Wiessee investiert Millionen in 200.000 zusätzliche Übernachtungen

Vorab als Kurzmeldung. Später dann als ausführlicher Artikel: Auf einer gerade zu Ende gegangenen Pressekonferenz hat Wiessees Bürgermeister Peter Höß weitreichende Pläne für das 100.000 Quadratmeter große Areal um das Jodschwefelbad bekanntgegeben.

In einem Rundumschlag wird die Gemeinde neben dem Bad unter anderem die Tennisanlage und die Wandelhalle übernehmen.

Zusammen mit einem Investor werde man einen großen Hotelbetrieb aufbauen. Dafür stünden mittlerweile auch einige konkrete Interessenten bereit, wie Peter Höß bekanntgab.

Das Ziel ist es einerseits dem Badeviertel neues Leben einzuhauchen und andererseits bis zu 200.000 zusätzliche Übernachtungen für Bad Wiessee ingesamt zu holen. Aufgrund des andauernden Besucherschwunds steht die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde auf dem Spiel. Die Verantwortlichen sehen die präsentierte Lösung als am meisten erfolgversprechende Möglichkeit um einen nachhaltigen positiven Wandel in die Wege zu leiten.

Innerhalb von zwei Jahren will man alles vertraglich in trockenen Tüchern haben. Die Rückendeckung aus dem Gemeinderat hat Höß sicher. Im Rahmen eines Arbeitskreises wurden die Pläne erarbeitet. Der Beschluss erfolgte einstimmig und damit fraktionsübergreifend.

Inwieweit sich die notwendigen Investitionen auf den angespannten Haushalt und anstehende Projekte wie die Modernisierung der Seepromenade auswirken und wie die Gemeinde die Bürger informieren möchte, werden wir im Tagesverlauf im Rahmen eines ausführlichen Berichtes darstellen.

Anzeige | Hier werben

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. Für uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und halten Sie sich an die Netiquette.

Nur als registrierter TS-Kommentator werden die Beiträge direkt veröffentlicht. Darüber hinaus können Sie ihre Kommentare nachträglich ändern. Wie Sie sich anmelden können, haben wir in diesem Artikel erklärt.

  • wiesseer

    soviel weitblick hätte ich dem bürgermeister gar nicht zugetraut. respekt!

  • wolfgang

    das ist aber ein Nachricht ! direkt eine Sensation ! Ich wünsche den Verantwortlichen das Allerbeste für dieses Vorhaben.

    • Anonymous

      Das ist eine gute Nachricht,aber was passiert dann mit dem Badepark,das Personal (Betriebsleiter),verlassen schon das sinkende Schiff,und wie gehts mit der Spielbank weiter?????

  • rainer

    200.000 Übernachtungen/Jahr würden bei einer Auslastung von 100% eine Hotelgröße von 548 Betten bedingen? Bei einer realistischen Auslastung entsprechend mehr.

    • Tegernseer Stimme

      Wie gesagt der ausführliche Artikel kommt noch. Allerdings sind die 200.000 Übernachtungen für den gesamten Ort gedacht. Vieles davon durch indirekte Effekte, die aus den Maßnahmen im Badeareal entstehen.

  • wolfgang

    ich hoffe doch sehr, dass es sich hier nicht um den Beginn eines taktischen Wahlkampfes für 2014 handelt. Die letzten Jahre des Stillstands machen einen leider doch mißtrauisch, wenn ich lese Zitat: “in zwei Jahren …. in trockenen Tüchern” und dann die letzten Jahre so betrachte.
    Fragen über Fragen:
    1. Woher kommt plötzlich das Geld ?
    2. Gibt es einen Zusammenhang zu der Lederer-Versteigerung, alte Spielbank und gar Landsmed ?
    3. Was ist mit dem Entwicklungskonzept für BW geworden ? Ein Teil davon ?
    4. Verkaufen die Eigentümer vom Jodschwefelbad und sitzen die mit im Boot ?
    5. Wie kommt man auf die Zahl 200T, gibt es hier seriöse Hochrechnungen ?
    6. usw.

    • Anonymous

      Ich sage nur eins :Der Lügenbaron

    • Anonymous

      Vor nicht allzulanger Zeit wurde das Jod-und Schwefelbad saniert und renoviert.
      Frage: Warum die unnütze Ausgabe???
      Vor nicht allzulanger Zeit wurde im Badepark die Heizung erneuert, aber der Badepark selber veraltert gelassen.
      Frage: Wird der Badepark verkauft oder privatisiert???
      Woher kommen die vielen Gelder wo die Gemeinde ewig klagte, sie habe kein Geld, was ist mit dem Vertrag des Betreibers des Jodbades, was ist mit dem Vertrag des Betreibers des Spieleparks. Viele Fragen und viele Anworten!!!

  • 3 Fragezeichen

    Die Zahlen kommen von BGM Höß. So wie er vor ca. einem Jahr nach dem “Umbau” des Jodschwefelbades in der Presse eine zukünftige Umsatzsteigerung von 50% versprochen hatte (letztlich waren´s vielleicht 5%), so wird halt jetzt auch wieder eine Zahl in den Raum geworfen.

    Ich schätze mal die 200T sind circa die Zahl, um die Verluste der letzten Jahre wieder wett zu machen. Leider werden die Zahlen der einzelnen Orte ja nicht mehr veröffentlicht.

    Zumindest hatte Wiessee 1999 noch 800T Übernachtungen, 2008 waren es nurmehr ca. 675T.

  • wolfgang

    Laut MM-Online kauft BW das gesamte Areal von den Holländern für 12 Mio.

  • Miller

    Ich war heute selbst als Zuschauerin in der Pressekonferenz und bin verwundert über den Wortlaut des Artikels.

    Inhalt der Verlautbarung war folgender:

    Die Gemeinde kauft die Jodschwefelbad GmbH und die Jungbrunnen GmbH, die Inhaber der Grundstücke des Jodschwefelbades sind.
    Dies wurde von Bgm Höss zusammen mit den Fraktionssprechern des Gemeinderates verkündet.

    Die Gemeinde wird nicht “in einem Rundumschlag die Tennisanlage und die Wandelhalle übernehmen”, sondern sie kauft schlicht das komplette Areal.

    Die Wandelhalle steht unter Denkmalschutz. Sie wird nicht abgerissen, sondern zusammen mit dem Theater in eine künftige Planung miteinbezogen.

    Von 200.000 zusätzlichen Übernachtungen war in der Pressemitteilung nicht die Rede.

    Die Gemeinde wird Investoren suchen, die über Erbbaurecht oder Grundstückskäufe eine Entwicklung des Geländes und des Jodbades ermöglichen, die für den Ort sinnvoll und zukunftstragend ist.
    Dafür ist ein Zeitfenster von 2 Jahren vorgesehen.

  • erdbeere

    Peterle, der Märchenerzähler.

    Das Foto der Pressekonerenz spricht Bände.

    • Anonymous

      Peterle und der Michel,der eine übertrifft den anderen,wenn man Macht hat,möchte man sie natürlich Ausleben,das beste Beispiel sind die drei Betriebsleiter im Badepark,dort wird sogar Mobbing geduldet!!!!????

      • Tegernseer Stimme

        Behauptungen, die durch nichts gedeckt sind. Etwas weniger Polemik wäre angebracht, da wir solche Kommentare sonst löschen müssen.

  • Beobachter Bad Wiessee

    Im Hinblick auf die bevorstehende Bürgerversammlung betrachte ich nach persönlich anfänglicher Begeisterung die angedachte Entwicklung von Bad Wiessee mittlerweile doch sehr kritisch. Grundsätzlich kann man die Idee wirklich gut heißen, aber sie kommt um mindestens um 10 Jahre zu spät. Angesichts der zukünftigen Einkommensentwicklung in Deutschland und in Europa (Euro-Krise), der demographischen Entwicklung, des zunehmenden Konkurrenzdrucks im Gesundheitstourismus bei einem immer kleiner werdenden Klientels, um nur ein paar Punkte anzusprechen, erscheint mir dieser Weg als sehr aus einer Situation ” ich stehe mit Rücken an der Wand”-Aktion.
    Leider sehe ich in der Gemeindeführung auch nicht die nötige Manpower dieses Ding wirklich verantwortungsvoll, insbesondere für die nachfolgende Generationen, durchzuziehen zu können. Wer bei dem alten Spielbankgelände, Umzug der Kurverwaltung, Lederer-Objekt, Beach-Club, JSB-Sanierung, usw. sich nicht gerade von seiner Sonnenseite als Ortsmanager zeigen konnte, wird wohl kaum als Generalmanager in diesem Großprojekt glänzen können.
    Aber was bleibt den Wiessee in der jetzigen Situation übrig ? Genau: Glaube, Liebe und Hoffnung, aber das mit kritischer Begleitung der Gemeindeführung durch die Gemeindebewohner mit Einforderung einer transparenten Politik in der Aktualität, Offenheit und die damit einhergehende Einforderung der Pflicht zur Verantwortlichkeit. Ansonsten könnte der Schaden nachhaltig sein ohnesgleichen.
    Das ist unsere Pflicht jedes Einzelnen für unsere Nachkommen.

    • 3 Fragezeichen

      Gut erkannt! Dem gibt´s im Grunde nichts hinzuzufügen.