Haushalt genehmigt trotz hoher Verschuldung

Gmund investiert 16 Millionen in drei Jahren

Bis 2015 will Gmund gut fünf Millionen Euro pro Jahr in die eigene Zukunft stecken. Die größten Posten werden dabei die Investitionen in die Grund- und die Realschule sowie in die geplante Krippe sein.

Die Gesamtsumme von 16 Millionen geht allerdings nicht spurlos am Schuldenstand der Gemeinde vorbei. Dieser soll von aktuell 3,6 auf 7 Millionen Euro im Jahr 2015 ansteigen. Ein Wert, der einigen Gemeinderäten Bauschmerzen bereitet.

Als oberste Priorität hat man im Gmunder Rathaus den Bereich der Bildung ausgemacht. Ausgaben für Kinder sind immer leichter zu verargumentieren. Denn, so der Volksmund, “Kinder sind unsere Zukunft.” Trotzdem dürften die nächsten Jahre hart werden, wie der zweite Bürgermeister Georg Rabl betont.

Für Rabl bedeuten die Zahlen einfach den “Ausfluss der Entscheidungen” aus den letzten zwei Jahren. “Überraschend ist die Höhe nur, weil man sie jetzt zum ersten Mal schwarz auf weiß sieht,” so der zweite Bürgermeister.

Millionen hier, Millionen da

Dass man sich grundsätzlich, zum Beispiel bei den Ausgaben für die Straßensanierungen, zurückhalten muss, sei natürlich unumgänglich. Und Franz von Preysing (CSU) sieht schwere Zeiten auf Gmund zukommen: “7 Millionen Euro Schulden bedeuten schon eine große Einschränkung auch über 2015 hinaus.”

Für Kämmerer Georg Glas werden die ausgabeträchtigsten Baumaßnahmen erst ab dem kommenden Jahr durchgeführt. Vor allem die Sanierung der Grundschule, die mit 6,5 Millionen zu Buche schlägt, ist kein Pappenstil. Dagegen ist der Bau der neuen Kinderkrippe mit einer Million fast schon ein Schnäppchen. Für beide Vorhaben rechnet die Gemeinde im Gegenzug mit Zuschüssen in Höhe von 2,3 Millionen.

Die Sanierung der Gmunder Grundschule wird die Gemeinde mehrere Millionen kosten.

Weitere signifikate Investitionen sind:
2,4 Millionen Euro für den Bau der Dreifachturnhalle, die im Zuge des Realschulneubaues entsteht.
4 Millionen Euro sind für den Grundstücksankauf von der Tegernsee-Bahn eingeplant. Das Maximilian – laut Haushaltsbericht auf der Zielgeraden – verschlingt nochmal eine halbe Million. Soviel soll die Neugestaltung des Umfeldes kosten.

Damit die Schulden nicht schlagartig in die Höhe steigen, plant der Kämmerer über Grundstücksverkäufe etwa 5 Millionen Euro zu erlösen. Desweiteren sollen Rücklagen abgebaut und ein Darlehen in Höhe von 3 Millionen Euro aufgenommen werden.

Damit wird die Pro-Kopf-Verschuldung auf etwa 1.000 Euro steigen und so den Landesdurchschnitt ähnlich großer Gemeinde um 250 Euro überflügeln.

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