Dienstag, 21. Mai 2013

Bayerisches Fernsehen berichtet über den Gmunder Dorfladen

Das Ende eines Traums

Ergänzung vom 31. Oktober / 10:07 Uhr
“Die Gmunder waren glücklich, als ihr Dorfladen vor zwei Jahren eröffnete. Endlich gab es wieder ein Geschäft im Ort. Doch jetzt ist schon wieder Schluss! Der Laden einfach zu unrentabel. Aber warum eigentlich?”

Der Bayerische Rundfunk hat sich in der gestrigen Abendschau mit dem Ende des Dorfladens beschäftigt. Ein interessanter Beitrag, der aufgrund der Länge zwar nur an der Oberfläche kratzt, trotzdem ein paar nette Einblicke in das Thema gibt.

Heute ist der definitiv letzte Tag des Dorfladens. Und einen “Retter” wie in Fischbachau soll es in Gmund nicht geben. Damit ist das Zentrum ab morgen noch verwaister und leerer. Die anderen Geschäftsinhaber dürfte die Entwicklung nicht unbedingt freuen.

Dass Dorfläden sehr wohl funktionieren können, zeigt ein Artikel aus dem Rhein-Neckar-Raum. Dort läuft das Konzept seit über sieben Jahren und das äußerst erfolgreich. Dabei sind die Umstände sicherlich anders. Der Einzugsbereich größer und das Sortiment des dortigen Dorfladen umfangreicher.

Ursprünglicher Artikel vom 18. Oktober:
Am Ende fehlte einfach das Geld und die Kraft, um weiter zu machen. So wie es derzeit aussieht, wird der Gmunder Dorfladen in den nächsten Wochen still liquidiert. Das haben Geschäftsführer Remo Schramm und Dorfladenberater Wolfgang Gröll nach Bekanntwerden der aktuellsten Zahlen bestätigt.

Für die Gesellschafter bedeutet die aktuelle Entwicklung nichts Gutes. Sie werden wohl auf eine mögliche Rückzahlung des Risikokapitals verzichten müssen. Und auch die Lieferanten müssen sich darauf einstellen, einen Großteil ihrer Forderungen zu verlieren.

Heute im Gmunder Dorfladen: Kunden können noch einkaufen….

Mittlerweile ist auch die Gemeinde Gmund als einer von 174 Anteilseignern über die geplante Schließung des Dorfladens informiert worden. Erst im Oktober letztes Jahr hatte der Gemeinderat dem Dorfladen ein neues Darlehen in Höhe von 8.000 Euro zur Verfügung gestellt. Alle anderen Gesellschafter sollen bei der jährlichen Versammlung am 5. November im Neureuthersaal mehr zu den Gründen der Schließung erfahren.

Dabei sah es vor zwei Wochen noch so aus, als ob der Dorfladen nach zwei schweren Jahren grundsätzlich stabil ist. Die Umsätze bewegten sich laut Grölls Aussage für das bisherige Geschäftsjahr im geplanten Rahmen. Auch habe man die Schulden innerhalb eines Jahres von 40.000 auf 20.000 Euro halbieren können. “Das Geschäft ist substanziell gesund. Jetzt geht es um den weiteren Schuldenabbau.”

Und auch Schramm zeigte sich überzeugt, dass der Dorfladen die kommenden Wintermonate überstehen kann. Andererseits bestätigte er auf Nachfrage die Aussagen von Johann Schmid, der im Gesellschafterrat des Dorfladens sitzt, und gegenüber dem Merkur verlautbaren lies, dass er persönlich die Lage für den Dorfladen als “sehr schwierig” einschätzt.

Neue Zahlen, wenig Unterstützung

Die neuesten Zahlen, die Schramm dem Beirat und dem Berater zur Verfügung gestellt hat, gaben den Anstoß für die finale Entscheidung. “Die Umsätze haben einfach nicht mehr gestimmt. Lieber in Ehren aufhören, ehe wir uns auch persönlich in Schwierigkeiten bringen,” so Schramm auf telefonische Nachfrage. Die Maßnahmen der letzten Monate seien seiner Meinung nach zwar richtig gewesen, doch die Akzeptanz blieb auch nach mehr als zwei Jahren hinter den Erwartungen zurück.

Wir haben uns Mühe gegeben, aber wir konnten die Gmunder nicht überzeugen.

Laut Gröll steht derzeit allerdings noch nicht abschließend fest, wie die Firma abgewickelt wird. “Wir müssen uns am Wochenende zusammensetzen und die aktuelle Entwicklung besprechen”, so der Berater. Aber die Tendenz sei klar: Eine stille Liquidation der Gesellschaft inklusive Abverkauf aller Waren sei das wahrscheinlichste Szenario. Die Entscheidung ob Liquidation oder Insolvenzverfahren werde man bis Mitte nächster Woche treffen.

Der anschließende Abverkauf startet dann bereits Anfang nächster Woche. Das eingenommene Kapital soll vor allem für die offenen Lieferantenrechnungen verwendet werden. “Der Schaden ist überschaubar. Nur sollten wir meines Erachtens ein Insolvenzverfahren vermeiden,” so Gröll. Die Kosten von etwa 12.000 Euro für den Insolvenzverwalter können man sich seiner Meinung nach sparen. Darüberhinaus habe man eine moralische Verpflichtung gegenüber dem aktuellen Geschäftsführer. Denn im Fall einer Insolvenz werde immer auch ein Strafverfahren geprüft.

… doch die Regale sind teilweise bereits relativ leer.

Einer mögliche Weiterführung des Dorfladen durch einen Dritten erteilt der Berater zwar keine generelle Absage. Jedoch kennt er niemanden, der sich das in der derzitigen Situation antun würde. Den derzeitigen Geschäftsführer sieht Gröll nicht mehr in der Lage dazu: “Die Situation, in der Remo Schramm vor einem Jahr angetreten ist, war extrem schwierig und er hat das Beste daraus gemacht. Aber ohne die Rückendeckung des Beirates fehlt ihm einfach die Kraft dazu. Aus dem Grund auch jetzt die Entscheidung.”

Bitter ist diese Nachricht natürlich auch für den einzigen festen Mitarbeiter des Dorfladens, Philip Seidl, der Ende diesen Monats seine fristlose Kündigung erhalten wird. “Eigentlich konnte man das Ende schon seit Monaten sehen”, so Seidl resigniert. Vielleicht sei man in Bezug auf die Zahlen einfach ein wenig blauäugig gewesen. “Am Ende hat unsere Zielgruppe, also die umliegenden Anwohner, den Laden einfach nie richtig angenommen.”

Moderation von Kommentaren

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  • Sacklzement

    Ja de guadn oidn Zeitn san hoid vorbei !! Wenn alle 174 Anteilseigner alle ihre Sachan ihm Dorflodn kafft hättn, dann wars vielleicht anders nausganga ?

  • Idealistin

    Hallo zusammen,

    mir blutet das Herz, dass der Dorfladen Gmund und auch der Dorfladen Fischbachau aufgeben müssen / mussten!

    Abgesehen vom mangelnden Einkaufsverhalten der jeweiligen Bürger und bestimmt vorhandenen Fehlern in der Geschäftsführung liest man, mehr oder weniger deutlich, zwischen den Zeilen raus, dass das Hauptproblem der zu teure Einkauf war. Da ich hier über ein paar Informationen verfüge, bitte ich um eine PN von N.P., da ich gerne mehr Recherche / Veröffentlichung / Aufklärung darüber haben möchte.

    Fakt ist, dass man keinen Lebensmittelmarkt mit direkter Konkurrenz zu den Discountern betreiben kann, wenn man von Anfang an, dank des geschickten Einfädelns eines “spezialisierten Dorfladen-Unternehmensberaters (W.G.)” mehr oder weniger (eher mehr!!!) dazu gezwungen wird, bei einem spezialisiertem Tankstellenlieferanten (!!! – Wir alle kennen die Preise an den Tankstellen!!!) einkaufen und liefern zu lassen. Das kann nicht funktionieren und ist ein Teufelskreis!

    Die sonstigen Großhandels-Lieferanten liefern im Durchschnitt ab einem Warenwert von € 450,– + x (netto!) kostenfrei, ansonsten mit ca. 25,– bis 50,– € Aufschlag pro Lieferung, was die Marge wieder völlig ruiniert. Schon alleine damit kann man als “Kleiner” nicht mehr mithalten! Also – bestellt man beim Tankstellenlieferanten, der schon geringere Mengen (ab ca. € 200,–) anliefert, zu teureren Preisen. Somit muss man entweder auf Marge und somit Gewinn = Überlebensfähigkeit verzichten oder versuchen, die höheren Preise am Markt durchzusetzen, was offensichtlich sowohl in Gmund als auch in Fischbachau völlig daneben gegangen ist. Wobei sehr schade ist, dass der Kunde die höheren Preise nicht in Form von persönlicher Betreuung und Beratung sowie Engagement als Bereicherung oder “Einkaufserlebnis der besonderen Art” empfunden und honoriert hat.

    Auf der einen Seite muss man die Verbraucher verstehen, die natürlich auch nach dem billigsten Preis schauen (auch wenn es viele finanziell nicht nötig hätten und sich trotzdem den billigsten Rotz einschmeißen, um z.B. ihre teuren Autos finanzieren zu können), auf der anderen Seite sind da wirklich die nicht gut gestellten Rentner, die trotzdem dankbar sind, in der Nähe und ohne Auto in den Dorfläden einkaufen zu können sowie besonders engagierte Menschen (die ALLE unter Wert bzw. sogar ehrenamtlich (= umsonst und ohne Aufwandsentschädigung!!!) arbeiten), die tagtäglich ihr Bestes und Möglichstes tun, um die Nahversorgung sicherzustellen, die Einkäufe einzupacken und bei Bedarf zu den Autos zu bringen, und auch ein Stück weit die Kommunikation innerhalb der Gemeinde sicherzustellen und auch ein Stück menschliche Nähe darzustellen. Hut ab vor diesen idealistischen Menschen!!!!!

    Was passiert eigentlich mit unseren Rentnern, die kein Auto mehr haben??? Wo kaufen die ein??? In den Dorfläden offensichtlich nicht mehr…

    Die sind dann auf Nachbarn, Kinder, Enkelkinder und sonstige wohlmeinende Mitmenschen angewiesen, die vielleicht dann irgendwann oder einmal im Monat Zeit haben, die Einkäufe für sie zu erledigen. Prost – Mahlzeit!!!!!

    In diesem frustierten Sinne hoffe ich, dass das Umdenken vielleicht irgendwann einmal einsetzt – vielleicht auch VOR (und eine, wenn auch geringe, Chance gibt es noch bis 31.10.!!!!!!!!) dem endgültigen Aus des Dorfladens Gmund – und die Gmunder endlich realisieren, was sie an IHREM Dorfladen hatten!!! (und vielleicht auch immer noch haben könnten???)

    Und, auch wenn Ihr, die “Tegernseer Stimme” das nicht gerne hört und lest, eine positivere Berichterstattung durch Euch hätte manches verbessert und Ihr habt, zumindest in Gmund, eine, wenn auch vielleicht kleine, Teilschuld daran, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist!!! Auf ein Eurer Meinung nach “einzig tragfähiges Konzept” (s. diverse Artikel) z.B. wartet der Gmunder Dorfladen bis heute!

    Meiner (wahrscheinlich unwichtigen) Meinung nach ist es ein weiteres Puzzleteil der Gewinngier und Verunmenschlichung unserer Gesellschaft, dass solche Läden wie der Dorfladen Gmund und der Dorfladen Fischbauchau einfach “pleite” gehen können!!!

    • http://www.tegernseerstimme.de Peter (Tegernseer Stimme)

      Danke für ihren Kommentar. Mit vielem mögen Sie Recht, mit einigem liegen Sie falsch. Dazu gehört auch der Glaube, dass uns eine Teilschuld am Niedergang des Dorfladens trifft. Fakt ist, dass es der Beirat sehr lange versäumt wurde, trotz Hinweisen von verschiedenen Seiten, auf die schwierige Situation des Dorfladens richtig zu reagieren. Eine sinnvolle Sortimentsanpassung, preisliche Veränderungen und überhaupt eine Form von Werbung gab es erst im Oktober 2011. Das war leider zu langsam und am Ende auch nicht konsequent genug. Mit utopischen Vorstellungen über die Nahversorgung von 1000 Gmundern aus dem fußläufigen Einzugsbereich des Dorfladens lässt sich leider nicht leben. http://www.tegernseerstimme.de/gmunder-dorfladen-wenn-romantische-utopie-auf-reale-marktwirtschaft-prallt/21117.html

      • Demokratie Jetzt!

        Komisch wenn ich sehe wie viele Läden es früher gab und die konnten alle davon Leben. Aber lieber baut man noch drei Supermärkte. Jeden Tag werden Tonnen von Lebensmitteln weggeschmissen, mittlerweile könnte man wenn gezielter eingekauft würde ein drittel der Ackerfläche renaturieren. Aber so ist es bei uns Menschen, alles darf was kosten nur ein Lebensmittel nicht. Das ist das Dillema! Gestern ruft man wegen der Welthungerhilfe zu spenden auf und wir leisten uns des Luxus Lebenmittel ( ein Mittel zum Leben) zu verschleudern.

        • Thomas

          Das fast die Hälfte aller Nahrung weggeworfen wird bevor sie der Kunde auch nur sehen bekommt ist tatsächlich eine Katastophe unbeschreiblichen ausmaßes. Gleichzeitig spekulieren Bankster den Ärmsten die Preise in absurde Höhen.

          Das man heute keinen Laden mehr wie vor 20 Jahren betreiben kann liegt auch an der verlorenen Massenkaufkraft. Die Mittelschicht dünnt aus, einige wenige sind so Reich das ihnen die Preise egal sind, immer mehr so Arm das sie sich nur noch beim Billigheimer oder gleich den Tafeln versorgen können.

      • Omeiomei

        Lieber Peter,

        ich bin zwar kein großer Kenner des Gmunder Dorfladens, aber aus der Ferner betrachtet finde ich, dass was Sie schreiben etwas anmaßend. Sie behaupten, dass Sie wüssten was richtig ist und was nicht. Haben Sie von Werbung, im Einkauf, im Rechnungswesen und im Führen eines Geschäftes wirklich so viel Ahnung wie Sie hier vorgaukeln? Wenn ja, dann sollten Sie unter Ihrem Namen den Dorfladen neu gründen. Die Menschen, die bisher im Gmunder Dorfladen eingekauft haben, wird das sicher freuen zukünftig besser und billiger einzukaufen.

        • http://www.tegernseerstimme.de Peter (Tegernseer Stimme)

          Hallo Omeiomei,

          die Maßnahmen, auf die wir immer wieder hingewiesen haben, waren nicht nur unsere persönliche Meinung, sondern auch die feste Überzeugung von Insidern, die tatsächlich Lebensmittelgeschäfte geführt haben und sich mit der Führung eines solchen Geschäftes seit Jahren auseinandersetzen.

          Trotz allem ist natürlich nicht gesagt, dass die Konzepte in der Form auch unter den schwierigen hießigen Bedingungen gegriffen hätten. Wenn das jemand behauptet, wäre Er oder Sie tatsächlich anmaßend.

          Konzepte müssen getestet und dann schnell angepasst werden. Und daran hat es beim Gmunder Dorfladen in den ersten eineinhalb Jahren stark gehapert. Ein Fehler, aus dem sich das Geschäft – siehe die hohen Schulden – nie erholt hat.

          Leider, denn es ist sehr Schade, dass der Dorfladen zu machen muss.

  • wellness

    Ich kenne die Interna des Gmundner Dorfladens nicht, kann mir von daher kein Urteil über evtl. Managementfehler erlauben.Nun gibt es aber durchaus “Tante Emma” ähnliche Läden im Tal, die offensichtlich erfolgreich den Discountern Paroli bieten können , z.b. das “Kramer-Lladl” in Rottach. Woran liegt es also? Ist es die Klientel in Gmund, die eine andere ist? Liegt es an der Lage? Liegt es am Personal? Das Preisniveau alleine reicht als Erklärung jedenfalls nicht.

  • Oberlandlerin

    Leider liegts an den Gmundern selbst – schlechte Parkplatzsituation (da kann ma ja ned direkt mitm Auto hifahrn), Ludwig-Erhard-Platz wird seit seiner Existenz schlecht “geredet”, Dürnbecker Dorfplatz liegt dagegen einfach zu ideal und fast alle Einkaufs-Sparten sind abgedeckt (wobei ma si bei da Qualität von Penny-Artikel leider streiten kann) – i persönlich finds außerst schade, wobei ich den Dorfladen per Anteilen und mit einem Einkauf 1 x wöchentlich unterstützen wollte …

  • Eine Frau

    Und es ist eine Tatsache, daß die Gmunder vor vielen Jahren beschlossen haben, das Zentrum der Gemeinde nach Dürnbach auf die grüne Wiese zu verlegen.

    Eine kleine Gemeinde kann nicht zwei geschäftliche Zentren haben. Damit ist der Zug für “Alt-Gmund” für alle Zeiten abgefahren.

    An diesem künstlichen Erhardtplatz kann kein Laden dauerhaft überleben.

  • Sportler

    Sorry, aber dieser Ludwig-Erhard-Platz ist leider eine Fehlkonstruktion. Ein ländlicher Ort wie Gmund braucht doch keine zubetonierte Fußgängerzone wie in München ! Das schöne am Tal sind doch gerade der See, die Natur und die Tradition. Aber davon sieht man in dieser Zone leider nichts mehr. Dort ist es einfach nur kalt und ungemütlich. Abreissen kann man die ungünstig zur Himmelsrichtung und zur Landschaft gestellten Gebäude leider nicht mehr. Man könnte aber zumindest etwas von dem unsäglichen Pflaster entfernen und stattdessen wieder richtige Bäume und Blumen in richtige Erde pflanzen. Zurück zur Natur…

    • Tobi

      Da magst schon recht haben. Wirklich gut ist der Ludwig-Erhard-Platz nicht geraten. Zudem sind es noch ein paar weitere Faktoren, die den Gmunder Dorfplatz nicht gerade attraktiver machen.
      Nur ein paar Beistpie:
      - Bei der Post wird man meist sehr unfreundlich behandelt (zumindest meine Erfahrung), im Odessa sitzen immer die selben Nasen, was dem Laden schnell als “Trinker-Heim” aussehen lässt. In der Eisdiele wurde ich bereits schon verjagt, weil ich mein Eis an der Theke geholt habe und dann die Dreistigkeit besaß, mich auf einen der Unzählig freien Plätze niederzulassen. (es könnte ja ein Buss voll Leute plötzlich kommen) – Für Touristen bietet der Platz auch nix, außer vielleicht noch die Erhard-Statue.
      Bin gespannt, wie es mit dem Maximilian weitergeht und ob dadurch dann evtl. auch das neue Gmunder Dorfzentrum davon profitiert?
      Wollen wir das beste hoffen. Das mit dem Dorfladen tut mir echt leid, aber ich bin nach ein paar Anläufen selbst auch nicht mehr rein, muss ich gestehen, weil ich oft nicht das bekommen habe, was ich gerade gebraucht hab. Dann war doch wieder der Dürnbacher Dorfplatz meine Anlaufstelle. Mit zwei Supermärkten zieht der schon ganz schön Kaufkraft ab.

      • Sportler

        Stimmt auch wieder. Die Architektur hat aber sicher auch ihren Anteil an der schlechten Stimmung derer, die dort arbeiten müssen. Was mich bei dem Areal schon immer gewundert hat: Wieso liegt eigentlich der Garten des Café Wagner (mit dem besten Kuchen im ganzen Tal) ausgerechnet auf der Nordostseite zur Schattenseite des Hauses und zur Hauptverkehrsstraße hin, während die Autos auf der ruhigen Südwestseite parken, wo man im schönsten Kaffeehausgarten ruhig in der Sonne sitzen könnte, wenn man das Haus nur spiegelverkehrt gebaut hätte ? Genau so ist es auch mit dieser Füßgängerzone. Ein Schlauch, der die sonnige Südseite komplett dicht macht, anstatt die Aussicht auf die Mangfall gestalterisch zu nutzen. Früher haben sich die Architekten an solch einfachen Dingen doch auch ganz selbstverständlich orientiert.

  • Stummer Schrei

    Wieso können, der BR zeigt es immer wieder, im Allgäu solche Läden überleben und rentieren sich und bei uns nicht. Sagt mir bitte keiner, dass die schlauer sind als wir.