Donnerstag, 17. April 2014

Kreuzung an der Kreuzstraße im Fokus

Probleme bei Ampelschaltung mittlerweile behoben?

An der Ampel an der Kreuzstra√üe sind sicher viele von uns schon einmal gestanden. Der eine nur f√ľr kurze Zeit, bis die Ampel gr√ľn wurde. Viele andere l√§nger. Denn oft ist an der Kreuzung Stau – vor allem an sonnigen Wochenenden morgens in Richtung Tegernseer Tal.

Nachmittags und abends gestaltet sich die Situation gleich – nur genau andersherum. Der Stau zieht sich dann bis ins Tal.

Kreisverkehr oder Softwareoptimierung?

Zur L√∂sung der “Kreuzstra√üenprobleme” wird immer wieder ein Kreisverkehr an der Stelle ins Spiel gebracht. F√ľr die einen die einzige M√∂glichkeit auf Besserung. F√ľr die anderen nur die Verlagerung des Staus weiter in Richtung Tal.

Dabei w√ľrden schon kleine Optimierungen an der Ampelanlage helfen, sagt der Gmunder Gemeinderat Anton Grafwallner. Eine intelligente Schaltung ist zumindest eingebaut. Das Stra√üenbauamt Rosenheim hat das bereits vor einigen Jahren installieren lassen.

Die Kreuzung an der Kreuzstraße soll mittlerweile einwandfrei funktionieren.

Allerdings kommt es bei der Schaltung f√ľr Linksabbieger aus Richtung M√ľnchen immer wieder zu Unzul√§nglichkeiten, wie Grafwallner berichtet: “Wenn kein Verkehrsteilnehmer auf dem Abbiegestreifen steht, m√ľsste die Ampel den Abbiegevorgang √ľberspringen und direkt mit der n√§chsten Gr√ľnphase starten.”

Dadurch w√ľrde ein Zeitverlust von bis zu 13 Sekunden enstehen. “Diesen Fehler wollte das Stra√üenbauamt bereits vor eineinhalb Jahren beheben”, so der Verkehrsexperte. Doch der Umschaltfehler tritt immer wieder auf. F√ľr Grafwallner steht fest: “Nachjustiert worden ist die Ampel deswegen nicht. Und das ist ein relativ gro√ües √Ąrgernis.”

Das 13-sek√ľndige Zeitfenster, welches laut dem Gmunder Gemeinderat immer wieder unn√∂tig anspringt, w√ľrde in etwa sechs Fahrzeugen entsprechen, die die Kreuzung in dieser Zeit ohne Probleme passieren k√∂nnten.

Die Folge w√§re, dass m√∂gliche Staus k√ľrzer ausfallen k√∂nnten oder gar nicht erst entstehen m√ľssten. Das w√ľrde f√ľr alle eine Zeitersparnis darstellen und nicht zuletzt auch der Lebensqualit√§t zugute kommen. Weniger Stau bedeutet auch weniger L√§rm- und Umweltbelastung.

Ausl√∂ser f√ľr Umschaltprobleme

F√ľr das zust√§ndige staatliche Rosenheimer Bauamt ist das Problem, falls denn eines bestehen sollte, derzeit nicht nachvollziehbar. Auf Nachfrage best√§tigt Bauoberr√§tin Eva Weber, dass die gesamte Ampelanlage verkehrsabh√§ngig √ľber Induktionsschleifen und Kameras gesteuert wird.

Die Anlage wurde erstmals 1991 errichtet. Im April 2011 wurden aufgrund von Meldungen (u. a. der Tegernseer Stimme) √ľber St√∂rungen die √§lteren Videokameras gegen neuere, dem Stand der Technik entsprechende Kameras ausgetauscht.

Die letzte St√∂rung der Anlage stammt aus September 2011. Damals wurden aufgrund eines Softwarefehlers immer wieder Gr√ľnphasen ausgel√∂st – auch wenn kein Fahrzeug wartete. “Dies haben wir nach Kenntnis der St√∂rung sofort beseitigt.”

Mittlerweile m√ľsste die Kreuzung laut dem Stra√üenbauamt allerdings einwandfrei laufen. Das bedeutet, wenn kein Auto wartet, wird die Gr√ľnphase planm√§√üig √ľbersprungen. Eigentlich. Denn laut Weber kann es dennoch zu Problemen kommen. Vor allem Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern f√ľhre immer wieder zu St√∂rungsmeldungen.

Oft werden die Induktionsschleifen der Linksabbieger vom Gegenverkehr und von abbiegenden Fahrzeugen √ľberfahren (Kurve schneiden). Dies wurde leider an besagter Ampel bereits beobachtet.

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  • Chris

    Ein Kreisverkehr an der Kreuzstra√üe w√ľrde meiner Meinung nach nichts bringen! Wenn der Verkehr von Norden Richtung S√ľden steht, machen die Fahrzeuge den Kreisverkehr dicht, so dass auch die Strecke Ost / West blockiert wird!
    Bestes Beispiel daf√ľr ist der gro√üe Kreisverkehr in Miesbach, wenn sich der Verkehr von Irschenberg kommend Richtung Miesbach aufstaut, kommt man kaum mehr von Richtung Weyarn nach Irschenberg.

    Mein Vorschlag w√§re, die Strecke um den See 2 spurig auszubauen oder die Einf√ľhrung einer Maut f√ľr das Tegernseer Tal f√ľr Ortsfremde!

  • Vidur

    Ein Kreisverkehr ist die denkbar schlechteste L√∂sung, die es geben kann. Da ist mir die Ampel deutlich lieber. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die wichtigste Ost-West-Verbindung im ganzen Gebiet zwischen A8 und A95 (nicht umsonst mal als A98 geplant!) und eine der, wenn nicht die wichtigste Nord-S√ľd Verbindung im Landkreis mit Anschlussstellen im Norden und S√ľden, sollen gekreuzt werden. Und das mit einem verdammten Kreisverkehr? Ich glaube nicht.
    Es wird ja auf der B318 Richtung Tal immer von einer Regulator- Funktion gesprochen. Kann ich ehrlich gesagt auch nicht ganz nachvollziehen. 1. Staut sich in Gmund an Berg bzw. Ampel (Beides hat Bremswirkung) eh wieder alles auf, wenn viel Verkehr ist. Und zweitens macht das doch nur am Wochenende Sinn. Werktags sind doch in der Gemeinde Gmund doch schon mal extrem viele Leute weg (Wiessee, Anwohner).
    Und selbst wenn, dann kann man doch zumindest die Strecke nach Holzkirchen kreuzungsfrei gestalten.
    Ich hoffe mal, dass das irgendwann auch kommen wird, wenn die Optimierung von Norden her (Wo ja schon mit dem Gewerbegebiet ein Vierspuriger Ausbau sowie eine kreuzungsfreie Verbindung mit Föching geplant ist sowie außerdem eine Untertunnelung von Warngau, was nur noch eine Frage der Zeit ist).
    Mögliche Optimierungsmöglichkeiten im Norden wären dann höchstens noch die Reithamer Kurve (ist ja schon sehr gut geworden, passiert aber immer noch einiges) und die Verbindung nach Schaftlach (Kreisverkehr mMn auch hier nicht sinnvoll).

  • Thomas

    Die optimale L√∂sung w√§re eine Unterf√ľhrungskreuzung wie man sie Richtung T√∂lz bei jeder Ausfahrt von den Bundesstra√üe sieht. So k√∂nnte der Verkehr in beide Richtungen St√∂rungsfrei flie√üen. Die optimale nicht die g√ľnstigste wohlgemerkt, wobei man sich fragen sollte ob der wichtigste Knotenpunkt im Stra√üennetz des Tals nach den Kosten betrachtet werden sollte.

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