Dienstag, 21. Mai 2013

Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Tal

Wiessee trotzt FrĂŒhjahrsaufschwung

arbeitsamt

Wie schon im Jahr 2011 ist die Arbeitslosigkeit im Tegernseer Tal zwischen April und Mai weiter zurĂŒckgegangen. Der FrĂŒhjahrsaufschwung, der sich vor allem in den durch Tourismus geprĂ€gten Gegenden traditionell besonders stark auswirkt, ist auch heuer wieder in den meisten Tal-Gemeinden nicht ausgeblieben.

Nur Bad Wiessee trotzt dem Aufschwung und stellt mittlerweile ein Drittel der gesamten Arbeitslosen im Tal. [Weiterlesen...]

Aufstocker”, in “Vermittlung” und wie das mit den Arbeitslosenzahlen zusammenhĂ€ngt

Im Tegernseer Tal steigt die Arbeitslosigkeit - saisonbedingt

Ende Oktober hatten wir gemeldet, dass am Tegernsee 304 BĂŒrger arbeitslos gemeldet sind. Das sind 38 weniger als ein Jahr zuvor, was sich prinzipiell erstmal positiv anhört.

Aber wie viel ist diese Zahl wert, wenn man die demografische Entwicklung mit einbezieht? Und was ist mit dem Faktor “BĂŒrger, die soziale Leistungen empfangen”? [Weiterlesen...]

Arbeitslosenzahlen fĂŒr das Tegernseer Tal: Insgesamt 335 Arbeitslose – damit tiefster Stand seit mindestens zwei Jahren

Im Tegernseer Tal sind immer weniger Arbeitslose gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitsuchenden um 73 auf 335 gesunken. Die genauen Zahlen, aufgeteilt auf die fĂŒnf Gemeinden, sehen folgendermaßen aus:

Arbeitslosenzahlen Tegernseer Tal nach Gemeinden / Abbildung: Tegernseer Stimme / Quelle: Arbeitsagentur

Die genaue Arbeitslosenquote fĂŒr das Tegernseer Tal lĂ€sst sich leider nicht einzeln berechnen. Aber man kann davon ausgehen, dass sie noch ein wenig niedriger ist, wie die schon sehr gute Quote von 3,2 Prozent fĂŒr den Landkreis Miesbach. Im gesamten Landkreis sind derzeit ĂŒbrigens 1.551 Personen erwerbslos gemeldet, 142 weniger als im Vormonat.

Aus dem Grund haben die Worte von Harald Neubauer, Leiter der Agentur fĂŒr Arbeit Rosenheim, zum Teil auch fĂŒr das Tegernseer Tal GĂŒltigkeit:

Die positive Entwicklung der letzten Monate auf dem Arbeitsmarkt, setzt sich trotz dem leichten saisonbedingten Ausreißer zu Beginn der Ferien- und Urlaubszeit im August, auch im Monat September fort.

Die Zahlen dokumentieren, dass die Wirtschaft weiterhin „Fahrt aufnimmt“ und die Unternehmen verstĂ€rkt Personal einstellen.

Dabei ist hervorzuheben, dass wir bei den Jugendlichen (15 bis 25 Jahre) die grĂ¶ĂŸte Reduzierung verzeichnen können. Hier waren zur gleichen Zeit im Vorjahr noch 1 280 junge Menschen gemeldet, jetzt sind es 780 Personen, ein RĂŒckgang um 39 Prozent.

Zur besseren EinschĂ€tzung, wo wir mit unseren knapp 3 Prozent liegen, hier noch eine Grafik von der Arbeitslosenquote fĂŒr die uns umgebenden Agenturbezirke Rosenheim, Bad Tölz sowie Wolfratshausen.

Aktueller Arbeitsmarktreport von der Arbeitsagentur Rosenheim

Aktuelle Arbeitslosenstatistik: Generell positive Entwicklung. Landkreis Miesbach unverÀndert

logo_arbeitsamt

Immer zum Monatsende, bzw. zum Monatsanfang veröffentlicht die Agentur fĂŒr Arbeit die aktuellste Arbeitslosenstatistik. So auch jetzt wieder mit den Zahlen fĂŒr den Berichtszeitraum vom 16. Juni bis zum 15. Juli. Und es gibt auch in diesem Bericht wieder positives zu vermelden: mit 3,4 Prozent erreicht die Arbeitslosenquote fĂŒr den Agenturbezrk Rosenheim den niedrigsten Stand in diesem Jahr.

Im Landkreis Miesbach liegt die Quote unverÀndert bei ebenfalls guten 3,4 Prozent. Allerdings hat sich die Quote im Landkreis nicht weiter verringert, sondern ist auf fast dem exakt gleichen Niveau wie im Vormonat. Lediglich um neun Menschen hat sich der Stand der gemeldeten Arbeitslosen verringert.

Zur Gesamtsituation meint Harald Neubauer, Leiter der Agentur fĂŒr Arbeit in Rosenheim:

„Der positive Trend der Vormonate setzt sich fort. Am ZĂ€hltag (15. Juli) waren 9 175 Personen, 130 weniger als im Juni und 940 weniger als vor einem Jahr, als erwerbslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote hat sich ebenfalls erneut verbessert und erreicht mit 3,4 Prozent, den niedrigsten Stand in diesem Jahr. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,8 Prozent.“ Neubauer weiter: „Wir haben damit zwar noch nicht den hervorragenden Wert (3,3 Prozent) des Jahres 2008 erreicht, wir sind aber auf dem besten Wege dazu. Die Wirtschaft hat deutlich an Fahrt zugelegt und auch die Umfragen der Kammern und Wirtschaftsforschungsinstitute bestĂ€tigen den derzeitigen Aufschwung.“

WĂ€hrend im letzten Monat die Situation fĂŒr Ă€ltere Arbeitsuchende sich deutlich entspannt hat – 3260 gemeldete gegenĂŒber 3990 gemeldeten im Vormonat – sieht die Situation fĂŒr Jugendliche unter 25 im Moment nicht so positiv aus. Die Agentur fĂŒr Arbeit sieht den Grund aber in auslaufenden Ausbildungsstellen, die im Juli abgeschlossen wurden und die Lehrlinge nicht direkt ĂŒbernommen wurden. Agenturleiter Neubauer:

„Die Situation der Jugendlichen unter 25 Jahren liegt mir seit Jahren besonders am Herzen. Erfreulicherweise zeigte sich bei dieser Personengruppe eine Ă€hnlich positive Entwicklung wie bei den Älteren, im Vergleich zum Vorjahr sogar eine deutlich positivere. Von Februar bis Juni waren Monat fĂŒr Monat kontinuierlich weniger junge Menschen ohne Arbeit. Diese Tendenz ist im Juli – wie jahreszeitlich ĂŒblich – vorĂŒbergehend gestoppt. Im Juli finden nĂ€mlich viele GesellenprĂŒfungen statt und wie jedes Jahr wurden auch heuer einige junge Menschen nach Bestehen der AbschlussprĂŒfung von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht in ein ArbeitsverhĂ€ltnis ĂŒbernommen. Deshalb stieg die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen in diesem Berichtsmonat an. Derzeit suchen 890 (Vormonat 810) arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren einen Arbeitgeber, bei dem sie ihre Kenntnisse und Fertigkeiten unter Beweis stellen und Berufserfahrung sammeln können. Nutzen Sie die Möglichkeit und stocken Sie Ihre Belegschaft mit diesen jungen FachkrĂ€ften auf.“

Alles in allem kann man aber auch zu den aktuell veröffentlichten Zahlen sagen, dass man sich im Landkreis Miesbach und in den umliegenden Landkreisen auf einem extrem niedrigem Niveau befindet. Eine Quote von 3,4 % wĂŒrden viele Gebiete in Deutschland nicht mal im Traum anstreben. Und die Entwicklung ist seit Jahresbeginn auch durchwegs als positiv zu betrachten.

Arbeitslosigkeit im Landkreis bei 3,7% – Jugendarbeitslosigkeit sogar nur 2,7%

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen sind sehr positiv

Heute hat die Agentur fĂŒr Arbeit fĂŒr den Agenturbezirk Rosenheim die aktuellen Zahlen veröffentlicht. Dazu gehören auch die Zahlen fĂŒr den Landkreis Miesbach und damit auch das Tegernseer Tal.
Auf den ersten Blick und im bundesweiten Vergleich sind die Zahlen fĂŒr den aktuellen Berichtszeitraum (14. April bis 12. Mai ) weiterhin sehr positiv. Vor allem unter BerĂŒcksichtigung der schwierigen Finanzsituation ist es ziemlich beeindruckend, dass die Arbeitslosigkeit um 0,6% auf 3,7% gefallen ist. Und sich somit um 0,1% unter Vorjahresniveau bewegt.

Das Statement des stellvertretender Leiters der Rosenheimer Arbeitsagentur Heinz Weis:
„Bei der Arbeitslosenquote muss man klar sagen, dass auf dem Arbeitsmarkt eine krĂ€ftige Erholung angekommen ist. Unser Agenturbezirk, der die Stadt und den Landkreis Rosenheim, sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshauen umfasst, profitiert einmal mehr von der robusten und vielfĂ€ltigen Wirtschaftsstruktur. Insgesamt spĂŒren wir gerade in Bezug auf Kurzarbeit mittlerweile eine deutliche Entspannung, manche Betriebe sind inzwischen wieder zur VollbeschĂ€ftigung ĂŒbergegangen. Die Grundstimmung der Unternehmen im Agenturbezirk ist sehr positiv. Allerdings sind sich die Arbeitgeber der bestehenden Risiken durch die Finanzmarktkrise bewusst.“

Wir freuen uns ĂŒber die sehr guten Zahlen. Im Vergleich zu den beiden anderen Landkreisen hĂ€ngt der gesamte Landkreis Miesbach allerdings immer noch etwas zurĂŒck:
Im Landkreis Bad Tölz-Wolfrathshausen betrÀgt die Arbeitslosigkeit 3,5 Prozent.
Im Landkreis Rosenheim sogar nur 3,2 Prozent.
Einzig die Stadt Rosenheim ist mit 5,8 Prozent und deutlichem Abstand das Schlusslicht.

Sehr positiv hat sich die Jugendarbeitslosigkeit entwickelt. Dazu Weis weiter:
“Im Mai waren „nur noch“ 930 Jugendliche unter 25 Jahren bei uns arbeitslos gemeldet, im Februar waren es noch fast 1 500 gewesen. Demzufolge ist die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen auf 2,7 Prozent zurĂŒck gegangen.“

Die exakten Arbeitslosenzahlen fĂŒr das Tegernseer Tal – Alles gut, bis auf HartzIV

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen fĂŒr die fĂŒnf Talgemeinden sehen nicht schlecht aus.

Mit Arbeitslosenzahlen ist das immer so eine Sache. Man hört sie und weiß oft nichts genaues damit anzufangen. Wir haben uns darum mal die exakten Zahlen fĂŒr die fĂŒnf Talgemeinden angeschaut und dafĂŒr ziemlich lange mit Frau Stich-Thissen (Teamleiterin Beratung und Vermittlung) von der Arbeitsagentur in Miesbach telefoniert. Vielen Dank an dieser Stelle fĂŒr die Engelsgeduld beim Statistiken durchwĂŒhlen und Zahlen erklĂ€ren.

Rein auf das Tegernseer Tal bezogen kann man sagen, dass sich die Zahlen sogar noch besser entwickelt haben, wie im restlichen Landkreis. Uns geht’s ziemlich gut, was das Thema betrifft. In allen fĂŒnf Gemeinden haben im letzten Monat deutlich mehr Menschen Arbeit aufgenommen, als sich arbeitslos gemeldet. Insgesamt haben sich im Tal 146 Personen an- und 218 abgemeldet. Heißt, auf den einen Monat bezogen, 72 weniger Leistungsbezieher. Die grĂ¶ĂŸte Differenz zwischen An- und Abmeldungen gibt es in Kreuth: hier wurden mehr als doppelt so viele Menschen (44) aus der staatlichen Förderung entlassen, wie aufgenommen (19).

Eine exakte Arbeitslosenquote ist fĂŒr Gemeinden in unserer GrĂ¶ĂŸe leider nicht zu bekommen und auch nicht selbst zu berechnen. Die Quote fĂŒr das Tegernseer Tal dĂŒrfte aber nochmals einige Zehntel Prozentpunkte unter den 4,3% des gesamten Landkreises liegen.

FĂŒr alle Gemeinden im Tal bleibt aber trotzdem festzustellen, dass die Zahl der HartzIV-EmpfĂ€nger im letzten Monat weiter leicht gestiegen ist – obwohl sich alle anderen Zahlen zum positiven entwickelt haben. 33 Menschen wurden talweit in HartzIV aufgenommen. Nur 26 wurden dagegen aus HartzIV vermittelt (oder vielleicht auch nur in eine nicht ĂŒppigere Rente entlassen und so aus der Statistik entfernt).

Das heißt, dass Sieben neue HartzIV-EmpfĂ€nger hinzu gekommen sind. Das klingt nicht viel – ist es im Vergleich zu anderen Gebieten in Deutschland auch nicht – aber ich stelle mir ein Leben mit HartzIV gerade in einem Umfeld wie dem Tegernseer Tal extrem schwierig vor. Einrichtungen wie die Gmunder Tafel sind also auch in Zukunft mit Sicherheit gefragt und UnterstĂŒtzung wert.

Zur BegriffsklÀrung und damit wir auch wirklich vom Gleichen reden:

Unter Arbeitslosengeldbezieher verstehen wir alle, die nach dem SGB3 bezahlt werden. Heißt im Klartext: weniger als 12 bzw. 18 Monate (Ă€ltere Arbeitnehmer) arbeitslos. Bezahlt wird hier zwischen 60% (Alleinstehende) und 67% (mit Kind) des letzten Gehalts.

Unter HartzIV-Bezieher verstehen wir alle, die nach SGB2 bezahlt werden. Heißt also: Alle, die lĂ€nger als 12 bzw. 18 Monate arbeitslos waren. Alle, die aus SelbststĂ€ndigkeit heraus arbeitslos geworden sind und darum keine AnsprĂŒche haben. Und alle, die noch nicht lange genug gearbeitet haben, um Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben. (Meist Jugendliche nach dem Schulabschluss, Studenten oder z.B. verlassene Hausfrauen ;-) )

Bei den Abmeldungen ist zu beachten, dass nicht immer ganz klar ist, was aus den Menschen geworden ist. Hier im Tal hat ein Großteil davon aber wieder Arbeit gefunden. In Kreuth z.B. haben von 40 Abmeldungen 32 wieder eine bezahlte Arbeit aufgenommen. In Bad Wiessee sind von 41 Abmeldungen 29 in Arbeit und 3 in Berufsausbildung gewechselt. Die, bei denen man es nicht weiß, können in verschiedenste Richtungen verschwunden sein: Die (geplant werdende) Mutter z.B., die noch 12 Monate Arbeitslosengeld bezieht aber sich nicht mehr fĂŒr HartzIV meldet, weil z.B. der Mann zu viel verdient. Andere machen sich selbststĂ€ndig oder leben lieber von ihren Ersparnissen, anstatt den “HartzIV-Offenbarungseid” zu leisten. Auch UmzĂŒge kommen in Betracht.

Das sind die exakten Zahlen fĂŒr die Gemeinden

Gmund:
neu Angemeldet: 38
davon Arbeitslosengeldbezieher: 32
davon HartzIV-Bezieher: 6

Abgemeldet: 51
davon ehemals Arbeitslosengeldbezieher: 47
davon ehemals HartzIV-Bezieher: 4

Tegernsee:
neu Angemeldet: 25
davon Arbeitslosengeldbezieher: 19
davon HartzIV-Bezieher: 6

Abgemeldet: 35
davon ehemals Arbeitslosengeldbezieher: 30
davon ehemals HartzIV-Bezieher: 5

Rottach:
neu Angemeldet: 31
davon Arbeitslosengeldbezieher: 24
davon HartzIV-Bezieher: 7

Abgemeldet: 38
davon ehemals Arbeitslosengeldbezieher: 34
davon ehemals HartzIV-Bezieher: 4

Kreuth:
neu Angemeldet: 19
davon Arbeitslosengeldbezieher: 14
davon HartzIV-Bezieher: 5

Abgemeldet: 44
davon ehemals Arbeitslosengeldbezieher: 40
davon ehemals HartzIV-Bezieher: 4

Bad Wiessee:
neu Angemeldet: 33
davon Arbeitslosengeldbezieher: 24
davon HartzIV-Bezieher: 9

Abgemeldet: 50
davon ehemals Arbeitslosengeldbezieher: 41
davon ehemals HartzIV-Bezieher: 9

Zusammenfassend muss betont werden, dass es sich wirklich nur um die Zahlen eines einzelnen Monats handelt. Was aber wirklich schön zu sehen ist, ist die FrĂŒhjahrsbelebung, die im Tegernseer Tal wahrscheinlich stĂ€rker ausfĂ€llt, wie in anderen Gebieten. Grund: der Tourismus und SaisonkrĂ€fte. Und dass die Chance auf Vermittlung fĂŒr Kurzzeitarbeitslose deutlich besser zu sein scheint, wie fĂŒr HartzIV-EmpfĂ€nger, wird auch im Tegernseer Tal offensichtlich.