Ehemaliger Focus-Chef zur Behandlung in Wiessee

Ein Workoholic lässt sich nicht ändern

Helmut Markwort ist bekennender „Workoholic“. Der frühere Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Focus“, Moderator und Referent strotzt normalerweise nur so vor Agilität. Dieser sind jetzt allerdings ein paar Schranken auferlegt. Im städtischen Klinikum München-Bogenhausen hatten Ärzte bei ihm ein akutes Koronarsyndrom attestiert – eine anhaltende und manchmal auch lebensgefährliche Durchblutungsstörung des Herzens.

Vier Bypässe legte ihm der behandelnde Arzt. Markwort war damit einer von 70.000 Patienten, die sich jedes Jahr in Deutschland einer solchen Operation unterziehen müssen. Dennoch kann man durchaus nicht von einem bloßen Routineeingriff sprechen, ein Risiko bleibt immer.

Helmut Markwort, eingerahmt von seinen beiden Ärzten – Chefarzt Dr. Christian Stumpf (r.) und der Leitende Oberarzt Dr. Christian Rost (l.)

In der Wiesseer Klinik Medical Park Am Kirschbaumhügel hat sich Helmut Markwort mehrere Wochen lang im Rahmen einer stationären Rehabilitation auf ein – in Teilen – neues Leben vorbereitet. Klargeworden ist ihm, dass er alles vermeiden muss, was zu einer erneuten Schädigung des Herzens beitragen könnte, wobei diese Gefahr angesichts seiner Zuckererkrankung durchaus real ist.

Auf die neue Lebenssituation wird Helmut Markwort sich wohl einstellen, aber sein Leben völlig umstellen – das wird er nicht können. Chefarzt Dr. Christian Stumpf und Dr. Christian Rost, Leitender Oberarzt der Abteilung Kardiologie, haben alles unternommen, um den 75-Jährigen für den Alltag wieder fit zu machen. Der hatte sich zunächst einen zweiten Schreibtisch in sein Klinikzimmer stellen lassen, und Tag für Tag wurden ihm aus München die wichtigsten Unterlagen nach Bad Wiessee gebracht.

Immerhin weiß Markwort nun, wie ernst es um ihn stand, und diese eine Erfahrung reicht völlig. Deshalb hat er sich vorgenommen, künftig alle vier Wochen in den Medical Park zu kommen, um sich durchchecken zu lassen. Umso engagierter wird er danach seinem unruhigen Alltag wieder nachgehen können, denn ein Workoholic lässt sich eben nicht ändern.

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  • durschty

    ICH WÜNSCHE HERRN MARKWORT, DASS IHM DAS AUCH ALLES GELINGT . und vor allem weiterhin viel gesundheit und glück.