Dienstag, 21. Mai 2013

Trickdieb in Rottach-Egern: Polizei mahnt zur Vorsicht

Polizeimeldung

Auf einen etwa 40 Jahre alten Mann mit kräftiger Statur und kurzen hellen Haaren sollten Passanten in Rottach-Egern achten. Die Masche: in gebrochenem Englisch um das Wechseln von Kleingeld bitten und dann aus dem offenen Portemonaie die großen Scheine entwenden. So ist es zumindest einer 88-jährigen Rottacherin am Freitag vormittag auf dem Zentralparkplatz ergangen.

Aus dem Grund mahnt die Polizei zur Vorsicht und weißt vorsorglich darauf hin, dass man beim Wechseln die Geldbörse in keinem Fall aus der Hand geben sollte.

Alle weiteren Informationen und der Zeugenaufruf in der original Polizeimeldung:

Aktuelle Meldung der Inspektion Bad Wiessee

Wenn “die Egerner” mal wieder läutet

Die Sommerausgabe des Tegernseer Stimme Magazins

"Die Egerner" - eine Glocke für besondere Anlässe. Quelle: Kunst- und Kulturverein Rottach-Egern

Wussten Sie seit wann die große goldenfarbene Glocke direkt gegenüber der Point an der Rottacher Bucht steht und vor allem wann Sie eigentlich mal geläutet wird? Wenn ja, müssen Sie nicht weiterlesen. Für alle anderen könnte der folgende kurze Artikel ganz interessant sein.

“Die Egerner” wurde als Friedensglocke in der Rottacher Bucht im Jahr 2005 eingeweiht. Als Spende eines Mitglieds des Kunst- und Kulturereins Rottach-Egern wurde sie zusammen mit der Gemeinde an der exponierten Stelle kurz hinter dem Seehotel Überfahrt aufgestellt. Dabei soll sie die Bürger des Tegernseer Tals erfreuen und gleichzeitig die Völker an ein friedliches Zusammenleben errinnern.

Geläutet wird die Glocke nur ein paar Mal im Jahr. Jeweils etwa fünf Minuten lang bei freudigen wie auch traurigen Anlässen. Und dies vor allem im kulturellen, brauchtumsüblichen und gemeinschaftsgebundenen Bereich der Gemeinde Rottach-Egern. Ganz konkret sind das die folgenden Termine:

1. Januar            Neujahrstag, ca. 11.30 Uhr nach dem Salut
5. Mai                  Europatag 11.30 Uhr
Im Mai                 Eröffnung der Kunst- und Kulturtage 18 Uhr
21. Juni               Sommersonnenwende – Johannifeuer 18 Uhr
Im Juli                 Seefest Rottach-Egern 18 Uhr
Im August           Wallbergerfest – Einzug ca. 12.30 Uhr
Im August           Rosstag 11.00 Uhr
3. Oktober           Tag der Deutschen Einheit 11.30 Uhr
Im Oktober           Erntedank ca. 11.30 Uhr bei Umgang
Im Oktober          Jahrtag der Gebirgsschützen
Am Kirchweihsonntag um 11.30 Uhr
Am Totensonntag um 11.30 Uhr
21. Dezember     Wintersonnenwende 18 Uhr

Rottacher unbegrenzte Möglichkeiten – Oder: Die Bewahrung der letzten grünen Wiesen

Zweifelhafte Schönheiten soweit das Auge reicht

Baustellen prägen fast schon das Ortsbild

Stilvoll elegant – mit diesem Attribut wirbt Rottach-Egern auf seiner Internetpräsenz. Stil und Eleganz, das sei das Erfolgsrezept für die attraktive Ausstrahlung des Ortes, so heißt es weiter. Wenn man durch die Seestraße und Teile der Hauptstraße flaniert, bleibt von dem beworbenen Eindruck leider nicht viel übrig. „Stilvoll elegant“ geht anders.

Ferner erzählt man auf der Webseite von berühmten Künstlern, die sich haben beflügeln lassen vom aktiven und vitalen Leben am See. Aktiv und vital? Ja, so kann man das Rottacher Dasein in der Tat beschreiben. Geschäftig, betriebsam und lebhaft ist er geworden, der Ort. Besonders, was die Baustellen angeht: ob Straßensanierungen oder Neubau oder Bau von Parkplätze ‒ hier ist gerade mächtig was los.

Bahn frei für einen Bauboom?

Geradezu beflügelt sind offenbar verschiedenste Immobilieninvestoren und Bauträger in ihrem Streben nach Rottacher Bauland. Hat man erst einmal eine Baugenehmigung in der Tasche, entstehen binnen kürzester Zeit auf kleinsten Parzellen XXL-Bauwerke im designorientierten Alpenschick.

Wer weiß was da hinkommt...

Wo einst ein kleines, altes Häuschen umringt von altem Baubestand stand, entstehen vier Einfamilienhäuser inklusive allem Komfort und unverstelltem Bergblick. Bis dann nach ein paar Jahren der Nächste kommt und dem Nachbarn sein Haus vor die Nase setzt: das war es dann mit dem Bergblick.

„Flanieren Sie doch einmal durch Rottach, vorbei an eleganten Geschäften und gemütlichen Restaurants bis hinunter zur Egerner Kirche“, raten die Touristiker. Schnell endet man am bezaubernden Malerwinkel, der ja bekanntlich dank eines sich überdimensional ausbreitenden Hotels nicht mehr ganz so bezaubernd wirkt (Anmerkung der Redaktion). Ein bisschen weiter südlich sieht es nicht viel besser aus: auch dort finden sich manche baulichen Auswüchse.

Was ist schön – und was hässlich?

Der Baustil, die Größe des Gebäudes, der Zaun, die Haustür, das Dach, der Wandanstrich, der Abstand zum Nachbarn ‒ bei manchen Gebäuden passt einfach nichts. Dabei wäre es doch eigentlich ganz einfach. Man nimmt die am Ort vorhandenen Bautraditionen auf und versucht, sie klug und ökologisch weiterzuentwickeln.

Doch wo beginnt eine Bausünde? Was geht noch durch? Eines ist dabei sicher: die Geschmäcker sind verschieden. Und jeder Bauherr möchte sich natürlich auch selbst verwirklichen. Ob einer seinen Stall gelb anstreicht, ein anderer asiatische Heckenpflänzchen anstatt einheimischer pflanzt oder ein dritter sein Einfamilienhaus mit einem Hirschgeweih schmückt, obwohl er nicht der Jägerzunft angehört. Das bleibt wohl im Alltag auch weiterhin jedem selbst überlassen.

Von der Bewahrung des Grüns

Jedes noch freie Fleckchen Grün, jede unbebaute Wiese: es könnte die Letzte ihrer Art sein. Diesen Eindruck gewinnt man inzwischen, wenn man sich im Ort umsieht. Vielerorts stehen Kräne, Bagger und andere Baufahrzeuge. Rohbauten, halb fertig gestellte Häuser, in den Himmel wachsende Bautafeln: alle künden sie von der Bauwut, die Rottach erfasst hat.

Zweifelhafte Schönheiten soweit das Auge reicht

Jedes Eckchen wird genutzt: Grün verschwindet, damit noch mehr Mauerwerk entstehen kann. Ein gigantischer Verbrauch von Fläche. Vom Grundstück selbst bleibt meist nicht viel übrig. Nur ein paar wenige Quadratmeter künstlich angelegtes Grün säumen die Mauern, bevor es von einem mehr oder wenigen dicken Zaun begrenzt wird. Der Wohnraum steht im Vordergrund. Ein gut gebautes Haus fügt sich dagegen in die Landschaft ein. Im Idealfall bereichert es sie sogar.

Über Jahrhunderte stimmte die Kulturlandschaft und war verträglich. Die Häuser wurden mit der Landschaft gebaut. Das vermisst man heute bei Neubauten häufig. Einheitliche und stilvolle Ortsbilder werden, nicht nur in Rottach, leider immer seltener.

Verantwortung dem Umfeld gegenüber

Es gibt jedoch auch eine simple Verantwortung dem Nachbarn, dem Umfeld gegenüber. Der Eigentümer sieht sein Haus meist nur, wenn er das Grundstück verlässt, heimkommt oder gerade in seinem Garten sitzt.

Der Nachbar sieht es leider jedes Mal, wenn er aus dem Fenster schaut, gerade am Esstisch sitzt oder in der Küche steht. Da sollte es eigentlich zum guten Ton gehören, dass das Haus kein ortsfremdes Unikum darstellt. Oder dass man dem Nachbarn nicht eine Doppelgarage vor die Nase setzt. Häuser geben dem Ort sein Gesicht.

Ob die Investoren, die im Tal bauen, ihre Bauwerke verkaufen und dann wieder abziehen, darüber schon einmal nachgedacht haben?

So unterschiedlich wie die Geschmäcker der Bauherren auch sind: die Optik des eigenen Hauses sollte man sich wahrlich gut überlegen. Ein Haus steht Jahrzehnte. Das ist eine halbe Ewigkeit.

Parkrempler mit 2.000 Euro Schaden

Original Polizeimeldung der Inspektion Bad Wiessee

Einen etwas teureren “Parkrempler” hat ein unbekannter Autofahrer Ende vergangener Woche in Rottach-Egern verursacht. Der Besitzer des VW Lupo bemerkte den Schaden an seinem Fahrzeug erst Samstag Nachmittag.

Doch bei dem Ausmaß des Schadens kann man wahrscheinlich nicht mehr von einem Versehen sprechen, welches dem Fahrer des anderen Fahrzeugs nicht aufgefallen wäre. Die Polizei sucht aus dem Grund Zeugen, die genaueres zu der Unfallflucht im Rottacher Reifenstuelweg sagen können.

Alle Informationen inklusive Zeugenaufruf gibt es in der original Polizeimeldung von Samstag Abend:

Original Polizeimeldung der Inspektion Bad Wiessee

Polizeimeldung: Junggesellenabschied einer Münchner Gruppe endet in Wiesseer Zelle

Aktuelle Polizeimeldung der Wiesseer Inspektion

Unsere Polizei ist kreativ und schreibt ab und zu witzige Pressemeldungen. So wie die über einen etwas schiefgelaufenen Junggesellenabschied einer Münchner Gruppe heute Abend zwischen 18 und 19 Uhr in Rottach-Egern. Allein der erste Absatz ist das Lesen wert:

“Bereits stark alkoholisiert traf eine Gruppe am Freitag gegen 18.00 Uhr aus dem Münchner Norden in einem Rottacher Lokal ein. Sie feierten den Junggesellenabschied eines Freundes. Besonderes Merkmal, alle trugen grüne OP-Kleidung und kamen sich besonders witzig vor.”

Wer wissen will wie der “Spass” weiterging und wer aus der Gruppe in die Wiesseer Zelle musste, darf das gerne in der aktuellen Polizeimeldung nachlesen. Es lohnt sich:

Aktuelle Polizeimeldung der Wiesseer Inspektion

Der neue Überführer beim Überführen-Üben

Der neue Überführer Stefan Mayr aus Schliersee

Der neue Überführer Stefan Mayr aus Schliersee. Im Hintergrund die Point mit dem Anlegesteg.

Der Job des Überführers hat Tradition. Seit über 500 Jahren existiert der Fährbetrieb an der Engstelle zwischen dem Seehotel Überfahrt auf Rottacher Seite und der Point auf Tegernseer Seite.

Doch darüberhinaus ist das Überführen von Gästen eine verantwortungsvolle Aufgabe. Geht es doch um klassische Personenbeförderung. Und das auch noch an einer belebten Stelle.

Zwar “chauffiert” der Überführer seine Gäste nur von einer Seite auf die andere. Tegernsee-Rottach. Rottach-Tegernsee. Dauer maximal fünf Minuten. Aber wer mal länger als eine Viertelstunde entweder auf der Point oder an der gegenüberliegenden Seite am Seehotel gestanden hat, weiß wieviele Elektrobötchen, Schiffe, Segler und die Boote der allgegenwärtigen Wasserwacht in dieser Zeit vorbeirauschen. Dagegen wirkt das große und behäbige Ruderboot mit dem Namen “Seerose” wie ein Relikt aus längst vergangenen Tagen.

Und so muss Stefan Mayr die neue Aufgabe auch erstmal üben. Denn die Verhältnisse sind manchmal nicht einfach. So wie heute, an Mayrs zweiten wirklichen Arbeitstag: böiger Wind und damit einhergehend stärkerer Wellengang verkomplizierten das Manövrieren und vor allem das Anlegen. Glücklicherweise waren noch nicht so viele Gäste da, die von einer auf die andere Seite wollten. Doch spätestens an Pfingsten wird sich das ändern.

Dann wird Mayr in seinem sieben Meter langen Ruderboot bis zu 18 Gäste gleichzeitig überführen. Von 10:00 bis 18:00 Uhr täglich für 1,80 Euro pro Fahrt und pro Erwachsenen. Dabei erhält die Stadt Tegernsee eine monatliche Pacht, die nicht vom Umsatz abhängig ist. Das bedeutet für Mayr, je mehr Passagiere, desto mehr Umsatz.

Und aus dem Grund heißt es nun: Üben, üben, üben.

Erst malen, dann schießen – Die Schützenscheiben vom Tegernsee

Die Rottacher Malerin Rosie Kandlinger in ihrem Atelier.

Erich Hastreiter, Vorstand der Schützengesellschaft Rottach-Egern e.V.

Ja, es hat sie wirklich gegeben – die Schützenliesl. Künstler Friedrich August von Kaulbach malte sie im Jahre 1878. Ihr richtiger Name: Nicoletta Möritz, eine Kellnerin beim Sternecker Bräu. Das Gemälde war ein Geschenk für das 7. Deutsche Bundesschießen in München. Seitdem ist die Schützenliesl untrennbar mit den Schützen verbunden. Ihr wohlverdienter Platz: Als Kunstwerk auf hölzernen Scheiben hängt sie in fast jedem bayerischen Schützenheim.

„Die Schützenliesl ist nur eines von vielen beliebten Motiven“, weiß die Rottacher Malerin Rosie Kandlinger. Politische Themen, Porträts und Architektur sind auch immer beliebt. „Die Architekturbilder sind am schwersten zu malen“, behauptet Kandlinger. Tiermotive seien am einfachsten. Am meisten reizen Kandlinger aber Gebirgslandschaften.

Etliche Schützenscheiben hat sie bereits angefertigt: für die Feuerwehr, den Vinzenzi-Verein und viele Privatleute. Gemalt wird wie bestellt. Manchmal haben die Leute schon konkrete Vorstellungen, ein anderes Mal ist Kandlinger vollkommen frei. „Ich finde es toll, wenn die Leute ihre eigenen Ideen mitbringen“, freut sich die Künstlerin.

Ihr Atelier ist das heimische Wohnzimmer. Da ist das beste Licht. Auf dem Tisch stehen Behältnisse mit allerhand Farben. „Am schönsten sind die reinen Farbpigmente ohne Füllstoffe“, sagt Kandlinger. „Mit wenig Farben malen, dann ist das ganze Bild in einer Farbskala gehalten, das bringt Harmonie“, verrät sie ihr Geheimnis. Vincent van Gogh hat manchmal nur mit acht Farben gemalt und damit alle Farbtöne gemischt.

Die Rottacher Malerin Rosie Kandlinger in ihrem Atelier.

Kandlingers Leinwand sind die runden Schützenscheiben aus Holz. Erst werden sie mit Kreide grundiert, dann wird das Motiv vorgezeichnet. „Manche machen es sich einfach und arbeiten mit einem Projektor“, sagt sie. Dabei wird das Motiv auf die Scheibe projiziert und einfach ausgemalt. „Aber ich hab keinen.“ Rosie Kandlinger braucht einfach ein wenig Zeit, damit das Werk – zuerst in ihrem Kopf und dann auf der Scheibe ‒ reifen kann. Ein paar Monate kann es schon dauern, bis die 60 Zentimeter große und zwei Zentimeter dicke Scheibe fertig ist.

Ein wenig schade ist es da schon, dass früher die Scheibe mit viel Mühe bemalt wurde, um anschließend darauf zu schießen. Nur eine Taufscheibe wird gleich an die Wand gehängt. Meistens waren es aber Geburtstagsschießen oder Königsschießen, für die die Scheiben bestellt wurden. In der heutigen Zeit werden die aufwändig bemalten und eigens hergestellten Scheiben nur noch in den seltensten Fällen “kaputtgeschossen”.

Übungsschießen mit Kaliber 4,5

In den Gsotthaber Stuben findet heute Abend das „Kranzl“, ein Übungsschießen, der Schützengesellschaft Rottach-Egern statt. So wie jeden Mittwoch. Um 18 Uhr die Jugend, um halb acht die Erwachsenen. Erich Hastreiter ist der erste Vorsitzende und passt auf, dass alles nach den Regeln abläuft.

Das Ziel wird entweder direkt auf die Schützenscheibe gemalt, oder es werden kleine Pappscheiben davor gehängt. Zehn mal zehn Zentimeter groß. Das Blattl in der Mitte hat einunddreißig Millimeter Durchmesser und ist in zehn Ringe aufgeteilt.

Die Schützen bringen sich in Stellung. Geschossen wird mit Luftgewehren. Das Kaliber beträgt 4,5 mm. Die Munition: Diabolos ‒ kleine, stumpfe Bleikegel. Sie stanzen saubere Löcher in die Pappe. Hastreiter holt später die getroffenen Scheiben zu sich, um sie auswerten zu lassen. Der Platz an den vielen Schießbahnen reicht heute kaum aus. Die Zielscheiben sind zehn Meter entfernt. Wie kleine Seilbahnen sehen die Vorrichtungen aus, mit denen sie an die Wand und zur Trefferkontrolle wieder zurück gefahren werden.

Links an der Wand hängen rund 50 handbemalte Schützenscheiben. Hier müssen schon viele gesellige Schützenrunden stattgefunden haben. Zahlreiche Königsscheiben sind dabei, auch Geburtstagsscheiben und andere Kunstwerke sind sauber aneinander gereiht aufgehängt.

Wer im Schützenverein ist? Jugendlich, Frauen, Männer…

Der Schießsport ist beliebt im Tegernseer Tal. In jedem Ort gibt es eine eigene Schützengesellschaft. Der Schützengau Holzkirchen bildet die nächste überörtliche Vereinigung. Schützenvereine sind mit die ältesten Vereine in Bayern. Die Rottacher Schützen kommen zahlreich an jedem Mittwoch: Jugendliche, Frauen, Männer mittleren Alters bis hin zu Senioren.

Viele der Schützen drängen sich im Nebenzimmer. Hier, wo die wertvollsten Scheiben des Vereins hängen. Die älteste Scheibe ist von 1929 und mit einem springenden Hirsch bemalt. Außerdem stehen hier zahlreiche Pokale, die die Vereinsmitglieder errungen haben.

Heute holen sie sich ihre Ladschreiben ab: für das nächste Gemeindeschießen. Mal sehen, was es dann für Medaillen und Urkunden geben wird. Mit Sicherheit jedenfalls wird die Schützenscheibe danach ihre persönliche Geschichte erzählen. In ihrer ganz eigenen, kunstvollen Art.

Zur Geschichte der Schützenvereine:

Zu Beginn des Schützenwesens wurde nur mit der Armbrust geschossen. Während man im Norden noch ausschließlich auf einen hölzernen Vogel zielte, setzte sich in Süddeutschland bereits im 15. Jahrhundert das Schießen auf eine Holzscheibe durch. Das erste bekannte Scheibenschießen fand 1429 in Nürnberg statt.

Bei den großen Schießen wurde ein Zielblatt, meist aus einem runden Stück Leder, in der Mitte an die Zielwand genagelt. Später wurde der Nagel durch eine kreisrunde schwarze Innenscheibe ersetzt. Daher auch der Ausdruck „ins Schwarze getroffen“.

Die ersten Schützenscheiben waren noch unbemalt und oft einfache Fassböden. Erst später wurden die bis zu 180 cm messenden Scheiben kunstvoll bemalt. Auch bekannte Maler wie etwa Johann Sperl, Lorenz Biller oder Thomas Baumgartner malten auf Schützenscheiben.

Die erste Rottacher Schützengesellschaft stammt aus dem Jahre 1850. Als Verein eingetragen wurde sie aber erst 1974. Sie zählt heute 135 Mitglieder, eintreten darf man ab zwölf Jahren. 1. Vorsitzender ist Erich Hastreiter, 2. Vorsitzender Matthias Erlacher, Schriftführerin Cornelia Gran und Kassiererin Monika Geller.

Eine Ansammlung verschiedener Schützenscheiben aus dem Fundus des Schützenvereins

Fünf Adlerführer mit neuen “Adleraugen”

Die fünf Wanderführer

Die fünf Wanderführer und Sparkassen-Chef Georg Bromme vor der neuen Steinadler-Infotafel an der Talstation
der Wallbergbahn. Von links: Georg Schindler, Hannes Bleier, Kurt Schäfer, Anton Wackersberger, Georg Bromme, Gustl Betzinger.

Das Angebot der Kreissparkasse für geführte Wanderungen in die Reviere der Steinadler am Wallberg und im Wiesseer Söllbachtal wird laut Sparkassen-Chef Georg Bromme immer besser angenommen. Etwa 700 Personen nahmen im letzten Jahr, trotz des einigermaßen verregneten Sommers an den geführten Wanderungen in alle vier Reviere im gesamten Landkreis teil. Über 90 % davon kamen von außerhalb des Landkreises.

Der Aspekt “Touristenattraktivität” ist nicht unwichtig, aber entscheidend ist es die Tiere vor dem Aussterben zu bewahren. Vor zehn Jahren hat die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee das Projekt gestartet, um den Bestand dieser Greifvögel zu sichern und sie für die Menschen erlebbar zu machen nach dem Motto: „Nur was man kennt, das schützt man auch.“

Rund 1.100 Steinadler bevölkern den Bereich der Alpen, etwa 45 davon in Bayern. Sechs Paare leben im Mangfallgebirge des Landkreises. Der Schutz dieser sechs Paare soll mithilfe dieses Pilotprojektes gesichert werden, wie Georg Bromme erklärt: “Die Natur soll nicht vor den Menschen, sondern auch für den Menschen geschützt werden. Dies ist gerade auch in Bezug auf den Tourismus in dieser Region wichtig.“

In diesem Jahr werden alleine im Tegernseer Tal 29 Wanderungen von Anfang Mai bis Anfang Oktober durchgeführt. Die genauen Termine kann man im folgenden PDF nachlesen.

Als große Neuerung haben die fünf Adlerführer heute eine neue Ausrüstung erhalten. Diese besteht u.a. aus einem Spektiv mit Stativ, das sie auf den Wanderungen für die Gäste mit sich führen und so den Teilnehmern einen noch besseren Eindruck der Adler und der Natur im Landkreis geben können.

„Wir möchten den Teilnehmern der Wanderungen hiermit einen noch besseren Sichtkontakt mit den Adlern und anderen Wildtieren ermöglichen und ihnen damit ein einzigartiges, quasi hautnahes Erlebnis mit der Natur bieten”

so Georg Bromme bei der Übergabe an der Wallbergbahn.

Mountainbike Festival mit Rekordteilnahme – Alle Bilder, alle Ergebnisse

6.000 Besucher, 2.250 Starter, 170 Helfer, 50 Aussteller und 1 Jahr Vorlauf. Das sind die Eckdaten eines wahrhaft gelungenen Mountainbike Festivals im Tegernseer Tal.

Zum achten Mal hat das Team um Flori Hornsteiner und Stefan Niedermair die Veranstaltung an den Tegernsee gebracht. Dabei war der Veranstaltungsort zum ersten Mal der Sportplatz Birkenmoos. Eine sehr gute Entscheidung, wie Hornsteiner findet:

Hier stören wir niemanden und haben vor allem mehr Platz für unsere Messe. Die Sponsoren waren auch zufrieden mit den Möglichkeiten sich hier vor einem sehr affinen Publikum zu präsentieren. Und auch wir sind mit dem Ablauf, bis auf das kurzfristige Problem mit der Streckenführung, sehr sehr zufrieden.

Das angesprochene Problem ist schnell geschildert: Ein Wiesseer hatte kurzfristig seine Zusage für die Nutzung seines Grundstücks zurückgenommen. Völlig unerwartet musste daraufhin das Organisationsteam die Streckenführung für alle vier Routen ändern. Eine Mammutaufgabe, aufgrund der sich unter anderem der Start der einzelnen Gruppen am Sonntag morgen um 15-30 Minuten nach hinten verschoben hatte.

Für Rottachs Bürgermeister Franz Hafner aber kein Grund aufzustecken. Mit den Widrigkeiten lernt man dazu. Und das nächste mal weiß das Team was alles passieren kann. Auch auf die Zicken eines einzelnen müsse man sich gefasst machen und schon im Vorfeld darauf eingehen, so Hafner in seiner Abschlußrede kurz vor der Siegerehrung.

Die Ergebnisse des Mountainbike Festival Tegernseer Tal finden Sie auf der folgenden Seite.

Hier noch die große Fotostrecke vom heutigen Tag:

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011 / Eine der vielen Siegerehrungen - Strecke A Frauen

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011 / Strecke A Männer

Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 29. Mai 2011 / Florian Hornsteiner und Stefan Niedermair

Kastelruth und Rottach-Egern: 25 Jahre Partnerschaft und kein bisschen Müde

Franz Hafner (links) und Hartmann Reichhalter (dritter von rechts) hatten sich viel zu erzählen

Kastelruth und Rottach-Egern. “Das war Liebe auf den ersten Blick,” errinerte sich Landrat Jakob Kreidl bei der 25-Jahr-Partnerschaftsfeier. Und Rottachs Bürgermeister ergänzte: „Ich hoffe, dass es einmal eine bürgerliche Hochzeit zwischen beiden Gemeinden geben wird.“

Kurze Reden, viel Musik und gutes Essen. Das waren die Zutaten für die Feierlichkeiten, die am Freitag Abend vor rund 120 Gästen in der Gebirgsschützenhütte über die Bühne gingen.

Kastelruth war unter der Führung ihres zweiten Bürgermeisters Hartmann Reichhalter mit insgesamt 30 Personen, darunter sieben Musikanten, angereist. Und unter dem Motto “Feiern ist immer besser als streiten,” ausgegeben von Jakob Kreidl, bekräftigten alle Anwesenden, wie gut eine lange Partnerschaft ist, wenn man sie denn ausgiebig pflegt. Dazu hatten alle am Freitag ausreichend Zeit.

Kastelruths zweiter Bürgermeister Hartmann Reichhalter bei seiner kurzweiligen Rede.

Franz Hafner (links) und Hartmann Reichhalter (dritter von rechts) hatten sich viel zu erzählen

Die Goaßlschnalzer durften nicht fehlen.

Gebirgsschützen in der Gebirgsschützenhütte

30 Minuten frei für alle – Parken in Rottach-Egern soll entwirrt werden

Die Parkgebühren in Rottach-Egern werden angeglichen

Die Parkgebühren in Rottach-Egern werden angeglichen

Auf Antrag von Hans-Georg Keil (CSU) befasste sich der Rottacher Gemeinderat gestern mit der Vereinheitlichung der Parkgebührenregelung. Die Idee: An allen Parkplätzen in der Gemeinde sollen die ersten 30 Minuten frei sein. Damit würde sich Rottach in die illustre Runde um Tegernsee und Bad Wiessee einreihen und vor allem den Gästen eine gewisse Planungssicherheit bei ihrer Parkplatzsuche bescheren. Bisher war das ein regelrechtes Wirrwarr, welches aus dem Jahr 2001 stammte.

Am Zentralparkplatz beispielsweise war die erste halbe Stunde bisher frei. Jede weitere kostete 50 Cent. Ein Tagesticket gab es für fünf Euro. Dabei gelten die Parkgebühren von Montag bis Samstag von jeweils 8 bis 18 Uhr.

Am Tennisplatz, in der Kuranlage, Kursaal Süd und Nord, am Wandinger, in der Seestraße, in der Nördlichen Hauptstraße sowie beim Maibaum gab es die freien 30 Minuten dagegen nicht. Von beginn an musste Parker für jede halbe Stunde 50 Cent berappen.

Und die Gäste des Warmbades hatten eine weitere Ausnahmeregelung. Sie zahlten an den Parkplätzen im nahen Umfeld ganztags 50 Cent. Mussten sich das aber an der Kasse bestätigen lassen.

Mindereinnahmen durch die neue Regelung? 30.000 bis 40.000 Euro

Die Argumentation für eine Vereinheitlichung ist dabei simpel und nachvollziehbar: Der Gast und die Einheimischen sollen sich wohlfühlen, wenn Sie irgendwo parken. Eine gewisse Planungssicherheit um mal schnell einen Cappucino zu trinken verbessere einfach die Einkaufsatmosphäre, so die Meinung der Gemeinderäte.

Dafür soll an allen Parkplätzen die erste halbe Stunde zukünftig frei sein. Die Gebühren für jede weitere halbe Stunde bleiben bei 50 Cent.

Die Mindereinnahmen, die durch diese Lösung entstehen, konnten nicht ganz eindeutig festgelegt werden und wurden mit etwa 30.000 bis 40.000 Euro veranschlagt.

Nach einer etwa 30-minütigen Diskussion einigte sich der Gemeiderat gestern Abend einstimmig auf eine einheitliche Linie. Alle Parkplätze, bei denen ein Parkscheinautomat oder eine Parkuhr existiert, erhalten die beschriebene einheitliche Regelung. Bei Parkplätze, an denen eine Parkscheibe notwendig ist, wird nichts geändert.

Für die Parkenden hat Rottach ein weiteres Schmankerl zu bieten. An Sonn- und Feiertagen bleibt das Parken, wie bisher auch, kostenlos. In Tegernsee und in Bad Wiessee ist das beispielsweise nicht der Fall.

Das komplette Programm der Kunst- und Kulturtage vom 28. Mai bis 04. Juni

Das komplette Programm der diesjährigen Kunst- und Kulturtage

Konrad Niedermaier, der Initiator der Kunst- und Kulturtage wird auch heuer wieder die Veranstaltung eröffnen

Der Rottacher Förderverein für Kunst & Kultur veranstaltet in diesem Jahr zum 17. Mal die Kunst- und Kulturtage.

In der Woche vom 28. Mai bis zum 4. Juni wird wieder ein Programm aus Ausstellungen, Musik und bayerisch-uriger Tradition geboten.

Eröffnet wird mit einer Autorenlesung von Filmregisseur Marcus H. Rosenmüller im Kutschen-, Wagen- und Schlittenmuseum. Außerdem im Programm der Woche sind die Tegernseer Wirtshausmusikanten, eine Fahrt auf dem Musikantenschiff mit den Hinterberger Musikanten und einiges mehr.

Eines haben aber alle gemeinsam: Egal, ob junge oder alteingesessene Künstler und Musiker – jeder hat den direkten Bezug zum Tegernseer Tal.

So wie die jungen Musiker der Musikschule Tegernsee, die am Sonntag den 29. Mai in der Gebirgsschützenhütte zu Gast sind. Wolfgang Hermann, Leiter der Musikschule, hat die Besten seiner Musikschüler “herausgefischt” und freut sich darauf allen Zuhörer zeigen zu können, dass die Musikschule Früchte trägt.

An sich geht es aber schon am Samstag, den 28. Mai um 19:00 Uhr im Kutschenmuseum in der Feldstraße 16 in Rottach-Egern los. Eintritt für die Eröffnungslesung sind 12 Euro. Karten für alle Veranstaltungen gibt es bei der Touristinfo in Rottach Karten unter der 08022 / 671341.

Das komplette Programm der diesjährigen Kunst- und Kulturtage

Gebühren über Gebühren: Die Themen der nächsten Rottacher Gemeinderatssitzung

Parkgebühren. Kinderhortgebühren. Spielgruppengebühren. Der Schwerpunkt der morgen stattfindenden nächsten Rottacher Gemeinderatssitzung ist klar.

Ab 19 Uhr geht es dann in der Sitzung im Rathaus der Gemeinde aber nicht nur um Gebühren, sondern unter anderem auch um die Installation einer Webcam im Bereich des See- und Warmbades.

Alle weiteren Themen kann man in der offiziellen Einladung nachlesen:

Gemeinderatssitzung in Rottach-Egern am 25. Mai um 19 Uhr

Taxiflotte in Rottach-Egern: Ständiges Ärgernis oder gelöstes “Problem”?

Bernhard Weihrauch, einer der Fahrer der "Nachtschicht"

Die Taxiflotte an der Rottacher Haupstraße

Einen kämpferischen Rottacher Bürgermeister konnten die Zuhörer bei der letzten Bürgerversammlung am 17. März bewundern. Wie bereits berichtet hatte sich Franz Hafner damals über verschiedene Mißstände in der Gemeinde ausgelassen. Doktor-Scheid-Straße, Baurecht im Innenbereich am Beispiel Kißlingerstraße oder die permanente Kritik an der TTT.

Auf Nachfrage aus dem Publikum ging Hafner in der Versammlung auch auf das Problem der Taxiflotte an der Rottacher Hauptstraße ein. Laufende Motoren und rüpelhafte Fahrer seien scheinbar an der Tagesordnung. Einer der anwesenden Zuhörer berichtete gar von körperlichen Übergriffen von Seiten der Taxifahrer auf Bewohner, die sich beschwert hätten.

Aber vor allem durch die Lärmbelästigung und Abgase sei die Situation für die Anwohner ein ständiges Ärgernis. Ein Umstand, dem Hafner laut eigener Aussage aus der Bürgerversammlung “inhaltlich nur zustimmen kann.”

Probleme!? Wo gibt`s denn Probleme?

Scheinbar haben sich die Wogen aber mittlerweile geglättet. Auf Nachfrage bei diversen Taxifahrern in der Rottacher Hauptstraße klang die Situation nicht nur ganz anders, sondern vor allem lange nicht mehr so schlimm wie noch Mitte März.

An den Anwohner, der sich offensiv beschwert hatte, haben sich die Fahrer noch erinnern können. Aber die Situation wurde, laut der Aussage einiger Taxifahrer, damals nach einem kurzen Gespräch gelöst. Die Erklärung der Fahrer in Richtung Anwohner: Aufgrund der damals herrschenden kalten Temperaturen hätten sie die Autos laufen lassen müssen. Einmal um selber nicht im kalten Fahrzeug zu sitzen. Und andererseits, um den Fahrgäste kein kaltes Auto zuzumuten.

Übergriffe oder ähnliches war keinem der Taxifahrer bekannt. Etwas verärgert zeigten sich die Fahrer über die Wegnahme von zwei Taxiparkplätzen. Als Ausgleich hatte die Gemeinde ihnen eine Alternative auf dem Zentralparkplatz angeboten. Eine Lösung, die aber laut Bernhard Weihrauch, einem Fahrer der Nachtschicht, nicht wirklich prakikabel ist. Denn so müsste jedes Mal einer der Fahrer an der Ecke stehen und schauen ob an den Taxifahrplätzen ein neuer Platz freigeworden ist.

Ein konkreter Vorschlag in Richtung Verwaltung der Gemeinde hatte Weihrauch ebenfalls: Sich zusammensetzen und die Probleme thematisieren. Miteinander anstatt übereinander reden. So sein Wunsch.

Bernhard Weihrauch, einer der Fahrer der "Nachtschicht"

Ein Hauch von „Big Apple“ in Rottach-Egern

So oder so ähnlich könnte es am Donnerstag im Monte Lago aussehen. Bis auf den Rauch, das ist bei uns in Bayern ja nicht erlaubt.....

So oder so ähnlich könnte es am Donnerstag im Monte Lago aussehen. Bis auf den Rauch, das ist bei uns in Bayern ja nicht erlaubt.....

Wer immer schon mal in einem echten New Yorker Club echten Jazz-Musikern lauschen wollte, aber bisher an der Entfernung scheiterte, bekommt nun die Chance, dies quasi vor der Haustür nachzuholen.

Im Monte Lago in Rottach-Egern spielt am Donnerstag Abend ab 20 Uhr das international besetzte vierköpfige „Gregory Rivkin – Matthias Gmelin-Project“. Mit dabei sind ein Drummer, ein Trompeter, ein Bassist und ein Vibraphonist.

Um es ganz genau zu sagen, besteht das Ensemble aus dem deutschen Matthias Gmelin, dem in Moskau geborenen Gregory Rivkin, dem Münchner Andy Kurz und dem Amerikaner Tim Collins. Im Endeffekt ist es die Gelegenheit ein sehr hochkarätig besetztes Jazzquartett zu erleben. Und dann auch noch am Tegernsee. Diese Möglichkeit kommt nicht sehr oft.

SMG zeichnet Unternehmen aus dem Tegernseer Tal aus

Oliver Reitz von der SMG übergibt den Preis "Marke und Image" an Andreas Eybel

Oliver Reitz von der SMG übergibt den Preis "Marke und Image" an Andreas Eybel. Quelle: SMG

Beim Wirtschaftsempfang des Landkreises wurden vergangenen Freitag zwei Firmen aus dem Einzugsgebiet des Tegernseer Tals ausgezeichnet.

Gertraud Gruber aus Rottach-Egern erhielt den Wirtschaftspreis des Landkreises für ihr Lebenswerk. Die 90-jährige Vorreiterin der Wellness-Bewegung und Rottacher Ehrenbürgerin wurde für ihre unermüdliche Arbeit an der Gruber-Klinik ausgezeichnet. Als Laudatorin konnte die SMG, die den Wirtschaftsempfang organisiert hatte, Herzogin Elizabeth in Bayern gewinnen.

Die Kategorie Marke & Image gewann der Pralinenhersteller Andreas Eybel aus Waakirchen.

Innovatives Handeln, Heimatverbundenheit und Weitblick. So die abschließende Bewertung der ausgezeichneten Unternehmen. Auch wenn es dieses Mal keine wirklich jungen Unternehmen geschafft hatten, kann man den beiden Firmengründern zu Recht gratulieren. Wenn man sich Eybel und die Gruber-Klinik anschaut, dann kann man viel lernen. Und so etwas gehört belohnt.

Von links: Landrat Jakob Kreidl, Getraud Gruber, Herzogin Elizabeth in Bayern und Oliver Reitz. Quelle: SMG

Italien lockt: Erste Ministrantenfreizeit aus den Pfarreien Tegernsee – Egern – Kreuth

Bei der Ministrantenfreizeit

Bei der Ministrantenfreizeit

Hier ein Artikel von Christine Stadler, eine der Oberministranten von Egern, über die erste gemeinsame Ministrantenfreizeit. Wir veröffentlichen diesen Artikel gerne, da er einen schönen Einblick in den Ablauf einer Freizeitwoche gibt.

Von Christine Stadler:
„Aufstehen – Aufeinander zugehen“. Unter diesem Motto machten sich am 25. April diesen Jahres die Ministranten des Pfarrverbands Tegernsee – Egern – Kreuth auf nach Friaul/Italien. Dort gibt es ein Selbstversorgerhaus, das für die verschiedensten Freizeiten und Fortbildungen genutzt wird. Unter anderem beherbergte das Haus nun eine Woche lang 40 Ministranten, das Küchenteam und 12 Betreuer – zusammengesetzt aus Oberministranten, Pfarrgemeinderatsmitgliedern und hauptamtlichen Mitarbeitern des Pfarrverbands.

Ziel der Freizeit war es, Vorurteile gegenüber den anderen Ministranten des Pfarrverbands abzubauen, sich kennen- und schätzen zu lernen und damit besser zusammenzuwachsen.

Gleich zu Beginn der Woche wurde in einzelnen Gruppen ein Stück der Ministrantenfahne gestaltet, die nun bei gemeinsamen Anlässen ihren Einsatz finden soll. Neben einer Ortsrallye fand auch eine Ministrantenrallye statt, bei der die Minis ihr Können unter Beweis stellen mussten. Die Sieger wurden am Bunten Abend verkündet.

Am Mittwoch wurde die Umgebung noch weiter erkundet – mit einem Busausflug nach Aquileia und Grado. Dort bestaunte man vor allem die Mosaikfußböden in den Kirchen und Pfarrer Waldschütz glänzte mit seinem historischen Hintergrundwissen. Doch auch die freie Zeit kam nicht zu kurz und wurde mit Baden, Einkaufen und Eis essen gefüllt.

Um den Tag mit Gott beginnen und enden zu lassen, gestalteten die einzelnen Ortsgruppen jeweils ein Morgen- und ein Abendlob (siehe Bild). Bei dieser Gelegenheit wurden die Probleme, die in so großen, neu zusammengewürfelten Gruppen entstehen können, durch Gesang und Rollenspiele zur Sprache gebracht. Besonders großen Anklang fand die „Schutzengel-Aktion“. Man schrieb seinen eigenen Namen auf einen Papierengel und wurde von einem Ministrant einer anderen Pfarrei gezogen. Dieser „Schutzengel“ durfte während der Woche nun seinem Partner etwas Gutes tun.

Am Ende der Woche konnte man deutlich die Veränderung spüren und sehen. Die Kinder und Jugendlichen gingen nun viel offener und herzlicher miteinander um und man erkannte, dass sie alle eine gemeinsame Leidenschaft haben: das Ministrieren und damit auch die vielfach betonte Ausrichtung hin zu Gott.

Am Ende der Freizeit hatte man das Gefühl, es wurde in dieser Freizeit eine gute Basis zur Zusammenarbeit der Ministranten in den drei Pfarreien geschaffen, auf der nun weitergebaut werden kann

Wenn die immer wieder sichtbar gewordene Bereitschaft, gemeinsam an Projekte heranzugehen, nun auch im weiteren Alltag umgesetzt wird, kann man von einer durchaus gelungenen und erfolgreichen Ministrantenfreizeit sprechen.