Freitag, 18. Mai 2012 (04:15 Uhr)

Lanserhof darf gebaut werden: 69,5% der Waakirchner stimmen für den Bau (Video)

Bei der Abstimmung zum Bürgerbegehren im Waakirchner Feuerwehrhaus.

Knapp 65 Prozent Wahlbeteiligung. Mit einer so hohen Quote für das vor vier Wochen initiierte Bürgerbegehren hatte niemand ernsthaft gerechnet. Und auch das derart eindeutige Ergebnis Pro Lanserhof ist für viele Beobachter eine Überraschung.

Dabei sind sich Befürworter und Gegner des Lanserhofs einig. Die Abstimmung sei richtig und wichtig gewesen. Und auch das Ergebnis von knapp 70 Prozent bedeute ein “gutes Signal” für die Gemeinde.

“Die Verteilung der Stimmen spiegelt das Ergebnis aus dem Gemeinderat wieder”

Die genauen Zahlen zeigen das eindeutige Votum der Bürger: 1.934 Wahlberechtigte haben am heutigen Sonntag mit “Nein” gestimmt. Das sind genau 69,47% der abgegebenen Stimmen. Gegen den Lanserhof, und somit mit “Ja”, hatten nur 850 Waakirchner votiert.

Der Vollständigkeit halber hier die genauen Ergebnisse, aufgeteilt nach den fünf Stimmbezirken:
Waakirchen Ort – 21,52% Ja / 78,58% Nein
Häuserdörfl, Siedlung, Riedern – 22,75% Ja / 77,25% Nein
Marienstein – 32,58% Ja / 67,42% Nein
Schaftlach Ost, Staudach, Krottenthal – 38,36% Ja / 61,64% Nein
Schaftlach West, Piesenkam – 42,45% Ja / 57,55% Nein

Wir haben direkt nach der Wahl Eindrücke und Meinungen aus beiden Lagern eingefangen. Entstanden ist das kurze Video im Waakirchner Rathaus, unmittelbar nach der Bekanntgabe der Ergebnisse des ersten Waakirchner Bürgerbegehrens.

Ihre Meinung ist uns wichtig

  1. Robert meint:

    Ein sehr starkes und überzeugendes Votum zugunsten des Lanserhofs, daran kann keiner mehr vorbeisehen. Glückwunsch Waakirchen!

  2. Oliver Reitz meint:

    Wirklich mehr als erfreulich – und hoffentlich eine Signalwirkung für weitere leider umstrittene Projekte (z. B. Schliersbergalm).

    Auf geht’s im Landkreis!

  3. Lohbinder meint:

    Herzlichen Glückwunsch, Geld hat gegen den Verstand keine Chance.

  4. waakirchener meint:

    Danke für das interessante Video. Ich denke wir alle können froh sein, dass die Entscheidng so ausgefallen ist. Aber es ist auch gut zu sehen wie fair die Gegner mit dem Ergebnis umgehen.

  5. Gast meint:

    Ich hoffe sehr stark, dass dieses Ergebnis keine Signalwirkung für weitere Vorhaben in der Egartenlandschaft hat.
    Ich befürchte es jedoch stark, da die Brauerei auch schon dort gebaut hat und die Gemeinden auf weiteres Bauland drängen.

    Nach dem Motto “Der stete Tropfen höhlt den Stein” wird wohl unsere schöne Heimat in ein paar Jahrzehnten komplett verbaut sein.

    • Oliver Reitz meint:

      Projekte wie der Umbau der Schliersbergalm oder ein Hotel am Seehamer See liegen nicht in der Egartenlandschaft.

      Wichtig ist aber auch, dass vorhandene Bauruinen bzw. Schandflecke bald wieder einer Nutzung zugeführt werden (z. B. Maximilian, Gut Kaltenbrunn, Hotel Lederer, Gewerbegebiet Müller am Baum, Postbrauerei im Ortskern von Holzkirchen, Tankstellenfläche in Weyarn …).

      Allerdings benötigen wir dringend mehr Betten in Hotels, die zeitgemäß sind und nicht den Standard der 70er Jahre widerspiegeln. Neben dringend erforderlichen Investitionen in bestehende Objekte muss es auch eine Ergänzung des Angebotes bzw. zusätzliche Hotelentwicklungen mit Augenmaß geben.

      • wolfgang meint:

        Genau, Herr Reitz, mit diesem Vertrauenvorschuß liegt es jetzt an den Verantwortlichen auch diesem Vorschuß gerecht zu werden. Gebt den Leuten das Vertrauen wieder zurück !!!!!!!!!!!!!
        Letztendlich ging es gar nicht um Landsmed selbst, es ging um …..Denken sie mal nach um was ?

      • Lohbinder meint:

        Das mit dem Lederer ist ja wohl ein Humbug. Der, der was draus machen wollte ist gegen einen ausgebootet worden, vom dem keiner was weiss. Da hatte doch bestimmt der Herr B. seine Finger im Spiel. Eins hat man vergessen zu bedanken, der grossartigen Pressearbeit.

        • Oliver Reitz meint:

          Derjenige, der bei der Versteigerung am meisten geboten hatte und aus dem Lederer etwas machen wollte, hatte auf jeden Fall eine touristische Nutzung im Sinne der Gemeinde und der gesamten Region beabsichtigt. Was der nun aufgetretene Käufer mit dem Areal vorhat, bleibt abzuwarten.

    • Kommentierer meint:

      siehe meine Antwort oben.

  6. Gmundna meint:

    Man kann den Waakirchnern nur gratulieren und hoffen dass es nicht solche selbsternannten Weltverbesserer ähnlich wie in Kaltenbrunn noch verhindern !!!

    • Lohbinder meint:

      Klar, weils in Gmund nix auf die Reihe bringen, da schaut man lieber in die Nachbargemeinden gell?

      • Gmundna meint:

        Gmund bringds schon auf die Reihe wenn es da nicht die ewigen Verhinderter geben würde die demokratische Mehrheitsentscheidungen wie den BÜRGERENSCHEID von Kaltenbrunn nicht anerkennen und akzeptieren!

        • Lohbinder meint:

          Vielleicht sollte Frau Schörghuber mal das gleiche tun wie ich, ich war vor kurzem in Volkach (Ufr.) in einem Romantik-Hotel. Hotel mit 3*+4* Sternezimmer, einem schönen Weinlokal mit Freisitz und einem Streichelzoo. Das Ding hat mich so an Kaltenbrunn erinnert, so was aus Kaltenbrunn machen, da würde das ganze Tal gewinnen daraus. Was mich vor allem gewundert hat, obwohl das ruhige Musik gespielt hat waren sehr viele junge Leute in dem Lokal. Es muss also bei der Jugend nicht immer laut sein.

  7. Waakirchnerin meint:

    Ehrlich gesagt frage ich mich manchmal, ob wir Menschen in der Mehrzahl eigentlich “echt” demokratiefähig sind. Demokratiefähigkeit setzt nämlich meines Erachtens ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Verständigkeit und Intelligenz voraus. Nicht nur der ist intelligent, der meint, den Geruch des Geldes auf 6 Meilen “wittern” zu können. Ich bin über das Ergebnis traurig und entteuscht, ich trauere um das verbrannte Land – verbrannt in einen Feuer, das mit nichts als Versprechen geschürt wurde.

    • Robert meint:

      Nun, Ihr Posting ist zumindest ehrlich. Sie halten die Mehrheit Ihrer Mitbürger für “abhängig”, “unwissend” und “dumm” und somit für “demokratieunfähig”.

      Offen gesagt denke ich aber, dass hier ein eklatantes Missverständnis Ihrerseits vorliegt. Demokratiefähigkeit ist nur dann gegeben, wenn man die Ergebnisse demokratischer Prozesse anerkennt, auch wenn Sie nicht der eigenen Meinung/Vorstellung entsprechen. Das dies mitunter sehr schwer ist weiß jeder, der sich schon einmal für eine Sache stark gemacht hat, die dann aber anders entschieden wurde.

      Tatsächlich demokratieunfähig sind allerdings diejenigen, die das nicht anerkennen wollen/können.

    • Kommentierer meint:

      Demokratie (griechisch Δημοκρατία, von δῆμος [dēmos], „Volk“, und κρατία [kratía], „Herrschaft“, vgl. -kratie) bezeichnet einerseits das Ideal einer durch die ZUSTIMMUNG DER MEHRHEIT DER BÜRGER und die Beteiligung der Bürger legitimierten Regierungsform, der „Volksherrschaft“ (Wikipedia). Das “verbrannte Land” ist seit über 20 Jahren ein GOLFPLATZ (s.o.)

      • Lohbinder meint:

        Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, den Golfplatz zurückzubauen!

        • Robert meint:

          Das Gelände stand die letzten Jahre mehrfach zum Verkauf. Warum haben Sie es nicht erworben und der Ihnen genehmen Nutzung zugeführt?

          • Lohbinder meint:

            Sie sind ja wohl Lansmed´s größter Fan oder? Sie wissen das es ein Normalverdiener nicht kaufen kann. Ausserdem stand er in einem Landschaftsschutzgebiet und war folglich ein Schwarzbau. Das heisst der Ersteigentümer hätte ihn zurückbauen müssen, so wie es von jeden Bürger der eine falsche Fasadenfarbe hat verlangt wird. Zu Ihren Komentaren fällt mir eh nur ein Wort ein. Aber dann würde ich meine gute Kinderstube vergessen.

          • Robert meint:

            Bereits vor 3 Jahrzehnten (lange vor dem Golfplatz) war das Gelände als Reiterhof touristisch genutzt.

            Wenn Sie tatsächlich der Meinung sind, dass es sich bei dem Margarethenhof um einen Schwarzbau handelt, dann empfehle ich Ihnen den Klageweg – wir leben schließlich (Gott sei dank) in einem Rechtsstaat.

            Desweiteren vergessen Sie immer wieder, dass es sich um Privatgrund handelt und Harisch die für die Baugenehmigung vorgegebenen gesetzlichen Vorgaben beschreitet und auch einhält, sonst hätte es den Bürgerentscheid auch gar nicht geben können. Forderungen kann man natürlich immer stellen, sollte das dann aber auch in der dafür vorgesehenen Form und ohne persönliche Anfeindungen tun, schließlich könnte ich Sie ja auch nicht so ohne weiteres zum Rückbau Ihres Gartenteichs auffordern.

            Zu guter Letzt noch: Ja ich bin ein Fan des Lansmed Marienstein Konzepts, dafür brauch ich mich weder zu rechtfertigen, noch mir das von Ihnen vorwerfen zu lassen. Da Meinungsfreiheit für Sie scheinbar nur dann zu ertragen ist, wenn die geäußerte Meinung deckungsgleich mit ihrer ist, gehe ich mal davon aus, dass Sie von Pluralismus nicht allzu viel halten.

        • Zwiesel meint:

          Golfplatz zurückbauen, und dann ?
          Margarethenhof abreißen und Angestellte zum Arbeitsamt schicken, oder was ?

          • blabla meint:

            ich glaub ich fahre jetzt in ein romantikhotel mit streichelzoo, wo nur junge leute sind und reg mich über alles auf was es so gibt!

  8. Hannes meint:

    Darf tatsächlich einer behaupten, es wäre undemokratisch, wenn die Nicht-Befürworter zwar das Ergebnis des Volksentscheids akzeptieren, aber dennoch weiterhin ihrer Meinung und Einschätzung treu bleiben?

    Ich hätte es durchaus als demokratisch empfunden, wenn die ursprünglich ablehnend eingestellten Gemeinderats-Mitglieder zwar nicht gegen den Bebauungsplan gestimmt, sich aber korrekt der Stimme enthalten hätten. Hätten sie denn ihre Überzeugung in der Garderobe des Rathauses abgeben sollen?

    So ganz korrekt, wie behauptet, war es wohl auch nicht, dass die Projektplanung gemacht wurde, als das Areal noch de facto im Landschafts-Schutzgebiet Egarten lag. Das hat der Kreistag erst aufgehoben, als sogar der Bürgerentscheid noch lief!
    Und wer damit argumentiert, dass “da oben ja sowieso schon alles verbaut ist”, darf gefragt werden, was denn nun am Meisten gegen die geschützte Landschaft verstößt: Ein Golfplatz oder ein Gebäude-Komplex von 85m x 85 m? Zweistöckig plus Untergeschoss.

    Und noch was: Es wurden auf allen Plakaten die schon bestehenden Gebäude in Marienstein gezeigt. Eigentlich hätte doch aber über die Lanserhof-Gebäude abgestimmt werden sollen.

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