Montag, 20. Mai 2013

Im Zweifel für den Schulverbund: Alle Gemeinden im Tal geben ihre Zustimmung

Ergänzung vom 18. Februar / 10:08 Uhr
Franz Hafner hatte bereits im Gespräch vom 14. Januar (siehe im Artikel weiter unten) darauf hingewiesen, dass er persönlich für den geplanten Mittelschulverbund Holzkirchen-Tegernseer Tal ist, die Gremien jedoch stark unter Zeitdruck stehen: Bereits Ende März muss soweit alles bis hoch zum Schulamt in Miesbach entschieden sein.

Nachdem nun gestern Abend auch der Wiesseer Gemeinderat das Thema behandelt und sich einstimmig dafür ausgesprochen hat, liegen nun erstmal die Genehmigungen aller fünf Talgemeinden und Waakirchen vor.

Wie auch schon in den Sitzungen in Kreuth, Tegernsee und Waakirchen hatten aber auch die Mitglieder in Bad Wiessee große Probleme. Zwar weniger mit dem Verbund an sich, sondern eher mit der Konstellation Haupt- / Mittelschule, wie der zweite Bürgermeister Robert Huber in einem Plädoyer für die Schüler betonte:

Das war wir jetzt machen ist nur der Notanker, um die Hauptschule zu retten. Aber wir sollten uns von starren Vorstellungen lösen und ein Schulsystem auf die Beine stellen, in dem alle Schüler ihren Platz finden.

So wie es jetzt ist, brauchen wir 5-6 Gemeinden um überhaupt eine Mittelschule zusammenzubekommen. Das ist bald eine Rest-Rest-Rest-Schule, die wir da kreieren. Und das kanns ja nicht sein.

Dem Mittelschulverbund müssen wir zustimmen. Uns bleibt ja auch nichts übrig. Aber ich möchte schon den Kultusminister bitten, sich mit den Fachleuten zusammenzusetzen und ein Schulsystem auf den Weg zu bringen, damit die Hauptschüler nicht die “letzten” sind, die dann auch überhaupt keine Chancen auf dem Berufsmarkt haben.

Ursprünglicher Artikel vom 14. Januar mit der Überschrift “Neue Chance für die Mittelschule – Kurzes Interview mit Franz Hafner”
Im November noch musste Georg von Preysing sein ambitioniertes Ziel “Mittelschule in Gmund” zu Grabe tragen. Damals hatte sich Waakirchen in letzter Minute gegen den Verbund ausgesprochen und den Bürgermeistern schlaflose Nächte beschert. Was mit den Hauptschülern machen? Wie bekommen wir doch noch die Mittelschule ins Tal und damit das zukunftsträchtigere Modell?

Doch nun ist alles gut – so scheint es zumindest. Es gibt einen tragfähigen Kompromiss, ein erster Vorvertrag wurde unterschrieben und der Mittelschulverbund Holzkirchen-Tegernsee steht.

Mit dabei sind neben der Hauptschule in Rottach-Egern und Holzkirchen auch das etwas wankelmütige Waakirchen und Valley. Diese vier Schulen werden, trotz Schülerschwund, auch langfristig die notwendige Anzahl an Schülern erreichen, die für die Mittelschule nötig ist.

Franz Hafner, Bürgermeister von Rottach-Egern

Zum Thema haben wir heute den Rottacher Bürgermeister Franz Hafner befragt. Dieser ist nicht nur Bürgermeister sondern auch Vorsitzender des derzeitigen Schulverbands und damit Sprecher der fünf Talgemeinden.

Tegernseer Stimme: Hallo Herr Hafner, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Verbund. Wie kam es zu der doch unerwarteten Achse Holzkirchen-Rottach?

Franz Hafner: Danke für die Glückwunsche. Noch ist es allerdings zu früh, da zunächst alle Gemeindegremien und dann die Schulverbandsgremien zustimmen müssen. Erst dann erfolgt der Genehmigungsantrag über das Schulamt Miesbach an die Regierung. Zeitvorgabe für die Entscheidungen der Gremien ist Mitte März, für den Antrag Ende März.

Die Achse Holzkirchen-Rottach-Egern entstand, weil die beiden Schulverbände jeweils für sich allein nicht die entsprechenden Schülerzahlen für die Genehmigung einer Mittelschule aufbringen können. So war es nur logisch, dass man nach einer gemeinsamen Lösung gesucht hat.

Um diese Lösung erreichen zu können, hat in dieser Woche ein Gespräch aller betroffenen Gemeinden, des Schulamtes Miesbach, der Regierung von Oberbayern und den Vorsitzenden der betroffenen Elternbeiräte stattgefunden. Grundlage für diese Besprechung war ein Entwurf eines Kooperationsvertrages.

Das Gespräch war sehr fruchtbar und wurde mit großer Sachlichkeit geführt. Detailaussagen können wir aber erst nach dem endgültigen Abschluss des Kooperationsvertrages treffen.

Kein Kind soll von Rottach-Egern nach Holzkirchen fahren müssen

Tegernseer Stimme: Was bedeutet der Verbund für die Schüler der Hauptschule Rottach-Egern?

Franz Hafner: Es war und ist die einzigste Möglichkeit, den Mittelschulstandort für diesen Teil des Landkreises zu sichern und somit für die Kinder eine zukunftsfähige Ausbildung zu gewährleisten.

Tegernseer Stimme: Werden zukünftig auch weite Anfahrtswege zu vermeiden sein?

Franz Hafner: Absolut. Sinn und Zweck ist es nämlich auch, die bestehenden Hauptschulstandorte und den M-Zweig sowohl in Holzkirchen als auch in Rottach-Egern weitestgehend zu sichern und damit weite Anfahrtswege zu vermeiden.

Tegernseer Stimme: Wie stehen Sie zu dem Verbund?

Franz Hafner: Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Kooperation nach dem augenblicklichen Stand der Schulpolitik alternativlos ist und wünsche mir, dass damit die gute Ausbildung unserer Hauptschüler gewährleistet werden kann, damit sie die beste Grundlage für ihr Leben erhalten und die Lehrbetriebe weiterhin guten Nachwuchs bekommen.

Tegernseer Stimme: Glauben Sie, dass der Gemeinderat von Waakirchen als, zumindest beim Schulthema, bekannt-wankelmütiger Kandidat am Ende dem Verbund zustimmen wird?

Franz Hafner: Ich hoffe und gehe davon aus, dass sich die Gemeinde Waakirchen ebenfalls dem Schulverbund anschließen wird.

Gmund und Rottach-Egern: Mittelschulverbund einstimmig beschlossen

Ergänzung vom 26. Januar / 14:26 Uhr
Rottach-Egern und Gmund haben auf ihren gestrigen Gemeinderatssitzungen parallel den Beitritt zum Mittelschulverbund Holzkirchen-Tegernsee beschlossen. Und in beiden Gremien sind die Entscheidungen einstimmig gefallen.

Damit sind nun auch die grundlegenden Weichen gestellt, die einerseits den Hauptschülern im Tegernseer Tal den Zugang zur Mittelschule ermöglichen. Andererseits den Weiterbestand der Rottacher Hauptschule garantieren.

Ob und wie sich die Schulpolitik danach ändert und was das für Auswirkungen auf die Mittelschulen und damit auch auf den Bau in Rottach-Egern haben wird, das kann heute natürlich noch niemand sagen. Aber zumindest für die nächsten 5 Jahre ist die Schule gesichert, so Rottach`s Kämmerer Gerhard Hoffmann gegenüber der Tegernseer Stimme.

Alle sind Gewinner – aber was ist mit dem Gemeindehaushalt?

Am Ende bleiben bei der ganzen Diskussion, die vor knapp einem Jahr akut geworden war, in Rottach-Egern auf den ersten Blick nur Gewinner zurück.

Die Gemeinderäte, die im März letzten Jahres die Entscheidung, zugunsten einer Mittelschule in der neu zu erbauenden Realschule, kassiert hatten, haben Recht bekommen. Es ist möglich die Hauptschule in Rottach-Egern zu behalten und gleichzeitig den Mittelschulstatus zu bekommen.

Franz Hafner konnte eine Lösung präsentieren, mit der jeder leben kann. Auch wenn am Ende nicht mehr viele Alternativen übrig blieben.

Die Schüler müssen keine kilometerweiten Anfahrtswege in Kauf nehmen, “nur” um einen Mittelschul-Abschluß zu erlangen.

Und zuguterletzt bleibt die Schule erhalten.
Doch genau da könnte sich der einzige Wehrmutstropfen – und zwar für die Gemeindekasse ergeben. Obwohl die Schule nun doch nicht, wie noch im letzten Jahr gedacht, nachhaltig saniert und umgebaut werden muss, wird ein Um- oder Neubau der Turnhalle unsausweichlich sein. Wie hoch die Belastung für den Rottacher Haushalt sein wird, kann man laut Kämmerer zur Zeit allerdings noch nicht sagen. Eine Belastung für den Haushalt wird es aber mit Sicherheit.

Im großen und ganzen dürften alle Beteiligten aber mehr als froh über die Entscheidung sein. Jetzt heißt es “nur” noch die Beschlüsse aus den anderen beteiligten Gemeinden abwarten und dann darauf hoffen, dass Schulamt und Regierung ebenfalls zustimmen.

Ursprünglicher Artikel vom 14. Januar mit der Überschrift “Neue Chance für die Mittelschule – Kurzes Interview mit Franz Hafner”
Im November noch musste Georg von Preysing sein ambitioniertes Ziel “Mittelschule in Gmund” zu Grabe tragen. Damals hatte sich Waakirchen in letzter Minute gegen den Verbund ausgesprochen und den Bürgermeistern schlaflose Nächte beschert. Was mit den Hauptschülern machen? Wie bekommen wir doch noch die Mittelschule ins Tal und damit das zukunftsträchtigere Modell?

Doch nun ist alles gut – so scheint es zumindest. Es gibt einen tragfähigen Kompromiss, ein erster Vorvertrag wurde unterschrieben und der Mittelschulverbund Holzkirchen-Tegernsee steht.

Mit dabei sind neben der Hauptschule in Rottach-Egern und Holzkirchen auch das etwas wankelmütige Waakirchen und Valley. Diese vier Schulen werden, trotz Schülerschwund, auch langfristig die notwendige Anzahl an Schülern erreichen, die für die Mittelschule nötig ist.

Franz Hafner, Bürgermeister von Rottach-Egern

Zum Thema haben wir heute den Rottacher Bürgermeister Franz Hafner befragt. Dieser ist nicht nur Bürgermeister sondern auch Vorsitzender des derzeitigen Schulverbands und damit Sprecher der fünf Talgemeinden.

Tegernseer Stimme: Hallo Herr Hafner, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Verbund. Wie kam es zu der doch unerwarteten Achse Holzkirchen-Rottach?

Franz Hafner: Danke für die Glückwunsche. Noch ist es allerdings zu früh, da zunächst alle Gemeindegremien und dann die Schulverbandsgremien zustimmen müssen. Erst dann erfolgt der Genehmigungsantrag über das Schulamt Miesbach an die Regierung. Zeitvorgabe für die Entscheidungen der Gremien ist Mitte März, für den Antrag Ende März.

Die Achse Holzkirchen-Rottach-Egern entstand, weil die beiden Schulverbände jeweils für sich allein nicht die entsprechenden Schülerzahlen für die Genehmigung einer Mittelschule aufbringen können. So war es nur logisch, dass man nach einer gemeinsamen Lösung gesucht hat.

Um diese Lösung erreichen zu können, hat in dieser Woche ein Gespräch aller betroffenen Gemeinden, des Schulamtes Miesbach, der Regierung von Oberbayern und den Vorsitzenden der betroffenen Elternbeiräte stattgefunden. Grundlage für diese Besprechung war ein Entwurf eines Kooperationsvertrages.

Das Gespräch war sehr fruchtbar und wurde mit großer Sachlichkeit geführt. Detailaussagen können wir aber erst nach dem endgültigen Abschluss des Kooperationsvertrages treffen.

Kein Kind soll von Rottach-Egern nach Holzkirchen fahren müssen

Tegernseer Stimme: Was bedeutet der Verbund für die Schüler der Hauptschule Rottach-Egern?

Franz Hafner: Es war und ist die einzigste Möglichkeit, den Mittelschulstandort für diesen Teil des Landkreises zu sichern und somit für die Kinder eine zukunftsfähige Ausbildung zu gewährleisten.

Tegernseer Stimme: Werden zukünftig auch weite Anfahrtswege zu vermeiden sein?

Franz Hafner: Absolut. Sinn und Zweck ist es nämlich auch, die bestehenden Hauptschulstandorte und den M-Zweig sowohl in Holzkirchen als auch in Rottach-Egern weitestgehend zu sichern und damit weite Anfahrtswege zu vermeiden.

Tegernseer Stimme: Wie stehen Sie zu dem Verbund?

Franz Hafner: Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Kooperation nach dem augenblicklichen Stand der Schulpolitik alternativlos ist und wünsche mir, dass damit die gute Ausbildung unserer Hauptschüler gewährleistet werden kann, damit sie die beste Grundlage für ihr Leben erhalten und die Lehrbetriebe weiterhin guten Nachwuchs bekommen.

Tegernseer Stimme: Glauben Sie, dass der Gemeinderat von Waakirchen als, zumindest beim Schulthema, bekannt-wankelmütiger Kandidat am Ende dem Verbund zustimmen wird?

Franz Hafner: Ich hoffe und gehe davon aus, dass sich die Gemeinde Waakirchen ebenfalls dem Schulverbund anschließen wird.

Exkurs: Der Verband im Verbund – wie läuft das mit der Mittelschule / Hauptschule?

Langfristig sollen aus den Hauptschulen Mittelschulen werden. Das Ziel dieser Umgestaltung ist mehr praxisorientierter Unterricht und insgesamt (auch durch den M-Zug) eine Aufwertung des Abschlusses. Einen Kommentar zum bisherigen Verlauf der Hauptschule/Mittelschul-Problematik im Tegernseer Tal haben wir in diesem Artikel beschrieben.

Das Ziel im gesamten Tegernseer Tal muss im Interesse der Schüler die Mittelschule sein, so von Preysing. Der Weg dahin aber wird von einigen unterschiedlich gesehen. Und wenn jetzt einer dieser Wege verbaut ist, hat sich von Preysing eine Alternativlösung mit Waakirchen im Verband zusammen mit der Hauptschule Rottach im Verbund ausgedacht. Was es mit dem Verbund und dem Verband auf sich hat, wurde im Nachgang der Präsentation von Peter Huber ausführlich erklärt. Hier ein kleiner Exkurs:

Ein Schulverband ist ein Zusammenschluss von Gemeinden die auf ein Gebäude / eine Schule zugreifen. Beim Schulverbund geht es dagegen eher um inhaltliche Themen. Ein Verbund verschiedener Gemeinden kann z.B. gemeinsam versuchen die Kritierien einer Mittelschule zu erfüllen.

Der Beschluss aus Gmund ist auf alle Fälle eindeutig und einstimmig: Es wird der skizzierte Verbund / Verband angestrebt. Eine Alternativlösung mit Holzkirchen oder Miesbach im Verbund wird aufgrund der langen Fahrwege für die Schüler nicht in betracht gezogen.

Und jetzt noch die Frage: Was genau ist eigentlich eine Mittelschule?
Weil die Gemeinden im Tal sich ja bekanntlich mehrheitlich gegen eine Mittelschule am Standort Finsterwald ausgesprochen haben, wird jetzt versucht den Status Mittelschule über einen Schulverbund zwischen der Hauptschule in Rottach und der Hauptschule in Waakirchen zu erreichen. Wir haben über die Entwicklung bereits mehrfach berichtet. Damit aber auch wirklich jeder weiß, um was es dabei überhaupt geht, haben wir uns das Konzept der Bayerischen Mittelschule mal genauer angeschaut.

Die Mittelschule ist eigentlich keine neue Schulform, sondern eher eine überarbeitete Hauptschule, die sich in manchen Punkten etwas näher an der Realschule orientiert und von Start weg eine relativ starke Ausrichtung auf einen nahtlosen Übergang ins Berufsleben als Ziel hat. Auf der Info-Homepage www.mittelschule.bayern.de steht dazu folgendes zur Ausrichtung der Mittelschulen:
-

  • Berufsorientierung ist das besondere Merkmal der Mittelschule.
    -
  • Ab Schuljahr 2009/10 stufenweise Umgestaltung des Handlungsfeldes Arbeit-Wirtschaft-Technik in berufsorientierende Zweige (Technik, Wirtschaft, Soziales)
    -
  • Praxisorientierter Unterrichtsansatz (z.B. Betriebsbesichtigungen, -praktika, Übungsfirmen)
  • Ausbau der systematischen Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern:

o Intensive Zusammenarbeit Mittelschule – Berufsschule

o Lokale Vernetzung Mittelschule – Wirtschaft (Einsatz von SCHULEWIRTSCHAFTExperten)

o Fortsetzung der erweiterten vertieften Berufsorientierung in Kooperation mit den Arbeitsagenturen

o Aufbau von Kooperationen mit Realschulen oder Wirtschaftsschulen als weitere Möglichkeit zum Erreichen des mittleren Schulabschlusses

Ein weiterer spezieller Punkt ist der Versuch in der Mittelschule die individuelle Leistungsfähigkeit der einzelnen Schüler gezielt zu fördern. So wird zum Beispiel am an der Hauptschule üblichen Klassenlehrerprinzip festgehalten, damit die Schüler eine pädagogisch wertvolle Bezugsperson haben. Außerdem gibt es die Möglichkeit auf der Mittelschule einen Abschluss auf dem Niveau der Real- bzw. Wirtschaftsschule zu machen und Ganztagesangebote wahrzunehmen.

Auch das hier im Tal gewünschte Prinzip der Schulverbünde ist im Konzept der Mittelschule ausdrücklich vorgesehen und gewünscht. So soll versucht werden, kleinere Hauptschulen zu erhalten und zukunftsfähig zu machen. Über die Voraussetzungen zu Schulverbünden steht auf der Homepage folgendes:
-

  • Unter dem Dach des Schulverbundes können auch Schulen, die die bisherigen Kriterien für ihre Eigenständigkeit nicht mehr erfüllen (z.B. durchgängige Jahrgangsklassen) bestehen bleiben.
    -
  • Schulen, die die wesentlichen Bildungsangebote der Mittelschule nicht allein bereitstellen, können in Zukunft als eigenständige Schulen in eigenverantworteten Schulverbünden zusammenarbeiten.
    -
  • Es sollen so viele Schulstandorte wie möglich, so lange wie möglich erhalten bleiben.
    -
  • Es gibt keine rechtlich zwingende Mindestschülerzahl als Genehmigungsvoraussetzung.

Ein Schulverbund wird anschließend als ein “Gebilde” gesehen. Das heißt, dass zum Beispiel ein Verbund aus der Schule in Rottach und Waakirchen ein Komplettbudget bekommt. Beide Schulen zusammen bekommen also ein gemeinsames Budget an Lehrstunden, Geld, Verwaltungsangestellte usw. Wie der Verbund das intern aufteilt ist anschließend egal. Es könnte also viel Unterricht in Rottach und wenig in Waakirchen gehalten werden – oder auch andersrum. Außerdem behält jede Schule ihren eigenen Schulleiter. Die Schulleiter müssen sich nur untereinander koordinieren.

Alles in allem sind die Ideen der Mittelschule nicht schlecht aber auch keineswegs revolutionär. Die Sichtweise des Staates ist bei dem neuen Konzept aber durchaus verständlich: Man will möglichst viele kleine Schulen halten und die Schüler auf einen möglichst reibungslosen Eintritt ins Berufsleben vorbereiten. Das alles durch die Organisation in Verbünden mit möglichst geringen Kosten, was den Verwaltungsaufwand betrifft. Ganz neu ist das Ganze also nicht.

Mehr Info findet man in folgenden Dokumenten oder Homepages:

Broschüre: “Die Bayerische Mittelschule” (PDF)

Präsentation: “Die Bayerische Mittelschule” (PDF)

Homepage: http://www.mittelschule.bayern.de