Sonntag, 19. Mai 2013

Rottach-Egern saniert Friedhofsweg

“Da können wir mal was sparen”

In der letzten Rottacher Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, dass der Pfarrer-Kronast-Weg kostengünstig saniert werden soll.

Das entsprechende Teilstück befindet sich zwischen der Kißlingerstraße und der Friedhofseinfahrt. Laut Bürgermeister Franz Hafner (FWG), habe man dafür mit 28.300 Euro die billigste Variante gewählt.

Der Pfarrer-Kronast-Weg soll saniert werden.

„Ihr wisst ja alle, dass ich ein Fan von Pflasterung bin“, leitet Hafner den anstehenden Beschlussvorschlag ein und fügt an: „Aber hier ist das einfach nicht nötig“.

Drei Varianten

Der Weg zwischen der Kißlingerstraße und dem Friedhof wird nur selten benutzt. Neben vereinzelten Angehörigen sind vor allem der Steinmetz und der Friedhofsgärtner auf dem schmalen Pfad unterwegs.

„Deswegen muss er schon stabil sein“, rechtfertigt der Rathaus-Chef trotzdem die Sanierung. Zur Auswahl standen dabei drei verschiedene Möglichkeiten: Pflasterung mit Unterbau, Asphaltierung mit Unterbau oder lediglich Asphaltierung mit Rundeinfassung.

Etwa zwei Wochen Bauzeit

Entschieden hat man sich schlussendlich für die günstigste Variante – eine Asphaltierung ohne Unterbau für 28.300 Euro. Dafür ausgesprochen hatte sich auch Gemeinderat Christian Köck von der CSU: „Lasst uns diese Variante nehmen. Da können wir mal was sparen“.

Von Seiten der Kirche ist derweil auch kein Protest zu erwarten: “Der Pfarrer lässt uns da völlig freie Hand”, ist sich Hafner sicher.

Laut Stefan Staudinger von der Rottacher Bauverwaltung wird das Vorhaben voraussichtlich zwischen September und Oktober realisiert. Dabei sollten die Arbeiten und damit die Beeinträchtigungen der wenigen “Nutzer”, je nach Witterung, nicht länger als zwei Wochen dauern.

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  • Schorsch

    Ja klar, hier wählt die Gemeinde die billigste Variante nach dem Motto “Da können wir mal was sparen”. Bei anderen Straßen wird den Anliegern als Begründung “Neuerschließung” angegeben und 90% der Kosten auf´s Auge gedrückt – EINE UNVERSCHÄMTHEIT!

    Zum Glück kommt durch solche Berichterstattungen die wahre Vorgehensweise der Gemeinde ans Licht.

  • iswurscht

    Wenn ich das hier richtig lese, hat man sich bei den drei zur Verfügung stehenden Varianten für die vierte entschieden???????

    • Motylek

      naja die Variante war am billigsten, vorerst. Pflastern ohne Unterbau und nach einem strängen Winter wird dieser Pflaster saniert und eventuell ausgetausch, sehe Aribostrasse. Wäre es nicht günstiger ein mal was gescheit machen und gut, statt billig zu bauen, und dann ewig verbessern?

    • Tegernseer Stimme

      Danke für den Hinweis. Es muss natürlich Asphaltierung ohne Unterbau heißen. Wir haben das im Artikel verbessert.