Es ist eine Erfolgsgeschichte, die im Tegernseer Tal seines gleichen sucht: Noch vor wenigen Jahren stand der Liftbetrieb am Sonnenbichl in Bad Wiessee aus wirtschaftlichen GrĂŒnden vor dem Aus. Dann vereinten sich die Skiclubs rund um den See zum Förderverein Schneesport im Tegernseer Tal und verhalfen dem ehemaligen Weltcuphang zu neuem Glanz.
Der Skihang hat sich seither zum Trainingsleistungszentrum gemausert. Selbst ein Damen Europacup Nachtslalom fand im Februar dieses Jahres dort statt.
Nun soll am Sonnenbichl fĂŒr den nĂ€chsten Winter eine HĂŒtte vergröĂert und ein neues Zielhaus errichtet werden.

Im vorderen und hinteren Bereich des GebĂ€udes sind Anbauten fĂŒr einen WĂ€rmeraum und eine Garage geplant.
Die beiden geplanten GebĂ€ude befinden sich allerdings im AuĂenbereich des Wiesseer Gemeindegebiets, weshalb hier besondere Baugesetze gelten. GrundsĂ€tzlich ist dann nĂ€mlich nur ein sogenannter privilegierter Bau, beispielsweise fĂŒr landwirtschaftliche Zwecke, genehmigungsfĂ€hig. âBaurechtlich steht im AuĂenbereich immer jede MaĂnahme unter kritischen Gesichtspunktenâ, sagt Wiessees Bauamtsleiter Helmut Köckeis.
Doch weder vonseiten des Bauausschusses noch vom Landratsamt Miesbach und dem zustĂ€ndigen Kreisbaumeister Werner Pawlovsky werden den ErweiterungswĂŒnschen des Fördervereins Steine in den Weg gelegt.
Einzig Bad Wiessee muss die beiden GebÀude im FlÀchennutzungsplan als Sondergebiet Wintersport ausweisen. Dem haben die GemeinderÀte gestern auch einstimmig zugestimmt.
Anbau fĂŒr WĂ€rmestube und Lagerraum
Der Anbau des bisherigen GebĂ€udes, in dem sich eine Trafostation mit WC-Anlage und LagerrĂ€umen befinden, ist somit genehmigt und kann ohne Weiteres durchgefĂŒhrt werden. Im nördlichen Bereich soll in naher Zukunft eine 59 Quadratmeter groĂe WĂ€rmestube entstehen, in der sich die Skifahrer vor und nach dem Training aufhalten werden. Auch fĂŒr Versammlungen und Videoanalysen kann der Raum zukĂŒnftig genutzt werden.
âIn diesem AusmaĂ ist ein solcher Raum auch ein Kriterium des Skiverbandes, um ein Weltcuprennen austragen zu könnenâ, hebt Kurt Sareiter hervor. AuĂerdem soll am sĂŒdlichen Teil des GebĂ€udes eine Garage fĂŒr die Pistenraupe und die Beschneiungsanlagen entstehen.
Noch dazu fehlt bisher am Sonnenbichl ein Zielhaus, in dem sich die Rennleitung aufhĂ€lt und Wettbewerbe sowie den Hang beobachten kann. Bisher gab es nur zwei provisorisch aufgestellte Container. Aus dem Grund soll, im Zuge der Erbauung des zweigeschossigen und 6,4 Meter hohen Zielhauses, auch das bisherige LifthĂ€uschen weichen. âGut, dass es weg kommtâ, so Sareiter. Die Liftanlage wird aus dem Erdgeschoss herausgefĂŒhrt. Links und rechts davon sind LagerrĂ€ume angedacht. Im zweiten Stock soll kĂŒnftig die Rennleitung Platz finden.
Den gefassten Beschluss der Wiesseer GemeinderĂ€te verfolgten auch die VorstĂ€nde der Tegernseer Skiclubs und freuten sich ĂŒber das einstimmige Votum. Alle hoffen nun, dass die jĂŒngste Erfolgsgeschichte des Sonnenbichl weitergeht. Die Vision, eines Tages Weltcuprennen in Bad Wiessee durchzufĂŒhren, lebt.



































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