Freitag, 18. April 2014

Bilder zu Abrissarbeiten an Gmunder Grundschule

“Nach den Ferien ist alles dem Boden gleich”

ErgÀnzung vom 30. Mai/12:44 Uhr
Wie geplant, haben am gestrigen Dienstag die Abrissarbeiten an der Gmunder Grundschule begonnen. Los ging es bereits um 8 Uhr mit dem Dachstuhl. Von da aus arbeitete sich der Abrissbagger Stockwerk fĂŒr Stockwerk nach unten.

Dabei kennen die fĂŒnf Bauarbeiter keine Gnade fĂŒr das aus dem Jahr 1888 stammende und ursprĂŒnglich als Bauernhof genutzten GebĂ€ude. Dachziegel, Mauern, Fenster und Decken – alles fĂ€llt Zug um Zug zu Boden.

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Und so soll es mit den Abrissarbeiten an der Gmunder Grundschule wohl die nĂ€chsten beiden Wochen – also ĂŒber die Pfingstferien –, bis der komplette WestflĂŒgel dem Boden gleich gemacht ist, weitergehen. Dann, wenn die SchĂŒler aus den Ferien zurĂŒckkommen, wird der alte GebĂ€udetrakt nicht mehr da sein. „Bis dahin mĂŒssen wir mit dem Abriss fertig sein“, so ein zuversichtlicher Arbeiter, der die Maßnahme ĂŒberwacht.

Impressionen zu den Abrissarbeiten von gestern und heute frĂŒh:

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

UrsprĂŒnglicher Artikel vom 08. Mai mit der Überschrift: “Da haben wir einen sportlichen Zeitplan”
Die Planungsphase fĂŒr den Neubau und die Sanierungsarbeiten an der Grundschule in Gmund sind abgeschlossen. Bereits nĂ€chste Woche starten die Abbrucharbeiten an dem Ende des 18. Jahrhunderts erbauten GebĂ€ude.

So werden ab kommenden Montag auch aus SicherheitsgrĂŒnden alle Zufahrten ab dem Rathaus fĂŒr den Straßenverkehr gesperrt.

In einem PressegesprĂ€ch am heutigen Dienstag mit Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung ging es aber nicht nur um die Auswirkungen fĂŒr die Anlieger sowie die Eltern der SchĂŒler. So hat sich eine nachtrĂ€gliche, leichte Kostenverschiebung beim Bau der Grundschule ergeben: Der Abriss des BestandsgebĂ€udes werde billiger. Und die Sanierung des zweiten GebĂ€udeteils dafĂŒr teurer. So die Aussage von Bauamtsmitarbeiter Ludwig Bergmann.

Ludwig Bergmann und Annemarie Heizmann aus der Gmunder Verwaltung erklÀren die Planungen

Die Gemeinde schĂ€tzt die Gesamtkosten fĂŒr Abriss und Neubau (4,5 Millionen Euro) sowie Sanierung des zweiten SchulgebĂ€udeflĂŒgels (1,8 Millionen Euro) auf rund 6,3 Millionen Euro. In diesen BetrĂ€gen enthalten sind auch alle Baunebenkosten, wie beispielsweise die Kosten fĂŒr die Außenanlagengestaltung.

Von diesen 6,3 Millionen Euro kommen gut zwei Millionen Euro als Finanzierungszuschuss von der Regierung von Oberbayern. “Das entspricht etwa 38,91 Prozent von 5,2 Millionen. Diesen Betrag nimmt der Freistaat als Kostenrahmen an”, so Gmunds KĂ€mmerer Georg Glas. Mit seinem auf Pauschalen basierenden Rahmen bleibt das Land deutlich unter den von der Gemeinde angesetzten 6,3 Millionen.

Abrissarbeiten ab nÀchsten Montag

Mittlerweile steht auch der konkrete Zeitplan. NĂ€chsten Montag geht es los mit dem Abriss. Zeitgleich werden auch die mobilen Klassenzimmer geliefert. Bezogen werden können diese allerdings erst ab dem 11. Juni. “Bis dahin wird es in der Schule ein wenig enger”, so Bergmann.

Diese Woche rÀumt eine Umzugsfirma den Altbau aus. Die sechs Wohnungen und zwei Klassenzimmer sind bis Ende der Woche leergerÀumt.

Wenn der Neubau im Dezember 2013 bezugsfertig ist, ziehen alle Klassen dorthin um. Dann geht es an die Sanierung des alten GebĂ€udeteils. Die Bauarbeiten ziehen sich dann insgesamt ĂŒber 27 Monate. Abschluss ist im August 2014 – pĂŒnktlich zum neuen Schuljahr.

Bauarbeiten könnten zu kleinerem Verkehrschaos fĂŒhren

Wegen des Umbaus und der Sanierung des GebĂ€udes wird es ab kommenden Montag, den 14. Mai – und somit eine Woche spĂ€ter, als im Gemeindeboten angekĂŒndigt –, zu einer Komplettsperrung kommen. Die Sperrung betrifft vor allem den Kirchenweg und wird wohl bis Dezember 2013 aufrechterhalten bleiben mĂŒssen. Ausschließlich Baustellenfahrzeuge ist das Befahren gestattet.

Was letztlich auch das Bringen und Abholen von Schulkindern unmöglich macht, da in der nĂ€heren Umgebung keine ParkplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen. “Wir können nicht verantworten, dass etwas passiert. Deshalb mĂŒssen wir aus SicherheitsgrĂŒnden, auch im Sinne der Schulkinder, ein generelles Fahrverbot fĂŒr Privatfahrzeuge fĂŒr diesen Bereich aussprechen”, so Annemarie Heizmann aus dem Gmunder Bauamt.

Zur VerfĂŒgung stĂŒnde weiterhin der Friedhofsparkplatz, von wo aus die Kinder zu Fuß aus zur Schule gelangen können. Zweimal muss auf dem Weg die Straße gequert werden. Dort sollen fĂŒr die komplette Zeit Schulwegshelfer postiert werden.

“Das ist alles im Einvernehmen mit der Schulleitung abgesprochen, und auch die Eltern sind per Schreiben informiert worden”, so Bergmann und ergĂ€nzt: “Klar ist das alles keine einfache Situation fĂŒr die Schule und auch die Anlieger. Doch wir alle freuen uns auf den Neubau.”

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  • Thomas

    Jetzt nehmen wir mal folgendes an:

    * Unsere Lokalpolitik hĂ€tte rechtzeitig bemerkt das die Schulcontainer fĂŒr die Realschule billiger zu kaufen als zu mieten sind, und denn genau das getan.
    * Man hĂ€tte fĂŒr das Realschul-Projekt keine kleine Ewigkeit verplempert um einen Investor zu suchen, sondern es in Eigenregie realisiert. Dann hĂ€tte der Bau lĂ€ngst begonnen.
    * Die gekauften Schulcontainer in Wiessee wĂŒrden in kĂŒrze frei, und abgestimmt mit dem Neubau der Grundschule in Gmund aufgestellt.

    Ja ich weiß, das ist ein utopisches Szenario! Aber wie viel Geld hĂ€tte dieses Vorgehen wohl gespart, und nötig gewesen wĂ€re nur etwas Zusammenarbeit, Verstand und Transparenz.

    • Sepp Huber

      Du bist a a so a Gscheidhaferl:

      * Der Nachweis, dass die Container billiger zu kaufen als zu mieten wÀren, ist nichts als eine Behauptung. Die Fakten dazu sehen m.W. anders aus und wir tun gut daran, die Recherche der TS dazu abzuwarten.

      * Der Vorlauf fĂŒr ein Schulbauprojekt dieser GrĂ¶ĂŸe in konventioneller Realisierung (mit Architektenwettbewerb und europaweiter Ausschreibung) liegt idR bei ca. 1,5 Jahren. Der Bau hĂ€tte also vielleicht im FrĂŒhjahr begonnen werden können, dafĂŒr ist aber die Bauzeit im Gegensatz zu PPP sehr viel lĂ€nger.

      * Die gekauften Schulcontainer wĂŒrden also keine Sekunde frĂŒher frei als das jetzt der Fall ist und der GS Gmund stĂŒnden die dringend benötigten RĂ€ume nicht zu dem Zeitpunkt zur VerfĂŒgung, wenn sie gebraucht werden.

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