Widerstand gegen den Lanserhof: “Seriöse Geschäftsleute haben Schönrederei nicht nötig”

Ergänzung vom 5. November / 18:27 Uhr
Das Motto “Kapital gegen Heimat” war der Aufhänger, als sich die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Lanserhof am Donnerstag Abend in der gut besuchten Waakirchner Turnhalle trafen.

Der Auflauf geriet zwar nicht so groß wie einen Tag später. Aber die “Gegner” hatten auch keinen Johannes B. Kerner als Zugpferd.

Nichtsdestotrotz waren viele Zuhörer in die Halle gekommen. Und die sahen unter anderem einen launigen Vortrag von Martin Wölzmüller, dem Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege.

Martin Wölzmüller bei seinem Vortrag.

In seiner Rede machte Martin Wölzmüller klar, dass die Diskussion, die in Waakirchen geführt wird, vor allen Dingen eine Chance sei. Denn so müssten alle Beteiligten ihre Begründungen und Motive besser formulieren. Damit bringe die Debatte “Licht ins Halbdunkel”. Und das, so Wölzmüller, sei immer gut.

Nichtsdestotrotz ist für ihn die Pflege unserer Heimat keine beneidenswerte Aufgabe:

“Der Baumarktverkäufer, der Großinvestor, der vollmundige Versprecher von Arbeitsplätzen wird immer noch weithin als vertrauenswürdiger angesehen als der (…) fürs Gemeinwohl argumentierende Bürger.”

Das Tegernseer Tal dürfe kein Opfer für Investoren werden, das war Wölzmüller wichtig zu betonen. Man solle “einfach mal darüber nachdenken, ob es wirklich von großer Reife zeugt, wenn man mit dem Butterbrot hinter jeder Blasmusik nachläuft, die einem gerade über den Weg kommt.”

Vor allem die Art und Weise, wie der Investor Christian Harisch argumentiere, müssen jeden aufhorchen lassen. “Seriöse Geschäftsleute haben Schönrederei nicht nötig.” Alleine die Darstellung des Vorhaben auf der Internsetseite der Lansmed GmbH kann zum dem Schluss führen, dass hier manipuliert werden soll.

Größenverhältnis der bebauten Flächen: Martin Wölzmüller beanstandet die Art der Umrandungen.

Für Hans Kornprobst, einen der Intitiatoren des Bürgerbegehrens, sei das größte Problem die ausufernde Bebauung im Tegernseer Tal. Und zwar nach oben hin. Das was in der Verfassung steht, funktioniere für Kornprobst nicht mehr.

Wir können uns nicht auf die Politiker verlassen. Nun gilt es die Geschicke unserer Heimat in die eigenen Hände zu nehmen.

Bei aller Diskussion und Gegenargumenten wurde aber im Laufe des Abend eines immer klarer. Am Sonntag Abend ist alles wieder vorbei. Der Wunsch, dass kein Keil und keine Spaltung durch Waakirchen gehen darf, ist bei allen Beteiligten stark ausgeprägt.

Am Montag, so die Gegner am Donnerstag, wie auch Christian Harisch bei der Veranstaltung am Freitag, müsse das Leben wieder weitergehen, egal wie die Abstimmung ausgehen wird.

Ein wichtiger Punkt, in dem sich Befürworter und Gegner einig sind.

Ursprünglicher Artikel vom 3. November

142 Kommentare in allen bisherigen Artikeln zum Lanserhof sprechen eine eindeutige Sprache. Das Thema ist kontrovers und das bleibt es aller Voraussicht nach auch noch nach dem 6. November – egal wie der Bürgerentscheid ausgeht.

Ausschnitt eines Flyers der Lanserhof-Gegner

Allerdings bleibt auch nicht mehr viel Zeit entweder die eine oder andere Seite zu informieren. Befürworter und Gegner des geplanten Lanserhofs wollen aus dem Grund in den nächsten drei Tagen nochmal alles dran setzen, ihre Botschaft unters wahlberechtigte Volk zu bringen. Das Ziel: alles und jeden mobilisieren.

Mit welch prominenter Unterstützung der Unternehmer Christian Harisch den Endspurt angeht, haben wir vorgestern gelesen. Doch auch der Widerstand schaut nicht tatenlos zu. Eine eigene Informationsveranstaltung soll 24 Stunden vor dem Auftritt von Johannes B. Kerner für ein gewisses mediales und informatives Gegengewicht sorgen.

Unter dem Motto “Kapital gegen Heimat” wird die zentrale Veranstaltung der Initiatoren des Bürgerbegehrens in der Waakirchner Turnhalle stattfinden. Genauer gesagt heute Abend ab 20:00 Uhr. Und die Frage was einen dort erwartet, wollen wir mit einem der 142 Kommentare beantworten. Hannes schreibt am gestrigen Mittwoch:

Auf die Info-Veranstaltung der Bürger-Initiative am 3. Nov. bin ich gespannt. Hans Well als Biermösl-Blaser ist zwar nicht mit dem “front-erprobten” Johannes B. Kerner zu vergleichen, aber Wölzmüller (Anmerkung: Geschäftsführer des Bayerischer Landesvereins für Heimatpflege) ist auch nicht ohne Charme.

Mitglied im Tegernseer Kreis

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  • Einheimischer

    Die Tatsache das die Initiatoren des Bürgerbegehrens nicht gemeinsam mit Dr. Christian Harisch einen Diskussionsabend in der Turnhalle war nehmen wollen spricht Bände!

    • dagegen

      Und was soll das für Bände sprechen? Der Harisch veranstaltet 5 oder 6 eigene Diskussionsabende, bei denen es nur darum geht zu informieren wie toll das Vorhaben ist. Da werden die Intitiatoren des Bürgerbegehrens doch auch bei ihrem einzigen Abend die Möglichkeit haben zu informieren. Und zwar ohne das die ganzen Lanserhof-Fans ständig dazwischenquatschen.

      • Einheimischer

        Also ich werde als Lanserhof Befürworter heute Abend dabei sein und nicht dazwischenquatschen, da dies mein Anstand so mitbringt.
        Das Hr. Dr. Harisch ausgibieg informiert ist ja wohl klar; oder was würden Sie machen, wenn Sie so ein Projekt durchführen würden?
        Den Vorschlag gemeinsam auf eine Bühne zu gehen stammt von Hr. Dr. Harisch und den finde ich sehr gut! Dies wurde aber von den “Gegnern” abgeschlagen. Warum frage ich? Gerne hätte man ja zusätzlich einen sepperaten Abend gestalten können.

        • M.F.M.

          Die Gegner legen das wahrscheinlich so aus :”Gehe nicht zum Fürst wenn du nicht
          gerufen wirst” !!!!
          Der Herr Dr.Harisch ist aber kein Landesfürst,sondern ein stink normaler Investor.
          Seit Jahren ruft man nach Arbeitsplätzen in der Tegernseer Region und ständig wirft man Investoren,Landschaftschutz,Naturschutz,Vogelschutz,Denkmalschutz
          und sonstigen Schutz vor.
          Sagst doch die Wahrheit ! Wenns a Einheimischer waa,dann kant ma drüber rehn.
          Seit wann nehma uns de Nusser de Heimat und as Dire Dare.

  • http://www.baechstaedt.com Philipp

    Es geht doch hier nicht um Lanserhof-Fans. Ich glaube, die Engstirnigkeit hat Ihren Zenit erreicht. Wissen Sie was der Lanserhof für die Region bedeuten könnte? Einzelhändler – zugegeben des gehobenen Genres, aber auch Metzgereien und Bäckereien werden davon profitieren. Es gibt eine Metzgerei und eine Bäckerei in Lans, die von Gästen des Lanserhofs ständig frequentiert wird. Warum? Weil die, die Produkte des Lanserhofs dort vertreiben. Bzw. der Lanserhof führt das Fleisch und die Dinkelsemmeln aus diesen Geschäften. Gäste, die ein oder zwei Wochen Kur gemacht haben, nehmen sich diese Produkte dann mit nach Hause, um dort noch einige Zeit weiterzumachen und nicht gleich den Jojo-Effekt haben… Es geht hier nicht um Lanserhof-Fans, sondern um Fans des Landkreises.

    • Heimat Erhalten

      Ganz schön naive…d´Indianern hot ma aa Glaskugaln gebn….

    • Lohbinder

      Ha, jetzt kommt es raus, nur einige wenige profitieren! Hab´ts es eiz vastand´n! Die backen ihr eigenen Semmeln obwohl der Bäcker am Denkmal klasse Qualität hat, das den Lansmed Herrschaften aber nicht fein genug!
      Danke für den Hinweis

      • Michi S.

        man kann auch alles schlecht reden. Was heißt einige wenige profitieren? Oder anders gefragt bräuchten wir nach ihrer Logik überhaupt keine Hotels oder ähnliches mehr hier in Oberbayern, nicht? Denn davon profitieren doch sowieso nur “einige wenige”. Dass das nicht stimmt, wissen auch Sie.

      • Robert

        Vor allen Dingen ist jetzt raus, dass Sie das Posting von Philipp nicht verstanden haben.

  • Robert

    Gut das beide Seiten jetzt auf den Infoveranstaltungen jeweils noch einmal ihre Sicht der Dinge darlegen. Gut auch, dass der Entscheid so bald stattfindet – es bleibt zu hoffen, dass die unterlegene Seite das Votum dann auch anerkennt und keine weiteren Kreuzzüge mehr geführt werden, wie immer der Entscheid auch ausgehen mag.

    • Lohbinder

      Wie ich schon sagte, ich weiss wie es ausgeht! Das hat nichts mit Kreuzzug zu tun. Die Kreuzzüge waren ein Verbrechen. Für mich ist Landschaftszerstörung ein Verbrechen.

      • El_Baurero

        Lieber Lohbinder,
        ich bin zwar nicht aus Marienstein, deshlab kann ich mir auch keine Meinung zu diesem Thema erlauben. Was mir jedoch auffällt wenn man ihre Kommentare (auch die in anderen Artikeln)so liest, dass sie erhebliche Vorurteile gegenüber dem Investor und explizit gegen Menschen mit einem höheren Geldaufkommen haben. In nahezu jedem Kommentar wird dieses Klientel als Hochnäsig, Rücksichtslos und Gleichgültig gegenüber der “einfachen” Bevölkerung dargestellt. Ich finde das schafft eine sehr schlechte Diskussionsgrundlage zu diesem Thema und bin der Meinung das gerade solche unqualifizierten Stammtischparolen die Diskussion so kompliziert gestallten.

        • Marienkäfer

          nur so zur Info Landschaftszerstörung ist ein Verbrechen!
          jetzt frag ich mich aber ob dann jeder der in einem Haus wohnt, ein Gartenhaus besitzt oder sonst irgendwas in die “Landschaft” gesetzt hat ein Verbrecher ist.
          Sinnloses Kommentar tut mir leid!

          • Lohbinder

            baut jeder 85×85 Meter und 10 Meter hoch und in einem leider ehem. Landschaftsschutzgebiet?

          • Marienkäfer

            Also ist es erst Landschaftszerstörung wenn es die Größe von dem Hotel hat?
            Jetzt verstehe ich das Kommentar endlich!

            PS: Immernoch sinnlos!

          • Lohbinder

            Klar wer von Lansmed verblendet ist, versteht sowieso nichts mehr. Ja, ich habe auch ein Haus, mit einem naturbelassenem Garten und einem Gartenteich, deshalb habe ich in meinem Garten 3 Libellenarten, 7 Vogelarten u.a. die bei uns seltene Haubenmeise. In meiner Wiese blüht es noch richtig. Ach ja, Fledermäuse leben auch unter meinem Dach. Dafür hat aber jemand wie sie sowieso nichts übrig. Genauso wie irgendwelche Show-Master, die auch einen Sch… in einem Becher aus tierquälrischer Massenhaltung als gesund anpreisen! Für Geld tun manche Leute einfach alles!

      • Marienkäfer

        lesen sie sich mal das kommentar von El_Baurero durch und dannach nochmal ihres.
        Was ihre Vögel, Schnecken oder sonst was mit der Sinnlosigkeit ihrer Aussagen zu tuen haben kann ich mir nicht erklären.
        Das sie wieder auf die Ebene der persönlichen Beleidigungen angekommen sind spricht dann auch wieder für sie.

  • Landschutz

    Ich glaube fast alle Argumente sind ausgettauscht, für die Fakten bleibt nur ein Verweis noch auf die Artikel “Tegernseer Tal- bald Vollbeschäftigung” und “Arbeiten im Tal “Ich bin ein Ossi”. (letzteres absolut ohne Häme, aber nur zur Anschauung woher die Arbeitskräfte mittlerweile rekrutiert werden- Ostdeutschland ist da schon rel. nah.)
    Noch bessere Verhältnisse was Arbeitslosenzahl betrifft, haben wir im Landkreis Freising- auch dort wird ein Riesenstück Land- und Landwirtschaft verbaut mit dem Argument Arbeitsplätze, Entwicklung etc. Wären unsere Vorfahren so unverantwortlich mit der Natur umgegangen würden wir heute sicherlich kein bevorzugtes Urlaubsland mehr sein.

    • Robert

      Verallgemeinerungen treffen nur sehr selten zu. Unsere Vorfahren sind leider nicht wirklich sehr verantwortlich mit der Natur umgegangen, so waren die oberbayerischen Seen bis in die 60er Jahre hinein Klärbecken für Abwässer. Auch umweltbezogene Baustandards, wie sie jetzt für das Lansmed-Projekt zwingend vorgeschrieben sind, gibt es erst seit wenigen Jahrzehnte. Nachhaltige Ressourcennutzung war ebenso ein Fremdwort und selbst Bebauungspläne um eine Zersiedelung der Landschaft zu verhindern, sind relativ neu. Die Liste an Beispielen ließe sich beliebig lange fortführen und ist auch nicht auf Oberbayern beschränkt, so wurde z.B. Deutschlands längster Fluß, der Rhein, erst einmal vollständig vergiftet, bevor man sich eines Besseren besann.
      Gemessen an dem was war, sind wir heute doch schon erheblich weiter, was sich letztlich auch in den Planungen für den Lanserhof wiederspiegelt.

  • Landschutz

    Nachtrag zum Landkreis Freising, ich meint da natürlich die 3. Startbahn

  • anonym

    Was ist wenn der Lanserhof nicht läuft?

    Als Stammgast des Lanserhofs in Tirol und Einwohner der Region Tegernsee erlaube ich mir, den Vertretern des Naturschutzbundes und der Gemeiden meine Gedanken zur nachhaltigen Wirtschaftspolitik mitzuteilen.
    Der alte Lanserhof ist nach über 30 Jahren in die Jahre gekommen.
    Der über die Grenzen bekannte Ruf des Hauses sorgt nach wie vor für eine gute Auslastung der Zimmer.

    Wenn ich mir vorstelle, dass nur 1 Autostunde entfernt neben dem bestehenden Margaretenhof ein Plagiat von Lans entstehen soll, bezweifle ich, dass dies eine geschickte Straegie ist. Ich glaube nicht, das das Konzept Lansmed an einem anderen Standort ebenso erfolgreich funktioniert.
    Soviele wohlhabende Gäste die durchschnittlich über 700 Euro pro Tag ausgeben gibt es nicht. Zudem wollen die betuchten, meist hektischen Gäste eine touristische Infrastruktur wie eine Großstadt – ähnlich wie Innsbruck – und im Winter zumindest ein nahegelegens Skigebiet besuchen.
    Einige ähnliche, ehemals erfolgreiche, hoch gelobte touristische Betriebe sind ja auch in unserem Tale auf der Strecke geblieben.
    Ein über 50 Millionen hohes Investement ist in diesen wirtschaftlich unsicheren Zeiten ein grosses Risiko für die für die Region.

    Wenn also das Gesundheitszentrum nicht funktioniert, haben wir eine Bauruine und einen alten Margarethenhof an einem der schönsten Plätze Deutschlands. Das sind Lasten, die wir den Generationen nach uns übertragen.
    Trotz allem Respekt vor unternehmerischen Engagement und Risikobereitschaft der Investoren, ist ein Projekt in dieser Größe eine absolute Utopie und grenzt an wirtschftlicher Fahrlässigkeit.

    Luftschlölsser wie das Musikaltheater rund um Ludwig von Bayern sind uns bekannt.
    Als ehemaliger Unternehmer empfehle ich den Lansern, plegt euere Stammkunden und euer Kerngeschäft, rennoviert euer Haus, kümmert euch um euer Team, um den wachsenden Mitbewerbern Parole bieten zu können.
    Eine Expansion in dieser sensiblen Dienstleistung bündelt viele Kräfte, die im Stammhaus dirngend notwendig sind.
    Ich bin gegen diesen gigantischen Neubau auf diesem wunderschönen Platz.
    Auch wenn sich somit der Besitzer nochmals verändert, ist der Bestand des jetzigen Margarethnhofs das kleinere Übel.
    Wir wollen kein Kitzbühel in Bayern!

    • Robert

      Schön geschrieben – Ihre Einlassungen zum Thema “touristische Infrastruktur” vertragen sich allerdings nicht ganz mit dem Lansmed-Konzept, das Ihnen als Stammgast ja geläufig ist.
      Sicherlich birgt das Projekt auch Risiken, zuallererst für den Investor selbst – sollte Ihnen allerdings eine Unternehmung ohne Risiken bekannt sein, dann lassen Sie es mich bitte wissen – und kommen Sie mir jetzt bitte bloß nicht mit Staatsanleihen ;-)
      Das Bauruinenrisiko ist ohne den Lanserhof allerding deutlich höher, da der Margarethenhof in seiner derzeitigen Form eben nicht wirtschaftlich zu betreiben ist, was die letzten Jahre leider bewiesen haben.
      Weshalb Sie von einem gigantischen Neubau sprechen ist für mich nicht nachvollziehbar, da ein Hotelneubau, der auf eine Maximalkapazität von 80 Gästen ausgelegt ist, eher als sehr klein zu bewerten ist und auch nur im Hochpreissegment wirtschaftlich machbar sein dürfte.
      Ihr letzter Satz irritiert mich ebenfalls – wer ist wir (für wen außer sich selbst sprechen Sie noch) und was hat der Lanserhof mit Kitzbühl zu tun?

      • Lohbinder

        Bei dem was Sie da preisgeben, kannst man sich nur noch auf die Stirn tippen. Denn wenn die Klientel von Lansmed was angesagteres findet, dann sind sie weg. Und dann?

        • Robert

          Zu Satz 1: Geht es auch konkreter? Basierend auf diesen Wischiwaschi-Statement kann man beim besten Willen nicht diskutieren.

          Zu Satz 2: Es ist die ureigenste Aufgabe eines Unternehmers das eigene Unternehmen attraktiv zu halten. Ggenau aus diesem Grund muss man eben jetzt das Gesamtkonzept des Margarethenhofs auch überarbeiten. Es ist durchaus möglich, dass das Konzept in 10 Jahren wieder angepasst werden muss. Eine absolute Sicherheit gibt es in diesem Leben nicht, wenn Sie aber genau das fordern, dann wird kein menschliches Wesen jemals Ihrer Erwartungshaltung gerecht werden können.

  • Landschutz

    Antwort an Robert, ich meinte vor allem den Flächenverbrauch- was sonstige Umweltstandartsangeht geben ich ihnen Recht. Aber in 40 Jahren eine Fläche der größe Niederbayerns alleine in Bayern zu versiegeln, obwohl wir in Gesamtdeutschland,was die Bevölkerung angeht eher schrumpfen als wachsen, das geht meiner Meinung nach in die falsche Richtung-es handelt sich um Wachstum auf Kosten von Grund und Boden. Landschaft läßt sich nun mal nicht vermehren. Meiner Einschätzung wird es da oben bei Ablehnung von Lansmed keine Bauruine geben. Entweder man rauft sich zusammen oder es findet sich ein neuer Investor. (ich glaube da eher an ersteres)

    • Robert

      Ihr Wort in Gottes Ohr – leider gehe ich aber vor dem Hintergrund der sehr konkreten Erfahrungen der letzten Jahre eher davon aus, dass sich das Thema Margarethenhof im Fall einer Ablehnung des Lanserhofs vergleichbar Kaltenbrunn entwickeln wird.

  • Waakirchnerin

    Ich freue mich auf dem 6. November 2011 – denn ich weiss schon seit langem – auch ohne lange und aufwendige Infoveranstaltungen – wo mein Herz schlägt: Ich stimme gegen den Lanserhof.

    • Waakirchner

      Da wäre es wohl besser gewesen Sie hätten sich einmal informiert. Sie haben wohl keine Kinder welche sich ihren Lebensunterhalt einmal mit Arbeit verdienen müssen. Ich bin seit über 20 Jahren täglich über 2 Stunden unterwegs um in die Arbeit zu kommen. Zum zeitlichen Aufwand kommt auch noch die finanzielle Belastung. Wie lange brauchen Sie denn? Oder fragen Sie einmal die Herren vom Bürgerbegehren wie lange ihre Anreise zum Arbeitsplatz ist. Schauen Sie sich die Liste an und beantworten Sie sich die Frage selbst.
      Es wäre wesentlich sinnvoller ihr sog. Naturschützer und Weltverbesserer würdet eure Energie gegen das Abholzen des Regenwaldes und dem Klimawandel einsetzen, nicht gegen ein Gesundheitshotel am Steinberg. Ich werde in meinem Leben keinen Vorteil mehr vom Hotel Landserhof haben, ich denke aber bei meinen NEIN für das Bürgerbegehren auch nicht an mich, sondern an die nächsten Generationen. Wenn nur ein paar Gemeindebürger einen Arbeitsplatz durch den Landserhof innerhalb oder in einer umliegenden Gemeinde bekommen sollten und dafür nicht in die Stadt pendeln müssen (ist ja auch noch umweltschonend), freue ich mich dass ich (hoffentlich) dazu beigetragen habe.

      • Lohbinder

        Sie wissen hoffentlich auch, dass der Herr Lansmed bis heute die Fragen offen gelassen hat, was das für Arbeitsplätze sind. Ein 400 Eurojob als Putze ist auch ein Arbeitsplatz. Wenn das für ihre Kinder erstrebenswert ist, bitteschön. Was aber passieren wird, dass Lansmed Leute aus dem Osten von Deutschland und Europa anzieht, die für weniger Geld arbeiten. Somit werden hier die Löhne kaputtgemacht und die Kaufkraft schwindet auch. Den Regenwald retten gerade die Brasilianer selber in dem sie ein grüne Regierung gewählt haben. Tanken Sie E10? Das kommt zum Teil auch aus dem Regenwald.

        • Waakirchner

          Na und, dann ist es eben ein 400 € Job als Putze. Das ist durchaus ehrenwert. Wenn ich es mir leisten könnte würde ich den 400 € Job in meiner Nachbarschaft einem 4000 € Job, der mit einer 2stündiger Hin- und Rückfahrt verbunden ist, vorziehen.

          • Lohbinder

            Und wovon leben Sie dann in dieser Gegend?

        • Robert

          Bitte was? E10 kommt zum Teil aus dem Regenwald?

          • Lohbinder

            Woher glauben Sie, daß das ganze Bioethanol herkommt? Es gibt auch in Asien einen Regenwald. Genauso mit dem Biodiesel der zum Teil aus Palmöl gewonnen wird. Nicht nur Münchner Merkur o.ä. lesen, sonst wird der Horizont so eng.

  • Robert

    Sie sprechen wohl von E85? Anbei ein kurzes Statement vom BUND zum Thema E10:
    “Durch die Erhöhung des Ethanolanteils auf 10% erwartet der BUND eine Erhöhung des Bedarfs von GETREIDE, ZUCKERRÜBEN und MAIS auf insgesamt rund fünf Millionen Tonnen. Die dazu notwendigen Flächen ständen dann nicht mehr der Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung.”

  • Lohbinder

    Stimmt, haben sie sich schon gewundert, warum beim Bäcker alles gut teuerer geworden ist? Deshalb holen wir den Bioethanol von wo her? Deshalb verweigere ich auch E10 und E5 da wir vom Staat gezwungen werden ein Lebensmittel in den Tank zu schütten. SuperPlus ist zwar teuerer aber durch sparsames Autofahren kann man das kompensieren.

  • Unwichtig

    Jeder der hier aufgeführten Standpunkte findet seinen Gegenpol. Ich hab mir als “zum ersten Mal” Wahlberechtigter beide Seiten angehört und muss sagen, dass mir persönlich die ganze Contra-Bewegung mittlerweile peinlich geworden ist. Unsachliche Argumentation, falsche Informationen und ewiges “rum grantln”. Die Emotionen die da durchklingen sind immer dieselben: Verdrossenheit, Angst und Neid. Ich mag jung und unerfahren sein, aber ich werde morgen für LansMed stimmen, da ich denke, dass man Vertrauen vor Angst stellen sollte und, dass der Gesundheits-Tourismus für unsere Region die größte Chance der Zukunft ist. Pro nachhaltiger Fortschritt!

    • Heimat Erhalten

      Ja, stutzig muss das ganze Sie nicht machen- und von den Abend der “Grantlern” berichtet die Tegernseer Stimme und der Merkur ja eh nichts- könnte Ihre Meinung nach wahrscheinlich “peinlich” sein. Hier haben wir ein Fall von freie , unabhängige Berichterstattung. Erkundigen Sie sich doch erst mal WER diese Christian Harisch ist – was für eine Rolle er in Tirol spielt , dann weis man auch gleich warum das hier so unanständig abläuft. Und ich habe immer gemeint die Stolzen, unabhängigen Oberlandler würden ihre Heimat verteidigen-von wegen….

      • Tegernseer Stimme

        Wir haben objektiv auf jede Informationsveranstaltung hingewiesen. Und vor allem über jede veränderte Situation sowie jede Aktion berichtet. Egal ob Widerständler oder Befürworter. Uns jetzt Subjektivität vorzuwerfen ist lächerlich.

  • Besucher der Infoveranstaltung der Bürgerinitiative

    Ich möchte über die Infoveranstaltung der Bürgerinitiative vom Donnerstag, die ich als Bürger nutzen wollte um mir eine Meinung über das Vorhaben zu bilden, aus meiner Sicht berichten.

    In der Darbietung von Hans Well wurden allerlei Themen besungen, die mit Waakirchen gar nichts zu tun hatten, z.B. das Verhältniss von Silvio Berlusconi zu 14 jährigen Mädchen. Ein Text über Bürgermeister Hartl im Hintern von Dr. Harnisch war mehr als geschmacklos.

    Herr Wölzmiller beglückte uns mit Bildern aus Pfaffenhofen und Berchtesgaden. Seine Aussagen zum Margaretenhof beschränkten sich auf die Darstellung des Bebauungsplans. Dieser wurde in den Veranstaltungen des Lanserhofes ausführlicher erklärt.

    Herr Kornprobst hat uns die Bayerische Verfassung vorgetragen und unseren Kommunalpolitikern jegliche Kompetenz abgesprochen.

    Herr Martin zitierte Zeitungsartikel, Flyer und ähnliches.

    Leider war im ganzen offiziellen Programm der Informationsgehalt sehr dürftig. Teilweise weit unter der Gürtellinie und peinlich. Manche Aussagen auch einfach nicht nachvollziehbar, wie z.B. Arbeitsplätze müssen nicht geschafffen werden da wir fast Vollbeschäftigung haben oder Kreisverkehre verschandeln die Landschaft. Ich möchte in diesem Zusammenhang nur an den Kreisl an der Kammerloher Kreuzung errinnern und die vielen Verletzten und Toten, die jetzt, Kreisel sei Dank, der Vergangenheit angehören.

    In der anschließenden Diskussion wurden wir dann (nicht von der Bürgerinitiative) mit Fakten zum Kanal versorgt. Auch frühere Grundstücksverkäufe einiger Lanserhof-Gegner die zum Verbau unserer Landschaft führten wurden vorgetragen.

    Die Veranstaltung hat dazu beigetragen, dass ich beim Bürgerbegehren mit einem NEIN gegen das Bürgerbegehren und somit für den Lanser Hof stimme. Ein Grund waren die fehlenden Argumente und die unglaubwürdige Stimmungmache der Bürgerinitiative.

    • http://www.smg-mb.de Oliver Reitz

      Daher ist es umso erfreulicher, dass bei der Informationsveranstaltung am Freitagabend nicht nur der Investor Dr. Harisch, sondern auch Architekt Wagenpfeil, zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lieferanten und Geschäftspartner sowie ein Gast (Johannes B. Kerner) sachlich und detailliert sämtliche offenen Fragen beantworten konnten.

      Unbestritten dürfte sein, dass alle Argumente klar für den Lanserhof sprechen. Der Gemeinde Waakirchen und der gesamten Region kann in der Tat nichts Besseres passieren als eine solche Investition in zukunftsorientierte touristische und medizinische Dienstleistungen.

      Allein von Erinnerungen an den Mariensteiner Bergbau und von einigen wenigen Handwerks- und Produktionsbetrieben lässt sich die Wirtschaftsstruktur und somit auch die Lebensqualität in Waakirchen nicht auf Dauer halten.

      Bleibt zu hoffen, dass die Gegner des Projektes ihre anfänglichen Befürchtungen, Neidgedanken und “Wir sind gegen alles”-Strategien ablegen.

    • wolfgang

      Ihr Kommentar und der Kommentar von “unwichtig” zeigen doch, woran es der Bürgerinitiative letztendlich gemangelt hat, an Sachlichkeit. Die Art und Weise wie gegen das Projekt vorgegangen worden ist, (und zeitweise schon “klassenkampfähnliche Züge” angenommen hat), haben einer durchaus sinnvollen kritischen Begleitung des Projekts durch die Bürgerinitiative dieser eher geschadet.

  • Landschutz

    Grundsätzlich bevorzuge ich die Sachlichkeit,
    aber leider wurde den sachlichen Argumenten der BI immer der Lügenvorwurf gemacht. Z.B Kanal- es wurde dargestellt als würde der Gemeinde dieser nichts Kosten. Erst auf Nachfrage der BI wurde scheibchenweise zugegeben, dass es sich bei der Finanzierung um ein Darlehen vom Investor an die Gemeinde handelt- was ja an und für sich rechtlich einwandfrei sein kann aber doch ein ungutes Gefühl bei manchen hinterläßt. Es wurde immer vom zinslosen Darlehen gesprochen, was aber nur bedingt stimmt, weil es inflationsgeschützt ist, was je nach Inflationsrate gut oder aber auch schlecht sein kann. Dies ist nur ein Beispiel für die Informationspolitik der Befürworter. Selbst hartgesottene Befürworter geben im Vieraugengespräch zu dass vieles erst an Tageslicht gebracht wurde durch die “kritische Begleitung”. Bei der Veranstaltung der BI wurde in keinerlei Weise unfair argumentiert- satirische Beiklänge lassen sich nun mal nicht zensieren, der Vortrag von H. Wölzmüller war vielleicht wenig sensationsheischend und nicht mit dem Dampfhammer, aber jeder der ihm intellektuell folgen konnte, wußte was er meinte. Auch Herr Kornprobbst hielt sich an die Fakten, sogar in sehr konservativer Weise. Sicherlich wurde in manchen anderen Diskussionen auch mal übers Ziel hinausgeschossen, aber das geschah auf beiden Seiten- morgen wird der Bürger entscheiden und es ist gut so. Egal wie es ausgeht.Keiner kann sagen, er hätte davon nichts gewußt.

    • Robert

      Ich kann Ihren Ausführungen teilweise durchaus zustimmen, die kritische Begleitung des Projekts durch die BI war mitunter sinnvoll. Die Unverschämtheiten von Hr. Well in Richtung Hartl und Harisch aber als satirische Beiklänge, mit dem Verweis, dass ja auf beiden Seiten auch mal übers Ziel hinausgeschossen wurde abzutun, halte ich für inakzeptabel! Man soll und darf leidenschaftlich argumentieren, aber nicht so. Zu diesem Vorgang würde ich mir im Sinne des weiteren Zusammenlebens nach dem Entscheid, eine Klarstellung der BI wünschen.

  • Egart

    Das Schlimmste ist meiner Meinung nach, mit welchen Methoden hier versucht wird, dass “Stimmvieh” (den Gemeindebürger) auf Linie zu bringen: werbewirksam verzerrte Projektmodelle, große Versprechungen (z.B. Arbeitsplätze), Veranstaltungsserie mit TOP-Gästen, Inserate, “Vorarbeit” in der höheren Liga (Regierung), Ausgrenzung der Gegner als “ewig gestrige”… wer weiß, was sich im Hintergrund noch alles abgespielt hat! Dem Otto Normalverbraucher stehen diese Möglichkeiten nicht zur Verfügung bzw. er verzichtet freiwillig darauf, weil sie ihm unseriös vorkommen. Ist das Demokratie? Und noch mal zum Landschaftsschutz: Wird der Margarethenhof aus dem Landschaftsschutzebiet genommen, so werden wir eine Flut neuer Anträge im ganzen Landkreis erleben. Die Investoren, von denen es gar nicht so wenige gibt, stehen schon in den Startlöchern, um unsere Landschaft zuzubauen. Lansmed ist nicht nur Sache der Mariensteiner!

  • Thomas

    Heimatgemeinde trifft kritisch auf geballte Investoren-Propaganda. Das ich das noch erleben darf! Statt Sprechblasen und leerer Versprechungen hier mal eine Arbeitsvorlage zu Verpflichtungen von Lansmed gegenüber den Bürgern.

    * Das Volumen des Bautätigkeit wird im Einvernehmen mit den Bürgern ausgearbeitet. Lansmed wird dieses Volumen auf 20 Jahre nicht ausweiten und keine weiteren Gebäude errichten, bzw. ausbauen. Der Landschaftsschutz wird nicht verändert.

    * Der Bau wird ausschließlich durch lokal ansässige Firmen und Handwerker errichtet, dies gilt auch für spätere Reparaturen und Wartungen. Erschließungskosten gehen voll zu lasten des Investors.

    * Alle Stellenangebote werden für 4 Wochen ausschließlich in der Region ausgeschrieben, erst danach Bundesweit. Es werden keine Saisonarbeiter aus dem Ausland engagiert. Zwei Drittel der Arbeitsplätze müssen Sozialversicherungspflichtige Vollzeitjobs sein, es wird ein Mindestlohn von 9 Euro bezahlt. Der Mindestlohn wird jährlich an die Inflation angepasst.

    * Produkte (z.B. Lebensmittel) und Dienstleistungen (z.B. Wäscherei) werden bevorzugt aus der Region bezogen, dabei ist die Verfügbarkeit ausschlaggebend, nicht der Einkaufspreis.

    .. Das ist wie gesagt nur ein Vorschlag, zur weiteren Ausarbeitung. Das ganze könnte als Vertrag zwischen Gemeinde und Investor funktionieren. Was noch fehlt sind Sanktionen, und das Thema Gewerbesteuer. Ein Investor der wirklich an nachhaltiger gemeinschaftlicher Entwicklung interessiert ist, sollte kein Problem haben so etwas zu unterschreiben.