Freitag, 18. April 2014

Imbiss seit gestern in Betrieb

Strandbad Kaltenbrunn hat wieder auf

Zweite ErgÀnzung vom 7. Juli / 10:07 Uhr
Am Strandbad Kaltenbrunn gibt es endlich wieder was zu essen und zu trinken. PÀchter Miroslav Vido und sein gastronomischer Leiter Christian Wieser betreiben seit gestern einen Imbisswagen vor dem GebÀude des alten Restaurants.

Als legitime Nachfolger Vipas bezeichnen sie sich jedoch nicht. „Das wollen wir auch gar nicht, da unser Ansatz ein komplett anderer ist“, meint Wieser.

Auch bei der Eröffnung wird noch am Wagen gearbeitet

Seit einer Woche sind die beiden Betreiber der Oedbergalm nun fast Tag und Nacht auf den Beinen, um den ehemaligen KĂŒhlwagen in einen „echten Brotzeitwagen“ zu verwandeln, so Wieser zu der aufwendigen Prozedur.

Ob man den Wagen fertig kauft oder ihn selber umbaut, da tut sich preislich nicht viel. Einziger Vorteil ist, wenn man alles selber macht, kann man es so bauen, wie es einem am besten passt.

Dass sie dabei den Zeitrahmen vielleicht etwas eng gefasst haben, ist den beiden bewusst: „Ein bisschen was ist noch zu tun. Erst ab Samstag werden wir auch tatsĂ€chlich Essen verkaufen können. Am Freitag, unserem ersten Tag, gab es bloß kĂŒhle GetrĂ€nke.“

Vertrag bis zum 31. Oktober

KĂŒnftig wird der Imbiss den ganzen Sommer ĂŒber von 10-20 Uhr geöffnet haben, vorausgesetzt, es herrscht gutes Wetter. Dabei umfasst die KĂŒche hauptsĂ€chlich Deftiges: von Currywurst mit Pommes ĂŒber Grillfleisch bis hin zur Leberkassemmel.

Bei der Frage nach ihren Erwartungen sind die Betreiber vorsichtig optimistisch: „Da haben wir einfach noch keine Erfahrungswerte. Aber bisher haben wir nur positives Feedback von den Leuten hier bekommen.“

Zeitlich begrenzt ist das Unternehmen in jedem Fall bis zum 31. Oktober. „Bis dahin haben wir, und auch die Gemeinde, Vertrag. Dann wird den Winter ĂŒber verhandelt, und wir werden sehen, was dabei herauskommt“, so Wieser.

“Eine echte Brotzeitbude”

Fakt ist, eine stĂ€ndige Imbissmöglichkeit wĂ€re fĂŒr alle ein Gewinn: fĂŒr die Betreiber, die damit eine gewisse Planbarkeit hĂ€tten. Die Gemeinde, die an AttraktivitĂ€t gewinnt. Und nicht zuletzt natĂŒrlich auch fĂŒr die Strandbadbesucher.

ErgÀnzung vom 22. Juni / 15:07 Uhr
Nach vier Monaten kann Vollzug gemeldet werden. Die Gemeinde Gmund hat fĂŒr den Kioskbetrieb am Strandbad in Kaltenbrunn die Betreiber der Oedbergalm gewinnen können.

Namentlich handelt es sich dabei um Christian Wieser und Miroslav Vido, die sich in einem Auswahlverfahren der Gemeinde gegen weitere Mitbewerber durchsetzen konnten.

Damit kann der Liegebereich am nördlichen Ende des Tegernsees als nahezu vollwertiges Strandbad bezeichnet werden, wenn voraussichtlich in zwei Wochen der Betrieb seine Arbeit aufnimmt. An die kulinarische Palette des vor Jahren geschlossenen Restaurants “Vipa” reicht das Angebot des mobilen Kioskverkaufs zwar nicht heran. Die BadegĂ€ste können sich dennoch neben GetrĂ€nken auch auf Currywurt, Grillfleich und Pommes freuen.

UrsprĂŒnglicher Artikel vom 28. MĂ€rz mit der Überschrift: Ein fast vollwertiges Strandbad
Im Strandbad Kaltenbrunn musste man in den letzten beiden Sommern seine Verpflegung selber mitbringen. Das war fĂŒr die einen kein Problem. Andere Besucher wiederum meinten, dass dies eines so schönen Platzes unwĂŒrdig sei.

Aus dem Grund hakte auch die Gemeinde immer wieder bei der Schörghuber-Gruppe nach. Doch die Antwort lautete Jahr fĂŒr Jahr: “Nein. Wir möchten keinen Kioskverkauf auf unserem GrundstĂŒck. Und das GebĂ€ude werden wir ebenfalls nicht öffnen.”

So musste die Gemeinde Gmund wie auch die Strandbadbesucher eher noch froh sein, dass die EigentĂŒmer das GelĂ€nde nach dem Streit um das Gut Kaltenbrunn auch weiterhin der Öffentlichkeit zur VerfĂŒgung stellten.

Doch nun könnte es wieder klappen mit einem kĂŒhlen Bier oder einer Portion Pommes. Vor einigen Monaten zeigten sich die Verantwortlichen von der Schörghuber-Gruppe zum ersten Mal gesprĂ€chsbereit, was einen externen Kioskverkauf auf dem StrandbadgelĂ€nde betrifft. Vier Bewerber gebe es bereits, die das gastronomisch umsetzen möchten, machte GeschĂ€ftsleiter Alfons Besel klar.

Keine “Vipa-2″ möglich

Dabei ist von vornherein klar, dass das Rondell, in dem frĂŒher Vipa ihr Restaurant hatte, nicht benutzt werden darf. “Der bauliche Zustand ist so schlecht, und die damit verbundenden Haftungsfragen sind nicht geklĂ€rt, sodass die EigentĂŒmer das nicht wollen”, so Besel auf der gestrigen Gemeinderatssitzung.

Damit bleibt nur noch die realistische Möglichkeit, entweder einen Imbisswagen aufzustellen oder eine Art Catering aufzubauen, welches von einem anderen Ort tĂ€glich beliefert wird. Insgesamt, so Besel, gebe es jetzt schon vier Bewerber. Drei fĂŒr den Wagen, einer fĂŒr die Cateringlösung.

Dabei ist die Genehmigung fĂŒr den Betrieb eines Imbisswagens nicht ganz klar. Da sich das GelĂ€nde im Außenbereich befindet, brĂ€uchte man die Freigabe des Landratsamtes, so Bauamtsleiter Christine Lang.

Ebenfalls offen ist die Entsorgung des MĂŒlls. Bisher ein eher vernachlĂ€ssigbares Thema. Doch mit der gastronomischen Nutzung mĂŒssten man auch das im Griff haben, so Georg Rabl von den Freien WĂ€hlern. “Wir haben das GelĂ€nde von den EigentĂŒmern gepachtet. Also mĂŒssen wir auch die offenen Punkte soweit abklĂ€ren, dass alles lĂ€uft.”

Ausschreibung: KĂŒnftiger Betreiber gesucht

Rabl war es auch, der klarmachte, dass Touristen und Einheimische ein gastronomisches Angebot sehr wohl verlangen: “Der Bedarf ist eindeutig da. Eine umfassende Nutzung wie frĂŒher ist natĂŒrlich nicht machbar. Aber ein kleines Angebot sollten wir schon anbieten.”

Eine Meinung, der sich am Ende alle anderen GemeinderÀte anschlossen. Einstimmig wurde die Genehmigung eines mobilen Kioskbetriebs auf den Weg gebracht. Offen sind allerdings noch zwei Fragen:
1. Wer soll den Betrieb fĂŒhren? Eine Antwort darauf soll eine Ausschreibung bringen.
2. Und unter welchen baulichen ZulÀssigkeiten ist was und vor allem wie lange möglich?

Beides wird so schnell wie möglich angegangen. Und dann steht einem fliegenden Kioskverkauf nichts mehr im Wege. Das Strandbad Kaltenbrunn wird langsam wieder eine fast vollwertige “Einrichtung”. Zwar keine Institution wie noch zu Vipas Zeiten. Aber als Gmunder ist man ja genĂŒgsam geworden.

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. FĂŒr uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwĂŒnscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.

So können Sie kommentieren:

1. Als Gast ohne Registrierung. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller ÜberprĂŒfung freigeschaltet. Das kann etwas dauern.

2. Als registrierter TS-Kommentator. Ihre BeitrĂ€ge werden direkt veröffentlicht. DarĂŒber hinaus können Sie ihre Kommentare nachtrĂ€glich Ă€ndern.

Beide Varianten erlauben anonyme Nicknames oder Ihren echten Namen. Egal, fĂŒr was Sie sich entscheiden: Bitte bleiben Sie sachlich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

  • Rainer

    Ich kann nur sagen: Endlich dass sich am Strandbad was tut. Gut so. Und gute Entscheidung lieber Gemeinderat!

  • Sepp Huber

    Aber warum hat der Merkur bei der gleichen Meldung ein Bild von Florian Sareiter drin *wunder* …?

    • Tegernseer Stimme

      Merkur fragen ;-)

      • Sepp Huber

        Ah na, da muaß ma si omeidn, des is ma z’miahsam.

  • Florian

    war sicher der Ouzo schuld!;-)

  • ?

    jemand eine idee, ab wann der kiosk aufmacht? heuer? oder nextes jahr?

  • gmunder

    sau guat

Anzeige

banner