Sonntag, 19. Mai 2013

Rottacher Hotelier erhält das Europakreuz in Gold

“Unternehmer mit Herzblut“

Er ist der Eigentümer des Parkhotel Egerner-Höfe in Rottach-Egern und gleichzeitig gehört ihm auch das Hotel Gut Steinbach in Reit im Winkel: Klaus-Dieter Oechsner Graf von Moltke ist ein umtriebiger Hotelier.

Nun erhielt eben dieser vor wenigen Tagen für sein Engagement zur Integration von jungen Menschen in den Beruf und als Mittelständischer Unternehmer mit “hoher sozialer Kompetenz und Verantwortung” das Europakreuz in Gold des Wirtschaftskomitees Deutschland. e.V. (WBA)

von Links: Prof. Daus, Landrat Dr. Kreidl, Graf von Moltke, Staatssekretär a.D. Ost

von Links: Prof. Daus, Landrat Dr. Kreidl, Graf von Moltke, Staatssekretär a.D. Ost

Bei der Preisverleihung in Rottach-Egern, wie uns in einer Pressemeldung des Landratsamtes mitgeteilt wurde, bezeichnete Bürgermeister Franz Hafner Graf von Moltke nun – im besten Sinne des Wortes – als einen „echten Unternehmer mit Herzblut“.

„Graf Moltke hat seinen unternehmerischen Sinn und seine Kraft immer auch ganz im Sinne der Gemeinde eingesetzt. Wir sind glücklich, einen solchen Unternehmer im Ort zu haben”, so Hafner über den Preisträger. Der Geehrte selbst bedankte sich und hob die Verantwortung des Unternehmers für sein Unternehmen, seine Mitarbeiter aber auch die Gesellschaft insgesamt hervor.

Viele namhafte Preisträger

Das Europakreuz wird von der WBA seit dem Jahr 2007 aus Anlass der 50. Wiederkehr der Unterzeichnung der Römischen Verträge und in Erinnerung an die Gründerväter der Europäischen Union an verdiente Persönlichkeiten aus Industrie und Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien, Diplomatie und Politik verliehen.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Ernst Schmitz, Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost, Ernst Prost und Staatsminister a.D. Dr. Wolfgang Gerhardt.

Die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger hielt Professor Joshard Daus, Gründer und Leiter der EuropaChorAkademie. Der Preis wurde durch Landrat Dr. Jakob Kreide, der die Bedeutung der Arbeit Graf von Moltke für den Landkreis Miesbach hat, und Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost überreicht.

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. Für uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren steht in der Netiquette.

  • Berti Brecht

    Der Verfasser des Artikels hat ganz vergessen zu erwähnen, dass Herr Graf von Moltke auch ein Spitzen-Arbeitgeber ist.

    Überstunden oder Mehrarbeit, das gibt es bei ihm nicht.

    Und wenn, dann wird jede Minute an Mehrarbeit bezahlt.

    Das gibt es sonst nicht oft im Hotel- und Gaststättengewerbe.

  • anonym

    @Berti Brecht, was soll den der Kommentar. Keine deiner punkte Stimmt.
    Überstunden und Mehrarbeit gehören zur Tagesordnung und bezahlt werd die auch nicht.

  • anonym2

    @berti brecht,beim seefest zu tief ins glas geschaut???
    warum wollen sie lügen verbreiten???
    wie anonym schon schreibt, gibt es wohl mehrarbeit und genügend überstunden!!!
    bezahlt werden die überstunden nämlich auch nicht!!!

    • Rainer

      Das kann nur ironisch gemeint sein! Auch der Wirt vom Bräustüberl hat ja unlängst eine ähnliche “Auszeichung” erhalten.

  • Azubi

    In dem Betrieb sollte mal die IHK schauen. Als Azubi arbeitet man dort 10-15 Std.

    • Eisbär

      In fast allen “Sterne-Hotels” im Tal wird das Personal ausgebeutet, bei Bachmair Weissach muss man auch noch für unappetliches Personalessen, € 3,– zahlen. Es sei denn, man geht gegenüber zum Arzt und lässt sich ein Attest schreiben, dass mal dagegen allergisch ist. Der ständige Personalwechsel spricht Bände.

    • Rainer

      Das ist nicht ein Problem der IHK, sondern ein Problem der Gewerbeaufsicht, die für die Überwachung der Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes zuständig ist. Die IHK interessiert (nur), ob die Ausbildungsinhalte vermittelt werden.

  • Der heilige Geist

    Diese ganzen Auszeichnungen kann man doch eh nicht ernst nehmen :)

  • Demokratie Jetzt!

    Als was ich die vier auf dem Bild bezeichnen würde, das darf ich leider hier nicht schreiben. Ich bin schon froh, dass es genug Auszeichnungen gibt. Für jedweden Schauspieler oder Sänger(innen) die sich zu mindest als solche bezeichnen. Für Sportprofis, die aber in Monaco oder der Schweiz wohnen, da sie hier Steuern zahlen müssten usw. Falls jetzt wieder was von Neid geredet wird, das hat mit Neid nichts zu tun sondern mit Gerechtigkeit! Wer lobt den Arbeitnehmer, ohne dessen tägliche Leistung dieses System schon lange den Bach runter gehen würde!

  • 123

    Dass Überstunden in der Gastronomie dazugehören, weiss man ja zwischenzeitlich. Dass ein Unternehmer nicht aus reinem Altruismus tätig ist, weiss man auch.
    Trotzdem muss man auch sehen, dass dadurch viele Menschen Arbeit finden und es wird ja auch keiner gezwungen, da zu arbeiten – verstehe nicht so ganz, wieso einige hier so gern die Opferrolle annehmen.

    Habe einen sehr einfachen Tip:
    Macht euch doch selbstständig und baut selber etwas auf. Ist ja anscheinend kein Problem und vollkommen risikolos – ihr könnt nur gewinnen!
    Oder wie wär´s mit der Rückkehr zur Subsistenzwirtschaft : warum nicht wieder auf dem eigenen Hof arbeiten – das war schön, geregelte Arbeitszeiten, gutes Geld und jede Menge Urlaub und vollkommene Selbstbestimmung.

    • Eisbär

      Gegen Überstunden hat man nichts, sofern sie erfasst und bezahlt werden. Es kann aber nicht sein, dass man grundsätzlich täglich länger bleiben muss ohne finanziellen Ausgleich und nur einen freien Tag pro Woche, wenn überhaupt. Die Hotelbesitzer fahren dicke Autos und grinsen in die Zeitung und die Mitarbeiter sind die Dummen.

  • Berti Brecht

    Dass Überstunden in der Gastronomie dazugehören, weiss man ja zwischenzeitlich. Dass ein Unternehmer nicht aus reinem Altruismus tätig ist, weiss man auch.

    Diese Aussage ist doch ein Witz oder ?

    Unbezahlte Überstunden sind Diebstahl am Mitarbeiter.

    Wie würde es denn der Unternehmer finden, wenn die Mitarbeiter einfach Waren davontragen,
    ohne diese zu bezahlen.

    Es ist doch ganz einfach, für das was ich verlange, muss ich auch bezahlen.

    Also sind unbezahlte Überstunden nicht statthaft, warum auch ???

    Leistung muss bezahlt werden, außer vielleicht in der Entwicklungshilfe, aber doch sicher nicht um
    dem Unternehmen seinen Sportwagen zu finanzieren.

  • 123

    Hallo Herr Brecht,

    ich gebe Ihnen Recht: Überstunden sollten ausgeglichen werden und die Pflichten/Leistungen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten fair verteilt sein.

    Wenn das im besagten Betrieb nicht der Fall ist, kann man den Betroffenen nur empfehlen, sich als selbstbestimmte Menschen zu sehen und sich etwas anderes zu suchen.

    Im Tegernseer Tal bzw. im Umfeld, z.B. in München, sind die Chancen dazu besser als an den allermeisten anderen Regionen Europas. Von daher kann ich kein Verständnis aufbringen und muss annehmen, dass zB auch Ihr Beitrag eine Mischung aus Kapitalismuskritik, Neid (z.B. auf Sportwagen, die übrigens auch vielen Menschen gerade in dieser Region ihr Einkommen bringen) und Vollversorgungsmentalität darstellt.

    • iswurscht

      Verehrter 123,
      es wird hier keine Neiddebatte geführt, hier geht es um Rechte der Angestellten, die für erbrachte Leistung den Lohn erhalten sollen. Und einfach empfehlen, wenn man diesen nicht bekommt, den Betrieb zu wechseln???? Damit der den Nächsten einstellt und genau so verar….t. Es ist in dieser Branche Usus, Mitarbeiter auszubeuten, Ausnahmen gibt es sicher.
      Und ich bin bestimmt nicht neidisch auf Sportwagenfahrer, hab selbst einen mit 340 PS, und das als Angestellter im Öff, Dienst, der sich dieses Hobby durch angemeldete Nebentätigkeiten finanziert.

      • Demokratie Jetzt!

        Genau so ist es auch! Wenn ich arbeite will ich auch was dafür haben. Ein Arbeitsverhältnis ist eine gegenseitige Bringschuld, nur geht man immer mehr dazu über, das ganze auf die Seite des AN abzuwälzen, der die Frechheit besitzt, für seine Arbeit neben einem Geld noch etwas Freizeit und vor allem Urlaub haben zu wollen.
        Da braucht man dabei nur ins Bräustüberl schauen, früher ist man dort bedient worden heute wird man abgefertigt. Wichtig ist, dass der Wirt in seiner Bräustüberl Zeitung mit irgendwelchen Promis abgebildet wird. Die auch ins Bräustüberl kommen. Dann jammert man im Gastgewerbe, dass man so schwer Personal bekommt, klar wenns ausser Arbeit und kargem Lohn nichts gibt, muss sich keiner wundern!

  • 123

    Hallo iswurscht,

    Sie argumentieren auf der Gerechtigkeitsebene, und auf dieser haben Sie auch teilweise Recht.
    Nur, was bringt´s im echten Leben, dass Sie Recht haben? O.k., das Gefühl moralischer Überlegenheit, aber das trägt auch nicht ewig.

    Ich finde interessant, dass die Leute nach der IHK rufen, der Gewerbeaufsicht, … aber keiner nennt das Naheliegendste: selber tätig werden und was Anderes suchen, wenn es wirklich so schlimm ist.
    Und was mir auch fehlt ist die Einsicht, dass es im Quervergleich unter dem Strich dann vielleicht doch kein so schlechter Deal ist – sonst würden es ja nicht so viele machen.

    • Rainer

      Verstehe ich das richtig? Auf Gesetzesverstöße (Arbeitszeitgesetz) reagiert der für den Arbeitsplatz dankbare Sklave damit, dass er sich “was Anderes” sucht? Aber nur, “wenn es wirklich so schlimm ist”. Gibt es Gesetzverstöße die schlimm oder weniger schlimm sind, also Gesetze die man beachten muß oder die nur Empfehlungscharakter haben? Wir haben manch hochdekorierten Unternehmer (z.B. Dr. Fritz Ries), der sich sein Vermögen nachweislich auf dem Buckel von Arbeitern erworben hat. Aber vielleicht haben auch dessen Arbeiter unter dem Strich und im Quervergleich keinen so schlechten Deal gemacht!

      • 123

        Hallo Rainer,

        ich denke, gerade der “dankbare Sklave” bleibt im Betrieb, macht mehr oder weniger gut mit und beschwert sich jeden Abend über die Zustände, um am Nächsten Tag wirde hinzugehen.
        Der selbstbestimmte Mitarbeiter handelt.
        Ist das nicht auch viel einfacher/erfolgversprechender, als zu vor Gericht zu ziehen?

        Ich bleibe auch dabei, dass man Unternehmern (z.B. auch der kleine Bäcker nebenan, der Kiosk um die Ecke, …) Respekt entgegebringen sollte, weil sie Riskien eingehen und der Allgemeinheit helfen.

        • iswurscht

          Zum letzten Satz uneingeschränktes ja, solang sich der Unternehmer an geltende Bestimmungen hält, der obere Teil der Meinung wird auch nicht besser und wahrer, wenn sie ihn ständig wiederholen.

          • 123

            Aber weniger wahr wird die Aussage dadurch auch nicht – und immerhin haben Sie z.B. sich jetzt relativ lange mit der Aussage beschäftigt. Am Ende ist´s eine individuelle Entscheidung, wie man damit umgeht, wenn man unzufrieden ist.

            Zufriedene Grüße!

    • iswurscht

      Wie Rainer richtig schreibt, hier geht es nur sekundär um moralische Gründe, hier geht es um Gesetze.
      Und wenn ein Unternehmer diese nicht einhält, verstößt er dagegen und macht sich strafbar. Hier muss nicht der Arbeitnehmer Konsequenzen ziehen, es muss der Unternehmer zur Rechenschaft gezogen werden. Ob die Verleihung eines Preises das geeignete Mittel ist, wage ich zu bezweifeln.

  • 123

    340 PS rockt!

    • iswurscht

      Da gibt es halt doch noch was, wo wir gleicher Meinung sind.