Samstag, 18. Mai 2013

Jetzt auch öffentlich: Rottacher Hotel Egerner Höfe darf Hotelbetten umwandeln

Gemeinde sieht keinen Diskussionsbedarf

Zweite Ergänzung vom 25. Oktober / 10:25 Uhr
Ein kleiner Teil der Egerner Höfe wird zu Eigentumswohnungen umgewandelt. Das steht seit einer nicht-öffentlichen Entscheidung im Rottacher Gemeinderat fest. Mit 10 zu 9 Stimmen war das Votum äußerst knapp ausgefallen.

Nun wurde die Entscheidung auch öffentlich nochmal bestätigt. Die Mitglieder des Bauausschusses mussten sich am Mittwoch mit der umstrittenen Nutzungsänderung auseinandersetzen. Eine Formalie.

Die Egerner Höfe können einen kleinen Teil ihrer Hotelfläche als Eigentumswohnungen verkaufen.

Für den Eigentümer der Egerner Höfe Graf von Moltke ist der Plan für die Umwandlung in Eigentumswohnungen nur konsequent. So würden in den nächsten drei Jahren mindestens 30 neue Betten entstehen. Dagegen steht der Verlust von acht Betten durch die beschlossene Nutzungsänderung nach dem Vorbild seines neuen Hotelprojektes “Gut Steinbach” in Reit im Winkl. Auch dort sollen Kaufimmobilien angeboten werden. Die Käufer dieser Häuser erwerben nicht nur das Gebäude an sich, sondern sind auch berechtigt, alle Einrichtungen der Anlage mitzunutzen.

Dass der Antrag auf Nutzungsänderung nun auch in einer öffentlichen Sitzung besprochen werden musste, war dem Umstand geschuldet, dass nach der nicht-öffentlichen Diskussion am 19. Juni einiges an Kritik über die Vorgehensweise aufgekommen war. So hatte Bürgermeister Franz Hafner bereits wenige Wochen danach verkündet:

Nachdem einige dingliche Verpflichtungen bestanden, haben wir der Umwandlung der Appartements in nichtöffentlicher Sitzung zugestimmt. Wobei das Verfahren zur Änderung selber möglicherweise einem Bauantragsverfahren oder sogar Bebauungsplanänderungsverfahren vorbehalten ist.

Diskussionen kamen gestern allerdings nicht mehr auf. Der Beschluss des Gemeinderates wurde mit 9 zu 1 Stimmen bestätigt. Einzig Christian Köck zeigte mit seiner Wortmeldung, dass der Antrag der Egerner Höfe hinter den Kulissen zu einigem Gesprächsstoff gesorgt hatte.

Nachdem ich den Antrag im Gemeinderat abgelehnt hab, da ich die Entwicklung einfach nicht gut finde, werde ich es auch jetzt ablehnen. Das ist nur logisch und konsequent. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Ergänzung vom 29. Juli / 13:14 Uhr mit der Überschrift: “”Ein Schritt nach vorne – auch für Rottach”
Die durch den Rottacher Gemeinderat beschlossene Umwandlung von insgesamt 3,8 % der Fläche des Hotels Egerner Höfe in Eigentumswohnungen hat einige Fragen aufgeworfen. Was ist der genaue Grund hinter der Nutzungsänderung? Inwieweit ist es für eine Gemeinde wie Rottach sinnvoll, wenn Hotelbetten verloren gehen? Warum wurde das Thema nichtöffentlich behandelt?

Bei der Präsentation der neuen SMG-Struktur: Klaus-Dieter Graf von Moltke (2. von links), zusammen mit Oliver Reitz (ganz link), Landrat Jakob Kreidl, Martin Mihalovits, Vorsitzender der Kreissparkasse und Andreas Hassler vom Unternehmerverband

Graf von Moltke, Eigentümer der Egerner Höfe, hat nun in einem Gespräch versucht, die meisten der offenen Fragen zu beantworten. Dabei stellt der Hotelier klar, dass durch die Umwandlung zumindest langfristig keine Hotelbetten verloren gehen.

Wir investieren das Geld, das wir durch den Verkauf der Immobilien einnehmen, in die Egerner Höfe. Für mindestens 2,6 Millionen Euro wollen wir so in den nächsten 36 Monaten das Dreifache an neuen Betten bereitstellen, die wir jetzt “verlieren”.

So würden in den nächsten drei Jahren mindestens 30 neue Betten entstehen. Dagegen steht der Verlust von acht Betten durch die beschlossene Nutzungsänderung nach dem Vorbild seines neuen Hotelprojektes “Gut Steinbach” in Reit im Winkl. Auch dort sollen Kaufimmobilien angeboten werden. Die Käufer dieser Häuser erwerben nicht nur das Gebäude an sich, sondern sind auch berechtigt, alle Einrichtungen der Anlage mitzunutzen.

“Am Ende profitieren alle davon”

Das Gerücht, Moltke möchte einen Großteil des eingenommenen Geldes in sein neues Hotelprojekt investieren, sei dagegen Quatsch. Sehr wohl sei es das Ziel, dass beide Hotels langfristig auch voneinander profitieren und eventuelle Synergieeffekte nutzen. “Wir entwickeln integrative Konzepte, mit denen wir natürlich auch unseren Hauptstandort in Rottach-Egern weiter nach vorne bringen möchten.”

Doch um ein solches Ziel zu erreichen, sei es notwendig, permanent in Erhaltung und Ausbau zu investieren. In schwierigen Zeiten, wie sie seit fünf Jahren nicht nur im Hotelgewerbe existieren, sind Investitionen aus dem erwirtschafteten Gewinn nur schwer möglich. “Wir gehen mit den Kaufimmobilien einen gangbaren Weg, um die Substanz zu kapitalisieren. Das wiederum stecken wir zu 100 % in das Hotel. Ich kann daran nichts Schlechtes erkennen. Denn am Ende profitieren alle davon”, ist sich Moltke sicher.

Als Grund für die nichtöffentliche Behandlung nannte der Hotelier interne Vertragsangelegenheiten. Vor allem die noch offenen Verhandlungen bezüglich der Hotelerweiterung wie auch die genauen Umstände des Immobilienverkaufs sind nur schwer in der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Ich muss meine Vertragspartner auch schützen. Und ich bin überzeugt, dass solche Sachen einfach nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden können.

Für Moltke ist der Beschluss der Gemeinde bindend. Der Unternehmer betont, “in gutem Glauben zu handeln”, und geht davon aus, dass die Entscheidung des Gemeinderats in der Form auch rechtssicher ist.

Ursprünglicher Artikel vom 25. Juli mit der Überschrift: “Luxusappartements statt Hotelbetten”
Mit zehn zu neun Stimmen – und damit denkbar knapp – hat der Rottacher Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung über eine Nutzungsänderung der Egerner Höfe entschieden.

Der Eigentümer des Hotels, Klaus-Dieter Graf von Moltke, zugleich Vorsitzender des neu gegründeten Unternehmerverbandes, möchte einen Teil seines Hotels als Luxusappartements zum Kauf anbieten. Im Hof Catherina sollen, laut Aussage von Christian Juchem, dem Marketingleiter der Egerner Höfe, “vier höchst exklusive Wohnappartements zwischen 70 und 200 Quadratemter zum Erwerb angeboten werden”.

Die Egerner Höfe können einen Teil ihrer Hotelfläche als Eigentumswohnungen verkaufen.

Die Wohnungen bekommen einen getrennten Zugang und erhalten einen eigenen Stellplatz in der Tiefgarage. Mitverkauft werde auch die Nutzung sämtlicher “Facilitäten” der Egerner Höfe, so Juchem weiter. Insgesamt werden acht bis zwölf Hotelbetten umgewandelt. Vier sollen an anderer Stelle wieder zugeführt werden.

“Schutzwürdige Individualinteressen”

Spannend an der Geschichte ist, neben der reinen Nutzungsänderung, vor allem die nichtöffentliche Behandlung des Themas. Grundsätzlich muss alles öffentlich entschieden werden, so besagt es die Gemeindeordnung. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Dabei hat eine Prüfung der Kommunalaufsicht in der letzten Woche ergeben, dass die nichtöffentliche Behandlung der Angelegenheit Moltkes scheinbar rechtens gewesen ist. Die Presseprecherin des Landratsamtes, Gabriele Dorby, betonte auf Nachfrage: “Die Gemeinde Rottach-Egern hat glaubhaft dargelegt, dass Gegenstand der Beratung dieses Tagesordnungspunktes insbesondere schutzwürdige Individualinteressen eines Einzelnen waren.”

Welche das konkret waren, ließ die Pressesprecherin jedoch offen. Und auch Bürgermeister Franz Hafner erklärte telefonisch nur, dass der Grund für den Ausschluss der Öffentlichkeit “persönliche Verhältnisse des Antragstellers” gewesen sind.

Also alles in Ordnung? Scheinbar nicht ganz. Denn auf der gestrigen Gemeinderatssitzung war sich Hafner dann nicht mehr ganz sicher.

Nachdem einige dingliche Verpflichtungen bestanden, haben wir der Umwandlung der Appartements in nichtöffentlicher Sitzung zugestimmt. Wobei das Verfahren zur Änderung selber möglicherweise einem Bauantragsverfahren oder sogar Bebauungsplanänderungsverfahren vorbehalten ist.

Die etwas verklausulierte Formulierung meint nichts anderes, als dass man im Rathaus einer allzu kritischen Debatte der Umstände in der Öffentlichkeit vorgreifen möchte. Die Bevölkerung soll im Nachgang doch noch die Möglichkeit erhalten, der Nutzungsänderung in einem der bekanntesten Hotels Rottach-Egerns beizuwohnen. Und vor allem der Diskussion, die damit zusammenhängt.

Dabei ist die Gefahr, dass es zu einer Anfechtung der nichtöffentlich getroffenen Entscheidung kommt, sehr gering, wie Dorby erläutert.

Die Vorschriften der Bayerischen Gemeindeordnung sind reine Ordnungsvorschriften, sodass im Regelfall eine Missachtung nicht zur Unwirksamkeit des Beschlusses führt. Etwas anderes würde insbesondere dann gelten, wenn die Vorschriften über die Öffentlichkeit fortgesetzt und bewusst missachtet werden.

Zu den Gründen des knappen Abstimmungsergebnisses wollte sich Hafner nicht äußern. Bei einer 10 zu 9-Entscheidung kann man jedoch zumindest davon ausgehen, dass es konkrete Argumente für und gegen eine Nutzungsänderung gegeben hat. Und dass diese innerhalb des Gemeinderates intensiv diskutiert wurden.

Möglicherweise wird man die ganze Beratung und Entscheidungsfindung noch mal nach der Sommerpause mitbekommen können, wenn das Thema eventuell auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung gesetzt wird.

Dabei ist eine Nutzungsänderung grundsätzlich keine allzu kritische Sache, wie Hafner auf Nachfrage abwiegelt. “Jeder Fall wird einer Einzelüberprüfung unterzogen. Und wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, steht dem auch nichts entgegen.”

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  • anwohner

    das war ja mal wieder klar! in rottach gibt es unzählige hotels, appartementhäuser, ferienwohnungen usw., auf denen die grunddienstbarkeit “fremdenverkehr” liegt. hier gab es immer wieder die versuche, diese grunddienstbarkeiten aufzulösen, um die wohnungen/appartements als echtes wohneigentum verkaufen zu können. natürlich war/ist das ganz klar auch eine geldfrage am ende, wer mag schon eine wohnung am tegernsee, dass er nur einige wochen im jahr benutzen kann (meist dann auch nicht zu den kernzeiten), und diese dann auch mit urlaubern teilen zu müssen….. (die renditen der urspr. geldanlageobjekte haben dann schon die meisten besitzer mehr als enttäuscht). aber alle diese anträge wurden zumeist einstimmig abgeschmettert.
    jetzt aber ist plötzlich genau das wiederum möglich? und komisch, wieder bei herrn oechsner…..entschuldigung, seine durchlaucht graf von moltke…… langsam ist das doch himmelsschreiend! alleine die baugenehmigung des neubaues kann man als mann von fach nicht verstehen…..wie kann eine derartiges bauwerk auf diesem grundstück direkt neben einem alten bau (bauernhof) genehmigt werden?
    die frage, die hier gestellt werden muss: beugt sich herr hafner dem diktat eines hoteliers hier am ort, der langsam aber sicher sieht, dass die konkurrenz immer drängender wird (steigende zahlen bei überfahrt, bachmaier usw.), und dies zeigt, dass die hoteldichte am tegernsee am maximum ist, oder hat sich herr oechnser einfach übernommen, und versucht, durch den verkauf (wegen der zur zeit exorbitant gestiegenen immobilienpreise) wieder etwas land zu gewinnen……. gerüchte gibt es hier ja schon genug, und meistens ist hier immer ein wahrer kern enthalten.
    hier ist soviel geld im spiel, das über kurz oder lang sämtliche schutzwälle niedergriessen werden…..

    • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

      Spekulationen sind eine Sache, Fakten eine andere. Das Problem liegt darin, dass man über das Thema und die wahren Beweggründe nichts weiß, da es in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt wurde. Die Beteiligten sind darüberhinaus relativ “Auskunftsunfreudig”.

      Allerdings soll unseres Wissens kein Neubau entstehen, sondern bestehende Hotelzimmer im Hof Catherina in Appartements umgewandelt werden.

  • duckanterl

    Herr Oechsner hat ja auch erst vor kurzem das Anwesen in der Nördl. Hauptstraße in Rottach-Egern
    (Hypobank, Postillion) endlich verkaufen können für 8 Mio Euro.
    Gut zu gebrauchen für sein “Großprojekt” in Reit im Winkl. Aber vielleicht langts immer noch nicht.
    Ein Schelm, der Böses denkt: In Rottach-Egern werden die Hotelbetten reduziert und die Gäste dann wegen fehlender Betten nach Reit im Winkl umgeleitet?
    Das Vorgehen der Gemeinde “stinkt” zum Himmel. Hoffen wir doch, dass man sich noch ein Hintertürl
    aufgelassen hat und nicht alles schon in trockenen Tüchern ist.

  • Der heilige Geist

    Einem Normalo wäre es sicher sofort verwehrt worden. Viele würden doch gerne ihr Hotel in ETW’s umwandeln.
    Im Tegernseer Tal ist es schon frappierend, das manche alles erlaubt kriegen und andere total blockiert werden. Fallen mir gerade sehr viele Beispiele ein!!!!

  • Klaus-Dieter Graf von Moltke

    Zur reinen Information, und um weiteren Spekulationen keinen weiteren Antrieb mehr zu geben, möchte ich Folgendes klarstellen: Die Tatsache der Umwidmung betrifft derzeit 3,8% der Gesamthotelbetten in meinen Egerner Höfen. Betroffen sind ausschließlich Betten in dem Bereich, in dem wir vor vier Jahren 50 Betten in dem Topsegment der Hotellerie gebaut haben. Im Rahmen des Gesamtkonzepts planen wir innerhalb der nächsten 36 Monate einen erheblichen Investitionsbetrag in die Erweiterung der Gesamtanlage, um mehr als 30 zusätzliche Hotelbetten in unserer gewohnten Spitzenqualität anzubieten – und zwar wohlgemerkt in Rottach-Egern.

    Im Übrigen, was wäre es für ein Unternehmer, der nicht die Notwendigkeit hat, Kapital zu beschaffen, um Investitionen zu tätigen?

    Ich bzw. wir stehen weiterhin für Entwicklung, Qualität und Nachhaltigkeit an diesem unserem Standort Rottach-Egern.

    Klaus-Dieter Graf von Moltke

  • F.M.

    Man könnte Heute ” behaupten” das der Werdegang vor Jahren schon geplant war.Aber damals nicht glaubhaft rüber gekommen wäre.Lassen wir Gras darüber wachsen und dann finden wir in einigen Jahren
    einen Grund und Weg.” Die Zeit heilt Wunden.” !
    Wie heist es so schön: Vor dem Gesetz sind alle gleich aber einige sind gleicher !
    Besonders in R.E. wird mit zweierlei Mass gemessen !!!

  • F.M.

    Habe ganz vergessen,zuerst hat man die Straße vom Lärm befreit ( Pflaster wird Teer) dann die Umwandlung ( Hotelzimmer zu Eigentumswohg.).Sollte da jemand auf den Gedanken kommen das in Rottach-Egern nicht Alles mit rechten Dingen zugeht,der kann sich vom Graf Molke belehren lassen.

  • Herbert Richter

    Diese kommunale, “nicht öffentliche” Posse, ohne “G`schmäckle” behaftet nennen zu wollen, wäre geschmeichelt und den Bürgern von Schilda vorbehalten.
    Wie vielen Unternehmern im Tale wurden gleichwertige Anträge rigoros abgelehnt und wurden mit Bauruinen, welche katastrophal den positiven Gesamteindruck eines Fremdenverkehrsortes beeinträchtigen (Seestraße) oder Konkurs (ehemaliges Bachmair Weissach), um nur zwei zu nennen, belohnt?
    Und hatte der urspüngliche Besitzer dieses nunmehr betroffenen Grundstückes nicht ähnliches im Sinne?
    Da drängt sich doch der Verdacht auf, daß unsere Dorfkaiser der letzten Jahrzehnte, sich jeweilig nach Zuneigung, ob dank empathischer oder durch pekuniäre Bonis, die verschiedensten Hoteltycoone an die bürgergewählte Brust heften?
    Zur geneigten Lesermeinungsbildung sollte man sich die höchst unterschiedlichst erlangten Genehmigungen und Ablehnungen, bzw. diffizielen Einsprüche von größeren Hotel(zu)bauten der Vergangenheit zu Gemüte führen.
    Es sind alles gleich, nur manche sind eben gleicher…….! Und so geht es weiter mit uns bergab, macht uns doch eine abgehobene EU vor, wie man ein Volk “behandelt”!

  • BWLer

    Sehr geehrter Herr Graf von Moltke,

    es ist durch aus lobenswert, daß Sie hier Stellung beziehen wollen und zur Aufklärung beitragen möchten.

    Ganz unabhängig von den politischen Belangen, ich denke nicht, daß Sie ein so schlechter Unternehmer sind, daß Sie nicht selbst wissen, das Eigenkapital um ein vielfaches teurer ist als Fremdkapital – vor allem zur Zeit. Daher kann ich mir nur unter sehr bestimmten Bedingungen erklären, daß ein Verkauf zur Besorgung von EK hier wirklich nötig zur Finanzierung von Investitionen sein sollte. Es gibt hier m.E. ganz andere Gründe …..und sicher auch welche, die ich gar nicht, bzw. viele gar nicht wissen (können).

    Ist denn an die versprochene Aufstockung in irgendeiner Form vertraglich geregelt? Oder handelt es sich um ein reines Versprechen???

    Danke.

    • Aus der Ferne

      An BWLer:

      So ganz mag ich Ihnen nicht zustimmen. Es dreht sich überhaupt nicht um die Frage, ob die Beschaffung von Eigenkapital billiger ist als die Beschaffung von Fremdkapital. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es sinnvoller unwirtschaftliche Teile abzustoßen und die freiwerdende Liquidität in potentiell wirtschaftliche Teile zu investieren.

      Sofern der bilanzielle Restbuchwert des verkauften Teils dem Verkaufserlös entspricht (davon ist in ungefähr auszugehen) wird bei Investition in gleicher Höhe noch nicht einmal das Eigenkapital tangiert. Also kann von einer Beschaffung von Eigenkapital nicht die Rede sein.

  • BWLer

    an Aus der Ferne:

    :-) evtl. unbewusst haben sie genau den punkt getroffen, den ich anscheiden wollte…. ;-) . Und: wird denn auch in möglicherweise renditeträchtigere Projekte investiert? Wenn ja, wirklich in R-E? Im Grunde kann es mir egal sein, ich habe damit eh nichts am Hut…. aber sonst alles richtig!

  • duckanterl

    Ich finde keine Aussage des Grafen dazu, wo die 30 Betten nun letztendlich entstehen sollen. Kann mir da mal jemand weiterhelfen? In dem bestehenden Hotel in Rottach oder meint er in Reit im Winkl oder baut er ein neues Hotel in Wiessee? Ich find nix!