Samstag, 19. April 2014

Platz 3 - 4.353 mal gelesen

Top-3-Artikel des Jahres: Gymnasium untersagt Verkauf von Abiturzeitung

Auch in diesem Jahr geben wir wieder einen R├╝ckblick auf die drei meistgelesenen Tegernseer-Stimme-Artikel der vergangenen zw├Âlf Monate. Heute die Nummer Drei mit einem Thema, das am Ende f├╝r viel Aufregung, aber keine echten Erkenntnisse gesorgt hat.

Der Artikel ├╝ber das Missverst├Ąndnis zwischen der Schulleitung des Tegernseer Gymnasiums und einigen Sch├╝lern des Abiturjahrgangs um Abizeitungs-Herausgeber Wolf Weimer Ende Juni wurde in den letzten sechs Monaten insgesamt 4.353 Mal gelesen.

Der “Eklat” d├Ąmpfte zuerst die Stimmung auf dem Abiball, sorgt aber mittlerweile eher f├╝r Kopfsch├╝tteln, und das auch bei Lehrern des Gymnasiums. Lesenswert ist der Artikel aber allemal. Vor allem weil man sieht, wie schnell Situationen – zum Schaden aller – eskalieren k├Ânnen.

Artikel vom 28. Juni 2012
Nicht nur am Gymnasium in Tegernsee hat es eine lange Tradition, dass der Abiturjahrgang eine Zeitung mit Geschichten ├╝ber Sch├╝ler, Kurse, aber auch zu Lehrern herausgibt.

Ein Novum ist allerdings, dass die Abiturzeitung in Tegernsee unzensiert in den Umlauf ger├Ąt. Die Herausgeber hatten die fast 400 Seiten umfassende Zeitung gedruckt, ehe sie gr├╝nes Licht von der Schulleitung bekamen. Mitabgedruckt ist daher auch ein Gedicht, das nicht nur f├╝r Autoren, sondern auch f├╝r die Herausgeber um Wolf Weimer Konsequenzen haben wird.

Direktor Werner Oberholzner ist nicht angetan von der Kritik an seinen Lehrern.

Direktor Werner Oberholzner tut sich schwer mit der Form der Kritik an seinen Kollegen.

500 Exemplare der Abiturzeitung hat die Oberstufe in Auftrag gegeben, um diese am Dienstag w├Ąhrend des Abiturstreichs f├╝r f├╝nf Euro im Pausenhof der Schule zu verkaufen. Als der Direktor der Schule, Werner Oberholzner, davon erfuhr, dass die Zeitung eins zu eins in der urspr├╝nglich nach Pfingsten bei ihm eingereichten Fassung verkauft wird, untersagte er kurzerhand den Verkauf.

Mit einer Lautsprecherdurchsage von der B├╝hne herab informierte er die feiernden Sch├╝ler. “Wir haben hier vom Hausrecht der Schule Gebrauch gemacht”, erkl├Ąrt Oberholzner auf Nachfrage.

350 Exemplare im Umlauf

“Der Verkauf wurde dann auch umgehend eingestellt”, berichtet der Direktor. Insgesamt sind laut Aussagen der drei Herausgeber Max Apel, Wolf Weimer und Sebastian Bertele 350 St├╝ck in Umlauf gekommen.

Die Sch├╝ler ├Ąrgert jedoch vor allem die Konfiszierung der ├╝brigen Exemplare:

Einige Lehrer haben die Pakete mit den Sch├╝lerzeitungen einfach aus einem Sch├╝lerauto herausgeholt und weggesperrt. Herausgeben m├Âchte die Schule sie nur, wenn wir die kritischen Stellen mit Edding ├╝berschreiben.

Werner Oberholzner lie├č diese Aktion zum Schutz der in den Artikeln beleidigten Lehrer durchf├╝hren, auch wenn ihm durchaus bewusst war, dass die Unterlagen Eigentum der Q12 sind. Er wies allerdings daraufhin, dass die Exemplare jederzeit abgeholt werden k├Ânnten, sofern die entscheidenden Passagen geschw├Ąrzt w├╝rden.

Keine Zeugnisse bei Abiball

So oder so ist der Direktor derzeit “nicht wirklich gut gelaunt”. Der Stress der letzten Wochen sei durch die Aktion der Sch├╝ler nur noch gr├Â├čer geworden. Im Laufe des Mittwochvormittags musste eine Lehrerkonferenz einberufen werden. Beschlossen wurde dort unter anderem, dass den Herausgebern als auch den Autoren des Gedichts ihre Zeugnisse nicht im Rahmen des Abiturballs am Freitag in der Hanns-Seidel-Stifung in Kreuth ├╝bergeben werden. Die f├╝nf m├╝ssten diese pers├Ânlich an der Schule abholen.

Au├čerdem will Oberholzner in seiner Festrede auf die j├╝ngsten Vorf├Ąlle eingehen. Die Hochschulreife, die man durch das Abitur erlangt, gehe laut Oberholzner hier eben nicht mit der pers├Ânlichen Reife einher. Dar├╝ber hinaus rechnet Oberholzner damit, dass viele Mitglieder des Lehrk├Ârpers – als Reaktion auf die Vorkommnisse – nicht am Abiball teilnehmen werden.

Wolf Weimer, einer der drei Herausgeber der aktuellen Abizeitung

Die betroffenen Sch├╝ler bezeichnen die Situation als sehr unangenehm: “Wir hatten den Artikel im Redaktionsteam aufgrund des Abistresses nicht gelesen. So ist der irgendwie reingerutscht”, sagt Wolf Weimer im Gespr├Ąch. Am gestrigen Mittwoch habe es dar├╝ber hinaus bereits ein Entschuldigungstreffen gegeben. Auf einem Plakat im Eingangsbereich des Gymnasiums steht: “Manche Dinge, die geschrieben wurden, bereut man. Deswegen entschuldigen wir uns. Die Q12″

Hassartikel sprengt Grenzen

Vor allem ein spezieller Artikel, der sich sehr pers├Ânlich gegen eine Lehrkraft richtet, ist es, der die Gem├╝ter bewegt. “Du hast ne Meise”, “von Ihrer Dummheit erschlagen” oder “wenn Sie eines konnten, dann Schei├če erz├Ąhlen”, sind nur einige der Passagen, die deutlich unter die G├╝rtellinie gehen. F├╝r Oberholzner ein Hassartikel, der die Grenzen annehmbarer Kritik sprengt. “Hier geht es um eine durchgehende Beschimpfung der Lehrkraft”, so das Urteil des Schulleiters, der allerdings auch weitere Passagen der Abiturzeitung kritisch sieht.

In den n├Ąchsten Tagen soll nun versucht werden, so viele Abiturzeitungen wie m├Âglich wieder zur├╝ckzubekommen. Die kritischen Textpassagen sollen geschw├Ąrzt oder die entsprechenden Seiten zusammengeklebt werden. Damit will man den Schaden vonseiten der Schule wie auch der Sch├╝ler, zumindest so weit es geht, wieder “reparieren”.

Wie sich jedoch die im speziellen Gedicht angegangene Lehrkraft verhalten wird, kann der Schulleiter nicht beurteilen und schlie├čt rechtlich Konsequenzen wegen ├╝bler Nachrede nicht aus. “Dies ist Sache der betroffenen Privatperson. Wenn ich das allerdings lese und einem Rechtsanwalt zeige, ist die M├Âglichkeit von rechtlichen Konsequenzen durchaus gegeben”, so der Rektor. Alle drei Herausgeber wie auch die eigentlichen Verfasser seien alt genug, um zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Abiturzeitung formell sehr gut gelungen

Abgesehen von den unzensierten Inhalten h├Ąlt Oberholzner die Abiturzeitung formell f├╝r “sehr gelungen”. Das Layout, der ungew├Âhnlich gro├če Umfang, der Satz und insgesamt die Gestaltung seien in dieser Form “noch nie dagewesen”.

Allerdings sei es auch noch nie vorgekommen, dass die Abiturzeitung gedruckt wurde, ohne vorher “zensieren” zu k├Ânnen. “Das ist ein bis dato noch nie dagewesenes Kaliber”, meint Oberholzner, dessen Mitleid sich gegen├╝ber den Autoren und Herausgebern “in Grenzen h├Ąlt”.

Wie es nun konkret weitergehen wird, steht derzeit noch nicht fest. Sicher ist allerdings, dass die Verfasser des Artikels vom Abiturball in Kreuth ausgeschlossen sind. So zumindest das Ergebnis der gestrigen Konferenz.

Moderation von Kommentaren

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  • Martin

    Sie sind 17 oder 18 Jahre alt. Sie scheinen einen Fehler gemacht zu haben. Und ja, etwas mehr Reife kann man erwarten. Sie haben um Entschuldigung gebeten. Und dennoch eskaliert die Situation. Wie gross muss der Stress dieser P├Ądagogen sein, der so eine ├╝berzogene und hochemotionale Reaktion hervorruft? Zeugnisse nicht ueberreichen? Hefte einsammeln? Mit dem Rechtsanwalt drohen? Wie verbohrt, rachsuechtig und auf Vergeltung sinnend, muss ein Paedagoge sein? Statt souveraen zu sein und der fuer alle Beteiligten schwierigen Situation die heisse Luft heraus zu lassen, schuert man weiter. Kein Mensch muss sich beleidigen lassen. Aber wenn junge Menschen etwas von uns Erwachsenen vorgelebt bekommen sollten, dann doch souveraenes Herausfuehren aus einem Fehler. Der Lehrkoerper inkl. oberster Lehrkoerper sollten die kurze Zeit der Sommerferien nutzen, um zukuenftige Konflikte besser zu managen. Sonst droht die Nachpruefung…

    • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

      Die Reaktion ist sicherlich ├╝berzogen und l├Ąsst eine gewisse Souver├Ąnit├Ąt vermissen. Auf der anderen Seite sollte den Autoren bewusst sein, dass Worte wirken k├Ânnen. Die Lehrerin wird keine allzu gute Zeit haben, und man kann nachvollziehen, dass die Lehrer sich nicht alles gefallen lassen wollen.

      M├Âglicherweise w├Ąre durch eine bessere Vorabkorrektur das Gedicht gar nicht erst in die Zeitung gekommen. Doch bei knapp 400 Seiten kann das mal passieren. Vertrackte Situation. Im Endeffekt kann man das Geschehene auch nicht mehr R├╝ckg├Ąngig machen.

  • Hans

    Deeskalation statt Eskalation w├Ąre die richtige Methode gewesen, um so einer Situation gerecht zu werden. Leider hat der Direktor dieses Motiv der ├ľffentlichkeitsarbeit nicht begriffen, sodass der Ruf der eigenen Schule in Gefahr ist. Die betroffenen Sch├╝ler scheinen alles, was das Entschuldigungsrepertoire hergibt, ausgesch├Âpft zu haben. Aber wozu entschuldigt man sich, wenn niemand die Entschuldigung annimmt? Schade ist au├čerdem, dass der Direktor seinen eigenen Fehler, welcher ein erheblicher ist, nicht akzeptiert bzw. einsieht.

  • ehemaliger Sch├╝ler

    Oh je!!! Die Sache ist kompliziert und hat mehrere SeitenÔÇŽ.
    Ich war selbst Sch├╝ler am Gymnasium und bin mit der Organisation vertraut gewesen…..
    Die Schule r├╝hmt sich gerne mit den tollen Events um das Abi herum, aber dass allein die Sch├╝ler dies alles ohne die Hilfe der Schule organisieren, wird dabei nicht erw├Ąhnt. Das sind Abiball, Abistreich, Abiumzug, Abiparty und die komplette Abizeitung. Dabei werden mit 4 bis 5-stelligen Geldbetr├Ągen hantiert, die in diesen jungen Jahren sicherlich sehr sehr sehr viel Verantwortungsgef├╝hl erfordern und somit gro├če Aufgabenfelder f├╝r SCH├ťLER (wir reden hier von jungen Erwachsenen) sind.

    Sicherlich sollte eine gewisse Reife Voraussetzung sein und Beschimpfungen bringen niemanden weiter….aber ich kann nur selbst sagen, dass es in jedem Jahr Zensuren gibt, sogar wenn es konstruktive Kritik und die ehrliche und unverbl├╝mte Wahrheit in Artikeln steht(ohne Schimpfw├Ârter etc…). Die Abizeitung soll und ist KEINE Abrechnung – so wie es oftmals von den Lehrern gesehen wird – aber sie ist Kritik oder Lob der Sch├╝ler an die Lehrer und soll helfen, den Lehrern die Augen zu ├Âffnen, damit sie es bei den folgenden Jahrg├Ąngen besser machen k├Ânnen.
    An dem Geschriebenen ist immer etwas Wahres dran und ich kann nur selbst best├Ątigen, dass die ein oder andere Lehrkraft mit einem anderem Beruf besser gesegnet w├ĄreÔÇŽ..und schlie├člich geht es um die Bildung unserer Kinder und die ist sehr sehr wichtig!!!

    Den Abiball zu boykottieren oder Sch├╝ler auszuschlie├čen, davon halte ich nichts, denn vor allem ist das ein Event, das allein die Sch├╝ler organisieren und daher auch diese entscheiden d├╝rfen, wer da ist und wer nicht!!! Aber es war sicherlich ein Kompromiss, den die Sch├╝ler eingehen musstenÔÇŽ.

  • sch├╝ler

    Also mal ganz ehrlich! ich kenne den besagten Artikel und er ist wirklich nicht in ordnung! der grenzt an niveulosigkeit.ABER deswegen so einen wind zu machen und das ganze so gro├č aufzuziehen ist wirklich ├╝bertrieben!und mal gabz ehrlich: die lehrerin wird schon ihren teil dazu beigetragen haben es geh├Âren immer zwei zu einem streit!!!

  • Ex-Tegernseer

    Das mit der mangelnden Reife ist kein Wunder, mit dem G8 wird heutzutage ja teilweise mit 17 abi gemacht. Mit dem ganzen zus├Ątzlichen Stoff, Nachhilfe und ab der 5. regelm├Ą├čig langen Unterrichtszeiten bleibt nun mal wenig Raum um zu reifen.
    Kindische Aktion, die meiner Meinung nach zu einem Teil auch unser Bildungssystem zu verantworten hat.
    Richtige Reaktion w├Ąre es gewesen die Abschnitte schw├Ąrzen zu lassen. Damit w├Ąre die Sache dann erledigt und vom Tisch gewesen, ohne 17-18 j├Ąhrigen Kindern ihren Spa├č und den entsprechenden Austritt aus ihrer Schulzeit vorenthalten zu m├╝ssen.

  • Kenner

    Dies war bei weitem nicht die letzte peinliche Episode, die wir unter dieser Leitung im Gymnasium Tegernsee erleben werden.

    Anmerkung der Redaktion: Pers├Ânlich diffamierende Stellen mussten wir l├Âschen. Auch wenn der Name der betreffenden Person nicht genannt wird, so wei├č man wer gemeint ist. Nur sachliche Argumente bringen die Diskussion weiter. Danke f├╝r das Verst├Ąndnis.

    • Kenner

      Die Frage ist, wo die Grenze zwischen pers├Ânlicher Diffamierung und der Feststellung von Tatsachen liegt. Und dass in diesem Fall- wie auch schon fr├╝her – eine kompetente F├╝hrung anders aussieht, d├╝rfte nicht diffamierend, sondern offensichtlich sein.

  • wellness

    @ ex-Tegernseer: Interessantes Statement. Ich nehme an, Sie sind dann konsequenterweise auch f├╝r die Heraufsetzung des Wahlalters auf 21, ebenso das Mindestalter f├╝r den F├╝hrerschein, etc., um die “Kinder” nicht unzumutbaren , sprich ihrer mangelnden Reife nicht angemessenen Entscheidungen auszusetzen? Und Sie verteufeln Vorschl├Ąge einiger Bundesl├Ąnder im hohen Norden, die das Wahlalter sogar auf 16 herabsetzen wollen? Ansonsten wissen ja nur wir Deutsche, was gut ist f├╝r die “Kinder”, w├Ąhrend der Rest der Welt sie schon in viel zu jungen Jahren zwingt, sich mit dem Ernst des Lebens auseinanderzusetzen anstatt sie noch chillen zu lassen. Und wir haben auch die ├Âkonomischen Ressourcen f├╝r diesen Luxus – noch jedenfalls…………………! Was den Ausgangsbeitrag angeht, so stimme ich den Vorrednern zu, dass in so einer verfahrenen Situation Deeskalation das einzig probate Mittel gewesen w├Ąre. Schade, dass die P├Ądagogen es vers├Ąumt haben, hier mit gutem Beispiel voranzugehen. Von Sch├╝lern mehr als von sich selbst zu erwarten ( Umgang mit eigenen Fehlern, die Menschen nun einmal immer wieder machen ), ist eigentlich eine p├Ądagogische Bankrotterkl├Ąrung.

  • Thomas

    Artikel 5 GG

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu ├Ąu├čern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug├Ąnglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew├Ąhrleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der pers├Ânlichen Ehre.

    Im Fall des wohl eindeutig beleidigenden Artikels kommt Absatz 2 ins Spiel. Hier ist wohl eindeutig der Autor der Zeilen in der Pflicht, wobei es wohl besser w├Ąre das G├╝tlich zu einigen. Ein offener Brief mit klarer Entschuldigung w├Ąre wohl das Mindeste.

    Vom Einziehen der Zeitung und gar einem Verkaufsverbot halte ich gar nichts. Zumal das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, und dieses Handeln mehr Leute auf den Artikel hinweist als ihn je gelesen h├Ątten. Der Streisand-Effekt l├Ąsst gr├╝├čen. Dem Herausgeber zu drohen ist Bl├Âdsinn, weil sich ein Herausgeber nicht automatisch die abgedruckte Meinung zu eigen macht.

    Die Zensur von sachlicher Kritik, welche dem Lehrk├Ârper nicht passt, halte ich hingegen f├╝r v├Âllig ├ťberzogen und mit den Grundrechten nicht vereinbar.

  • Done

    Der Autor des Gedichts muss sich doch im Klaren gewesen sein, was er mit seinen Versen anrichtet. Eine Person ├Âffentlich zu beleidigen, und sich dann aufregen, wenn das zu Konsequenzen f├╝hrt scheint mir schon ein wenig naiv.

  • Tegernseer

    Ich denke uns allen ist klar, dass dieser Artikel ├╝berzogen und unter der G├╝rtellinie ist. Was mir an diesen Artikel (Tegernseer Stimme) nicht gef├Ąllt ist, dass nicht daraus hervor geht das der Direktor, der jetzt so scharf und v├Âllig ├╝bertrieben austeilt selbst Mitschuld hat. Sowie ich das mitbekommen habe (und ich kenne alle beteiligten pers├Ânlich) haben die Sch├╝ler alles getan was sie tun k├Ânnen. Jetzt die 3 engagierten Herausgeber, an den Pranger zu stellen da sie eine Textpassage ├╝bersehen haben ist schlichtweg ├╝bertrieben. Man muss sehen, dass die Herausgeber alles (nat├╝rlich freiwillig!) zu einer Zeit gemacht haben wo sie total im Abistress waren!
    Lieber Herr Oberholzener: Es sollte auch in ihrem Interesse sein die Sache du deeskalieren sowie es die Sch├╝ler vorgemacht haben.

    • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

      Der Beitrag wurde bewusst objektiv verfasst. Dar├╝berhinaus denken wir, dass durch das Hervorheben der beiden Zitate von Wolf Weimer die auf Seiten der Schule gemachten Fehler ebenfalls klar geworden sind.

  • grade-am-tegernseer-gymi

    Sicherlich war der Artikel falsch und beleidigend!
    Aber trotzdem die abiturienten haben sich viel M├╝he gemacht und hatten viel Stress au├čerdem stimmt es soviel ich wei├č, dass der Direktor sich mit der Zensur viel Zeit gelassen hat und das Geldrisiko einfach zu gro├č war!

  • Ex

    Das die Schulleitung nicht deeskaliert war jedem, der die Herren kennt, von Anfang an klar. Was ich am dramatischsten finde, sind die Lehrer, die jetzt tats├Ąchlich in guter, alter Sippenhaftmanier eine Kollektivschuld sehen, den Abiball boykottieren und den 95% der Abiturienten, die mit der ganzen Sache rein gar nichts zu tun haben, den Spa├č versauen.
    Reife Leistung, ein bisschen peinlich, aber daf├╝r eindeutig Studienratniveau!

  • ehemaliger sch├╝ler

    Leider, so muss ich sagen, erf├╝llt es mich im r├╝ckblick auf meine ehemalige schule mit einiger fassungslosigkeit und auch trauer, dass es so zu sein scheint, dass durch eine zunehmende verh├Ąrtung der “fronten” zwischen sch├╝lern und lehrern situationen wie diese ├╝berhaupt m├Âglich sind. Die Zeiten scheinen sich da leider zu ├Ąndern. Da ich selbst zu meiner zeit an der herausgabe der abizeitung beteiligt war, kann ich mich noch sehr gut an die Organisation und Herausgabe der selbigen erinnern. Besonders da├╝ber, dass die Abizeitung zur “Zensur” beim Direktor vorgelegt werden muss. Zensur ist vielleicht ein unzureichender Begriff, erinnert er doch an Unterdr├╝ckung und an Rebellion. Wir verstanden unsere Abizeitung nicht als Generalabrechnung mit dem Lehrk├Ârper, sondern als eine Art R├╝ckblick auf die bis dato pr├Ągenste Zeit unseres Lebens. Das kann Lob sein; das kann aber auch Kritik sein und das ist absolut in Ordnung. Auch wenn einige Leher bei uns heftigsten Einspruch erhoben und auch von der sogenannten “p├Ądagogischen” Seite nicht immer ganz sachlich argumentiert wurde, durfte unsere Zeitung nach Korrekturlesung beinahe ohne Ausbesserung gedruckt werden. Hier sieht man nat├╝rlich einerseits, dass die Wahl des richtigen Tones zweifellos eine Schl├╝sselrolle spielt, die jedoch Abiturienten auch im G8 zuzumuten ist, und andererseits die doch teils apotheotische Selbst├╝berh├Âhung, wie sie von manchen P├Ądagogen am Gymnasium Tegenrsee betrieben wird. Die Bem├╝hung das eigene Handeln in einer elit├Ąren Selbst├╝berhohung jeglicher Kritik als unw├╝rdig zu betrachen, ist leider eine Praxis, die ich bereits zu meinen Zeiten als aktiver Sch├╝ler mit Bedauern aufgefasst habe.
    Dass die Wucht mit der die immer weiter diffundierenden Seiten aufeinanderprallen, ist Gift f├╝r ein Schulklima, in dem sich nicht nur Lehrer, sondern auch Sch├╝ler wohlf├╝hlen k├Ânnen.
    Ich empfehle daher dringend beiden Seiten sich den Spiegel vorzuhalten und anschlie├čend ein konstruktives Gespr├Ąch zu f├╝hren, die Sache, wie bereits von einigen Vorrednern gefordert, zu deeskalieren. Den Lehrern w├╝rde ich raten, den Abiturball dennoch zu besuchen, denn die Nachfolgejahrg├Ąnge stehen bereits in den Startl├Âchern in einem Akt sinnloser Vergeltung die n├Ąchste Zeitung zu drucken.
    Den sch├╝lern w├╝rde ich raten, den gesunden Menschenverstand trotz Lernstress’ nicht g├Ąnzlich auszuschalten und den Lehrer gegen├╝ber als Mensch zu betrachen, der genau wie ein jeder solcher Sch├Ąchen hat und darf. Damit umzugehen und zwar konstruktiv sollte einem ein Anliegen sein!

  • Steffi vom Nordufer

    Wie naiv kann man sein?
    Wissentlich ein Druckerzeugnis mit heiklem Inhalt unzensiert in den Druck zu geben, das ist zumindest grobe Fahrl├Ąssigkeit.
    Vielleicht haben die Herausgeber auch einfach nur zu hoch gepokert: w├Ąre das Druckerzeignis durchgegangen, w├Ąren sie und ihre Klasse die Helden und h├Ątten sich f├╝r eine lange Zeit in den Annalen der Schule verewigt.
    Aber um Nachahmern direkt den Wind aus den Segeln zu nehmen, musste die Schule reagieren.

    Wie manÔÇÖs dreht und wendet: eigentlich nur Verlierer.

    Die Herausgeber: am hei├čen Eisen verbrannt.
    Der Direktor: durch seine Lethargie hat er das alles erst erm├Âglicht.
    Die Lehrerin: der Stein des Ansto├čes.
    Die unschuldigen Abiturienten: ÔÇ×m├╝ssenÔÇť den Abiball ohne Lehrer feiern.

    Der einzige Gewinner: der Tegernseer Boulevardjournalismus, der ├ľl ins Feuer gie├čt :D

    • Thomas

      “Wissentlich ein Druckerzeugnis mit heiklem Inhalt unzensiert in den Druck zu geben, das ist zumindest grobe Fahrl├Ąssigkeit.”

      … Ja, Zensur ist was tolles, das lernt man schon auf dem Gymnasium … *facepalm*

      • Ralf H.

        Gibt’s hier Sammelpunkte f├╝r Postings?

    • Schorsch

      Steffi, dein letzter Satz trifft den Nagel auf den Kopf !

  • Wie lange noch?

    Ein weiteres Beispiel des meist katastrophalen Krisenmanagements der Schulleitung. Nach welchen Kriterien wird eigentlich festgelegt, ob jemand geeignet ist, einen Betrieb mit 100 Mitarbeitern und 1000 “Kunden” zu leiten?

  • ehemalige Sch├╝lerin

    Meiner Meinung nach musste die Schulleitung darauf reagieren. Auch mit drastischen Mitteln. Der Artikel ist echt unter der G├╝rtellinie und ich k├Ânnte die besagte Lehrkraft auch sehr gut verstehen, wenn sie die Sch├╝ler anzeigen w├╝rde. Sie wurde pers├Ânlich massiv angegriffen, was nicht der Sinn eines Abiartikels ist. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass eher die Verfasser des Artikels bestraft werden sollten. Klar hatten die Herausgeber eine Verantwortung und h├Ątten alles durchlesen m├╝ssen, aber solche Fehler d├╝rfen noch passieren (im Gegensatz zu dem der Verfasser) und sie hatten bestimmt auch mit den meisten Stre├č von allen Abiturienten. Ich finde es sehr schade f├╝r die drei Herausgeber, dass sie nicht zu ihrem Abiball d├╝rfen, da dieser ein sehr sch├Âner Abschluss der Schullaufbahn ist. Wie gesagt, von diesem sollten eher die Verfasser ausgeschlossen werden. Ihr Artikel zeigt, dass sie vielleicht doch noch nicht reif genug sind. Ein weiteres Jahr, v.a. auch Deutschunterricht (der Artikel ist sprachlich auch nicht besonders gut gelungen) h├Ątte ihnen sicher nicht geschadet.

  • hinundweg

    Die ” Kinder ” sollen halt einfach Ihr Abi machen und den ganzen Kinderkram nebst Umzug sein lassen.

    • Tegernseegeplagte Mutter

      warst wohl selber nie jung?? Traurig!

    • hirsch

      ich kenn keinen sch├╝ler der wegen ner beleidigung ne anzeige macht, aber die achso “erwachsenen” Lehrer k├Ânnen nat├╝rlich sowas unter keinen umst├Ąnden ertragen,
      als ob sowas eindruck macht, konter intelligent und der lehrer is der held der geschichte

      und @hinundweg
      was is falsch daran sich an ne pr├Ągende zeit ne erinnerung zu schaffen und zu feiern dass man ne herausforderung bestanden hat ???

  • Markus Plail

    Auch ich war damals (1998) einer der Herausgeber der Abizeitung und kann da die Herausgeber nicht so ganz verstehen. Wir haben damals auch nicht die ganze Abizeitung zur “Zensur” vorgelegt, sondern die Artikel herausgegriffen, die “kritisch” waren. Dann bekommt man dazu auch zeitnah Feedback.
    Das Reinrutschen erscheint mir auch etwas komisch. Man kennt ja seine Pappenheimer (sowohl Lehrer als auch Mitsch├╝ler) und wei├č wo es “kritisch” werden kann.
    Dass das Krisenmanagement da nicht optimal war ist eine andere Sache und auch ├╝ber die Konsequenzen kann man streiten, aber als Herausgeber ist man nun mal f├╝r den Inhalt (mit)verantwortlich.
    Und wenn ich nicht die Zeit habe alles durchzusehen, dann muss ich es halt weglassen.
    Aber traurig ist es in jedem Fall, dass es zu so einer Eskalation kommen kann. Da k├Ânnen wir echt froh sein damals ein super Verh├Ąltnis zur Schulleitung gehabt zu haben :-)

  • sooffy

    Die Lehrer von Tegernsee machen irgendwie immer so dumme Aktionen, dass es der Sau graust. Komische Machtspielchen um ihren Frust zu kompensieren. Aber (xxx)… wenn einer nicht f├╝r eine solche F├╝hrungsposition geeignet ist, dann ist es (xxx).
    Zudem ist der Artikel sehr parteiisch. Die Lehrer haben geklaut, gehts noch.

    Anmerkung der Redaktion: Pers├Ânlich diffamierende Stellen mussten wir l├Âschen. Sachliche Argumente bringen die Diskussion weiter. Danke f├╝r das Verst├Ąndnis.

  • Sch├╝ler

    Um das mal klar zustellen: Niemand hat je mit einer Anzeige gedroht, die betroffene Lehrkraft hat das selbst zu entscheiden. Und vielleicht hat die Schule nicht alles richtig gemacht, aber die Hauptschuld tr├Ągt auf jeden Fall die Autoren, f├╝r einen Artikel der keine Kritik an der Lehrkraft oder dem Unterricht darstellt, sondern ausschlie├člich eine v├Âllig geschmacklose Beleidigung ist. Der Ausma├č der Beleidigung ist aus dem Artikel oben gar nicht herauszulesen. Au├čerdem tragen die Heruasgeber auch eine Schuld, da sie dem Direktor die Zeitung erst zur Zensur vorgelegt haben als diese sich schon im Druck befand.

    • Ex-Sch├╝ler

      Angeblich lag die Zeitung der Schulleitung doch eine Woche lang vor – dann am Verkaufstag pl├Âtzlich panischen Aktionismus zu zeigen ist doch ziemlich daneben. Unbestritten ist der Artikel untragbar – sowas hat es aber immer wieder mal gegeben, wurde bisher aber immer im Vorfeld gekl├Ąrt. Schw├Ąrzen h├Ątte man auch in der Nacht vorher noch k├Ânnen. Also entweder die Aussage mit der Woche stimmt nicht oder die Schulleitung hat mal wieder total versagt.

      • Sepp Huber

        F├╝r ein 400 Seiten starkes Werk ist eine Woche aber nicht unbedingt viel Zeit – zumal ein Schulleiter w├Ąhrend der Abiturzeit evtl. auch noch was anderes zu tun hat, als eine Abizeitung zu redigieren…

        • Ex-Sch├╝ler

          Dann muss er halt deligieren – bei 70 Lehrern wird sich doch wohl einer finden, der in einer Woche 400 Seiten lesen kann. Und nicht alle Lehrer haben mit dem Abitur zu tun.

  • ehe. Sch├╝ler

    Warum geht es immer nur um die Sch├╝ler und Herausgeber der Abizeitung ? Die Lehrerin sollte sich doch mal Gedanken machen… Warum!!!

  • Tegernseegeplagte Mutter

    Es ist schon ein Trauerspiel, dennoch Tradition an diesem Gymnasium, wie erwachsene P├Ądagogen es den Sch├╝lern nicht zutrauen Fehler zu machen… Wie w├Ąre es, wenn P├Ądagogen ihren Sch├╝lern mit vorbildlicher Reife vorausgehen? Aber NEIN! Ein Versto├č muss geahndet werden! F├╝r was denn, bitte sch├Ân? K├Ânnen erwachsene P├Ądagogen nicht ├╝ber einem solchen Sch├╝lerstreich stehen? Und vielleicht mit ein bi├čchen weniger Angst und mehr R├╝ckgrad zu sich selber stehen?

    Es scheint, da├č es in Tegernsee immer einen B├ľSEN BUBEN geben mu├č, um vom Mi├čstand in den P├Ądagogischen Reihen abzulenken! Kehrt doch erst mal vor der eigenen T├╝r!

    Oder wie es so sch├Ân in der Bibel steht (wir sind doch katholisch, oder?): der, der ohne S├╝nde werfe den ersten Stein!!

    Lauter Heilige also im Gymnasium Tegernsee? Oder doch Scheinheilige??

    mit sehr bedauernden Gr├╝├čen f├╝r die Unreife der P├Ądagogischen Leitung an dieser Schule

    eine Tegernseegeplagte Mutter

    • Kenner

      Nicht dass ich die Leitung des Gymnasiums f├╝r irgendetwas in Schutz nehmen w├╝rde, aber ein f├╝r alle mal: Das Ding hei├čt R├ťCKGRAT!!

      Bei allen Vorw├╝rfen – Bildung vermitteln schafft das Gymnasium Tegernsee, Rechtschreibung und Grammatik schaffen dagegen hier bei weitem nicht alle Kommentatoren.

      • Tegernseegeplagte Mutter

        Tja, das hab ich neben Krisenmanagement am gymnasium tegernsee nicht gelernt ;-)

        Just a joke!

  • EX-Vater

    das ganze erinnert irgendwie an die Hetzaktion vor ein paar Jahren…wie hie├č der 10 Millionen Geldgeber noch…? Ah ja der war Nationalsozialist oder so was…nicht wahr? Er h├Ątte sich in guter Gesellschaft wiedergefunden…Traurig diese Hetzkampagne gegen ein paar harmlose Sch├╝ler!

    offene Meinungs├Ąu├čerung ist an dieser Schule nicht erw├╝nscht, oder wie soll dieses Spektakel interpretiert werden?
    Hat irgendjemand schon an die gro├če Glocke geh├Ąngt, da├č die Schulleitung Mitverantwortung tr├Ągt?

    Nein?

    Wie bei kleinen Kindern wird der, der am lautesten heult erst mal getr├Âstet! und das sind hier keine Kinder, sondern Erwachsene P├Ądagogen!

    Hat einer sich schon mal Gedanken gemacht wie sich die betroffene Lehrerin f├╝hlen mu├č, die sich gar nicht erst selbst wehren durfte? Wie peinlich betroffen mu├č die arme Frau sein! zuerst von Sch├╝lern verspottet und dann vom Kollegium und der Schulleitung entm├╝ndigt zu werden.

    Gut gemacht liebe Kollegen!

    • hirsch

      alle jahre wieder ……

  • http://rheinneckarblog.de Hardy Prothmann

    Guten Tag!

    Leider ist der Artikel etwas durcheinander und zeigt nicht wirklich die Konfliktlinien auf.

    Die gibt es sicherlich – und es gibt viel zu kl├Ąren.

    Ganz klar ist jedoch auch, dass Lehrer ganz sicher nicht Zeitungen, auch keine Abi-Zeitungen konfeszionieren d├╝rfen. Ganz klar ist auch, dass sich der Rektor rechtswidrig verh├Ąlt, wenn er diese unrechtm├Ą├čig “eingesammelten” Zeitungen nicht herausgibt. Ganz klar verst├Â├čt der Rektor gegen Artikel 5 Grundgesetz: Eine Zensur findet nicht statt.

    Ganz klar haben alle Beteiligten das Recht, ihre Rechte einzuklagen.

    Was f├╝r eine Farce. Sie zeigt einmal mehr die unfassbaren Zust├Ąnde in deutschen Lehrerkollegien.

    Herr Rektor, Ihr Lehrer – nehmt den Rechtsweg und ma├čt Euch nicht eigenes Recht an. Dann m├╝sst Ihr aber auch bereit sein, dass in Verhandlungen viele Dinge zur Sprache kommen, die vielleicht nicht genehm sind.

    Aber vielleicht geht es nur darum, genau das zu verhindern.

    Wenn es nicht darum geht, sondern anma├čende Sch├╝ler entsprechend zu ma├čregeln, ist das auch in Ordnung, wenn diese Sch├╝ler Grenzen ├╝berschritten haben sollten. Dann muss man ihnen als letztem Auftrag zeigen, dass es so nicht geht.

    Wir sind gespannt, wie die Story weitergeht.

  • Ein Vater

    Die Sache hat nur einen positiven Aspekt: die ├ľffentlichkeit bekommt mal wieder mit, welches Klima an dieser Schule herrscht. Leider ist die Sache ja nur die Spitze des Eisbergs.Meiner Meinung nacht liegt die Verantwortung f├╝r die Verh├Ąltnisse bei der (vorsichtig ausgedr├╝ckt) ├╝berforderten Schulleitung. Als ehemaliger Sch├╝ler und inzwischen Vater zweier Sch├╝ler tut es mir in der Seele weh, was aus dem Tegernseer Gymnasium geworden ist. Die Mauern stehen noch, sind aber leider nur noch blo├če H├╝lle.

  • Paul

    Ich pack es nicht!

    Ja muss sich denn ein Lehrer heutzutage alles bieten lassen und Verst├Ąndnis aufbringen? Beleidigung, Diffamierung Rufmord?

    Mich w├╝rde mal interessieren was los w├Ąre wenn ein Lehrer nur in Ans├Ątzen so ├╝ber einen Sch├╝ler schreiben w├╝rde.

    Zurzeit l├Ąuft die Fu├čballeuropameisterschaft. In jeder Fernseh├╝bertragung wird mehrfach ein Trailer gezeigt der sich mit Respekt befasst, und diesen Respekt vermisse ich hier auf Seiten der Verfasser solcher Beitr├Ąge f├╝r die Abi-Zeitung und denen die das auch noch gut hei├čen.

    In meiner Kindheit habe ich mal einen Spruch gelernt und nie vergessen: ÔÇ×Was du nicht willst das man dir tu, das f├╝gÔÇś auch keinem andern zu.ÔÇť

    Oh Herr lass Hirn vom Himmel fallen!

    • jaja

      Ihren Spruch aus der Kindheit sollten Sie mal so manchen Lehrern vorlegen….. :/

    • Hans

      Es w├╝rde Sie interessieren, was los w├Ąre, wenn ein Lehrer so ├╝ber einen Sch├╝ler schreiben w├╝rde? Dies war doch die letzten 8 Jahre der Fall. Viele Lehrer beleidigen ihrer Sch├╝ler und beschimpfen diese als dumme Menschen. Wie oft hat man in den vergangenen Jahren in der Schule h├Âren m├╝ssen: “Ich wei├č nicht wie ihr Abitur schaffen wollt.”
      Hier in Bayern scheint sich keiner zu wehren, alles lassen sich die Sch├╝ler gefallen. So kann und darf es nicht weitergehen.

  • Marc B.

    Kann es sein, dass einige oder alle Beteiligte die noch immer recht junge Änderung des bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes (vulgo Schulgesetzes) nicht mitbekommen haben?

    Sch├╝lerzeitungen k├Ânnen jetzt
    - entweder wie bisher in der Verantwortung der Schule erscheinen, dann hat die Schulleitung das Recht, den Inhalt zu kontrollieren und da es sich um eine Ver├Âffentlichung der Schule handelt, ist das auch keine Zensur,
    - oder sie erscheinen in der Verantwortung der Sch├╝ler. In diesem Fall ist ein Eingriff der Schulleitung in den Inhalt schlicht illegal und die geschilderte “Beschlagnahme” stellt Diebstahl oder bei Einsatz k├Ârperlicher Gewalt sogar Raub von Seiten der beteiligten Lehrer dar. Die Schulleitung hat dann nur die M├Âglichkeit, den Verkauf auf Schulgel├Ąnde zu untersagen.

    • Die Frage ist

      Gehen wir mal von Eigenverantwortung aus: die Frage ist, was den Sch├╝lern lieber war – der Diebstahl der Zeitungen oder eine Anzeige wegen Beleidigung. Immerhin k├Ânnen sie kontern, falls letzteres erfolgt.

      Richtig ist aber offenbar, dass die Lehrer den entsprechenden Artikel nicht kannten oder bewusst ignoriert haben (zum “Schutz” der Sch├╝ler??? – glaub ich nicht, k├Ânnte aber sein).

      • Kenner

        Was viele hier scheinbar noch nicht begriffen haben: Die Zensur erfolgt in diesem Zusammenhang nicht, um die Sch├╝ler daran zu hindern, Kritik an Lehrern zu ├╝ben und damit Lehrer zu sch├╝tzen.

        Ganz im Gegenteil soll die Zensur ein Schutz f├╝r die Sch├╝ler sein! Ab und an k├Ânnen n├Ąmlich die ach so reifen Abiturienten die Konsequenzen ihrer eigenen Pamphlete nicht absch├Ątzen – was der ganze Vorfall doch mehr als beweist!

  • xy

    Welch weltbewegende Geschichte. Und wenn der Grundschulchor in Tegernsee falsch singt regt mich das genauso auf. Wahnsinn!

  • HuberPeter

    Ich freue mich immer wenn ich solche “Skandale” miterlebe und dann feststellen muss das sich jeder dar├╝ber aufregt und trotzdem nichts ├Ąndert um die Gesellschaft in Zukunft etwas freundlicher zu machen.
    Wenn man dann dar├╝ber redet ist das eigene Kind nat├╝rlich immer das bravste und hat damit auch nie was damit zu tun gehabt und sowieso ist immer der andere Schuld.

    Ich will jetzt wirklich nicht alle ├╝ber einen Kamm scheren aber mittlerweile ist es in Mode gekommen vor nichts und niemanden mehr respekt zu haben und da ist unsere kleine “elite” auch nicht von ausgeschlossen.
    Das heutzutage ein Lehrer der diesen Haufen von jungen Menschen, die teilweise wirklich vergessen haben das man andere Menschen ihrer Menschlichkeit alleine schon achten sollte (siehe Mobbing), so objektiv wie m├Âglich bewerten muss, macht die ganze Situation nicht einfacher.

    Das ganze sehe ich mal wieder als wink mit dem Zaunpfal. Es kann doch was nicht stimmen wenn ein Sch├╝ler ├╝ber ein Jahr so viel Frust aufstaut das er tats├Ąchlich solch einen Artikel verfasst? Das schlimme dabei, es wird sicher einige geben die diesen Artikel gut finden und sich freuen das jemand anderes ihre Gedanken ausgesprochen hat. Aber ich will den Kids heutzutage nicht die ganze Schuld auflasten weil es eben Kids sind!

    Hier werfe ich nur ein Wort in den Raum: antiautorir├Ąre Erziehung

    Also vielleicht auch mal ├╝ber den Tellerrand schauen zu unseren unschuldigen und heute so entsetzten Erziehungsberechtigen, die wohl mal wieder vergessen haben den Kids ein paar Werte mit auf den Weg zu geben weil es ja doch viel bequemer war Fu├čball zu sehen.

    Eins muss ich zum Abschluss noch sagen:
    “Mein Kind ist da ganz anders…..”

  • http://www.tegernseerstimme.de/gymnasium_untersagt_verkauf_der_abiturzeitung/50006.html#comments ZUM GL├ťCK NICHT BETROFFENER MEINT

    ENDLICH! Hier die Konsequenzen ÔÇô und wozu Zensur f├╝r Sch├╝ler? Hier fehlt es wohl eher an der Reife der Schulleitung. V├Âllig richtig, dass mal Sch├╝ler den Mund aufmachen und Kritik ├╝ben. Kritikf├Ąhigkeit wird ├╝brigens tagt├Ąglich von nicht verbeamteten Arbeitnehmern, Managern ÔÇŽ in der freien Wirtschaft gefordert (dies kennen Lehrer wohl nur vom H├Ârensagen ÔÇô weil sie leider keine Ahnung haben, wie es in der Arbeitswelt au├čerhalb ihrer Beamtenwelt aussieht).
    Es ist wirklich klasse, dass eine solche ÔÇ×KleinigkeitÔÇť so hochgeschaukelt wird und eine Plattform geschaffen hat, um die wirklich WICHTIGEN Tatsachen des Tegernseer Gymnasiums ├Âffentlich den Nichtwissenden zu veranschaulichen:
    Der ach so ÔÇ×guteÔÇť Ruf dieser Schule ist weit ├╝ber die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt und der k├Ânnte ja wohl schlechter nicht sein. Jedes Jahr wieder vermeiden es wissende Eltern (wir ├╝brigens auch) unsere Kinder den Lehrern dieses Gymnasiums anzuvertrauen. Lehrer d├╝rfen hier alles?!? Sch├╝ler nicht! Es wurde Zeit, dass hier endlich einmal von Sch├╝lerseite Klartext gesprochen wurde. RESPEKT! UND LIEBE VERFASSER DES UMSTRITTENEN BEITRAGES IN DER SCH├ťLERZEITUNG: BITTE IN ZUKUNFT NICHT MEHR EINSCH├ťCHTERN LASSEN UND IM NACHHINEIN EINEN R├ťCKZIEHER MACHEN.
    Wie w├Ąre es mit einer Entschuldigung der betroffenen Lehrer f├╝r ihr Verhalten der letzten Jahre gegen├╝ber den Sch├╝lern!
    Und noch etwas Positives kann man dieser ganzen Geschichte abgewinnen: es dauert noch maximal 2 Jahre, dann hat sich diese Schule ÔÇ×selbstÔÇť erledigt: Holzkirchen kommt und dann braucht kein Mensch mehr Tegernsee und die Lehrer dort auch nicht ÔÇô und am allerwenigsten die Leitung dieser Schule, p├Ądagogisch wertvoll am unf├Ąhigsten von allen Beteiligten; aber Wert darauf legt, p├Ądagogisch ÔÇ×gebildetÔÇť zu sein. Wohl krank gewesen in diesen Vorlesungen? Hier w├Ąre ein ├╝berlegteres Verhalten angebrachter gewesen.

    • Betroffener

      Klassische Antwort von Jemandem, der den Artikel nicht gelesen hat. In diesem Fall geht es in keinster Weise darum, dass Lehrer kritikunvertr├Ąglich sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in der freien Wirtschaft nicht ├╝blich ist, den Arbeitnehmern zu attestieren, dass sie nur Schei├če (O-Ton) reden und am besten mit dem Aufzug in den Tod st├╝rzen sollen. DAS ist keine Kritik, sondern vermutlich besoffen verfasste unterste Schublade! Wenngleich ich nicht mal abstreiten will, dass viele Lehrer (und nicht nur in Tegernsee) erschreckend wenig kritikf├Ąhig sind (ich kann aus diversen Gr├╝nden aus Erfahrung sprechen), aber das geht nun mal entschieden zu weit. Inwiefern das Krisenmanagement nun geschickt war, sei dahingestellt.

      • Ex

        Da muss man Letzterem (Betroffener) Recht geben. Dieser Artikel hat ├╝berhaupt nichts mehr mit Kritik zu tun. Das waren einfach zusammengew├╝rfelte Beschimpfungen, die die betroffene Lehrkraft massiv beleidigt haben. Das von dem “nicht Betroffenen” beschriebene Verhalten der Lehrer gegen├╝ber den Sch├╝lern ist ein Dreck dagegen. Bevor man sich hier ├Ąu├čert, sollte man vielleicht ein bisschen besser ├╝ber die ganze Sache Bescheid wissen.

  • Oberlandlerin

    Gott sei Dank, gibts no andere (humanere) Gymnasien – do muas ma gwiss ned nach Tegernsee geh … ! Oder waar f├╝r “beide Parteien” doch glei a ganz andere Schui-Art besser gwesen … :) !

  • Waldmann

    Fehler gemacht haben beide Seiten. Die macher der Abizeitung haben sich mit diesem 400 Seiten-Brocken ein bischen zuviel aufgehalst, zumal mitten im Abistress. Auch ohne diesen w├Ąre es schon ein ziemlicher Akt einen solchen Katalog genau durchzulesen und auf evtl. rechtlich problematische Inhalte zu pr├╝fen. Das muss man aber, und “Ist durchgerutscht, wurde leider ├╝bersehen” hat da rechtlich keinen Bestand. Die Kritik an den Lehrkr├Ąften, berechtigt oder nicht, muss man dazu ganz unabh├Ąngig vom Thema Stil und Anstand anders verpacken als getan. ansonsten muss man halt mit Konsequenzen rechnen.

    Die k├Ânnen jetzt aber nicht so aussehen, dass einfach mal so Exemplare aus einem fremden Auto herausgeholt werden. Rechtlich steht das m.E. zumindest auf sehr wackligen F├╝├čen. Wenn jetzt etwa jemand in einem Artikel in einem Magazin angegangen wird und darauf eigenm├Ąchtig Exemplare dieses Mgazins aus einem Ausfahrerauto greift um deren Verteilung zu verhindern – der kann sich einen Anwalt besorgen…

    Dass dazu nun anscheinend eine Menge Lehrer den Abiball zu boykottieren will ist nichts anderes als das Sippenhaftprinzip. Dass es bereits eine Entschuldigungsaktion gab, scheint dabei au├čerdem vollkommen unter den Tisch zu fallen. Da scheint es am Verh├Ąltnis zwischen den Lehrern und ihren Sch├╝lern grunds├Ątzlich zu hapern.

    Die Gr├╝nde sind dahingestellt, aber dass man es an der Tegernseer “Eliteanstalt” nicht unbedingt gern hat wenn Kritik ge├Ąu├čert wird, ist ganz unabh├Ąngig von der jetzigen Geschichte nichts unbedingt neues. Ich erinner mich da etwa an den Sch├╝ler der beim Abiball von Lehrern und sonstigen “hohen G├Ąsten” niedergepfiffen und ausgebuht wurde, weil er in seiner Abirede kritische (nicht beleidigende!) T├Âne ├╝ber das Gymnasium Tegernsee anzuschlagen gewagt hatte.

    • Mr. Wunderbar

      Kritik wird wohl nirgendwo gern gesehen und mit der Demokratie haben die meisten die an Schl├╝sselpositionen sitzen eh ein Problem. Wer so handelt, der tritt nach meiner ├ťberzeugung die V├Ąter des GG in den Allerwertesten. Der sollte abtreten. F├╝r mich ist schon lange Zeit, dass das Volk bestimmt was gut und vor allem, richtig ist. Nicht ein paar Figuren, die wie auch immer an diese Positionen gelangt sind.

  • Abi 2012

    Waren denn die Verfasser bzw. Redakteure die letzten 8 Jahre verhaltensauff├Ąllig und haben Fehler gemacht? Vom eigenen Ball in letzter Minute ausgeschlossen zu werden ist schon ne harte Nummer. F├╝r die Lehrer ist eine Abifeier nichts besonderes – f├╝r die Sch├╝ler ein einzigartiges Erlebnis.

  • Willi

    Schon eine harte Strafe f├╝r die Sch├╝ler! Aber als Redakteure ist es nun mal auch ihre Pflicht zu pr├╝fen, was sie da eigentlich abdrucken (sollte ja logisch sein). Aber die Geschichte reiht sich nur in die Liste aus den Fugen geratener Ereignisse im Abi-Zusammenhang ein, z.B. ├╝bertriebener Abistreiche ( http://www.koeln-portal.info/nachrichten/abi-streiche-ueberschreiten-grenzen/82 ). Hoffentlich verhalten sich zuk├╝nftige Generationen ma├čvoller, so dass allen diese Freiheiten gew├Ąhrt bleiben.

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