Offizielle Einweihung am Tegernseer Gymnasium

Kletterwand, Boden: “Einfach nur geil”

Vierte Ergänzung vom 19. Oktober / 09:43 Uhr
Gestern Abend war es soweit. Im Rahmen des Bergfilmfestivals in Tegernsee ist die bis unter die Hallendecke ragende neue Kletterwand des Gymnasiums offiziell eröffnet worden.

Aber nicht nur das: Über die Sommerferien wurde auch ein komplett neuer Boden inklusive Heizung verlegt, der nicht nur den Gymnasiasten und den Volleyballern schon seit ein paar Wochen große Freude bereitet.

Ab sofort darf die Kletterwand in Tegernsee bestiegen werden.

Ab sofort darf die Kletterwand in Tegernsee bestiegen werden.

Zu den Feierlichkeiten rund um die Kletterwand in Tegernsee ließ es sich auch Landrat Jakob Kreidel nicht nehmen, ein paar Worte an die zahlreichen Gäste, darunter viele Schüler, zu richten:

Wir haben über viele Jahre hinweg versucht ein solches Projekt zu realisieren. Aufgrund einer Gemeinschaftsleistung bei der die Tal-Gemeinden, viele Privatpersonen und Sponsoren an einem Strang zogen, dürfen wir die Kletterwand nun einweihen. Ein echter Freudentag.

Anfangs herrschte Skepsis

Tegernsees Bürgermeister Peter Janssen gab hingegen zu, dass er anfänglich nicht gerade begeistert von den erneuten Bauabsichten war: “Bei der eingegangenen Spendenanfrage hielten sich meine Glückssprünge zunächst in Grenzen”, so Jannsen und meinte: “Doch das fertige Ergebnis ist mehr als beeindruckend.”

Unabhängig von der Kletterwand wurde die Halle bereits von einigen Wochen wiedereröffnet. Dabei hatte unter anderem ein Wasserschaden eine Grundsanierung des Hallenbodens nahezu unaufschiebbar gemacht.

Doch pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres waren die Handwerker dann fertig, so dass nicht nur der Schulsport des Gymnasiums Tegernsee wieder in der Dreifach-Turnhalle stattfinden kann. Auch viele Vereine werden in der kommenenden Winterzeit die Möglichkeit nutzen, ihren Sport im Trockenen auszuführen. Dazu zählen auch die Volleyballer des VCTT.

Warme Füße dank Bodenheizung

“Mal abgesehen davon, dass man beim Hechtbaggern wegen des noch rauen Bodens relativ abrupt stoppt, sind wir rundum zufrieden mit dem neun Boden”, so Stefan Rohner, Vorstandsmitglied des VCTT. Darüber hinaus ist Rohner ganz besonders von der neuen Bodenheizung begeistert:

Früher kam es schon mal vor, dass wir Frostbeulen bekommen haben, weil es in der Halle so kalt war. Jetzt wird es sehr schnell ziemlich warm. Ein Luxus.

Abgesehen davon hat der Boden bei der Sanierung eine komplett neue Farbe erhalten. Auch kein Problem finden die Volleyballer: “Jetzt sieht man die Linien besser als früher.”

Insgesamt scheinen sich die Investitionen in Höhe von rund 150.000 Euro für den neuen Boden, wie auch die etwa 45.000 Euro für die landkreisweit einzige Indoor-Kletterwand rentiert zu haben. Der Schnee kann also kommen.

Dritte Ergänzung vom 12. September mit der Überschrift: Kletterwand verschafft Gymnasium landkreisweites Alleinstellungsmerkmal
Bereits vor den Sommerferien hatten die umfangreichen Sanierungsarbeiten in der Dreifachturnhalle in Tegernsee begonnen. Stand heute sieht es so aus, als ob nicht nur der Zeitplan bis zum Start des neuen Schuljahres, sondern auch der Kostenrahmen in Höhe von 140.000 Euro eingehalten wird.

Auch der lange Zeit unergründliche Wasserschaden ist in den Kosten enthalten. Zusätzlich schmückt die Halle eine Kletterwand der Extraklasse.

Schäden im Dach der Dreifachturnhalle sorgen für lange unergrundbaren Wasserschaden.

Schäden im Dach der Dreifachturnhalle sorgen für lange unergrundbaren Wasserschaden.

Bereits vor einigen Wochen klagten Handwerker, die gerade dabei waren eine Bodenheizung in der Halle zu verlegen, über Wasser in den Wänden, das man “über Nacht in einen Eimer sammeln konnte.” Noch dazu tropfte es nach Gewittern an der einen oder anderen Stelle von den Decken der Turnhallengänge.

Das Landratsamt war damals, genauso wie die Arbeiter, ratlos. Eine erste Antwort von Pressesprecherin Gabriele Dorby lautete: „Woher das Wasser genau kommt, ist noch nicht ganz klar.“

Mittlerweile konnte man aufgrund umfangreicher Untersuchungen den Grund für das Eindringen festellen. So waren im Dachbereich Spannungsrisse aufgetreten. Die zusätzlichen Kosten in Höhe von 1.000 Euro für die Reparatur fallen allerdings günstig aus im Vergleich zu dem Gesamtbudget der Renovierung.

Von Planungsbeginn bis Fertigstellung vergingen 18 Monate

Noch erfreulicher als die Ursache für den Wasserschaden war die gestrige feierliche Einweihung der neuen 115-quadratmetergroßen Kletterwand im Leeberg-zugewandten Teil der Turnhalle.

Der Fertigstellung waren 18 Monate Planung vorausgegangen. Die “Treiber” des Projektes waren vor allem Markus Wrba vom Verein Freunde und Förderer des Gymnasiums Tegernsee und Sportlehrer Timo Köhler.

Timo Köhler beim Einstieg in die Wand. Bis zu der Stelle, wo er gerade mit seiner rechten Hand greift, kann die Wand auch ohne Sicherung beklettert werden.

Timo Köhler beim Einstieg in die Wand. Bis zu der Stelle kann die Wand auch ohne Sicherung beklettert werden.

Wrba war unter anderem für die Akquise von Geldgebern verantwortlich und konnte im Zuge dessen nicht nur die Gemeinden (15.000 Euro) für das 45.000 Euro Kletterwandprojekt gewinnen, sondern auch zahlreiche regionale Unternehmer. Köhler befasste sich hingegen mehr mit der Detailplanung, die er als begeisterter Kletterer besitzt. Sein Urteil zur fertigen Kletterwand: „Perfekt.“

600 Griffe, 17 Routen und diverse Schwierigkeitsgrade

Für den Sportlehrer ist es – nicht zuletzt aufgrund der angespannten kommunalen Haushaltskassen – umso beeindruckender, was für eine “Luxusversion von Kletterwand” das Tegernseer Gymnasium nun sein Eigenen nennen darf.

An dem bis unter die Decke der Turnhalle ragenden dreiteiligen Korpus sollen am Ende über 600 Griffelemente verbaut werden. Damit sind bis zu 17 verschiedene Wege zum „Gipfel“ der Wand möglich. Dabei sind verschiedene Schwierigkeitsgrade zu meistern, durch unterschiedliche Grifffarben gekennzeichnet sind und einem alle möglichen Klettertechniken abverlangen. Dafür sorgen sicher auch die Überhänge, die im oberen Bereich der Wand beginnen.

Zweite Ergänzung vom 7. September / 8:17 Uhr
Eine neue Kletterwand wird die Schüler des Tegernseer Gymnasiums begrüßen, wenn die Ferien zu Ende sind.

Die mehrere Wochen dauernden Arbeiten in der Dreifachturnhalle sind nun abgeschlossen: Demnächst werden noch die Griffe an der 115 Quadratmeter großen Kletterwand angebracht, dann kann die erste Route in Angriff genommen werden.

So sieht die fertige Kletterwand in der fast fertig sanierten Turnhalle des Gymnasiums aus.

Initiiert hatte Wand der Förderkreis des Tegernseer Gymnasiums. Die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von 40.000 Euro kam dann auch durch vom Förderkreis eingesammelten Sponsorengelder. Gleichzeitig haben auch der Landkreis und die fünf Talgemeinden das Projekt mit insgesamt 15.000 Euro bezuschusst

“Ich freue mich, dass wir es mit vereinten Kräften geschafft haben. Bei diesem für den Landkreis neuen und umfangreichen Projekt haben alle Beteiligten sehr gut zusammengearbeitet”, weiß Sportreferentin Sabine Wittmann.

Einsatz im Sportunterricht

In erster Linie sollen die Schüler unter Aufsicht und Anleitung speziell geschulter
Lehrkräfte von der Kletterwand im Sportunterricht profitieren. “Wir haben nun
Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich Sportklettern im Schulprofil des Gymnasiums
Tegernsee weiter etabliert”, so Markus Wrba, Vorsitzender der Freunde und Förderer des
Gymnasiums Tegernsee.

In zweiter Linie wird zukünftig auch mit der Sektion Tegernsee des Deutschen Alpenvereins verstärkt zusammengearbeitet. Die Sektion hatte sich ebenfalls an der Wand finanziell beteiligt und erhält nun im Gegenzug ein Nutzungsrecht an der Kletteranlage.

Ergänzung vom 1. März / 11:38 Uhr
In Rottach-Egern hat man mittlerweile entschieden sich an den geplanten Kletterwänden am Tegernseer Gymnasium und der neuen Gmunder Realschule zu beteiligen.

Insgesamt 2.500 Euro wird die Gemeinde zuschießen. Die Summe verteilt sich jeweils zur Hälfte auf die beiden Einrichtungen. Damit kommt die schnelle Realisierung der Anlage am Tegernseer Gymnasium in greifbare Nähe. Denn auch Bad Wiessee hat seine Unterstützung zugesagt.

“Eine gute Sache und pädagogisch sinnvoll,” so Rottachs Bürgermeister Franz Hafner in einer kurzen Stellungnahme.

Ursprünglicher Artikel vom 31. Januar:
Das Gymnasium Tegernsee und die neue Realschule in Gmund sollen neue Kletterwände bekommen. Für eine finanzielle Unterstützung der jeweils 35.000 Euro teuren Vorrichtungen hat nun der Gmunder Gemeinderat zugestimmt.

Die Gemeinde übernimmt damit einen Teil des noch benötigten Kapitals in Höhe von 22.500 für die beiden Schulen. In Rottach möchte man dagegen warten mit einer Zusage.

Die beiden Schulleiter Stefan Ambrosi (Realschule Gmund) und Werner Oberholzner (Gymnasium Tegernsee) hatten in zwei Schreiben auf die Notwendigkeit einer neuen Kletterwand für ihre Schule hingewiesen.

Laut Oberholzner handle es sich beim Sportklettern mittlerweile nicht mehr um eine reine Trendsport. Das Klettern habe sich etablierten Sportart entwickelt, die bereits jetzt schon im Lehrplan verankert ist.

Wir sehen uns in der Verantwortung, unseren Kindern eine fundierte Grundausbildung im Umgang mit dem Risiko in dieser Sportart zukommen zu lassen. Momentan gibt es im Tegernseer Tal keine Kletteranlage, die das Klettern am Seil zulässt.

Boulderelemente seien zwar bereits an der Schulturnhalle angebracht. Doch nun will man aus den genannten Gründen eine ganze Kletterwand, die im Innern an der Ostseite der Turnhalle bereitgestellt werden soll und sich dort vom Boden bis zum Dach erstrecken wird.

Kletterwand / Quelle: Guidobl

Wie der Rektor des Gymnasisums betont wolle man die benötigte Kletterwand zum größten Teil aus den Mitteln des Fördervereins des Gymnasiums Tegernsee finanzieren. Für den Rest benötige man jedoch die Unterstützung der Gemeinden.

Georg von Preysing machte klar, dass sich mittlerweile auch der Landkreis an der Finanzierung beteiligt. Insgesamt sind somit noch 7.500 Euro offen. Gmund wird davon 1.250 Euro übernehmen. Tegernsee als Sitzgemeinde soll das doppelte zahlen.

Für die geplante Kletterwand in der neuen Gmunder Realschule gilt das gleiche. Allerdings werden da laut von Preysing wahrscheinlich 15.000 Euro übrig bleiben, die es noch zu finanzieren gilt. Somit kommen hier auf Gmund 5.000 Euro zu. Die anderen Tal-Gemeinden würden in dem Fall 2.500 Euro übernehmen.

Für den Gmunder Bürgermeister eigentlich eine klare Angelegenheit:
“Es wäre fatal, wenn wir das für so einen günstigen Preis nicht unterstützen würden. Auch wenn Rottach und Kreuth es wiedermal nicht geschafft haben, das im ersten Gang abzustimmen.”

Der Rottacher Gemeinderat hat das Thema auf der letzten Gemeinderatssitzung zurück gestellt. Laut Franz Hafner sei einfach nicht klar, wer eigentlich für die Finanzierung zuständig ist. Bis das nicht geklärt ist, könne man keine fundierte Entscheidung treffen.

Eine Entscheidung, über die in Gmund nicht groß debattiert wurde. Einstimmig nahm der Gemeinderat die Anträge des Tegernseer Gymnasiums und der neuen Realschule an.

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  • Anonymous

    Der Mann der auch oft “die Ente” genannt wird, heisst Timo und nicht Tobias glaube ich.

    • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

      Danke für den Hinweis. Wir haben das im Artikel geändert.

  • Tegernseer

    Völlig absurd 40.000 Euro für eine Kletterwand auszugeben von der nicht einmal alle Schüler profitieren werden und können. Die bereits an der Außenwand angebrachte Boulderanlage (Gott weiß was die gekostet hat) reicht wohl nun nicht mehr, obwohl ich selbst zu meinen Zeiten als schüler selten diese Anlage in Benutzung gesehen habe. Meiner Meinung nach hätte man das Geld im Gymnasium Tegernsee sinnvoller anlegen können! Hier einige Beispiele: 1. Aufrüstung der rückständigen Ausrüstung mit neuen Unterrichtsmaterialien, wie Beamer, Ersetzen von defekten Overheadprojektoren… (in der Biologie wird teilweise noch mit 30 Jahre alten Schmalspurfilmen gearbeitet) 2. Nachrüstungen am Gebäude (Teilweise undichte Glasfassade im südlichen Innenhof, Zustand der sanitären Einrichtungen, Austausch von ca. der Hälfte aller Leutmittel…) 3. Anschaffung von aktuellem gerografischen Kartenmaterial (Auf einigen “aktuellen Karten” existiert noch die Sowjetunion, die DDR und Jugoslavien…) 4. Anschaffung eines vernünftigen Instrumentariums, um schulischen Instrumentalunterricht mit Leihinstrumenten zu ermöglichen. 5. Schaffung eines Obersufen/Kollegstufen -oder auch Q-Zimmer genanntes Refugium für die Schülerinnen und Schüler der oberen Jahrgangsstufen. Die bisher dafür verwendeten Provisorien wage ich nicht als solche zu bezeichnen!!! Für mich würde sich die Frage nach einer Kletterwand erst stellen, sobald alle diese Mängel beseitigt sind; aber anscheinend teilt diese Einschätzung niemand mit mir…..
    Dass eine Sanierungsnotwendigkeit der Turnhalle bestand steht für mich außer Frage, jedoch finde ich, dass die “Prahlerei” mit der ach so tollen Kletterwand ein Prestigeobjekt ist und über die wahren Mängel des Gymnasiums hinwegtäuschen soll.

    • Murando

      Ein später Kommentar, den man aber nicht so stehen lassen kann.
      Für die Ausstattung des Gymnasiums mit Unterrichtsmaterialien etc. und die Instandhaltung des Gebäudes ist der Landkreis als Sachaufwandsträger zuständig. Für die massiven Defizite in dem Bereich ist also entweder der Landkreis verantwortlich, da er nicht zahlt, oder die Schulleitung, da sie die Interessen der Schule, der Schüler und der Lehrer gegenüber dem “Betreiber” nicht ausreichend vertritt. Ich tippe auf letzteres.

      Die Kletterwand hingegen wurde hauptsächlich aus Spenden finanziert. Die meisten Spender hätten, wenn Sie nach Geld für Overheadprojektoren oder Leuchtmittel gefragt worden wären, mit Hinweis auf den zuständigen Landkreis wohl keinen Cent locker gemacht. Hier hat sich ein Sportlehrer größtenteils in seiner Freizeit für ein Projekt engagiert, das er für sinnvoll hält. Sicher wären auch mehr Musikinstrumente schön, aber man kann einem Sportler wohl nicht vorwerfen, dass ihm Klettern näher liegt als Flöte spielen.

      Außerdem profitieren von der Kletterwand nicht nur Schüler des Gymnasiums. Über den Alpenverein kann die Kletterwand jeder nutzen. Das Interesse an der Sportart, insbesondere bei Kindern Jugendlichen, ist enorm.

      • Tegernseer

        Die finanziellen Mittel flossen aus Quellen des Fördervereines des Gymnasiums Tegernsee; besagter Förderverein unterstützt ja auch die Anschaffung von Schulinventar und dergleichen (Neue Computer… ), was ja auch als löblich hervorzuheben ist. Aber finden Sie es nicht überzogen für 40.000 €zunächst ein Prestigeobjekt anzuschaffen, anstatt die wohlvorhandenen Mängel auszubessern. Der Verein der Freunde und Förederer existiert ja auch deshalb, weil von der zuständigen Behörde, dem Landkreis, zuwenig Geld zur Verfügung gestellt werden kann, was ebenfalls ein höchst löbliches Unterfangen ist!!!! Die Frage, die sich stellt ist: Wo ist der Nutzen für die Schüler höher; und ich sehe es einfach kritisch, dass diese Einrichtung einen solchen für die Schüler darstellt; nicht zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass es im Landkreis noch einige andere Einrichtungen für diesen Sport gibt, womit sich der Anspruch auf die “Alleinstellung” des Gymnasiums schon wieder relativiert hat.

        • Tegernseer

          Und, um noch etwas zu ergänzen: Ich bin auf keine Fall gegen die Errichtung von Kletterwänden und bin überzeugt, dass das für Kinder und Jugendliche und sämtliche Interessenten eine fantastische Sache ist, die ihnen viel Spass bereiten wird. Für mich herrscht hier einfach ein Missverhältnis vor und ich bin überzeugt, dass man mit der stattlichen Summe von 40.000€ zunächst dringendere Mängel hätte beseitigen müssen, die den unmittelbaren Schulalltag betreffen. Zumindest da könnte man ja auch mit der zuständigen Verwaltungsbehörde eine finanzielle Zusammenarbeit anstreben.

          • Murando

            Sorry, da bin ich anderer Ansicht. Für einen Großteil der vorhandenen Mängel ist die zuständigen Verwaltungsbehörde in der Pflicht. Wenn sie der nicht nachkommt, muss man doch erstmal der auf die Zehen steigen bevor man Spenden für eigentliche Selbstverständlichkeiten verwendet. Und unser Landkreis sollte doch in der Lage sein, eine Schule vernünftig auszustatten und instand zu halten. Er wird das natürlich nur tun, wenn Seitens der Schule entsprechende Anforderungen gestellt werden. Und ich sehe nicht ein, warum private Geldgeber dafür aufkommen sollen, wenn die Schulleitung zu lethargisch ist, die Freigabe der nötigen Mittel beim Träger durchzusetzen.

            Der Förderverein ist sinnvoll und eine tolle Sache, meiner Ansicht nach ist er aber für so Dinge wie die Kletterwand, Musikinstrumente, Ausstattung eines Q-Zimmers etc. und nicht für das Ersetzen defekter Overheadprojektoren da. Aktuell hat er die Kletterwand mitfinanziert, da sich ein Sportlehrer dafür engagiert hat. Falls ein Musiklehrer ähnliches Engagement zeigt, wird der Verein sicher auch Wege finden, Musikinstrumente zu beschaffen. Falls sich die Schüler für ein Q-Zimmer entsprechend einsetzen, werden Sie beim Förderverein nicht auf taube Ohren stoßen (hierbei ist aber erstmal wieder die Schulleitung gefragt, um die Rahmenbedingungen zu schaffen).

        • soviel ich weiß, haben alle Gemeinden rund um den See auch mitbezahlt. Der Anteil des Fördervereins ist also um einiges weniger, als die genannte Summe.