Sonntag, 19. Mai 2013

Kommentar zum "Brenner Park"

Wer informiert, sollte auch kommunizieren

presse brenner park fn

Auf der Pressekonferenz zum Brenner Park am letzten Dienstag war viel Enttäuschung zu spüren. Unverstanden und unfair behandelt fühlten sich die Initiatoren. “Da ist viel Falsches in den Kommentaren geschrieben worden. Das ist irgendwann schon auch verletzend, wenn man das alles liest – und dann auch noch anonym” so Thomas Radmers Meinung zu den intensiven Diskussionen um das umstrittene Bauvorhaben.

Gesagt hat der zukünftige Bauherr das vor einer Hand voll Journalisten. Und genau da liegt vielleicht auch der Hund begraben. [Weiterlesen...]

Was wird aus der Seeperle? Neuer Bebauungsplan im Gemeinderat

Die Gestaltung der Rathausfassade wurde auch dieses Mal wieder verschoben

Hier finden am Dienstag, 27.04.2010, einige wichtige Entscheidungen statt. Beginn der Gemeinderatssitzung: 19:00 Uhr

Neben der Entscheidung zur Hauptschule steht für Morgen auch noch ein anderes wichtiges Thema auf der Tagesordnung im Rottacher Gemeinderat: Die Seeperle soll mal wieder einen neuen Bebauungsplan bekommen. Der aktuelle Bebauungsplan wurde bereits 2004 im Gemeinderat beschlossen. Zustande gekommen ist der Bau aber nie. Damals wollten Klaus-Dieter Öchsner, Inhaber des Parkhotels Egerner Höfe, und Professor Ulrich Schneider aus Aachen ein gemeinsames Projekt starten. Geplant war eine gemeinsame Nutzung als Hotel und Klinik für Gelenkchirurigie.

Inzwischen sind die Pläne von damals allerdings schon lange wieder gekippt. Seit Mitte der 90er hat sich an der Seeperle also gar nichts mehr getan. Das kann sich aber vielleicht bald ändern. Die Ageno Holding GmbH arbeitet seit einem guten Jahr an Zukunftsplänen für die Seeperle. Laut den inzwischen konkreteren Plänen soll auf dem Gelände ein 4-Sterne-Plus-Hotel mit 52 Zimmern entstehen. Die Westseite der Seeperle wird dabei in Richtung Seestraße erweitert. Der jetzige Osttrack wird um ein Stockwerk aufgemauert und nach Süden hin verlängert.

Um einen ebenerdigen Zugang und mehr Platz für ein Gebäude für Kleingastronomie zu erreichen, wurde für die Seestraße 19/21 auch gleich die Änderung des Bebauungsplans zum Hotel beantragt. Bislang ging es immer noch einen kleinen Hügel hinauf zum Eingang.

Man kann gespannt sein, wie sich der Gemeinderat Morgen zu der Frage des Bebauungsplanes äußert. Gegenüber der Tegernseer Zeitung sagte Bauamtschef Walter Hübsch allerdings schon wenig missverständlich: “Ein reines Hotel entspricht sehr deutlich den Zielen der Gemeinde.”

2004 klang das übrigens noch ganz anders: Der damalige zweite Bürgermeister Josef Lang (CSU) war sich damals sicher: eine reine Hotelnutzung sei hier nicht möglich, dazu müsste die Baumasse fast doppelt so groß werden. Und das war 2004 noch ausgeschlossen.

Bürgermeister Franz Hafner (FWG) war 2004 übrigens auch schon voller Zuversicht, als er um die Zustimmung im Gemeinderat warb: “Wir können uns die Finger ablecken nach so einem Investor – das ist kein Traumtänzer von auswärts.”

Der jetzige Investor, die Ageno Holding GmbH, kommt übrigens auch wieder aus Rottach. Die Einheimischen werden es schon richten…

Also, wen die Abstimmung interessiert: Morgen, Dienstag 27. April um 19:00 Uhr im Rottacher Rathaus. Sitzung öffentlich. Gäste erwünscht.

Maximilian geht in die nächste Runde: Förderverein gegründet

Das komplette Areal des Maximilian soll neu gestaltet werden

Das komplette Areal des Maximilian soll neu gestaltet werden

Die ersten hitzigen Diskussionen zum Maximilian sind inzwischen bei vielen vielleicht schon wieder vergessen. Im Februar, bei der Bürgerwerkstatt im Neureuthsaal, wurden alle möglichen und unmöglichen Vorschläge vorgetragen und diskutiert: Von der Pizzeria mit Steinofen, über ein Ärztehaus bis zur günstigen Herberge für Radler und Räumen für die Volkshochschule reichten die Ideen. Wichtig war aber allen Beteiligten, dass das Maximilian für die Gmunder sein soll. Wellnesshotel oder Luxuswohnungen für Auswärtige wurden kategorisch abgelehnt.

Der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing, lies bei der Gelegenheit im Februar auch keine Zweifel aufkommen, dass er das Maximilian wohl am liebsten abreißen und so Platz für neues schaffen würde. Was inzwischen aber vom Tisch zu sein scheint. Gegenüber der Tegernseer Zeitung sagte Preysing jetzt: “Der Druck der Denkmalschützer sei inzwischen so groß, dass die Zukunft wohl auf Basis eines Erhalts zu planen sei.”

Auch bereits im Februar und ebenfalls bei der Bürgerwerkstatt kam die Idee eines Förderverein Maximilian auf. Siegrfried Thalmeier regte damals an, dass man das Maximilian auch mit der Hilfe der Bürger erhalten und nutzbar machen könne. Heute, zwei Monate später, verfolgen Thalmeier und einige Mitstreiter die Idee Förderverein Maximilian offenbar mit Nachdruck. Darunter auch Helga Wagner, Gemeinderätin für die Grünen.

In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde, als momentaner Eigentümer des Maximilian, wünschen sich die Förderverein-Gründer Mitspracherecht bei der Neugestaltung des Areals. Bevor es so weit ist, werden aber erstmal die Ideen aus der Bürgerwerkstatt von einer Expertenrunde begutachtet und auf Machbarkeit geprüft. Start dafür ist der 11. Mai.

Kein schöner Anblick: Bretterverschläge direkt am Abzweig zu Friedhof, Kirche und Rathaus

Neben den Bürgern und dem Förderverein haben inzwischen scheinbar aber auch schon mehrere Investoren ihr Interesse am Maximilian angemeldet. Bisher plant die Gemeinde allerdings keinen schnellen Verkauf, sondern will die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt ernst nehmen und deren Realisierung prüfen.

Man darf allerdings gespannt sein, wie das Thema Verkauf aussieht, wenn die ersten Kosten- schätzungen auf dem Tisch liegen. Immerhin hat die Gemeinde Gmund in den nächsten Jahren mit dem Bau der neuen Realschule schon einen großen Kostenberg zu stemmen. Da kann das Geld im Gemeindehaushalt schnell mal knapp werden und ein Verkauf des Maximilian käme vielleicht wie gerufen.

Die komplette Dokumentation der Bürgerwerkstatt können Sie hier runterladen