Sonntag, 19. Mai 2013

Gerichtstermin am kommenden Donnerstag könnte Klarheit bringen

Seeufersteg vor Entscheidung?

Dritte Ergänzung von 4. Januar 2013 / 13:40 Uhr
Das Ringen um die Entstehung des Seeufersteges zwischen August-Macke-Anlage und der Länd geht in die nächste Runde. Nun wird sich das Verwaltungsgericht München erneut mit dem Fall beschäftigen. Nächster Verhandlungstermin ist bereits in sechs Tagen.

Gegenstand der Verfahrens, das am 10. Januar verhandelt wird, ist die Klage der Familie Reininger gegen die Stegpläne der Stadt Tegernsee. Die Besitzer einer denkmalgeschützten Bootshütte sehen den Blick auf ihr historisches Gebäude durch die Entstehung des geplanten Stegs massiv beeinträchtigt.

Bei einem der Vor-Ort-Termine des Verwaltungsgerichtes. Im Hintergrund sieht man wo der neue Steg verlaufen soll.

Seit langen wird über den geplanten Bau des knapp 250 Meter langen Seeuferwegs zwischen der August-Macke-Anlage und der Länd diskutiert. Bürgermeister Janssen und auch die Mehrheit des Tegernseer Stadtrates haben sich bereits vor einiger Zeit klar für das Vorhaben ausgesprochen. Doch die Umsetzung des Projekts gestaltete sich kompliziert und rief auch einige Gegner auf den Plan.

So war auch die Bayerische Schlösser-und Seenverwaltung zunächst gegen den Steg. Ungeachtet dessen erteilte der Bayerische Finanzminister und Leiter der Seenverwaltung Markus Söder im September 2012 persönlich die Genehmigung für den Bau des Seeuferweges. Und das trotz immer noch vorhandener Bedenken von Seiten der Schlösser- und Seenverwaltung.

Klage erst abgewiesen und dann doch zugelassen

Auch die Klage der Familie Reininger war in erster Instanz zunächst abgelehnt worden. Dagegen legte der Kläger jedoch Berufung ein. Eine Instanz höher hob der zuständige Richter des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs diese Entscheidung im Rahmen eines Vor-Ort Termins im Oktober vergangenen Jahres jedoch wieder auf.

Der Richter sah sehr wohl eine mögliche Beeinträchtung der denkmalgeschützten Bootshütte durch die Bauweise des “massiven Seestegs” und ließ die Klage der Familie Reininger zu.

Am 10. Januar wird sich das Verwaltungsgericht München deshalb mit den Stegplänen der Stadt Tegernsee und den Einwänden des Klägers beschäftigen. Der Ausgang des Verfahrens gillt als völlig offen. Bürgemeister Janssen zeigte sich auf Nachfrage dennoch zuversichtlich:

Ich bin grundsätzlich Optimist. Unser Entwurf steht und hat sich seither auch nicht verändert.

Im weiteren Verlauf des untenstehenden Artikels werden die Entwicklungen der Steg-Debatte bis zum heutigen Tag nochmals genauer beschrieben.

Zweite Ergänzung vom 24. Oktober / 16:32 Uhr
Die Vehemenz mit der Tegernsees Bürgermeister Peter Janssen seit Jahren für “seinen” Steg kämpft ist beachtlich. Gerichtsverfahren, diverse Gutachten, politische Einflußnahme. Ob der Aufwand auch gerechtfertigt ist, weiß mittlerweile wohl nur noch Janssen selbst.

Dabei sah es in letzter Zeit so aus, dass der Seesteg in greifbare Nähe rückt. Sogar Finanzminister Markus Söder konnte überzeugt werden, dem Vorhaben zuzustimmen. Doch nun hat sich die Realisierung wohl erneut auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der neue Plan des Seestegs (braun) an der Bootshütte Reininger. Das Achteck bezeichnete der Richter als massiv.

Bei einem Vor-Ort-Termin des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs hat der zuständige Richter entschieden, die Klage aufgrund der Beeinträchtung der denkmalgeschützten Bootshütte der Familie Reininger durch den “massiven Seesteg” in zweiter Instanz zuzulassen.

In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht im Mai 2011 entschieden, dass der Steg den Blick auf das historische Gebäude “nicht wesentlich beeinträchtigen” würde. Der Eigentümer Wolfgang Reininger sah das anders und legte Berufung ein. Sein Ziel: kein Steg – zumindest nicht vor seiner denkmalgeschützten Hütte.

Keine Formalie

Vor vier Wochen hatte Bürgermeister Peter Janssen die heutige wasserrechtliche Entscheidung nur noch als Formalie bezeichnet. “Allzu große Überraschungen erwarten wir nicht,” so die kurze Stellungnahme Janssens im Tegernseer Stadtrat. Eine Einschätzung, die der Richter bei der Besichtigung nicht ganz teilen wollte. Von einem schwierigen Bau war die Rede und davon, dass vor allem das Achteck beim um das Bootshaus verlaufenden Steg relativ massiv sei.

“Das ist so nötig, da wir dort mit dem Räumfahrzeug drauf müssen,” so Janssen bei der Verhanldung. Von Split und Schnee befreien möchte die Stadt den Steg im Winter. Ein Argument, dass beim Vorsitzenden nicht so richtig ziehen wollte. Und auch auf den Einwand Janssens, dass man beabsichtigt so schnell wie möglich mit dem Bau zu beginnen, wollte der Richter heute in Tegernsee nicht eingehen.

Die Verhandlung soll nun frühestens Anfang 2013 sein. Ob Peter Janssen die bauliche Umsetzung “seines Steges” in den verbleibenden eineinhalb Jahren seiner zweiten und letzten Amtszeit als Bürgermeister noch erlebt, ist damit offener denn je.

Ergänzung vom 19. September / 8:42 Uhr
In der gestrigen Sondersitzung des Tegernseer Stadtrates hat Bürgermeister Peter Janssen bestätigt, worüber wir bereits letzten Freitag berichtet hatten: die staatliche Seenverwaltung hat der Stadt Tegernsee die zivilrechtliche Zustimmung für den Steg vertraglich erteilt.

Damit ist eine große Hürde für den Seeufersteg, der von der Länd bis zur Macke Anlage verlaufen soll, vom Tisch. Wer wissen will wo genau der zweite Steg auf Stadtgebiet entstehen wird, kann sich das im folgenden Video anschauen.

Janssen wies bei seiner kurzen Verlautbarung auf den letzten verbliebenen Gerichtstermin hin. Am 24.10. wird sich das Münchner Verwaltungsgerichtes in zweiter Instanz mit dem Bootshaus Reininger befassen. Das im Jahr erbaute Gebäude steht unter Denkmalschutz. In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht im Mai vergangenen Jahres entschieden, dass der Steg den Blick auf das historische Gebäude “nicht wesentlich beeinträchtigen” würde. Der Eigentümer sah das anders und legte Berufung ein.

Laut Bürgermeister Janssen sei die wasserrechtliche Entscheidung allerdings nur noch eine Formalie. Allzu große Überraschungen erwartet man im Tegernsee Rathaus nicht. Somit wird auch eine Realisierung des Seeuferstegs im kommenden Jahr immer wahrscheinlicher.

Ursprünglicher Artikel vom 14. September:
Seit langen wird über den geplanten Bau des knapp 250 Meter langen Seeuferwegs zwischen der August-Macke-Anlage und der Länd diskutiert. Bürgermeister Janssen und auch die Mehrheit des Tegernseer Stadtrates haben sich bereits vor einiger Zeit klar für das Vorhaben ausgesprochen.

Lange scheiterte das Projekt jedoch am Widerstand der Schlösser- und Seenverwaltung. Doch dieser scheint nun nach dem Wechsel an der Spitze des Bayerischen Finanzministeriums im November letzten Jahres passe.

Der Seeufersteg – Pro und Contra

Das Thema Seeuferweg ist umstritten. Sowohl Befürworter als auch Gegner haben schlagkräftige Argumente, die ihre Haltung untermauern. Die Befürworter um Bürgermeister Janssen, gleichzeitig auch in der Mehrheit im Tegernseer Stadtrat – erhoffen sich einen deutlichen Mehrwert für den Tourismus der Stadt. Kommt der Steg können die Gäste zukünftig direkt am Wasser flanieren und müssen nicht entlang der vielbefahrenen Hauptsstraße laufen. Als positives Beispiel dient häufig der bereits bestehende Steg zwischen Länd und Rathaus.

Hier ein Bild vom Steg am Seehaus Cafe

Doch auch die Gegner des Projekts haben haben sich seit langem formiert und kämpfen vehement gegen eine Umsetzung. Zu ihnen zählen vor allem die Anlieger und das Herzogliche Brauhaus Tegernsee als Besitzer des Guggemos-Areals. Da der Steg direkt an ihren Grundstücken vorbei führen würde, sehen insbesondere die Anlieger eine massive Belastung durch Lärm und Einblickmöglichkeiten auf sich zukommen.

Auch die Tatsache, dass der Steg nur etwa 1,50 Meter entfernt von der denkmalgeschützten Bootshütte Max Reinigers vorbeiführen würde, ist ihnen ein Dorn im Auge. Daher reichten sie bereits im April 2010 Klage vor dem Verwaltungsgericht München ein. Einen Ortstermin und mehrere Verhandlungstage später entschied die Vorsitzende Richterin Cornelia Dürig-Friedl im Dezember 2011 jedoch zu Gunsten der Stadt Tegernsee. Dies war aber nur ein Teilsieg für die Stadt.

Widerstand der Schlösser- und Seenverwaltung

Neben den Anliegern hatte sich bislang auch die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung klar gegen den Seeuferweg ausgesprochen. Der Grund: ein Steg würde sich negativ auf den Tegernsee auswirken. Diese Haltung unterstrich Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Schlösser- und Seenverwaltung im August 2010 auch mit den Worten:

Wir haben unsere Position nicht geändert. Wir sind grundsätzlich gegen den Steg, wegen der Eingriffe in das Landschaftsbild.

Eine Auffassung, die auch vom damaligen bayerischen Finanzminister und Leiter der Schlösser- und Seenverwaltung Georg Fahrenschon vertreten wurde. Auch zwei Jahre später im August 2012 hatte sich daran nichts geändert. Auf Nachfrage der Tegernseer Stimme betätigte Potthast. “Es gibt zu diesem Thema keine neue Entwicklung. Die Meinung der Schlösser- und Seenverwaltung hat sich nicht geändert.”

Bei einem der Vor-Ort-Termine des Verwaltungsgerichtes.

Doch nun hat sich zumindest der oberste Chef der Seenverwaltung umentschieden. Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben, liegt der Stadt Tegernsee mittlerweile ein sogenannter Gestattungsvertrag und damit eine Genehmigung der Seenverwaltung für den Bau des Seeuferweges vor. Was ist passiert?

Wie unsere Quelle aus dem Ministerium bestätigt, hat der Bayerische Finanzminister Markus Söder persönlich die Genehmigung für den Bau des Seeuferweges erteilt. Und das trotz immer noch vorhandener Bedenken von Seiten der Schlösser- und Seenverwaltung.

Ratifizierung noch offen

Seit August liegt der Stadt Tegernsee damit der Gestattungsvertrag für den Bau des Seeuferwegs vor. Dieser ist derzeit noch nicht rechtswirksam, da ihn die Stadt noch nicht unterzeichnet hat. Auf Nachfrage wollte Bürgermeister Peter Janssen die aktuelle Entwicklung nicht kommentieren und lies wissen, dass er zunächst den Stadtrat informieren muss, bevor er sich zu dem Thema öffentlich äußern darf. Dies wird aller Voraussicht nach im nichtöffentlichen Teil der nächsten Sitzung des Tegernseer Stadtrates am kommenden Dienstag passieren.

An der aktuellen Entwicklung soll vor allem Landrat Jakob Kreidel maßgeblich beteiligt sein. Sein Einsatz bei Söder habe am Ende die Entscheidung pro Seeuferweg gebracht. Und möglicherweise bringt Kreidls Intervention nun auch die entscheidende Wende in der Hängepartie um das Krankenhausareal. So hofft der Landrat seit längerer Zeit auf die Überweisung der fälligen Millionen vom Käufer, der Wittelsbacher Park Immobilien GmbH & Co. KG.

Bebauungsplan für Krankenhausareal als Trumpf

Doch die Firma muss erst zahlen, wenn der endgültige Bebauungsplan steht. Und da geht es seit Monaten nicht mehr richtig voran. Der Investor wirft der Stadt Blockade vor und verweist auf die getroffene Vereinbarung mit dem Landkreis, an die sich Tegernsee jedoch nicht halten würde.

Für Peter Janssen ist das Problem eher kommunukativer Art. So betonte der Bürgermeister Anfang Mai: “Wir sind derzeit dabei den Bebauungsplan an die vor zwei Jahren getroffene Vereinbarung anzupassen.” Dabei machte Janssen klar, dass die Stadt immer davon ausgegangen ist, “dass wir mit dem Investor über die genaue Art der Bebauung und Gestaltung einig sind, um später dann festzustellen, dass diese Vermutung doch nicht zutreffend ist.”

Möglicherweise ist nun der beschriebene Tote Punkt überwunden. Wenn das der Fall ist, dürfte in Bezug auf das Areal alles doch schneller gehen, als noch vor ein paar Wochen gedacht. Voraussetzung dafür wäre, dass sich die Position der Stadt in Bezug auf den Bebauungsplan den Vorstellungen des Investors angleicht.

Dies wiederrum würde auch die Überweisung der fälligen Kaufsumme an den Landkreis in greifbare Nähe rücken. Und spätestens dann wäre auch der Landrat wieder glücklich, der sich noch im April diesen Jahres nichts sehnlicher wünschte, als “dass es in dieser Sache so zügig wie möglich vorangeht.”

Moderation von Kommentaren

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  • Lotte Macchiato

    “manus manam lavat” oder auf boarisch “eine hand wäscht die andere”

  • veritas

    Da sieht man mal wieder, dass oft nicht nach Sachlage entschieden wird.

    Da führen einige “hohe Tiere” untereinander Gespräche und schwupps tut sich was.

    • MarcoK

      normal und nur menschlich. hilfst du mir, helf ich dir. Das würden sie doch auch tun, wenn sie ein Ziel erreichen wollen?

      • veritas

        Bitte?
        Es sollte generell nicht per Vetternwirtschaft entschieden werden. Und bei solch teuren Vorhaben erst recht nicht.
        Ich bin der Meinung zuständige Behörden müssen nach Sachlage abwägen was am Besten ist. Leider ist es bei uns oft der Fall, dass einflussreiche Personen zu Ihren oder den Gunsten Ihrer Partei entscheiden (können). Da gibt es allein schon zig Beispiele bei uns im Tal oder im Landkreis.

        • troisfois

          ja denn, und nun? willkommen in der bösen wirklichkeit. ich plädiere bei der namensfindung für “söder-steg”. klingt doch gut.

          • Thomas

            Warum, er hat doch schon einen Armleuchter ähh Kronleuchter mit Sparlampen mit seinem Namen, jetzt noch ein Steg ist doch übertrieben. ;-)

  • Maria

    Wann wird es in der Hauptstraße von Tegernsee endlich wieder richtig schön?!?

    Hier hilft nicht noch ein weiterer Steg; oder soll ich sagen Bollwerk? Der Bericht bringt es mit “…müssen nicht entlang der vielbefahrenen Hauptsstraße laufen.” auf den Punkt oder könnte auch lauten: “…weil wir für euch Gäste leider keine besonders schöne Hauptstraße bieten wollen, bauen wir aber als Entschädigung einen Steg”.

    Lieber Tegernseer, denkt Ihr mit dem Steg denn nicht ein wenig “einseitig”? Ein Steg hat in der Regel doch immer zwei Ansichten. Auf der einen Seite das Wasser; ja ganz toll. Aber auf der anderen Seite die teils gleichen runtergekommenen Gebäude (Guggemos, etc.) und sonstige Flächen, die wir auch von der Hauptstraße aus sehen. Schaut euch bitte bitte die Stadtansicht auch mal ganz genau von der Seite und !Entfernung! an, wie man sie vom Steg aus sehen würde; bevor Ihr weiter plant. Ich bin mir sicher, diese Ansicht wünscht kein Tegernseer seinen Gästen.

    Vetternwirtschaft hin oder her. Das ist eine Sauerei und leider überall an der Tagesordnung. Wenn am Ende aber wenigstens etwas Gescheites dabei heraus käme.

  • troisfois

    “Wann wird es in der Hauptstraße von Tegernsee endlich wieder richtig schön?!?”
    - wenn diese nicht mehr hauotstrasse heißt, sondern söder-strasse….
    nein, mal im ernst, ich verstehe dieses ständige gejammere im tal nicht. alles ist so wie es ist, weil die entscheider andere interessen haben, andere möglichkeiten, als die nutzer. und das war schon immer so, seit menschen gedenken. dieser ruf nach vernunft ist langsman abgelutscht. liebe gutmenschen, arrangiert euch oder kämpft gegen windmühlen. oder jammert einfach weiter. wer will kann das auch als simple kapitalismuskritik verstehen….

    • Thomas

      Wer andere als “Gutmensch” tituliert disqualifiziert sich automatisch für jede sinnvolle Diskussion, und positioniert sich selbst, vermutlich unbeabsichtigt, als “Bösmensch”.

      • troisfois

        echt jetzt? das ist so? wieso? ich dachte meine betrachtungsweise sei einfach nur realistisch, etwas unemotional. keine sorge, im echten leben helfe ich wo ich kann und bin keineswegs böse.
        sinnvolle diskussion? bitte dann kurz “sinnvoll” definieren. im sinne von “muss man mal gesagt haben”? dann bauchstreichelt mal schön euren sinn für ungerechtigkeit. andererseits habe ich noch keine transparante gemalt weil ein tierheim schliessen musste o.ä.. ich werde mal in mich gehen und mein verhalten dahingehend reflektieren, ich bösser buppe ich…

  • Hannes

    Söders Zustimmung lässt ahnen, dass er keine Freunde am See hat, was der 2.Bürgermeister ja damals in seiner Gruß-Adresse zur “Beziehungspflege” an den vormaligen Finanzminister Fahrenschon reklamiert hat.
    Aber lassen wir das. Bürgermeister Janssen zitiert immer gern den verfassungsrechtlich verankerten “freien Zu-gang” zum See. Vom Über-gang ist da allerdings nichts geschrieben! Und wer schließlich den Zugang zum See gefunden hat, blickt von da aus auf die “bauliche Veränderung der Landschaft”. Vor sich im See!
    Frau Maria ist zuzustimmen, dass es immer mindestens zwei Blickseiten gibt. Und der Blick vom Steg zum Ufer könnte da schon zu einem “Blick zurück im Zorn” werden.

  • Peter

    Vorab: Ich bin nicht Peter J.. Schade eigentlich, dann würde ich dem Spuk endlich ein Ende machen.

    Was will ich denn mit noch einem weiteren Steg? Einmal über den ganzen Steg und dann wieder fort?
    Nein, im Ernst: Gibt es nichts schöneres als die Abwechslung? Mal auf einem Steg (über dem Wasser) und mal direkt am Ufer (am Wasser) schlendern oder mal nur einen Blick zum Wasser erhaschen. Wenn man den See dann mal nicht sieht und dann voll Freude – wie ein kleines Kind – den See wieder entdeckt? Einfach herrlich und die 250 Meter reichen gerade dafür aus, um ein bisschen “Spannung” aufzubauen…

    Wer es aber unbedingt nötig hat oder einfach liebt “nur” am Wasser zu sein, der findet am See immer ausreichend Wege und Plätze. Ob am Strandbad, am Länd, beim Rathaus, beim Schmetterlingsgarten, beim Point und und und. Also hier kommt keiner zu kurz. Es sei denn, man “heizt” einmal über alle Stege und glaubt dann, alles gesehen zu haben.

    Mit einem weiteren Steg würde sich Peter J. vielleicht ein Denkmal setzen. Die Besucher würden aber nicht einen Euro mehr in der Stadt zurück lassen; da muss schon etwas anderes (wie z. B. der wunderschöne Spielegolf, die Conditorei Kreutzkamm oder das Seehaus CafeBar) passieren!

  • Sportler

    Cool ! Wir haben eben doch gute und vor allem unabhängige Richter.

  • Leo

    Sehr schade – aber es wird schon noch, auch wenn’s etwas länger dauert. Schon die bereits vorhandenen Stege sind umgestalteten Uferbereiche sind ein großer Gewinn für Tegernsee.

    • Heini mit dem Hammer

      “Schon die bereits vorhandenen Stege sind umgestalteten Uferbereiche sind ein großer Gewinn für Tegernsee”

      Was soll dieser komische Satz bedeuten?

      Wo sehen Sie denn einen Gewinn?

      • Kommentator

        Ich sehe schon auch einen Gewinn, der Steg von der Länd zum alten Gefängnis ist attraktiv und wird gerne benutzt.

        Aber damit ist es auch gut – alles andere entspricht in keinster Weise einer vernünftigen Kosten-Nutzen-Relation.

    • Forelle

      Ja toll noch so ein See verschandler habn´s sich den Stegebau schon einmal vom See aus betrachtet .Wunder schön eine große Stahlstütze nach der anderen ,Fahrn`s raus und schaun`s sich das mal an da wirds ihnen übel.Eine wunderschöne Uferbefestigung so richtig renaturiert.Vielleicht habns auch noch Lust mit einem Gondolore vorbei zu schippern .Naja warhrscheinlich Janssen Wähler

      • Leo

        Ja schon öfter vom Boot aus – was ist jetzt genau das Problem? Die alten Mauern sind auch net so wahnsinnig hübsch. Und klar Janssen-Wähler – ich finde der macht einen hervorragenden Job.

        • Eine Frau

          Leider können Sie den nicht mehr wählen.

          Steuern rauf, Abgaben rauf und das Geld ausgeben.
          Riesendefizit jedes Jahr bei der Seesauna, Schuldenberg bei TKV.
          Bürgerentscheide mißachten.
          Wirtschaftliche Entwicklung verhindern, Investoren verprellen.

          TOLLER JOB!
          Kommen Sie aus der DDR?

          • Leo

            Naa, aus Tegernsee. Und die Seesauna ist auch jeden Cent wert.

  • Leo

    @Heini – das erste “sind” in dem komischen Satz sollte eigentlich ein “und” sein, wie unschwer zu erraten gewesen sein dürfte. Und der Gewinn für Tegernsee sollte auch offensichtlich sein – der bereits vorhandene Steg mit dem Außenbereich des Seehaus sowie der dadurch erschlossene Seeuferbereich an der Länd wird von Besuchern wie von Einheimischen wie mir begeistert angenommen, wie man an jedem Wochenende beobachten kann. Nur das Teilstück von der Länd zum Cafë am See fehlt leider noch – aber das kriegen wir auch noch hin…

    • Eine Frau

      Wie wollen Sie denn das hinkriegen?

      Oder bezahlen Sie den Quatsch selber?

      • Leo

        Ja indirekt schon – sind ja öffentliche Gelder…

        • Eine Frau

          Mir wäre es lieber, wenn man mein Geld für etwas sinnvolles ausgibt, anstatt für Privatpersonen einen neuen Bootshafen zu bauen und zu verschenken!
          Oder sind Sie am Bootsverleih beteiligt?

          • Leo

            Der Steg ist ja sinnvoll – darum geht’s ja. Und nein, ich betreibe keinen Bootsverleih ;)

  • Thomas

    Wir sollten je einen Steg längs und quer über den See bauen, mit einer Hebebrücke in der Mitte, schließlich muß der Verfassungsrechtlich zugesicherte Zugang zum See gewährleistet werden, da darf man keine halben Sachen machen. Dann schütten wir rund um den See 50 Meter Uferbereich auf, und die Gemeinden verkaufen 30m des gewonnene “Neulandes” als Seegrundstücke. Das spült Geld in die Kassen und kann bei belieben ein paar mal wiederholt werden.

    Oops, war ich jetzt wieder Sarkastisch? Sorry!

    • Chäcka

      @Thomas

      Sarkastisch? Wieso? Das würden die Gemeinden sofort machen, wenn da nicht die Schlösser- und Seenverwaltung wäre. Aber vielleicht einigt man sich ja im stillen Kämmerlein ;-)

      • Thomas

        Die müssen halt subtiler an die Sache rangehen: Man erklärt man müsse die Mangfall um 10m ausbaggern, wegen … des Hochwasserschutzes … genau! Zum Ausgleich kommt das Wehr weg. Daraufhin sinkt der Wasserspiegel dummerweise um genau diese 10m und der See schrumpft.

        Der daraufhin gebildete Untersuchungsausschuß bestehend aus der CSU, Janssen und der CSU findet nach einjähriger intensiver Recherche heraus das dies unmöglich vorhersehbar war und alle Arbeiten fachgerecht beauftragt und durchgeführt wurden. Im übrigen sind leichte Schwankungen des Wasserspiegels normal und das Neuland geht an die Gemeinden.

  • Maria

    Schön, jetzt hat Hr. Janssen und seine Steganhänger viel Zeit, sich um andere, wichtigere Dinge zu kümmern; was schlussendlich hoffentlich auch allen mehr bringen. Ich drücke allen die Daumen, dass in den kommenden Monaten schöne neue Ideen entstehen, die nichts – aber auch garnichts – mit dem Steg zu tun haben! Wenn nicht, dann helfe ich euch gerne weiter.

    • Maria

      P.S.: Es soll heißen: “…bringen wird.”