Samstag, 19. April 2014

Umbau und Sanierung der Gmunder Grundschule

Freistaat sichert zwei Millionen zu

Dritte ErgÀnzung vom 17. April / 15:03 Uhr
Gute Nachricht fĂŒr Gmunds BĂŒrgermeister Georg von Preysing. Die Regierung von Oberbayern hat den Weg frei gemacht fĂŒr den Beginn der umfassenden Sanierungsarbeiten an der Grundschule.

Zwei Millionen Euro Fördermittel erhofft sich die Gemeinde als Zuschuss vom Freistaat. Eine Summe, die nun sicher ist. Auch wenn die Auszahlung der ersten Rate erst im nĂ€chsten Jahr startet, wie KĂ€mmerer Georg Glas gegenĂŒber dem Merkur bestĂ€tigt.

Damit bleiben fĂŒr Gmund gut 4,5 Millionen, die man fĂŒr die umfassenden Baumaßnahmen aus der eigenen Tasche berappen muss. DafĂŒr wird dann nicht nur das bestehende GebĂ€ude saniert und modernisiert. Es entsteht, nach dem Abriss des WestflĂŒgels, auch ein komplett neuer GebĂ€udeteil mit zusĂ€tzlichen Klassenzimmern und anderen RĂ€umen.

Alle Informationen zu dem Thema im ursprĂŒnglichen Artikel und den ErgĂ€nzungen weiter unten.

Zweite ErgĂ€nzung vom 15. Februar / 12:58 Uhr mit der Überschrift: “Vor Pfingsten in die mobilen Klassenzimmer”
Mindestens 6,2 Millionen Euro wird die Sanierung beziehungsweise der Umbau der Gmunder Grundschule kosten. Und im Vergleich zu den ersten Beratungen haben sich die Kosten in den letzten 18 Monaten deutlich nach oben entwickelt. BĂŒrgermeister Georg von Preysing hatte das mit frĂŒheren SchĂ€tzungen verargumentiert. Erst vor zwei Monaten, so Preysing seien konkrete Kostenberechnungen möglich gewesen. Und die hĂ€tten zum ersten Mal den tatsĂ€chlichen Umfang der Arbeiten gezeigt.

Der auf der gestrigen Bauausschuss-Sitzung veranschlagte Terminplan sieht vor, mit den Abbrucharbeiten am Pfingstdienstag zu beginnen. Das Ost-West-gerichtete Haus soll einem geplanten Neubau weichen. Der restliche Teil des GrundschulgebÀudes wird umfangreich saniert.

Ab Pfingsten wird der vordere Teil des GrundschulgebÀudes abgerissen.

FĂŒr die Dauer des 1. und 2. Bauabschnittes wird ein Teil der KlassenrĂ€ume in mobilen Klassenzimmern untergebracht. Zwischen Ostern und Pfingsten soll die “eingeschossige Containerlandschaft” entstehen, damit pĂŒnktlich an Pfingst-Dienstag mit den Abbrissarbeiten begonnen werden kann.

Insgesamt drei RĂ€ume werden in den Containern, die Gmund aus Miesbach ĂŒbernehmen kann, untergebracht. Eine Klasse soll dauerhaft dort untergebracht werden. Dazu wird ein Medien- und ein Religionsraum entstehen.

Zwei Jahre haben Architekt und Planer fĂŒr die umfangreichen Bauarbeiten veranschlagt: Abbruch des WestflĂŒgels, kompletter Umbau des SĂŒdflĂŒgels, zwölf Klassenzimmer, mehrere NebenrĂ€ume, ebenerdiger Anbau fĂŒr Mittagsbetreuung und ein Keller mit FernwĂ€rmeleitung zum Rathaus.

Und dann dĂŒrfte die Gmunder Grundschule bereit sein fĂŒr die Zukunft und die anstehenden geburtenstarken JahrgĂ€nge.

ErgÀnzung vom 14. Dezember / 1:39 Uhr
Mindestens 6,2 Millionen Euro soll die neue Grundschule in Gmund nach Aussage des Architekten kosten. Der Gemeinderat zeigte sich vor zwei Wochen, Ă€hnlich wie BĂŒrgermeister Georg von Preysing, ĂŒberrascht von der Höhe dieser Kostenberechnung.

Trotzdem wurde das Vorhaben einstimmig auf den Weg gebracht, auch wenn auf verschiedenen Sitzungen in den letzten 18 Monaten von einer deutlich geringeren Investitionssumme die Rede war. Wie diese “Kostenexplosion” zustande kommt, erlĂ€utert Preysing auf Nachfrage folgendermaßen:

Im April 2010 wurde vom ArchitekturbĂŒro M. Huber eine KostenschĂ€tzung gemacht. Bei den damals angegebenen Kosten in Höhe von rund 4,5 Mio. Euro waren weder die Außenanlagen, AnschlussgebĂŒhren, Planungs- und Projektierungskosten enthalten. Ebenso wenig wie die Unterkellerung des Neubaus. Zudem handelt es sich um eine ganz andere Planung, als die jetzt verwirklicht werden sollte.

Georg von Preysing stellt klar, dass der Gemeinderat erst bei der letzten Sitzung Ende November eine Kostenberechnung vorgelegt bekam. Bis dahin habe man im Gremium immer auf Basis von KostenschÀtzungen diskutiert und entschieden.

UrsprĂŒnglicher Artikel vom 1. Dezember:
Seit etwa eineinhalb Jahren steht das Thema Grundschulsanierung regelmĂ€ĂŸig auf der Tagesordnung des Gmunder Gemeinderates. Spannend zu beobachten bei den immer wiederkehrenden Diskussionen ist auch die Rolle von BĂŒrgermeister Georg von Preysing.

Entweder wenn er mahnend auftritt und “bitteschön jetzt keine Grundsatzdiskussionen” mehr fĂŒhren möchte. Oder aber sechs Monate spĂ€ter betroffen ĂŒber die “alternativlose Höhe der zu erwartenden Kosten” spricht.

Am Dienstag Abend war letzteres der Fall. Denn Preysing musste seinem Gemeinderat die Nachricht ĂŒberbringen, dass der Neubau beziehungsweise die Sanierung der Grundschule nach einer Kostenberechnung mindestens 6,2 Millionen Euro kosten wird. Im April waren das laut grober KostenschĂ€tzung zwar noch vier Millionen gewesen. “Doch das Geld ist gut angelegt,” wie CSU-Gemeinderat Alfons Wagner betonte.

“Man muss auch an die Zukunft denken”

Überhaupt hatte es den Anschein, dass die Aussicht gut zwei Millionen Euro mehr auszugeben, als man in den Grundsatzdiskussionen im Laufe des letzten Jahres eigentlich beschlossen hatte, niemanden so richtig störte.

GrundsÀtzlich hÀtte ja auch noch die Möglichkeit bestanden, die Grundschule komplett neu zu bauen und den Neubau neben die neue Realschule in Finsterwald zu platzieren. Aber im Juli 2010 entschied sich der Gemeinderat gegen zwei Stimmen dagegen. Grund: Die Kosten.

Die Gmunder Grundschule soll fĂŒr mindestens 6,3 Millionen Euro umgebaut werden.

So sieht die derzeitige Kostenberechnung fĂŒr den alten Standort vor, dass fĂŒr Neubau inklusive Unterkellerung 4,48 Millionen Euro anfallen. Die Sanierung des Altbestandes wird 1,8 Millionen kosten. Darin enthalten sind auch 200.000 Euro fĂŒr den Abbruch. FĂŒr die Gesamtkosten in Höhe von 6,2 Millionen Euro darf die Gemeinde mit etwa 30 bis 60% Fördermitteln vom Staat rechnen. Die genaue Höhe steht noch aus.

Zusammen mit den Investitionen, die auf den Gmunder Haushalt aus dem Realschulneubau zukommen, dĂŒrfte das die Haushaltssituation nicht einfacher machen.

“Wir sollten sparen, aber nicht an der falschen Stelle”

Dabei steht die Notwendigkeit fĂŒr eine umfassende Sanierung der Grundschule außer Frage. Geburtenentwicklung, Klassenteiler, Ganztagesbetreuung und das sanierungsbedĂŒrftige Ambiente der bisherigen RĂ€umlichkeiten sind die augenscheinlichsten GrĂŒnde.

Und die Arbeiten, die um Pfingsten 2012 herum beginnen sollen, werden umfangreich sein: Abbruch des WestflĂŒgels, kompletter Umbau des SĂŒdflĂŒgels, zwölf Klassenzimmer, mehrere NebenrĂ€ume, ebenerdiger Anbau fĂŒr Mittagsbetreuung und ein Keller mit FernwĂ€rmeleitung zum Rathaus. Insgesamt zwei Jahre haben Architekt und Planer fĂŒr die Bauarbeiten veranschlagt.

WĂ€hrend der Bauphase sollen mobile Klassenzimmer Teile der Schulklassen beherbergen. Und wenn dann 2014 und damit, so Preysing “rechzeitig zum nĂ€chsten dreizĂŒgigen Jahrgang” der Umbau fertig werden sollte, steht die Schule in neuer Pracht da und hat bereits einen neuem Namen. Denn die Umbennenung in Grundschule Gmund am Tegernsee hatte der Gemeinderat genauso einstimmig beschlossen, wie die Mehrkosten fĂŒr den Grundschulneubau.

Manche Entscheidungen sind einfach und manche alternativlos.

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. FĂŒr uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwĂŒnscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.

So können Sie kommentieren:

1. Als Gast ohne Registrierung. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller ÜberprĂŒfung freigeschaltet. Das kann etwas dauern.

2. Als registrierter TS-Kommentator. Ihre BeitrĂ€ge werden direkt veröffentlicht. DarĂŒber hinaus können Sie ihre Kommentare nachtrĂ€glich Ă€ndern.

Beide Varianten erlauben anonyme Nicknames oder Ihren echten Namen. Egal, fĂŒr was Sie sich entscheiden: Bitte bleiben Sie sachlich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

  • Gmunda

    Vielen Dank an meine RĂ€teschaft und an unseren BĂŒrgermeister. Wer zusammenarbeiten kann und Entscheidungen treffen kann bei dem geht es auch vorwĂ€rts. Und, oh ihr Kritiker, werft ruhig mit Steinen und lasst Euch nicht aufstellen.
    Aber verstummt nicht, denn sonst istÂŽs auch nicht richtig!

Anzeige

banner