Gehweg zwischen Fischerei und Banhofsstraße wird verbreitert

Tegernsee: Mehr Platz für Radfahrer

„Ein verbreiterter Radweg würde allen nützen“, so zumindest die Meinung des Tegernseer Bürgermeisters Peter Janssen. Konkret geht es um das 200 Meter lange Teilstück zwischen der Fischerei und der Bahnhofsstraße.

Der Stadtrat hat in der Sitzung am Dienstag nun beschlossen, den derzeitigen Gehweg auf bis zu drei Meter zu verbreitern und somit Radfahrern eine ungehinderte Fahrt zu ermöglichen.

Dieser Weg soll verbreitert werden

Der Bürgermeister selbst brachte die Idee auf, als er vor einer der letzten Sitzungen diese Strecke einmal mit dem Rad abgefahren ist. „Man hat entweder die Wahl, das kurze Stück auf der Straße zu fahren oder durch den ehemaligen Schmetterlingsgarten abzukürzen“, so Janssen damals.

Richtig aufgekommen sei das Problem aber erst seit der Fertigstellung des Radwegs von der Villa am See bis zur Fischerei, so der Tegernseer Bürgermeister in seinen Ausführungen.

Mittlerweile sind dazu konkrete Pläne erstellt worden. Außerdem habe Janssen auch schon die Sache mit Schuldirektor Dr. Oberholzner besprochen, der dies sehr befürworten würde, warten an dieser Stelle schließlich tagtäglich Schüler auf ihren Bus.

Kosten liegen bei 80.000 Euro

Die Kosten für die Umgestaltung würden 80.000 Euro betragen. „Ich hab auch schon mal unverbindlich beim Landratsamt angefragt. Die sehen das grundsätzlich positiv. Eventuell kriegen wir sogar einen Zuschuss“, stellt der Rathaus-Chef die bisherigen Planungen vor.

Da das Projekt mit einigem Aufwand verbunden ist, wird es wohl erst 2013 in Angriff genommen werden können. Damit verschiebt sich auch die bereits beschlossene Verbesserung der Beleuchtungssituation am Gymnasium. „Es macht keinen Sinn, die Straße zweimal aufzureißen.“ Auch soll den Anliegern und Ladenbesitzern mal eine „Baustellenpause“ zugestanden werden.

Der Rat verabschiedete den Beschluss einstimmig. Im Weiteren geht es nun an die konkreten Verhandlungen mit Anwohnern und Landratsamt.

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  • Vidur

    Naja der Nutzen hält sich in Grenzen. Wenn man mit dem Rad auf dieser Seite am Leeberg und bis Rottach fahren könnte, würde ich das befürworten. Aber spätestens beim Füßgängerüberweg vorm Leeberg muss man eh auf die andere Straßenseite.

  • iswurscht

    Wenn Radfahrer den Weg benutzen eine feine Sache, wenn nicht ist die Strasse wieder zu schmal, um gefahrlos zu überholen, genervte Autofahrer, Radfahrer, die sich bedroht fühlen, für 80000 € eingekaufter Ärger, von den Behinderungen während der Bauzeit will ich gar nicht sprechen.

  • veritas

    Den Gehweg zu verbreitern halte ich für eine gute Idee, allerdings nicht auf beiden Seiten.

    Wenn man den Gehweg auf der “Berg”-Seite verbreitern würde, wäre das nur Verschwendung.
    Entweder fahren die Radfahrer eh auf der Straße oder sie kommen von der Seeseite. Die Radfahrer müssten dann von der Fischerei aus die Straße kreuzen. Außerdem ist die “Berg”-Seite vom Fischerstüberl bis zur Turnhalle hin aufgrund ihrer geringen Breite eh schwächer frequentiert. Deshalb würde ich nur eine Seite breiter machen.

    Zusäzlich würde die Straße dann nicht ganz so stark verengen. Ich möchte da an die Straßenbreite in Bad Wiessee am Lindenplatz erinnern.

  • duckanterl

    Die Mehrzahl der Radler nutzt die bereits vorhandenen Radwege ja eh nicht und fährt auf der
    Bundesstraße. Denn es beseht keine Pflicht, diese Radwege auch zu nutzen:
    Radler kann, wenn er will! Also sparts des Geld!

  • Hermann Singer jr.

    Der Tegernseer Wahnsinn kennt keine Grenzen: Wieder eine Verengung einer dichtbefahrenen Strasse um mehr Stau zu produzieren-Die Radfahrer werden nach wie vor zu 95% die Strasse benutzen und die Autofahrer behindern, die Stadt Tegernsee wirft wieder Geld für unnötige Bauten raus und der Stadtrat und die meisten Bürger nicken wohlwollend dazu. Lasst den Janssen doch besser als Märchenbuchschreiber arbeiten, da finden seine “genialen” Ideen vielleicht mal einen guten Ausgang…