Donnerstag, 23. Mai 2013

Nach Kreuth passt auch Rottach-Egern die Hundesteuersatzung an

Generelles Kampfhundeverbot unzulässig

Wie schon in Kreuth wurde nun auch in Rottach die Hundesteuersatzung angepasst. Ziel sei, laut Bügermeister Franz Hafner, eine talweit einheitliche Regelung für alle Hundebesitzer. Darauf habe man sich in der letzten Bürgermeisterrunde geeinigt.

Trotzdem gab es auch Kritik im Gemeinderat. Den einen ging die Steuer nicht weit genug, die anderen fanden die Regelungen überzogen.

Dass Kampfhunde nicht generell gefährlich sind, zeigt dieses Bild der österreichischen Rettungshunde Alice und Brenda / Quelle: Markus Pollak

In der regelmäßig stattfindenden talweiten Bürgermeisterrunde hätten sich die fünf Rathauschefs auf eine talweite Regelung geeinigt, so zumindest die Aussage von Franz Hafner, der sicher ist “dass die anderen Gemeinden bald nachziehen werden.”

“Leute sind auf Hunde angewiesen”

Im Gegensatz zu anderen Gemeinden wird sich durch die talweite Anpassung in Rottach nicht viel ändern. Der erste Hund wird künftig nicht wie bisher 50, sondern 80 Euro kosten. Das entspricht einer Erhöhung von 60 Prozent.

Dies geht Karl Deisler von der FDP zu weit. „Es gibt genügend Leute, die bei uns Hartz 4 bekommen und sich ihr Essen bei der Tafel holen müssen. Da finde ich es ehrlich gesagt unangemessen eine derartig drastische Erhöhung durchzuführen“ und erklärt, warum ihn persönlich die Anhebung so empört: “Die meisten dieser Leute sind aufgrund sozialer Zwänge auf ihren Hunde angewiesen“.

Eine Meinung, die für den Rest seiner Kollegen jedoch keine Priorität besaß. „Ich finde es wichtiger, dass wir hier eine einheitliche Regelung haben“, meint der zweite Bürgermeister Hermann Ulbricht.

Generelles Kampfhundverbot zulässig?

Zudem wurde auf der Sitzung noch die Erhöhung der Abgabe für Kampfhunde beschlossen. Diese wird künftig – wie auch schon in Kreuth – gestaffelt: Für den ersten Hund sind dann 500 Euro fällig, für den Zweiten 1.000. Und der Dritte schlägt mit 1.500 zu Buche.

Hafner stellte zwar klar, dass in Rottach derzeit die Regelung überflüssig sei, da in der Gemeinde niemand einen Kampfhund besäße, aber: „Sollte jemand mal auf die Idee kommen, sich drei Kampfhunde anschaffen zu wollen, finde ich es auch gerechtfertigt, dass er 3.000 Euro dafür zahlen muss.“

Schließlich so Hafner, sei das Gefahrenpotenzial in der Gruppe deutlich größer. Anton Maier (CSU) sprach sich sogar für ein generelles Verbot für Kampfhunde aus: „Kann man denn nicht einfach die Haltung von Kampfhunden verbieten?“

Die sei, laut Hafner, gesetzlich jedoch nicht möglich. „Aber die Halter sind strengen Kontrollen unterworfen. Es braucht sich niemand sorgen machen“, versichert der Rathaus Chef.

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  • Point

    Da im Moment in Deutschland über eine Abschaffung der Hundesteuer dikutiert wird (die es in anderen Ländern gar nicht gibt) ist es traurig dass die Steuer hier sogar erhöht wird. Zahlreiche Menschen und auch viele Rentner erfreuen sich jeden Tag am Leben, da sie einen Hund als Begleiter haben, einige von ihnen haben nicht einmal genügend Geld um sich selbst vernünftig zu versorgen (auch im Tegernseer Tal ) und die wird es besonders schwer treffen. Außerdem wird die Hundesteuer ja nicht einmal dazu verwendet um Doggystationen zu betreiben, wem hilft dann überhaupt diese Steuer??

    • tegernseer

      Die Steuer hilft den leeren Kassen. Das Geld kann man dann verwenden um Stege zu bauen oder andere schöne Monumente. Es gibt eben nichts umsonst und für alles zahlt der Steuerzahler.

    • Schorsch

      Wird die Hundesteuer nicht für Doggy Stationen verwendet? Wenn diese aus der Kommunalkasse bezahlt werden, dann ist es ja indirekt (auch) die Hundesteuer, die dafür verwendet wird.
      Vielleicht gibt es ihrer Meinung nach aber zuwenige? Das kann ich bestätigen, selbst Mülleimer gibt es immer weniger, und so liegen die Hundekottüten häufig am Wald- und Wegrand rum, weil keiner diese bis nach hause schleppen will – verständlich.
      Allerdings muß man auch bedenken, dass ja auch die Leerung der Doggy Stationen und die Gemeindearbeiter, die die Wege – vom Hundekot – sauber halten, bezahlt werden müssen.

    • Sacklzement

      Liaba Herr Point ! Wenn se oana ned selba versorgn ko, dann braucht er a koan Hund. Weil der muaß ja dann vahungan !

      • Point

        Liaba Herr Sacklzement,
        es gibt tatsächlich Leit die des bissl des ham a no mit am Hund teiln um a bissl a Freid zu habn!!!

  • Nachgefragt

    Was sind eigentlich Kampfhunde? Waren das
    nicht Hunde,die im Ring Oder Arena sich bekämpft haben ? Gibt es das noch ?!?

  • Point

    Dass in der heutigen Zeit viele Menschen Ihren Abfall nicht so entsorgen wie es sein sollte ( in einen Müllbehälter) ist nicht nur ein Problem von Hundehaltern sondern leider ein allgemeines Trauerspiel, aber dafür können Hunde ja nichts. Für mich gehört weder Hundekot auf den Weg- noch Abfall in die Berge…Diejenigen die Ihren Abfall überall entsorgen müssen ja auch keine Extra Steuer zahlen!