Bistro an der Seepromenade - Der Betreiber im Gespräch

„Meist entscheiden wir spontan, ob es lohnt“

Zweite Ergänzung vom 09. August / 16:03 Uhr
Vor zwei Wochen hat das Bistro an der Seepromenade in Bad Wiessee (endlich) eröffnet. Seitdem hat es laut Betreiber Peter Blümer bereits regen Anklang bei Gästen und Einheimischen gefunden. „Das Publikum ist komplett gemischt“, sagt Blümer, der je nach Wetterlage morgens kurzfristig entscheidet, ob er den Verkaufsstand ab Mittags öffnet. Im Prinzip sei das Bistro aber über den kompletten Sommer offen.

Dabei will Blümer den umliegenden Geschäften und Hotels an der Wiesseer Seepromenade grundsätzlich keine Konkurrenz machen.

Blümer hat zur Unterstützung für den Verkauf eine feste Mitarbeiterin. Ab und zu muss der Chef aber selbst anpacken.

Blümer hat zur Unterstützung für den Verkauf eine feste Mitarbeiterin. Ab und zu muss der Chef aber selbst anpacken.

Doch vor allem die Laufkundschaft kommt an dem Bistro in bester Lage kaum vorbei. “Wenn woanders eine Band auftritt oder in der Umgebung ein Grillabend angekündigt ist, werde ich daneben keine Parallelveranstaltung machen”, gibt Blümer zu verstehen, der als Caterer unter anderem auch die Bewirtung der Tegernseer Schifffahrt unter sich hat,

Ein echtes Highlight habe das Bistro in der kurzen Zeit seit der Eröffnung auch schon erlebt. “Beim Tegernseer Seefest hatten wir sehr viele Anfragen auf Tischreservierungen“, erinnert sich der Betreiber an den 31. Juli. Von der Seepromenade in Bad Wiessee habe man gegen 22 Uhr den perfekten Blick auf das Feuerwerk in Tegernsee genießen können.

In der Regel würde Blümer das Bistro aber nicht derart lange geöffnet lassen und eher gegen acht Uhr schließen. „Wir werden ganz sicher niemanden nach Hause schicken, der schon da ist“, stellt der Wiesseer Geschäftsmann klar und ergänzt: „Zu dieser Uhrzeit ist es in den letzten Tagen aber immer etwas ruhiger geworden.“

“Brezn sind Verkaufsschlager”

In der kurzen Zeit habe sich zudem auch schon herausgestellt, was die Kunden mehrheitlich präferieren. Vor allem Brezn seien ein echter Verkaufsschlager. Ausgeschenkt werden die Getränke dabei nicht etwa in Pappbechern, sondern in Gläsern und dass ohne Pfand. „Die Leute gehen dann oft entlang der Seepromenade weiter, setzen sich und bringen die Gläser im Anschluss auch wieder zurück“, so Blümer über die ersten Erfahrungen.

Warum er nun genau den Zuschlag der Gemeinde, zum Betrieb des Bistros an der prominenten Stelle erhalten habe, weiß der Gastronom nicht. Möglicherweise sei er einfach flexibler, als die anderen. Wie es eben auch bei der täglichen Entscheidung der Fall ist, ob das Bistro nun öffnet oder nicht.

Ergänzung vom 19. Juli mit der Überschrift: Seepromenade: Bistro-Start verzögert sich
Seit 1. Juli hätte Peter Blümer, Caterer und Betreiber des ersten Bistro an der Wiesseer Seepromenade, theoretisch starten können. Doch der Aufbau der Hütte hatte sich unerwartet verzögert.

Zu den Gründen äußert sich Wiessees Geschäftsleiter Michael Herrmann folgendermaßen:

“Die eigentlich bestellte Hütte war leider nicht lieferbar. So haben wir eine Alternative gefunden, die allerdings einen halben Meter breiter ist.”

Laut Herrmann habe dies zu zwei kleineren Problemen geführt: Erstens muss die Hütte zum Teil auf die angrenzende Wiese gesetzt werden. Aus dem Grund hat der Bauhof kurzfristig neue Platten verlegen müssen, damit der Untergrund eben ist.

Zum Zweiten habe man aufgrund der Größe der Mehrkanthütte dies noch mit der Schlösser- und Seenverwaltung abklären müssen. “Wir wollten da einfach kein Risiko eingehen”, sagt Herrmann. Montag oder Dienstag ist es aber spätestens so weit: Dann wird Peter Blümer sein neues Bistro eröffnen.

Bistrohütte: Stand: 19. Juli / 16:45 Uhr

Die Hütte an sich sei bereits geliefert. Das Holz liege an der dafür vorgesehenen Stelle. Ein wenig unklar ist nur die Situation beim Wiesseer Seefest, das am 17. August an der Seepromenade steigen soll. Bisher hatten die Vereine an der Stelle des neuen Bistros ihre Essensstände. Laut Herrmann müsse das noch organisatorisch geklärt werden. Denn Blümer soll mit seinem Bistro natürlich die Möglichkeit bekommen, auch am Seefest Getränke und Essen zu verkaufen.

Wo dann die ansässigen Vereine ihre Alternativplätze zugewiesen bekommen, ist dagegen derzeit noch offen. Doch Herrmann bekräftigt: “Die Vereine bekommen sicherlich keine schlechteren Plätze. Dafür sorgen wir schon.”

Ursprünglicher Artikel vom 15. Juni
Die Seepromenade in Bad Wiessee wird wieder ein Stück weit attraktiver – davon ist Geschäftsleiter Michael Herrmann überzeugt. In den nächsten zwei bis drei Wochen soll dort ein kleines Bistro dazukommen.

Nachdem immer wieder der Wunsch nach einem derartigen “Verkaufsstand” an die Gemeinde herangetragen wurde, hat man kurzerhand nach potenziellen Betreibern gesucht. Zehn meldeten sich im Rathaus, geworden ist es letztlich der ortsansässige Caterer Peter Blümer.

An der Stelle, wo heute an Wiessees Seepromenade noch eine Blumentopf stand, soll in Kürze ein kleines Bistro errichtet werden.

An der Stelle, wo heute noch ein großer Blumentopf steht, soll in Kürze ein kleines Bistro errichtet werden.

Gefallen ist die Entscheidung pro Blümer, der auch die Gastronomie der Schifffahrt inne hat, am Mittwoch. Laut Herrmann habe man sich nicht zuletzt wegen dessen Fachkenntnisse auf ihn festgelegt. Auch spielte es eine Rolle, dass Blümer bereits heute über das entsprechende Equipment verfügt, um ein solches Bistro zu betreiben. Aufgrund der unkalkulierbaren Laufzeit würde sich dadurch das Investitionsrisiko für den Betreiber reduzieren.

Fingerfood und Prosecco bis in die Abendstunden

Zur endgültigen Vertragsunterzeichnung soll es nun in den nächsten Tagen kommen. Im Vertrag geregelt ist dann auch die Laufzeit. Wie lange genau diese sein wird, steht allerdings laut Herrmann noch nicht fest. Hier sei die Gemeinde relativ flexibel. „Je nachdem, wie der Verkaufsstand an der Seepromenade angenommen wird, können wir uns auch eine Zusammenarbeit über mehrere Jahre vorstellen“, erklärt Wiessees Geschäftsleiter und ergänzt: „Sollte es nicht laufen, kommt es wieder weg.“

Errichtet werden soll das Bistro in der Verlängerung der Pergola in Richtung See. Es wird eine mobile und mehreckige Hütte werden, wobei es im Bistro selbst keine Sitzgelegenheiten geben soll. Um den Verkaufsstand herum dürfen aber, neben den vorhandenen Bänken, zusätzlich Tische sowie Bestuhlung errichtet werden.

Keine Kosten für die Gemeinde

Bezüglich der Öffnungszeiten kann Herrmann ebenfalls noch nichts Genaueres sagen. Diese darf der Betreiber frei festlegen. Allerdings stehe einem Verkauf auch bis in die Abendstunden nichts entgegen. Darüber hinaus darf das Bistro das ganze Jahr geöffnet haben.

Durch die Errichtung erhofft sich die Gemeinde, die vorhandene Angebotslücke zu schließen. Der Vorteil dabei: für Wiessee selbst fallen keine Kosten an. Alle Ausgaben müssen vom Betreiber gestemmt werden. Das wird die Gemeinderäte umso mehr freuen, nachdem die bisherigen Verschönerungsmaßnahmen am “Wohnzimmer der Gemeinde” bereits viel Geld verschlungen haben.

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  • iswurscht

    Das erinnert mich sehr an den Beginn des Beachclubs letzten Jahres, kostet nichts und bringt viel????
    Braucht Wiessee ein Bistro am See?, wo es doch mehr als genügend Wirtschaften, auch mit Terrassen und Biergärten gibt. Haben wir das Publikum am See, welches sich mit Veuve Clicquot und Kaviarbrötchen verlustiert, wobei es doch auf Aldi-Prosecco und Lachsersatzsemmel, zum gleichen Preis, hinaus laufen wird.
    Und da hat sich der Betreiber einen super Platz fürs Seefest gesichert, die Einnahmen werden Ausfälle kompensieren können. Die Fußballer wird es freuen, war es doch “Ihr Platz”.
    Na und besonders freu ich mich schon auf die Einweihungsfotos mit Höß und Blümer, erinnert an Siebach/Höß 2011.
    Das Hauptproblem werden die Staus sein, bis hinter Holzkirchen, wenn das gesamte Münchner Umland ne Semmel und einen Platz auf der Himmmelsliege will.
    Wiessee ist eine Losbude mit den Losen Einfallslos, Perspektivlos,Niveaulos, Charakterlos usw, wer da Geld investiert, wird eine Niete ziehen.
    Das klingt alles sehr hart, wer die Berichte der letzten Jahre gelesen hat, kann zu keinen anderen Eindruck kommen.
    Man kann hier nur noch sarkastisch reagieren, zumal das über die Meinungsfreiheit gedeckt ist, Zensur findet nicht statt.

  • Zeitgeist

    “Kleine Verzögerung” in Bad Wiessee?!? Das gibt’s doch gar nicht? Das wär ja mal was ganz was Neues!;-) Naja egal, wenn die Dosenbockwurst und die Mikrowellenkost dann schmeckt….

  • Wanderfreund

    Wenn der Geschäftsleiter Michael Herrmann überzeugt ist, die Wiesseer Seepromenade werde “ein Stück weit attraktiver”, dann macht er – vielleicht unbewusst – deutlich, was hier in den vergangenen Jahren passiert ist: ein Kahlschlag, wie er seinesgleichen sucht. Man hat immer nur abgerissen (Spielbank), verfallen lassen (Franz-Grothe-Pavillon mit der zugehörigen Überdachung), heruntergewirtschaftet (Hotel Lederer), … und harrt nun auf eine große Lösung, die immer wieder aufs Neue beschworen wird. Das bisherige “Stückwerk” in diesem Bereich – der Beach-Club war der Gipfel –
    zeigt doch auch, wie hilflos man in Bad Wiessee agiert. Es fehlt ein Konzept mit Augenmaß, das die Belange der Einwohner und ihrer Gäste berücksichtigt.

  • Vater Morgana

    Welchen Montag ??????

  • Edelweiß

    Eisdielen,Cafes und Wirtschaften mit Biergärten, alles da ! Brauchts da noch a Frittnbude an der Promenade ? Dümmer gehts nimmer ! Der ganze Gemeinderat samt sein Häuptling kead obgsetzt bevors no mehr Unheil orichtn !

    • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

      Bitte ein wenig sachlicher bleiben. Solche Kommentare bringen niemanden weiter.

  • Zurück zur Natur

    @ Edelweiss und Co.

    Alles da ??? Der Ort ist fast tot, so wenig ist los ! Vielleicht sollten wir Wiessee gleich ganz zu machen ? Wie wäre es mal mit ein paar konstruktiven Vorschlägen, wie der Ort wieder schöner und lebendiger werden kann ? Menschen mit gutem Geschmack sind gefragt. Die Rottacher und Tegernseer können es doch auch. Dieses scheußliche Beton-Kunstwerk am Lindenplatz und die hässlichen Stolper-Pflastersteine gehören als erstes weg ! Stattdessen ein paar schöne Kastanien, die Schatten geben, und richtige Blumenbeete. Das wäre doch zumindest mal ein Anfang.

  • Edelweiß

    Ja ois do ! Muaßt hoid deine Augn aufdoa !

    • Sportler

      Si tacuisses …

  • Thomas

    Diese “Fußgängerzone” am Lindenplatz war von Anfang an eine Fehlplanung. Es hat die einzige funktionierende Kreuzung im Dorf in einen Stauschwerpunkt verwandelt. Die vorher ersichtliche Linksabbieger Spur in die Freihausstraße gibt es nicht mehr, und die Anfahrt vom “Zentralparkplatz” ist eine Katastrophe. Das “Boot” ein Hinkucker im negativen Sinne, hässlich und Erklärungsbedürftig.

    Ich hätte stattdessen die Adrian-Stoop vom Lindeplatz bis zum Kuramt in eine echte Fußgängerzone verwandelt. der Hauptstraße eine Abbiegespur für den Zentralparkplatz verpasst, was diesen nur unwesentlich schmälert, und die Abfahrt mit der Zufahrt zum Seegarten kombiniert.

    Gewonnen wäre eine Fußgängerzone die den Namen verdient und ähnlich der Marktstraße in Tölz auch für längere Events Platz bietet ohne direkt die Promenade zuzustellen. Entsprechend hätten sich auch die umgebenden Gebäude anders entwickelt als sie es jetzt getan haben.