Gmund stellt Konsequenzen in Aussicht

Hundebesitzern droht Ärger

Jetzt geht die Diskussion um den Hundekot schon wieder los, werden sich wohl viele gedacht haben, als sie die Worte des Gmunder Bürgermeisters Georg von Preysing im letzten Gemeindeboten gelesen hatten.

Von Preysing setzt sich laut eigener Aussage schon seit Längerem aktiv mit diesem Thema auseinander. Und er stellt jetzt klar: „Wenn sich die Situation nicht entscheidend verbessert, werden wir wohl gezwungen sein, auch drastischere Maßnahmen zu ergreifen.“

Nicht überall sind Hunde erwünscht.

Kottüten-Automaten sind Standard

Dass Hundekot ein echtes Problem ist, lässt sich tagtäglich auf unseren Wanderwegen beobachten. Es ist mittlerweile zum Standard geworden, dass am Zugang eines jeden Dammwegs ein Kottüten-Automat steht. Allein in Gmund stehen bereits über 40 grüne Behälter, die eine fachgerechte Entsorgung von Hundehaufen gewährleisten sollen. All dies funktioniert jedoch nur, wenn die Hundebesitzer das Angebot auch wahrnehmen.

Viel zu oft passiert es immer noch, dass die Haufen einfach liegen gelassen oder die Tüten im nächstgelegenen Busch entsorgt werden anstatt in den dafür vorgesehenen Behältern.

Schäden für die Landwirtschaft

Was für die meisten Einheimischen ein rein ästhetisches Ärgernis zu sein scheint, wird für Landwirte zum echten Problem. Gelangt der Kot auf die Wiesen, die später gemäht und an die Rinder verfüttert werden sollen, verunreinigt ein einziger Haufen eine große Menge Gras. Das führt wiederum dazu, dass die Tiere Grünfutter meiden und es somit unbrauchbar wird.

Darüber hinaus sind in den ungeliebten Hinterlassenschaften Keime enthalten, die die Gesundheit der Nutztiere beeinträchtigen können.

Ein Problem – viele Lösungen

Dass eine Lösung gefunden werden muss, scheint unstrittig. Nur wie diese aussehen soll, daran scheiden sich bis heute die Geister. Die einfachste Maßnahme wäre, an die Vernunft der Menschen zu appellieren und damit das Problem einvernehmlich zu lösen.

Am eigens eingerichteten Hundestrand in Rottach-Egern.

So ruft beispielsweise der Tierschutzverein Tegernseer Tal auf seiner Internetseite dazu auf, den eigenen Hund nicht auf beweidete Flächen laufen zu lassen und die angebotenen Hundetoiletten zu nutzen. Doch leider verhallen dieser und andere Aufrufe nahezu ungehört, was eine kommunale Regelung nun immer wahrscheinlicher werden lässt.

Ob von Preysing mit seiner Aussage jedoch lediglich den Frust über die gegenwärtige Situation loswerden wollte, oder ob bereits über konkrete Maßnahmen nachgedacht wird, war auf Anfrage leider nicht zu klären.

So gut wie sicher ist dabei allerdings eines: sollte tatsächlich eine Verordnung erlassen werden, scheint eine talweite Regelung in weiter Ferne. Wie schon bei der Anleinpflicht dürfte auch in der Causa „Hundekot“ in jeder Gemeinde etwas anderes gelten.

Mitglied im Tegernseer Kreis

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  • Finsterwalder

    Hi,

    ich bin selbst Hundebesitzer, und beseitige das “Häufchen” immer! Was mich allerdings ärgert,, ist die Tatsache, dass auf jedem Bauernhof (das sind auf meiner Stammstrecke immerhin 5 Stück) Hund leben, die frei laufen aber scheinbar keinen Kot verursachen…. Wie wird das dann mit diesen Tieren gehandhabt? Wird dann der Landwirt mit Tüte hinterherlaufen?

  • TheInsider

    Lieber Herr Finsterwalder,

    Sie gehören leider nicht zum Kreis der wenigen auserwählten Landbesitzer dieser schönen Region und wissen deshalb nicht, dass jeder Hund der auf einem Bauernhof lebt mental mit den Kühen und dem Bauer verbunden ist und somit weiß das er nicht in das goldene Gras der Herrlichkeit scheissen darf.

    Jetzt mal ehrlich..
    Ich würde echt gerne mal anhand von empirischen Daten sehen wie groß der “Verdienstausfall” von einem Bauern sein soll wenn in seine Wiese 10 Hunde kacken.
    Das die Tiere deswegen krank werden könnten ist natürlich fatal aber das liegt wohl nicht nur an dieser toxischer Scheisse sondern vielleicht sind unsere hochgezüchteten, aufs maximum getrimmte Milchmaschinen auf die Jahre einfach nur bisschen sensibel geworden. Immerhin kann man doch bestimmt noch ein oder zwei Milliliter aus den Mädels rausholen wenn man richtig konditioniert.

  • user

    Tja liebe Hundebesitzer,

    ich habe noch nie erlebt dass ein Hundebesitzer seinen Hund in den eigenen Garten schei…..en
    lässt. Ich kann ein Lied davon singen, habe selber keinen Hund aber täglich ca. 5 bis 10 Kothaufen vor meiner Türe.
    Wo doch jeder Hundebesitzer behauptet sein Hund war das selbstverstädlich nicht.

    Ihr seid einfach rücksichtslose Trampel.

    • Marion

      Eine Veralgemeinerung ist aber auch nicht die Lösung, denn selbstverständlich gibt es auch genügend Hundebesitzer die die Haufen zuverlässig wegräumen!!!

  • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

    Der Vollständigkeit halber. Mittlerweile haben wir von Gmunds Geschäftsleiter Alfons Besel eine Stellungnahme erhalten:

    “Herr von Preysing wollte in seinem Vorwort im Gemeindeboten klarstellen, dass Verunreinigungen durch Hundekot als Ordnungswidrigkeit geahndet werden können. Hundekot ist rechtlich als Abfall einzustufen ist. Das Zurücklassen von Hundehaufen stellt eine unzulässige Abfallbeseitigung dar, die mit einem empfindlichen Bußgeld geahndet werden kann.”

  • Marion

    Wie schon geschrieben entsorge ich die Hinterlassenschaften meiner Hunde zuverlässig, denn ich selber hasse es auch in die Tretmienen zu steigen. Also passiert mir nichts, wenn ich die Häufchen wegräume!

    Was mich als Hundebesitzer aber ganz gewaltig ärgert ist, dass wir zwar reichlich Steuern für unsere Tiere zahlen dürfen, aber die Tiere nirgends wirklich laufen dürfen oder willkommen sind.

    Wenn man keinen eigenen Garten hat, wie soll man denn die Tiere auslasten? Wo kann man mit ihnen Ball spielen, wenn sie nur an der Leine laufen dürfen oder viele Wege für Hunde gesperrt sind?

    Wo können sie Sozialkontakte zu anderen Hunden haben, denn dazu sollten sie frei laufen dürfen?

    Klar gibt es viele rücksichtslose Hundehalter, und das ein Hund nicht frei laufen muss wo andere baden oder Kinder spielen ist ja klar, aber wie wäre es wenn es auch entsprechend Wege gibt, wo Hunde willkommen sind? Klasse wäre es dann auch, wenn diese Plätze nicht nur winzig klein wären, denn wenn sich dort dann viele Hunde aufhalten, ist Stress vorprogrammiert.

  • Birgit

    Hallo ich bin auch Hundehalter und lebe in Oberhaching.Gerne fahr ich mit meinem Hund an die Isar in Grünwald! Doret soll nun von der Großhesseloher Brücke bis Thalkirchner Brücke Leinenzwang erfolgen. Was sich in den Tagen der Grilisaison mir da für ein Anblick bietet ist unbeschreiblich!!!! Müll soweit das Auge reicht.Hinterlassenschaften vom Grillen sowie gefährlichste Scherbenhaufen!!! Es ist wie es ist, das größte Schwein ist der Mensch!!!! und noch was… An alle Hundegegner lasst uns Hundehalter einfach nur in Ruhe!!!!! Auch wir wollen schöne Tage erleben in Harmonie!!!! Wir brauchen eure ständigen Anfeindungen nicht.Kümmert euch ganz einfach um eure eigenen Sorgen und sorgt für euer ruhiges Gewissen im Leben. Mehr Toleranz und miteindander…. Das währe Wünschenswert!!!!!

    • Steinstapel

      Ich gebe Ihnen in einem Recht. Der Mensch ist das Schwein. Denn er führt seinen Hund nicht ordnungsgemäß aus!

      Bitte den Artikel genau lesen. Es geht hier nicht um Hundegegner und schon gar nicht um Grill-Müll. Im Tegernseer Tal wird einiges für Hunde gemacht (eigene Badestrände, eigene Spazierwege, Hundeklos…)
      Richten sie Ihren Aufruf lieber an die unvernünftigen Hundebesitzer und nicht an die “Hundegegner” – dann wirds auch was mit der Harmonie.

      PS: Und danke an all die Hundehalter, die sich sehr wohl an die geltenden Regeln halten. Nur schade, dass ihr nicht mehr seid…