Freitag, 24. Mai 2013

Zwei Männer in Gmund festgenommen

Zeitungsausfahrer klauen Fahrräder

Gelegenheit machte bekanntlich Diebe. So lautet auch die Begründung von zwei slowakischen Zeitungsausfahrern, die gestern früh gegen 5 Uhr in Rottach-Egern an der Überfahrtstraße zwei unabgesperrte Fahrräder klauten und wenig später von Wiesseer Polizisten dingfest gemacht werden konnten.

Kurzerhand hatten die beiden Diebe, die Fahrräder im Wert von etwa 700 Euro, in den Kofferraum eines Transporters geladen und entfernten sich vom Tatort. Allerdings nicht ganz unbemerkt. Und weit kamen sie auch nicht.

Beklaute von Lärm geweckt

Vom Lärm geweckt, gingen die Beklauten – zwei Rottacher Mädchen im Alter von 13 und 15 – ins Freie und bemerkten, dass die beiden Fahrräder fehlten. Dabei sahen sie noch wie ein weißer Lieferwagen in Richtung Seestraße davon fuhr. Der Verdacht lag nahe, dass die Fahrräder in den weißen Lieferwagen eingeladen wurden. Und so wurde die Polizei informiert.

Gegen 05:30 Uhr, und damit nur eine halbe Stunde später, hielten die Beamten in Gmund einen weißen Mercedes Sprinter an. Im Laderaum befanden sich die beiden an der Überfahrtstraße entwendeten Fahrräder. Die Slowaken im Alter von 27 und 28 Jahren wurden daraufhin vorläufig festgenommen. Bei einem Verhör räumten sie den Diebstahl ein.

Interessant ist noch, was die weiteren Ermittlungen der Polizei ergaben: Die beiden Täter arbeiten für einen Zeitungs- und Zeitschriftenvertrieb, der morgens immer verschiedene Kunden im Bereich des Tegernseer Tals beliefert. Die in Bad Tölz wohnenden slowakischen Staatsangehörigen wurden nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Moderation von Kommentaren

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  • Frank Wenz

    Sehr interessant, wie unterschiedlich Meldungen doch sein können. Beim Merkur hört sich das ganze an nach “bösen Ausländern”. Übrigens kein Wort in Richtung Zeitungsvertrieb. http://www.merkur-online.de/lokales/tegernseer-tal/slowakische-radldiebe-geschnappt-2444845.html
    Bei euch könnten das auch junge Männer aus der Nachbarschaft sein, die einfach eine Chance gesehen haben günstig an Fahrräder zu kommen. Was ich allerdings vermisse ist die Polizeimeldung, die ihr immer mit aufnehmt.

    • http://www.tegernseerstimme.de Tegernseer Stimme

      Es gab keine Polizeimeldung im normalen Sinne. Nur eine Email mit Text. Deswegen auch kein offizielles Dokument, wie üblich.

  • Anonym

    Was ich vermisse ist die Strafe für die Kameraden!!!!
    Da passiert doch wieder nix und jeder wundert sich dann warum das mit Rad-Diebstahl immer mehr wird!

    • Rainer

      Gibt es einen Grund, Fahrräder über Nacht (!) nicht abzusperren? Dummheit muß eigentlich auch bestraft werden!

      • Student

        Haha du Knaller, hast du schonmal dein Auto nicht abgesperrt oder die Haustüre vergessen nachts zu verriegeln??
        Hast du dir dann morgens auch gedacht: “Blöd dass ich jetzt nicht beklaut wurde, weil Dummheit muss ja bestraft werden!”
        Auch wenn es in diesem Fall evtl kein Versehen war von dem Mädels, das Ergebnis ist identisch.

        Wenn etwas nicht mein Eigentum ist, dann geht mich das auch nichts an, egal ob ich im Stande bin es in meinen Besitz übergehen zu lassen oder nicht!
        Darum geht’s!!!!

  • zack

    die aufklärungsquote von fahhraddiebstahl beträgt in deutschland ca. 5%. da ist es egal ob abgesperrt oder nicht, hier liegt das problem eindeutig bei den behörden, die ihr meinen es handle sich nur um einen Kavaliersdelikt. Außerdem wurden in diesem fall die fahrräder in einen transporter geladen, da hilft uach absperren nichts

    • zack

      in einer wohnung die nicht abgesperrt wurde und in der 700 euro gestohlen wurden, werden doch auch spuren gesichert oder zumindest fingerabdrücke genommen.

    • Rainer

      Aber vielleicht, wie es ja häufig empfohlen wird, anschließen?

  • zack

    ich bitte sie! anschließen hin oder her, ein fahrradschloß ist schneller geknackt als manche denken. außerdem ändert das nichts an der tatsache, dass die polizei so gut wie nichts unternimmt. hier handelt es sich ledidiglich um einen einzelfall, nicht um die regel.
    ich kann ja mein beispiel nochmal nehmen:
    bei einer abgeschlossenen wohnung die aufgebrochen wird, werden ja auch spuren gesichert, bei einerm fahrrad nicht!

    • Rainer

      Ganz kann ich der Argumentation nicht zustimmen! Es gibt Schlösser bzw. Sicherheitsvorkehrungen, die nicht ohne weiteres zu knacken sind. Wenn eine Wohnung/ein Haus fahrlässigerweise nicht verschlossen war, handelt es sich nicht um einen Einbruch-Diebstahl, eine evtl. Versicherung zahlt nicht. Ich stimme zu, dass mehr Polizeiaktivitäten wünschenswert wären. Wie aber, bei ständigem Personalabbau?

  • Herbert Richter

    Zugewanderte haben doch den Bereicherungsbonus, die dürfen das, das ist kulturell bedingtes Brauchtum und wir müssen das erdulden – da wird dann doch lieber die Schuld bei den Mädchen gesucht…….!
    In meiner Jugendzeit waren sogar die Haustüren niemals abgeschlossen – ausser es beglückten uns rotierende Osteuropäer, da kamen zu den Schlößern, noch die Riegel und Fensterläden hinzu……….! Warum dies so war, daran kann ich mich leider nicht mehr entsinnen.

  • Heidi Wolf

    Vielleicht haben die ja auch mein nagelneues Fahhrad in Rottach geklaut + die beiden meiner Nachbarin Ende Juni ….

  • Rudi

    Sehr geehrter Herr Richter,

    wie darf ich man sich das vorstellen, wenn Sie von rotierenden Osteuropäern “beglückt” werden hinter verschlossenen Fensterläden?

    • Apnoe

      Herbert Richter hat in dem Fall mal nicht ganz soo unrecht, er schreibt zwischen den Zeilen aber natürlich mit einem gehörigen Funken Ironie und Wahrheit.

  • Apnoe

    Also 1. Ein Rad, vorallem dieser Preiskategorie, gehört immer abgesperrt und über Nacht eigentlich in den Keller!
    Wenn sie nicht abgesperrt sind rechtfertigt das aber noch lange keinen Diebstahl, da gibt es doch keine Diskussion – oder?
    Und es gibt auch keinen “Gelegenheitsdiebstahl”.
    Griffel weg, was einem nix angeht, so einfach ist das!

    Und die Kollegen aus Slowenien… ? Kein Kommentar!

  • Rudi

    Jaja, die Slowenen! Das sind mir welche! Oder waren es Slowaken? Oder Slawonen? Oder einfach Slawen? Puh, echt kompliziert – naja, was zählt ist, dass es keine Deutschen waren. Also zumindest keine West-Deutschen. Den Ossis kann man ja auch nicht so recht trauen, ne?

    Waren die Polen eigentlich früher mal Ost-Deutsche und die Ost-Deutschen Mittel-Deutsche? Und sind die Sudeten-Deutschen z.B. dann nicht irgendwie auch Ost-Deutsch in diesem Sinne bzw. Ost-Europäer im heutigen Sinn? Und lässt das nicht den Schluss zu, dass die Sudeten-Deutschen Fahrraddiebe sind? Was in sich selbst wieder ein Skandal ist, denn das heisst ja, dass die Bayrische Regierung Fahrraddiebe unterstützt? Vielleicht, um mit den Fahrrädern wieder heim fahren zu können nach xyz – irgendwo im Osten halt? Aber wenn wir nur lange genug den Aufbau Ost finanzieren, klauen sie irgendwann den Ossis die Fahrräder und nicht mehr uns!

    Übrigens Respekt für die beiden Mädchen, die, finde ich, sehr geistesgegenwärtig gehandelt haben.