Donnerstag, 24. April 2014

Haushalt genehmigt trotz hoher Verschuldung

Gmund investiert 16 Millionen in drei Jahren

Bis 2015 will Gmund gut fĂŒnf Millionen Euro pro Jahr in die eigene Zukunft stecken. Die grĂ¶ĂŸten Posten werden dabei die Investitionen in die Grund- und die Realschule sowie in die geplante Krippe sein.

Die Gesamtsumme von 16 Millionen geht allerdings nicht spurlos am Schuldenstand der Gemeinde vorbei. Dieser soll von aktuell 3,6 auf 7 Millionen Euro im Jahr 2015 ansteigen. Ein Wert, der einigen GemeinderÀten Bauschmerzen bereitet.

Als oberste PrioritĂ€t hat man im Gmunder Rathaus den Bereich der Bildung ausgemacht. Ausgaben fĂŒr Kinder sind immer leichter zu verargumentieren. Denn, so der Volksmund, “Kinder sind unsere Zukunft.” Trotzdem dĂŒrften die nĂ€chsten Jahre hart werden, wie der zweite BĂŒrgermeister Georg Rabl betont.

FĂŒr Rabl bedeuten die Zahlen einfach den “Ausfluss der Entscheidungen” aus den letzten zwei Jahren. “Überraschend ist die Höhe nur, weil man sie jetzt zum ersten Mal schwarz auf weiß sieht,” so der zweite BĂŒrgermeister.

Millionen hier, Millionen da

Dass man sich grundsĂ€tzlich, zum Beispiel bei den Ausgaben fĂŒr die Straßensanierungen, zurĂŒckhalten muss, sei natĂŒrlich unumgĂ€nglich. Und Franz von Preysing (CSU) sieht schwere Zeiten auf Gmund zukommen: “7 Millionen Euro Schulden bedeuten schon eine große EinschrĂ€nkung auch ĂŒber 2015 hinaus.”

FĂŒr KĂ€mmerer Georg Glas werden die ausgabetrĂ€chtigsten Baumaßnahmen erst ab dem kommenden Jahr durchgefĂŒhrt. Vor allem die Sanierung der Grundschule, die mit 6,5 Millionen zu Buche schlĂ€gt, ist kein Pappenstil. Dagegen ist der Bau der neuen Kinderkrippe mit einer Million fast schon ein SchnĂ€ppchen. FĂŒr beide Vorhaben rechnet die Gemeinde im Gegenzug mit ZuschĂŒssen in Höhe von 2,3 Millionen.

Die Sanierung der Gmunder Grundschule wird die Gemeinde mehrere Millionen kosten.

Weitere signifikate Investitionen sind:
2,4 Millionen Euro fĂŒr den Bau der Dreifachturnhalle, die im Zuge des Realschulneubaues entsteht.
4 Millionen Euro sind fĂŒr den Grundstücksankauf von der Tegernsee-Bahn eingeplant. Das Maximilian – laut Haushaltsbericht auf der Zielgeraden – verschlingt nochmal eine halbe Million. Soviel soll die Neugestaltung des Umfeldes kosten.

Damit die Schulden nicht schlagartig in die Höhe steigen, plant der KĂ€mmerer ĂŒber GrundstücksverkĂ€ufe etwa 5 Millionen Euro zu erlösen. Desweiteren sollen RĂŒcklagen abgebaut und ein Darlehen in Höhe von 3 Millionen Euro aufgenommen werden.

Damit wird die Pro-Kopf-Verschuldung auf etwa 1.000 Euro steigen und so den Landesdurchschnitt Ă€hnlich großer Gemeinde um 250 Euro ĂŒberflĂŒgeln.

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