Sonntag, 26. Mai 2013

Bauausschuss Bad Wiessee: Neubau eines Apartement-Hauses abgelehnt

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Bei manchen Bauvoranträgen fragt man sich, warum die Eigentümer überhaupt Geld für Architekten und Zeit in die Hand genommen haben. Wenn man sich an keinerlei Ortssatzungen oder ortsübliche Bebauungen hält, ist es wenig überraschend, wenn die Anträge nicht genehmigt werden.

Im Freihausweg war der Neubau geplant. Wir finden etwas überdimensioniert für das kleine Sträßchen

So auch der Bauvorantrag eines Eigentümers im Freihausweg 7 in Bad Wiessee. Vom Grundstückseigentümer war ein Neubau mit 12 x 18 Metern geplant. Der Neubau sollte drei Hauptgeschosse plus Dachgeschoß besitzen, die auf der Rückseite in den Berg “gegraben” würden. Von der Rückansicht wäre so eine Terrassenförmige Bauweise entstanden.

Was sich jetzt schon recht groß anhört, hat den Bauausschuss wohl auch bei der Ortsbesichtigung abgeschreckt. Bauamtsleiter Köckeis hat darum auch in seinem Vortrag schon ausgeführt, dass es sich bei dem Gebiet um eine Ortsrandlage handelt, in der man keine bauliche Nachverdichtung haben wolle. Bisher ist das Grundstück mit einem Faktor von ca. 0,3 pro Quadratmeter bebaut. Nach den neuen Plänen wäre ein Faktor von ca. 0,6 pro Quadratmeter entstanden. Also grob das Doppelte an überbauter Fläche.

Und genau diese dichte Bebauung will man in Wiessee nicht. Erstens, weil es nicht schön aussieht und zweitens, weil man durch eine jetzt genehmigte, höhere Überbauungsfläche auf dem Grundstück eine neue Bezugsgröße für die Zukunft schaffen würde. Verständlich irgendwie.

Unter Bezugsgrößen versteht man in diesem Fall, dass es nachdem ein Bau genehmigt wurde, sehr schwer für eine Gemeinde ist, bei dem nächsten Bauträger wieder auf das alte Maß zurück zu kehren. Er kann dann eben Bezug auf bereits bestehende Gebäude in dem Gebiet nehmen.

Außerdem wäre bei der geplanten Bebauung lediglich ein Abstand von 4 Metern zum Nachbargrundstück gegeben gewesen. Laut Ortssatzung sind für das Gebiet aber 8 Meter vorgeschrieben.

Bürgermeister Peter Höß: “Das ist wirklich dramatisch. wenn wir das genehmigen würden haben wir Abstandsflächen von weniger als 4 Meter. eine Extremsituation. ”

Kurt Sareiter (CSU): “So steil, wie das da drin ist, würde ich mich nicht getrauen das zu genehmigen. Das wäre unverantwortlich. Da kommt irgendwann der komplette Hang. Außerdem gehen Ausnahmen mit Bauabstand bis auf 4 Meter einfach nicht.”

Die Bauvorantrag wurde einstimmig abgelehnt und eigentlich hätte man sich die Arbeit auch sparen können.

Stechmücken am Tegernsee? Laut TTT auch dieses Jahr kein Thema – Oder jetzt doch?

Mücken am Tegernsee? Laut der TTT seit 40 Jahren kein Problem.

Zweite Anmerkung vom 27.07. / 13:16 Uhr
Jetzt erreicht uns zu dem Thema eine Nachricht einer Leserin aus Quirin, die zu der Diskussion um Stechmücken auch noch Zerkariendermatitis-Auslösende Larven ins Gespräch bringt:

Auch noch ganz interessant ist 1 (ein) beim Gesundheitsamt Miesbach gemeldeter Fall der Zerkariendermatitis aus Quirin – siehe Thema Badewasserqualität auf der Seite des Gesundheitsamtes Miesbach.

Ich habe aber den Eindruck, daß es hierfür bisher nur eine Meldung gab da andere Fälle entweder nicht richtig erkannt oder beim Gesundheitsamt nicht gemeldet wurden. Dies ist auch nicht Pflicht, weil die Zerkariendermatitis zwar höchst unangenehm, aber völlig ungefährlich ist. Wegen unzähliger fürchterlich juckender Pünktchen neigt man schon dazu, entsprechende Salben in Klinikpackungseinheiten zu verbrauchen. Aber es ist eben keine Röteln- oder Windpockeninfektion, was man auch vermuten könnte. Da die allergische Reaktion dadurch auftritt, daß sich diese Wasserlarven versehentlich anstatt einer Ente einen Menschen ausgesucht haben, ist das Risiko in Quirin sicher größer als in einem richtigen Strandbad, in dem keine Enten wohnen. Und angesichts der Temperaturen ist wegen der überschaubaren Zahl der Badegäste die weitere Infektionsgefahr erst einmal eingedämmt.

Fazit: Allen, den Mücken, den Wasserlarven und den Menschen gefällt es in Quirin besser als anderswo am See.

Wer sich über die Zerkariendermatitis (auch bekannt als Badedermatitis) ausführlicher informieren möchte, dem empfehlen wir das Merkblatt des Landkreises Miesbach. Einfach hier klicken (Es öffnet ein PDF).

Zerkariendermatitis / Badedermitis

Anmerkung vom 23.07. / 16:57 Uhr
Das Mückenthema geht einmal um den See herum. Und so wie es aussieht gibt es da unterschiedliche Aussagen bzw. Einschätzungen. Gestern im Wiesseer Sportausschuss vermeldete der Bürgermeister Peter Höß voller Überzeugung, dass der Tegernsee Mückenfrei sei und verwies auf die Pressemeldung der TTT vom 20.07.2010. (siehe Artikel weiter unten)

Man muss das den Vermietern kommunizieren. Das ist im Vergleich zu anderen Seen ein wichtiger Punkt. Und ich persönlich empfinde das als Steigerung der Lebensqualität. Abends noch draussen sitzen zu können, ohne dass eine Mücke zusticht.

Mückenhimmel und Mückenhölle - Luftlinie 1 Kilometer

Mückenfrei ist natürlich schon sehr gewagt. Und dann auch noch für den kompletten Tegernsee. Dessen Uferlinie beträgt knapp 20 Kilometer. Also wenn es da keine einzige Mücke geben würde, wäre das ein biologisches Wunder.

Aber dass zwischen St. Quirin und Bad Wiessee – auf einer Luftlinie von gut einem Kilometer – so ein Unterschied herrscht ist dann doch sehr verwunderlich. Denn in der heutigen Ausgabe der Tegernseer Zeitung gibt es eine Aussage von Barbara Minks, Vermieterin in St. Qurin. die eine komplett andere “Mückenwelt” aufzeigt:

Die beißen wie die Teufel.
Die Gäste und auch ich selbst sind nach dem Baden im See von Kopf bis Fuß zerstochen.
Der See ist an manchen Stellen schon ganz trüb. Die Vermutung es kommt von den Mückenlarven her.
So etwas habe ich noch nie erlebt.

Tja, wem soll man jetzt glauben? Hat die TTT nicht richtig recherchiert? Oder ist es eher so wie Georg Overs, Geschäftsführer der TTT, meint, dass Ausnahmen die Regel bestätigen? Fragen über Fragen….

Ursprünglicher Artikel vom 20. Juli:

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Gerade kommt eine aktuelle Pressemitteilung der TTT zum Thema Stechmücken rein. Die Zielgruppe der Mitteilung sind zwar Touristen, die gerade vor der Entscheidung stehen wohin im Sommerurlaub. Aber auch für die die am Tegernsee wohnen, könnte es ganz interessant sein was die TTT zu einer eventuellen “Stechmückenplage am Tegernsee” zu sagen hat. Meine eigene Beobachtung ist, dass es letztes Jahr weniger Mücken gab als dieses. Aber das kann auch sehr subjektiv sein. Hier also die Mitteilung, erhalten über twitter.com:

Die Tegernseer Tal Tourismus GmbH sowie der Landesbund für Vogelschutz beobachten, dass eine Stechmückenplage am Tegernsee auch in diesem Jahr ausbleibt. Gründe hierfür sind die Wassertemperatur des Sees, das Nicht-Vorhandensein stehender Seichtstellen und eine intakte Nahrungskette. So genießen Urlauber und Einheimische den Sprung ins kühle Nass und laue Sommerabende im Biergarten ohne Belästigung durch Stechmücken.

Wolfgang Hiller vom Landesbund für Vogelschutz lebt seit über 40 Jahren am Tegernsee und hat bisher keine Mückenplage miterlebt. Als Zuständiger für Arten- und Biotopschutz beim Landesverbund für Vogelschutz und ehemaliger Biologielehrer am Gymnasium Tegernsee setzt er sich mit dieser Thematik seit jeher auseinander. „Auch in diesem Jahr haben wir im Vergleich zu zahlreichen anderen Badeseen erneut kein Problem mit den Stechmücken.“

Der Tegernsee wird von den Flüssen Weissach, Söllbach, Rottach und Alpbach kontinuierlich mit frischem Wasser gespeist. Dadurch ist das Wasser im Vergleich zu anderen Seen sauberer, etwas kühler und ständig in Bewegung. Den Stechmückenlarven fehlen die für ihre Entwicklung notwendigen konstant warmen Wassertemperaturen über einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen, wie sie beispielsweise in stehenden Seichtstellen ohne Bewegung herrschen. Somit gibt es wenige Feuchtgebiete, in denen sich die Mücken entwickeln können. Ein weiterer Grund für das Ausbleiben der Stechmücken ist die intakte Nahrungskette im Tegernsee. Fische und Vögel beispielsweise fressen die Mückenlarven bevor sie sich zu Stechmücken entwickeln. „In der Biologie weiß man es allerdings nie“, so Herr Hiller, da es aufgrund der allgemeinen Erwärmung vielerorts zu Veränderungen im Biosystem kommen kann.

Polizeimeldung: Verkehrsunfall in Gmund – eine verletzte Person und 4.000 Euro Sachschaden

Aktuelle Polizeimeldung - Verkehrsunfall in Gmund

Gestern früh gab es in Gmund-Dürnbach im Bereich der Kreuzung Münchner Strasse / Miesbacher Strasse einen Auffahrunfall mit einer leichtverletzten Person und insgesamt 4.000 Euro Sachschaden. Hier noch die Original Polizeimeldung inklusive des kompletten Hergangs:

Aktuelle Polizeimeldung - Verkehrsunfall in Gmund