Samstag, 18. Mai 2013

Bräustüberl Biergarten wird fertiggestellt

Weiße Schirme und grüne Buchsbäume

Als das Tegernseer Brauhaus vor gut zwei Jahren beschloss, den Biergarten am Bräustüberl zu gestalten, hatte wohl kaum jemand geahnt, was für langwierige Verhandlungen dadurch entstehen würden.

Am Ende konnte man sich Mitte 2011 auf einen Kompromiss einigen, dessen Umsetzung nun in wenigen Tagen abgeschlossen sein wird.

Der Biergarten wird zukünftig von Buchsbäumen umgeben sein

Beanstandungen gab es viele: die Schirme sind zu tief, zu unregelmäßig, zu grün und überhaupt passt der ganze Biergarten nicht in das harmonische Bild des ehemaligen Kloster-Ensembles.

Somit hatte das Brauhaus, das den Biergarten zunächst ohne Genehmigung hatte errichten lassen, zahlreiche Umgestaltungen zu akzeptieren, damit das Landratsamt Miesbach und die Stadt Tegernsee das Vorhaben im Nachhinein für zulässig erklärten.

Schon viel getan

In der Zwischenzeit hat sich jedoch einiges getan. So wurden die ehemals grünen Schirme durch neue, weiße ersetzt. “Das ist einfach heller und auch angenehmer”, so der Wirt des Bräustüberls Peter Hubert vor vier Wochen auf Nachfrage. Zudem sind die Schirme nun, anders als ihre Vorgänger, an der Simskante der denkmalgeschützten Fassade orientiert, was einen einheitlicheren Eindruck von außen vermitteln soll.

Des Weiteren musste die Anzahl der Sitzplätze auf 480 reduziert und die überdachte Fläche um 20 Prozent verkleinert werden. Damit waren dann auch schon die wesentlichen Forderungen seitens des Landratsamtes erfüllt.

Darüber hinaus wurde aber auch die Beleuchtung den Anregungen der Behörden entsprechend angepasst. Die ursprünglich verwendeten Glühbirnen gehören der Geschichte an und wurden durch jeweils zwei Spots unterhalb der Schirme ersetzt. Damit sollte vor allen Dingen der laut Bürgermeister Peter Janssen entstandene „Autoscooter Look“ vermieden werden.

Buchsbäume als Abschluss

Wie der Merkur berichtet, sollen im Laufe der nächsten Woche die Arbeiten zum Abschluss gebracht werden. Dazu werden rund um den Biergarten hölzerne Pflanzenkübel aufgestellt, die später dann mit Buchsbäumen bepflanzt werden sollen. Von da an sei der Biergarten auch nur noch durch die freigelassenen Eingänge erreichbar.

Mit der Umsetzung all dieser Maßnahmen hat das Brauhaus Tegernsee nun sämtliche Forderungen der Behörden erfüllt und kann sich demnach vor weiteren Beanstandungen sicher fühlen.

Die Gäste scheint die ganze Angelegenheit ohnehin wenig zu stören. Sie nahmen den Biergarten bereits seit seiner Errichtung sehr gut an und es gibt wohl auch keinen Grund daran zu zweifeln, dass sie dies auch weiterhin tun werden.

Peter Hubert mit einem Plan des geplanten neuen Biergartens im Juli 2008 - Quelle: Bräustüberl Zeitung

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  • Manfredos

    Ich setze mich da immer wieder gerne dazu, aber man sollte das nicht Biergarten nennen. Hier handelt es sich auch weiterhin um eine Bräustüberl-Terrasse! Leider gibt’s im Tal nicht so tolle Biergärten.
    In memoriam: Jupp Brenners Kaltenbrunn….

    • http://www.tegernsee.de Biergarten-Fan

      Ein toller Schachzug des Herzoglichen Hauses ! Der Bierumsatz wird deutlich ansteigen, auch wenn die eigene Brotzeit lt. Bayerischer Biergartenverordnung vom 20. April 1999 mitgebracht und unentgeltlich verzehrt werden darf.

      Details unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Biergarten

    • Sportler

      Das Bräustüberl kenne ich seit über 30 Jahren. Leider ist es schon längst nicht mehr das, was es einmal war. Vor allem dieser seltsame “Biergarten” gehört ja wohl besser aufs Oktoberfest. Hoffentlich bekommt unser armes Bräustüberl bald wieder einen traditionsbewußten Wirt.

  • durschty

    der lieberhof ist aber auch sehr schön, obwohl auch wir große fans vom bräustüberl sind. am schönsten aber war eben doch kaltenbrunn, schade das herr hubert diesembiergaten nicht wieder leben einhauchen kann.

    • Manfredos

      Lieberhof zweifelsohne auch sehr schön, Lage und Angebot.
      Aber auch hier – das ist eine Terrasse.
      Ein Biergarten sollte m.E. wie der Name schon sagt, Gartencharakter (Bäume..) haben.

      • durschty

        wenn herr hubert am brästüberl buchsBÄUME pflanzt, dann ist es ein biergarten (:))))))

        • Manfredos

          Stimmt eigentlich… Wer recht hat, hat recht ;-) )

          • Wanderfreund

            Wenn schon, dann doch eher Gastgarten. Oder kann man am Bräustüberl auch mitgebrachte Speisen konsumieren. Letzteres soll doch Merkmal eines “echten” Biergartens in Bayern sein. Vielleicht habe ich als Nicht-Bayer da auch etwas missverstanden!

          • Manfredos

            Formulierung “Gastgarten” auch nicht schlecht, wegen oben gesagtem.
            Trotzdem reichen die paar Buchsbäumchen in Tegernsee m.M. nicht für den …garten.

          • Sacklzement

            Ihr seids ja scheene Dampfplaudara ! Wahrscheinlich wards ihr no nia in am richtign Biergartn ! Oda ?