Bilder zu Abrissarbeiten an Gmunder Grundschule

“Nach den Ferien ist alles dem Boden gleich”

Ergänzung vom 30. Mai/12:44 Uhr
Wie geplant, haben am gestrigen Dienstag die Abrissarbeiten an der Gmunder Grundschule begonnen. Los ging es bereits um 8 Uhr mit dem Dachstuhl. Von da aus arbeitete sich der Abrissbagger Stockwerk für Stockwerk nach unten.

Dabei kennen die fünf Bauarbeiter keine Gnade für das aus dem Jahr 1888 stammende und ursprünglich als Bauernhof genutzten Gebäude. Dachziegel, Mauern, Fenster und Decken – alles fällt Zug um Zug zu Boden.

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Und so soll es mit den Abrissarbeiten an der Gmunder Grundschule wohl die nächsten beiden Wochen – also über die Pfingstferien –, bis der komplette Westflügel dem Boden gleich gemacht ist, weitergehen. Dann, wenn die Schüler aus den Ferien zurückkommen, wird der alte Gebäudetrakt nicht mehr da sein. „Bis dahin müssen wir mit dem Abriss fertig sein“, so ein zuversichtlicher Arbeiter, der die Maßnahme überwacht.

Impressionen zu den Abrissarbeiten von gestern und heute früh:

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Abrissarbeiten Gmunder Grundschule

Ursprünglicher Artikel vom 08. Mai mit der Überschrift: “Da haben wir einen sportlichen Zeitplan”
Die Planungsphase für den Neubau und die Sanierungsarbeiten an der Grundschule in Gmund sind abgeschlossen. Bereits nächste Woche starten die Abbrucharbeiten an dem Ende des 18. Jahrhunderts erbauten Gebäude.

So werden ab kommenden Montag auch aus Sicherheitsgründen alle Zufahrten ab dem Rathaus für den Straßenverkehr gesperrt.

In einem Pressegespräch am heutigen Dienstag mit Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung ging es aber nicht nur um die Auswirkungen für die Anlieger sowie die Eltern der Schüler. So hat sich eine nachträgliche, leichte Kostenverschiebung beim Bau der Grundschule ergeben: Der Abriss des Bestandsgebäudes werde billiger. Und die Sanierung des zweiten Gebäudeteils dafür teurer. So die Aussage von Bauamtsmitarbeiter Ludwig Bergmann.

Ludwig Bergmann und Annemarie Heizmann aus der Gmunder Verwaltung erklären die Planungen

Die Gemeinde schätzt die Gesamtkosten für Abriss und Neubau (4,5 Millionen Euro) sowie Sanierung des zweiten Schulgebäudeflügels (1,8 Millionen Euro) auf rund 6,3 Millionen Euro. In diesen Beträgen enthalten sind auch alle Baunebenkosten, wie beispielsweise die Kosten für die Außenanlagengestaltung.

Von diesen 6,3 Millionen Euro kommen gut zwei Millionen Euro als Finanzierungszuschuss von der Regierung von Oberbayern. “Das entspricht etwa 38,91 Prozent von 5,2 Millionen. Diesen Betrag nimmt der Freistaat als Kostenrahmen an”, so Gmunds Kämmerer Georg Glas. Mit seinem auf Pauschalen basierenden Rahmen bleibt das Land deutlich unter den von der Gemeinde angesetzten 6,3 Millionen.

Abrissarbeiten ab nächsten Montag

Mittlerweile steht auch der konkrete Zeitplan. Nächsten Montag geht es los mit dem Abriss. Zeitgleich werden auch die mobilen Klassenzimmer geliefert. Bezogen werden können diese allerdings erst ab dem 11. Juni. “Bis dahin wird es in der Schule ein wenig enger”, so Bergmann.

Diese Woche räumt eine Umzugsfirma den Altbau aus. Die sechs Wohnungen und zwei Klassenzimmer sind bis Ende der Woche leergeräumt.

Wenn der Neubau im Dezember 2013 bezugsfertig ist, ziehen alle Klassen dorthin um. Dann geht es an die Sanierung des alten Gebäudeteils. Die Bauarbeiten ziehen sich dann insgesamt über 27 Monate. Abschluss ist im August 2014 – pünktlich zum neuen Schuljahr.

Bauarbeiten könnten zu kleinerem Verkehrschaos führen

Wegen des Umbaus und der Sanierung des Gebäudes wird es ab kommenden Montag, den 14. Mai – und somit eine Woche später, als im Gemeindeboten angekündigt –, zu einer Komplettsperrung kommen. Die Sperrung betrifft vor allem den Kirchenweg und wird wohl bis Dezember 2013 aufrechterhalten bleiben müssen. Ausschließlich Baustellenfahrzeuge ist das Befahren gestattet.

Was letztlich auch das Bringen und Abholen von Schulkindern unmöglich macht, da in der näheren Umgebung keine Parkplätze zur Verfügung stehen. “Wir können nicht verantworten, dass etwas passiert. Deshalb müssen wir aus Sicherheitsgründen, auch im Sinne der Schulkinder, ein generelles Fahrverbot für Privatfahrzeuge für diesen Bereich aussprechen”, so Annemarie Heizmann aus dem Gmunder Bauamt.

Zur Verfügung stünde weiterhin der Friedhofsparkplatz, von wo aus die Kinder zu Fuß aus zur Schule gelangen können. Zweimal muss auf dem Weg die Straße gequert werden. Dort sollen für die komplette Zeit Schulwegshelfer postiert werden.

“Das ist alles im Einvernehmen mit der Schulleitung abgesprochen, und auch die Eltern sind per Schreiben informiert worden”, so Bergmann und ergänzt: “Klar ist das alles keine einfache Situation für die Schule und auch die Anlieger. Doch wir alle freuen uns auf den Neubau.”

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  • Thomas

    Jetzt nehmen wir mal folgendes an:

    * Unsere Lokalpolitik hätte rechtzeitig bemerkt das die Schulcontainer für die Realschule billiger zu kaufen als zu mieten sind, und denn genau das getan.
    * Man hätte für das Realschul-Projekt keine kleine Ewigkeit verplempert um einen Investor zu suchen, sondern es in Eigenregie realisiert. Dann hätte der Bau längst begonnen.
    * Die gekauften Schulcontainer in Wiessee würden in kürze frei, und abgestimmt mit dem Neubau der Grundschule in Gmund aufgestellt.

    Ja ich weiß, das ist ein utopisches Szenario! Aber wie viel Geld hätte dieses Vorgehen wohl gespart, und nötig gewesen wäre nur etwas Zusammenarbeit, Verstand und Transparenz.

    • Sepp Huber

      Du bist a a so a Gscheidhaferl:

      * Der Nachweis, dass die Container billiger zu kaufen als zu mieten wären, ist nichts als eine Behauptung. Die Fakten dazu sehen m.W. anders aus und wir tun gut daran, die Recherche der TS dazu abzuwarten.

      * Der Vorlauf für ein Schulbauprojekt dieser Größe in konventioneller Realisierung (mit Architektenwettbewerb und europaweiter Ausschreibung) liegt idR bei ca. 1,5 Jahren. Der Bau hätte also vielleicht im Frühjahr begonnen werden können, dafür ist aber die Bauzeit im Gegensatz zu PPP sehr viel länger.

      * Die gekauften Schulcontainer würden also keine Sekunde früher frei als das jetzt der Fall ist und der GS Gmund stünden die dringend benötigten Räume nicht zu dem Zeitpunkt zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden.