Samstag, 19. April 2014

Transparenz-Offensive durch Umfrageergebnisse

CSU-Bürgerbefragung: “Erfolge sind sichtbar”

Zweite Ergänzung vom 21. September / 10:32 Uhr
Anfang August ging die von der Wiesseer CSU initiierte Bürgerumfrage zu Ende. Über 500 Fragebögen wurden abgegeben. Bis Ende Oktober soll die Auswertung noch dauern, wie Florian Sareiter erklärt: “Bisher haben wir alle Fragebögen in ein Auswertungsprogramm übertragen. Damit ist die Bearbeitung der geschlossenen Fragen zum Ankreuzen bereits abgeschlossen.”

Und auch schon erste Erfolge will man bei der CSU gesehen haben. Aufgrund der in der Umfrage bemängelten Transparenz von Bürgermeister Peter Höß möchte dieser nun eine kleine Informationsoffensive starten.

Umfangreiche Auswertung

“Derzeit fassen wir möglichst systematisch die Antworten der Teilnehmer auf die drei offenen Fragen der Umfrage zusammen und bringen diese in präsentable Form,” so Sareiter zum Auswertungsprozess. Dieser Arbeitsschritt sei aufgrund der teilweise sehr ausführlichen Vorschläge und Kritiken enorm zeitaufwendig.

Ende Oktober will man dann die Ergebnisse präsentieren und mit allen Interessierten diskutieren. Unter anderem will die CSU auch dem Wiesseer Rathaus eine eigene Auswertung zur Verfügung stellen. Dabei ist, laut Sareiter, bereits jetzt ein erster Erfolg sichtbar.

Aufgrund unserer Pressemitteilung zur Halbzeit der CSU Bürgerumfrage Ende Juli, in der die offensichtlich unzureichende Transparenz der Gemeindepolitik in Verantwortung von 1. Bürgermeister Peter Höß von den bisherigen Teilnehmern sehr eindeutig bemängelt wurde, hat sich eine erste Reaktion ergeben. In der Septemberausgabe des Bürgerboten „Bad Wiessee im Blick“ wird laut Grußwort des Bürgermeisters ab sofort eine zusätzliche Rubrik „Stand der Dinge“ für Themen mit besonderer Relevanz erscheinen. Das freut uns sehr und wird als Eingeständnis anerkannt.

Preise verlost

Im Zuge der Befragung konnten alle Teilnehmer auch an einem Gewinnspiel teilnehmen. Vor knapp einer Woche wurden nun die Gewinner per Los ermittelt. Den Hauptpreis, das neue Ipad von Apple, gewann dabei der 18-jährige Abiturient Benedikt Scherz.

“Ich fand es wirklich toll, dass in Wiessee mal so eine Bürgerbefragung stattgefunden hat”, erklärt Scherz und ergänzt: “Natürlich freu ich mich riesig, dass ich gewonnen hab. Bei meinem Studium werde ich das IPad sicher gut bebrauchen können.”

Florian Sareiter (links) übergibt den Hauptpreis an Benedikt Scherz

Auch die weiteren Gewinner wie Leonhard Steinbeisser, Maxi Kuntze-Fechner, Elke Schuster und Dr. Gisela Strauß stammen alle aus Bad Wiessee.

Ergänzung vom 9. August / 9:56 Uhr
4.200 ausgegebene Fragebögen für rund 2.600 Haushalte in Bad Wiessee. Insgesamt 530 Teilnehmer hatten in den letzten vier Wochen an der großen CSU-Bürgerbefragung zum Status Quo Wiessees teilgenommen und – online wie offline – die ausführlichen Fragebögen ausgefüllt. Ein Rücklauf, mit dem sich der CSU-Ortsvorsitzende Florian Sareiter sehr zufrieden zeigt.

Wir freuen uns über die Resonanz und sind auch ein wenig überrascht. Das ist mehr als wir uns erhofft hatten.

Doch nun fängt die richtige Arbeit an. Die Fragebögen müsse ausgewertet werden. Alle händisch ausgefüllten Formulare werden von den CSU-Mitarbeitern nachträglich in das Online-System übertragen. Gegen Ende September, spätestens Anfang Oktober dürften die kompletten Ergebnisse der großen Befragung, die unter anderem auch das Verhältnis Wiessees zu den anderen Talgemeinden beleuchtete, vorliegen.

Bei der Präsentation der Befragung im Juli 2012: Florian Sareiter, Daniel Samardzic, Marion Hammes und Sebastian Dürbeck

“Wir wollen das gebührend auswerten und keine Hauruck-Aktion durchführen. Alles soll ganz transparent ablaufen”, so formuliert Sareiter den Ablauf der nächsten acht Wochen. Danach werde man alle Ergebnisse und die Handlungsempfehlung in schriftlicher Form der Wiesseer Verwaltung zur Verfügung stellen. Zusätzlich sollen in einer öffentlichen Veranstaltung die Ergebnisse von einem Moderator präsentiert werden.

Angesprochen auf mögliche erste Erkenntnisse weist Sareiter auf einen der Hauptkritikpunkte hin: “Etwa drei Viertel aller Teilnehmer fühlen sich von der Gemeinde nicht ausreichend informiert. Das ist jetzt schon offensichtlich”.

Ursprünglicher Artikel vom 15. Juli
Bewusst keine Wahlkampfgeschichte, bewusst nicht nur auf Wiessee begrenzt. Die CSU geht neue Wege – zumindest in Bad Wiessee.

Der Ortsverband unter der Führung von Florian Sareiter hat gestern eine Umfrage gestartet, die zeigen soll, wie zufrieden Einheimische, aber auch Gäste mit den Gegebenheiten vor Ort sind. Oder eben nicht.

Onlinebefragung dauert fünf Minuten

Bis zum 4. August läuft die Bürgerbefragung noch, die man entweder im Rahmen eines vierseitigen Fragenkatalogs, bei Veranstaltungen der CSU im Ort selber oder am schnellsten online durchführen kann.

Zu diesem Zweck muss man nur die von der Wiesseer CSU aufgesetzte Webseite besuchen und die knapp 20 Fragen beantworten.

Der erste Teil der Befragung

Wer bei den darauffolgenden Freifeldern nichts eintragen möchte, kann sich einfach mit einer beliebigen Wortkombination (xy) weiterhelfen. Insgesamt ist die Umfrage nach etwa fünf Minuten abgeschlossen.

Dabei ist vor allem der erste Fragenkomplex nach der “Lebensqualität in Bad Wiessee” nicht uninteressant, um den Status quo der Kommune zu definieren. Die Fragen nach der Attraktivität der anderen Tal-Gemeinden sind dagegen etwas zu unspezifisch, um daraus tatsächlich konkrete Maßnahmen für eventuelle Arbeitsgruppen ableiten zu können.

Florian Sareiter als Bürgermeisterkandidat?

Ein wenig kritisch ist einzig die Frage nach der Arbeit des Bürgermeisters beziehungsweise der Gemeinderäte. Die Notwendigkeit einer solchen Frage aus den Reihen der CSU erschließt sich auf den ersten Blick nicht – außer zu Wahlkampfzwecken. Und so ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass die erwartbare Diskrepanz zwischen Bürgermeisternote und Gemeinderatbewertung dazu auch benutzt werden könnte.

Frage: Wie zufrieden sind Sie mit der politischen Arbeit in Bad Wiessee?

Somit sind auch die Beteuerungen des Vorsitzenden Florian Sareiter zwar nachvollziehbar, dass der Wahlkampf für die Bürgermeisterwahlen 2014 mit der Befragung noch nicht begonnen hat. Aber wenn dieser dann spätestens in zwölf Monaten mit einem offiziellen CSU-Kandidaten einsetzt, könnten die Ergebnisse auf den dann folgenden Wahlkampfveranstaltungen Eindruck machen.

Vor allem natürlich, um auf Basis von repräsentativen Ergebnissen die möglicherweise mangelhafte Arbeit des derzeitigen Bürgermeisters hervorzuheben. Das Problem dabei ist, dass die Ergebnisse vom politischen Gegner erhoben werden. Das mindert ihre Unabhängigkeit, nicht aber ihre Brisanz.

Wer dann den CSU Wahlkampf als Bürgermeisterkandidat anführt, wäre dann zweitrangig. Auch wenn die auf Sareiter ausgerichtete Kampagne ihn aktuell als aussichtsreichsten Bewerber in den Reihen der derzeitigen Oppositionspartei erscheinen lässt.

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. Für uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.

So können Sie kommentieren:

1. Als Gast ohne Registrierung. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Überprüfung freigeschaltet. Das kann etwas dauern.

2. Als registrierter TS-Kommentator. Ihre Beiträge werden direkt veröffentlicht. Darüber hinaus können Sie ihre Kommentare nachträglich ändern.

Beide Varianten erlauben anonyme Nicknames oder Ihren echten Namen. Egal, für was Sie sich entscheiden: Bitte bleiben Sie sachlich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

  • Der heilige Geist

    Finde ich eine tolle Idee! Bitte mehr gelebte Demokratie!
    Vor allem zeigt die Umfrage meiner Meinung nach, dass den Erstellern, weiss jetzt zwar nicht wer das genau ist, um den BÜRGER selbst geht!
    Endlich werden mal die Bürger befragt, und vielleicht dürfen Sie auch mal mehr miteintscheiden, was ihren eigenen Ort angeht. ( in Wiessee ja eher verpönt, da drückt man lieber Tatsachenentscheidungen durch ohne jemanden zu fragen)

  • Thomas

    Ach ja, Bürgerbeteiligung und Transparenz, das klassische Thema im Tal. Hier ein Link wie das andernorts geregelt wird, speziell mit den Live-Streams:

    http://heise.de/-1641239

    Zitat: Aus Datenschutzgründen werden die Sitzungen nicht im Internet gespeichert, und vor jeder Sitzung muss jedes Mitglied seine Zustimmung für die Übertragung geben. “Bislang hat sich noch nie jemand dagegen gewehrt”

    Das kennen wir hier anders.

    • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

      Ja, es gibt viele spannende Entwicklungen deutschlandweit. Auch interessant die Aussage zu den Kosten: “Die Stadt Bonn hat 4000 Euro in die Ausstattung investiert. Jährlich kommen rund 1000 Euro Personalkosten dazu.” Bei uns im Tal zahlt man lieber 30.000 Euro für eine Lifttreppe, damit man sich die Diskussion um die Live-Berichterstattung vom Hals hält. Zitat von Preysing: “So können wir sagen, jeder kann uns besuchen und das ist es uns schon Wert”

      http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/120614-quer-livestream100.html

  • Mohamed A.

    Florian,weiter so du hast meinen Respekt,du bist auf dem richtigen Weg,der Mann gehört schon lange weg!!!!

  • Sportler

    Und wo ist jetzt das Ergebnis ?

    • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

      Hier die heutige Antwort auf unsere Nachfrage bei Florian Sareiter:
      “Per gestern ist unsere Bürgerbefragung beendet worden. Wir werden noch ein paar Tage benötigen um
      die Aktion vorab zu bewerten.”

      Mitte der Woche sollen die Ergebnisse vorliegen.

  • Ulanga

    Wie glaubwürdig ist das denn? Die CSU gibt die Fragebögen selbst ein und wertet sie selbst aus??

    • http://www.csu-badwiessee.de Florian

      Natürlich werten wir die von uns erhobenen Daten (schon allein aus datenschutzrechtlicher Sicht) auch selbst aus “Ulanga”. Die Einpflegung der Daten in das Auswertungstool erfolgt zum Zwecke einer einheitlichen Präsentation. Die ausgefüllten Bögen bleiben selbstverständlich auch in Papierform bestehen. Die Umfrageergebnisse sind auf den ersten Blick im Übrigen sehr konstruktiv. Bad Wiessee hat aus Sicht seiner Bürger und Gäste noch großes Potenzial – darüber sollten wir uns alle zusammen freuen. Die CSU Bad Wiessee sagt “Vielen herzlichen Dank” für die Mitarbeit. Bis Anfang Oktober sollten die genauen Ergebnisse zur Präsentation vorliegen. Wir informieren umgehend wenn es soweit ist.

  • Querdenker

    Wenn ich lese CSU Bürgerbefragung, dann bekommt das Ganze bei mir einen sehr faden Beigeschmack. Warum kann so etwas keinen neutralen Charakter haben. Da will doch wieder eine Partei aufzeigen, wie gut sie ist und was die anderen alles falsch machen. In der Kommunalpolitik hat die Parteizugehörigkeit keinen hohen Stellenwert, vorrangig ist hier die Person. Zum Thema Transparenz, das ist sicher nicht nur eine Sache des Bürgermeisters, sondern aller Gemeinderatsmitglieder egal welcher Parteizugehöhrigkeit.

    • Kommentator

      Hundert Punkte, da schließe ich mich voll an. Warum eine CSU-Einzel-Aktion und nicht kollektiv mit dem Gemeinderat? Insgesamt würde ich mir einfach Vertrauen in die gewählten Volksvertreter und ihre Intentionen wünschen, das wäre für Wiessee schon mal mehr als hilfreich.

      (Man beachte: “Vertrauen”, nicht “blindes Vertrauen”.)

    • Nachdenker

      Ja, warum hat die Gemeinde, in dem Fall vertreten durch Bürgermeister und GR nicht selbst so eine Umfrage gestartet?!? Siehe Gde. Wayern, da gings ja auch? Angst vor Kritik? Keine Lust auf lästige Diskussionen? Einfallslosigkeit ? Die Augen weit verschlossen? Ich finde es auf jeden Fall sehr gut, dass man als Bürger überhaupt gefragt wird. In dem Fall halt von der CSU. Und neutral war die Umfrage auch, schließlich wurde darin auch um die Bewertung der akt. Gemeindepolitik gebeten. Und da ist die CSU ja auch dabei oder? Bin auf jeden Fall recht gespannt auf die ganzen Ergebnisse und hoffe, dass es in endlich Wiessee mal richtig voran geht.

      • Flitzer

        Also neutral fand ich den Fragebogen nicht. Ein paar Fragen waren schon etwas “komisch gestaltet”.
        Als Beispiel die Frage über die Transparenz. Da wurde dann in Klammern genau die Punkte erwähnt, bei denen die CSU wohl lieber eine andere Richtung eingeschlagen hätte. Man hätte ja die Klammer einfach weglassen können. So aber entsteht für den Befragten, finde ich, gleich der Eindruck, dass man nicht richtig bescheid wüsste, was aber zumeist am Befragten selbst liegt und nicht am Informationsmangel. Auch die Fragen nach der Attraktivität und den größten Fortschritten sind eher subjektiv und eigentlich vom “Normalbürger” schwierig zu beurteilen.
        Den ersten Teil fand ich jedoch sehr gelungen und auch förderlich. Besser wäre es allerdings, wie meine Vorredner schon erwähnten, mal zusammen im ganzen Gemeinderat eine solche Aktion durchzuziehen. Aber das ist wohl bei dem ausgeprägten und blockierendem Parteidenken hier in Wiessee wohl nicht möglich.

        • http://www.csu-badwiessee.de Florian

          Lieber Flitzer,

          wir haben bei der Frage bezüglich der Transparenz, hier nochmal im Wortlaut,

          “Erhalten Sie als Bürger ausreichende Informationen über die weitreichenden Zukunftsplanungen vor Ort? (z.B. Zukunft des Jod- und Schwefelbad-Areals, des Bade-Parks, des alten Spielbankgeländes etc.)?”

          extra Beispiele genannt, um zu veranschaulichen, was unseres Erachtens mit “weitreichend” bezeichnet werden kann. Ich hoffe, diese Erklärung ist nachvollziehbar.

          Vielen Dank für Ihr Lob für den ersten Teil unseres Fragebogens.

          Warum eine solche Aktion nicht von der Gemeindeführung selbst angeregt oder in Angriff genommen wurde kann ich Ihnen nicht beantworten. Der CSU Ortsverband Bad Wiessee und der für die Aktion ins Leben gerufene Arbeitskreis (zur Wahrung von Neutralität extra ohne Beteiligung amtierender GR) hat sich auf jeden Fall sehr über jede einzelne Teilnahme gefreut und wird die Präsentation der Ergebnisse wohl Ende nächsten Monats vornehmen können. Wir würden uns freuen auch Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen…aber bitte nicht als Flitzer!;-)

          Mit den besten Grüßen

          Florian Sareiter
          OV CSU Bad Wiessee

      • AuchWiesseer

        Als neutral kann man den ganzen Fragebogen nun wirklich nicht bezeichnen. Ich finde es auch sehr grenzwertig, dass die Tegernseer Stimme diese Aktion so großzügig mit Beiträgen unterstützt.

        Wurden die Zettel von einer neutralen Stelle ausgewertet und gezählt?
        Wie konnte sicher gestellt werden, dass nicht eine Person mehrere Fragebögen ausfüllt?
        Wer kann sicherstellen, dass nicht durch weglassen von Stimmzetteln das Ergebnis in eine gewünschte Richtung gelenkt wird?

        Ach und nicht zu vergessen das Gewinnspiel … da wurden wieder eifrig Daten gesammelt.

        Dann sind wir doch einmal alle auf die Ergebnisse gespannt … ;)

  • wiesseer

    diese Befragung ist nur eines ” Wertlos”

  • Echter Wiesseer

    “Wertlos” is nur oans…dei Kommentar du Schwammerl du traurigs! Ois is schlecht, über ois werd gschimpft…Gott sei Dank gibt’s in Wiessee Leid die wo einfach was oreissn. Bürgerumfrage, Dorffest, Vereinslebn. Es geht wos! Weida so Wiessee

    • wiesseer

      Von Wiessee war nicht die Rede, de gengan steil, Respekt !!!!!!!
      Wertlos ist nur die Umfrage.
      Von der CSU mit der CSU für die CSU
      soll das aussagekräftig sein ??????

  • Andreas Obermüller

    CSU und Bürgerwille, das ist so eine Sache. Ganz unabhängig von Bad Wiessee.

    Im März 2010 haben die Freien Wähler einen Gesetzesantrag im Bayerischen Landtag eingebracht, mit dem Ziel, die Bindungsfrist für Bürgerentscheide von jetzt läppischen 12 Monaten auf 24 Monate zu verlängern. Und es sollte dem Zustand abgeholfen werden, daß es in Bayern keinen Klagebefugten gibt.

    Das heißt, wenn ein Bürgerentscheid ein bestimmtes (im Rathaus unerwünschtes!) Ergebnis hat und die Kommune es nicht umsetzt (z. B. einfach nicht auf die Tagesordnung setzt), dann kann in dieser Sache in Bayern NIEMAND ein Gericht anrufen. Nach 12 Monaten hat dieses Vorgehen Erfolg, weil dann das Ergebnis sowieso nicht mehr bindend ist.

    Also: Verlängerung der Bindungsfrist auf 24 Monate und Bestimmung eines Klagebefugten, klare Sache, kostet nichts und stärkt die Bürgerbeteiligung.

    Von der CSU und Blinddarm F.D.P. abgelehnt, “das ist überflüssig und das braucht man in Bayern nicht”.

    CSU und Bürgerwille, zwei Welten prallen aufeinander?

    • wiesseer

      Danke Herr Obermüller,

      so ist es. Es geht hier nicht um Bürgerwillen es geht nur um die Profilierung einer Person………..

      • http://www.csu-badwiessee.de Florian

        @ wiesseer: Ich finde es relativ anmaßend mehr als 500, teilweise in mühevoller Detailarbeit verfasste Umfragebögen und somit den Bürgermeinungen als nicht aussagekräftig und wertlos zu bezeichnen. Ich hoffe Sie persönlich bei der Präsentationsveranstaltung Ende Oktober anzutreffen, damit Sie sich vom Gegenteil Ihrer Äußerungen überzeugen können.
        @ Hr. Obermüller: Es tut mir persönlich um die Situation rund um das Thema Bürgerbegehren in Tegernsee sehr leid. In Bad Wiessee haben die Verantwortlichen im Jahr 2010 begriffen, dass es besser ist sich dem Bürgerwillen zu beugen und eine sichere Niederlage in einem drohenden Bürgerbegehren erst gar nicht zu riskieren. In Sachen Landespolitik sollte man insgesamt allerdings die Kirche im Dorf lassen! Bayern steht im Bundesvergleich überragend gut da: Ausgeglichener Haushalt, Schuldentilgung, nahezu herrschende Vollbeschäftigung, Bildungsoffensiven, soziale Familiepolitik die seines Gleichen sucht usw. Dies alles sind u.a auch Ergebnisse einer soliden und zukunftsorientierten Politik der Regierung unter Führung der CSU. In dem Sinne werden die Bürger im nächsten Jahr bei den Lantagswahlen sicher eine reale Einschätzung Ihrer Sicht der Dinge abgeben.

        • AuchWiesseer

          bitte Herr Sareiter benutzen Sie im Zusammenhang mit der Bürgerbefragung nicht das Wort “aussagekräftig”. Wie bereits weiter oben erwähnt ist die Manipulationsgefahr dafür bei dieser Form der Umfrage zu groß.

        • wiesseer

          Herr Florian

          ja Bürgermeinungen sind nicht Wertlos, aber die Form und Ausführung der Befragung.

          Eine solche muss von einer unabhängigen Stelle ausgearbeitet und Ausgewertet werden.
          Und selbst da zielt es ja meist in die Richtung die der Auftraggeber der Befragung im Auge hat…………………………………

        • Andreas Obermüller

          @Florian:

          Auf die Landespolitik bin ich gar nicht eingegangen. Das ist hier im Moment auch nicht der richtige Rahmen und auch nicht der richtige Zeitpunkt.

          Anlaß für meine Initiative 2010 war natürlich der ignorante Umgang der Tegernseer Rathausführung mit dem Bürgerwillen, aber die rechtlichen Unzulänglichkeiten der Bürgerbeteiligung sollten doch für ganz Bayern behoben werden.

          Das Vorgehen der CSU-Ladtagsfraktion mit dem Blinddarm F.D.P. ohne rechtliche relevante Begründung ist pure Arroganz der Macht.

Anzeige

banner