Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Tal

Wiessee trotzt Frühjahrsaufschwung

Wie schon im Jahr 2011 ist die Arbeitslosigkeit im Tegernseer Tal zwischen April und Mai weiter zurückgegangen. Der Frühjahrsaufschwung, der sich vor allem in den durch Tourismus geprägten Gegenden traditionell besonders stark auswirkt, ist auch heuer wieder in den meisten Tal-Gemeinden nicht ausgeblieben.

Nur Bad Wiessee trotzt dem Aufschwung und stellt mittlerweile ein Drittel der gesamten Arbeitslosen im Tal. Und damit gilt auch weiterhin die Aussage: Obwohl einwohnermäßig mit die kleinste Gemeinde, hat Bad Wiessee mit Abstand die höchste Arbeitslosigkeit und stellt mittlerweile ein Drittel der Arbeitslosen im Tegernseer Tal.

Mai-Arbeitslosenzahlen im Tegernseer Tal nach Gemeinden/Abbildung: Tegernseer Stimme/Quelle: Arbeitsagentur

Dabei wird die im Gegensatz zu Gmund, Rottach, Tegernsee oder Kreuth negative Entwicklung Wiessees vor allem sichtbar, wenn man sie mit den Zahlen von Mai 2011 vergleicht. In den anderen Gemeinden gab es seither Rückgänge von bis zu 26 Prozent. In Wiessee ist im gleichen Zeitraum die Arbeitslosigkeit dagegen um fünf Prozent gestiegen.

Ein deutliches Zeichen an die Verantwortlichen. Und ein klarer Hinweis, dass man was tun sollte, möchte man den Anschluss nicht weiter verlieren.

Landkreisweite Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent

Wegen der allgemeinen Entwicklung muss man sich derzeit keine allzu großen Sorgen machen. Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit in Rosenheim, kommentiert dies so:

Der Frühjahrsaufschwung hier in der Region hat in diesem Monat deutlich an Fahrt zugelegt. Er geht durch alle Branchen und steht derzeit auf stabilen Füßen. Industrie, Handwerk und Dienstleistung bieten flächendeckend eine große Vielfalt an offenen Stellen an. Jede Branche beziehungsweise jeder Wirtschaftsbereich profitiert von der guten Lage.

Der Landkreis Miesbach an sich geht mit einer zwei vor dem Komma in den meteorologischen Sommer. Bei 2,6 Prozent liegt derzeit die landkreisweite Arbeitslosenquote. Zur genauen Quote für das Tegernseer Tal ist aufgrund der ungenauen Berechnungsgrundlage keine Aussage möglich.

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  • Thomas

    Dieses Jahr sind es auch deutlich mehr leere Schaufenster im Ort als letztes Jahr. Ich möchte nicht wissen wie viele davon dicht gemacht haben weil sie die Pachten nicht aufbringen können. Geschlossene Läden brauchen kein Personal, und wo viele Läden dicht sind machen oft noch weitere zu.Ich tippe auf die Schlecker-Filiale als nächsten Kandidaten, die Firma gehen gerade komplett unter.

    • Karli

      Lieber Thomas,

      dies ist so leider nicht korrekt. Es kann nicht davon die Rede sein, dass DEUTLICH mehr leere Schaufenster in Bad Wiessee sind als letztes Jahr. Momentan stehen ganz genau 2 Läden leer.Es gab schon einmal Zeiten in denen mehr leer standen.

      Viele Grüße

      • Thomas

        Es stehen zwei Läden leer? Mal sehen … Der alte Sport Estner, der Kleine wo pro-forma deren Schlitten drin stehen, da wo der Teppichladen übergangsweise war, daneben wo das Kochgeschäft war und eine der Müllerbrot-Fillialen die fallen mir auf Anhieb ein. Bei einem weiteren Laden am Lindenplatz steht schon wieder “Räumung wegen Geschäftsaufgabe” drin, Schlecker steht wie gesagt kurz vor der endgültigen Abwicklung.

        Einige Läden die früher existierten sind auch Zurückgebaut worden, da kann man natürlich Streiten ob das als mehr Leerstand oder weniger Ladenfläche betrachtet, gesund ist die Entwicklung jedenfalls nicht.

        • Karli

          ja das stimmt. ich habe nur an den teppichladen und das kochgeschäft gedacht. allerdings muss man sagen dass hier sicherlich keine arbeitsplätze verlorengegangen sind … sind ja meistens immer inhabergeführt gewesen.