Peter Hubert sagt Finsterwalder Waldfest ab

Waldfeste und Kommerz – passt das zusammen?

Ergänzung vom 05. Juni / 11:41 Uhr
Die schlechte Wettervorhersage und der Respekt vor dem Gmunder Volksfest waren am Ende die Auslöser für die kurzfristige Absage des 1. Finsterwalder Waldfestes. An diesem Freitag hätte das Fest am Feichtner Hof starten sollen – parallel zum nur wenige Kilometer entfernt stattfindenden Volksfest.

Eine Terminüberschneidung, die laut Peter Hubert, Besitzer des Feichtner Hofs, so gar nicht geplant war.

Als wir vor acht Wochen unseren Termin festlegten, war im Internet noch nichts zum diesjährigen Termin des Gmunder Volksfestes zu recherchieren. Ich möchte keine Parallelveranstaltung zum langjährigen Volksfestbeginn aufziehen. In Gmund zwei Veranstaltungen mit ähnlichem Charakter an diesem Wochenende halte ich für unpassend.

Ob das Waldfest möglicherweise nachgeholt wird, ist derzeit noch offen.

Ursprünglicher Artikel vom 03. Juni:
Die Vorfreude bei Einheimischen und Auswärtigen steigt, der Countdown zum Start der Waldfestsaison läuft. Denn bereits am kommenden Wochenende geht’s los, das Finsterwalder Waldfest feiert Premiere.

Die Waldfeste gehören zum Tegernseer Tal wie das Oktoberfest zu München. Sie sind einzigartig, traditionsverbunden und nicht zuletzt eine wichtige Einnahmequelle für die ortsansässigen Vereine.

Paradigmenwechsel in Sicht?

Los geht’s bereits an diesem Freitag mit dem inoffiziellen Waldfestauftakt. Das Finsterwalder Waldfest feiert im Feichtnerhof Premiere und versucht, vom 8. bis 10. Juni einen gelungenen Start in die Saison 2012 zu geben. Das Finsterwalder Waldfest unterscheidet sich dabei allerdings von den traditionellen Waldfesten. Kein Verein mit ehrenamtlichen Helfern, sondern Peter Hubert, der Wirt des Feichtner Hofs und des Bräustüberls, steckt dahinter.

Etabliert sich dieser neue Termin im Waldfestkalender, könnte dies einen gewissen Paradigmenwechsel in der Waldfestkultur einleiten. Waren bisher die Vereine die ausschließlichen Ausrichter der Waldfeste, besteht die Möglichkeit, dass sich in Zukunft auch andere Wirte die Idee von Peter Hubert zum Vorbild nehmen und ähnliche Veranstaltungen ausrichten. Eine Entwicklung, die womöglich dem Grundgedanken der Waldfeste nicht entspricht.

Waldfeste als wichtigste Einnahmequelle der Vereine

Neben der Pflege von Tradition und bayerischer Kultur dienen die Waldfeste vor allem der Finanzierung der Vereine.

“99 Prozent unseres Vereinsetats generieren wir ausschließlich aus dem Waldfest”, erklärte uns Sepp Bartl vom Skiclub Kreuth bereits letztes Jahr. Der Großteil der dadurch gewonnenen finanziellen Mittel fließt in die Vereins- und Jugendarbeit sowie in die Talentförderung.

Eintritt, Speisen, Schank und die Bar sind dabei die wesentlichen Einnahmequellen eines jeden Waldfestes. Der “normale” Waldfestgast lässt fast keinen Stand aus und gibt dabei “knapp 20 bis 25 Euro” im Schnitt pro Besuch aus.

“An einem guten Waldfesttag in Kreuth kommen an die 2.500 oder mehr Besucher”, meint Bartl und fügt an: “In Tegernsee im Schmetterlingsgarten können es an einem Tag auch gut und gerne 4.000 Gäste sein. Verrechnet man diese Zahlen mit den rund 22 Tagen der Waldfestsaison 2012 (Doppeltermine eingerechnet), ergibt das einen Schnitt von 62.500 Euro Umsatz pro Tag und einen Wirtschaftsfaktor von 1.300.000 Euro im Gesamten.”

Für einen reibungslosen Ablauf der Waldfeste sorgen dabei vor allem die zahlreichen Mitglieder der Vereine, die ehrenamtlich ihren Dienst leisten. Bier und Botzeit dienen als Entlohnung.

Weitere Waldfestprofiteure

Neben den Vereinen selbst profitieren aber auch einige Betriebe wie Metzgereien, Bäckereien, Getränkehändler, Einzel- und Großhändler sowie Taxiunternehmen, Trachtengeschäfte und zum Teil die Hotellerie direkt oder indirekt von den Waldfesten. Zudem sind die Waldfeste ein Aushängeschild des Tegernseer Tals und eine große touristische Attraktion für Urlauber und Gäste.

Dabei ist gerade der traditionelle Charakter der Waldfeste ein wichtiger Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste. Die Frage bleibt, ob die Wirte und Gastronomen auch einen Teil vom “Waldfestkuchen” abbekommen sollten oder nicht.

Was bedeuten die Waldfeste für die Gastronomie?

Auf den ersten Blick sind die Kneipen und Gaststättenbetreiber die Leidtragenden der “fünften Tegernseer Jahreszeit”. Ihnen mangelt es laut eigenen Aussagen in dieser Zeit an zahlungskräftigen Kunden. Andererseits entgegenen die Vereine, dass viele Touristen und Gäste ohnehin gar nicht vor Ort wären, gäbe es die Waldfeste nicht.

Und haben Kneipen, speziell die ohne Außenbereich, nicht im Sommer grundsätzlich weniger Kundschaft? Hier driften die Meinungen der Wirte und Vereine natürlich auseinander. Bedenken muss man jedoch, dass viele der auswärtigen Waldfestfans auch außerhalb dieser Zeit das eine oder andere Mal an den Tegernsee kommen, Geld ausgeben und/oder von der Region in ihrem Freundeskreis erzählen.

Mehr und neue Gäste werden gerade wegen der Feste ins Tegernseer Tal gelockt. Vielleicht ist an dieser Stelle einfach nur ein wenig Kreativität gefragt … wie wäre es zum Beispiel mit Sonderrabatten für Tracht tragende Wirtshausbesucher? Oder mit speziellen Übernachtungsangeboten vonseiten der Hotels?

Ob in Zukunft auch andere Wirte die Idee des Feichtner Hofs aufgreifen werden, wird sich noch zeigen. Im Moment überwiegt in jedem Fall bei Einheimischen und Auswärtigen zuallererst die Vorfreude auf die kurz bevorstehende Waldfestsaison 2012.

Die Tegernseer Stimme wünscht allen eine schöne Zeit vom Finsterwalder bis zum Ostiner Waldfest.

Das Waldfestprogramm 2012

08.06.2012-10.06.2012
17 Uhr, 15 Uhr, 10 Uhr
Finsterwalder Waldfest (Inoffiziell)
(Feichtner Hof, Gmund)

15.06.2012/16.06.2012
17:00 Uhr
Waldfest FC Real Kreuth
(Leonhardstoana Hof, Kreuth)

24.06.2012
10:00 Uhr
Trachten-Waldfest der Hirschbergler
(Hirschbergler Trachtenhütte Kreuth)

29.06.2012/30.06.2012
17:00 Uhr
Waldfest des SC Bad Wiessee
(Sonnenbichl, Bad Wiessee)

01.07.2012
10:00 Uhr
Waldfest der Gebirgsschützen Tegernsee
(Gebirgsschützenhütte Rottach-Egern)

06.07.2012/07.07.2012
17:00 Uhr
Waldfest des SC Kreuth
(Leonhardstoana Hof, Kreuth)

13.07.2012/14.07.2012
17:00 Uhr
Waldfest TSV Bad Wiessee
(Kurpark Abwinkl, Bad Wiessee)

13.07.2012-15.07.2012
17:00 Uhr
Waldfest der Tegernseer Vereine)
(Schmetterlingsgarten, Stadt Tegernsee

22.07.2012
10:00 Uhr
Trachten-Waldfest der Leonhardstoana
(Waldfestplatz am Leonhardstoana Hof, Kreuth)

27.07.2012/28.07.2012
17:00 Uhr
Waldfest SC Rottach-Egern
(Waldfestplatz Lori-Feichta, Rottach-Egern)

05.08.2012
10:00 Uhr
Trachtenwaldfest der Wallberger
(Lori-Feichta, Rottach-Egern)

05.08.2012
10:00 Uhr
Waldfest des Trachtenvereins Bad Wiessee
(Kurpark Abwinkl, Bad Wiessee)

09./10./11./12.08.2012
17:00/15:00/15:00/15:00 Uhr
Waldfest SC Ostin
(Skilift Ostin, Gmund am Tegernsee)

Der TS-Kalender

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  • Respekt

    Herrn Hubert respekt für das erreichte in den letzten Jahren aber das geht jetzt eindeutig zu weit. Die Waldfeste sollen und müssen in der Hand der Vereine bleiben und damit Ihren traditonielen Charakter behalten.
    Nicht zuletzt für die Jugendarbeit der Vereine sind die Waldfeste und deren einnahmen unverzichtlich.

    Wie immer wiel jeder wieder am großen Geschäft die Hand aufhalten und die Taschen vollmachen.

  • Talbewohner

    Schade, die Waldfeste verlieren immer mehr ihren Reiz.

    Zu den Scharen von Münchnern und deren Landhausmode kommt jetzt auch die Profitgier hinzu.
    Die Vereine tun dies für ihre Nachwuchsarbeit und jetzt kommen auch noch gewisse Personen hinzu, die den Hals nie vollbekommen können.

    Da bleiben nur noch die Weinfeste wo man mal “unter sich” sein kann abseits vom Schicki-Micki Trubel.

    • iswurscht

      Unter sich bleiben wird die Kassen der Vereine nicht füllen, war früher sicher anders, als Ansprüche und Kosten nicht so hoch waren. Aber jetzt braucht man auch die Münchner mit ihrer Landhausmode, Entschuldigung, natürlich nur ihr Geld, Das ist eine Einstellung, die sich leider im Tal festgesetzt hat, wie Touristen verursachen Stau, reden unmögliche Dialekte, haben Ansprüche usw. Solang sich an dieser Einstellung vieler, nicht weniger!, etwas ändert, bleiben die Probleme im Tal bestehen.
      Dreht mal die Zeit hundert Jahre zurück, wo ward ihr, auf welchen Niveau und durch was und wem seid ihr in die Lage versetzt worden, jetzt so zu reden?

      • veritas

        Ach wenn sich diese Einstellung ändert, ändern sich auch die Probleme? Klingt ja sehr logisch…wenn’s so einfach wäre.

        Ich war beispielsweise letztes Jahr auf einem Weinfest das bummvoll war. Und zwar eben nicht mit oben von mir beschriebener Klientel.
        Die Mär, dass also nur die reichen Auswärtigen die Vereine erhalten, lass ich mir nicht aufbinden.
        Klar bringen sie Geld in die Kassen, aber generell würde ich mir von allem ein bißchen weniger wünschen. Manchmal ist weniger eben mehr.

  • WaldfestFan

    Das Finsterwalder Waldfest wäre mit Sicherheit traditioneller als ein Ostiner Waldfest an dem mittlerweile ohne Security Service gar nichts mehr geht.

    Sind wir doch froh , dass sich was rührt.

    Ich glaube auch nicht, dass das Volksfest in Gmund die Vereine organisieren.

    • Schorsch

      Das Volksfest ist ja auch kein Waldfest, sondern eine “Kirmes” wie sie es in vielen Orten gibt.

      Zum “Finsterwalder Waldfest”: Wer´s mag soll hingehen, wer´s nicht mag findet sicher eine andere Beschäftigung. Für mich ist´s nur ein Biergarten-Fest.

      • WaldfestFan

        Hallo Schorsch,

        Genauso seh ich es auch – dann ist es halt ein Biergartenfest.

        Und jeder geht da hin wo es ihm gefällt.

        • ::)))))

          GENAU RICHTIG !!!!!!!!!!!

  • Tegernseer

    Ich finde es nicht gut, wenn ein Wirt, der ohnehin schon sehr viel im Tal erreicht hat. Sei es Bräustüberl, Bauer in der Au und jetz auch der Feichtner Hof, aber die Waldfeste sollten Sache der Vereine bleiben. Es gibt eh schon fast zu viele Feste ums Tal herrum, dass man nicht noch ein zusätzliches braucht. Wenn das in zukunft andere Wirte nachmachen, wird das Vereinsleben im Tal schon bald Geschichte sein.

  • Tegernseer

    Entschuldigung. Nicht dass das jemand falsch versteht. Ich meinte ich finde es nicht gut, wenn jemand schon so viel erreicht hat, dass er auch noch zusätzlich ein Waldfest veranstalten muss.

  • DaDing

    Der geschäftstüchtige Herr Hubert wird also kritisiert für das, dass er versucht, seinen Feichtner Hof einzuführen. Entschuldigung, aber da bin ich nicht der Meinung der meisten. Es ist doch sonst kein Waldfest an dem Datum, also kann er einem Verein etc. das Geschäft nicht madig machen.

    Und überhaupt: Wie schaugts denn die letzten Jahre aus auf den Waldfesten: früher hama gsogt, mia dreffen uns um simme auf dNacht auf diesem oder jenen Waldfest. Heute wennst um simme auf dNacht higehst, griagst koan Plotz mehr. Leider führn sich de meisten Auswärtigen auf, ois ob erna des ois ghern dad. Wirklich, viele Woidfester machan koan Spass mehr! Nicht dass ich den Vereinen das Geschäft nicht gönne, arbeite selber mit, aber früher wars hoid griabiger UND wie oben schon erwähnt, wenns schon Security’s auf Walfesten gibt, dann hod des nix mehr mit Tradition und Brauchtum zum doa!!

    • :-)

      Hallo DaDing

      Ich bin teilweise deiner Meinung. klar, wie ich unten auch geschrieben hab. Es ist ihm durchaus anzurechnen, dass er seinen Termin vor die anderen Waldfeste gelegt hat. Aber wie gesagt geht es darum, dass wenn jetzt wirklich mehr Wirte meinen, sie müssten das auch machen, dass es dann zu viel wird, und der Charm der Waldfeste verlohren geht. Herr Hubert macht hier den Vereinen einen gewissen Status streitig, den die Vereine sich erarbeitet haben und will sich in dass mit einklinken, was die Vereine geschaffen haben, und das finde ich nicht in ordnung. Er kann gerne Feste veranstalten, aber dann soll er es Biergartenfest nennen. Es ist das Wort Waldfest, das mich stört, wodurch zumindest jeder Auswertige sein Event sofort auf eine Stufe stellt mit den Vereinswaldfesten.

      Bei dem anderen geb ich Ihnen vollkommen recht! Je näher der veranstaltungsort bei München liegt, um so ungemütlicher ist das Fest. Daher gefallen mir die feste in Kreuth auch am besten (wobei auch diese mittlerweile teilweise ziemlich überlaufen sind…)

    • iswurscht

      Hallo DaDing
      können Sie mir das bitte erläutern, wie sich Auswärtige aufführen, als würde ihnen alles gehören.
      Und gehört ihnen das? Leider wird die Security meist für Auseinandersetzungen betrunkener Gäste benötigt, die laut Polizeiberichten meist aus der Umgebung stammten, zB betrunkene Jugendliche. Die “Münchner” müssen ja noch heim fahren, können sich nicht so zulaufen lassen.
      Und haben Sie dann ab Sieben Uhr so viel Umsatz gemacht, das der Verein davon ein Jahr wirtschaften konnte?

  • :-)

    Guten Morgen allerseits.
    Ich muss mich da meinen Vorrednern anschließen. Herr Hubert hat genügend, und macht damit wirklich ausreichend Umsatz. Er ist nicht auf ein Waldfest angewiesen, so wie viele der ausrichtenden Vereine. Ich finde, dass es mittlerweile eh schon zu viele Waldfeste im Tal gibt, da schon die Vereine alle meinen, sie müssten jetzt auch eins machen. und dann…? dann wird sich beschwert, weil keine Leute kommen, ist ja kein wunder, wenn zum gleichen Zeitpunkt noch zwei andere Waldfeste im Tal stattfinden.
    Das einzigste, was man Herrn Hubert zu gute halten muss ist die Tatsache, das er sein “Waldfest” außerhalb der normalen Waldfestsaison (und seis nur eine Woche davor) veranstaltet, so das es nicht auf ein Waldffest eines anderen Vereins fällt.
    Ich hoffe nur inständig, dass jetzt nicht auch noch andere Wirte auf die gleiche Iee kommen. Denn irgendwann ist es einfach zu viel, die feste verliehren ihren Reiz und die Einheimischen werden sich von den Veranstaltungen distanzieren. Und dann hat das alles wirklich nichts traditionelles mehr, sondern nur noch einen Belustigungsfacktor für die Turisten.
    Ich persönlich werde nicht zum Feichtner Hof gehen, einfach um ein Zeichen zu setzen, dass Waldfeste Vereinsangelegenheiten sind. Allen anderen, die mich unterstützen und ebenfalls vern bleiben ein herzliches Dankeschön, allen die da hingehen dennoch viel Spaß.

  • Da Huba

    jetzt mal runter vom gas. soll der Huber /der wirt, nicht ich/ machen was er will. das ist ein freies land und wenn wir einheimischen mit den füßen gegen kommerz und münchnerbussibussiporsche-waldfest abstimmen – dann ist das die reinste form der demokratie. das ist wie sich über das tv-programm aufregen – mit der fernbedienung in der hand “bauer sucht frau” anschauen und das ende des abendlandes propagieren – anstatt einfach um- oder besser auszuschalten!

    so lang aber in ostin oder beim skiclub in rottach tal&gast aufeinander treffen kann, kann der “waldfest-schmerz” der ultas aus dem tal nicht so schlimm sein. die anderen einheimischen haben ja so oder so ihren spaß!

    so ist das mit tradition: asche anbeten hilft gar nichts, das feuer schüren!

    • anwohner

      ne, das heisst doch anders: tradition heißt nicht bewahrung der asche, sondern weitergabe des feuers… ;-)

  • rederei

    Wenn sich so viele in Ihrem Komentar auf Tradition berufen. Von erzählugen weis ich das bei den Trachten Waldfesten ( das sind die mit der Tradition nicht die Sportvereine) am Abend zu den
    Örtlichen Wirten gegangen wurde, zur Einkehr nach dem Fest das war halt noch eine Ortsgemeinschaft.
    Leider gibt es nicht mehr viele ” Wirtshäuser” warum nur ?
    Ob eine Bar Betrieb bis zum Sonnenaufgang Tradition hat möchte ich mehr als bezweifeln.
    Herr Hubert traut sich halt was und wenn er damit bei einigen Vereinsmeiern keine zustimmung findet
    kann er es zum Glück verkraften.
    Wie an dieser Stelle erwähnt er möchte den Feichtner Hof wieder beleben – ein ” Wirtshaus” mit Tradition wird erhalten.
    Und wer meint des Geldes wegen der irrt.
    Das past schon mit dem Bräustüberl.
    Es ist denke ich wie bei einem Sportler wenn einer Tennis,Füßball splielt oder Skirennen fährt dann
    nicht mit dem ersten Ziel Geld zu verdienen …das wird nix.
    Es ist vielmehr das ganze , das Team ( hat der Hubert auch) die Zuschauer ( Gäste) und der Kick etwas zu erreichen.

    • Finsterwalder

      Die Erzählungen stimmen leider nicht. Das erste Waldfest im Tegernseer Tal wurde am 19.Juli 1938 vom Schneelaufverein Tegernsee in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein durchgeführt. Ort war die Schießstätte in Tegernsee. Die Waldfestgäste (Ehrengäste) wurden am Vorabend im Sommerkeller begrüßt. War sicher Traumhaft. Aber: Von einem traumhaften Fest kann niemand abbeißen. Die Vereine benötigen das Geld um ihre Jugendarbeit aufrecht erhalten zu können. Einen Barbetrieb nicht als Traditionell zu bezeichnen finde ich evtl. richtig. Sieht man sich aber z.B. die Tracht von 1938 an, wird man feststellen, dass sich auch diese verändert hat. Des weiteren gibt es um den See die Seefeste. Hier mischt sich auch kein Verein ein! Muss es also sein, dass das alles vermischt wird? Im Übrigen: Tegernseer Waldfest und es regnet, das Bräustüberl ist dann ab 15.00 Uhr bis auf den letzten Platz gefüllt.

      Fazit: die Vereine akzeptieren die Wirte, dies sollte auch umgekehrt so sein.

      Bis zum ersten “echten” Waldfest.

  • WaldfestFan

    @ Rederei:

    Sehr gut beschrieben- obwohl ich ein ausgesprochener Waldfest Fan bin haben Sie absolut recht.

    4 Tage Waldfest in Ostin – das reinste Kasperltheater. Eine Bar die ausgestattet ist, dass mancher Disco Besitzer neidisch werden könnte.

    Mit Tadition hat das Null Komma nix zu tun. Aber auch andere Vereinsfeste haben völlig überzogen mit Ihren Bars.

    Was haben Cocktails wie Caipirinha, Wodka- RedBull mit einem Waldfest zu tun?

    Geht es da eigentlich nicht um Profit?

    Und vom Jugendschutz und Steuern spreche ich jetzt mal lieber nicht.

    Also was ist da so schlimm dran, dass ein Hr. Hubert eine Idee hat? Mal was anderes zu machen? Was regen sich hier Leute auf, dass einer auf seinem Grundstück ein Fest macht? Waldfest, Biergartenfest, nur Biergarten, Fest, Frühlingsfest, Sommerfest, FestFest, ist doch völlig sch.egal wie das heißt.

    Wer Lust hat hinzugehen geht hin, und wen es stört bleibt dann wohl besser daheim.

    Und noch was: in Festenbach war letzten Samstag ein Festenbacher Waldfest von privat organisiert worden. Ich war dort mit 200 anderen. Und es war Super schön.

    Hat da auch einer was zu meckern.

    danke an die R. und E. Burschen.

  • Vidur

    Weiß der nicht mal, wann das Volksfest ist. Mag sein, dass noch nichts zum Termin zu finden war, aber es war doch von vorne herein so gut wie klar, wann es stattfinden wird.
    Aber gut, mir solls Recht sein. Bin ich nicht unbedingt traurig.

  • Oberlandlerin

    Die Absage ist jetzt endlich mal richtig von “Hubert”.
    Das traditionelle Volksfest sollte man respektieren … auch wenn sehr Viele nicht mehr hingehen – aber sicherlich wird die Gemeinde das Volksfest bezuschussen, bzw. das Minus tragen müssen (ansonsten gäbe es gar kein Volksfest mehr).
    Das ein Wirt auch noch ein Waldfest organisieren muss, finde ich auch nicht in Ordnung. Er hätte es ja als “Biergarten-Fest” betiteln können.
    Die Waldfeste sind ausschließlich dazu da, um die Jugendarbeit in den Vereinen finanziell stemmen zu können. Das sollte ein Wirt respektieren, zumal er ja für sein “Finsterwalder Waldfest” alle Ortsvereine in Gmund abgeklappert haben soll, ob Sie nicht für Ihn … übernehmen wollen … (jeder hat in seinen Vereinen doch schon jede Menge “Schanzl” – auch wenns für die Vereinskasse wäre … aber des “zwickt se” ..)

    • veritas

      Was ist der genaue Grund für die Absage? Ich hätte jetzt spontan auf die Wetterbedingungen getippt?!

      • anwohner

        steht oben, immer mal wieder den original artikel ansehen, evtl. ist da eine ergänzung dabei, hatte ich auch erst nicht gesehen:

        Als wir vor acht Wochen unseren Termin festlegten, war im Internet noch nichts zum diesjährigen Termin des Gmunder Volksfestes zu recherchieren. Ich möchte keine Parallelveranstaltung zum langjährigen Volksfestbeginn aufziehen. In Gmund zwei Veranstaltungen mit ähnlichem Charakter an diesem Wochenende halte ich für unpassend.