Donnerstag, 24. April 2014

Wagner muss Gmunder CafĂ© vorerst selbst weiterfĂŒhren

Nachfolger springt ab

ErgÀnzung vom 27. April / 08:03 Uhr
Unerfreuliche Nachrichten fĂŒr Alfons Wagner vom Gmunder CafĂ© Wagner. Der eigentlich von ihm zum Ende des Jahres eingeplante Nachfolger ist abgesprungen. Die Suche muss nun von neuem beginnen.

„Der Betrieb lĂ€uft aber natĂŒrlich weiter wie gewohnt“, versichert Wagner, der zum Jahreswechsel eigentlich aus AltersgrĂŒnden kĂŒrzer treten wollte. „Wir schauen halt jetzt, dass wir wieder jemanden finden.“

Wagner, der laut eigenen Worten förmlich „schockiert“ darĂŒber war, dass die ĂŒber lĂ€ngere Zeit vorbereitete Nachfolgerlösung geplatzt ist, mache die Arbeit zwar immer noch Spaß. „Aber man wird halt auch nicht jĂŒnger“, meint der Konditor und ergĂ€nzt: „Bis eine neue Lösung gefunden ist – und wenn es bis nĂ€chstes Jahr dauert – mĂŒssen wir den Laden selbst weiterfĂŒhren.“

UrsprĂŒnglicher Artikel vom 16. April mit der Überschrift: “Nachfolger in Wartestellung” Das traditionsreiche CafĂ© Wagner in Gmund steht vor einem Betreiberwechsel. „Noch ist die Nachfolge nicht in trockenen TĂŒchern“, sagt der langjĂ€hrige Inhaber Alfons Wagner, der daher auch noch nicht den Namen des Neuen nennen will.

Doch fĂŒr den 67-jĂ€hrigen Konditormeister stehen die Zeichen nach 40 Jahren ganz klar auf Abschied. Zum Jahreswechsel soll das CafĂ© ĂŒbergeben werden.

Alfons Wagner (links) und ein kleiner Teil des Teams. Quelle: Cafe-Wagner.de

„Aus AltersgrĂŒnden“, so Alfons Wagner, will er sich Ende des Jahres aus dem GeschĂ€ft zurĂŒckziehen. Wagners Nachfolger könne sich aber darauf verlassen, dass er weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht.

“QualitĂ€t ist das Geheimrezept.”

„Mit Leib und Seele“ habe er zusammen mit seiner Frau Christa die Konditorei und das Kaffeehaus ĂŒber vier Jahrzehnte gefĂŒhrt. In dieser Zeit habe man sich ĂŒber die Grenzen des Tals hinaus einen Bekanntheitsgrad erarbeitet.

Dabei habe Wagner nie großen Wert auf Werbung gelegt. „Das Erfolgsrezept und gleichzeitig die Philosophie war die ganze Zeit ĂŒber immer die QualitĂ€t“, verrĂ€t der Konditor, der noch heute meist als Erster um 5:30 Uhr die Backstube aufsperrt und Abends als letzter geht.

LangjĂ€hrige Mitarbeiter attestieren dem „Chef“ „hart aber gerecht“ zu sein und dass es immer ein sehr familiĂ€res Arbeitsklima war und noch bis heute ist. „Ich hab halt nicht nur angeschafft, sondern immer auch mit angepackt“, so Wagner.

„Aber man wird halt leider Ă€lter“, so der 67-JĂ€hrige, der langsam anfĂ€ngt seinen Lebensabend zu planen und gleichzeitig ergĂ€nzt: „Nach 40 Jahren stellt sich langsam die Frage nach einem Nachfolger“.

Aktuell arbeiten laut Wagner im Verkauf, Konditorei und Vertrieb 25 Angestellte. Das Café bietet im Innenbereich 100 GÀsten Platz. Dabei werden die bis zu 60 verschiedenen Kuchen und Torten nicht nur an die Kunden vor Ort verkauft.

Neben dem StammgeschĂ€ft in der Wiesseer Straße hat sich das Cafe mittlerweile auch ein zweites Standbein bei der Belieferung von Großkunden aufgebaut. Zum Kundenstamm gehören dabei neben einigen Hotels am Tegernsee unter anderem auch der MĂŒnchner Feinkostanbieter „KĂ€fer“.

Der “wohlverdiente Ruhestand” naht

Eine familieninterne Lösung komme nicht in Frage: „Meine drei Töchter haben alle andere PlĂ€ne.“ In jedem Fall sei die SchlĂŒsselĂŒbergabe zum Jahreswechsel geplant. Aber noch ist die Nachfolgerregelung nicht in trockenen TĂŒchern. „Schlimmstenfalls hĂ€ngen wir ein Jahr hinten dran“, so Wagner und ergĂ€nzt: „Man kann den Laden praktisch am 1. Januar 2013 aufsperren und weitermachen.“

Auf die Frage, was der politisch Engagierte fĂŒr seine Rente plane, antwortet Wagner: „Ich habe ein Haus mit Garten. Da wir sicher was zu tun sein. Einfach mal in die Berge oder zeitlich ungezwungen zum Baden gehen.“

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  • wiesboeck Monika

    “Cafe Wagner”
    Des is ewig schod, dass Ihr aufherts. Ihr habts de ollerbesten Kuacha vo da ganzen Gegend. Aba ich vagunn Eich Eier griabige Zeit in Zukunft. Ois Guade.

  • Katjuschka

    hoffentlich bleibt wenigstens die MailÀnder Kirschschnitte :-(

    • Hermann Singer jr.

      und der Bienenstich—einmalig!!

      Echt schade, dass ihr aufhört, aber ihr habt es euch echt verdient! Danke fĂŒr die jahrelangen VersĂŒssungen des Lebens!

  • Gustav KrĂŒmmel

    Schlechte Nachricht, dem Fonsi sei Apfelstrudel ist sauguat.

    KĂŒnftig mĂŒss ma dann hoit den TK-Scheißdreck vom Supermarkt fressen.

    Pfui teife, i speip jetzt scho.

  • Edelweiß

    Schaugn o an KrĂŒmmel ! Ois wia nia wos vom Supamark fressn dad. Oda kaffst du oiwei bloß bei de Guarmes ei ?

  • Anonymous

    ich bin schockiert,aber hoffe daß der wechsel klappt. ein urlaub am tegernsee ohne cafe-wagner ist fĂŒr uns undenkbar. die guten tiramisu-schnitten, die beste prinzregententorte usw.das liebevoll gestaltete ladengeschĂ€ft. bitte seht-s zu daß einen guten nachfolger findet.

    ihre namensvettern familie wagner

  • Anonymous

    schock, wir hamm immer gedacht der herr wagner ist noch viel jĂŒnger. kompliment

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