr
2. Einkaufen und gewerbliche Wirtschaft
3. Tourismus und Gastronomie
4. Zusammenleben und Generationen
5. Umwelt und Energie

Alles in allem floßen neben der Arbeit der Beratung vor allem die Zeit und Ideen der Bürger und einheimischen Experten aus Verwaltung und Wirtschaft in das Handbuch ein. Im Abschnitt 4.3. sowie 6.1 ist beispielsweise die Bürgerbeteiligung sehr ausführlich dokumentiert.

Kommt die Tourist Info im Maximilian? Nicht zwangsläufig!

Oberste Priorität bei der Weiterentwicklung von Gmund hat das Maximilian. Die Punkte, auf die man sich verständigt hat (siehe Konsenspunkte 6.3) sind dabei folgende:
- Erhalt Maximilian + zusätzliche neue Bebauung auf Grundstück (zur Refinanzierung)
- Keine Teillösungen ohne Gesamtkonzept
- nach Möglichkeit ein einzelner Investor
- Tiefgarage als Hauptlarkplatz für alle Nutzer
- Haupterschließung über Bundesstraße (Linksabbiegerspur)
- Großzügige, öffentlich zugängliche Freifläche, möglichst gastronomisch nutzbar
- Zweiter großer Neubau im Südteil (max. 3 Geschosse) mit öffentlichen Freiflächen dazwischen

Beim Punkt Nutzungskonzept gab es außerdem für positiv und negativ befundene Formen.
Positiv:
- Tourist-Info
- Wohnen im Geschosswohnungsbau
- Schaufenster der Region
- Handel
- Hotel (mit Bettenhaus)
- Gastwirtschaft mit Biergarten
- Praxen (Neubau, bzw. OG Maximilian)
- Büro (Neubau, bzw. OG Maximilian)

Negativ
Veranstaltungssaal
Rathaus
Einfamilienhäuser
Großflächiger, ebenerdiger Parkplatz
Spielhalle

Allerdings muss dabei betont werden, dass das was positiv ist, nicht unbedingt auch tatsächlich umgesetzt wird. Denn am Ende entscheidet immer noch der Investor.

Endgültiger Abriss des Maximilians noch lange nicht vom Tisch

Beim Thema Investorensuche ist man in der Gemeinde derzeit positiv eingestellt. Laut Bürgermeister von Preysing gibt es bereits 2-3 Interessenten. Darüberhinaus wird die SMG (Standortmarketing-Gesellschaft) am 11. und 12. Oktober bei einer Informations-Fahrt für Investoren das Maximlian anpreisen. Den Beschluss zum Abbruch des Maximilian will der Bürgermeister dennoch aufrecht erhalten.

Wir reißen das Maximilian ab, wenn wir bis Mitte nächsten Jahres keine Lösung finden.

so von Preysing auf der Sitzung.

Und auch die wirklich vorbildliche Vorgehensweise bei der Erarbeitung des Handbuchs wollte von Preysing am Ende als Freifahrtschein für alle weiteren Aktivitäten verstanden wissen:

Ich erwarte mir, dass die Bürger die Projekte positiv begleiten und uns nicht einbremsen.

Ob dieser Wunsch so tatsächlich eintreten wird, ist natürlich offen. Nicht umsonst sind in Gmund streitbare Kräfte am Werk, bei denen man manchmal das Gefühl hat, es wird alles mögliche und unmöglich versucht, nur damit vieles so bleibt, wie es ist.

Dem Gemeinderat war es egal. Einstimmig beschlossen sie das Leitbild und den Aktionsplan für die Weiterentwicklung Gmunds der nächsten 10 bis 15 Jahre anzunehmen.

Das sehr umfangreiche und interessante Handbuch gibt es hier zum runterladen. Verfügbar ist es als PDF-Dokument in einer Größe von 2,7 Mb. Darin sind neben der ausführlichen Beschreibung der einzelnen Massnahmen, wie zum Beispiel das Nutzungskonzept für das Maximilian, auch interessante Zahlen zur Gmunder Entwicklung aufgeführt. Beispielsweise liegt die durchschnittliche Haushaltsgröße in Gmund bei 2,1 im Vergleich zu Rottach-Egern, wo sie nur bei 1,68 liegt.

Diesem und auch den anderen interessanten Themen aus dem Handbuch (Stichwort: Möchtegern-Öko-Hotel Kaltenbrunn) werden wir uns noch in weiteren Artikeln ausführlich annehmen.

Naturkäserei TegernseerLand: Geschäftsführer Hans Leo im Videointerview

Bildschirmfoto16

Anmerkung vom 27. August / 08:12 Uhr
Die Tegernseer Zeitung hat heute ein nettes Interview mit Hans Leo, dem Geschäftsführer der Kreuther Naturkäserei.
Unter dem Titel “Der Ansturm hat uns überrollt” beschreibt Leo, wie überrascht und begeistert sie bei der Käserei von der positiven Rückmeldung und den vielen Käufern sind. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Naturkäserei ja erst am 18. September offiziell eröffnet wird.
“Trotzdem stehen schon bevor wir um 9 Uhr aufmachen die ersten Kunden vor der Tür. Gegen 11:30 ist unsere Ladentheke meist ziemlich leer gekauft.”

TZ: Können Sie nicht einfach mehr Käse machen?

Hans Leo: Im Moment verarbeiten wir pro Tag 5000 Liter Milch zu 500 Kilo Käse. Erschwert wird die Produktion, weil unsere Anlage noch nicht ganz fertig ist. Wir haben immer noch Abnahmen. Derzeit sind wir dabei, die Abläufe zu optimieren.
Es kostet zum Beispiel sehr viel Zeit, Weichkäse zu machen. Aus technischer Sicht wäre es möglich, in der Anlage 10 000 Liter Milch zu verarbeiten. Aber dazu müssten wir doppelt so viel Personal haben. Im Moment warten wir erst einmal ab, wie sich die Nachfrage einpendelt. Wir wollen sichergehen, dass der Ansturm keine Luftblase ist.

Im Rahmen dieses Interviews möchten wir auch noch auf unser Gespräch mit Hans Leo von Anfang Juli hinweisen. Wir haben das im ursprünglichen Artikel weiter unten als Video eingebunden. Und trotz der Länge von 8 Minuten ist das Video sehr informativ und zeigt unter anderem wie vielfältig die Aufgaben sind, die bei der Gründung einer neuen Käserei anfallen.

Ursprünglicher Artikel vom 30. Juli:
Wir waren vor 3 Wochen in der Naturkäserei und haben von Hans Leo, dem Geschäftsführer der Käserei, eine sehr informative Führung durch das neugebaute Gebäude bekommen. Die Führungen sind übrigens sehr begehrt und können direkt unter der 08022 / 188 352 0 in der Naturkäserei gebucht werden. Alle Infos inklusive Preise gibt es in diesem Dokument (es öffnet ein PDF).

Im Anschluss an die Führung haben wir Hr. Leo noch einige Fragen gestellt. Die Antworten haben wir im folgenden Video festgehalten. Das ganze ist mit gut 8 Minuten zwar etwas länger geworden. Wir denken aber es lohnt sich um einen etwas tieferen Einblick in die Organisation und die Ziele der Naturkäserei zu bekommen. Und natürlich auch um endlich zu erfahren warum man den Käse in Kreuth auch mit Quirinusbock-Bier einschmiert und was das am Ende bringt.

Hier noch alle Fragen in Textform:

1. Welche Ziele haben Sie für das Jahr 2010?

2. Auf welche Käsesorten haben Sie sich spezialisiert?
Die in der Naturkäserei produzierten Sorten kann man hier nachschauen.

3. Möchten Sie eher den Endverbraucher oder den Handel erreichen?

4. Welchen Umsatz wollen Sie pro Jahr erreichen?

5. Ist Ihre Gewinnspanne beim Verkauf an den Endverbraucher höher?

6. Wieviele Mitarbeiter arbeiten in der Naturkäserei?

7. Wann wir die offizielle Eröffnung sein?

8. Wieviele Bauern werden Sie als Lieferanten haben?

9. Mussten Sie die Bauern überzeugen?

10. Nach welchen Kriterien werden die Lieferanten ausgewählt?
Alle derzeitigen Lieferbetriebe gibt es in dieser Auflistung.

Und hier der vollständigkeithalber auch noch ein paar Bilder aus der Produktion der Naturkäserei:

So sieht der besprochene Quirinus-Käse aus. Quelle: Naturkäserei

Käsekessel. Quelle: Naturkäserei

Käsemeister Hans Schmauss. Quelle: Naturkäserei

Das Käselager. Quelle: Naturkäserei

Breitbandstudie des Landkreises – Antwort aus der SMG

Präsentation Breitbandstudie #1

Zweite Anmerkung vom 18. August / 14:03 Uhr
Wie in den Kommentaren versprochen haben wir auf den Beitrag von Sepp nochmal bei der SMG nachgefragt. Hier auch nochmal der Kommentar:

“Die Studie ist leider nicht verwertbar, da sie einfachste statistische Kriterien nicht erfüllt: Sie stellt nicht das Ergebnis einer Stichprobe dar, sondern gibt nur die Meinung der freiwilligen Rücksender wieder.”

Und hier die Antwort von Stephanie Stiller, von der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach, den Initiatoren der Breitbandstudie:

Die Zielsetzung der Ist- und Bedarfsanalyse im Rahmen der Breitband-Machbarkeitsstudie war es von Anfang an den erhöhten Bedarf an Breitband-Internet zu ermitteln. Es war niemals die Intention hierzu eine Stichprobe oder gar die Grundgesamtheit zu befragen.

Um den Förderrichtlinien der Breitbandinitiative Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zu entsprechen muss der erhöhte Bedarf gegeben sein. Bei der Befragung der Unternehmer wurden alle Gewerbetreibenden der 15 teilnehmenden Landkreisgemeinden befragt, die bei der Handwerkskammer oder bei der Industrie- und Handelskammer gemeldet sind. Bei der Befragung der privaten Haushalte wurden, je nach Ausbau der technischen Infrastruktur des Internets, teilweise nur bestimmte Ortsteile oder Straßenzüge einer Gemeinde befragt.

Vielen Dank nochmal an Frau Stiller für Ihre schnelle Antwort.

Anmerkung vom 15. August / 09:24 Uhr
Der Link zur Studie hat im gestrigen Artikel leider nicht funktioniert. Deswegen hier nochmal der Auszug der Breitbandstudie, zur Verfügung gestellt von der SMG.

Abschlusspräsentation_LK_Miesbach_Presse_1

Die Datei öffnet als PDF. Insgesamt 22 Seiten auf 1,6 Mb.

Ursprünglicher Artikel vom 14. August:
Anfang der Woche hatte die SMG (Standort Marketing Miesbach) zusammen mit der dafür beauftragten Firma eine landkreisweite Studie über “Schnelles Internet” oder Breitband vorgestellt. Daran hatten sich 15 der 17 Kommunen beteiligt.

Das wie oder wer der Präsentation ist in diesem Zusammenhang aber nicht das wichtigste. Entscheidend ist was kam dabei raus und was bedeutet das für die Zukunft. Für uns natürlich am interessantesten was bedeutet das für das Tegernseer Tal und die 5 Gemeinden.

Der IST-Zustand im Tal zeigt:
Der Wunsch in Haushalten und Unternehmen an schnellem Internet ist in beiden Gruppen vorhanden. Aber vor allem für die Unternehmen ist ein schneller Internet-Zugang oft ein wichtiger Standort-Faktor. Und das wird in den nächsten Jahren auch noch mehr zu DEM entscheidenden Standort-Faktor werden. Ohne schnelle Leitung wird sich kaum ein Firma niederlassen.

Zwei Drittel aller befragten Betrieb sehen den Breitbandausbau als wichtig bis sehr wichtig für ihr Unternehmen an

Dass schnelle Leitungen in Zukunft immer wichtiger werden, dürfte allen Beteiligten klar sein: Immer mehr Angebote, wie Fernsehen oder Musikhören über das Netz werden immer mehr Datenkapazität brauchen.

Kommt der Zweckverband?

Der Frage nach dem Wie werden sich die Gemeinden bis zum Jahresende stellen müssen. Für Ende Oktober ist eine Dienstbesprechung der Bürgermeister vorgesehen, bei der das Thema zur Sprache kommt. Dann wird sich auch entscheiden, ob wirklich alle Gemeinden an einem Zweckverband mitmachen wollen. Ziel des Verbandes soll sein, dass sich alle an allen Kosten beteiligen; also nicht nur an den Kosten für den eigenen Ausbau. Im Klartext ist das quasi sowas wie der Länderfinanzausgleich auf Bundesebene – die Gemeinde, die gerade Geld für den Ausbau braucht, bekommt das Geld aus dem Einheitstopf. Wer gerade nichts braucht zahlt trotzdem und bekommt vielleicht später etwas.

Da im Tal die Leitungen zur Zeit eigentlich erstmal OK sind, würden wir also die ersten Jahre erstmal “Einzahler” sein und den Vorteil des Zweckverbandes erst in einigen Jahren spüren, wenn es heißt, z.B. Glasfaserkabel im Tal zu verlegen – oder was man in ein paar Jahren eben nutzt. Die Entwicklung schreitet gerade in dieser Branche wahnsinnig schnell voran und der momentan gute Datendurchfluß im Tal kann in ein paar Jahren schon eine lahme Gurke sein.

Das Tegernseer Tal ist gut versorgt mit DSL

Die Kosten für jede einzelne Gemeinde sind also nur schwer abschätzbar. Ein Zweckverband würde auf jeden Fall helfen mit der Entwicklung standhalten zu können und den kompletten Landkreis permanent mit der besten Technik zu versorgen. Langfristig kommt das auch dem Tegernseer Tal zugute. Welche Kosten damit auf die einzelnen Gemeinden oder sogar auf den einzelnen Bürger zukommen weiß derzeit natürlich noch niemand.

Auf den folgenden Folien sieht man den Ist-Zustand im Tal: (einen Auszug aus der Präsentation gibt es hier zum Runterladen)

Die Momentane Abdeckung zeigt, dass es rings um den Tegernsee zur Zeit recht gut mit zeitgemäßen DSL-Leitungen (grüne Punkte) abgedeckt ist

Knapp die Hälfte der befragten Haushalte im Landkreis wünscht sich eine schnellere Internetleitung

mmerhin ein gutes Drittel der Befragten hat ein beruflich genutztes Büro im eigenen Haushalt und ist auf schnelle Leitungen angewiesen

Immerhin ein gutes Drittel der Befragten hat ein beruflich genutztes Büro im eigenen Haushalt und ist auf schnelle Leitungen angewiesen

Die starke Hälfte aller Betrieb ist momentan mit einer guten DSL-Leitung zufrieden. 14% wünschen sich aber heute schon extrem schnelle Leitungen mit 16 Mbit/s und mehr

Stadtrat Tegernsee: Vorhabenliste als Fahrplan für die Zukunft – Gute Idee mit Tücken

vorhabenliste1

Die Stadt Tegernsee arbeitet im Stadtrat viel mit einer Vorhabenliste. Die Liste wurde im November 2008 erstellt und seither permanent aktualisiert und bearbeitet. Die vierte und bisher letzte Aktualisierung bzw. Fortschreibung gab es auf der Stadtratssitzung am 3. August: Hier wurde beispielsweise die Nutzung für das Krankenhausareal vom ursprünglichen Status “Seminarhotel” auf die jetzt vom Investor gewünschte Nutzung “Hotel/Seniorenresidenz/Wohnungen” geändert.

Wir wollen hier aber gar nicht auf die einzelnen Punkte der Liste eingehen – die kann sich jeder selbst anschauen – sondern vielmehr die Liste als Gesamtes zeigen. Solche “To-Do-Listen” werden viele wahrscheinlich aus der eigenen Firma kennen oder sogar für kleinere Sachen im Privaten nutzen.

Fahrplan für die Zukunft

Es macht natürlich Sinn, wenn man sich selbst eine Art “Fahrplan” vorgibt, anhand dem man neue Entscheidungen prüft, Liegengebliebenes nicht in Vergessenheit geraten lässt oder einfach nur um zu wissen, was noch alles auf dem Programm steht für die nächste Zeit. Das will man mit der Vorhabenliste auch in Tegernsee erreichen.

Uneinigkeit über Änderungen der Liste

Was eigentlich äußerst positiv und vernünftig klingt, bringt in der Realität aber auch einige etwas negative Auswirkungen mit sich. Auf der letzten Sitzung gab es zum Thema Vorhabenliste darum auch eine relativ ausführliche Diskussion im Tegernseer Stadtrat. Einige Stadträte beschwerten sich, dass Punkte, die auf der Vorhabenliste stehen im Nachhinein nur schwer neu verhandelbar sind und automatisch als beschlossen gelten – weil man schließlich der Liste im Gesamten vor fast zwei Jahren zugestimmt hat.

Der Grund im speziellen waren jetzt Änderungen über das Krankenhausgelände und der Seesteg, bei dem nicht alle Stadträte einer Meinung waren. Dadurch war eine einfache Änderung der Punkte in der Liste nicht mehr möglich, weil sich nicht alle in den Einzelpunkten einig sind und deswegen der geänderten Liste als Komplettpaket nicht zustimmen wollten oder konnten. Hier einige O-Töne aus der Sitzung:

Anton Lengmüller (FWG) meinte dazu: “Wir haben den Fall ab und zu gehabt, dass wenn man darüber abstimmt und dagegen ist, es heißt: Ihr habt aber doch in der Vorhabenliste dafür gestimmt. Das will ich nicht mehr haben. Es gibt manchmal einfach Änderungen, durch die ich meine Meinung geändert habe. Das muss auch möglich sein.”

Norbert Schußmann (CSU) sagte recht philosophisch: “Eine Vorhabenliste heißt so, weil das Vorhaben sind, die wir vorhaben. Natürlich sind nicht immer alle einer Meinung. Das ist ja klar. Wir sollten sagen, dass wir einzelne Punkte eben einzeln abstimmen. Das können wir da doch auch machen. Mehrheitlich wollen wir den Weg aber doch weitermachen.”

Dr. Martina Niggl-Fisser (BürgerListe): “Es sind jetzt genau zwei Einzelpunkte über die geteilte Meinung besteht – Das Krankenhausgelände und der Steg. Und über alle anderen Punkte hat sich keiner geäußert, dass er nicht dafür ist. Dann find ich’s OK, wenn man über die zwei Punkte einzeln abstimmt und über den Rest als gesamtes abstimmt.”

Man hat sich anschließend darauf geeinigt, dass über das Krankenhausgelände und das Thema Seesteg Einzelbeschlüsse zur Abstimmung gestellt wurden. Die restliche Liste wurde als gesamtes zur Abstimmung gestellt – um weiterhin Einigkeit zu zeigen.

Und das ist dann auch gleich die Gefahr einer solchen Liste. Die Einigkeit ist schnell dahin, wenn Streit über einzelne Punkte entsteht. Dann wird die Liste entweder in viele einzeln zu beschließende Punkte zerrissen oder aber, was noch schlimmer ist, die Liste ist als Gesamtpaket nicht mehr für alle tragbar und stirbt langsam. Das wäre allerdings wirklich schade, weil sie als Arbeitsgrundlage den Ort und den Stadrat sicher besser und schneller vorwärts bringt, wie zig einzelne Abstimmungen und Beschlüsse.

Das ist die aktuellste Vorhabenliste mit allen einzelnen Punkten. (Bei einem Klick auf die Bilder werden diese größer und besser lesbar.)

Schnelles Internet: Breitbandausbau im Tal geht voran – Tegernsee laut Janssen gut versorgt

Breitbandanschlüsse sind auch am Tegernsee wichtig

Anmerkung vom 04. August / 11:28 Uhr
Auf der gestrigen Stadtratssitzung in Tegernsee hat Peter Janssen unter anderem über den Stand des Breitbandausbaus im Tegernseer Tal informiert. Wobei er eigentlich nur auf den Stand der Stadt Tegernsee eingegangen ist. Dieser ist laut Analyse des verantwortlichen Amtes sehr gut. Somit muss die Tegernsee, im Gegensatz zu Gmund, keine Förderung beantragen. Bürgermeister Janssen verwies aber darauf, dass das in 3 Jahren ganz anders sein kann. Bei diesem schnelllebigen Medium kann man sich nie sicher sein.

Ursprünglicher Artikel vom 26. Mai:

Breitbandanschlüsse sind auch am Tegernsee wichtig.

Der Breitbandausbau im Tegernseer Tal schreitet langsam aber sicher voran. Wie die Regierung von Oberbayern meldet, erhält Gmund im Rahmen des Breitbandförderprogramms für den Ausbau von Kabelverzweigern durch die Deutsche Telekom einen Zuschuss in Höhe von 49.700 Euro. Die zuwendungsfähigen Kosten betragen 71.000 Euro.
Gerade Gmund kämpft schon länger für den Ausbau des schnellen Internetzugangs in Moosrain und Ostin. Für den Ausbau des DSL-Netzes sind dieses Jahr im Gmunder Haushaltsplan 75 000 Euro veranschlagt.

Wem das alles zu abstrakt ist, hier mal die offensichtlichsten Vorteile für schnelles Internet:

- Videos lassen sich schneller runterladen

- Ich kann das Radioprogramm über den Rechner hören

- die Tegernseer Stimme wird schneller aufgerufen

- oder etwas ernsthafter formuliert: Schnelles Internet ist eine Grundvoraussetzung für den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Firmen wie Agenturen, Architekten, Baufirmen, Hotels usw. brauchen für Ihre tägliche Arbeit einen schnellen Internetanschluss. Wenn der nicht vorhanden ist wandern sie ab oder siedeln sich erst gar nicht in der Gegend an.

- Studien belegen, dass die flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen entscheidend ist für die Steigerung der Arbeitsproduktivität. Oder um es ganz genau zu sagen: Erhöht ein Land die Rate der schnellen Internetzugänge um 10%, so steigt in den nächsten fünf Jahren die Arbeitsproduktivität um 1,5%.

- und nicht zuletzt ist schnelles Internet mittlerweile ein großer Faktor für die Lebensqualität in Haushalten (siehe Videos, Musik, Nachrichten weiter oben)

50.000 Euro für eine Gemeinde wie Gmund hört sich erstmal nach viel an. Runtergebrochen sind das knapp 9 Euro pro Einwohner. Man muss aber bedenken, im internationalen Vergleich ist das eher wenig. Dort liegen die Investitionen, auch in den höherentwickelten Ländern, bei 50 – 150 Euro pro Einwohner.

Hier noch die üblichen Aussagen der verantwortlichen Beamten aus der Pressemitteilung. Zuerst darf Regierungspräsident Christoph Hillenbrand: „Damit ist ein weiterer Schritt getan, um die Kommunen schnell und flächendeckend beim Zugang zum schnellen Internet im ländlichen Raum zu unterstützen und ihnen so beim Standortwettbewerb neue Chancen zu eröffnen“.

Dann Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel: „Mittlerweile haben 380 bayerische Gemeinden einen Förderbescheid für Investitionen in schnelles Internet erhalten. 30 Förderprojekte sind bereits umgesetzt und bieten Bürgern und Unternehmen den dringend benötigten Internetzugang, gerade in den ländlichen Regionen. Zudem konnten 834 Gemeinden einen Zuschuss für Machbarkeitsstudien und Planungen erhalten. Mit jedem neuen Förderbescheid kommen wir unserem Ziel einer lückenlosen Breitbandversorgung in der Fläche ein Stück näher.“

Insgsamt fördert das Land Bayern schnelles Internet auf dem Land mit rund 8 Mio. Euro. Gestartet ist die Initiative im Juli 2008. Und mit dem aktuellen Bescheid für Gmund sind es nun 54 Kommunen, die eine Förderung für die Breitbanderschließung erhalten.

Fotobericht zur Eröffnung des Gmunder Dorfladens – 80% der Produkte sind da, den Rest bestimmen die Kunden

Der Geschäftsführer begrüßt die ersten Kunden.

Gestern Mittag, 10. Juni, wurde in Gmund der neue Dorfladen mit einer Feier eröffnet. Dabei waren viele Offizielle, Geistliche, Wichtige und auch einfach nur eine Menge neugieriger Besucher. Aber auch hier denken wir, dass Bilder mehr als tausend Worte sagen. Aus dem Grund haben wir eine relativ ausführliche Bilderstrecke vorbereitet. Wer trotzdem mehr Infos braucht. Bei den einzelnen Bildern sind die wichtigen Informationen als Bildunterschrift mit aufgenommen. Dazu werden wir in den nächsten Tagen ein Video von der Eröffnung online stellen.

Aber jetzt erstmal viel Spass mit den Bildern.

Der Geschäftsführer Andreas Vogt (2. v. rechts) begrüßt die ersten Kunden. Ganz Rechts steht der Kopf hinter dem "Wir machen das selber" Dorfladen-Konzept Gunnar Matysiak. Gerade ältere Kunden, so Vogt, sind überglücklich, dass es im Gmunder Zentrum wieder eine Einkaufsmöglichkeit gibt.

Johann Schmid, Aufsichtsrat der Gesellschaft des Dorfladens, eröffnet die Feier mit einer sehr langen Rede. Im Hintergrund der Bürgermeister Georg von Preysing, der sich daraufhin als zweiter Redner erstaunlich kurz fasst. Ist man gar nicht gewohnt.

Schätzungsweise 70 Personen sahen, hörten und schmeckten die Eröffnung des Gmunder Dorfladens.

Die Presse war auch da: Hier versperrt uns der Hausfotograf der Tegernseer Zeitung (Plettenberg, Vorname kennen wir nicht) die Sicht.

Etwa 40 Minuten dauerten die Ansprachen und Danksagungen. Da war manch einer froh, dass es daraufhin die eine oder andere kühle Halbe gab.

In einer Reihe von links nach rechts: Die beiden christlichen Vertreter Andreas Kopp-von Freymann (Evangelisch) und Wieland Steinmetz (Katholisch). Dann als 5. von links Bürgermeister von Preysing (in Lederhose und Mikro), Andreas Vogt (Geschäftsführer) und Johann Schmid (Aufsichtsrat).

Knapp 50.000 Euro sind von den Anteilseignern bereits eingezahlt worden. Dabei wohnen laut Johann Schmid etwa 15% der Gesellschafter nicht dauerhaft im Tegernseer Tal.

Georg von Preysing nach den Reden beim gemütlichen Teil. Bier und Semmeln gab`s frei auf die Hand.

Ohne Worte

Zu sagen, Freibier floss in Strömen wäre übertrieben. War ja erst kurz nach Mittag.

Einige Eindrücke vom Innenbereich hatten wir bereits in diesem Artikel veröffentlicht.

Expertenrunde in Tegernsee: Wieviel Hotels braucht das Tal

Eine Expertenrunde zum Thema "Große Hotels im Tegernseer Tal" im Gasthof Schandl am 08. Juni.

Eine Expertenrunde zum Thema "Große Hotels im Tegernseer Tal" im Gasthof Schandl am 08. Juni.

Gasthofs Guggemos in Tegernsee. Hotel Lederer in Bad Wiessee. Gut Kaltenbrunn in Gmund. Das sind die Namen viele offener Hotel-Baustellen. Aber grundsätzlich sollte erstmal die Frage beantwortet werden: “Wie viele Hotels braucht das Tegernseer Tal?
Die CSU Tegernsee stellt diese Frage in den Mittelpunkt einer öffentlichen Expertenrunde am Dienstag den 8. Juni. Los geht`s um 19:30 Uhr im Gasthof Schandl in Tegernsee.

Als Experten sind da:
Andreas Greither (Inhaber Hotel Westerhof)
Peter Kahl (Direktor Hotel Bayern)
Georg Overs (GF Tegernseer Tal Tourismus GmbH)
Alexander Sego (Inhaber Hotel Luitpold)
Professor Dieter Weiler

Die Moderation übernimmt Peter Friedrich Sieben, Vorsitzender des CSU Tegernsee.

Objektiv berichtet: Zukunftsplanung für Gmund in vollem Gange

Auch ohne das Thema Maximilian hat Gmund einige offene Baustellen. Dass die Gmunder Bürger aber viele Ideen für die Zukunft Ihrer Gemeinde haben, zeigen Sie bei den diversen Bürgerwerkstätten und Zukunftsforen. Immer wieder beteiligen Sie sich mit viel Engagement und zeitlichem Einsatz. Die Ideen aus einer dieser Veranstaltungen, der Zukunftskonferenz vom 06./07. November letzten Jahres, sind nun in einer übergeordneten Experten-Runde diskutiert und ausgewertet worden.

Kompetente Experten diskutieren im Gmunder Rathaus

Die Agentur “Identität & Image” hatte zusammen mit dem Bürgermeister zu einer 1 1/2 Tage dauernden Aktion im Gmunder Rathaus eingeladen. Dieses mal aber unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Das Ziel war es für die insgesamt 6 Themenfelder machbare Vorschläge für die Zukunft Gmunds herauszuarbeiten. Dazu nahmen sich die Paten aus der Zukunftkonferenz und weitere hinzugenommene Experten aus den jeweiligen Bereichen zwischen 2 und 4 Stunden Zeit pro Thema.
Die einzelnen Themen sowie die beteiligten Personen waren:

Tourismus und Gastronomie
Werner Seitz vom Gasthof Kreuzstraße, Heide Müller von der Tourist-Info und Stefan Göttlicher von der Standort-Marketing-Gesellschaft Miesbach (SMG)

Zusammenleben und Generationen
Elternbeirätin Andrea Haberle, Ingo Eberle vom planetX in Tegernsee, Sylvia Rauscher vom Diakonieverein, Peter Huber vom Schulamt und Beate Haslinger-Naß von der Caritas

Gewerbliche Wirtschaft
Stefan Göttlicher von der SMG und der Kreisbaumeister Werner Pawlovsky

Einkaufen
Gabriele Schaftari vom Geschenke- und Blumenladen in der Tölzerstrasse, Michael Ziegler von der betreuenden Agentur Identität & Image und Klaus Bornemann

Umwelt und Energie
Helmut Jaki vom Energiebüro in der Tölzerstrasse, Peter Haberzettl von der Stiftung Energiewende Oberland sowie der Landschaftsarchitekt Melchior Sappl

Städtebau und Verkehr
Werner Pawlovsky, Signaltechniker Anton Grafwallner, Städteplanner Klaus Immich, Gunnar Bernstein von der BOB und Herbert Lausecker von der RVO

Zusätzlich bei allen Experten-Runden anwesend waren:
Bürgermeister Georg von Preysing, Kämmerer Georg Glas, Bauamtsleiterin Beate Lang sowie Alfons Besel

Man merkt der Zusammensetzung an, dass sich die Verantwortlichen einige Gedanken gemacht haben. Das Thema Maximilian wurde übrigens bewusst ausgespart. Dafür wird es eine gesonderte Experten-Runde geben, die im Juli tagen soll.

Erste Entscheidungen werden noch Zeit brauchen

Doch welche Ergebnisse resultieren aus den 1 1/2 Tagen? Was sind die machbaren Vorschläge für die Zukunft Gmunds?
Diese Fragen können verständlicherweise erst nach der Auswertung der aktuellsten Ergebnisse beantwortet werden. Der Gmunder Geschäftsführer Alfons Besel wies jedoch vorsorglich darauf hin, dass nur die Vorschläge, die für die Zukunft des Ortes wirklich wirksam sind, eine Chance haben.

Und wie lange dauert es bis man erste Auswirkungen sehen wird?
Laut Bessel müssten nun Zuschussmöglichkeiten überprüft und ein Zeitrahmen festgelegt werden. “Ein bis zwei Jahre sind realistisch.“

Ganz konkret bedeutet das für die nächsten Schritte, dass sich voraussichtlich Ende Juli eine Lenkungsgruppe im Gmunder Rathaus einfinden wird. Diese wird sich mit den Ergebnissen der Expertenrunde beschäftigen. Im Herbst kann dann der Gemeinderat zum ersten Mal Entscheidungen treffen.

Das Internet und das Tegernseer Tal: Teil 1 – Google StreetView

Diese Autos sind auch im Tal unterwegs

Letzte Woche war in der Tegernseer Zeitung ein Artikel zum Thema „Wiederspruch gegen Google-Späher möglich“. Auf der Gemeinderatssitzung in Rottach wurde Gestern auf die Möglichkeit des Widerspruchs gegen Google hingewiesen. Irgendwie haben wir den Eindruck, dass wohl relativ viele im Tal das Internet als Bedrohung oder Einbruch in ihre Privatsphäre sehen.

Wir werden in nächster Zeit also immer mal wieder Artikel veröffentlichen und versuchen das Internet auf seine Bedeutung für das Tal runter zu brechen. Wir wollen damit zeigen, dass das Netz für uns alle viel mehr Chancen als Risiken bringt. Los geht’s mit dem 1. Teil:

Internet als wichtigste Informationsquelle zur Urlaubsplanung

Viele schreiben scheinbar lieber, wie man sich gegen Google wehrt, anstatt zu erklären, wie man Google und das Internet – gerade in Tourismusgebieten – für sich nutzt. Laut einer Studie von Infratest aus dem Jahr 2008, ist das Internet inzwischen für die Hälfte der Deutschen die wichtigste Informationsquelle bei der Urlaubsplanung. Bei Menschen mit Internetzugang zu Hause oder im Büro sogar für 67%. Heute, zwei Jahre später wird dieser Anteil nochmals deutlich gestiegen sein.

Was ist eigentlich Google StreetView?

Das, was da zur Zeit diskutiert wird, ist ein kostenloser Dienst von Google: „Google StreetView“. Google versucht, die komplette Welt zu fotografieren und die Bilder zusammen mit Landkarten anzubieten. Ziel ist es, dass jeder die ganze Welt sehen kann und z.B. schon am eigenen Schreibtisch weiß, wie sein Urlaubshotel aussieht und vor allem, was die Gegend in der Nähe zu bieten hat.

Die Aufnahmen, bzw. Fotos in Google StreetView stellen aber ausschließlich Momentaufnahmen dar. Das heißt, dass es natürlich nicht möglich ist „Live Bilder“ aus der Nachbarschaft zu sehen. Die Satellitenbilder der normalen Google Landkarten für das Tegernseer Tal sind z.B. inzwischen einige Jahre alt. So ist auf den Aufnahmen weder der Aldi in Kreuth, noch die Seesauna in Tegernsee zu sehen. Vor aktuellen Spionagemöglichkeiten braucht sich also niemand zu fürchten.


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Keine privaten Adressen und Informationen

In StreetView sind keine privaten Adressen, sondern Cafés, Restaurants und Tankstellen, Einzelhändler und Bushaltestellen verzeichnet. Alles direkt mit Bild, Erklärung, Telefonnummer oder Adresse. Aber nur von den Händlern, die sich kostenlos und freiwillig auf Google angemeldet haben.

Welche Vorteile kann Google StreetView bieten?

Wie schon gesagt, bietet StreetView die Möglichkeit, sich vom Schreibtisch aus, andere Gegenden, Städte oder Orte anzuschauen. Im Idealfall natürlich mit dem Gedanken, sich die Gegend auch mal persönlich anzuschauen. Genau diese Möglichkeit sollte eine Tourismus-Region wie das Tegernseer Tal für sich nutzen. Der Rottacher Bürgermeister Franz Hafner meinte auf der letzten Gemeinderatssitzung zum Thema StreetView: „und dann widersprechen die Pensionsbesitzer dem Foto auf Google StreetView und laufen danach zur Touristinformation um neue Prospekte auszulegen.“

Prospekte verteilt auch jeder

Prospekte mit Bild natürlich. Mit Fotos vom Haus von außen und Bildern von den Gästezimmern, dem Badezimmer, dem Garten, dem Frühstücksraum und natürlich noch mit Aufnahmen aus der Umgebung – schließlich will man ja zeigen, wie schön es da ist. Die Vermieter, Hund und Enkel sind natürlich auch mit Foto gezeigt. Frei ausgelegt in der Touristinformation. Sichtbar für jeden. Schließlich braucht man ja Kunden und ohne Werbung ist das nur schwer möglich.

Google hilft bei der Werbung

Was anderes will Google mit StreetView aber eigentlich auch nicht bieten. Wer Interesse daran hat, kann sein Gästehaus oder Gewerbe dort kostenlos eintragen und für sich werben. Wenn er will direkt mit Telefonnummer, Anfahrtsskizze und Verlinkung zur eigenen Homepage.

Die Gemeinden selbst haben die Möglichkeit sich, ebenfalls kostenlos, im Internet zu präsentieren. Schön ist’s im Tal sowieso. Da brauchen wir uns auch im Internet nicht dafür schämen. Und Touristen aus der ganzen Welt haben so die Chance, das schon am eigenen Computer zu erkennen und Lust zu bekommen uns zu besuchen.

Menschen und Autos erkennt keiner

Menschen und Autokennzeichen werden in Google StreetView übrigens automatisch unkenntlich gemacht. Das sieht dann ähnlich aus, wie unkenntlich gemachte Fotos in der Zeitung. Über Kennzeichen oder Gesicht wird eine Art „Schleier“ gelegt. Zu erkennen ist danach nichts mehr.

Und wenn irgendwer zufällig gerade zum Einkaufen unterwegs war, als das Google-Auto an ihm vorbei fuhr, ist er eben auf einem der Fotos zu sehen. Unkenntlich. Wahrscheinlich weiß sogar nur er selbst, dass er es ist.

Und jetzt? Ist das schlimm? Und interessiert sich derjenige, der sich Bilder aus dem Tal anschauen möchte überhaupt für die Passanten auf dem Gehweg?

Wir glauben nicht.

Der Vollständigkeit halber, hier noch die zwei Möglichkeiten, die sich jedem aus dem Tal bieten.

1. Widerspruch gegen die Aufnahmen bei Google einlegen
Wer sich gegen die Aufnahme seines Hauses, seiner Wohnung oder seines Autos wehren möchte, hat folgende Möglichkeiten. Haus oder Wohnung kann er vorsorglich von den Aufnahmen ausschließen. Einfach eine Email an streetview-deutschland@google.com schicken. Mit Angabe der eigenen Adresse und Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Alternativ geht das Ganze auch per Post:

Google Germany GmbH
betr.: Street View
ABC-Straße 19
20354 Hamburg
(Ja, die Straße heißt wirklich ABC-Straße)

Bevor die Bilder in StreetView veröffentlicht werden, wird sich Google dann nochmals bei den Betroffenen melden und genau erklären, wie sie die exakt zu löschenden Bilder melden können. Ein generelles Ausschließen von Aufnahmen im Vorfeld ist aus technischen Gründen nicht möglich. Darum werden die Bilder erst ausgewertet und anschließend, auf Antrag, gelöscht. Mehr Informationen dazu gibt’s auch direkt bei Google.

2. Das eigene Fremdenzimmer, die eigene Firma o.ä. gezielt sichtbar machen
Wer sich jetzt dazu entscheidet, sich nicht gegen die Aufnahmen zu wehren, sondern die eigene Firma o.ä. in Google StreetView und die Google Landkarten einzutragen, kann das relativ leicht machen.

Einfach im Google Branchencenter das erforderliche Formular ausfüllen. Nachdem die Informationen abgeschickt wurden, bekommt man einen Anruf von Google. Jetzt muss man die eingetragenen Angaben per Tasentdruck bestätigen (dazu braucht man allerdings ein relativ neues Telefon, dass „Tastentöne“ unterstützt. Wer sich z.B. bei der Telekom oder der Bahn durchs Menü „tippen“ kann, hat so ein Telefon).

Falls man wirklich noch ein sehr altes Telefon hat, geht das Ganze natürlich auch wieder auf dem Postweg. Google schickt dafür eine PIN-Nummer an die Geschäftsadresse, die man anschließend wieder zurück schicken muss.

Wenn das alles erledigt ist, wird der Eintrag nach ein paar Tagen in Google Maps auftauchen. Sobald Google StreetView in Deutschland verfügbar ist, wird der Eintrag dort auch erscheinen.

Falls irgendwer Probleme mit der Anmeldung oder auch dem Widerspruch haben sollte, kann er sich gerne an uns wenden. Wir helfen gerne weiter.

Email an: info@tegernseerstimme.de
Telefon: 08022/ 85 89 302

Erinnerung: Morgen ist Abstimmung im Gemeinderat Rottach zur Zukunft der Hauptschule

Erinnerung:

Morgen, am Dienstag 27.04.2010,  ist die entscheidende Sitzung im Rottacher Gemeinderat. Um 19:00 Uhr im Rathaus geht’s los. Gäste sind herzlich willkommen – die Sitzung ist öffentlich. Das Ergebnis der Abstimmung ist bisher noch völlig Offen.

Ursprünglicher Artikel vom 21.04., um 15:15 Uhr:

In die Schule geht es für viele Rottacher vielleicht bald nur noch mit dem Bus. Ziel Finsterwald

Der Schulneubau in Gmund ist inzwischen beschlossene Sache. Zumindest was den Neubau der Realschule angeht. Eine Schule für alles sollte dort aber eigentlich gebaut werden: Realschule und Hauptschule unter einem Dach. Die Hauptschule in Rottach würde also aufgelöst und nach Finsterwald verlegt. Das aber passt vielen Eltern aus Rottach, Bad Wiessee und Kreuth wieder nicht.

Die Endgültige Entscheidung wird nächsten Dienstag in der Rottacher Gemeinderatssitzung fallen – die Rottacher sind inzwischen nämlich das Zünglein an der Waage. Ein Nein aus Rottach bedeutet ein Nein für die Hauptschule in Finsterwald. Dann bleibt alles beim Alten und die Hauptschule in Rottach.

Eigentlich wollte Gabriele Schultes-Jaskolla von den Freien Wählern nur ganz sachlich über den Stand der Dinge in Sachen Schulneubau informieren. Das wollten die anwesenden Eltern so aber nicht dulden: Zu groß die Angst, dass die Rottacher Volksschule zur reinen Grundschule schrumpft. Zu groß auch die Ängste vor längeren Schulwegen und der Überforderung der, von Haus aus schwächeren Hauptschüler. Neben den Realschülern würden die Hauptschüler mehr und mehr an Selbstvertrauen verlieren. Das sei schon bei der jetzigen Kooperation in Bad Wiessee der Fall, so die Argumente.

Ganz andere Töne waren dagegen von Hauptschulrektor Karl Müller und dessen Vertreter Michael Käsbauer zu hören: Beide rieten den Anwesenden zum Neubau in Gmund. Angesichts sinkender Schülerzahlen sei das Angebot in Rottach nicht mehr lange zu halten. Gerade Fördermöglichkeiten für schwache Schüler, seine nur in einer gemeinsamen, größeren Schule realiserbar.

Gmund – Rottach / Rottach – Gmund

Lange müssen wir auf eine endgültige Entscheidung nicht mehr warten: Bei der nächsten Gemeinderatssitzung, am 27. April im Rathaus Rottach, wird entschieden. Für oder gegen die Hauptschule in Gmund. Zuschauer sind herzlich eingeladen. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Maximilian geht in die nächste Runde: Förderverein gegründet

Das komplette Areal des Maximilian soll neu gestaltet werden

Das komplette Areal des Maximilian soll neu gestaltet werden

Die ersten hitzigen Diskussionen zum Maximilian sind inzwischen bei vielen vielleicht schon wieder vergessen. Im Februar, bei der Bürgerwerkstatt im Neureuthsaal, wurden alle möglichen und unmöglichen Vorschläge vorgetragen und diskutiert: Von der Pizzeria mit Steinofen, über ein Ärztehaus bis zur günstigen Herberge für Radler und Räumen für die Volkshochschule reichten die Ideen. Wichtig war aber allen Beteiligten, dass das Maximilian für die Gmunder sein soll. Wellnesshotel oder Luxuswohnungen für Auswärtige wurden kategorisch abgelehnt.

Der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing, lies bei der Gelegenheit im Februar auch keine Zweifel aufkommen, dass er das Maximilian wohl am liebsten abreißen und so Platz für neues schaffen würde. Was inzwischen aber vom Tisch zu sein scheint. Gegenüber der Tegernseer Zeitung sagte Preysing jetzt: “Der Druck der Denkmalschützer sei inzwischen so groß, dass die Zukunft wohl auf Basis eines Erhalts zu planen sei.”

Auch bereits im Februar und ebenfalls bei der Bürgerwerkstatt kam die Idee eines Förderverein Maximilian auf. Siegrfried Thalmeier regte damals an, dass man das Maximilian auch mit der Hilfe der Bürger erhalten und nutzbar machen könne. Heute, zwei Monate später, verfolgen Thalmeier und einige Mitstreiter die Idee Förderverein Maximilian offenbar mit Nachdruck. Darunter auch Helga Wagner, Gemeinderätin für die Grünen.

In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde, als momentaner Eigentümer des Maximilian, wünschen sich die Förderverein-Gründer Mitspracherecht bei der Neugestaltung des Areals. Bevor es so weit ist, werden aber erstmal die Ideen aus der Bürgerwerkstatt von einer Expertenrunde begutachtet und auf Machbarkeit geprüft. Start dafür ist der 11. Mai.

Kein schöner Anblick: Bretterverschläge direkt am Abzweig zu Friedhof, Kirche und Rathaus

Neben den Bürgern und dem Förderverein haben inzwischen scheinbar aber auch schon mehrere Investoren ihr Interesse am Maximilian angemeldet. Bisher plant die Gemeinde allerdings keinen schnellen Verkauf, sondern will die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt ernst nehmen und deren Realisierung prüfen.

Man darf allerdings gespannt sein, wie das Thema Verkauf aussieht, wenn die ersten Kosten- schätzungen auf dem Tisch liegen. Immerhin hat die Gemeinde Gmund in den nächsten Jahren mit dem Bau der neuen Realschule schon einen großen Kostenberg zu stemmen. Da kann das Geld im Gemeindehaushalt schnell mal knapp werden und ein Verkauf des Maximilian käme vielleicht wie gerufen.

Die komplette Dokumentation der Bürgerwerkstatt können Sie hier runterladen

Umzug der Hauptschule Rottach nach Finsterwald: Stolpern auf der Zielgeraden?

In die Schule geht es für viele Rottacher vielleicht bald nur noch mit dem Bus. Ziel Finsterwald

In die Schule geht es für viele Rottacher vielleicht bald nur noch mit dem Bus. Ziel Finsterwald

Der Schulneubau in Gmund ist inzwischen beschlossene Sache. Zumindest was den Neubau der Realschule angeht. Eine Schule für alles sollte dort aber eigentlich gebaut werden: Realschule und Hauptschule unter einem Dach. Die Hauptschule in Rottach würde also aufgelöst und nach Finsterwald verlegt. Das aber passt vielen Eltern aus Rottach, Bad Wiessee und Kreuth wieder nicht.

Die Endgültige Entscheidung wird nächsten Dienstag in der Rottacher Gemeinderatssitzung fallen – die Rottacher sind inzwischen nämlich das Zünglein an der Waage. Ein Nein aus Rottach bedeutet ein Nein für die Hauptschule in Finsterwald. Dann bleibt alles beim Alten und die Hauptschule in Rottach.

Eigentlich wollte Gabriele Schultes-Jaskolla von den Freien Wählern nur ganz sachlich über den Stand der Dinge in Sachen Schulneubau informieren. Das wollten die anwesenden Eltern so aber nicht dulden: Zu groß die Angst, dass die Rottacher Volksschule zur reinen Grundschule schrumpft. Zu groß auch die Ängste vor längeren Schulwegen und der Überforderung der, von Haus aus schwächeren Hauptschüler. Neben den Realschülern würden die Hauptschüler mehr und mehr an Selbstvertrauen verlieren. Das sei schon bei der jetzigen Kooperation in Bad Wiessee der Fall, so die Argumente.

Ganz andere Töne waren dagegen von Hauptschulrektor Karl Müller und dessen Vertreter Michael Käsbauer zu hören: Beide rieten den Anwesenden zum Neubau in Gmund. Angesichts sinkender Schülerzahlen sei das Angebot in Rottach nicht mehr lange zu halten. Gerade Fördermöglichkeiten für schwache Schüler, seine nur in einer gemeinsamen, größeren Schule realiserbar.

Gmund – Rottach / Rottach – Gmund

Lange müssen wir auf eine endgültige Entscheidung nicht mehr warten: Bei der nächsten Gemeinderatssitzung, am 27. April im Rathaus Rottach, wird entschieden. Für oder gegen die Hauptschule in Gmund. Zuschauer sind herzlich eingeladen. Beginn ist um 19:00 Uhr.